Bisher 28 bestätigte, dazu 1 Plausibler und 153 Verdachtsfälle
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Dezember

Heitbrack (NI)

 05.12.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23 Uhr MEZ. Im Bereich des Orkantiefs "Xaver" wurde dieser Fall gemeldet. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 07.12.2013: "Uelzen/Landkreis. Orkantief "Xaver" hat sich gestern, am zweiten Tag seines Wirbelns über dem Landkreis Uelzen, nicht wirklich beruhigt: Zahlreiche Bäume kippten auf die Straßen und forderten schnelle Reaktion der Einsatzkräfte ? vor allem im Bereich Bad Bevensen und Velgen. Über Heitbrack zog nach Informationen der Bevenser Feuerwehr gar eine Windhose hinweg. [...]"

"Xaver" wütete weiter (Allgemeine Zeitung, 07.12.13)

Jeeser (MV)

 05.12.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22 Uhr MEZ. Im Bereich des Orkantiefs "Xaver" wurde dieser Fall gemeldet. Aus einer Meldung der Stadt Greifswald vom 06.12.2013: "Schwer von der Wucht des Sturmes ist der Stadtforst in der Nähe von Jeeser, nördlich von Greifswald, gezeichnet. Stadtförster Bent Knoll beklagt den Verlust von Nadelgehölzen - Kiefern, Tannen, Fichten. Auf einer Fläche von etwa 3 Hektar seien massive Schäden entstanden. Er vermutet, dass eine Windhose durch den Forst gegangenen ist. Die Summe der Schäden lässt sich jedoch heute noch nicht beziffern."

Greifswald übersteht erste Sturmnacht - Schäden im Stadtforst (Stadt Greifswald, 06.12.13)
Oktober

Leipzig (SN)

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 30.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca, 14:10 Uhr MEZ. Beobachtung einer Funnelcloud unterhalb einer Cumuluswolke von Leipzig-Marienbrunn aus in Richtung Westen. Die Funnelcloud dürfte sich über dem Südwesten der Stadt befunden haben. Bodenkontakt des Wirbels ist unwahrscheinlich.

Funnelcloud bei Leipzig
Leipzig: Funnel unter Cumulus (Skywarn)

Erwitte (NW)

 27.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Zeitung Der Patriot vom 28.10.2013: "Glück im Unglück hatten am Sonntag Besucher der Reithalle im Erwitter Bruch. Gegen 19.30 Uhr zog offenbar eine kleine Windhose am Bruchweg in Erwitte entlang und riss dabei mehrere dicke Pappeln und Birken um. Das Dach der Reithalle wurde beschädigt, ebenso mehrere Autos. Verletzt wurde zum Glück niemand."

Umgeknickt wie Streichhölzer (Der Patriot, 28.10.13)

Juist (NI)

 27.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:10 und 16:45 Uhr MEZ. Beobachtung einer Funnelcloud nahe der Insel Juist: "[...] habe ich vom Deich (Seeseite) in Westermarsch (Stadt Norden) aus mit Blick Richtung Juist eine Wasserhose beobachtet. Zunächst blieb sie einige Zeit lang konstant ein kleiner Trichter, bevor sie dann mit der Zeit langsam zunehmend länger wurde und die Hälfte der Strecke Wolke-Boden erreicht hatte. So hielt sie sich ca. 10 Minuten, ehe sie sich sehr langsam wieder zurückzog. Einen Bodenwirbel konnte ich nicht sehen, da sie wohl hinter der Insel Juist war. Es war ein insgesamt ruhiges Wetter, hinter der Insel hingen ein paar düstere Wolken mit messerscharfer Unterkante. Weder Schauer noch Gewitter waren vorhanden."

Funnelcloud bei Geldern

Staufenberg (HE)

 27.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MEZ. Meldungen über eine "kleinräumige Windhose" in Staufenberg. Aus einer Meldung der Gießener Allgemeinen vom 27.10.2013: "Im Kreis Gießen hatten die Einsatzkräfte in Staufenberg besonders viel zu tun. Ein kurzer, aber heftiger Sturm hatte zwischen 14 und 15 Uhr die Stadt im Nordkreis heimgesucht. Abgesehen von kleineren Schäden, wie herabgefallenen Ästen oder gelösten Dachziegeln, hatte der Sturm auch ernsthafte Zerstörungen angerichtet. So riss er am Mohnstrauchweg einen Stromkasten aus der Verankerung. In der Treiser Straße hielt ein Baum den Böen nicht Stand und kippte auf eine Telefonleitung. Im höher gelegenen Neubaugebiet am Vogelsang deckte der Sturm an mehreren Häusern teilweise die Dächer ab, wobei durch umherfliegende Dachziegel zwei an der Straße geparkte Fahrzeuge beschädigt wurden. Menschen kamen beim Unwetter glücklicherweise nicht zu Schaden." Auch in Wetzlar gab es ab ca. 14:10 Uhr MEZ erhebliche Schäden durch ein Unwetter. Möglich ist ein großräumiges Ereignis, genaueres ist nicht bekannt.

Zahlreiche Einsätze nach Sturm in Mittelhessen (Gießener Allgemeine, 27.10.13)

Osterath (NW)

 22.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Express vom 23.10.2013: "Meerbusch - Es dauert nur wenige Minuten, dann ist jahrzehntelange Tradition zerstört: Eine Windhose zerfetzt in der Nacht zu Mittwoch in Osterath das Zelt des "Circus Hansa" und stürzt sogar einen tonnenschweren Lkw-Anhänger um. Der Zirkus steht vor dem Aus." - Aus einer Meldung der Rheinischen Post vom 23.12.2013 zum Neustart des Zirkus: "Begonnen hatte alles in einer schicksalhaften Nacht am 22. Oktober. Eine Windhose hatte das Zelt und einen Anhänger des Zirkus Hansa dem Erdboden gleichgemacht."

Verdachtsfall Osterath (Skywarn)
Herbst-Unwetter bläst Zirkuszelt um (Express, 23.10.13)
Zirkus Hansa: Große Freude über neues Zelt (Rheinische Post, 23.12.13)

Graustein (BB)

 12.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 15.10.2013: "Ein Bild der Verwüstung bietet sich derzeit in einem Waldstück bei Graustein. Der herbstliche Gewittersturm vom vergangenen Wochenende hat im Wald nahe der B 156 zu solch starken Windböen geführt, dass dort massenhaft Bäume entwurzelt oder wie ein Streichholz einfach abgeknickt wurden. "So etwas hab' ich noch nicht gesehen. Das ist schlimmer als damals beim Sturm Kyrill in unserer Gegend", sagt Klaus Feier aus Graustein. Der 63-Jährige ist einer der Eigentümer der beschädigten Waldstücke und war am Montag mit dem Aufräumen beschäftigt. An insgesamt drei Stellen beiderseits der Bundesstraße wütete der Sturm vom Samstag wie ein Mini-Tornado. "Rund 3,6 Hektar Wald sind von den Zerstörungen betroffen", informiert Revierförster Hendrik Nadolski. Gegenwärtig ist auch der Radweg entlang der B 156 auf hundert Metern nicht passierbar."

Verdachtsfall Graustein (Skywarn)
Tornado verwüstet Waldstück bei Graustein (Lausitzer Rundschau, 23.10.13)

Lardenbach (HE)

 04.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Lardenbach vom 04.10.2013: "Am Nachmittag des 4.Oktober durchzog vermutlich eine Windhose die Gemarkung am verlängerten Helgenstock im Stadtteil Lardenbach. Direkt an der Strasse wurden etwa 10 Bäume abgeknickt bzw. entwurzelt. Darunter neben mittleren Obstbäume auch stattliche Eichen. Auch die angrenzende Gemeindehalle wurde am Dach beschädigt. Im angrenzenden Feld wurden weitere Bäume entwurzelt und teilweise 20 Meter weiter aufgefunden. Nachdem die Einsatzkräfte aus Lardenbach und Kl.Eichen die Einsatzstelle abgesichert hatte begannen diese sofort mit Hilfe von 2 Motorsägen die Bäume zu zerkleinern. Aufgrund der hohen Anzahl an Bäumen wurden zeitnahe die beiden weiteren Teilraum-Feuerwehren aus Stockhausen und Weickartshain nachalarmiert. Nach ca. 2,5 Stunden war die Fahrbahn wieder frei."

Windhose am Helgenstock (Feuerwehr Lardenbach, 04.10.13)

Langballig (SH)

 01.10.2013 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:30 Uhr MESZ. Meldung einer Wasserhose: "Auf unserer Rückführungstour mit hatten wir das zweifelhafte Vergnügen, eine kleine ?Windhose? aus direkter Nähe beobachten zu können. Wir sind am Dienstag, den 01.10.2013 um 8:15 aus dem Hafen in Langballig ausgelaufen, mit Ziel Gelting Mole. Wir motorten gegen den östlichen Wind. Kurz vor der Untiefetonne "NEUKIRCHENGRUND-N" bemerkten wir gegen 9:30, wie voraus die besagte Windhose entstand und genau Kurs (Richtung Westen) auf uns nahm. Der Trichter hatte sich mittlerweile vom Himmel bis zur Wasseroberfläche vorgearbeitet, so dass ein entsprechender Wirbel mit aufsteigendem Wasser sichtbar wurde ? geschätzter Durchmesser: 10 Meter. Dieser ist auf den Bildern durch Einzoomen teilweise zu erkennen (die Bilder entstanden mit einem Smartphone). Kurz hinter der o. g. Untiefetonne verlangsamte sich die Fortbewegung der ?Windhose? und löste sich alsbald auf. Geschätzte Dauer des gesamten Phänomens: 10 ? 15 Minuten. Start-Koordinaten: ca. 54.799893,9.893131 End-Koordinaten: ca. 54.808996,9.770222" (Quelle: ESWD)
September

Ahlbeck (MV)

 30.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Genaues Datum nicht bekannt, wohl Ende September. Aus einer Meldung des Nordkurier vom 02.10.2013: "Schreck nach Tornado: Lehrling nicht zu finden - Ahlbeck 02.10.2013. Der Nordosten ist wahrlich wind- und sturmerprobt. Dennoch hat kaum ein Vorpommer schon mal so einen Tornado erlebt wie den, der kürzlich über Ahlbeck hinweg gerast ist. ?Ich habe gedacht, die Welt geht unter?, sagt Katrin Block. Und das will schon etwas heißen, denn schließlich sind die Vorpommern so einiges an Wind und Sturm gewohnt. Doch was da an einem ganz normalen Tag vor Kurzem über das kleine Dörfchen Ahlbeck hinweg zog, das fällt kaum unter die Kategorie normaler Sturm. Nein, es war ein Mini-Tornado, eine Windhose, die damals auf angeblich 50 Metern Breite über das freie Feld auf die Gebäude der Landwirtschaftsgenossenschaft Ahlbeck zugerast ist. [...] Denn mittlerweile hatte sich der Himmel dramatisch verdunkelt, und heftige Böen peitschten die Zweige und Äste der Pappeln und Birken vor dem Verwaltungsgebäude. ?Die Küken waren aber intelligenter ? sie haben schon gespürt, dass da was kommt, und sind von allein nach drinnen geflüchtet?, sagt Katrin Block. Gemeinsam mit dem Lehrling hockte sie sich in das Gebäude, in dem auch die Küken Zuflucht gesucht hatten. Nach draußen gehen? Daran war nicht zu denken. ?Es hat so heftig auf das Blechdach getrommelt ? da wollten wir um keinen Preis ins Freie?, beschreibt sie. Knapp eine viertel Stunde hat der Spuk gedauert. Dann war plötzlich alles wieder ruhig. ?Als wir nach draußen gingen, da haben wir dann die Bescherung gesehen?, sagt Katrin Block. Vier mächtige Pappeln und eine Straßenbirke hatten dem Mini-Tornado nicht standgehalten und waren auf die Dächer einer großen Wirtschaftshalle und des Vorgebäudes gestürzt, hatten dort Dachplatten zerstört und Gebälk zerbersten lassen. ?Die Pappeln wurden entwurzelt, die Birke war umgebrochen?, sagt Katrin Block. [...] Sie ist froh, dass bei dem Sturm Menschen und Tiere nicht zu Schaden gekommen sind. Lediglich einen Schaden in Höhe von 50 000 Euro hat die Windhose hinterlassen."

Verdachtsfall Ahlbeck (Skywarn)
Schreck nach Tornado: Lehrling nicht zu finden (Nordkurier, 02.10.13)

Usedom (MV)

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 24.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:44 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich östlich von Karlshagen, sehr wahrscheinlich über der Ostsee. Über den Kontakt zur Wasseroberfläche ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Usedom

Norderney (NI)

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 19.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen ca. 11:35 Uhr und 11:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Deich in Norddeich aus: "Am 19.09., zwischen ca. 11.35 Uhr und 11.45 Uhr ist mir eine Wolke aufgefallen, die vor Norderney einen Funnel hervorgebracht hat. Dieser hat sich innerhalb von 10 Minuten gebildet, fast aufgelöst und ist dann noch mal ausgeprägter erschienen. Kontakt zur Wasseroberfläche gab es zumindest in den ersten Minuten nicht, danach konnte ich das darunterliegende Wasser nicht mehr sehen, weil erst das "Haus des Gastes", dann der Norddeicher Hafen im Weg waren."

Funnelcloud bei Norderney

Peenemünde (MV)

 16.09.2013 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 16:44 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinabreichenden Funnelcloud von Peenemünde aus in Richtung Osten, Kontakt des Wirbvels zur Wasseroberfläche sehr wahrscheinlich (Quelle: ESWD).

Burgkunstadt (BY)

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 13.09.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:03 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud im Bereich einer Schauerzelle. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen. Im Video ist kurzzeitig ein Trombenfuß zu erkennen, auch zeigt sich für kurze Zeit ein "Multivortx-Tornado", also mehr als ein Teilwirbel.

Funnel in Burgkunstadt am 13 September 2013 (YouTube)
Funnelcloud bei Burgkunstadt

Schwefe (NW),
Ampen (NW)

 11.09.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Soester Anzeigers vom 12.09.2013: "Windhose in Ampen: Häuser zerstört - AMPEN - Herabstürzende 20 bis 30 Zentimeter dicke Äste haben am Mittwochabend die Dächer von zwei Wohnhäusern in der Inselstraße in Ampen getroffen und teilweise zerstört - in einem Haus fielen die Äste sogar bis in einen Wohnraum. Die Bewohner übernachten auf Anraten des hinzugerufenen Ordnungsamtes aus Vorsicht vor weiteren herabstürzenden Ästen heute Nacht in einem Hotel beziehungsweise bei Bekannten. Feuerwehr-Einsatzleiter Teiner sprach von einer ?Windhose?, die im Zuge des Gewitters von Schwefe in Richtung Ampen gezogen sei. Dicht an den Häusern in der Inselstraße stehen mehrere rund 30 Meter hohe Eichen. Zwei weitere Bäume hat die Windhose knapp über der Erde umgeknickt. Wegen der Höhe der Eichen hätte die Feuerwehr heute Abend selbst mit einer Drehleiter nicht nachsehen können, inwieweit die Kronen beschädigt worden sind und ob noch Gefahr durch herunterfallende Äste besteht. Dies muss morgen ein Sachverständiger erledigen."

