Bisher 124 bestätigte, dazu 7 Plausible und 183 Verdachtsfälle
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Noch nicht alle Verdachtsfälle aus 2016 erfasst

November 2016: Es fehlen noch zahlreiche Fälle aus dem Sommer 2016 mit wochenlangen Unwetterlagen und unzähligen Meldungen zu Trichterwolken und verdächtigen Schäden. Es wird alles nach und nach abgearbeitet. Die Tornadoliste ist leider kein Projekt, das hauptberuflich betrieben wird. Im Gegenteil, sie verschlingt viel Geld und noch mehr Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es etwas länger dauert. Es geht nichts verloren.
April
Oktober
September
August

Groß Schulzendorf (BB)

 28.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:25 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 29.08.2016: "Windhose fegt durch Teltow-Fläming – Baum kracht auf Haus - Während des Sturms am Sonntagabend ist eine Windhose durch den Ludwigsfelder Ortsteil Groß Schulzendorf gefegt. Eine Linde fiel auf ein Wohnhaus. Sturmschäden gab es auch in Luckenwalde, mehrere Straßen waren gesperrt.
Luckenwalde/Groß Schulzendorf. Das Unwetter am Sonntagabend hat im Landkreis Teltow-Fläming zum Teil große Schäden verursacht. Durch den Ludwigsfelder Ortsteil Groß Schulzendorf raste gegen 20.30 Uhr eine Windhose. Sie kam von Westen über das Feld, fegte über die Straße Am Kietz, verwüstete die Dorfaue und zog weiter Richtung Werben. Die Straße nach Werben war bis Montag früh unpassierbar. Die Windhose riss mehrere Bäume um, eine große Linde fiel auf das Wohnhaus von Familie Donath und beschädigte das Dach. Er sei gerade dabei gewesen, die Rolläden herunterzulassen, damit keine Äste ins Haus gerieten, erzählte Manfred Donath. Währenddessen stürzte auf der anderen Seite die Linde auf das Zimmer des Sohnes, der allerdings nicht zuhause war. Gehört habe er das allerdings nicht, so laut sei der Sturm gewesen. Wie groß der Schaden an Dach und Haus ist, wird erst am Dienstag klar sein, wenn der Baum weggeräumt ist. In der Straße wurde außerdem die Telefonleitung heruntergerissen, etliche Telefonmasten sind angebrochen oder stehen schräg.
Im gesamten Kreis kam es zu rund 79 wetterbedingten Einsätzen, die meisten in Zossen und Luckenwalde. Die Feuerwehr der Kreisstadt Luckenwalde rückte in der Zeit von 20.15 Uhr bis 2 Uhr insgesamt 25 mal aus. Vor allem musste die Fahrbahn von Bäumen freigeräumt werden. Einsatzleiter Thomas Keller hatte mit seinen Männern alle Hände voll zu tun. Zwischen Luckenwalde und Ruhlsdorf ging nichts mehr. Gleich mehrere Bäume lagen auf der Fahrbahn. Motorsäge und Scheinwerfer waren die wichtigsten Hilfsmittel. Allerdings hindert das grelle Licht eine Taube daran, wegzufliegen. Sie war so geblendet, dass sie auch nicht wegflog, als die Feuerwehrmänner das Geäst um sie herum längst beseitigen hatte. Und so brachten sie das Tier anschließend in Sicherheit, indem sie es auf einen Baum setzten.
Auch zwischen Luckenwalde und Woltersdorf mussten Bäume von der Fahrbahn geräumt werden. Dort fuhren außerdem zwei Autos gegen eine umgekippte Kiefer, die auf der Fahrbahn lag. Ein Opel aus Potsdam wurde dabei so schwer beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war. Die Polizei gab den Gesamtschaden dieser beiden Unfälle am Dienstag mit 13.000 Euro an.
In der Grabenstraße wurde das Dach eines Gebäudes beschädigt, sodass die Bewohner nicht in ihren Wohnungen bleiben konnten und von Nachbarn und Freunden aufgenommen werden mussten. Zudem hatte ein Baum die Oberleitung der Deutschen Bahn in Luckenwalde in Höhe der Schwindsuchtbrücke getroffen. Dadurch war die Strecke vorübergehend lahmgelegt. Ein Schienersatzverkehr musste eingerichtet werden.
Inzwischen ist der Schaden behoben. Zwei beschädigte Autos sowie ein Motorrad standen gestern Vormittag ebenfalls auf der Schadensliste der Kreisstadt. In der Gemeinde Nuthe-Urstromtal waren sieben Löschgruppen 14 Mal im Einsatz. Von der in Ruhlsdorf ansässigen Textil GmbH ist ein Teil des Daches abgedeckt worden, das 200 Meter auf dem nebenliegenden abgemähten Mausfeld gelandet ist. Das Dach und die Dachrinnen der Woltersdorfer Kirche wurden durch eine umgestürzte 80-jährige Linde beschädigt. In einem Waldstück zwischen Woltersdorf und Liebätz sind massenweise Bäume wie Streichhölzer abgeknickt. Weitere Schäden wurden gestern von Mitarbeitern des Ordnungsamtes der Gemeinde Nuthe-Urstromtal aufgenommen."

Dazu noch der Bericht von Thilo Kühne und Heiko Wichmann: "Im Falle von Groß Schulzendorf ist ein ursächliches Ereignis in Richtung Tornado nicht feststellbar, da der Schadensbereich keine tornadotypischen Schadensstrukturen aufwies. Hierbei liegt der Grund in der Art der beschädigten Vegetation. Insgesamt waren 4 Eichen im Dorfkern betroffen, die allesamt entwerder brachen oder entwurzelt wurden. Bei den gebrochenen Bäumen war Braunfäule feststellbar, sodass die Windkraft/der Staudruck nicht sonderlich hoch gewesen sein muss. Sämtliche Schäden an Gebäuden sind Folgeschäden/Sekundärschäden durch eben jene umgestürzten Bäume. Da im weiteren Verlauf im Ort keinerlei Schäden feststellbar waren, haben wir also nur einen punktuellen Schaden vorliegen. Zwar gibt es in einem Zeitungsbericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung einen Bericht zu einer eventuellen Beobachtung, doch erwies sich diese Schilderung vor Ort als unzutreffend in Bezug auf Himmelsrichtungen und lage umliegender Orte, sowie im Zusammenhang mit der Unwettersituation und deren Zugrichtung. Das erscheint uns also wenig plausibel, sodass wir nur die Schäden vor Ort haben um eine Sturmart zu ermitteln. Hierbei haben wir uns verständigt, den Fall als einfachen Sturmschaden zu bewerten, möglichweise sogar im F0-Bereich und auch nicht zusammenhängend mit Fallwinden."

Windhose fegt durch Teltow-Fläming – Baum kracht auf Haus (MAZ, 29.08.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Elsthal (BB)

 28.08.2016 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ oder kurz danach. Dazu der Bericht von Heiko Wichmann und Thilo Kühne von der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland: "Der Schadensbereich lag zwischen den Dörfern Ruhlsdorf und Woltersdorf, nördlich von Luckenwalde, ca. 1km südlich des Dorfes Liebätz. Hierbei handelte es sich um einen massiven Waldschaden nahe der Verbindungsstraße zwischen beiden vorher genannten Orten. Ein Waldareal von ca. 70 x 150 Metern wurde verwüstet - homogener Kiefernbestand mit ca. 15-20m hohen Bäumen. Die Bäume wurden überwiegend entwurzelt, einige auch gebrochen. Die Bruchstellen wiesen glatte Brüche auf, teilweise mit Aushebung der Rinde, sowie Faserbrüche in den noch stehenden Stämmen. Wir gehen davon aus, dass so ein Schaden eher durch längere Krafteinwirkung verursacht wird, da die Fasern im Stamm erst angebrochen werden müssen und dann, als finale Folge der Windeinwirkung, der Stamm oberhalb der Faserbrüche abknickt. Gestützt wird diese These durch das Fallmuster vor Ort. Die Bäume lagen überwiegend in Richtung OSO / SO, d.h. also ca. 40° bis 50° Abweichung zur Zugrichtung des Gewitters, und zwar wegweisend von eben jenem, nicht zufallend. Des Weiteren wies das Gesamtmuster eine leichte fächerartige Form auf, wobei der Aufsetzpunkt am nördlichen Schneisenanfang, naher der Landstraße, gut ersichtlich war. Er war nicht breiter als 20 x 20 Meter. Von hieraus breitete sich der Wind im Verhältnis zum Schadensfeld wie in einem schmalen Fächer aus und erreichte im maximalen eine Breite von 150 Metern. Zueinander und/oder zur Schneisenmitte weisende Bruchschäden waren nicht zu verzeichnen; einzelne tendenziell so angeordnete Bäume waren wohl eher durch Schlagimpulse in Interaktion mit anderen Bäumen oder aufgrund markanter Wurzelverwachsungen der Bäume abweichend des Fächermusters gefallen. Zudem gab es keine Anzeichen für Trümmerverfrachtung (in diesem Falle Äste/Baumkronen etc). Die Sturmart konnten wir vor Ort deutlich als Downburst vermerken. Die Intensität des Windstoßes kann mit F1 bewertet werden."

Crinitz (BB)

 04.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 05.08.2016: "Windhose zieht über Crinitz hinweg - Crinitz Eine Naturkapriole mit heftigem Wind führte am Donnerstagabend in Crinitz und Umgebung zu umgestürzten Bäumen und Stromausfall. Gegen 21 Uhr war die Leitstelle Lausitz alarmiert worden. Es ist von einer Windhose die Rede, die über Crinitz zog. Im Bereich Crinitz, Gahro, Dabern und Breitenau sind nach Auskunft von Hauptbrandmeister Lutz Freudenberg von der Leitstelle insgesamt sechs Einsätze der Feuerwehr notwendig gewesen. Die Bundesstraße 96 bei Dabern war unpassierbar und musste von herabgestürzten Ästen befreit werden. Auslöser für einen Stromausfall, der von 19.20 bis 23 Uhr andauerte, war nach Auskunft des Stromversorgers enviaM allerdings ein Baum, der in Fürstlich Drehna in eine Mittelspannungsleitung gestürzt war. Bis hinüber nach Calau waren in mehreren Orten rund 1300 Kunden betroffen. Schrittweise, die meisten bereits bis gegen 21.20 Uhr, konnten sie wieder ans Netz gebracht werden. gb" - Die Gewitterzelle wurde von Finsterwalde aus beobachtet und zumindest aus dieser Richtung kein Tornado bemerkt. Ein Tornado ist daamit unwahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen.

Tornadoverdacht in Crinitz
Windhose zieht über Crinitz hinweg (Lausitzer Rundschau, 05.08.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juni

Danewitz (BB)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung von Bernau LIVE vom 25.06.2016: "Bernau ? Biesenthal: Kurz aber heftig zog ein Unwetter durch den Barnim. Besonders getroffen hat es u.a. Danewitz bei Biesenthal. Hier zog eine Windhose durch den Ort und sorgte für zahlreiche umgestürzte Bäume, zerstörte Oberleitungen und hohe Schäden. Die Feuerwehren der Gegend befinden sich im Dauereinsatz. So etwa die Freiwillige Feuerwehr Biesenthal, Feuerwehr Danewitz, Feuerwehr Rüdnitz oder die Feuerwehren Grüntal und Tempelfelde."

Unwetter im Barnim (Bernau LIVE, 25.06.16)
Unwetter: Windhose verwüstet Biesenthal (BZ, 25.06.16)

Stützkow (BB)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: wahrscheinlich gegen 16:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Onlinezeitung vom 27.06.2016: "Sturm reißt Scheune um - Stützkow (MOZ) Nur noch ein Haufen kaputter Bretter: In Stützkow ist am Wochenende während des Unwetters eine Scheune eingestürzt. Der Besitzer kam mit dem Schrecken davon. Auch zahlreiche Bäume in dem Ort knickten durch den starken Sturm um. Wilfried Thürling hatte Glück im Unglück: Noch kurz bevor die Holzscheune auf seinem Stützkower Grundstück einstürzte, hatte er sich dort untergestellt. "Als Regen und Wind stärker wurden, bin ich dann ins Haus gegangen", berichtet er. Dann habe es nicht mehr lange gedauert, bis der Schuppen zusammengestürzt sei. "Ich habe erst ein Geräusch wie von einem Blitzeinschlag gehört und etwas wie das Krachen von Holz", berichtet der Grundstückseigentümer. "Er hat wohl einen Schutzengel gehabt", fügt seine Lebensgefährtin hinzu. Zu retten ist die Scheune nicht mehr: Das Dach ist eingestürzt, Balken und Bretter ragen in die Luft. "So sorgfältig zerlegt hat der Wind das", sagt Wilfried Thürling. Er hat schon damit begonnen, das Holz abzutragen. In der aus den 1950er-Jahren stammenden Scheune lagerten vor allem Brennholz, Bretter und Bohlen für Bauzwecke. "Glücklicherweise ist das Ganze nicht auf das Nachbargrundstück gekippt", sagt Thürling. "Wir konnten nicht mal bis zum nächsten Stall sehen", beschreibt Schönebergs Bürgermeister Manfred Schroeder die Heftigkeit des Regens. Er saß am Sonnabendnachmittag im Stützkower Dorfklub bei der Versammlung zur Vorbereitung des Fischerfests, das am Wochenende stattfindet. "Wir wussten, dass es ein Gewitter geben soll, aber damit, dass es so doll wird, haben wir nicht gerechnet." Ein ähnliches Unwetter habe es vor einigen Jahren schon einmal gegeben - damals sei das Wasser die Bergstraße, die in den Ort hineinführt, nur so herunter geflossen. Auch am Montag lagen noch abgerissene Äste auf dem Weg und zeugten von dem Sturm. "Einem Anwohner hat es noch den Giebel seiner Scheune eingedrückt", fügt Bürgermeister Schroeder hinzu. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Die Stützkower sind sich einig: Es muss eine Windhose gewesen sein, welche die heftigen Schäden angerichtet hat! So sind dem starken Wind auch zahlreiche Bäume entlang des Kanals zum Opfer gefallen. An den alten Tabakschuppen in Stützkow, die dem Sturm standgehalten haben, wurden die Kronen mehrerer Weiden abgeknickt. Abgerissene Äste lagen auf der Wiese verstreut. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Eberswalde waren Montagvormittag damit beschäftigt, umgeknickte Äste am Kanal zu entfernen. Um die Beräumung der Bäume an Land wird sich laut Manfred Schroeder die Gemeinde Schöneberg kümmern. Auf Höhe der Stützkower Buswendeschleife war an der Gabelung des Kanals eine Ulme ins Wasser gestürzt. "Das wird ein Fall für den Nationalpark sein", so der Bürgermeister. Die Uckermark war am Sonnabend von Unwettern betroffen. 75-mal rückte die Feuerwehr sturmbedingt aus. An der Straße zwischen Dobberzin und Crussow knickten durch den Sturm mehrere Bäume um."

Sturm reißt Scheune um (Märkische Onlinezeitung, 27.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Neuruppin (BB)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:55 Uhr MESZ. Tornadoverdacht am See: "Gestern ist mir und ein paar Kollegen aufgefallen, das gegen 14 Uhr scheinbar ein Tornado über den See bzw über dem Ufer gekommen ist. Es war in Neuruppin. War sehr seltsam, erst kam die Regenwand und der Wind, der immer aus anderen Richtungen kam, Danach auf einmal Windstille und man konnte sehen, wie die besagte Regenwand rotierte, danach ging es weiter und dann kam der Hagel. Grössere Schäden sind ausgeblieben. Nur umgeworfene liegen, Bauzäune... Meine Kollegen haben auch erwähnt, das sich das ganze gedreht hat. Also scheinbar ein schwacher Tornado. Bilder gibt es leider nicht. Die Stadt wurde scheinbar nicht getroffen, sondern nur wirklich die Seepromenade." Passiert ist das Ganz am Resort Mark Brandenburg, bei den bahn Damm Brücken
Es ging ungefähr um 13:30- 13:35 los"

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai

Dallgow (BB)

 15.05.2016 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:28 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Cityfotografen Potsdam vom 15.05.2016: "Eine Windhose zog heute durch Dallgow. Mehrere Anwohner meldeten der Feuerwehrleitstelle einen Zwischenfall. Die Schuppendächer von 2 Gartenschuppen wurden durch den Wind herrausgerissen und über mehrere Meter durch mehrere Gärten geschleudert. Ein Dach aus Holz was mit Dachpappe gedeckt war, schleuderte auf das Nachbarhaus und krachte in das Dach bevor es an der Hauswand zu stehen kam. Die Kameraden der Freiwlilligen Feuerwehr Dallgow rückten mit schwerem Gerät an um die Gefahr zu beseitigen. Denn das Dach drohte vom Hausdach herunter zu rutschen. Mittels Säge wurde das Dach von oben herab verkleinert und schließlich beseitigt." - Nach kurzer Diskussion innerhalb der Tornado-Arbeitsgruppe wurde der Fall als Tornado bestätigt. Eindeutige Indizien sind neben Augenzeugenaussagen der eng begrenzte betroffene Bereich mit Schäden und Verfrachtungen und einer Zugbahn von Südwest nach Nordost bei einem aus Westnordwest heranziehenden Schauer.