Windhose in Ampen: Häuser zerstört (Soester Anzeiger, 12.09.13)

Griesemert (NW)

 08.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Siegener Zeitung vom 08.09.2013: "Windhose in Griesemert - Eine Schneise der Zerstörung. Griesemert. Mit einer bösen Überraschung wurden am Sonntagmorgen die Bewohner von Griesemert aus dem Schlaf gerissen bzw. vom Frühstückstisch aufgeschreckt: Um 7.40 Uhr bildete sich eine Windhose, die sich von der Bundesstraße 55 mit großer Gewalt durch die engen Straßen des kleinen Dorfs schob. Besonders an den Straßen Am Sprint und Gerstenhagen richtete das Naturereignis erheblichen Schaden an. Mächtige Bäume wurden wie Zahnstocher gebrochen, von den Dächern wurden Dachpfannen abgedeckt, einige in Gärten aufgestellte Trampoline flogen wie Drachen hunderte von Metern durch die Luft. An der alten Grillhütte, die mittlerweile als Unterstand genutzt wird, wurde eine ganze Außenwand komplett herausgerissen. Ein kleiner Stall wurde komplett zerstört. Personen kamen nicht zu Schaden, wohl, weil aufgrund der frühen Stunde am Sonntag niemand draußen unterwegs war, und auch ein kleines Pony auf einer Weide überstand alles unbeschadet. Den Bewohnern stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Viele packten mit an, als die Olper Feuerwehr nach dem nur Minuten dauernden Spuk anrückte, um die Schäden zu beseitigen. Wie die Polizei mitteilt, berichtete eine Zeugin, dass die Windhose sich trichterförmig auf der Höhenlage nahe der Bundesstraße gebildet hatte und dann talabwärts in Richtung Siedlung weiterzog. Nach erster überschlägiger Schätzung von Polizei und Feuerwehr richtete die Windhose einen Schaden von rund 10 000 Euro an." Die Beschreibung des Augenzeugen spricht sehr für einen Tornado. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Der Augenzeugenbericht liegt bisher nur über Dritte vor.

Eine Schneise der Zerstörung (Siegener Zeitung, 08.09.13)
Krasser Wechsel von Hochsommer zu Herbst (wa.de, 08.09.13)
Windhose zog über Wohngebiete hinweg (Der Westen, 08.09.13)

Badenweiler (BW)

 07.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mitternacht (Nacht zum 08.09.). Aus einer Meldung der Badische Zeitung vom 09.09.2013: "Windhose zerstört Festzelte in Badenweiler - BADENWEILER (umi). Von Winde verweht wurde das Weinfest auf dem Schlossplatz am Samstag gegen Mitternacht. Die Band "Bächlesörfer" war gerade fertig, als eine Windhose die Festzelte samt Dekoration wegfegte. Einige Zelte gingen kaputt, sagt Angelika Lesniak von der Badenweiler-Thermen-Touristik (BTT). Beim Neuaufbau für den Festsonntags habe auch BTT-Geschäftsführer Michael Schmitz tatkräftig geholfen, so Lesniak (wir berichten noch)."

Windhose zerstört Festzelte in Badenweiler (Badische Zeitung, 09.09.13)

Esterwegen (NI)

 06.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. In verschiedenen Medien wird über eine Windhose berichtet. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Esterwegen (Skywarn)
Unwetter über dem Emsland (Nord-West-Media TV, 06.09.13)
Windhose zieht durch Esterwegen/Emsland - 06.09.2013 (YouTube, 06.09.13)
Der Tag nach der Windhose - Ein Bild der Verwüstung (NonstopNews, 07.09.13)
Galerie: Der Tag nach der Windhose - Ein Bild der Verwüstung (NonstopNews, 07.09.13)
Sturm im Nordwesten: Feuerwehr im Dauereinsatz (Nordwest Zeitung, 07.09.13)

Borkenwirthe (NW)

 06.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:45 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge berichtet über eine "Windhose" auf der Borkener Straße (L 600), Kreuzungsbereich Engeland Esch in Borkenwirthe. Über Schäden ist nichts bekannt.

Wesel (NW)

 06.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ. Nach einem Bericht des WDR in der "Aktuellen Stunde" soll eine Windhose aufgetreten sein: "[...] Richtig heftig wars am Niederrhein. Dort wütete eine Windhose. Gegen 16:30 Uhr soll es losgegangen sein, so berichten Anwohner. Plötzlich wurde der Himmel ganz schwarz und eine Windhose raste über den südlichen Kreis Kleve und über den Norden des Kreises Wesel. [...] Ganz plötzlich sei die Windhose entstanden. Sie fegte dann besonders heftig über Issum hinweg. Dort wurde eine Punpstation beschädigt, der Strom soll ausgefallen sein. Ja, zahlreiche Bäume hat sie auch umgerissen und wohl ein komplettes Maisfeld niedergedrückt und zerstört. Später soll die Windhose Richtung Bocholt und Borken abgezogen sein. Dort gibt es Schäden an und auf der Bundesstraße 67, die war bis in den Abend mehrere Stunden voll gesperrt." - Derzeit spricht vieles für Gewitterböen als Ursache, einen hinreichenden Verdacht für einen Tornado gibt es aktuell nicht.

06.09.2013 Gegen 16:30 Uhr Tornado am Niederrhein? (WZ-Forum)
Unwetter sorgt für viele Schäden am Niederrhein (Der Westen, 06.09.13)
"Kurz, aber heftig" - 100 Feuerwehreinsätze nach Unwetter in Wesel (Der Westen, 06.09.13)
Schwerer Sturm in Wesel (YouTube, 06.09.13)
Schwerer Sturm über Wesel (Lokalkompass, 06.09.13)
Der Sturm in Wesel (Lokalkompass, 06.09.13)
Wesel am 06.09.2013 - War das etwa ein Tornado? (Lokalkompass, 06.09.13)
Windhose verwüstet Weseler Hafen (Lokalkompass, 06.09.13)
Wind reißt Bäume an der B8 um (Rheinische Post, 06.09.13)

Dießen am Ammersee (BY)

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 01.09.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ, Dauer: 5-10 Minuten. Beobachtung eines schwachen Tornados am Westufer des Ammersees. Fotos und Videos liegen vor. Der Wirbel reichte sichtbar von der Wolkenbasis bis auf den Boden, schwache Rotation wurde beobachtet. Über Schäden ist nichts bekannt. Die Aufnahmen entstanden beim Segeln auf dem Ammersee ? das Phänomen haben auch die Segler am Westufer beobachtet, es handelt sich dabei um die Gegend zwischen Dießen und Holzhausen.

Tornado am Ammersee
August

Gronau (NW)

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 28.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich südwestlich von Sankt Augustin und südlich von Bonn - Beuel.

Funnelcloud bei Bonn

Haßloch (RP)

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 26.08.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 17:28 bis mindestens 17:34 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Ich habe am 26.08.13, ca um 17:30 Uhr einen Trichter beobachtet. Erst von der Autobahn A61 aus am Kreuz Mutterstadt, dann Wechsel auf die A65. Höhe Haßloch kam ich dem Trichter dann sehr nah, ca 100m links (südlich) der Autobahn, nördlich von Haßloch. Es gab heftige Turbulenzen am Boden und es war deutlich Rotation zu erkennen. Danach folgte heftiger Regen." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado bei Haßloch

Radevormwald (NW)

 25.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 17:35 bis 17:38 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Remscheid-Lennep aus in Richtung Nordosten und damit nahe Radevormwald. Über möglichen Bodenkontakt hinter Hügeln und Schäden ist nichts bekannt.

Tornado 25.8.13 Radevormwald 17.40 (YouTube)

Helgoland (SH)

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 20.08.2013 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud südlich der Insel Helgoland. Der Kontakt der Wirbels mit der Wasseroberfläche konnte beobachtet werden und ist nach Bearbeitung auch auf den Fotos schwach sichtbar.

Tornado bei Helgoland

Alt Duvenstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Büdelsdorf aus.

Wesselburenerkoog (SH)

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 19.08.2013 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ab ca. 16:26 Uhr MESZ, Dauer: 3-5 Minuten. Beobachtung eines schlauchförmigen Tornados im Watt, südlich der Eidermündung, vor dem Wesselburenerkoog. Möglicherweise besteht ein direkter Zusammenhang zum Fall St.Peter-Ording.

Tornado vor dem Wesselburenerkoog
Foto des Tornados (SHZ)
Foto: 19.08.2013/ Windhose über Welt/ Vollerwiek (flickr.com)
Weiteres Foto: 19.08.2013/ Windhose über Welt/ Vollerwiek (flickr.com)
Windhose über Wesselburenerkoog 2013 (YouTube)

Sankt Peter-Ording (SH)

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 19.08.2013 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ab ca. 16:15 bis ca. 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud vor St.Peter-Ording. Kurzzeitig wurde der Kontakt zum Wasser beobachtet. Der Tornado entstand im Bereich südwestlich von St.Peter-Ording und zog zunächst nach Südosten, dann drehte er nach Süden ab. Möglicherweise besteht ein direkter Zusammenhang zum Fall Wesselburenerkoog.

Tornado bei St.Peter-Ording

Norstedt (SH),
Viöl (SH)

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 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15:00 und 15:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud im Bereich westlich bis nordwestlich von Viöl (Landkreis Nordfriesland). Die Funnelcloud wurde u.a. von Viöl und 25864 Löwenstedt aus beobachtet.

Funnelcloud bei Viöl

Pommertsweiler (BW)

 19.08.2013 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Ein Tornado richtet auf dem Zeltplatz Hammerschmiedsee in Abtsmünd, Ortsteil Pommertsweiler (Landkreis Aalen) erhebliche Schäden an und mindestens 27 Menschen wurden verletzt. Auf einem benachbarten Campingplatz flogen Wohnwagen durch die Luft und landeten auf dem Dach. Zudem gab es Schäden an umliegenden Gebäuden und an Bäumen. Zahlreiche Augenzeugen konnten den Tornado beschrieben, mehr dazu auch im Skywarn-Forum.

Tornado in Pommertsweiler (Skywarn)
19.8.13 Möglicher Tornado im Bez. Aaalen, 27 Verletzte (WZ-Forum)
Windhose verwüstet Zeltlager - 27 Verletzte (Schwäbische Post, 19.08.13)
Eine Schneise der Zerstörung (Schwäbische Post, 19.08.13)
Fotoreportage: Windhose zerstört Zeltlager am Hammerschmiedesee (Schwäbische.de, 19.08.13)
Windhose verwüstet Campingplatz; mindestens 27 Verletzte (Rems-Zeitung, 19.08.13)
Windhose verwüstet Campingplatz am Hammerschmiedesee, 27 sind verletzt (Stuttgarter Zeitung, 19.08.13)
Tornado verwüstet Campingplatz und verletzt 27 Menschen (Focus, 19.08.13)
Heftiges Unwetter rast über Zeltlager (Südwest Presse, 20.08.13)
Keine Bestätigung für einen Tornado (Gmünder Tagespost, 20.08.13)
Der Tag nach dem Tornado in Abtsgmünd (Schwäbische.de, 21.08.13)
Tatsächlich ein Tornado (Schwäbische Post, 21.08.13)
Tatsächlich ein Tornado (Gmünder Tagespost, 21.08.13)

Bredstedt (SH)

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 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

Bredstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

Bredstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

Bredstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

Bredstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

Bredstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

Bredstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

Bredstedt (SH)

 19.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11 und 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einiger Funnelclouds vom Stollberg, nördlich von Bredstedt, aus in Richtung Süden bis Südwesten.

Funnelclouds im Raum Bredstedt

UNBEKANNT (n.bek.)
[Region: Bienwald (Rheinland-Pfalz)]

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 12.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:00 und 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud Im Bereich des Bienwaldes. Dazu ein Beobachter: "Am Montag 12.08.13 beobachtete ich eine Gewitterfront. Mein Standort war Neuburg. Zwischen 20 Uhr und 20:20 Uhr machte ich dann eine verdächtige Beobachtung. Es war für mehrere Minuten ein rotierender Luftwirbel zu sehen. Dieser ging ziemlich weit nach unten. Ob Bodenkontakt bestand kann ich leider nicht sagen. Leider hatte ich nur mein Handy dabei und konnte nur ein brauchbares Foto machen. Dieses Bild habe ich dann auf meiner Wetterseite auf Facebook gepostet. Ein anderer User hat dann auf meiner Seite gepostet, dass er diese Beobachtung mit dem Luftwirbel auch gemacht hat. Sein Standort war Kandel. Außerdem hat er geschrieben, dass auf dem Doppler Radar ein relativ verdächtiges Hackenecho zu sehen war. Möglicherweise handelte es sich um eine Superzelle. Schäden gabs es vereinzelt, aber deuten nicht auf einen Tornado hin. Ich vermute, dass sich der Luftwirbel irgendwo über dem Bienwald gebildet hat."

Foto der Funnelcloud (Facebook)

Westerland (SH)

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 09.08.2013 / Stärke (W) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 13:30 bis 13:40 Uhr MESZ. Wasserhose vor Sylt beobachtet.

Edesheim (RP)

bild
 08.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 11:33 bis 11:38 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Landau-Queichheim aus in Richtung Norden.

Funnelcloud bei Edesheim

Frille (NW)

 07.08.2013 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ. Schäden in Petershagen-Frille, ein Tornado ist sehr wahrscheinlich. Aus einer Meldung des Mindener Tageblattes vom 08.08.2013: "Petershagen: Windhose deckt Dächer in Frille ab - Bäume entwurzelt. Petershagen-Frille (dh/nik). Eine Windhose hat am Mittwochabend in Frille mehrere Dächer abgedeckt und einige Bäume entwurzelt. Laut ersten Informationen der Feuerwehr waren insgesamt fünf Straßen betroffen: Wietersheimer Straße, Breede, Klappenburg, Holzstraße und Erstes Dorf. Die Löschgruppen Frille und Lahde waren etwa eineinhalb Stunden im Einsatz, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen und Anwohnern zu helfen. Auf einem Hof wurden durch herabfallende Ziegel einige Autos beschädigt. Auf einem weiteren Grundstück stürzte ein Baum auf einen aufblasbaren Swimmingpool. Mehrere große Bäume fielen über die Aue, so die Feuerwehr. Der Wasserbeschaffungsverband NRW nahm den Schaden am Donnerstag auf. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado in Frille (Skywarn)
Petershagen: Windhose deckt Dächer in Frille ab - Bäume entwurzelt (Mindener Tageblatt, 08.08.13)

Bentlage (NW)

 07.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:51 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch einen Skywarn-Beobachter (Quelle: ESWD).