15.05.2016 Tornadoverdacht Dallgow-Döberitz (Stormchaser Brandenburg)
Tornado fegte am Pfingstsonntag über Brandenburg (Berliner Morgenpost, 17.05.16)
Eine Windhose zog heute durch Dallgow (Cityfotografen Potsdam bei Facebook, 15.05.16)
ALARM für die Feuerwehr Dallgow (Freiwillige Feuerwehr Dallgow-Döberitz bei Facebook, 15.05.16)
Windhose deckt zwei Schuppendächer ab (Märkische Allgemeine Zeitung, 16.05.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
April

Groß Muckrow (BB)

bild
 26.04.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:26 Uhr MESZ. Durchzug einer kleinen Gewitterzelle mit einer Böenfront. Ein Foto zeigt sehr wahrscheinlich die seitliche Ansicht der Böenfront. Durch die Perspektive wirkt sie wie ein Tornado. Dazu die Aussage der Augenzeugin: "Es sah aus wie ein Tornado, weil sich die Wolkenschichten gedreht haben." Die Blickrichtung ist von Bremsdorf (Schlaubetal) in Richtung Süden und damit im Bereich bei oder östlich von Groß Muckrow.

[url=http://www.tornadoliste.de/160426grossmuckrow.htm">Beobachtung bei Groß Muckrow[/url]
Radarbild Oder-Spree 20:30 Uhr MESZ[/url"> ([url=http://kachelmannwetter.com/">kachelmannwetter.com)
Blitzanalyse Oder-Spree 20:30 Uhr MESZ[/url"> ([url=http://kachelmannwetter.com/">kachelmannwetter.com)
November

Finowfurt (BB)

 29.11.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 22:57 Uhr MESZ. erhebliche Waldschäden ca. 3,5 Kilometer südwestlich von Finowfurt, nahe bzw. auch über die Autobahn A11 hinweg. Vor Ort erfolgte eine Untersuchung der Schäden durch die Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland. Die Waldschäden zeigen ein eindeutiges tornadisches Muster mit konvergentem Fallmuster der Bäume. Die Länge der Schneise beträgt mindestens 0,5 Kilometer, die Breite im Mittel 70 Meter bis maximal 120 Meter. Sie verläuft von West nach Ost bis Ostsüdost. Es handelte sich um einen so genannten Multivortex-Tornado, einem Mehrfachwirbel, der an einer eingelagerten Gewitterzelle im Bereich einer durchziehenden Kaltfront entstand. Bei einer Besprechung der Tornado-Arbeitsgruppe am 09. Mai 2016 wurde der Fall nach abschließender Diskussion bestätigt. Weitere Einzelheiten zum Fall folgen noch. Die Fortsetzung der Schadensschneise östlich der A11 wird noch untersucht. Eine schmale Windbruchschneise mit Mikadobrüchen und -biegungen geht östlich der A11 weiter, das Gebiet ist aber schwierig zu begehen.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September

Zeuthen (BB)

 01.09.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 01:22 Uhr MESZ. Bericht eines Augenzeugen: "Es hat min. 2 Dächer abgedeckt, dabei eines von ca. 120 kg Kupferblechdach ca 50 m durch die Luft bewegt, das andere weiter, ist im See versunken wurde aber von min. 3 Augenzeugen gesehen. (wird lt. Zeitung in Ziegenhals vermisst) die herausgerissenen / umgestürzten Bäume liegen in Kreisform (auf der Wetterkarte gegen den Uhrzeige) von einem Zentrum weg." (Quelle: ESWD-Eintrag). Die Erscheinung dauerte 5-10 Sekunden (gesamte Einwirkung ca. 1 Minute). Es ging alles von einer Gewitterzelle aus, danach war es direkt wieder windsstill und sternenklar. Die Schadensbereiche sind sehr klar an den Rändern begrenzt. - Aus einer Meldung von Niederlausitz Aktuell vom 01.09.2015: "LK DS: Bei dem Gewitter in der Nacht zum Dienstag brachte der Sturm zahlreiche Bäume zu Fall und Feuerwehr und Polizei kamen zum Einsatz. In Wildau wurden die Einsatzkräfte mehrfach gerufen, da in der Fontaneallee ein Baum auf ein Hausdach stürzte. In der Jahnstraße fielen gleich mehrere Bäume um und auch auf der Chausseestraße musste ein Baum weggeräumt werden. In der Wernsdorfer Straße von Ziegenhals schlug der Blitz in Bäume ein und brachte drei zu Fall. Ein Baum fiel auf einen PKW vom Typ Audi. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Ebenfalls in Ziegenhals wurde ein Garagendach vom Sturm abgerissen und in den See geschleudert. Die Bundesstraße 168 zwischen Goschen und Mochlitz war gegen 03:00 Uhr von einem umgestürzten Baum blockiert." - Der Fall wurde am 24.01.2016 bei einer Konferenz der Tornado-Arbeitsgruppe diskutiert und auf plausibel gesetzt.

Polizeimeldungen aus dem Landkreis Dahme Spreewald (Niederlausitz Aktuell, 01.09.15)

Ortrand (BB)

 01.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: vermutlich gegen 00:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 01.09.2015: "Windhose in Frauendorf entwurzelt Bäume - Frauendorf. Eine Windhose entwurzelte in der Nacht zum 1. September an der Ortsverbindungsstraße Frauendorf-Ortrand mehrere Bäume. Drei der gut 80-jährigen Bäume wurden samt Wurzel herausgerissen, zwei weitere in Schräglage versetzt. Der Baulastträger, die Straßenmeisterei des Landkreises OSL, verfüllte am Morgen danach die riesigen Krater zur Unfallverhütung mit Split." Die vorliegenden Fotos der Schäden sprechen für eine Gewitterfallböe (Downburst).

Windhose in Frauendorf entwurzelt Bäume (Lausitzer Rundschau, 01.09.15)

Schlenzer (BB)

 01.09.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 00:15 Uhr MESZ. Einige Schäden an Bäumen und Gebäuden mit erheblichen Verfrachtungen von Dachteilen in der Gemeinde Niederer Fläming. Die Fotos stammen aus dem Ort Schlenzer. Die betroffenen Wirtschaftsgebäude befinden sich am Südrand des Ortes. Für einige Dachteile ergeben sich Verfachtungsdistanzen von 150 bis 300 Meter. Dazu kommen einzelne, senkrechte Einschläge in den Ackerboden. Die Verlaufsrichtung ist SSW nach NNO. Das längsstehende Wirtschaftsgäude wurde rückseitig zur Verfrachtungsrichtung sehr massiv abgedeckt. Der Fall wurde am 24.01.2016 bei einer Konferenz der Tornado-Arbeitsgruppe diskutiert und als Tornado bestätigt.

Tornado in Schlenzer
31.08.2015 Gewitter Riestedt / Sangerhausen (Stormchaser Sachsen-Anhalt)
August

Kersdorf (BB)

 16.08.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Onlinezeitung vom 17.08.2015: "Windhose im Briesener Forst - Briesen (MOZ) Die Gewitterfront, die am Sonntagabend die Region überquerte, ist im Briesener Wald von einer Windhose begleitet worden. Etliche Bäume knickten in kurzer Zeit um; Menschen wurden nicht verletzt. Die Stützpunktfeuerwehr Briesen rückte aus, um im Revier Bunter Schütz auf dem Weg von Kersdorf zum Forsthaus an der Flut wieder eine gefahrlose Durchfahrt herzustellen. "Viele Kiefern waren auf halber Höhe abgeknickt", berichtet Ortswehrführer Christoph Marschallek. "Die Windhose hat an mehreren Stellen immer wieder in den Weg und in eine Lichtung hineingepackt." Die Folge: Bäume lagen kreuz und quer herum. Allein sechs Kiefern mussten beiseite geräumt werden, hinzu kamen zwei umsturzgefährdete Birken, "die haben wir auch noch gefällt". Sicherheitshalber seien die 15 Mann, die um 19.50 Uhr ausgerückt waren, mit ihren drei Fahrzeugen bis zum Forsthaus an der Flut vorgefahren, um den öffentlichen Weg zu räumen. Für die Forstverwaltung sei weiter im Wald noch genug Arbeit übrig geblieben." - Nach erster Erkundung war die Schneise mit den stärksten Schäden etwa 2 km lang und 20-50 Meter breit. Dazu ein erster Bericht von Thilo Kühne kurz nach dem Ereignis: "Die Schäden liegen in Kiefern- und Birkenbeständen, z.T. auch Mischwald in den Übergängen zwischen homogenem Laub- zum Nadelwald. Die Schneise ist oftmals zwischendrin abgeschwächt mit nur geringen Schäden. Es finden sich tendenziell Konvergenzen. Die Fallrichtungen verlaufen zumeist in Richtung Schneisenverlauf oder leicht linksläufig zur Schneisenführung. Die Kiefernbrüche dürften T2 nicht übersteigen. Selbst in den größer beschädigten Arealen gibt es einzelne Bäume, die kaum beschädigt wurden." - Vor Ort erfolgte eine Untersuchung der Schäden durch die Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland. Der Schadensort liegt ca. 2 bis 2,5 Kilometer südlich von Kersdorf. Die Waldschäden zeigen ein eindeutiges tornadisches Muster mit konvergentem Fallmuster der Bäume. Die Länge der Schneise beträgt 1,6 Kilometer, die Breite maximal 50 Meter. Sie verläuft von Südost nach Nordwest bei einer eher seltenen Ostwetterlage. Bei einer Besprechung der Tornado-Arbeitsgruppe am 09. Mai 2016 wurde der Fall nach abschließender Diskussion bestätigt.

Windhose im Briesener Forst (Märkische Onlinezeitung, 17.08.15)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Groß Bademeusel (BB)

 15.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 17.08.2015: "Sturm schlägt bei Groß Bademeusel zu - Offenbar knickte eine Windhose Bäume kurz vor der Ortschaft wie Streichhölzer um. Groß Bademeusel - Eine Windhose hat am Samstagabend ein schätzungsweise drei Hektar großes Waldstück in der Gemarkung Groß Bademeusel verwüstet. Auch in Spremberg und Forst gab es Feuerwehr-Einsätze. Klaus Loebner, dessen Grundstück nur knapp 200 Meter vom Ort der Zerstörung entfernt liegt, sagte am Sonntag: "Auf einmal wurde es finster wie in der Nacht. Kräftige Graupelschauer gingen, von heftigem Blitz und Donner begleitet, über dem Dorf nieder." Dankbar ist er dafür, dass bis auf einzelne abgeknickte Äste von Obstbäumen das Unglück an den Häusern vorbeiging. "Gestern Abend ging die Sirene ununterbrochen. Von der Windhose haben wir hier nichts mitbekommen", berichtete Michael Hammer vom anderen Dorfende. Nur wenige Meter hinter dem Ortsausgangsschild an der Ortsverbindungsstraße nach Raden begannen schon die Zerstörungen. "Bergen" nennen die Einheimischen die kleine Anhöhe. Alte Akazien und Kiefern wurden in Mannshöhe wie Streichhölzer geknickt, Äste von starken Eichen abgedreht. Auch die uralten Obstbäume am Straßenrand wurden nicht verschont. Wolfgang Schneider, der am schlimmsten betroffene Waldbesitzer, war erschüttert: "So etwas habe ich noch nicht gesehen!", sagte er geschockt. Bis zum Montagmorgen müsse er die Straße wieder freiräumen. Gute Freunde erkennt man in der Not. Diese Erfahrung konnte der Groß Bademeuseler sammeln, der während des Sturms ahnungslos in Weißwasser bei einer Geburtstagsfeier saß. Unter den acht Helfern aus dem Ort, die sich ohne Bitten einstellten und ihm am Sonntag ab 9 Uhr zur Seite standen, war auch der 18-jährige Danny Herzog. "Einige Transporter waren da ebenfalls schon im Wald. Auf der Suche nach billigem, herrenlosem Holz", sagte der Schüler des Forster Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums empört. "Ist das eine Baustelle?", erkundigte sich der vierjährige Leon verwirrt. "Wir hatten ein riesengroßes Glück. Wenige Hundert Meter weiter und es hätte uns in Klein Bademeusel getroffen und das Dorf verwüstet", meinte hingegen sein Großvater Karl-Heinz Köhler. Es falle ihm angesichts der Verwüstungen schwer, zu begreifen, dass solch gesunde Bäume so einfach umgeknickt werden können. Etliche Passanten wollten einfach "nur mal gucken", schlenderten mit dem Fotoapparat vorbei. Karsten Schulz aus Groß Bademeusel, der am Samstagabend in Forst den ungewöhnlich aussehenden, in breiter Front heranziehenden dunklen Streifen am Himmel beobachtete, sah am Sonntag in seinem Wald nach dem Rechten. Dort gab es zu seiner Erleichterung nur wenige Schäden. Hautnah hat Jäger Lutz Rehdo aus Klein Bademeusel das Unwetter mitten im Wald auf dem Weg zu seinem Ansitz erlebt. "Hagelkörner prasselten aufs Auto. Da war nicht mal mehr das Radio zu hören." Und während Blätter und Äste durch die Luft wirbelten, suchte er mit dem Auto auf dem freien Feld Schutz. Seine ganze Sorge galt jedoch den anderen Waidgenossen, die er ebenfalls im Wald wusste und vergeblich versuchte, telefonisch zu erreichen. Als es 15 Minuten nach der Windhose, die sich mit unvorstellbarer Gewalt aus südwestlicher Richtung ihren Weg bahnte, wieder heller wurde, war der Weg unpassierbar geworden. In den frühen Nachmittagsstunden war er am Sonntag nochmals vor Ort, versehen mit einem Proviantkorb, den ihm seine Ehefrau Gabriele für die acht Helfer gepackt hatte."