Morgenröthe-Rautenkranz (SN)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Freien Presse vom 20.08.2013: "Windhose: Staatsforst warnt vor Wanderungen - Den jüngsten Unwettern sind im Forstbezirk Adorf etliche Bäume zum Opfer gefallen. Aufräumarbeiten haben begonnen. Muldenhammer. Der Forstbezirk Adorf warnt derzeit vor Betreten des Waldes in seinen Revieren Sachsengrund und Morgenröthe. Von dort umgestürzten Bäumen und angebrochenen Ästen geht erhebliche Gefahr für Wanderer aus. Begonnene Bergungs- und Aufräumarbeiten sollten außerdem nicht durch Besucher und Schaulustige behindert werden, um ein zügiges und sicheres Ende zu gewährleisten. Die umgeknickten Bäume sind Resultat des unwetterartigen Gewitters mit Hagelschauern in den Abendstunden des 6.August. Wie der Staatsbetrieb Sachsenforst jetzt mitteilte, kam es zwischen Sachsengrund und Morgenröthe dabei auch zu einer Windhose. Sie knickte die Bäume wie Streichhölzer und entwurzelte auch etliche Exemplare. Das Unwetter wurde zudem von starkem Hagel begleitet. Die Hagelkörner erreichten dabei Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter. In kürzester Zeit bildete sich eine starke Eisschicht, die stellenweise eine Höhe von 20 Zentimeter erreichte. Sofort nach dem Unwetter begannen Revierförster damit, die Schäden zu erfassen. Laut ihren Erhebungen fielen rund 6000 Kubikmeter Schadholz an, die nun aus dem Wald geräumt werden müssen. Zum Vergleich: Nach dem Orkan Kyrill 2007 waren rund 100.000 Kubikmeter Schadholz angefallen. Neben den Schäden an abgebrochenen oder umgeworfenen Bäumen kam es durch den Hagel zu erheblichen Schäden auch an Laubbäumen und Bodenvegetation. Da durch das Schadholz überwiegend von Fichten eine Zunahme des Borkenkäferbefalls droht, begann der Staatsforst sofort, die Stämme zu beseitigen. Die Arbeiten sind in den am meisten geschädigten Gebieten im Gange. Besonders betroffen sind laut Ronny Schubert, Sachbearbeiter Holzlogistik im Forstbezirk, der sogenannte L-Weg, der 36er Weg, der Markersbachweg, die Sachsengrunder Straße, Köhlerhäusel und Rotsudl. Beauftragte Unternehmen haben den regulären Holzeinschlag unterbrochen und sind zur Schadholzbeseitigung eingesetzt. Die Arbeiten werden wahrscheinlich bis in den Oktober hinein dauern." - Ein Zusammenhang zur Beobachtung einer Funnelcloud in Eibenstock ist sehr wahrscheinlich.

Verdachtsfall Morgenröthe (Skywarn)
Windhose: Staatsforst warnt vor Wanderungen (Freie Presse, 20.08.13)

Paulinenaue (BB)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Oderzeitung vom 06.08.2013: "Wegen eines Oberleitungsschadens auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg nahe Nauen ist seit Dienstagnachmittag der Fernverkehr für ICE- und Intercity-Züge gesperrt. Auch der Regionalverkehr ist unterbrochen. Ursache dafür ist laut Angaben der Bahn ein Unwetter gewesen. Reisende in Richtung Hamburg mussten und müssen bis zum Mittwochmorgen mit erheblichen Verspätungen und Umleitungen rechnen. So hatte am Dienstag zwischen Nauen und Paulinenaue eine Windhose Bäume entwurzelt, die auf die Gleise stürzten. Mit schwerem Gerät mussten den Angaben zufolge zunächst die Gleise befreit werden, ehe ein Betriebwagen eingesetzt werden konnte, um die an mehreren Stellen beschädigten Oberleitungen durch Techniker der Deutschen Bahn wieder instandzusetzen. Die Arbeiten dauern dem Vernehmen nach noch an."

Verdachtsfall Paulinenaue (Skywarn)
Windhose legt Bahnverkehr lahm (Märkische Oderzeitung, 06.08.13)
Windhose tobte im Havelland (Märkische Allgemeine, 07.08.13)

Bad Königshofen (BY)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Mainpost vom 07.08.2013: "Schäden halten sich in Grenzen - Die Schäden, die der heftige Sturm am späten Dienstagnachmittag in Bad Königshofen angerichtet hatte, halten sich nach Worten des stellvertretenden Bauhofleiters Alois Kuhn in Grenzen. Kuhn erklärte, dass im Stadtgebiet allerdings viele Zweige und Äste von Bäumen abgeknickt wurden, die von Straßen und Gehwegen entfernt werden mussten. Infolge einer Windhose brach an einer mächtigen, unmittelbar neben dem Kneuerskeller in der Nähe der Herbstädter Straße stehenden Esche ein dicker Ast ab und beschädigte die Ziegeleinfassung der Kelleraußenwand. Im Bereich der Frankentherme wurde ein großes Wahlplakat aus seiner Verankerung gerissen und demoliert. Am Bad Königshöfer Rathaus musste die Feuerwehr Dachziegeln ersetzen."

Schäden halten sich in Grenzen (Mainpost, 07.08.13)

Aken (Elbe) (ST)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Aus einem Kommentar zu einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.08.2013 zu Unwettern im Altkreis Köthen: "Die Feuerwehren im Stadtgebiet von Aken waren ebenfalls wieder im Dauereinsatz. Nach einer Alarmierung am 06.08.2013 um 20:40 Uhr konnte die vorerst letzte Einsatzhandlung gegen 02:30 Uhr beendet werden. Dabei bot sich den Feuerwehrkameraden ein teilweises verwüstendes Bild. Das Dach der Grundschule "Werner Nolopp" ist auf der Nordseite sehr stark beschädigt und die Burgstraße musste in diesem Bereich wegen unzählig herunter gefallener Dachziegel gesperrt werden. In der Kaiserstraße wurden zwei PKWs unter einem Baum begraben. Die L63 zwischen Dessau u. Aken sah aus wie ein Dschungel voller Blätter u. umgestürzter Bäume. Im Bereich der Innenstadt um den Markt wurden mehrere Dächer massiv beschädigt - Dachziegel flogen durch die Luft. Dies nur eine kurze Darstellung einiger Einsatzorte aus der Unwetternacht, in der sich eine leichte Windhose ihren Weg vom Himmel hinab bis auf viele Dächer bahnte. Das Einsatzgeschehen setzte sich dann wegen diverser Sturmschäden den ganzen Mittwoch fort." - Es existiert ein Foto einer Wolkenabsenkung, das auf dem Schützenplatz in Aken aufgenommen worden sein soll. Der Ursprung des Fotos ist unbekannt.

Baum kracht in Köthen auf ein Haus (Mitteldeutsche Zeitung, 07.08.13)

Arnstadt (TH)

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 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:52 bis 18:53 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud über Arnstadt, Meldung einer Windhose im Bereich "Drei Gleichen" nordwestlich von Arnstadt und Berichte, dass mehrere Anwohner einen Tornado gesehen haben sollen. - Aus einer Meldung der Ostthüringer Zeitung vom 07.08.2013: "Schwere Unwetter hinterlassen Spur der Zerstörung in Thüringen - Erfurt. Hagel, Sturm und heftige Regenfälle haben am späten Dienstagnachmittag weite Teile Thüringens heimgesucht. Aquaplaning sorgte für zahlreiche Unfälle auf den Autobahnen. Bahnstrecken wurden gesperrt. Vielerorts mussten die Feuerwehren ausrücken, um umgeknickte Bäume und abgebrochene Äste zu entfernen. Regenwasser setzte tiefgelegte Garagen und Keller unter Wasser. Im Gebiet der Drei Gleichen zwischen Arnstadt und Gotha zog eine Windhose durchs Land und entwurzelte Bäume. Örtlich ging Hagel nieder. Im Erfurter Ortsteil Hochheim waren die Hagelkörner, die in Blumenrabatten für Schäden sorgten, etwa haselnussgroß. Auch aus dem Ilmkreis und dem Altenburger Land wurden Schäden gemeldet. Hagel zerstörte Dachrinnen, Fenster und Außenlampen, wie Anwohner dem MDR berichteten. [...]" Ob ein Zusammenhang zwischen der Beobachtung der Funnelcloud un der gemeldeten Windhose mit Schäden besteht, ist offen.

Funnelcloud bei Arnstadt
Video: mögliche Funnelcloud über Arnstadt 06.08.2013 (Facebook)
Schwere Unwetter hinterlassen Spur der Zerstörung in Thüringen (Ostthüringer Zeitung, 07.08.13)

Eisenach (TH)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeine vom 08.08.2013: "Wütende Tornados und ihre zerstörerische Kraft kennt Sven Streckardt von Bildern und TV-Aufnahmen zur Genüge, aber im echten Leben ist dem 46-jährigen Eisenacher ein solch gefährlicher Wirbel noch nicht über den Weg "gelaufen" - zumindest bis Dienstagabend um 18.15 Uhr nicht. Eisenach. "Ich hatte gerade die Jungs mit dem Auto vom Training in der Katzenaue abgeholt, als die mächtige Windhose genau auf die Aßmann-Halle zuraste", berichtet der Zeuge. Der Tornado deckte ein 7 Mal 22 Meter großes Dachstück am Rand der Handballhalle ab. In diesem Bereich flog auch die Dachrinne davon. Die Scheibenwischer seines Autos hatten es kaum geschafft, für freie Sicht auf das Naturereignis zu sorgen. "Der Wirbel war richtig kräftig, er hat das Wasser förmlich vom Boden wieder hochgezogen", schildert der Schornsteinfeger, der wenig später ein zweites Mal Glück hatte und unversehrt blieb. "Als ich durch die Lippold-Straße fuhr, krachte ein Baum nach dem anderen vor meiner Nase auf die Straße.""

Verdachtsfall Eisenach (Skywarn)
Tornadoverdacht Eisenach am 06.08.2013 (WZ-Forum)
Tornado in Eisenach sorgt für erhebliche Schäden (Thüringer Allgemeine, 08.08.13)

Kaltensundheim (TH)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Schäden durch einen möglichen Tornado. Aus einer Meldung von inSüdthueringen.de vom 08.08.2013: "Tornado hinterlässt Trümmerfeld in Kaltensundheim - Kaltensundheim - "Wir standen am Fenster, es wurde stockdunkel - und dann ein Geräusch, das vergess' ich so schnell nicht wieder", sagt Irene Leubecher. Kurz nach dem pfeifenden Rauschen flog das Dach ihrer Scheune, sich drehend, in Richtung Schulsporthalle. Die Splitter der Asbestplatten stecken noch wie Geschosse in deren Wänden. "Nur gut, dass niemand in diesem Schussfeld war", sagt die junge Frau. Ihr Sohn Jan-Philipp, Mitglied bei der Feuerwehr, eilte kurz nach dem Crash anderen zur Hilfe, denn im Dorf hatte es Dutzende Familien getroffen. Die Familien Uwe und Karl-Heinz Möllerhenn in den Petersgärten zum Beispiel. Ein metallgedecktes Teil ihres Hausdaches flog davon, die Unterbahnen ebenfalls - der Starkregen ergoss sich bis in die Wohnstube. "Die Feuerwehr, Freunde und Familie haben uns zur Seite gestanden, wenigstens notdürftig wieder alles dicht zu machen", sagt Uwe Möllerhenn gestern. Sein Telefon ist außer Funktion, es liegen noch Bäume auf der Leitung. Im Nachbarhaus bei Kurt und Helga Witzel und am Schuppen ist ebenfalls vieles kaputt. Die 75-Jährigen sind froh über die Hilfe, die sie bekamen, auch von Enkel Ronny und Freundin sowie deren Familie. Dachdecker sind nun im Dorf gefragte Leute - noch am Dienstagabend rückten die ersten Firmen an, wie Roland Stepper berichtet. Er findet solche Hilfe lobenswert und hebt auch die Feuerwehr hervor. Ihn selbst hat es mit der Gaube des Hauses und etlichen Bäumen getroffen. Unweit davon, im Zehn-WE-Block in der Friedensstraße, ist der First abgerissen, Ziegel fehlen. Bewohner Andreas Melzow hat beim Nachhausekommen im Rückspiegel seines Autos den großen Luftwirbel gesehen, der dies alles verursachte. Wenig später splitterten die Scheiben von vier abgestellten Autos. Schwer traf der Sturm auch Manfred Salzmanns Unterstellhalle sowie weitere Gebäude in der Sturm-Schneise. Die Schneise der Verwüstung untersuchte noch in der Nacht Björn Stumpf aus Fulda, ein Tornadoforscher, sachkundig. Der Tornado hat sich am Wasserbassin entwickelt, sagt er, er verstärkte sich beim Weg zu Tale, zog übers Gymnasium bis zur Kirche, drehte ab Richtung Erbsmühle und endete abgeschwächt bei Kaltenlengsfeld. Dass es ein Tornado war, steht für ihn außer Frage. Mehr als 150 Stundenkilometer muss dieser draufgehabt haben. So schnell wie der Wirbelsturm kam, so schnell war er verschwunden. Aufräumen, Reparieren, Schäden regulieren werden nun noch eine Weile in Anspruch nehmen. Helfer aus Oberweid, Kaltenwestheim und vom Biosphärenreservat Rhön sind dabei in den nächsten Tagen behilflich." - Nach den bisherigen Untersuchungen ist ein Tornado nicht nachgewiesen. Ein Beobachter beschrieb den Durchzug einer Böenfront in Fulda: "Ich habe die Front / Wolke vorher in 36041 Fulda beobachtet, sie kam schnell aus W/SW mit großer Rotation und Verwirbelungen in der Mitte und ich habe so etwas geahnt und dann kurz gefilmt, bei uns ist nicht viel passiert, aber 35km weiter östlich in der Rhön dann doch. Es war eine Front: Durchzug in 20 min, oben geschlossene Decke, darunter weiße Quellwolken, rotierend, von Süd bis W, Richtung Süden tiefer gehend (scheinbar zum Boden), starke Winde kreisend / aufwärts." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Kaltensundheim (Skywarn)
Windhose verwüstet Ortschaft (n-tv, 07.08.13)
Nächtliches Unwetter zieht über Deutschland (n-tv, 07.08.13)
Tornado hinterlässt Trümmerfeld in Kaltensundheim (inSüdthueringen.de, 08.08.13)
Fotos: Tornado hinterlässt Trümmerfeld in Kaltensundheim (inSüdthueringen.de, 08.08.13)
Alle Feuerwehren in der Spur und Tornado in der Rhön (inSüdthueringen.de, 08.08.13)
Fotos: Der gefährliche Tornado von Kaltensundheim (Focus, 08.08.13)
Mehr als nur eine "Windhose" über Kaltensundheim (inSüdthueringen.de, 09.08.13)

Weisbach (BW)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Nokzeit vom 06.08.2013: "Windhose deckt Wohnhaus in Weisbach ab - Weisbach. Ein heftiges Unwetter zog heute von 15:30 -17:00 Uhr über die Metropolregion. In zahlreichen Ortschaften waren die Rettungskräfte im Einsatz, um Straßen wieder befahrbar zu machen. Auch die S-Bahn Rhein-Neckar musste wegen Bäumen auf den Oberleitungen um 16:15 Uhr die Fahrten einstellen. Besonders heftig erwischte es den Waldbrunner Ortsteil Weisbach. Gegen 16:30 Uhr erfasste eine sogenannte Windhose das Dach eines Wohnhauses im Herdweg und schleuderte dieses komplett auf das Nachbargrundstück. Durch herumfliegende Teile wurden zwei weitere Gebäude beschädigt. Nachdem die FFW Weisbach zuvor einen brennenden Mähdrescher löschen musste, eilten die Floriansjünger den Hauseigentümern zu Hilfe, um das Dach mit einer Plane zu sichern. Darüber hinaus musste ein entwurzelter Baum beseitigt werden."

Windhose deckt Wohnhaus in Weisbach ab (Nokzeit, 06.08.13)
Die Feuerwehren des Neckar-Odenwald-Kreises haben das Unwetter "toll gemeistert" (Rhein-Neckar-Zeitung, 08.08.13)

Glauchau (SN)

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 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer recht weit hinab reichenden Funnelcloud: "Nach dem Abzug der Großhagelzelle im Landkreis Zwickau, Standort war Dennheritz Blickrichtung NO - Richtung Glauchau, Limbach Oberfrohna, Funnel hob sich gegenüber der dunklen Rückseite der Zelle deutlich ab. Rotation war erkennbar. Gebilde bestand nach Entdeckung noch ca. 5 Minuten."

Funnelcloud bei Glauchau
Video der Funnelcloud (Facebook)

Quirla (TH)

 04.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Thüringer Landeszeitung vom 13.08.2013: "Wieder Windhose nahe Quirla - Windhose hinterlässt etwa 40 Festmeter Bruchholz im Wald und beschädigt eine Stromleitung. Quirla. Erneut hat eine Windhose Schäden in der Nähe von Quirla verursacht. Wie Revierförster Philipp Vogel gestern auf Nachfrage bestätigte, habe eine Windhose an zwei Stellen im Wald im Weihertal Schäden verursacht. So seien unweit der Weihertalmühle einige Bäume umgeknickt und eine Stromleitung beschädigt worden. Die defekte Stromleitung habe zu einem kleinen Brand geführt, der aber durch den anschließenden starken Regen wieder gelöscht wurde. Zudem seien etwa 300 Meter vom alten Weiherbad entfernt etwa 15 sehr alte Fichten umgeworfen worden. Waldarbeiter hätten den Wanderweg wieder beräumt. Die Windhose sei bereits am 4. August gegen 18 Uhr über das Gebiet gestreift. "Größere Schäden sind zum Glück nicht entstanden." Vogel schätzte, dass etwa 40 Festmeter Bruchholz angefallen sind. Zugleich mahnte der Förster Wanderer und andere Erholungsuchende zu verstärkter Vorsicht beim Betreten des Weihertales. "Die Gefahr von Brüchen ist noch nicht gebannt", erklärte er. Wegen einer Windhose war Quirla am 4. Oktober 2006 bundesweit in die Schlagzeilen geraten. An jenem Montag gegen 1.52 Uhr hatte eine Windhose eine Schneise durch Quirla und das angrenzende Waldgebiet geschlagen und 22 Häuser einer neuen Einfamilienhaus-Siedlung beschädigt. Zudem wurden Anwohner verletzt, als sie in der Dunkelheit bei Stromausfall ihre Häuser verließen. Die Windhose verursachte einen Schaden in einstelliger Millionenhöhe." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Quirla (Skywarn)
Wieder Windhose nahe Quirla (Thüringer Landeszeitung, 13.08.13)

Ehrenfriedersdorf (SN)

 04.08.2013 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15:40 und 15:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Polizei Sachsen vom 05.08.2013: "Im Erzgebirgskreis hat eine Windhose vor allem in Ehrenfriedersdorf erhebliche Schäden angerichtet. In der Kleingartenanlage am Triftweg stürzten mehrere Bäume um und beschädigten auch einen Bungalow. Auf der Bundesstraße 101 in Thermalbad Wiesenbad kollidierte ein Pkw Ford mit einem umgestürzten Baum. Auch in Aue (Gewerbegebiet Alberoda), Zwönitz und Wolkenstein waren Straßen vorübergehend von umgestürzten Bäumen blockiert." Die Meteomedia-Wetterstation in Ehrenfriedersdorf meldete zu der Zeit eine Spitzenböe von 126 km/h. Ein Augenzege konnte starke Rotation der Wolken beobachten, einen Tornado hat er aber nicht direkt sehen können.

Verdachtsfall Ehrenfriedersdorf (Skywarn)
04.08.13 / Ehrenfriedersdorf / Tornadoverdacht (WZ-Forum)
UWZ Meldung bestätigt gerade den Sportplatzbereich (WZ-Forum)
04.08.13 Schadensanalyse T-Verdacht Ehrenfriedersdorf (Sturmjäger Erzgebirge)
Unwetter im Direktionsbereich Chemnitz (Polizei Sachsen, 05.08.13)

Zwönitz (SN)

 04.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15 und 16 Uhr MESZ. "evtl hat es auch in Zwönitz OT Kühnhaide gestern Nachmittag zwischen 15:00 und 16:00 Uhr einen Tornado gegeben. Nach Augenzeugenbericht einer mir bekannten Person hat es Laub und Äste "wie im Film" kreisförmig nach oben getragen."

Usermeldung auf Facebook (WZ-Forum)

Jeserig (BB)

 03.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 03.08.2013: "Im Landkreis Potsdam-Mittelmark entlud sich ein heftiges Gewitter und brachte neben starkregen vor allen Dingen heftige Windböen. Im Bereich von Jeserig östlich von Brandenburg muss zudem ein Tornado über das Land gefegt sein. Die Zerstörung jedenfalls deutet daraufhin - möglich ist aber auch ein Down-Burst, ein sehr kräftiger Fallwind im Verlauf eines Gewitters. Hunderte Bäume insbesondere auf einer Landstraße waren wie Mikadostäbe in alle Richtungen umgestürzt - auf einer Strecke von mehreren hundert Metern. Die großen Stämme stapelten sich kreuz und quer über der Fahrbahn, ein Auto war sogar unter den Bäumen begraben worden, der Fahrer kam aber mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehr musste Unterstützung eines Radladers anfordern, um der Lage Herr zu werden und brauchte schließlich über fünf Stunden, um die Straße zumindest notdürftig frei zu bekommen. An Häusern in Jeserig deckte der Sturm Dächer ab. Angaben über Verletzte gibt es noch nicht. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war am 2. August 2012 bereits ein Tornado über den selben Ort gezogen und hatte ebenfalls viele Bäume umgerissen und weitere Schäden hinterlassen."

Verdachtsfall Jeserig (Skywarn)
03.08.2013 Tornadoverdachtsfall Jeserig (Stormchaser Brandenburg)
Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Galerie: Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Einsatz 54 / 2013 ? 18:47 bis 23:00 Uhr (Feuerwehr Niemegk)

Medewitz (BB)

 03.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 04.08.2013: "Ein Unwetter hat an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt zu erheblichen Schäden an einer Bahn-Oberleitung geführt. Etwa 120 Bahnreisende blieben am Samstagabend auf der Strecke Berlin - Dessau hinter Medewitz (Potsdam-Mittelmark) stecken, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag mitteilte. Sie seien mit Taxen weiterbefördert oder nach Berlin zurückgebracht worden. Nach Angaben der Bahn waren bei einer Gewitterfront mit Windhose Gegenstände durch die Luft gewirbelt und Bäume beschädigt worden. Das habe zu einem Kurzschluss geführt. Die Oberleitung sei auf einer Länge von etwa 200 Meter beschädigt worden, sagte ein Bahnsprecher. Sechs Regionalzüge seien teilweise ausgefallen." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Medewitz (Skywarn)
Windhose beschädigt Oberleitung (Mitteldeutsche Zeitung, 04.08.13)
Windhose bringt Bahn zum Stillstand (Märkische Allgemeine, 04.08.13)
Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Galerie: Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Juli

Laudenbach (Bergstraße) (BW)

 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Beobachtung einer Funnelcloud und eines möglichen Tornados: "Am 29.07.13. zog nachmittags ein Unwetter mit Hagelschauern über die hessische und badische Bergstraße. Während der Autofahrt auf der B 3 vor Laudenbach (badische Bergstraße) konnte ich beobachten, wie sich eine Trichterwolke herabzusenken begann. Die Trichterwolke zog oberhalb des Ortes über die Berghänge nach Süden und konnte 2-3 Minuten beobachtet werden. Ein kurzzeitiger Bodenkontakt wäre möglich. Die Funnelcloud war vor allem zu Beginn sehr deutlich ausgeprägt und über den Hängen war kurrzeitig zu sehen, dass Staubwolken oder Blätter aufgewirbelt wurden."

Wettenberg (HE)

 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 16:54 bis 16:56 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Heuchelheim aus in Richtung Nordnordost. Dazu der Bericht von Friedel Steinmueller: "Funnel im Raum Biebertal/Wettenberg am 29. Juli 2013 - Am Montagnachmittag bildete sich nach Passage einer Schauer - und Gewitterlinie im Bereich Biebertal/Wettenberg (Mittelhessen) eine Funnelcloud. Eine Schauerstaffel näherte sich gegen 16:30 MESZ dem Giessener Becken, ohne dass zunächst Gewitteraktivität zu erkennen war. Über dem Lahntal riss die Front vorübergehend auseinander, was bei solchen Lagen häufig zu beobachten ist. Etwa 3 km östlich des Giessener Beckens verschmolzen die Cumulonimbus-Wolken wieder zu einer durchgehenden Front zusammen und es setzte eine ausgeprägte Blitzaktivität ein. Meist waren es Wolkenentladungen; aber auch einige Erdblitze, die hauptsächlich die südlichere Gewitterwolke betraf, konnten ca. 10 km nach ESE gesichtet werden. Um 16:54 MESZ bildete sich am NW-Rande der nördlicheren Zelle kurzzeitig eine Funnelcloud. Sie konnte gut zwei Minuten lang beobachtet werden. Rotations-Bewegung war zu erkennen. Ein Bodenkontakt wurde ausgeschlossen."

Hailfingen (BW)

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 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:50 Uhr MESZ. Beobachtung von drei Funnelclouds: "Diese beiden gut sichtbaren (leider auf den fotos verschwommenen) Funnelclouds entdeckte ich gestern, 29.07.13 gg. 13 Uhr von der B28a zwischen der Anschlussstelle A81 und Rottenburg am Neckar an der Abfahrt Rottenburg-Seebronn. Blickrichtung ist von dort aus in Richtung Rottenburg-Seebronn (Anm.: Norden), Landkreis Tübingen, Ba-Wü. Kurz danach bildete sich kurzzeitig eine dritte. Ich wechselte meinen Standort um näher dran zu kommen, konnte sie aber bei Erreichen eines geeigneten neuen Standorts nicht mehr sehen. Nach Rückkehr zum alten waren sie leider nicht mehr zu sehen."

Funnelclouds bei Hailfingen

Hailfingen (BW)

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 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:50 Uhr MESZ. Beobachtung von drei Funnelclouds: "Diese beiden gut sichtbaren (leider auf den fotos verschwommenen) Funnelclouds entdeckte ich gestern, 29.07.13 gg. 13 Uhr von der B28a zwischen der Anschlussstelle A81 und Rottenburg am Neckar an der Abfahrt Rottenburg-Seebronn. Blickrichtung ist von dort aus in Richtung Rottenburg-Seebronn (Anm.: Norden), Landkreis Tübingen, Ba-Wü. Kurz danach bildete sich kurzzeitig eine dritte. Ich wechselte meinen Standort um näher dran zu kommen, konnte sie aber bei Erreichen eines geeigneten neuen Standorts nicht mehr sehen. Nach Rückkehr zum alten waren sie leider nicht mehr zu sehen."

Funnelclouds bei Hailfingen

Hailfingen (BW)

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 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:50 Uhr MESZ. Beobachtung von drei Funnelclouds: "Diese beiden gut sichtbaren (leider auf den fotos verschwommenen) Funnelclouds entdeckte ich gestern, 29.07.13 gg. 13 Uhr von der B28a zwischen der Anschlussstelle A81 und Rottenburg am Neckar an der Abfahrt Rottenburg-Seebronn. Blickrichtung ist von dort aus in Richtung Rottenburg-Seebronn (Anm.: Norden), Landkreis Tübingen, Ba-Wü. Kurz danach bildete sich kurzzeitig eine dritte. Ich wechselte meinen Standort um näher dran zu kommen, konnte sie aber bei Erreichen eines geeigneten neuen Standorts nicht mehr sehen. Nach Rückkehr zum alten waren sie leider nicht mehr zu sehen."