Sturm schlägt bei Groß Bademeusel zu (Lausitzer Rundschau, 17.08.15)

Rheinsberg (BB)

 15.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 15 Uhr MESZ. Meldung über das Meldeformular: "Mehre Bäume wie Streichhölzer umgeknickt bzw. Entwurzelt." - Dazu aus einer Meldung der Märkischen Onlinezeitung vom 16.08.2015: "Unwetter trifft Rheinsberg hart - Rheinsberg (MZV) Mehrere zehntausend Euro Schaden hat nach Schätzungen am Sonnabend das Unwetter angerichtet, das kurz nach 15 Uhr die Stadt Rheinsberg heimsuchte. Ein Gewitter mit Sturzregen, Blitz und Donner sowie stürmischen Böen hatte binnen weniger Minuten einige Teile der Stadt regelrecht verwüstet. Die Polizei registrierte eine Windhose. Vor allem in der sogenannten KKW-Siedlung an der Menzer Straße wurden zahlreiche uralte Bäume entwurzelt. Beim großen Jubiläums-Fest des Fußballvereins FSV Blau-weiß 90 Rheinsberg zum wurde eine Hüpfburg aus der Verankerung gerissen. Dabei verletzte sich ein fünfjähriges Kind. Es musste laut Polizeiangaben in den Ruppiner Kliniken versorgt werden. Das Fußballspiel der 1. Männer-Traditionsmannschaft von Rheinsberg gegen ein Team der Allstars Ü 40 von Hertha BSC musste beim Stand von 2:4 abgebrochen werden. Hertha-Manager Martin Oschmann angesichts der Sturmschäden: "So etwas habe ich noch nicht erlebt." Die Berliner Straße, aber auch andere Bereiche der Stadt standen Zentimeter hoch unter Wasser. In der Innenstadt wurden in 30 Minuten bis zu 20 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter gemessen. Die Straße nach Menz war über eine Stunde nicht passierbar. Auch drei Pkw und ein Kleintransporter wurden durch umstürzende Bäume dermaßen beschädigt, dass die Fahrzeuge vermutlich schrottreif sind. "Zum Glück gab es sonst keinen Personenschaden", zeigte sich Mathias Herzberg von der Rheinsberger Feuerwehr erleichtert. Der stellvertretende Stadtbrandmeister koordinierte gemeinsam mit Bernd Wichura den Einsatz. Die meisten umgestürzten Bäume gab es auf der Menzer Straße, die nicht mehr passierbar war. Mit Sägen und teilweise vom Hubretter aus beräumten die Brandschützer Abschnitt für Abschnitt die Landesstraße. Aber auch auf den Kindergarten am Stadion sowie auf ein Haus der Wohnungsgesellschaft in der Juliot-Curie-Straße waren meterhohe Kiefern gekracht. Weil keine unmittelbare Gefahr bestand, hatten erst einmal die Beräumung der Straßen und Wege den Vorrang. Welche Schäden an der Kita entstanden sind, wird sich erst im Laufe des heutigen Montags zeigen. Neben den Rheinsberger Brandschützern, darunter auch Mitglieder der Jugendwehr, hatte die Einsatzleitung zur Verstärkung die Wehren aus Zühlen, Zechlinerhütte, Linow und Dierberger in die Prinzenstadt beordert. Bis 23 Uhr am Sonnabend und auch noch den ganzen Sonntag waren die Kameraden mit umgestürzten Bäumen beschäftigt." - Ein Zusammenhang zum Fall Pelzkuhl ist möglich, die Entfernung beträgt nur wenige Kilometer. Eine Gewitterböe (Downburst) als Ursache ist wahrscheinlich.

Unwetter trifft Rheinsberg hart (Märkische Onlinezeitung, 16.08.15)
Fotos: Schwere Sturmschäden in Rheinsberg (Märkische Onlinezeitung, 16.08.15)

Steckelsdorf (BB)

 15.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 13:30 und 13:50 Uhr MESZ. Erhebliche Vegetationsschäden in zwei breiten Bereichen bei Rathenow, einer etwa 700m breit, dann folgen auf etwa 300 Meter kaum Schäden (nur ein Baum umgestürzt) und darauf eine weitere Schneise, etwa 400-500m breit. Länge des gesamten Bereiches etwa 2,5 bis 3km. In der ersten Schneise ist ein Downburst (Gewitterfallböe) sehr wahrscheinlich, in der zweiten kommen unterschiedliche Fallrichtungen vor.

Unwetterschäden Steckelsdorf 15.08.2015 (Stormchaser Brandenburg)
Juli

Doberlug-Kirchhain (BB)

 18.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Blaulichtreport Elbe Elster vom 21.07.2015: " Schönborn. Am vergangenen Samstag kam es im Raum Schönborn und Doberlug - Kirchhain zu einer Vielzahl von Einsätzen. Schuld daran war eine Windhose die sich in Schönborn entwickelte und dann ihr Unwesen bis in die Stadt Doberlug - Kirchhain trieb. Es war ein kurzer Augenblick, doch dieser hinterließ ein Bild der Verwüstung. In Schönborn war die Bahnhofstraße durch mehrere umgestürzte Bäume blockiert. Weiterhin kippte ein Baum in die Gasstation, auch an den Neubaublöcken wurden mehrere Bäume entwurzelt und fielen auf die angrenzenden Garagen. Durch den herbei gerufenen Notfallmanager, wurde die Bahnstrecke Doberlug- Kirchhain bis Falkenberg/Elster komplett gesperrt. Ein umgestürzter Baum verursachte einen Kurzschluss in den Oberleitungen, so dass der Strom ausfiel. Ein Personenzug der sich im Bereich der Alten Poststraße befand, sollte evakuiert werden. Durch das schnelle beräumen der Kameraden aus Schönborn, musste dieses aber nicht durchgeführt werden. Nach ca. einer Stunde konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden und der herbei gerufene Bus wieder unverrichteter Dinge weiter fahren. Weitere Bäume mussten die Kameraden aus Schönborn in der Kindergartenstraße und auf der Ortsverbindung Schönborn Richtung Lindena beräumen. Insgesamt wurde die Freiwillige Feuerwehr Schönborn zu 9 Einsätzen alarmiert. Die Nachbarstadt Doberlug - Kirchhain war noch schlimmer betroffen, hier hatte der Sturm ganze Arbeit geleistet. Mehrere große Kastanien wurden im Bereich Kleinhof entwurzelt. Ebenfalls fiel eine Kastanie auf ein Neubaublock, welcher erheblicher Schaden von sich trug. Ein weiterer Neubaublock wurde am aufgrund der Wetterlage am Dach beschädigt. Die Freiwillige Feuerwehr aus Finsterwalde half bis in die späten Nachtstunden die Schäden in Doberlug - Kirchhain zu beseitigen. Den Kameraden wurde mal wieder alles abverlangt. Die Kameraden der Stadt Doberlug - Kirchhain wurden zu über 20 Einsätzen gerufen. Die Koordinierung erfolgte vom Gerätehaus der Stadt aus." - Konkrete Indizien, die für einen Tornado sprechen, werden in der Meldung nicht genannt.

Windhose am vergangenen Wochenende in Doberlug Kirchhain und Schönborn (Blaulichtreport Elbe Elster, 21.07.15)

Guben (BB)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 22:20 Uhr MESZ. Dazu ein Augenzeuge: "Gesten Abend zog in Guben ein Schwergewitter auf, es blitzte in Sekundentakt, auf einmal kam die Wolkenfront ganz schnell auf uns zu. Die wolken haben sich gedreht und ein Funnel war sichtbar. Ob es wirklich ein Tornado war - keine Ahnung, es wurden zahlreichen Bäume entwurzelt. Der Wind war so stark, dass es mein Fenster, das zu war, aufgedrückt hat." Besonders betroffen war ein Bereich von der Kaltenborner Straße im Süden der Stadt nordostwärts bis zum Bereich um den Bahnhof und weiter zur Neiße.

Bärenklau (BB)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 16.07.2015: "Bärenklau: Bäume wie Streichhölzer abgeknickt - Sturm hinterlässt eine Schneise der Verwüstung. Bärenklau. Eine Schneise der Verwüstung hat eine Windhose in der vergangenen Woche in einem waldstückzwischen Bärenklau und Grabkow hinterlassen. Zahlreiche Bäume entlang der Straße sind entwurzelt oder wie Streichhölzer abgeknickt. "Die privaten waldbesitzer wurden bereits informiert", sagt Arne Barkhausen von der Oberförsterei in Peitz. Das Ausmaß der Zerstörung sei noch nicht bezifferbar. [...]" - Aus einer weiteren Meldung der Lausitzer Rundschau vom 21.07.2015 zu Sturmschäden auf der Bundesstraße 320 zwischen Lübbinchen und Guben: "[...] Erst vor zwei Wochen hatte eine Windhose in einem Waldstück zwischen Bärenklau und Grabko eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Zahlreiche Bäume entlang der Straße wurden entwurzelt."

Schäden bei Bärenklau
Feuerwehr beseitigt späte Sturmschäden (Lausitzer Rundschau, 21.07.15)

Seeburg bei Potsdam (BB)

 04.07.2015 / Stärke (F0) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des rbb vom 05.07.2015: "Gewitter und die Folgen - Teilweise kräftige Gewitter zogen in der vergangen Nacht über Brandenburg hinweg. Abkühlung brachten sie nicht, es blieb eine tropische Nacht. Und es gab teilweise erhebliche Schäden. In Dallgow-Döberitz schlug eine Windhose zu. Nach orkanartigen Windböen und Blitzeinschlägen kippten reihenweise Bäume um. Die Dorfstraße von Seeburg war nach dem Unwetter nicht wiederzuerkennen. Den ganzen Folgetag dauerten die Aufräumarbeiten bei erneut sehr sehr hohen Temperaturen an. Die Windhose von Seeburg wütete übrigens nur direkt im Ort. In den Nachbardörfern hatte es nicht einmal geregnet." In einem Video des Senders heißt es "Teilweise kräftige Gewitter zogen in der vergangenen Nacht über Brandenburg hinweg. Abkühlung brachten sie nicht, es blieb eine tropische Nacht. Und es gab teilweise erhebliche Schäden. In Dallgow-Döberitz schlug eine Windhose zu. Nach orkanartigen Windböen und Blitzeinschlägen kippten reihenweise Bäume um. Die Dorfstraße von Seeburg war nach dem Unwetter nicht wiederzuerkennen. Den ganzen Folgetag dauerten die Aufräumarbeiten bei erneut sehr sehr hohen Temperaturen an. Die Windhose von Seeburg wütete übrigens nur direkt im Ort. In den Nachbardörfern hatte es nicht einmal geregnet." In dem verlinkten Video wird mehrfach von einer Windhose gesprochen. Oliver Frandrup-Kuhr von der Freiwilligen Feuerwehr Dallgow-Döberitz berichtet: "Hier ist unmittelbar eine Windhose durchgegangen." Auch diese Aussage ist interessant: "Die Windhose hatte nur in der Dorfstraße gewütet und war am Ende kraftlos übers Feld weitergezogen." - Eine Anwohnerin berichtet: "Es ging von jetzt auf gleich und dann kam eine Windböe und dann drehte sich das und da bekam ich dann Angst. Nur noch ab in den Keller." Auch diese Aussage spricht für einen Tornado.

Verdachtsfall Dallgow-Döberitz (Skywarn)
Gewitter und die Folgen (rbb, 05.07.15)
Juni

Rathenow (BB)

bild
 13.06.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Schäden und erhebliche Verfrachtungen in einem eng begrenzten Bereich. Die Schneisenbreite betrug etwa 50 - 75m, maximal 100m, die Schneisenlänge etwa 400 - 500m. In einem Haus steckte eine etwa 2-3m lange Holzlatte in der Dachrinne. An einem Gartenhaus wurden Steine durch den Schutzzaun in die Wand geschossen, bei deren Nachbarn flogen Sandkalksteine in den Garten und gruben sich in die Erde ein. Von Zabakuck aus wurden Aufnahmen des Tornados gemacht. Der Tod eines Besuchers der Bundesgartenschau in Rathenow wurde durch eine Gewitterböe verursacht und hängt nicht mit dem möglichen Tornado zusammen.

13.06.2015 F1 Tornado fegte durch Rathenow Süd / Havelland / Brandenburg (Stormchaser Brandenburg)
Tod auf der Buga: Baum wird untersucht (Märkische Allgemeine Zeitung, 14.06.15)
Mai

Herzsprung bei Wittstock (BB)

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 05.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: Aufgenommen gegen 19 Uhr an der Autobahn A24, kurz vor der Abfahrt Herzsprung, Fahrtrichtung Nord, Blickrichtung West fotografiert. Es war eine kleine Gewitterzelle, die sich separat am Südostende der Gewitterlinie über dem Dreieck Wittstock bildete.

Funnelcloud bei Herzsprung
Januar

Zootzen bei Gransee (BB)

 09.01.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:04 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 1,2 km (WNW-OSO), Breite max.: 80 m / Breite mittel: 30 m. Der Tornado zog vom südlichen Ortseingang Zootzen (Bäume entwurzelt) über Feld bis in den Wald zwischen Zootzen und Bredereiche an der L214. Weiter zieht sich die Schneise mit stark konvergentem Fallmuster bis in den Flussbereich der Havel (Ausführliche Schadensuntersuchung und Dokumentation: Heiko Wichmann - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).

Tornado bei Zootzen
Dezember

Koßdorf (BB)

 10.12.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15 Uhr MEZ. Windkraftanlage brach im Windpark am nördlichen Ortsrand von Koßdorf in Richtung Bundesstraße B183 (Lönnewitz) ab. Dazu aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 14.12.2014: "War es eine Windhose? ? Gutachter skeptisch. Umgekippte Windkraftanlage bei Koßdorf: Gewinde der Bolzen regelrecht ?glatt gelutscht? - Koßdorf. Weshalb das 60 Meter hohe Windrad bei Koßdorf am vergangenen Mittwoch in etwa 30 Meter Höhe ?abgebrochen? ist, bleibt weiter unklar. Die Gutachter sind am Sonnabend nicht bis ins Generatorenhaus, wo sich die Steuerung befindet, vorgedrungen. Unterdessen wird spekuliert, ob eine Windhose die Anlage zu Fall gebracht haben könnte. Sicher ist, es müssen unheimliche Kräfte gewirkt haben, als am Mittwoch der vergangenen Woche Teile des 60 Meter hohen Windrades samt Rotorblättern, Nabe und Generatorenhaus in 30 Meter Höhe nach oben gehoben wurden und dann abkippten. Sämtliche Gewindeschafte der 80 Bolzen sind dort, wo einst die Muttern saßen, förmlich ?glatt gelutscht?. Ein Teil der Schrauben hängt im Kranz des verbliebenen Turmsegmentes (kleines Foto), die restlichen Schrauben und Muttern liegen im Turminneren. [...]" - Aus meteorologischer Sicht gibt es derzeit keinen konkreten Hinweis auf einen Tornado.

Windrad gebrochen ? viele Fragen (Lausitzer Rundschau, 13.12.14)
Windradturm gebrochen: Der Betreiber ist ratlos (Lausitzer Rundschau, 13.12.14)
War es eine Windhose? ? Gutachter skeptisch (Lausitzer Rundschau, 14.12.14)
August

Groß-Klessow (BB)

 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch Thilo Kühne, ESSL: "Die zweite Beobachtung war ca. gg. 13:15 Uhr. ebenfalls von der A15 aus nahe Vetschau. Der Trichter war sehr breit und von ebenfalls turbulenter Rotation geprägt. Nach ca. 1 - 2 Minuten bildete sich das Ganze zurück und überquerte die Autobahn." Die Trichterwolke reichte maximal 25-30 Prozent der Strecke Wolkenbasis-Boden hinab.

Auras (BB)

 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud durch Thilo Kühne, ESSL: "Die erste Beobachtung war ein Funnel von der A15 aus in Höhe Cottbus-Süd / Gallinchen in Richtung Süden. Turbulente Rotation war beobachtbar, zumindest was ich während des Fahrens mitbekommen konnte. Ortsmarke ca. bei Auras (Landkreis Spree-Neiße). Uhrzeit ca. 13:00 Uhr." Die Trichterwolke reichte maximal 25-30 Prozent der Strecke Wolkenbasis-Boden hinab.
Juli

Senzke (BB)

 29.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ, Uhrzeit unsicher (nachmittags). Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 30.07.2014: "Volle Keller und entwurzelte Bäume - Keine ruhige Minute hatten die Feuerwehren aus dem Amtsbereich Friesack am Dienstagnachmittag, als ein Unwetter mit Blitz, Donner und Regen über weite Teile des Havellandes zog. Vor allem umgekippte und entwurzelte Bäume und heruntergefallene Äste mussten die Feuerwehrleute von Straßen und Wegen holen. Verletzt wurde bei alledem niemand. [...] Sachschaden entstand an einer Scheune in Senzke. Dort kippte gegen 16 Uhr ein Baum auf das Dach des Gebäudes. Feuerwehrleute aus Senzke versuchten zunächst, das Holz vom Dach zu holen. Doch das gelang erst mit Hilfe der nachgeorderten Friesacker Drehleiter. Menschen waren nicht in der Scheune. Einen kleinen Tornado wollen Anwohner in Senzke am Nachmittag am Himmel beobachtet haben. Das Ergebnis des Sturmes jedenfalls deutet darauf hin. Sechs bis acht Eichen wurden an einem Radweg zwischen Senzke und Kriele umgerissen. Der Weg ist gesperrt worden, eine Spezialfirma soll das Holz zerschneiden und wegräumen, so Stefan Scharschmidt, stellvertretender Amtswehrführer Friesack. Eine Spur der Verwüstung hinterließ der Sturm auch auf der Verbindungsstraße zwischen Senzke und Haage (parallel zur B 5). Neben vielen entwurzelten Bäumen knickten dort auch sechs Telefonmasten ab. Die Leitungen wurden zerstört.[...]"