Funnelclouds bei Hailfingen

Edelsfeld (BY),
Königstein (BY),
Freihung (BY)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Oberpfalznetz vom 29.07.2013: "Amberg-Sulzbach. (ll) Es war nur ein ganz schmaler Streifen, wenige Kilometer breit nach der Einschätzung von Kreisbrandrat Fredi Weiß, aber das Unwetter, das dort am Sonntagnacht durch den Landkreis zog, hatte es in sich: Die Windhose, die manche Feuerwehrleute an einen Tornado erinnerte, wie man ihn aus den USA kennt, knickte ausgewachsene Bäume wie Streichhölzer, warf sie in Stromleitungen, wo sie Feuer fingen, und deckte ganze Dächer ab." - Der Bericht eines Anwohners: "Das war kein gewöhnlicher Sturm mehr. Die Wucht war unbeschreiblich, dauerte nur wenige Minuten. Dabei war ein brummender Ton zu hören. Beschädigungen an Dächern, Gewächshäusern, gesunden kräftigen Bäumen. Bei mir hat es einen Birnbaum mit ca. 1m Stammumfang so stark bewegt, dass das Erdreich um ca. 2 cm rundherum weggedrückt wurde und mehrere Risse im Boden zu erkennen sind. Eine geschlossene Tür wurde aufgedrückt, nachdem die Türfalle aus dem Türstock herausgerissen wurde. Ziegel aus einer neuen intakten Dachdeckung ( Falzziegel versetzt verlegt ) wurden aus meiner Dachfläche herausgerissen. Im näheren Umkreis von Mönlas wurde praktisch jedes Dach beschädigt und zahlreiche Bäume entwurzelt oder abgeknickt. Die Schneise der Verwüstung ist seitlich begrenzt und zieht sich von südwestlicher in nordöstlicher Richtung. Starke Schäden habe ich gestern bis etwa Ortschaft Vilseck gesehen." Auch in anderen Teilen der Oberpfalz gab es schwere Unwetter, u.a. in Kaltenbrunn, wo eine Scheune einstürzte.

Vermutlich Tornado in der nördlichen Oberpfalz (WZ-Forum)
Mit der Gewalt eines Tornados (Oberpfalznetz, 29.07.13)
Oberpfalz: Unwetter beanspruchte vor allem Hilfe der Feuerwehren (Oberpfalz TV, 29.07.13)
Wie ein Tornado (Oberpfalznetz, 30.07.13)
Sturmschäden werden jetzt erst sichtbar (BR Online, 01.08.13)

Uedorf (NW)

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 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. ab 16:25 bis 16:36 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud. Aufgewirbelte Blätter, die in Bornheim-Uedorf teilweise im Rhein landeten, deuten auf einen durchgehenden Wirbel von der Wolkenbasis bis zum Boden hin. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Funnelcloud bei Bornheim
Verdachtsfall Bornheim-Uedorf (Skywarn)
Tornado in Bornheim-Uedorf bei Bonn heute (?) (WZ-Forum)
28.07.2013 Swisttal - rotierender Aufwind und möglicher T- oder Funnel - Verdacht (WZ-Forum)
Der Trichter wirbelte viel Laub auf (General-Anzeiger Bonn, 30.07.13)
Weiteres Foto aus Swisttal (WZ-Forum)
28.07.2013 Swisttal - rotierender Aufwind und möglicher T- oder Funnel - Verdacht (WZ-Forum)
Video: Funnel Cloud Uedorf 28.07.2013 (YouTube)
Video: Funnel Cloud Rheidt 28.07.2013 (YouTube)
Foto der Funnelcloud (Facebook)

Beverungen (NW)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 14:47 - 15.00 Uhr MESZ. Aus dem Bereich Beverungen wurden umgestürzte Bäume und abgebrochene Baumkronen gemeldet. Ein Foto aus Bad Karlshafen, aufgenommen zwischen Krukenburg und Hugenottenturm, könnte eine mögliche Funnelcloud zeigen. Insgesamt vier Augenzeugen sollen von der Krukenburg Helmarshausen einen Schlauch beobachtet haben, den sie als Windhose bezeichneten. Dieser zog aus Helmarshausen (Krukenburg) quer durch den Wald nach Bad Karlshafen und verschwand dann wieder. Hinterher berichtete ein Anwohner von Baumkronen, die von ca. 10 Bäumen abgebrochen waren, 500 Meter weiter dann ca. 15 umgestürzte Buchen über einem Wanderweg.

Heute Nachmittag (Funnel oder Fractus?) (WZ-Forum)

Holdenstedt (NI)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 04:30 Uhr MESZ. Windhose mit Schäden gemeldet: "letzte Nacht gab es bei uns einen Tornado! Selbst große Eichen wurden einfach umgeknickt. Man hat die rotierenden Luftmassen deutlich gesehen. Unser Haus wurde dabei am Dach beschädigt und unser Auto unter einem Baum begraben. Es ist heute Vormittag die reinste Verwüstung." und "In der letzten Nacht wurde der Landkreis Uelzen erneut heftig von Gewittern getroffen. Gegen 04:30 Uhr kam es dabei besonders in den Bereichen Uelzen-Holdenstedt zu verbreiteten Sturmschäden. Besonders oft wurden ganze Bäume einfach weggerissen. Zu dem haben mehrere Bewohner von einer rotierenden Luftmasse gesprochen. Das Schadensbild würde dazu auf jeden Fall passen." (Quelle jeweils: WZ-Forum)

Tornadomeldungen aus UWZ: Hambühren, Uelzen-Holdenstedt und Holdenstedt (WZ-Forum)
Tornadoverdachtsfall im Landkreis Uelzen (WZ-Forum)

Hambühren (NI)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 03:30 Uhr MESZ. Windhose mit Schäden gemeldet: "In der Gemeinde Hambühren kam es gegen 3.30 Uhr offensichtlich zu einem Windhosendurchgang. Schäden entstanden durch umgestürzte Bäume in den Bereichen Allerhop, Rixförde, Hambühren 2 und Hambühren 1. Die Schneise zog sich grobe Richtung Boye." (Quelle: WZ-Forum)

Verdachtsfall Hambühren (Skywarn)
Tornadomeldungen aus UWZ: Hambühren, Uelzen-Holdenstedt und Holdenstedt (WZ-Forum)

Bad Arolsen (HE)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 02 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen vom 28.07.2013: "Schwere Unwetter: Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr - Vöhl/Waldeck/Bad Arolsen/Volksmarsen. Ein kurzes, aber heftiges Gewitter hat in der Nacht zu Sonntag zahlreiche Bäume entwurzelt. Nach Einschätzung des stellvertretenenden Bad Arolser Stadtbrandinspektors Michael Seebold könnte es eine Windhose gewesen sein, die über Teile des nördlichen Landkreises hinwegzog. Das Unwetter bewegte sich etwa von Basdorf am Edersee in nordwestlicher Richtung über Ober-Werbe/Alraft, Höringhausen, Volkhardinghausen/Landau/Bühle und weiter in Richtung Lütersheim. Auch im benachbarten Kreis Kassel warf die Windhose Bäume im Bereich Wolfhagen um. Nach ersten Informationen wurden keine Menschen verletzt und keine Autos getroffen. Eine Straßenlaterne am Ortsrand von Lütersheim wurde von einer hinabstürzenden Krone umgerissen. Heftiger Regen setzte am frühen Sonntagmorgen gegen 2 Uhr ein, wenig später alarmierte die Leitstelle im Minutentakt zahlreiche Feuerwehren, nachdem von Verkehrsteilnehmern reihenweise umgestürzte Bäume gemeldet worden waren. Betroffen waren die Landesstraße 3086 zwischen Basdorf und Vöhl in Höhe des Maislabyrinths, die K 21 zwischen Ober-Werbe und dem Abzweig zur L 3084 nach Alraft, die L 3118 zwischen Höringhausen und Sachsenhausen in Höhe von Hof Heide, die K 15 am Ortsausgang von Höringhausen in Richtung Strothe, die K 9 zwischen Volkhardinghausen und Elleringhausen, die K 10 beziehungsweise K 106 zwischen Bühle und Wolfhagen, die L 3198 zwischen Landau und Bühle, die Ortslage von Landau, die Bundesstraße 450 zwischen Landau und Gasterfeld sowie die K 6 zwischen Lütersheim und Volkmarsen. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren innerhalb kürzester Zeit an den verschiedenen Einsatzstellen damit beschäftigt, die Schäden des nächtlichen Gewittersturms zumindest grob zu beseitigen. Während es in den meisten Fällen kleinere Bäume oder Baumkronen waren, die auf Fahrbahnen gestürzt waren, hatten gleich mehrere dickere Bäume die Kreisstraße bei Ober-Werbe komplett blockiert. Einer der Bäume war von einem Hang umgestürzt und auf der anderen Straßenseite in den Ästen eines anderen Baumes hängen geblieben. Hier war neben dem Einsatz von Motorsägen auch eine Seilwinde nötig. Nach gut einer Stunde war die Kreisstraße wieder frei. Im gesamten von der Windhose betroffenen Gebiet lagen kleinere Zweige und abgerissenes Laub auf den Fahrbahnen. Am Maislabyrinth bei Basdorf waren neben einigen Bäumen auch mehrere Fahnenmasten abgeknickt. Ob das Labyrinth selbst einen Schaden genommen hat, war in der Nacht nicht zu erkennen. Die Verkaufsstände hatten das Unwetter jedoch unbeschadet überstanden. Bei Tagesanbruch war zu ereknnen, dass zahlreiche Getreidefelder von der nächtlichen Naturgewalt plattgewalzt worden waren. Nach Auskunft der Bad Arolser Polizei wurde ein größerer Baum am Ortsausgang von Lütersheim in Richtung Volkmarsen von einem Blitz getroffen. Ein Teil der Krone brach ab und riss beim Hinabstürzen eine Straßenlaterne um. Die Ordnungshüter verständigten die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) über den Schaden. Die Polizeistationen in Bad Wildungen und Frankenberg vermeldeten am Morgen zwar starke Niederschläge und zeitweise Gewitter, jedoch keinerlei Schäden. Im südlichen Kreisteil brauchten keine Feuerwehren auszurücken."

Schwere Unwetter: Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr (HNA, 28.07.13)
Windhose reißt Bäume um: Über 100 Wehrleute im Einsatz (112-magazin, 28.07.13)

Lehrte (NI)

 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer Funnelcloud: "Wir waren gerade mit unseren Kindern unterwegs in Lehrte-Hunten bei Lidl. Die komische "Wolke", wie ich zuerst dachte, ist mir schon vorher aufgefallen, bevor alles anfing. Erst nur einige große Tropfen und plötzlich schepperte es. Ein Hagelkorn so gross wie ein Golfball schepperte neben uns auf den Boden. Wir hatten nur einen Baum neben uns, also schnell untergestellt und meine Handtasche auf den Kopf meines Sohnes. Und dann sahen wir ihn....groß und bedrohlich, ein grosser schwarzer rotierender Trichter, er war sehr schnell und dann ging auch schon der Starkregen los mit noch größeren Hagelkörnern. Wir hatten noch nie so eine Angst. Viele Dachschäden im großen kreis und umliegenden Ddörfern und Städten durch den Hagel und den starken Wind. Wo der Trichter schätzungsweise war, kann ich nicht genau sagen, aber er war da, was drei Augenpaare zu der Zeit bestätigen können."

Cloppenburg (NI)

 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung von Radio Bremen vom 28.07.2013: "Bei Cloppenburg zog eine Windhose an der Stadt vorbei. Mehrere Bäume wurden entwurzelt. Verletzte gab es aber nicht."

Verdachtsfall bei Cloppenburg (Skywarn)
Tornadowarnung für Landkreise Cloppenburg und Vechta ! (WZ-Forum)
27.07.2013 | MDR Info meldet Tornado Cloppenburg (WZ-Forum)
Unwetter über Nordwestniedersachsen - Windhose entwurzelt Bäume (Kreiszeitung, 27.07.13)
IC fast vier Stunden stecken geblieben (Radio Bremen, 28.07.13)
Unwetter: Bäume entwurzelt (Nordwest Zeitung, 28.07.13)

Schkölen bei Eisenberg (TH)

bild
 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Senkt sich aus Aufwindbereich eines CBs deutlich herab. Aufnahmeort: Ortsausgang Weickelsdorf im Norden bei Droyßig an der A9. Blickrtg. Westen. Zeit: ca. 20.20 Uhr. Dauer: mindestens 2min (habe sie aus dem Auge verloren, weil der Niederschlagsvorhang davor zog und ich aufgrund der Blitzaktivität ins Auto flüchten musste)." - Foto: Marco Rank, www.mrdreamor.de

Funnelcloud bei Schkölen

Jena (TH)

bild
 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "deutlich ausgeprägt, mit erkennbarer Rotation an einer Cu med (könnte auch schon con gewesen sein). Aufnahmeort: Jena-Burgau (recht nah ? also noch über Jena ? mit Blick Rtg. Südwesten). Zeit: ca. 18.30 Uhr. Dauer: vielleicht 1-2min (habe sie bereits auskondensiert gesehen)." - Foto: Marco Rank, www.mrdreamor.de

Funnelcloud bei Jena

Ummeln (NW)

 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen Westfälischen Bielefeld vom 29.07.2013: "Unwetter wütete im Süden der Stadt - Es brauchte nur wenige Minuten. Mit brachialer Gewalt hat ein Wirbelsturm innerhalb kürzester Zeit in Ummeln stattliche Bäume aus der Erde gerissen und meterweit durch die Luft geschleudert. Der Sachschaden rund um die Gütersloher und Isselhorster Straße dürfte immens sein. Bäume, Äste, Sturm und hühnereiergroße Hagelkörner beschädigten Hunderte Gebäude und Autos. [...] auf der Gütersloher Straße ... "Plötzlich drehte der Wind, der zuvor aus Isselhorst gekommen war, und kam nun schräg links von vorne. Das hat die Bäume vor und hinter uns zum Umstürzen gebracht." Mehrere Autofahrer auf der Gütersloher Straße wurden zwischen herabstürzenden Baumstämmen eingeschlossen. Riesengroße Hagelkörner zerstörten Häuser und Autos. Feuerwehreinsatzleiter Bernd Heißenberg sprach von einem Wirbelsturm, der deurch Ummeln fegte." - Aus einer Meldung der Bielefelder Zeitung vom 29.07.2013: "[...] Im Bereich Gütersloher- / Kasseler Straße / Bohlenweg legte eine Windhose reihenweise große Bäume flach, lässt Stämme brechen und reißt Äste ab. "Auf einer Länge von 250 Metern sieht es aus, als wäre hier ein Tornado durchgezogen", sagt Detlev Eikelmann, Gesamtsprecher der Freiwilligen Feuerwehren."

Rudolstadt (TH),
Uhlstädt-Kirchhasel (TH)

 26.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Nach ersten Vermutungen fegte ein Tornado über den Raum Rudolstadt, Kirchhasel, Oberhasel, Etzelbach und Uhlstädt. Es sind ca. 6000 fm Schadholz zu verzeichnen, hauptsächlich in den Altholzbeständen, von denen auch ca. 3 ha komplett kahl sind. Nach weiteren Einschätzungen des Schadenbildes ist aber mit hoher Wahrscheinlcihkeit von mehreren, kleinräumigen Downburstereignissen auszugehen.

Geisenhausen (BY)

 04.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud, mehr folgt.

Salow (MV)

 03.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:35 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Nordkurier vom 05.07.2013: "Tornado schlägt Schneise der Verwüstung - Die Bushaltestelle landete im Vorgarten. Das Sportlerheim des SV Viktoria Salows ist gesperrt, weil ein 2,5 Tonnen schwerer Baum aufs Dach stürzte und nun erst geprüft werden muss, ob Einsturzgefahr besteht. Der Salower Park ist nicht begehbar. Riesige Bäume liegen entwurzelt auf dem Weg, andere sind bei dem Wirbelwind wie Streichhölzer abgeknickt. Trampoline hat die Windhose mit sich gerissen und 50 Meter weiter transportiert. ?Wir hatten schon Hochwasser, aber noch keine Windhose?, sagt Einwohner Ralf Stegk. Er hat den Luftwirbel am Mittwochabend anbrausen gesehen. Der Himmel über Salow hatte sich schwarz verfärbt, eine dunkle Gewitterwand zog auf. ?Sturm und Unmengen von Regen und Hagel gingen nieder?, so der Salower. Innerhalb von zwei Minuten waren Straßen und Gräben ein knöcheltiefer See. ?Ich habe noch nie Wasser bergauf fließen sehen.? Die Windhose hat alles mitgenommen, was nicht fest war. Müll, Äste und Dachpappe wirbelten hoch über dem Erdboden. Lediglich 15 Minuten dauerte der Spuk. Was blieb, war ein Bild der Verwüstung. Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Salow und Sadelkow schrillten schnell die Alarmglocken. Seitdem sind die ehrenamtlich Aktiven im Dauereinsatz. Jens Schich ist Wehrleiter in Salow und hat das ganze Ausmaß der Zerstörung vor Augen. ?Die Straßen waren nach dem Sturm nicht passierbar?, berichtet er. ?Wir haben alles abgesperrt und so schnell wie möglich mit dem Aufräumen angefangen. Rund 20 große Bäume hat der Mini-Tornado entwurzelt. ?Die kleinen Bäume haben wir noch gar nicht gezählt.? Von einer großen Scheune löste sich die Dachpappe und hinterließ an einigen Fassaden Schäden. Bis in die Nacht hinein hat Jens Schich Einsatzberichte geschrieben. ?Wir haben noch die ganze nächste Woche zu tun, um die Schäden zu beheben?, ist sich der ehrenamtlich Aktive sicher. [...]" - Aus dem Bericht eines Augenzeugen: "[...] Man konnte nur schwach so eine Art eines Wirbelsturmes sehen, es war nicht so wie man es im Fernsehen sehen kann, sondern viel breiter, nicht wie ein Schlauch. [...]" - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Die Beschreibungen zeigen nicht, ob es nur ein bodennaher Wirbel oder ein Tornado war. - Update Januar 2014:

Verdachtsfall Salow (Skywarn)
Tornado schlägt Schneise der Verwüstung (Nordkurier, 05.07.13)
Juni

Gernsheim (HE)

bild
 27.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17:35 bis 17:37 Uhr MESZ. Beobachtung einer deutlich sichtbaren Funnelcloud. Der Standort des Fotografen war östlich von Gernsheim. Die Blickrichtung war Südwest. Die Funnelcloud dürfte sich im Bereich des Rheins, südwestlich von Gernsheim befunden haben, also im Grenzbereich zu Rheinland-Pfalz.

27.06.2013 Funnelcloud, Regenbogen (Bastian Werner)
Verdachtsfall Gernsheim (Skywarn)
27.06.2013 / Gernsheim / Regenbogen und Funnel

Rödern (SN)

bild
 27.06.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: mindestens 14:24 bis 14:35 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados von Thiendorf aus in Richtung Süden und damit im Bereich östlich bis nordöstlich von Rödern. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado bei Rödern

Iffezheim (BW)

bild
 25.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud vom Nordende der Rollbahn Baden-Airpark (Baden-Baden), Blickrichtung Nord-Nordwest. Die Funnelcloud könnte also über dem Rhein oder einem angrenzenden See gewesen sein. Zum Zeitpunkt des Fotos war sie schon in der Auflösung, Minuten vorher deutlich ausgeprägter und in Bewegung.

Funnelcloud bei Iffezheim

Kronau (Baden) (BW)

 25.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:28 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten und weit hinab reichenden Funnelcloud. Der Standort des Fotografen war in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Wiesloch/Rauenberg an der Autobahn A6. Die Blickrichtung und Aufnahmerichtung war Südwest. Laut Einschätzung des Augenzeugen muss das Ereignis in der Nähe des Ortes Kronau stattgefunden haben.

Verdachtsfall Kronau (Skywarn)
130625 Tornado Kronau (Dropbox)

Bernried (BY)

 24.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud bei Bernried über dem Starnberger See. Ob es Kontakt zur Wasseroberfläche gab, ist nicht bekannt.

Westermarsch I (NI)

 23.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud: "Heute (23.06.2013) zog um 17:25 ein kleines Gewitter über den Landkreis Norden. Es gab über Westermarsch dann eine Funnelcloud, die sich ca 5 Minuten lang hielt. Aber ich konnte leider kein Bild mehr machen, weil sie zu schnell vom Starkregen umhüllt wurde."

Ihlewitz (ST)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.06.2013: "[...] In Ihlewitz hat sogar eine Windhose gewütet und ein komplettes Blechdach einer Scheune abgedeckt. ?So etwas habe ich vorher noch nie gesehen?, sagt Ortsbürgermeisterin Barbara Olze. Mehrere Meter lange Blechteile seien wie Papier durch die Luft geflogen und zum Teil auf einem Acker gelandet. Kurzzeitig sei sogar spekuliert worden, dass es sich um einen Flugzeugabsturz handeln könnte. Dem war zum Glück nicht so. ?Wir sind heilfroh, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist?, sagt die Ortsbürgermeisterin. Die umherfliegenden Blechteile hatten eine solche Wucht, dass sie Masten der Stromfernleitung gekappt haben. ?Zwei Masten mussten wir auswechseln?, sagt Maik Hauf von Mitnetz-Strom in Klostermansfeld. [...] Mehrere freiwillige Feuerwehren der Einheitsgemeinde Gerbstedt waren in der Nacht zu Freitag im Einsatz, um die Blechteile von der Straße und vom Acker zu räumen. Nicht auszudenken, wenn eines dieser Blechteile ein vorbeifahrendes Auto getroffen hätte, sagt Barbara Olze. [...]" - Die erheblichen Verfachtrungen sind ein Indiz für einen Tornado. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Scheunendach stürzt ein (Mitteldeutsche Zeitung, 20.06.13)
Windhose in Eisleben (Mitteldeutsche Zeitung, 21.06.13)

Neuweiler (BY)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 25.06.2013: "Unwetter hat bei Neuweiler ganze Arbeit geleistet. - Buttenwiesen/Neuweiler. Es sieht aus, als wäre hier ein Ufo gelandet. Wie Zündhölzer stehen im Wald bei Neuweiler die abgeknickten, zersplitterten Fichtenstämme, reihenweise liegen Bäume am Boden, das Wurzelwerk ragt in die Luft. Das Astwerk einer alten Eiche ragt unter Gestrüpp hervor aus einem Wirrwarr von dem, was Gewitter und Sturm am vergangenen Donnerstag vom Wald übrig gelassen haben. ?Das war ein kleiner Tornado?, verschafft sich Johann Stuhlenmiller, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen einen Überblick über die Situation und schaut, ebenso wie Waldbesitzer Johann Müller, betreten auf die Schneise der Zerstörung, die das Wetter geschlagen hat. Das Schadens-Areal ist nicht groß, eher ein Rund, das die Windhose verwirbelt hat."

Die Zukunft gehört der Tanne (Augsburger Allgemeine, 25.06.13)

Spielberg (HE)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Gelnhäuser Neuen Zeitung vom 23.06.2013: "Windhose tobt durch Spielberg - Brachttal-Spielberg (erd). Der Gewittersturm in der Nacht zum Freitag hat noch mehr Schäden angerichtet, als zunächst bekannt wurde. Besonders schlimm traf es Spielberg. Dort hat eine Windhose eine mitten im Dorf stehende Scheune komplett zerstört und mindestens zwei weitere Gebäude stark beschädigt. Nachbar Manfred Hau, der frühere Spielberger Ortsvorsteher, berichtet als Augenzeuge von dem verheerenden Unwetter, das gegen 23 Uhr über Spielberg fegte. Hau hatte vor einigen Jahren schon einmal eine Windhose über Spielberg miterlebt, die damals auf seinem Hof erhebliche Schäden anrichtete. Diesmal traf es die beiden Nachbargebäude mit aller Wucht."

Tornado bei Brachttal-Spielberg ? (WZ-Forum)
Windhose tobt durch Spielberg (Gelnhäuser Neue Zeitung, 23.06.13)

Karow (BE)

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 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:22 bis 22:23 Uhr MESZ. Mögliche Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich Hönow, nordöstlich von Berlin von der Autobahn A10 (östlicher Berliner Ring) aus in Richtung Westen bis Südwesten.

Tornadoverdacht Hönau Nord 20.06.2013 (Stormchaser Brandenburg)
Mögliche Funnelcloud bei Hönow
T-Verdachtsfall Hönow Nord (YouTube)
T-Verdachtsfall Hönow Nord Teil 2 (YouTube)
Tornadoverdachtsfall Karow vom 20.06.2013 (YouTube)

Muggensturm (BW)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:05 Uhr MESZ. Dazu ein Beobachter: "Am gestrigen Tag (20.06.2013) gab es in Muggensturm (Landkreis Rastatt) gegen 21:05 uhr ein heftigen Gewittersturm, bei dem nach kurzer Zeit ein seltsames Grollen sowie starker Sturm wahrzunehmen war. Die örtliche Feuerwehr hatte während des Gewitters sowie danach mehrere Einsätze am Ortsrand von Muggensturm. Wie heute zusehen ist, ist eine "Schneise" am Ortsrand entlang der Landesstraße 67 mit sehr starken Beschädigungen auf einer Länge von ca 600 Metern mit Schäden an Bäumen, Gebäuden und an einer Halle festzustellen. An dieser Halle wurde das Blechdach weggerissen und liegt nun ca 200 bis 250 Meter weiter im freien Feld. Das außergewöhnliche an diesem Gewitter gestern waren die extremen Geräusche, Winde sowie die Schäden."

bild
 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 21:02 bis 21:08 Uhr MESZ. Der Bericht einer Beobachterin: "Gegen 20.59 Uhr zogen schwarze Wolken auf und verdunkelten den Himmel. Bevor das Gewitter los ging stürmte es so, dass wir dachten es würde alles vorbei ziehen. Der Wind drehte und drückte von einer Anderen Seite die Wolkenfront wieder in eine andere Richtung. Nicht weit von uns sah es so aus, als würden sich die Wolken nach unten bilden. Es war gut erkennbar, da sie direkt vom Sonnenuntergang angestrahlt wurden. Ca. 21.10 Uhr. Ein leichter Rüssel bildete sich, dies alles dauerte keine zwei Minuten, da hatte sich alles wieder zurückgebildet, danach kam erst das Gewitter. Genauso war es damals bei meinem Besuch in der USA." Weitere Beobachter konnten das Ereignis verfolgen, es liegen Fotos und ein kurzes Video vor. Schäden im betreffenden Bereich konnten nicht aufgefunden werden, ein Tornado ist unwahrscheinlich.

Tornadoverdacht in Kaiserslautern
Tornado Kaiserslautern 20.6.13 (Verdacht) (YouTube)

Marienberg (NW)

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 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Beobachtung einer leicht rotierenden Funnelcloud von Zweibrüggen aus. Zweibrüggen ist ein Ortsteil von Übach-Palenberg im Kreis Heinsberg. Der Wolkentrichter war in Richtung Südwesten, etwa über den Ortschaften Marienberg und Rimburg (NL) zu sehen. Er war nicht länger als 5 Minuten zu sehen.

Funnelcloud bei Marienberg

Schönwalde bei Lübben (BB),
Krausnick (BB)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 02.07.2013: "Nach dem Sturm bleibt Brennholz - Waldbesitzer sind beim Aufräumen in den Revieren Schönwalde und Krausnick. Schönwalde/Krausnick In der Oberförsterei Luckau gehen immer noch Schadensmeldungen zum Juni-Sturm ein, eine genaue Bilanz liegt bisher nicht vor. Doch in den Forstrevieren laufen die Aufräumarbeiten. Örtlich unterschiedlich stark sind die einzelnen Waldflächen betroffen. Auch das Revier Schönwalde von Forstoberinspektor Christian Göhler ist von dem Sturm, der am 20. Juni in den Abendstunden wütete, stark betroffen. "Die Informationen kommen so nach und nach", stellt er fest. Von rund 3000 Festmeter Sturmholz geht er inzwischen aus. Bei seinen Fahrten durchs Revier entdeckt er oft noch vor dem Waldbesitzer den Schaden. Doch die Reviere sind seit der Forstreform vor anderthalb Jahren noch größer geworden. Ähnlich geht es seinem Kollegen Waldfried Niechciol im Revier Krausnick. Mit einem Schaden von rund 500 bis 600 Festmeter rechnet er. "Es sind viele Einzelbrüche dabei. Wir versuchen die Eigentümer zu erreichen", stellt auch er fest und fordert die Waldbesitzer auf, sich mit den Revierförstern in Verbindung zu setzen. Dann können sie den Einsatz der Technik koordinieren und bündeln. Teilweise kann mit dem Harvester gearbeitet werden, doch auch Handarbeit ist angesagt. "Wir machen den Eigentümern Vorschläge", sagt Christian Göhler. Im Privatwald, der den größten Teil seines rund 3650 Hektar großen Reviers ausmacht, sind sie selbst für die Beräumung der Sturmschäden verantwortlich. Der Landesbetrieb Forst wird als Dienstleister tätig und arbeitet mit Fachbetrieben bei der Pflege zusammen. "Gerade das Herausschneiden von Bruchholz ist eine gefährliche Arbeit", sagt der Revierförster. Es gehört Schulung, eine entsprechende Ausrüstung ? auch für den Arbeitsschutz ? und viel Erfahrung zu solchen Einsätzen. Was aus den sturmgeschädigten Flächen herausgeholt wird, ist oft nur noch Brennholz. Für die Waldbesitzer bedeuten das erhebliche finanzielle Verluste. Was jetzt teilweise wieder aufgeforstet werden muss, können dann erst nachfolgende Generationen ernten. "Das ist der Generationenvertrag. Es geht um Nachhaltigkeit, ein Begriff, der vor 300 Jahren von einem sächsischen Bergbauingenieur geprägt wurde", erklärt Christian Göhler. "Die Waldwege sind inzwischen beräumt und wieder befahrbar", stellt Revierförster Waldfried Niechciol fest. Das ist bei trockener und wärmerer Witterung wichtig, denn die Waldbrandgefahr steigt bereits wieder ? trotzt der Niederschläge in diesem Sommer." - Aus einer Bildunterschrift in derselben Meldung: "Christian Göhler kennt in seinem Revier die Flächen, die am stärksten geschädigt wurden. In der Nähe der Schäferei Waldow verursachte eine Windhose großen Schaden auf einem dreiviertel Hektar."