Volle Keller und entwurzelte Bäume (Märkische Allgemeine, 30.07.14)
Einsätze 2014 (Feuerwehr Amt Friesack)

Seetz (BB)

 25.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 21 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Schweriner Volkszeitung vom 27.07.2014: "Windhose bricht Äste aus mächtigen Bäumen - Ein kurzes, aber heftiges Unwetter hat am Freitagabend in Seetz aus Linden und Kastanien mächtige Äste ausbrechen lassen. Zwei Dächer wurden beschädigt. Bewohner sagen, so kann es mit den Bäumen nicht weitergehen. Es ist kurz nach 21 Uhr. Eine Wolkenfront zieht auf Seetz zu. Der Himmel wird fast schwarz. Es gießt. Sturm kommt auf. Eine Windhose fegt durch die Lindenallee. ?Nach drei Minuten war alles schon wieder vorbei?, erzählt Hans-Joachim Mundt. Aber diese paar Minuten haben gereicht. Aus den mächtigen Linden am Straßenrand und auch aus den Kastanien dort sind große Äste ausgebrochen. ?Ich hatte Glück, an meinem Haus ist nichts passiert?, sagt Mundt. Nachbarn hatten weniger Glück. Bei Familie Christiansen sind Äste der gegenüber wachsenden Kastanie auf die Dachecke geflogen, haben sie und den Zaun demoliert. An einem anderen Haus hat ein Lindenast das Dach durchschlagen. Auch Doris Gadow ist froh: ?Mein Haus steht nicht direkt an der Straße. Da kann dann vielleicht nicht so viel passieren.? [...]"

Windhose bricht Äste aus mächtigen Bäumen (Schweriner Volkszeitung, 27.07.14)

Fehrbellin (BB)

 12.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 14 Uhr MESZ. Ort sehr unsicher. Beobachtung eines möglichen Tornados durch Norbert Rupsch: "Ich bin am Samstag mit dem ICE 691 um 13:48 ab Berlin-Spandau nach Braunschweig gefahren. Ungefähr als wir den Berliner Ring passiert haben, tauchten wir in eine Regenwand ein. So gegen 14 Uhr kamen wir wohl wieder raus. Gen Norden sah man nun eine weitere Zelle, aus der ein konus-schlauchartiges, undurchsichtiges Gebilde herausragte. Dieses hielt sich in veränderter Form mehrere Minuten. Da immer wieder Bäume und Lärmschutzwände im Weg waren, konnte ich keine Fotos machen. Eine Rotation aus dem fahrenden Zug auszumachen, war auch eher unmöglich. Ich habe deswegen keine Meldung abgegeben. Momentan gehe ich aber davon aus, dass es sich um einen Tornado handeln könnte. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt freie Sicht, um einen Bodenkontakt feststellen zu können. Das Auflösestadium hatte keinerlei Ähnlichkeit mit einem rope-out, sondern eher zog sich der mögliche Trichter in die Mutterwolke zurück. Dann verlor ich den Blickkontakt."

Bendelin (BB)

 10.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Mehrere Bäume in 19339 Plattenburg, Ortsteil Bendelin, umgestürzt, Augenzeugen sollen einen Tornado beobachtet haben.
Juni

Vehlefanz (BB)

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 11.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:40 Uhr MESZ, Dauer: ca. 3 Minuten. Beobachtung einer kurzen Funnelcloud von Vehlefanz aus in Richtung Osten.

Funnelcloud bei Vehlefanz
Mai
April

Templin (BB)

 18.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud: "Gegen 19:50 Uhr war dies am Himmel in Templin (Brandenburg) zu beobachten, zuvor war ein sehr dünner Trichter, der wahrscheinlich Bodenkontakt hatte, zu erkennen. Leider habe ich das nicht mehr auf der Handykamera auffangen können, weil ich das zu spät gesehen habe und es nur ein paar Sekunden dauerte. Leider gab es keine Informationen oder Bestätigungen in der Zeitung. Gesehen habe ich einen weißen ungeraden Strich, der nach unten ging, er löste sich schnell von unten nach oben wieder auf. Hatte keine Chance ihn rechtzeitig auf Bild zu festzuhalten. Ich weiß allerdings nicht, wie lange das zusehen war, weil ich dieses ja durch Zufall entdeckte. Das ganze war in nördlicher Richtung zu sehen, es zog von Westen her nach Osten. Erzählt wurde mir auch, dass es am Stadtrand etwas stürmisch war, aber nicht in der Innenstadt Templins."
Oktober

Graustein (BB)

 12.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 15.10.2013: "Ein Bild der Verwüstung bietet sich derzeit in einem Waldstück bei Graustein. Der herbstliche Gewittersturm vom vergangenen Wochenende hat im Wald nahe der B 156 zu solch starken Windböen geführt, dass dort massenhaft Bäume entwurzelt oder wie ein Streichholz einfach abgeknickt wurden. "So etwas hab' ich noch nicht gesehen. Das ist schlimmer als damals beim Sturm Kyrill in unserer Gegend", sagt Klaus Feier aus Graustein. Der 63-Jährige ist einer der Eigentümer der beschädigten Waldstücke und war am Montag mit dem Aufräumen beschäftigt. An insgesamt drei Stellen beiderseits der Bundesstraße wütete der Sturm vom Samstag wie ein Mini-Tornado. "Rund 3,6 Hektar Wald sind von den Zerstörungen betroffen", informiert Revierförster Hendrik Nadolski. Gegenwärtig ist auch der Radweg entlang der B 156 auf hundert Metern nicht passierbar."

Verdachtsfall Graustein (Skywarn)
Tornado verwüstet Waldstück bei Graustein (Lausitzer Rundschau, 23.10.13)
August

Paulinenaue (BB)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Oderzeitung vom 06.08.2013: "Wegen eines Oberleitungsschadens auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg nahe Nauen ist seit Dienstagnachmittag der Fernverkehr für ICE- und Intercity-Züge gesperrt. Auch der Regionalverkehr ist unterbrochen. Ursache dafür ist laut Angaben der Bahn ein Unwetter gewesen. Reisende in Richtung Hamburg mussten und müssen bis zum Mittwochmorgen mit erheblichen Verspätungen und Umleitungen rechnen. So hatte am Dienstag zwischen Nauen und Paulinenaue eine Windhose Bäume entwurzelt, die auf die Gleise stürzten. Mit schwerem Gerät mussten den Angaben zufolge zunächst die Gleise befreit werden, ehe ein Betriebwagen eingesetzt werden konnte, um die an mehreren Stellen beschädigten Oberleitungen durch Techniker der Deutschen Bahn wieder instandzusetzen. Die Arbeiten dauern dem Vernehmen nach noch an."

Verdachtsfall Paulinenaue (Skywarn)
Windhose legt Bahnverkehr lahm (Märkische Oderzeitung, 06.08.13)
Windhose tobte im Havelland (Märkische Allgemeine, 07.08.13)

Jeserig (BB)

 03.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 03.08.2013: "Im Landkreis Potsdam-Mittelmark entlud sich ein heftiges Gewitter und brachte neben starkregen vor allen Dingen heftige Windböen. Im Bereich von Jeserig östlich von Brandenburg muss zudem ein Tornado über das Land gefegt sein. Die Zerstörung jedenfalls deutet daraufhin - möglich ist aber auch ein Down-Burst, ein sehr kräftiger Fallwind im Verlauf eines Gewitters. Hunderte Bäume insbesondere auf einer Landstraße waren wie Mikadostäbe in alle Richtungen umgestürzt - auf einer Strecke von mehreren hundert Metern. Die großen Stämme stapelten sich kreuz und quer über der Fahrbahn, ein Auto war sogar unter den Bäumen begraben worden, der Fahrer kam aber mit dem Schrecken davon. Die Feuerwehr musste Unterstützung eines Radladers anfordern, um der Lage Herr zu werden und brauchte schließlich über fünf Stunden, um die Straße zumindest notdürftig frei zu bekommen. An Häusern in Jeserig deckte der Sturm Dächer ab. Angaben über Verletzte gibt es noch nicht. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war am 2. August 2012 bereits ein Tornado über den selben Ort gezogen und hatte ebenfalls viele Bäume umgerissen und weitere Schäden hinterlassen."

Verdachtsfall Jeserig (Skywarn)
03.08.2013 Tornadoverdachtsfall Jeserig (Stormchaser Brandenburg)
Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Galerie: Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Einsatz 54 / 2013 ? 18:47 bis 23:00 Uhr (Feuerwehr Niemegk)

Medewitz (BB)

 03.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 04.08.2013: "Ein Unwetter hat an der Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt zu erheblichen Schäden an einer Bahn-Oberleitung geführt. Etwa 120 Bahnreisende blieben am Samstagabend auf der Strecke Berlin - Dessau hinter Medewitz (Potsdam-Mittelmark) stecken, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag mitteilte. Sie seien mit Taxen weiterbefördert oder nach Berlin zurückgebracht worden. Nach Angaben der Bahn waren bei einer Gewitterfront mit Windhose Gegenstände durch die Luft gewirbelt und Bäume beschädigt worden. Das habe zu einem Kurzschluss geführt. Die Oberleitung sei auf einer Länge von etwa 200 Meter beschädigt worden, sagte ein Bahnsprecher. Sechs Regionalzüge seien teilweise ausgefallen." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Medewitz (Skywarn)
Windhose beschädigt Oberleitung (Mitteldeutsche Zeitung, 04.08.13)
Windhose bringt Bahn zum Stillstand (Märkische Allgemeine, 04.08.13)
Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Galerie: Hunderte von Bäumen werden umgerissen (NonstopNews, 03.08.13)
Juni

Schönwalde bei Lübben (BB),
Krausnick (BB)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 02.07.2013: "Nach dem Sturm bleibt Brennholz - Waldbesitzer sind beim Aufräumen in den Revieren Schönwalde und Krausnick. Schönwalde/Krausnick In der Oberförsterei Luckau gehen immer noch Schadensmeldungen zum Juni-Sturm ein, eine genaue Bilanz liegt bisher nicht vor. Doch in den Forstrevieren laufen die Aufräumarbeiten. Örtlich unterschiedlich stark sind die einzelnen Waldflächen betroffen. Auch das Revier Schönwalde von Forstoberinspektor Christian Göhler ist von dem Sturm, der am 20. Juni in den Abendstunden wütete, stark betroffen. "Die Informationen kommen so nach und nach", stellt er fest. Von rund 3000 Festmeter Sturmholz geht er inzwischen aus. Bei seinen Fahrten durchs Revier entdeckt er oft noch vor dem Waldbesitzer den Schaden. Doch die Reviere sind seit der Forstreform vor anderthalb Jahren noch größer geworden. Ähnlich geht es seinem Kollegen Waldfried Niechciol im Revier Krausnick. Mit einem Schaden von rund 500 bis 600 Festmeter rechnet er. "Es sind viele Einzelbrüche dabei. Wir versuchen die Eigentümer zu erreichen", stellt auch er fest und fordert die Waldbesitzer auf, sich mit den Revierförstern in Verbindung zu setzen. Dann können sie den Einsatz der Technik koordinieren und bündeln. Teilweise kann mit dem Harvester gearbeitet werden, doch auch Handarbeit ist angesagt. "Wir machen den Eigentümern Vorschläge", sagt Christian Göhler. Im Privatwald, der den größten Teil seines rund 3650 Hektar großen Reviers ausmacht, sind sie selbst für die Beräumung der Sturmschäden verantwortlich. Der Landesbetrieb Forst wird als Dienstleister tätig und arbeitet mit Fachbetrieben bei der Pflege zusammen. "Gerade das Herausschneiden von Bruchholz ist eine gefährliche Arbeit", sagt der Revierförster. Es gehört Schulung, eine entsprechende Ausrüstung ? auch für den Arbeitsschutz ? und viel Erfahrung zu solchen Einsätzen. Was aus den sturmgeschädigten Flächen herausgeholt wird, ist oft nur noch Brennholz. Für die Waldbesitzer bedeuten das erhebliche finanzielle Verluste. Was jetzt teilweise wieder aufgeforstet werden muss, können dann erst nachfolgende Generationen ernten. "Das ist der Generationenvertrag. Es geht um Nachhaltigkeit, ein Begriff, der vor 300 Jahren von einem sächsischen Bergbauingenieur geprägt wurde", erklärt Christian Göhler. "Die Waldwege sind inzwischen beräumt und wieder befahrbar", stellt Revierförster Waldfried Niechciol fest. Das ist bei trockener und wärmerer Witterung wichtig, denn die Waldbrandgefahr steigt bereits wieder ? trotzt der Niederschläge in diesem Sommer." - Aus einer Bildunterschrift in derselben Meldung: "Christian Göhler kennt in seinem Revier die Flächen, die am stärksten geschädigt wurden. In der Nähe der Schäferei Waldow verursachte eine Windhose großen Schaden auf einem dreiviertel Hektar."

Nach dem Sturm bleibt Brennholz (Lausitzer Rundschau, 02.07.13)
Foto der Schäden (Lausitzer Rundschau, 02.07.13)

Massen-Niederlausitz (BB)

 18.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 03:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 18.06.2013: "Windhose knickt in Massen viele Bäume - Massen. Eine Windhose, verbunden mit einem heftigen Regen- und Hagelguss, ist Dienstagfrüh kurz vor 4 Uhr über Massen gefegt und hat zahlreiche alte, dicke Bäume entwurzelt und starke Äste abgebrochen. ?Neun Bäume, meist Linden, lagen allein auf der Dorf- und in der Alten Poststraße und mussten von den Kameraden beseitigt werden?, sagt Thomas Paul, der stellvertretende Amtsbrandmeister, der den Einsatz geleitet hat. Dabei hatten die Massener Glück im Unglück. ?Der Sturm blies so, dass die Bäume von den Grundstücken wegfielen?, sagt Wolfgang Schiffner. Auch die parkenden Autos sind verschont geblieben. Dennoch wurden auch einige Dächer und Zäune beschädigt, bei Familie Große wurde der gesamte Dachfirst des Hauses abgetragen. ?Der ganze Spuk hat nur wenige Minuten gedauert ? so etwas habe ich in Massen noch nicht erlebt?, sagt Wolfgang Schiffner. 13 Feuerwehrleute aus dem Amt Kleine Elster waren, unterstützt von Finsterwalder Kameraden, fast zwei Stunden im Einsatz." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Ein Downburst als Ursache erscheint derzeit wahrscheinlicher.

Verdachtsfall Massen (Skywarn)
Windhose knickt in Massen viele Bäume (Lausitzer Rundschau, 18.06.13)
Mai

Grabko (BB)

 30.05.2013 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud mit Verdacht auf Tornado bei Deulowitz, im Westen von Guben. Offenbar dazugehörige Schäden wurden einige Tage später gemeldet: "Ich war heute unterwegs auf einer Straße, die durch einen Wald von Kerkwitz in Richtung Grabko führt (Gemeinde 03172 Schenkendöbern / Brandenburg), um mir die Auswirkungen eines Tornados anzusehen. Ein Bild der Verwüstung - Bäume umgenickt (große Kiefern!) oder mit den Wurzeln aus dem Boden gerissen. Augenzeugen berichteten, daß sie ein Trampolin durch die Luft fliegen sahen. Der Sturm wütete wohl nur ein paar Minuten, aber die Auswirkungen waren heftig. Nicht auszudenken, wenn es ein Wohngebiet getroffen hätte." Neben den Schäden im Wald wurde am südlichen Ortsende von Grabko ein Trampolin ca. 15 - 20 m weggetragen, Dachsteine wurden gelöst, ein Zaun eingedrückt. Der Tornado streifte ein Grundstück. Die Häuser wurden ansonsten (in Grabko) nicht beschädigt. Weiter nach Nordosten folgte freies Gelände und danach das betroffene Waldstück. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall wegen der vorliegenden Beobachtungen und des konvergenten Schadensmusters im Wald als bestätigten Tornado zu führen.