Nach dem Sturm bleibt Brennholz (Lausitzer Rundschau, 02.07.13)
Foto der Schäden (Lausitzer Rundschau, 02.07.13)

Osterburken (BW)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Mögliche Beobachtung einer Funnelcloud, möglicherweise zwischen Osterburken-Adelsheim und Hemsbach vom östlichen Stadtrand aus in Richtung Westen, ebenso vom westlichen Stadtrand aus.

Coswig bei Dresden (SN)

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 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Norden Coswigs aus in Richtung Nordwesten. Die Funnelcloud wuchs ca. 2 Minuten lang und löste sich innerhalb von 4 Minuten langsam wieder auf.

Funnelcloud bei Coswig

Neusäß (BY)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: zwischen 17:45 und 18:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Augsburger Allgemeinen vom 22.06.2013: "[...] Auf seine jahrzehntelange Erfahrung dagegen schon. ?Aus meiner Sicht war das mindestens Windstärke zwölf?, sagt Hager. Das heißt, der Sturm peitschte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 Stundenkilometer durch Neusäß. ?Das war ein Mini-Tornado.? Zwar habe niemand ein Foto des charakteristischen Rüssels gemacht. ?Aber die Knickspuren an den Bäumen deuten darauf hin, dass eine Drehbewegung da war.?[...]" - Anmerkung: Windstärke 12 kann auch leicht in einer Gewitterböe erreicht werden. "Abgedrehte" Bäume sind kein eindeutiges Tornadoindiz, da kaum ein Baum symmetrisch wächst und auch durch eine geradlinige Böe beim Fallen allzu leicht verdreht werden kann. Zudem gibt es keine "Mini-Tornados". Dieser von Medien geschaffene Begriff aollte mal zeigen, dass Tornados in Deutschland nicht so stark sind wie in den USA, was aber nicht stimmt. Die Schäden in diesem Fall sind großflächig über den Westen Augsburgs verteilt und die Bäume sind alle in Richtung Norden gefallen, auch nach Aussage weiterer Anwohner ist von einem Downburst (Gewitterfallböe) und nicht von einem Tornado auszugehen.

Unwetter und verwüsten die Region Augsburg, Neusäß, Hirblingen (Markus Brunninger)
Mini-Tornado trifft Wetterexperten (Augsburger Allgemeine, 22.06.13)
Bildergalerie (Nachrichten aus Neusäß und der Region)

Brüninghausen (NW)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung von come-on.de vom 26.06.2013: "Brüninghausen - Lüdenscheids Feuerwehrchef Martin Walter brachte es auf den Punkt: Das Tief ?Manni? am vergangenen Donnerstag sei lediglich ein 20-minütiges Sommergewitter gewesen, also überhaupt nicht vergleichbar mit dem Orkan Kyrill. Doch einige Stellen in Brüninghausen lassen durchaus die Erinnerung an das Unwetter von vor sechs Jahren aufkommen. Windhosen haben Löcher in die Wälder rasiert, Bäume sind wie Streichhölzer umgeknickt. Blockierte Straßen wie die Leifringhauser Straße, die Platehofstraße, der Weg nach Wigginghausen oder die Einbahnstraße zum evangelischen Friedhof sind zwar wieder befahrbar, aber drumherum sind die gravierenden Schäden und Einschläge noch deutlich zu sehen. In den Hanglagen von Brüninghausen sind zurzeit Waldarbeiter mit Motorsägen im Einsatz. Harvester ernten umgestürzte Bäume und verladen sie auf Transporter. Fast hätte es auch das Feuerwehrgerätehaus getroffen. Direkt dahinter liegen Bäume kreuz und quer ineinander verflochten am Hang."

"Mannis" Windhosen rasierten Löcher in Wälder (come-on.de, 26.06.13)

Burlage (NI)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des General-Anzeigers vom 21.06.2013: "Windhose fegt Scheune auf die Straße - Ein Unwetter zog am Donnerstag über Ostfriesland und das nördliche Emsland. In Burlage war es besonders heftig. Verletzt wurde aber niemand. Rhauderfehn - Gestern Nachmittag hat eine Windhose eine Spur der Verwüstung im Oberledingerland hinterlassen. In Burlage wurde eine komplette Scheune auf die L 30 geweht, zudem stürzten drei Eichen um. Personen wurden nicht verletzt. Das Unwetter zog vom Emsland in Richtung Norden über Ostfriesland hinweg. Vielerorts waren Feuerwehren im Einsatz ? so auch am Hoher Weg in Rhaude und am Neuen Weg in Rhaudermoor sowie zwischen Amdorf und Backe moor. Dort waren Bäume und Leitungsmasten auf die Straßen gestürzt. Sie mussten zersägt und beseitigt werden." - Die Verfachtrungen sind ein Indiz für einen möglichen Tornado. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Abgesehen von den Verfrachtungen gibt es kein deutliches Tornadoindiz.

Windhose fegt Scheune auf die Straße (Westfälische Nachrichten, 21.06.13)

Reddingen (NI)

 19.06.2013 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 23 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Wietzendorf vom 20.06.2013: "Auf Grund einer Windhose kam es im Gemeindegebiet Wietzendorf zu erheblichen Sturmschäden. Am heftigsten wurde die Ortschaft Reddingen mit den dazugehörigen Kreisstrassen betroffen. Auf den Höfen der Ortschaft wurden Jahrhunderte alte Eichenbestände vernichtet. Auf einem Hof kam es zu kompletten Zerstörung von zwei Gebäuden. Die Kreisstrassen wurden komplett versperrt so dass eine Vollsperrung unumgänglich war, da die Räumung in der Nacht unmöglich war." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall u.a. wegen des konvergenten Fallmusters der Bäume als bestätigten Tornado zu führen.

Unwetter im Heidekreis (Feuerwehr Wietzendorf, 20.06.13)

Diestedde (NW)

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 19.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 18:15 bis 18:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud am westliches Ortsrand Diesteddes mit Blickrichtung nach Beckum. Rotation war insbesondere in der Auflösungsphase deutlich zu erkennen.

Funnelcloud bei Diestedde

Massen-Niederlausitz (BB)

 18.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 03:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 18.06.2013: "Windhose knickt in Massen viele Bäume - Massen. Eine Windhose, verbunden mit einem heftigen Regen- und Hagelguss, ist Dienstagfrüh kurz vor 4 Uhr über Massen gefegt und hat zahlreiche alte, dicke Bäume entwurzelt und starke Äste abgebrochen. ?Neun Bäume, meist Linden, lagen allein auf der Dorf- und in der Alten Poststraße und mussten von den Kameraden beseitigt werden?, sagt Thomas Paul, der stellvertretende Amtsbrandmeister, der den Einsatz geleitet hat. Dabei hatten die Massener Glück im Unglück. ?Der Sturm blies so, dass die Bäume von den Grundstücken wegfielen?, sagt Wolfgang Schiffner. Auch die parkenden Autos sind verschont geblieben. Dennoch wurden auch einige Dächer und Zäune beschädigt, bei Familie Große wurde der gesamte Dachfirst des Hauses abgetragen. ?Der ganze Spuk hat nur wenige Minuten gedauert ? so etwas habe ich in Massen noch nicht erlebt?, sagt Wolfgang Schiffner. 13 Feuerwehrleute aus dem Amt Kleine Elster waren, unterstützt von Finsterwalder Kameraden, fast zwei Stunden im Einsatz." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Ein Downburst als Ursache erscheint derzeit wahrscheinlicher.

Verdachtsfall Massen (Skywarn)
Windhose knickt in Massen viele Bäume (Lausitzer Rundschau, 18.06.13)

Wesenberg (MV)

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 15.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:06 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud im Bereich Wesenberg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern), ca. 12 km WSW von Neustrelitz beim Durchzug eines starken Schauers / leichten Gewitters. Es bildete sich eine markante Wolkenabsenkung, an deren Unterseite Rotation beobachtet wurde. Das Ereignis muss noch über Wald in Richtung Zirtow gewesen sein, vielleicht 1-2 km vom Beobachtungspunkt entfernt.

Mögliche Funnelcloud bei Wesenberg

Molfsee (SH)

 15.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Nach einem Bericht der Kieler Nachrichten soll eine Windhose über das Gelände des Freilichtmuseums Molfsee gezogen sein und Schäden angerichtet haben. Das kleinräumige Sturmereignis streifte fast geradlinig das Museum, riß gesunde Bäume um und starke Kronen und Äste brachen heraus. Die Fallrichtung der Bäume ist ganz unterschiedlich. Die örtliche Feuerwehr aus Molfsee hat nur unmittelbar angrenzend zwei Bäume von den Straßen entfernt. Auf dem Parkplatz des Museums sind an mehreren Fahrzeugen die Heckscheiben durch Steinschlag zerstört worden. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Molfsee (Skywarn)

Petershausen (BY)

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 11.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ, Dauer ca. 1 Minute. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud bei Petershausen, nördlich von München.

Funnelcloud bei Petershausen

Weicha (SN)

 08.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:50 bis 16:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Weißenberg aus in Richtung Nordwesten, etwa im Bereich südlich von Weicha.

Verdachtsfall Weicha (Skywarn)
Mai

Grabko (BB)

 30.05.2013 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud mit Verdacht auf Tornado bei Deulowitz, im Westen von Guben. Offenbar dazugehörige Schäden wurden einige Tage später gemeldet: "Ich war heute unterwegs auf einer Straße, die durch einen Wald von Kerkwitz in Richtung Grabko führt (Gemeinde 03172 Schenkendöbern / Brandenburg), um mir die Auswirkungen eines Tornados anzusehen. Ein Bild der Verwüstung - Bäume umgenickt (große Kiefern!) oder mit den Wurzeln aus dem Boden gerissen. Augenzeugen berichteten, daß sie ein Trampolin durch die Luft fliegen sahen. Der Sturm wütete wohl nur ein paar Minuten, aber die Auswirkungen waren heftig. Nicht auszudenken, wenn es ein Wohngebiet getroffen hätte." Neben den Schäden im Wald wurde am südlichen Ortsende von Grabko ein Trampolin ca. 15 - 20 m weggetragen, Dachsteine wurden gelöst, ein Zaun eingedrückt. Der Tornado streifte ein Grundstück. Die Häuser wurden ansonsten (in Grabko) nicht beschädigt. Weiter nach Nordosten folgte freies Gelände und danach das betroffene Waldstück. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall wegen der vorliegenden Beobachtungen und des konvergenten Schadensmusters im Wald als bestätigten Tornado zu führen.

Tornadoverdacht bei Grabko

Glinstedt (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:45 Uhr MESZ, Dauer: ca. 10 Minuten. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen und weit hinab reichenden Funnelcloud von Gnarrenburg aus. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt. Gleichzeitig fiel in Gnarrenburg starker Regen.

Funnelcloud bei Glinstedt

Barkendamm (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 21:00 und 21:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud von der Autobahn A28 bei Delmenhorst in Richtung Südösten auf Höhe der Abfahrt Delmenhorst-Adelheide. Der Schlauch reichte nach dem Foto noch etwas mehr hinab, 10 Minuten später löste sich die Funnelcloud wieder auf. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Delmenhorst

Waddewarden (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:48 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen und weit hinab reichenden Funnelcloud im Bereich westlich von Hooksiel. Beobachtungsort: westlich von Sengwarden (nördlich von Wilhelmshaven) auf der Straße L807 in Blickrichtung Nordwest. Weitere Meldungen liegen vor und Augenzeugen konnten den Schlauch bis zum Boden hinab beobachten. Über Schäden in dem offenen Gelände ist nichts bekannt.

Tornado bei Waddewarden
Tornado/Funnel Sichtung im Landkreis Friesland (WZ-Forum)

Viernheim (HE)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer eindeutigen, schlauchförmigen Funnelcloud von der Autobahn A5 aus, zwischen Weinheim und Hirschberg (Baden-Württemberg) Richtung Westen blickend. Ziemlich gut war sie auch am Parkplatz Fliegwiese zu sehen.

Funnelcloud bei Viernheim

Cuxhaven (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 14:05 bis 14:09 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Cuxhaven aus auf der Elbe, nordöstlich von Cuxhaven.

Funnelcloud bei Cuxhaven

Lockwitz (SN)

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 29.05.2013 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:50 und 11:57 Uhr MESZ. Tornado in Dresden-Lockwitz, genauer im Lockwitzgrund. Hier stürzten Im Bereich der Autobahnbrücke der A 17 einige Bäume um und eine Landstraße musste wegen der Aufräumungsarbeiten für etwa drei Stunden gesperrt werden. Von dort aus gab es Schäden bis zum Ortsrand von Lockwitz im Bereich Lockwitzgrund - Sobrigauer Weg.

Tornado in Lockwitz (Skywarn)
Tornado in Dresden (WZ-Forum)
Tornado am 29.05.2013 in Dresden-Lockwitz (1/2) (YouTube)
Tornado in Dresden-Lockwitz am 29.05.2013 (2/2) (YouTube)
Tornado im Lockwitzgrund bei Dresden (YouTube)
Tornado wütet im Lockwitzgrund (Sächsische Zeitung, 29.05.13)
Fotos: Tornado bei Dresden (Sächsische Zeitung, 29.05.13)
Dresden - Tornado sorgt für Verwüstungen (LausitzNews.de, 29.05.13)
Experten bestätigen Tornado bei Lockwitz (Sächsische Zeitung, 01.06.13)

Leidringen (BW)

 28.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 14 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Boten vom 29.05.2013: "Rosenfeld-Leidringen - Schreck in der Dornenstraße 7 in Leidringen: Am Dienstag kurz nach 14 Uhr war Hausherr Bernd Faiß just im Garten hinter seinem Wohnhaus tätig, als urplötzlich wie aus dem Nichts eine von West kommende Windhose über sein Haus fegte. Sie riss ein ein Quadratmeter großes Loch in das Dach des vor sechs Jahren erbauten Hauses. Ziegel polterten auf die Straße und schlugen Beulen und Schrammen in ein parkendes Auto, neben dem kurz zuvor noch die Kinder gespielt hatten. "Ich sah noch, wie die Windhose die Straße hinabwehte und sich auflöste", beschreibt der Hausherr den "Spuk, der nach wenigen Sekunden vorbei war". Angesichts nahender dunkler Regenwolken machten sich Helfer gleich daran, das Dach wieder dicht zu machen. Dem Ehepaar Faiß blieb der Schreck und das Aufräumen, die zerborstenen Ziegel zusammen zu kehren." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Kontakt zum Beobachter konnte nicht aufgenommen werden.