Tornadoverdacht bei Grabko
Oktober

Kloster Lehnin (BB)

 04.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 06.10.2012: "Kameraden mussten zahlreiche umgestürzte Bäume beseitigen / Lkw-Hänger von Orkanböe erfasst - LEHNIN - Der erste Herbststurm dieses Jahres hat in Lehnin einige Bäume umgekippt und auf dem Friedhof in der Lindenstraße gewütet. Feuerwehrleute aus mehreren Ortswehren von Kloster Lehnin und Männer vom Baubetriebshof hatten viel zu tun. Eine Linde durchschlug am Donnerstagnachmittag die Friedhofsmauer, fiel quer über die Fahrbahn und beschädigte ein gegenüberliegendes Wohnhaus an Dachgiebel und Zaun. In der benachbarten Puschkinstraße mussten zwei dicke Eichen, die der Sturm entwurzelt hatte, zersägt und weggeräumt werden. In Richtung Michelsdorf überlebte ein stattlicher Ahorn das Unwetter nicht. An der Belziger Chaussee mussten Pflaumenbäume dran glauben. Auch in Richtung Emstal fegte der Wind einige Äste von den Bäumen. ?Es sah chaotisch aus?, berichtet Henrik Drews, der im Autohaus Zorn arbeitet und den Baum über die Lindenstraße hat fallen sehen. ?Das Ganze war wie eine Windhose und ging ruck, zuck?, so der 23-jährige Derwitzer Feuerwehrmann, der selbst schon Sturmeinsätze hatte. ?Aber nicht so extrem.? Laut der Leitstelle in Brandenburg gab es kreisweit 29 Einsätze wegen Sturmschäden, davon im Altkreis ein Dutzend. Neben Lehnin sei die Stadt Havelsee mit am stärksten betroffen gewesen. Auf der Marzahner Chaussee bei Pritzerbe ging Donnerstagnachmittag nichts mehr. Weil eine riesige Linde auf die Landesstraße krachte, wurde die Fahrbahn voll gesperrt. Pritzerber Kameraden mussten sie freiräumen. Zwischen Weseram und Roskow erfasste eine Orkanböe einen Lkw, dessen mit Rollcontainer beladener Anhänger umkippte und mit dem Kran eines Abschleppunternehmens aufgerichtet werden musste. Feuerwehren aus Weseram und Lünow rückten aus, um ausgelaufene Betriebsstoffe zu beseitigen und bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Auch diese Landstraße war zeitweilig voll gesperrt."

Verdachtsfall Kloster Lehnin (Skywarn)
Sturm hält Feuerwehren auf Trab (Märkische Allgemeine, 06.10.12)
August

Kurtschlag (BB)

 20.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in Zehdenick, OT Kurtschlag, ca. 30 km westlich von Althüttendorf gemeldet. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 21.01.2013: "Besonders in Erinnerung geblieben dürften auch der Bevölkerung Brände am Triftweg und Prerauer Stich sowie die Windhose in Kurtschlag geblieben sein, nach der die Feuerwehrleute ?aufräumen? mussten." Die Feuerwehr Zehdenick meldete u.a. diese Einsätze "nach Sturm 14 Bäume über OV Wesendorf-Kurtschlag" und "Baum auf Haus OT Kurtschlag Dorfstr. 71".

Zehdenicker Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr 117-mal gerufen (Märkische Allgemeine, 21.01.13)

Annenwalde (BB)

 06.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: morgens. Aus einer Meldung des Nordkurier vom 06.08.2012: "Nur kurz dauert der Mini-Tornado, der von Annenwalde nach Gandenitz zieht. Danach brauchen die Helfer Stunden, um aufzuräumen. - ?Kurz, aber heftig.? Auf diese prägnante Weise beschrieb am Montag der Annenwalder Paul Hofmann das Unwetter, das über Annenwalde hinweg weiter nach Alt Placht und Gandenitz zog. Tatsächlich tobte der Sturm nur ein paar Minuten in den Templiner Ortsteilen. Augenzeugen schilderten, dass eine Windhose über den Ort hinwegfegte. Danach hatten Kameraden mehrerer Feuerwehren und zahlreiche Helfer aus den Orten mit den Aufräumarbeiten zu tun. Gleich reihenweise, wie zum Beispiel bei Gandenitz, hatte der Sturm Bäume geknickt, Bäume drohten umzustürzen, starke Äste herabzufallen. Ein ähnliches Bild bot sich den Einsatzkräften der Feuerwehr zwischen Gandenitz und Metzelthin. Alt Placht war zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. In Annenwalde hatte der orkanartige Sturm eine Schneise der Verwüstung gezogen. In der achten Stunde des Tages hatte sich das Unwetter über dem Ort zusammengebraut. ?Plötzlich war alles finster geworden. Draußen war nichts mehr zu sehen und alles, was man sich vorstellen konnte, platterte an unsere Fenster ? Regen, Hagel, Blätter, Äste?, beschrieb Petra Hofmann die bangen Minuten. Mit einer unvorstellbaren Wucht trieb der Sturm armstarke Äste über das Dach des Wohnhauses. Einige schlugen auf dem Dach ein und demolierten dabei Dachziegel sowie den Schornstein des Hauses. Wassermassen ergossen sich über den Ort. Hagelkörner lagen flächendeckend auf Straßen, Wegen und Plätzen. Überall im Ort hatte der Sturm Bäume umgeknickt beziehungsweise Äste abgerissen. ?Wir sind aber alle unversehrt geblieben?, stellte Petra Hofmann fest, die froh darüber war, in dieser Zeit nicht auf dem Weg zur Kita gewesen zu sein. Ihre Ängste waren nicht unbegründet. Ein paar hundert Meter weiter war einer der Äste an der Glashütte auf den Wagen eines Feriengastes gekracht, zerschlug die Windschutzscheibe und zerbeulte die Karosserie. Lkw und Pkw blieb von Densow aus die Zufahrt nach Annenwalde versperrt, weil der Sturm uralte Linden auf halber Höhe abgeknickt hatte. Zu dieser Zeit liefen bei den Feuerwehrleuten in Densow und Annenwalde die Pieper an. Personelle und technische Unterstützung erhielten die Annenwalder Feuerwehrleute von den Kameraden aus Templin. [...] Noch während sie dabei waren, die Baumsperren auf den Straßen zu beseitigen, ereilte die Helfer die nächste Alarmierung. Auch zwischen Lindenhof und Gandenitz hatte der Sturm mächtig viel ?Kleinholz? produziert. Mehrere Bäume lagen dort quer über der Straße. Feuerwehrleute des Ortes, der Feuerwehr Templin sowie Waldarbeiter und Helfer legten Hand an, um sie zu beseitigen. Zeitweise war keine der Zufahrten nach Alt Placht passierbar. Zwischen Gandenitz und Metzelthin beseitigten Feuerwehrleute aus Klosterwalde und Herzfelde rund 20 Baumsperren, informierte Gerd Stahlberg, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Templin. Bis in die Abendstunden waren Feuerwehrleute damit beschäftigt, Straßen und Wege befahrbar zu machen, so Gerd Stahlberg. Für heute stehen weitere Arbeiten an."

Verdachtsfall Annenwalde (Skywarn)
Sturm zieht Schneise der Verwüstung (Nordkurier, 06.08.12)

Jeserig (BB),
Schlalach (BB)

 02.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 04.08.2012: "Am Donnerstag, gegen 20 Uhr, hat ein Unwetter die Region gestreift und im Niederwerbiger Ortsteil Jeserig ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Eine Windhose war in nur wenigen Minuten durch das Dorf gezogen und ließ dicke Bäume wie Streichhölzer umknicken. Vereinzelt flogen Dachsteine durch die Luft, unter anderem von Nichelmanns Scheune und vom Torhausbau des Kinderheimes ?Villa Waschbär?. Menschen wurden nicht verletzt. Der Naturgewalt fielen etliche Bäume am Teich beim Grundstück von Malermeister Frank Dommenz und entlang der Landesstraße 85 zwischen Nichel und Linthe zum Opfer. Auf der Kreisstraße von dort nach Schlalach fiel unter anderem eine Pappel auf eine Trafostation des Energieversorgers Eon-Edis-AG. Dies führte zum Ausfall der Stromversorgung. Teile des Straßendorfes waren nach Angaben von Bewohnern bis gestern Morgen, 3.30 Uhr, ohne Licht. ?Erst hagelte es, Augenblicke später flogen Alustühle und eine Bank am Fenster vorbei. Dann wurde es dunkel?, berichtete Christian Nitschke in Jeserig. [...]" - Wahrscheinlich handelte es sich um einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Jeserig, Schlalach (Skywarn)
Windhose wütete in Jeserig (Märkische Allgemeine, 04.08.12)
Unwetter: Noch immer Dachschäden (Märkische Allgemeine, 09.08.12)
Juni

Wegendorf (BB),
Wesendahl (BB)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: nachts gegen 2 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkischen Oderzeitung vom 01.07.2012: "Altlandsberg (MOZ) Vermutlich eine Windhose hat in der Nacht zum Sonnabend an der Chaussee Wegendorf-Wesendahl großen Schaden angerichtet. Die Kronen zahlreicher Alleebäume seien dabei stark geschädigt, ausgebrochen, Wipfel auf die Straße und teils 50, 60 Meter weit aufs Feld geschleudert worden, sagte Stadtwehrführer Sebastian Nestroy auf MOZ-Nachfrage. Zwischen 2.30 und 9 Uhr waren die Feuerwehren aus Altlandsberg, Wegendorf und Wesendahl ununterbrochen im Räumeinsatz. Auch am Sonnabend waren noch Einsätze bei Gielsdorf, Buchholz und im Barnim nötig." Eine Untersuchung der Schäden zeigt, dass von einem Tornado auszugehen ist.

Verdachtsfall Wesendahl (Skywarn)
Sechsstündiger Wehr-Einsatz (Märkische Oderzeitung, 01.07.12)

Ahrensfelde (BB)

 21.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer mutmaßlichen Trichterwolke. Radarechos gab es keine. Fotos liegen vor.

Neu Premslin (BB)

 18.06.2012 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Das Dach einer Geflügelfarm in der Hagenstraße in Neu Premslin (Karstädt) wurde abgedeckt, angrenzende Straßen durch große Bäume blockiert. Der mutmaßliche Tornado zog von Südsüdwest in Richtung Nordnordost. (Quelle: ESWD)
September

Boltenhof (BB)

 08.09.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 17:36 und 17:42 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 17.01.2012: "Als am 8. September anscheinend eine Windhose aus Richtung Bredereiche in Richtung Boltenhof gezogen war und in einer Schneise wohl mehr als 100 Bäume weggerissen hatte, standen der Blumenower Feuerwehr die Ortswehren aus Bredereiche und Fürstenberg helfend zur Seite." Eine Schadenanalyse vor Ort ergab, dass die vorgefundene Schneise, die Fallrichtungen der Bäume innerhalb der Schneise und aufgetretene Verfrachtungen eindeutig für einen Tornado als Ursache sprechen.

Blumenower Feuerwehr zog Jahresbilanz 2011 (Märkische Allgemeine, 17.01.12)
August

Johannismühle (BB)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Thüringer Allgemeinen vom 26.08.2011: "Windhose fällte in Johannismühle mindestens 35 Bäume - ZOSSEN - Mit einer Geschwindigkeit von 96 Stundenkilometern fegten Sturmböen über Baruth. Das hat die automatische Wetterstation im Urstromtal gemessen. Der Süden des Altkreises Zossen war von dem Unwetter in der Nacht zum Donnerstag besonders betroffen. Im Wildpark Johannismühle fällte eine Windhose mindestens 35 Bäume. 70 Jahre alte Robinien wurden entwurzelt. Tiere und Gehege kamen wie durch ein Wunder nicht zu Schaden. Allerdings ist die Unterkunft der Enten zerstört. Wildparkchef Frithjof Banisch: ?Wir haben einige Wege für die Besucher gesperrt. Dort besteht die Gefahr, dass noch Äste herabstürzen. Mehrere Kilometer Wege sind ausgespült.? Eine besonders lange Nacht liegt hinter den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Baruth, die von Mittwochabend bis Donnerstagnachmittag im Einsatz waren. So mussten umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zwischen Baruth und Golßen, in Radeland, zwischen Groß Ziescht und Damsdorf, in Groß Ziescht, zwischen Paplitz und Mückendorf, zwischen Dornswalde und Glashütte beiseite geräumt werden. Im Baruther Amselweg lief ein Keller voll."

Verdachtsfall Johannismühle (Skywarn)
Windhose fällte in Johannismühle mindestens 35 Bäume (Märkische Allgemeine, 26.08.11)

Wittwien (BB)

 11.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 14:41 Uhr MESZ. Mögliche Funnelbeobachtung von Zechlinerhütte aus in Richtung Wittwien. Dazu der Beobachter: "Ich habe heute während der Ortsdurchfahrt durch Zechlinerhütte in Richtung SO einen gut ausgeprägten Wolkentrichter gesehen. Einen Funnel halte ich für sehr plausibel, wenngleich ich während des Fahrens und der Entfernung zum Objekt von ca. 3 bis 4 km Rotation nicht hätte erkennen können (sonst wäre es ein klarer Fall). Das Objekt schlängelte sich wie ein leichtes "S". Wolke-Boden-Distanz ca. 20 bis 25%. Der Trichter knickte im untersten Teil horizontal ab, sodass ich Bodenkontakt für sehr unwahrscheinlich halte. Die Gegend ist stark bewaldet, was eine weitere Verfolgung der Beobachtung unmöglich machte. Nach ca. 5 Minuten war ich in Rheinsberg mit freier Sicht nach Richtung Nordost, wobei der untere Cumulus-Ansatz noch erkennbar, der Wolkentrichter jedoch nicht mehr vorhanden war."

Großbeeren (BB)

 08.08.2011 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 12:45 Uhr MESZ. Meldung eines Tornados: "Von meinem Büro in Großbeeren habe ich einen sehr guten Blick über eine weite Fläche. Wir sitzen in einem Industriegebiet mit mehreren Lagerhallen. Gegen 12.45 Uhr zog sich der Himmel dunkel zu, es gab tief herunter hängende Wolken, die sehr bedrohlich aussahen. Ich ging ans Fenster, um mir das Spektakel näher anzusehen. Plötzlich kam von links eine Windhose, die große Gegenstände vom Dach schleuderte. Es handelte sich dabei um große Holzplatten und ähnliche Dinge. Sie beschädigten mehrere Autos. Die Windhose hat auch ein Motorrad umgeworfen, wo ein großer Sachschaden entstand. Ich konnte sehen, wie sich kleinere Gegenstände hoch und runter im Kreis drehten. Die Windhose hatte eine Power, das war unglaublich."

Verdachtsfall Großbeeren (Skywarn)

Paulinenaue (BB)

 04.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:40 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt: "Ich befuhr am besagten Tag die Kreisstraße von Berge in Richtung Paulinenaue. In höhe des Flugplatzes Bienenfarm (unmittelbarerer Nähe der Bahnstrecke Berlin - Hamburg) fiel mir linksseitig eine komisch wirkende Struktur auf. Da die Straße von Bäumen in diesem Bereich umgeben ist, konnte ich erst nicht erkennen, um was es sich handelt. Bei meiner Weiterfahrt in Richtung Paulinenaue war dann folgendes zu erkennen: Paulinenaue lag am Rand der Gewitterzelle, die überwiegend nördlich vorbei zog. Ich konnte beobachten, wie sich mehrere Wolkenfetzen lösten und immer weiter in Richtung Erdboden zogen. Diese "Wolkenfetzen" verdichteten sich darauf und reichten sehr weiter herunter. Sie verwirbelten stark. Dies war in einem nur sehr eng begrenzen Bereich der Fall. Auch an der Wolkengrenze konnte man eine starke Rotation beobachten. Für mich war nicht eindeutig zu erkennen, ob sich die "Windströmung" bis zum Boden fortsetzte, es sah jedoch sehr dannach aus. Eine Art Schlauch bildete sich, jedoch konnte man dauerhaft durch diese Erscheinung blicken, da es ausschließlich um Wolkenfetzen handelte, jedoch relativ verdichtet. Das Ereignis löste sich nach wenigen Minuten, ich schätze max. 2 Minuten wieder auf. Fotos konnten keine gemacht werden. Ich würde das Ereignis im Bereich "Funnel" einordnen (Bodenkontakt fraglich, Schäden nicht bekannt da es sich um ein Feld/Waldreiche Gegend handelt). Das Ereignis müsste im Bereich Paulinenaue/ Pessin / B5 gewesen sein."