Leidringen: Windhose reißt Loch ins Dach (Schwarzwälder Bote, 29.05.13)

Apelnstedt (NI)

 28.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud: "Breiter Rüssel, ging bis ca. 50 Meter über den Boden. An der sichtbaren unteren Öffnung haben die Wolkenfetzen sehr schnell rotiert. Dauer war ca. zwei Minuten, danach war der Rüssel wieder weg. Begleitet wurde die sehr dunkle Wolke von einem extrem starken Regenschauer mit einen extrem kurzen Übergang von trocken zu Starkregen." Die Funnelcloud zog südlich bis östlich von Apelnstedt in Richtung Nordosten.

Sangerhausen (ST)

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 28.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:52 bis 18:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, u.a. vom Parkplatz Helmetal an der Autobahn A38 in Richtung Osten bis Nordosten, ebenso von Sangerhausen aus. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels im Bereich südöstlich von Sangerhausen ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Sangerhausen

Queienfeld (TH)

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 24.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud, die sich etwas 10 Minuten lang hielt. Rotation war sehr deutlich zu erkennen. Möglicher Bodenkontakt des Wirbels wurde nicht beobachtet.

Funnelcloud bei Queienfeld

Finthen (RP)

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 23.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 20:26 bis 20:52 Uhr MESZ. Ausgeprägte Funnelcloud weithin sichtbar und von sehr vielen Menschen beobachtet. Da die Funnelcloud, also der sichtbare Teil des Wirbels sehr weit hinabreicht, kann von einem durchgehenden Wirbel von der Wolkenbasis bis zum Boden und damit von einem Tornado ausgegangen werden.

Tornado bei Finthen
Tornado bei Mainz (WZ-Forum)
Bilderreihe vom Landspout 20:26 bis 20:52 Uhr (WZ-Forum)
Windhose über Essenheim (YouTube)

Mönchengladbach (NW)

 23.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:20 bis 16:25 Uhr MESZ, Dauer ca. 5-7 Minuten. Beobachtung einer Funnelcloud von westsüdwestlich Dülken in Richtung Südosten, etwa im Bereich zwischen Mönchengladbach und Rickelrath: "Unterhalb eines recht normalen Regenschauers (kein Gewitter). Wallcloud war auch erkennbar + leichte Rotation der Wallcloud."

Hangelar (NW)

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 20.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Mögliche Tornadobeobachtung etwa am südlichen Rand von Sankt Augustin am Birlinghovener Wald. Die Wolke zog dann weiter Richtung Siegburg / Hennef. Das Ereignis wurde gefilmt. Ein Augenzeuge: "Mehr durch Zufall filmte ich eine Wolkenformation, die scheinbar über dem Waldrand aufstieg. Dann fing der untere Wolkenrand an zu rotieren und ich meine eine Art Rüssel erkannt zu haben. Etwa eine Minute später verschwand "Er" wieder. Wieder etwas später (ca. 3min) nochmal das gleiche Phänomen aber weiter östlich."- Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen.

Tornado in Hangelar ? (YouTube)
Tornado in Hangelar ? (Teil 2) (YouTube)
Mögliche Funnelcloud über Sankt-Augustin bei Bonn vom 20.05.2013 (YouTube)
20.05.2013 - [Verdacht] Schauerzellen-Funnel über Sankt Augustin, Rhein-Sieg-Kreis (Wetterzentraum NRW)

Tann (BY)

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 20.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Wurmannsquick-Edstall aus in Richtung Südosten. Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 22.05.2013: "Da staunte Hans Meier nicht schlecht, als er am Pfingstmontag gegen 16.30 Uhr sein Modellflugzeug direkt vor seinem Bauernhof in Edstall fliegen ließ. Aus einer dicken Gewitterwolke über Tann sah der Landwirt plötzlich einen bedrohlichen, wirbelnden Rüssel in Richtung Boden wachsen. "So etwas hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Ich hab gleich gedacht, das ist ein kleiner Tornado", erzählt der 59-Jährige. Seine Frau Maria hat das Phänomen mit der Kamera festgehalten." Der Wirbel war maximal noch etwa um die Hälfte länger als auf den Fotos.

Funnelcloud bei Tann
Wirbel am Gewitterhimmel (Passauer Neue Presse, 22.05.13)

Hochstadt (Pfalz) (RP)

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 16.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 17:59 bis 18:12 Uhr MESZ, Gesamtdauer ca. 10 Minuten. Beobachtung einer Funnelclooud im Bereich westlich bis nordwestlich von Hochstadt (Pfalz). Die Funnelcloud war weithin sichtbar und wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet und fotografiert/gefilmt.

Funnelcloud bei Hochstadt (Pfalz)

Schwicheldt (NI)

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 15.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Vöhrum bei Peine aus in Richtung Südwesten: "Gestern gegen 18:00 Uhr überquerte eine starke Gewitterzelle das Peiner Land. Gegen 18:30 Uhr beobachtete ich mehrere rotierende Wolkenformationen und schließlich eine stark rotierende Funnelcloud, die sich schnell nach unten schraubte. Die Trichterwolke löste sich jedoch nach 5 Minuten wieder auf. Gegen 18:45 Uhr begann ein starker Hagelschauer mit Hagelkörnern bis zu einer Größe von Kastanien. Der Schauer ging bis etwa 19:00 Uhr. Danach war es zeitweise still, danach hagelte es wieder ein wenig."

Funnelcloud bei Schwicheldt

Lebenstedt (NI)

 15.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:00 und 18:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Salzgitter-Lebenstedt aus in kurzer Entfernung in Richtung Westen.

UNBEKANNT (n.bek.)
[Region: Minsener Oog, Nordsee]

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 12.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 10:25 bis 10:32 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados von Wangerooge aus. Dazu der Bericht eines Beobachters: "Wir haben gestern um 10:30 von Wangerooge aus eine Windhose über der Insel Minsener Oog (Anmerkung: in Richtung Osten) gesehen. Auf den Bildern ist leider kaum zu erkennen, dass diese bis an den Boden reichte und von dort Sand etc. nach oben transportiert hat. Mit dem Auge konnte man dies gut erkennen. Wir konnten den Tornado ca. 2-3 Minuten beobachten. Wie lange er vorher bereits zu sehen war, kann ich nicht beurteilen. Aus der Entfernung wirkte es, als ob sich der Tornado nordwärts bewegen würde. Der Turm auf der Insel liegt nördlich des Tornados." Auch von Horumersiel aus war der Tornado zu sehen.

Tornado auf der Minsener Oog

Bockholmwik (SH)

 11.05.2013 / Stärke (W) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:00 und 19:30 Uhr MESZ. "Wie angekündigt heut versucht. Kumpel hat grad sein Boot zu Wasser gelassen, wir also mit Boot nach Bockholmwik. Kaum biss der erste Hornhecht, erklär ich seinen beiden Kids, die mit waren "seht ihr, wie die Pose abzieht" sagt mein Kumpel auch schon" ich seh da ganz was anderes.." zog da nicht wie aus dem Nichts ne super heftige Gewitterfront auf! Tiefschwarz mit Windhose und Hagel! Wir also nix wie los. Kaum bei der Schwiegermutter (Fahrwassertonne bei Holnis) angekommen sehen wir ne kleine Jolle, die just in dem Moment kentert! Die beiden Dänen konnten sich auf den Rumpf retten, der jetzt noch 20 cm aus dem Wasser ragte. Ich also Notruf abgesetzt, während wir um die Jolle kreisten. Nach 20 min flaute der Seegang so weit ab, dass ich den beiden nen Tampen zuwerfen konnte und es beide zu uns an Bord schafften. Weitere 10 Min später kam der Retter von Langballigau, der die beiden übernahm und das Segelboot auch noch nach Egernsund schleppen konnte." (Quelle: Das Anglerboard) - Auf Nachfrage berichtet der Augenzeuge: "Ich bin kein Experte und es ging auch alles recht schnell, aber es war auf jeden Fall ein rotierender Wirbel von mehreren Metern Durchmesser, der kräftig genug war, Wasser hochzuziehen." Das Boot kenterte aber nicht durch den Wirbel, sondern erst danach durch die starken Böen. Gegen 19:30 Uhr richtete dann ein Tornado Schäden im dänischen Broager an, betroffen waren dort Häuser in der Stgraße Nejs Bjerg im Südwesten des Ortzes. Die Entfernung zur Wirbelbeobachtung vor der deutschen Küste beträgt nur gut 6 Kilometer, ein Zusammenhang ist wahrscheinlich. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Hornhechte in Flensburger Förde (Das Anglerboard)
Skypumpe rammer sønderjysk by (TV2, 13.05.13)

Paplitz bei Genthin (ST)

 09.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:03 Uhr MESZ. Aus dem Skywarn-Forum: "Um 17:03 MESZ wurde von der A2 aus auf Höhe Schopsdorf, ca. 1 km vor der Landesgrenze zu Brandenburg, in Richtung Norden eine ausgeprägte Trichterwolke beobachtet, welche anscheinend Bodenkontakt gehabt haben könnte. Das Ereignis müsste sich zwischen Gehlsdorf und Paplitz (Landkreis Jerichower Land, Sachsen-Anhalt) befunden haben (eher in Richtung Höhe oder westl. von Paplitz). Einem Foto zufolge könnte unterhalb des Trichters ein ausgeprägter Wirbelfuß erkennbar sein." Dazu aus dem Bericht der Stormchaser: "[...] Und dann war da dieser Wirbel direkt am Boden. Der Staub wirbelte umher und wurde nach oben gesaugt. Bäume in der Nähe bogen sich scheinbar bis zum Boden. Und darüber ein kleiner Funnel direkt unter einer kompakten Absenkung, die aufgrund der Lage an der Zelle und einer genauen Studie der Radardaten mit großer Wahrscheinlichkeit eine Wallcloud war. Wir hatten mit einiger Wahrscheinlichkeit einen Tornado gesehen!" (Quelle: Stormchasing Harz-Heide) - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen. Man erkennt unterhalb der beobachteten Funnelcloud auch den Trombenfuß.

Verdachtsfall Paplitz (Skywarn)
Starke Gewitter von Sachsen-Anhalt bis Brandenburg (Stormchasing Harz-Heide)
Starke Gewitter von Sachsen-Anhalt bis Brandenburg (WZ-Forum)

Tryppehna (ST)

 09.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:30 und 16:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von der Autobahn A2 aus, ca. auf Höhe der Anschlussstelle Burg, Ortslage Schermen, in Richtung Südost. Den Angaben zufolge war die Trichterwolke eindeutig ausgeprägt und befand sich im Gebiet nordwestlich von Möckern.

Verdachtsfall Tryppehna (Skywarn)

Stralsund (MV)

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 09.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Stralsund aus in Richtung Südwesten bis Westen: "Ca 14:45 habe ich über Stralsund eine wahrscheinliche Funnelcloud über Stralsund in Mecklenburg Vorpommern beobachten können, die Rotation war für ca 1 Minute zu sehen. Bevor der Funnel aber auftauchte, konnte ich auf weitere Entfernung schwach einen Gustnado wahrnehmen." Weitere Augenzeugen beobachteten die Funnelcloud und konnte auch die deutlich vorhandene Rotation erkennen.

Foto der Funnelcloud (Facebook, 07.05.13)

Micheln (ST)

 07.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. Aus einer Meldung des MDR vom 07.05.2013: "Eigentlich hatte Werner Rademacher gerade aus dem Auto klettern wollen, als er Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr am Horizont ein seltsames Gebilde bemerkte, das in dem Mann ungute Gefühle weckte. Denn die Wolkenformation, die er beobachtete, sah aus wie ein Tornado - und das ausgerechnet in der Nähe von Micheln, wo schon am 23. Juni 2004 ein Tornado für erhebliche Verwüstungen gesorgt hatte. Rademacher zückte seine Kamera und hielt das seltene Ereignis fest. ?Der Tornado oder was es auch war, war vielleicht einen Kilometer von mir entfernt?, schätzt er, ?und kam auf Micheln zu.? Der Rüssel reichte aber noch nicht bis zum Boden - und nach einer Minute oder anderthalb Minuten löste sich das Ganze wieder auf."

Tornado in Micheln? (MDR, 07.05.13)
Fast ein Tornado (MDR, 08.05.13)
April
Februar

Weisendorf (BY)

 05.02.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von inFranken.de vom 05.02.2013: ""Ich stand am Fenster, sah, wie sich unser Geräteschuppen zur Seite neigte und lief nach unten. Als ich vor meiner Haustür stand, wurde der Geräteschuppen von einer Windhose gepackt und gute drei Meter hoch durch die Luft gewirbelt" schilderte Michael Förster den Vorfall. Doch nicht nur der Geräteschuppen, auch der Gartenzaun wurden in Mitleidenschaft gezogen. Durch den starken Wind stürzte Försters Ehefrau, die zwischenzeitlich auch vor dem Haus war. Sie verletzte sich leicht am Zaun, auf den sie gefallen war. Der Schaden am Geräteschuppen und am Zaun beläuft sich bei Familie Förster auf etwa 600 bis 700 Euro. Auch beim Nachbarn gab es einen Schaden zu vermelden. Hier wurde das Gewächshaus von der Windhose erfasst und blieb ebenso wie der Geräteschuppen im angrenzenden Acker liegen. Nach Auskunft der Polizei Herzogenaurach waren bis zum Nachmittag keine weiteren Schäden durch die Windhose bekannt."

Verdachtsfall Weisendorf (Skywarn)
05.02.13, Weisendorf (Lkr. Erlangen-Höchstadt) (Stormchaser-Europe-Forum)
Windhose hinterlässt Chaos in Weisendorf (inFranken.de, 05.02.13)
Weisendorf: Wind wirbelt Gartenhütte und Gewächshaus durch die Luft (nordbayern.de, 05.02.13)