Evtl. Funnel nordwestlich von Berlin (WZ-Forum)
Juni

Petershagen / Eggersdorf (BB)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Windhose in Medienmeldungen in Zusammenhang mit Sturmschäden in der Uckermark genannt. Aus einer Meldung des rbb vom 07.06.2011: "Auch in Brandenburg hielt das Unwetter die Feuerwehr in Atem, insbesondere im Nordosten des Landes. So überfluteten Schlammmassen die Dorfstraße in Petershagen (Uckermark). Durch eine Windhose wurde das Dach eines Einfamilienhauses komplett abgetragen." Ein Tornado ist in diesem Fall eher unwahrscheinlich.

Unwetterschäden in der Region ( rbb , 07.06.11)
Mai

Dossow (BB)

 31.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 03.06.2011: "Windhose schlug Scheise durch den Wald" - Die Windhose soll eine Schneise in das Waldgebiet bei Dossow (südl. von Wittstock) geschlagen haben. Die Breite der Schneise wird mit 50 Meter angegeben.
Juli

Neu Boston (BB)

 17.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Aus einer Meldung der Märkische Oderzeitung vom 19.07.2010: "Windhose zog durch das Maislabyrinth - Storkow (moz) [...] Üppig gewachsen, aber umgeknickt: Quer durch das Maislabyrinth ist in der Nacht zum Sonnabend eine Windhose gezogen. [...] Trotzdem mussten Landrat Manfred Zalenga und viele Besucher, die extra wegen der offiziellen Eröffnung des Maislabyrinths am Sonnabend nach Neu Boston gekommen waren, mit langen Gesichtern wieder abziehen. Den Strich durch die Rechnung hatten die Gewitter der vorangegangenen Nacht gemacht. ?Eine Windhose ist quer durch das Feld gezogen?, bedauerte Vereinschefin von Lollypop, Evelin Beier. Viele Pflanzen seien umgeknickt. ?Wenn wir Glück haben, werden sie sich in ein, zwei Tagen wieder aufrichten. Sobald die Wege wieder begehbar sind, machen wir es ohne Eröffnungszeremonie auf?, verspricht sie. Eingeweiht werden konnte aber ein neues Eingangstor."

Windhose zog durch das Maislabyrinth ( Märkische Oderzeitung, 19.07.10)

Brandenburg an der Havel (BB)

 12.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ. Aus einer Meldung bei LocalXXL am 13.07.2010: "Am heutigen Tage fegte gegen 16,10 Uhr ein Tornado über den Gördensee.Meine Frau und meine Tochter waren zu dieser Zeit dort um zu Baden. Innerhalb von wenigen Minuten verwandelte sich der Badestrand in ein Chaos aus Sturm und aufwirbelndes Wasser im See. Die Badegäste hatten Mühe aus dem Wasser zu kommen und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Kleinkinder und Hunde wurden von dem Sturm einfach umgeworfen. Mit Mühe konnte meine Familie dem plötzlichem Chaos entfliehen. Ich selbst war mit dem Auto aus Richtung Weseram nach Brandenburg unterwegs und konnte eine dunkle Wolke in Richtung Brandenburg beobachten die einen Rüssel in Richtung Erdboden mit sich führte. Mein Erster Gedanke war das ist ein Tornado. Der Gedanke war richtig. Nur konnte ich nicht wissen das meine Familie davon betroffen war. Ich kannte solche Bilder bisher nur aus Filmen. Nach Aussagen meiner Frau brach Panik am Gördensee aus.Das Wasser verfärbte sich plötzlich bräunlich und Nebel bildete sich an der Wasseroberfläche. Es Regnete Tropfen in XXL Grösse."

Verdachtsfall Brandenburg an der Havel (Skywarn )
Tornado am Gördensee ( LocalXXL, 13.07.10)

Kietz (BB),
Kleßen (BB)

 11.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15:00 und 16:00 Uhr MESZ. Ein eng begrenztes Sturmereignis trat innerhalb einer Schneise vom Unterlauf des Mühlenrhins bei Kietz bis hin zum Kleßener See auf. In den Medien wurde über eine Windhose berichtet, die am See auf einem Campingplatz einige Schäden angerichtet hatte. - Zu den Schäden bei Kietz aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 11.11.2011: "Unterlauf des Flusses wurde beräumt / Arbeiter holten fünf Weidenbäume aus dem Wasser - KIETZ - [...] Mitarbeiter des Verbandes haben den Fluss in den letzten Wochen beräumt. Dazu waren sie unter anderem mit einem Seilboot im Einsatz. Allein fünf große Weidenstämme wurden aus dem Fluss geholt, die zuvor den Wasserfluss maßgeblich behinderten. Dazu wurden die Uferbereiche beräumt. Von Land aus gibt es noch einiges zu tun. Die Arbeiten sollen demnächst erledigt werden. Für das Chaos im Unterlauf des Mühlenrhins hat Jachmann zufolge vor allem eine Windhose gesorgt, die im Sommer vergangenen Jahres durch die Region fegte. Dabei seien die Bäume umgeknickt und in den Fluss gefallen. [...]" - Beschreibungen eines Beobachters vor Ort lassen dagegen eher auf einen Downburst schließen.

Verdachtsfall Kleßen ( Skywarn)
Tsunamiwelle und Windhose bedrohten Badegäste ( Die Mark Online, 12.07.10)
Im Mühlenrhin ist endlich wieder Platz für große Fische ( Märkische Allgemeine, 11.11.11)
Synoptik einer Downburst-Lage (Fallbeispiel 11.07.2010) ( WZ-Forum)
Juni
Mai

Mühlberg / Elbe (BB)

 24.05.2010 / Stärke (F1) Bestätigt
Oktober

Oranienburg (BB)

 08.10.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Schäden, nach Medienberichten durch eine Windhose. Dazu aus einer Meldung von n-tv vom 08.10.2009: "Im brandenburgischen Oranienburg fegt eine Windhose durch eine Wohnsiedlung. Auf einer Breite von etwa 20 Metern werden Baumkronen abgerissen und stürzen auf die Bungalows. Ein Festzelt wird komplett zerlegt. Die Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun."

Verdachtsfall Oranienburg (Skywarn)
Windhose rasiert bei Oranienburg Baumkronen (Web.de Video)
Starkregen über 15 Minuten (n-tv, 08.10.09)
Windhose wütet in Oberhavel (Märkische Allgemeine, 09.10.09)
Juli

Seddin bei Potsdam (BB)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung des Prignitzers vom 13.08.2009: "Wolfshagen/Seddin. Schwere Schäden haben die unwetterartigen Stürme Ende Juli auch in der Nähe von Seddin verursacht. Allein im Forst der Kirchengemeinde Seddin müssen mehr als 150 Festmeter Holz aufgearbeitet werden. "Der Sturm muss eine enorme Kraft gehabt haben. Denn zum Teil wurden die Kieferkronen herausgebrochen, sind Stämme auf halber Höhe abgedreht worden", zeigt Revierförster Eckhardt Kakstein. An einigen Stellen hat es große Eichen erwischt. [...] Die heftige Windhose "zog an Seddin vorbei, hier durch den Wald, über die Wiese an Hellburg vorbei und lief dann auf den Wiesen aus", beschreibt Kakstein das Unwetter. So haben auch große freistehende Eichen den Sturm nicht überstanden."
Juni

Wesendahl (BB)

bild
 01.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 19:17 Uhr MESZ. Tornadobeobachtung von Berlin-Wartenberg aus in Richtung in Richtung Ahrensfelde (Osten). Da der Fall Wölsickendorf mehr als 30 Kilometer entfernt liegt und dieser Funnel erst ab 19:17 Uhr beobachtet wurde, dürfte es sich um einen weiteren Fall handeln.

Tornadobeobachtung in Berlin-Wartenberg

Wölsickendorf (BB)

bild
 01.06.2009 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 19:05 bis 19:10 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung von verschiedenen Orten aus, Schäden in Wölsickendorf an Dächern und Bäumen.

Tornado in Wölsickendorf
Tornado in Wölsickendorf (Skywarn)
Tornado über Brandenburg (Spiegel Online, 02.06.09)
Schadensanalyse zum Tornado von Wölsickendorf (WZ-Forum)
Twister über Brandenburg (BZ, 02.06.09)
Tornado über Brandenburg (Newsbüro, 02.06.09)
Hagel bis Tornado (Märkische Oderzeitung, 03.06.09)
Weiteres Foto des Tornados (Sächsische Zeitung, 11.06.09)

Auch in Polen wurde an diesem Tag ein Tornado beobachtet:
Tornado - 1.06.2009 /okol.Starzawy Rybnej (Skywarn Polska)
Mai

Zachow bei Nauen (BB)

 08.05.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Prignitzers vom 11.05.2009 zu einem Verkehrsunfall nahe Zachow: "Als die Polizei den schweren Unfall aufnahm, mussten die Beamten gegen 21.20 Uhr zeitweise in ihr Dienstfahrzeug flüchten - die aufkommenden Sturmböen waren so stark, dass sie leichtes Spiel mit den Beamten hatten. Der Horizont verdunkelte sich rasch und eine Windhose über dem nahen Acker sorgte für eine riesige Staubwolke."

Tornadoverdacht bei Zachow (Skywarn)
Motorradfahrer starb an Unfallstelle (Der Prignitzer, 11.05.09)
Oktober

Marienthal (BB)

 01.10.2008 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Schäden während des Durchzugs einer Gewitterfront in einem engen, ca. 4 km langen Bereich nahe Marienthal. Nach Analysen ist von einem Tornado auszugehen.

Tornado bei Marienthal ( Skywarn)
Juli

Hänchen (BB)

 25.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:40 Uhr MESZ. Der Kolkwitzer Ortsteil Hänchen liegt nur wenige Kilometer südwestlich der Stadt Cottbus. Dazu aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 29.07.08: "Windhose über Hänchen gefegt - Durch Unwetter Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt. Gerd Hennig konnte sich in Hänchen gerade noch in seine Waschküche retten, dann gab es einen mächtigen Knall. Die mehr als 18 Meter große prächtige Blautanne, im Jahr 1963 gepflanzt, krachte auf das Nebengebäude. "Ich habe gesehen, wie die Krone durch die Luft gewirbelt wurde, dann habe ich schnell die Tür geschlossen", sagt der 68jährige. Der Rentner vermutet, dass es eine Windhose gewesen ist, die am späten Freitagnachmittag über sein Grundstück gefegt war." Betroffen waren in Hänchen vor allem die Pappelallee und die Mittelstraße, wo ein Baum auf ein Haus fiel.

Freiwillige Feuerwehr Kolkwitz)

Gallinchen (BB)

 12.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 29.07.08 zum Fall Hänchen (25.07.08) soll eine Windhose aufgetreten sein: "Zwei Wochen vorher soll eine Windhose durch den Cottbuser Ortsteil Gallinchen gefegt sein." Dazu aus einer Meldung der Feuerwehr Cottbus: "Zu acht Wetterbedingten Einsätzen wurde die Cottbuser Feuerwehr gerufen. Mehrere Bäume wurden im Stadtgebiet entwurzelt."

Wainsdorf (BB)

 10.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des rbb: "Windhose überraschte Wainsdorf - Heftiger Regen und Windböen sind noch bis in die Nacht hinein möglich. Bisher verlief es glimpflich. Nur Wainsdorf bei Elsterwerda hat es härter erwischt. Eine Windhose tobte dort über die Dächer. Der Schrecken steckt ihnen noch in allen Gliedern: Innerhalb von 15 Minuten waren durch ihre Wainsdorfer Gehöfte in der Nacht zwei Windhosen getobt. Sie hatten die Dachteile der Nebengebäude auf den Hof und in die Nachbarschaft geschleudert. Erste Aufräumarbeiten 16 Stunden später. Bisher ist noch niemand aufgetaucht. Nicht die Feuerwehr, nicht die Versicherung."

Tornadoverdachtsfall Wainsdorf ( WZ-Forum)
Tornadoverdacht Wainsdorf/SN 10.7.08 ( WZ-Forum)
Windhose überraschte Wainsdorf ( rbb, 11.07.08)
Windhose in Wainsdorf ( Lausitzer Rundschau, 12.07.08)
Windhose jagt durch Wainsdorf ( Lausitzer Rundschau, 13.07.08)
Juni

Marienthal (BB)

bild
 07.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mittags. Eine Cumuluswolke schoss zuerst senkrecht nach oben, kippte kurz danach und breitete sich fast waagerecht aus. Gleichzeitig kondensierte eine Funnelcloud unterhalb dieses Gebilde aus und rotierte sichtbar.

Funnelbeobachtung bei Marienthal ( Skywarn)
März

Kienitz (BB)

bild
 31.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Monat März, das genaue Datum ist nicht bekannt. Dieser Funnel wurde über dem Oderbruch beobachtet und gefilmt, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornado im Bruch ( MyVideo)
September

Großderschau (BB)

 28.09.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:00 Uhr und 20:30 Uhr MESZ. Am Rande von Großderschau wurden innerhalb einer Schneise Bäume entwurzelt oder gebrochen und einzelne Dächer beschädigt.

Tornadoverdacht Großderschau (Skywarn)
August

Eberswalde (BB)

bild
 11.08.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Fotos und ein Video zeigen ein schlauchartiges Gebilde östlich des Flugplatzgeländes und damit am Südrand von Finow - Eberswalde während des CCC-Communications-Camp in Finowurt. Über Schäden ist aber nichts bekannt.

Tornadoverdacht Finow (Skywarn)
Juli

Schwedt / Oder (BB)

 17.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früh morgens. Nach einer Meldung der Märkischen Oderzeitung vom 17.07.07 soll ein Tornado aufgetreten sein: "Ohne Vorwarnung vom Wetterdienst traf offenbar ein Mini-Tornado am Dienstagmorgen die Schwedter. Eine Art Windhose raste nach derzeit vorliegenden Augenzeugenberichten auf relativ schmaler Front von der Bushaltestelle Am Waldrand über die Bundesstraße 166 zur Straße F. Der Mini-Tornado brach eine Schneise der Zerstörung. Bäume knickten, andere wurden geköpft. [...] Auf ungefähr 200 Meter Breite lagen Bäume, Baumkronen und Äste auf der B 166. Sie war nach Polizeiauskunft etwa eine halbe Stunde gesperrt." Allerdings wird auch berichtet, dass an einer Stelle der B166 (kann auch woanders gewesen sein) extrem starker Regen auftrat.

Tornadoverdacht Schwedt (Skywarn)
Mini-Tornado köpft Bäume (Märkische Oderzeitung, 17.07.07)
Juni

Bergsdorf (BB),
Häsen (BB)

 15.06.2007 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 16:30 und 17:30 Uhr MESZ. Innerhalb einer von Südwest nach Nordost verlaufenden Schneise traten im Bereich Neulöwenberg - westlich Bergsdorf - Zehdenick Schäden auf. Hier sind viele Bäume umgestürzt, auch Schäden an Gebäuden und an einer Freileitung sind vorhanden. Ein Anwohner berichtet von einer rotierenden Wolke. Der Tornado konnte durch die Schäden nachgewiesen werden.

Verdachtsfall Bergsdorf, Häsen (Skywarn)
Mai

Groß Dölln (BB)
[Region: Döllnsee]

 29.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:40 Uhr MESZ. Vom Hotel Döllnsee an der Grenze der beiden Kreise Uckermark und Barnim aus wurden zwei Funnel in südöstlicher bis östlicher Richtung beobachtet und gefilmt. Beide Schläuche reichten sehr weit hinab und Bodenkontakt ist wahrscheinlich. Über Schäden ist nichts bekannt. Das Hotel befindet sich am nordwestlichen Ende des Großdöllner Sees im Norden Brandenburgs.

Tornadoverdacht bei Dölln

Forst (Lausitz) (BB)

 29.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:40 bis 15:45 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 30. Mai 2007 (Titel: "Unwetter halten Helfer in der Lausitz in Atem") soll eine Windhose aufgetreten sein: "Über Forst (Spree-Neiße) tobte eine Windhose mit schwerem Hagel. Bei dem Sturm wurden 30 Neuwagen seines Autohauses von Hagelkörnern zerbeult, wie Betriebsleiter Günter Kochan berichtete. Regional begrenzt fielen kurzzeitig der Strom und das Fernseh-Kabelnetz aus." und weiter "... von Gauben seien heruntergekommen. In der Cottbuser Straße lagen tote Tauben. «Ich war nervös», gibt Rainer Hoffmann angesichts der Windhose, die er in nördlicher Richtung mit der Kamera festhielt, zu. «Wenn es hier herkommt, dann schnapp die Katzen, und wir rennen in den Keller»"

Verdachtsfall Forst (Skywarn)
28/29.05.2007 - Forst (Lausitz, Brandenburg) (Stormchaser-Europe-Forum)
Hagelsturm über Forst (Lausitzer Rundschau, 30.05.07)
Millionen-Schaden nach Hagelschauer (Lausitzer Rundschau, 28.12.07)

Lauchhammer (BB)

 12.05.2007 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 16:05 und 16:10 Uhr MESZ. Ein schwacher Tornado wurde neben der Bundesstraße B169 westlich von Lauchhammer an der Kreisgrenze auf einem Feld beobachtet. Der sichtbare Trichter reichte nicht bis zum Boden, es wurde aber deutlich Staub aufgewirbelt.

Bönitz (BB)

 07.05.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 23:47 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau soll eine Windhose aufgetreten sein: "Bei einer Windkraftanlage an einer Ortsverbindungsstraße der B 183 bei Wahrenbrück (Elbe-Elster) ist in der Nacht zu gestern ein Rotorflügel abgebrochen. Die Teile segelten über die Straße und schlugen in einem anliegenden Getreidefeld auf. Fachleute rätselten gestern noch über die Ursache des Unglücks. Vermutet wird, dass eine Windhose das Rotorblatt abgerissen hat." Auch nach einer Meldung vom 08.06.2007 stand die Unglücksursache nicht fest, eine Windhose wurde weiterhin vermutet. Betroffen war eine 1,5 Megawatt-Windkraftanlage. Die Anlage hat zum Störungszeitpunkt eine Windgeschwindigkeit von 28,4 m/s gemessen. Das Blatt ist ca. 60 Meter durch Bäume hindurch durch die Luft geflogen und dann zu Boden gestürzt. In der unmittelbaren Nähe der Windkraftanlage wurden Bäume entwurzelt.

Verdachtsfall Wahrenbrück (Skywarn)
Bericht von Jens Fricke
Rotorblatt segelt durch die Luft (Bürger für Eggebek / Lausitzer Rundschau, 08.05.07)
Rotorblatt segelt durch die Luft (Lausitzer Rundschau, 09.05.07)
Abgebrochener Rotorflügel segelt über Landesstraße (Lausitzer Rundschau, 09.05.07)
Windradhersteller sucht weiter nach Unglücksursache (Lausitzer Rundschau, 08.06.07)

Wusterhausen / Dosse (BB)

 03.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 09.05.07 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Eine Böe hat am Donnerstagabend gegen 19 Uhr den Unterstand aus massivem Holz auf dem Gelände der Wusterhausener Schützen zu Fall gebracht. [...] Ein Nachbar hatte das Geschehen beobachtet. Er berichtete: "Der Wind hob das Dach an und dann fiel alles zusammen." Müller vermutet, dass es eine Windhose gewesen sein muss, denn die Schneise, die sie im Gras hinterlassen hatte, war noch gestern zu sehen." Sollte der Fall tatsächlich am vermuteten Datum 03.05. aufgetreten sein, ist aber ein Tornado als Ursache unwahrscheinlich.
Januar

Brachwitz bei Belzig (BB),
Kemnitz bei Luckenwalde (BB)

 18.01.2007 / Stärke (F3) Bestätigt
Im Bereich Brachwitz - Kemnitz trat eine mehr als 10 Kilometer lange Schneise auf. Dazu aus dem Bericht von Thilo Kühne: "Zwei Häuser im Ort Brachwitz wurden komplett zerstört (eine Scheune und ein Wirtschaftsgebäude); weitere Häuser stark bis leicht beschädigt. Des Weiteren wurde ein Heuunterstand komplett zerstört." In Brachwitz wurde ein Mann schwer verletzt. Die Schadensschneise biegt hinter Brachwitz ein wenig nach Ostsüdost ab und im weiteren Verlauf wieder nach Ostnordost, später schwenkt sie nach Osten und verläuft direkt nach Kemnitz. Betroffen ist hier vor allem der nördliche Ortsrand von Kemnitz. Im Wald zwischen Kemnitz und Nettgendorf ist eine bis zu 450 Meter breite Schneise vorhanden, dazu aus der Meldung der Märkischen Allgemeinen: "Eine Windhose hat eine 500 Meter breite Schneise in den Wald gezogen, bis an die Gemarkung Nettgendorf." Ein Tornado als Ursache ist sehr wahrscheinlich.

Schadensanalyse Brachwitz/Kemnitz/Nettgendorf (Skywarn)
Weitere Fotos der Schäden (album.de)
T-Verdachtsfall Brachwitz (Skywarn)
Schäden in Kremnitz / Brachwitz (Wetterzentrale)
Schneise bei Kremnitz - Fotos (Wetterzentrale)

Herzberg (Elster) (BB)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 20.01.2007 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Herzberg: In der Nacht und gestern mussten die Herzberger Feuerwehren mit 66 Kameraden zu insgesamt 38 Einsätzen ausrücken. Eine Windhose war aus Richtung Biking über Herzberg hinweggefegt. Etwa 200 Quadratmeter Blechdach wurden am Feuerwehrtechnischen Zentrum An der Lanfter regelrecht entrollt und über ein anderes Gebäude hinweggetragen. Die Firma Lienau sicherte das Dach gestern mit Folie. Die Windhose hat auch einige Bäume abgeknickt, die auf Freileitungen gefallen sind. «So mussten wir für einige Bereiche gegen 3 Uhr nachts den Strom abschalten lassen», sagte Herzbergs Ordnungsamtsleiter Volker Enigk. Im Laufe des gestrigen Tages waren die Schäden aber behoben und der Strom wieder zugeschaltet.
Besonders viel abbekommen hat auch das ehemalige Hoch- und Tiefbau-Gebäude in der Uebigauer Straße. Darin befinden sich noch Büros und zwei Wohnungen. «Kurz nach 23 Uhr gab es einen Knall», erzählte Bewohner Karl-Heinz Ullrich. Der Wind hatte das Dach abgehoben. Es war auf eine Lagerhalle gestürzt.
Im Hasenweg in Herzberg und in Gräfendorf waren Bäume auf Wohnhäuser gefallen, allerdings ohne größeren Schaden anzurichten. «Wir mussten uns vor allem den Baumschäden widmen», so Enigk, und nennt einige Schadensorte. Drei Bäume waren am Parkplatz beim ehemaligen Kreiskulturhaus umgeknickt. In der Rotdornallee an der Lupine steht nur noch jeder zweite Baum. Im Garten der Familie Irrgang in der Uebigauer Straße waren gegen 23 Uhr zwei Tannen auf den Flüssiggasbehälter gefallen. Zum Glück konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Der Behälter war nur verrückt, aber nicht beschädigt worden. «Trotz der vielen Einsätze und Schäden hätte es noch schlimmer kommen können. Das Wichtigste ist, dass keine Menschen zu Schaden kamen», so der Ordnungsamtsleiter.


Sturm, Regen, Hagel, Blitz und Donnerwetter (Lausitzer Rundschau, 20.01.07)
Feuerwehr Herzberg (siehe Einsätze)

Medewitz (BB)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der PNN: "Einen Schwerpunkt gab es im Gemeindegebiet Wiesenburg (Mark), wo ein IC der Deutschen Bahn auf der Strecke Halle-Berlin kurz vor Medewitz stecken geblieben war. Der Zugführer konnte vor einer Sturmschneise rechtzeitig bremsen ? die Schnellzüge der Deutschen Bahn hatten wegen der Sturmwarnung ihr Tempo gedrosselt. Eine Windhose war durch das Gelände gefegt und hatte Bäume zum Umstürzen gebracht. Gleise und Oberleitungen waren beschädigt. In einem Radius von 100 Metern habe es ausgesehen ?wie nach einem Bombeneinschlag?, sagte ein Einsatzteilnehmer."

Dallmin (BB)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zitat aus der Meldung der Märkischen Allgemeinen: "Nach dem Orkan "Kyrill" sind in der Prignitz die meisten Waldschäden im Gebiet der Oberförsterei Gadow zu beklagen. Eine Windhose entwurzelte zwischen Groß Warnow, Sargleben und Dallmin zahlreiche Bäume."

Lauchhammer (BB)

 18.01.2007 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MEZ. Der Tornado zog von Elsterwerda über Kahla und Plessa nach Lauchhammer und weiter ostwärts nach Schwarzheide. In Kahla sind 4 Gebäude komplett eingestürzt und weitere 20 wurden schwer beschädigt. Allein in Lauchhammer beliefen sich die Schäden auf etwa 2 Millionen Euro, der Gesamtschaden dürfte weit höher liegen. Ein Augenzeuge beschreibt: "Der Tornado sah aus wie ein großer rotierender Schneeball mit jeder Menge Dreck dazwischen." (Quelle: Elbe- Elster-Rundschau, Lausitzer Rundschau, 26.01.07). Die Schneise ist insgesamt mehr als 30 Kilometer lang. Die Schäden liegen an mehreren Stellen mindestens im F3-Bereich.

Spezial zum Tornado in Südbrandenburg

Berkenbrück bei Fürstenwalde (BB)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Am Abend gegen 19:10 Uhr MEZ: "In Berkenbrück war der Höhepunkt des Orkans gegen 19.10 Uhr. Laut Kosmale (Anm.: Förster Heiko Kosmale) kam eine Windrose über die Autobahn und mähte im 300 Hektar großen Revier etwa 800 Bäume ab." (Quelle: MOZ). Tatsächlich hat Herr Kosmale gar nicht von einer Windhose gesprochen. Einige schneisenartige Schäden sind vorhanden, einen konkreten Hinweis auf einen möglichen Tornado gibt es aber nicht.

Angeblich Windhose bei Berkenbrück (Wetterzentrale)
Drei Bäume krachten aufs Dach (Märkische Oderzeitung)
Kyrill köpfte kapitale Kiefern (Märkische Oderzeitung)
August
Juli

Grünheide (BB),
Kagel (BB)

 07.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Östlich von Berlin. Die örtliche Feuerwehr berichtete von schneisenartigem Windbruch in einem Waldstück. Ursache unklar (Quelle: Thilo Kühne).

Wünsdorf (BB)

 07.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Hier wurden zahlreiche Bäume umgeworfen, wodurch Autos und Gebäude beschädigt wurden. (Quelle: Unwetter mit Windhose in Wünsdorf, Märkische Allgemeine)
Juni

Pretschen (BB)

 30.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Juni 2006 - In der Lausitzer Rundschau wurde am 15.09. und am 05./06.10.06 über eine Windhose berichtet: "Pretschener Reithalle erhält neues Dach. Bei einem Gewitter hatte eine Windhose das Dach komplett angehoben und einige Meter weit geweht. Eine Straßenlaterne und Bäume seien «wie weggesäbelt» worden, erzählt die ...". Pretschen liegt im Südosten des Brandenburger Landkreises Dahme-Spreewald.

Melzow (BB)

 16.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Landkreis Uckermark. Hier wurden etliche Bäume teils komplett abgeknickt und beschädigt - Ursache unklar. Da aber eine eng begrenzte Schneise vorhanden sein soll, ist ein Tornado möglich (Quelle: Thilo Kühne).

Lanke (BB)

 16.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Landkreis Barnim, nordöstlich von Berlin. In einem Waldstück ca. 500 m westlich von Lanke (nahe Autobahn A11) wurden einige Buchen komplett abgeknickt. Ursache könnte ein Microburst oder ein Tornado sein (Quelle: Thilo Kühne).
Mai

Karstädt (BB),
Gumtow (BB)

 06.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Laut einer Pressemeldung sollen ab 16:23 Uhr MESZ zwei Tornados im Nordwesten Brandenburgs aufgetreten sein. Allerdings sind diese eher unwahrscheinlich, wahrscheinlicher sind starke Böen während eines durchziehenden Gewitters. Auf Grund der starken Staubaufwirbelungen ist es gut möglich, dass dieses Ereignis von Augenzeugen als Windhose eingestuft wurde.

Diskussion im Forum der Wetterzentrale
März

Rehfeld bei Falkenberg (BB)

 27.03.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 29.03.06 soll diese Windhose aufgetreten sein: "Pappel stürzte auf Freileitung ... REHFELD Eine Pappel hat am Montagabend zu einer Störung im Regionalbereich Havel-Dosse der Eon-Edis-AG geführt. Der Baum war hinter Rehfeld auf eine Mittelspannungsfreileitung gekippt. ?Die Störung ging um 21.52Uhr bei uns ein?, sagte Netzmeister in Neustadt ...". Rehfeld liegt westlich von Kyritz im Landkreis Ostprignitz.

Lindenberg (BB)

 26.03.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Um 20 Uhr MESZ wurde von der Wetterbeobachterin am Meteorologischen Observatorium Lindenberg im Südosten Brandenburgs eine "Großtrombe" gemeldet. Ob es sich tatsächlich um einen Funnel oder um einen Tornado mit Bodenkontakt handelte, konnte nicht geklärt werden. Über die Stärke und Auswirkungen bei Wendisch Rietz ist ebenfalls nichts bekannt. Aus einer Meldung der Märkischen Oderzeitung vom 29.03.2006: "Die Windhose ist aus westlicher Richtung gekommen, lag in etwa über Premsdorf und ist ..." Premsdorf liegt nahe Lindenberg, westlich von Tauche im Landkreis Oder-Spree.

Schadensanalyse zum Lindenberg-Fall
Lindenberger Ereignis - Begehung heute (04.04.)
"Man konnte die Rotation genau sehen" (Märkische Oderzeitung, 29.03.06)
Dezember

Dollgow (BB)

 Jahr 2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 2005 - Bei Dollgow im Landkreis Oberhavel wurden innerhalb einer etwa 40 Meter breiten Schneise nahezu alle Bäume abgebrochen oder entwurzelt. Da die Schadensstelle recht abgelegen war, waren erst Tage später vier Feuerwehren im Einsatz, um einen Weg zu räumen.
August

Bestensee (BB)

 06.08.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach 14 Uhr soll diese Windhose im Landkreis Dahme-Spreewald aufgetreten sein und beim 7. Dorffest einige Festzelte umgerissen haben: "In diesem Moment setzt starker Regen ein, der von einer Windhose begleitet wurde. Einige Zelte konnten nicht standhalten und gingen zu Bruch." (Quelle: Amtsblatt für die Gemeinde Bestensee)
Juli

Werneuchen (BB)

 30.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Die Ursache der im Landkreis Barnim aufgetretenen Schäden ist nicht bekannt.

Worin (BB)

 30.07.2005 / Stärke (F1) Verdacht
Nach einer Meldung der Märkischen Oderzeitung vom 01.08.2005 soll nachts zwischen 02:30 und 03:15 Uhr MESZ eine Windhose Schäden angerichtet haben: "Die Amtsverwaltung Seelow-Land hat gestern nach Aussage von Amtsdirektor Herbert Blanke ihre 20 MAE-Kräfte in den Raum Worin, Alt Rosenthal und Görlsdorf beordert, um die "extremen Bruchschäden" beseitigen zu helfen. Eine so genannte Windhose hat in der Nacht zu Samstag in diesem Bereich zig Bäume an Straßen und Wegen umgebrochen."

Strom gab's zum Teil erst am Sonntag (MOZ, 01.08.05)

Metzdorf bei Bad Freienwalde (BB)

 30.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Märkischen Oderzeitung gab es Schäden, über die Ursache der im Landkreis Märkisch-Oderland aufgetretenen Schäden ist nichts Näheres bekannt.

Bad Freienwalde (Oder) (BB)

 15.07.2005 / Stärke (F1) Verdacht
Nach einer Meldung des Märkischen Sonntag vom 17. Juli 2005 stürzte ein Dach teilweise ein und eine Stromleitung wurde beschädigt. Die Ursache ist nicht klar.

Ahrensfelde (BB)

 15.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 17:27 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Augenzeuge Thilo Kühne)

Doberlug-Kirchhain (BB)

bild
 07.07.2005 / Stärke (F0) Verdacht
An diesem Tag wurden in Hessen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg einige Funnels gesichtet, darunter dieser langlebige Fall bei Doberlug-Kirchhain im Elbe-Elster-Kreis zwischen 19:00 und 19:30 Uhr MESZ. Ob der Funnel Bodenkontakt hatte und damit sogar ein Tornado war, ist noch nicht geklärt. In der Lausitzer Rundschau wurde am 11.07.05 über eine Windhose berichtet: "Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit war die als Tornado bezeichnete Windhose vom 7. Juli über Doberlug-Kirchhain sowie die länger anhaltenden und stellenweise ergiebigen Niederschläge der vergangenen Woche eine Folgeerscheinung ..."

Fotos und Berichte aus Doberlug-Kirchhain

Doberlug-Kirchhain (BB)

bild
 07.07.2005 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 13.42 und 14.03 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 08.07.2005 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Windhose über Kirchhain: Eine Windhose zog gestern zwischen 13.42 und 14.03 Uhr über Doberlug-Kirchhain. Der Tornado war begleitet von starken Böen und einem heftigen [...]" Fotos zeigen die weit hinabreichende Funnelcloud mit aufgewirbeltem Staub. Damit handelte es sich um einen Tornado.

Fotos aus Doberlug-Kirchhain
Windhose in Kirchhain (Carsten Dachwitz)
Mai

Zepernick (BB)

 08.05.2005 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: nicht bekannt. Nach einem Augenzeugenbericht trat im Landkreis Barnim ein schwacher Tornado auf. (Quelle: Augenzeuge Dirk Weber, Thilo Kühne)

Summt (BB)

 03.05.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Augenzeugenberichten und einer Vor-Ort-Recherche von Thilo Kühne richtete am Rande von Mühlenbeck-Summt nahe der Autobahn A10 ein Tornado leichte Schäden an.
April

Ziezow (BB)

 30.04.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat April 2005 - Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 30.04.05 (Samstag) soll diese Windhose aufgetreten sein: "CHRONIK: Windhose richtete starke Verwüstung an: ZIEZOW. Am vergangenen Freitagabend richtete eine Windhose in Ziezow erhebliche Verwüstungen an. Gegen 19 Uhr wurde es schlagartig dunkel. Hagelkörner in der Größe eines 5-Mark-Stückes prasselten herunter, und ein Orkan fegte über das Dorf... ". Ziezow befindet sich östlich von Belzig im Südteil des Landkreises Potsdam-Mittelmark.
August

Brück (BB)

 30.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 06.10.2004 soll diese Windhose aufgetreten sein: "Brück bleibt auf Sturmschäden sitzen Kosten der Gewitternacht: 92000 Euro / Versicherung ... Frau Jahn, wie hoch war der Gesamtschaden des Sturmes? Jahn: Von Anwohnern ist uns eine Summe von etwa 65 000 Euro bekannt. Die Stadt Brück hatte bisher 27 000 Euro an Unternehmen zu zahlen. Hinzu kommen die mehrtägigen Aufräumarbeiten durch den Bauhof ...". Brück liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Berkenbrück bei Fürstenwalde (BB)

 23.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht sicher. Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung soll im Landkreis Oder-Spreewald eine Windhose aufgetreten sein.
Juli

Kreuzbruch (BB)

 31.07.2004 / Stärke (F1) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Juli, eventuell 01. oder 20. Juli. - Bericht von Thilo Kühne: Das war ein Forstschaden zwischen Kreuzbruch, Bernöwe und Zehlendorf (ca. 15 km S von Zehdenick). Zwei flächige Schadensstellen im T3-Bereich und eine mögliche Kleinschadenverbindung zwischen beiden (bestenfalls T1 und daher auch nur vermutbar).

Vieritz (BB),
Bahnitz (BB)

 18.07.2004 / Stärke (F2) Bestätigt
Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 24.07.2004 trat diese Windhose im Havelland auf: "Unwetter bei Milow Erhebliche Schäden ... Bei den Unwettererscheinungen der letzten Tage sind in den Ortsteilen Bahnitz, Vieritz, Großwudicke und Milow teils erhebliche Sachschäden entstanden. In Milow liefen beispielsweise am Sonntag zahlreiche Keller voll und Bäume stürzten um. Regenwassereinläufe ...".

Großwudicke (BB)

 18.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 24.07.2004 soll im Milower Land (Kreis Havelland) eine Windhose aufgetreten sein, es soll Schäden gegeben haben.

Frankfurt (Oder) (BB)

 08.07.2004 / Stärke (F1) Verdacht
Nach einem Bericht der Märkischen Oderzeitung soll eine Windhose vom Helenesee über das Klingetal in Richtung Kliestow und Lebus gezogen sein. Dabei wurden hunderte Bäume umgeworfen: "Der Lärm von Kettensägen und die polternden Geräusche schwerer Technik klangen am Sonntag durch die Heimkehrsiedlung. Am Gronenfelder Weg wurden mehr als ein Dutzend alter Pappeln abgesägt. Den hochgewachsenen Bäumen hatte der schwere Sturm vom 8. Juli mächtig zugesetzt. Damals fegte eine Windhose vom Helenesee über das Klingetal in Richtung Kliestow und Lebus und riss mehrere hundert Bäume nieder oder zerstörte ihre Kronen." - Aus einem weiteren Bericht zum Ereignis: "Augenzeugen berichteten von einer Windhose, einem schwarzen Schlauch, der sich aus den Wolken seinen Weg zur Erde bahnte." (Quelle: Tram Frankfurt (Oder))

Review: 08.07.2004 Frankfurt a.d.Oder ( T oder D?) (Thilo Kühne, Wetterzentrale)
Achtjährige gräbt Findling aus (MOZ, 16.05.14)

Mehrow (BB),
Trappenfelde (BB)

 08.07.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 23:00 Uhr MESZ. Laut Augenzeugen wurde ein Wirbel am Boden beobachtet, auch Schäden traten auf. Ein Tornado ist mit den festgestellten Schäden am Boden und Fotos des Trichters bestätigt.

Vietmannsdorf (BB)

 01.07.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Augenzeugenberichten und einer Meldung des Nordkurier ist dieser Tornado in der Uckermark bestätigt. Es traten meist leichtere Schäden auf.
Juni

Börnicke bei Nauen (BB)

 23.06.2004 / Stärke (F0) Verdacht
Nach Vor-Ort-Recherchen von Thilo Kühne könnte hier ein Tornado aufgetreten sein.

Groß Marzehns (BB)

 23.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Tornado mit einigen Schäden gemeldet.

Thyrow (BB)

 23.06.2004 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 18:54 Uhr MESZ. Tornado mit leichten Schäden wahrscheinlich.

Lüsse (BB)

 05.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Johannes Dahl)
Mai

Ahrensfelde (BB)

 10.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bei Ahrensfelde. (Quelle: Thilo Kühne)

Ahrensfelde (BB)

 10.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud bei Ahrensfelde. (Quelle: Thilo Kühne)
September

Bad Liebenwerda (BB)

 23.09.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 27.09.03 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Windhose über der Kurstadt: Eine gewaltige Windhose zog am Dienstagvormittag von Lausitz kommend über die Schwarze Elster und an Bad Liebenwerda vorbei in Richtung ... [...]"
August

Lindenberg (BB)

 31.08.2003 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Monat August 2003 - Bericht von Thilo Kühne: "Wurde von mir und einem Freund von Lindenberg aus beobachtet (gehört zur Gemeinde Ahrensfelde). Von dem dortigen McDonalds aus in Richtung Westen... womöglich über Berliner Territorium (Ortsteil Karow, Bezirk Pankow). Für wenige Sekunden bildete sich an der Rückseite eines sich abschwächenden Gewitters ein schmaler bis knapp über den Erdboden reichender Tornado aus. In dem Bereich gab es auch einige Baumschäden."

Birkenwerder (BB)

 18.08.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Datum unsicher. "Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeine gab es im August 2003 eine Windhose in Birkenwerder. Da die Informationen zu diesem Ereignis sehr spärlich waren, konnte bis Anfang 2006 keine Klärung dieses Falls erfolgen. Im Mai 2006 traf ich durch Zufall auf eine Frau aus Oranienburg, die mir dieses Ereignis bestätigen konnte. Das Dach von mindestens einem Haus wurde fast komplett abgedeckt (T3/F1), während nebenstehende Häuser unbeschädigt geblieben sein sollen. Auch Bäume wurden geknickt und entwurzelt. Der Tornado soll beobachtet worden sein und hatte demnach nur kurzzeitig Bodenkontakt. Fotos der Schäden sind bei mir noch nicht eingetroffen. Auch das genaue Datum konnte weder in der Märkischen Allgemeine, noch durch die Augenzeugen genau bestimmt werden - da alle Quellen vom August 2003 sprachen, käme hierfür der 18.08.2003 in Frage." (Bericht von Thilo Kühne)

Garrey (BB)

 13.08.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum unsicher, welches Jahr? Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 17.10.2005 soll diese Windhose aufgetreten sein: "RÜCKBLICK: Windhose und Hagelschlag: GARREY. Am Mittwoch, dem 13. August, hatten die Gemeinden Garrey, Zixdorf, Zeuden, Lobbese, Hohenwerbig und Dietersdorf unter einem besonders starken Unwetter zu leiden. Eine Windhose und ein Hagelschlag mit etwa taubeneiergroßen Hagelkörnern gingen über ...". Ziezow befindet sich östlich von Belzig im Südteil des Landkreises Potsdam-Mittelmark. Von Garrey bis Dietersdorf würde sich eine ca. 10 bis 12 Kilometer lange Schadensspur ergeben.

Brieselang (BB)

 05.08.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach Augenzeugenberichten und einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung ist ein Tornado im Havelland wahrscheinlich. Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 06.08.2003 soll die "Windhose" von Badegästen am Nymphensee bei herannahendem Gewitter beobachtet worden sein.
(ENDE)
Juli

Gusow (BB)

 27.07.2003 / Stärke (F1) Verdacht
Nach einem Bericht der Märkischen Oderzeitung soll eine Windhose im Bereich Gusow zahlreiche Bäume umgeworfen und u.a. die Bundesstraße B 167 blockiert haben: "In der Seelower Region hielt sich das Unwetter in Grenzen. Lediglich Gusow wurde am Sonntagnachmittag von einer Windhose heimgesucht. Aus heiterem Himmel setzte Hagelschauer ein. Auf der B 167 Richtung Seelow stürzten während des nur 15 Minuten dauernden Unwetters mehrere Bäume um. Viele starke Äste brachen herunter. Der Verkehr musste zeitweise umgeleitet werden, weil die Bäume über die gesamte Fahrbahnbreite gestürzt waren."
Meldung zu den Unwettern am 27. Juli 2003 (MOZ, 28.07.03)

Müllrose (BB)

 21.07.2003 / Stärke (F1) Verdacht
Ein heftiges Hagelunwetter richtete im Bereich des Helenesees erhebliche Schäden an. Kurz vor dem Hagel hat nach einem Bericht der Märkischen Oderzeitung ein Augenzeuge "über dem Wald in Richtung Müllrose einen riesigen Luftschlauch beobachtet, der schräg über den Boden fegte und hoch bis unter die Gewitterwolken reichte - ähnlich dem Rüssel einer Windhose".

Eisige Geschosse überm See (MOZ, 22.07.03)
Juni

Gollwitz bei Brandenburg an der Have (BB),
Schenkenberg bei Brandenburg (BB)

 23.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 23.Juni 2003 zog ein Tornado den Landkreis Potsdam-Mittelmark. Auf seinem Weg wurden Bäume abgeknickt und Dächer beschädigt. Der Tornado zog durch drei Ortschaften (Gollwitz, Jeserig, Schenkenberg), wobei Schenkenberg am stärksten betroffen war. Auch in der Märkischen Allgemeine wurde von diesem Tornado berichtet (25.06.2003 u. 31.12.2003). Von einem Augenzeugen des damaligen Ereignisses wurde mir berichtet, dass ein dunkler breiter "Schlauch", welcher von der Gewitterwolke bis zum Boden reichte, beobachtet wurde. Die Länge der Schneise betrug ungefähr 7 Kilometer; die Breite wäre mit ca. 200 Metern anzugeben. Die Intensität liegt, eingestuft aufgrund der Schilderungen, im oberen F1-Bereich... also T3/F1" (Bericht von Thilo Kühne).

Herzberg (BB)

 12.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Welches Herzberg? In der Lausitzer Rundschau wurde am 14.06.03 über eine Windhose berichtet: "... merke auf ? am 12. Juni. Und das Datum war nun auch in diesem Jahr nicht von Pappe. Wenngleich eher in der Herzberger Region. Verfolgt mich die Windhose nun an jeden neuen Arbeitsort« Und immer zum 12. Juni» Ich werde es im nächsten Jahr testen. Einen solchen Tag vergisst man nun nicht ..."

Brielow (BB)

 08.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Der gewaltige Sturm hat ein Unterstand auf dem Gelände der ehemaligen HOAB so stark abgedeckt das herum fliegende Dachbalken und Ziegel in das Gebäude gegenüber einschlugen. Als die FF Brielow am Einsatzort eintraf war der Sturm bereits vorbei." (Quelle: Feuerwehr Brielow)

Einsätze der Feuerwehr Brielow (Feuerwehr Brielow)

Groß Muckrow (BB)

 07.06.2003 / Stärke (F1) Verdacht
Im Landkreis Oder-Spreewald soll eine Windhose aufgetreten sein.
Oktober

Wittstock / Dosse (BB)

 27.10.2002 / Stärke (F1) Verdacht
Nach Meldungen der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 28. Oktober und vom 01. November 2002 soll eine Windhose zum Teil erhebliche Schäden an Gebäuden im Ostteil Wittstocks angerichtet haben.
August

Wittenberge (BB)

 31.08.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Sommer 2002 - Nach einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 13. September 2002 soll im Sommer 2002 eine Windhose in Wittenberge an der Elbe aufgetreten sein.
Juli

Wandlitz (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Die Tornadoschneise mit Schäden mindestens im oberen F1-Bereich erstreckt sich von Südwesten her durch Wandlitz auf einer Länge von 3 Kilometern und einer Breite von bis zu 180 Metern (Quelle: Vorortuntersuchung von Thilo Kühne, 24.-28.09.2002).

Bergfelde (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Die Tornadoschneise mit Schäden im F1-Bereich erstreckt sich von Südwesten her nordöstlich von Bergfelde auf einer Länge von 1,8 Kilometern und einer Breite von bis zu 80 Metern (Quelle: Vorortuntersuchung von Thilo Kühne, 24.-28.09.2002).

Golzow (BB),
Senftenhütte (BB)

 10.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Die Schäden vor Ort deuten auf einen möglichen Tornado hin (Bericht von Thilo Kühne).

Langerwisch (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F2) Verdacht
Nach einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 17.07.2002 und nach einem Bericht von Thilo Kühne ist im Landkreis Potsdam-Mittelmark eventuell ein starker Tornado aufgetreten, der hier den Neubau der Bockwindmühle komplett zerstört haben soll.

Tornow bei Eberswalde (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F1) Verdacht
Ob die erheblichen Schäden auf einen Tornadozurückzuführen sind, ist nicht geklärt. Laut Buckower Nachrichten soll eine Windhose im Tornower Wald erhebliche Schäden angerichtet haben. (Quelle: Buckower Nachrichten)

Eichholz (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F2) Verdacht
Ob die erheblichen Schäden in Groß Eichholz im Landkreis Oder-Spree auf einen Tornado zurückzuführen sind, ist nicht geklärt.

Bernau bei Berlin (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F1) Verdacht
Im Landkreis Barnim, Bericht von Thilo Kühne, Augenzeugenberichte, Brandenburger Forstnachrichten. Ob die Schäden auf einen Tornadozurückzuführen sind, ist nicht geklärt.

Glienicke / Nordbahn (BB),
Mühlenbeck bei Oranienburg (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Die Tornadoschneise mit Schäden im oberen F1-Bereich erstreckt sich von Glienicke-Nordbahn an Schönfließ vorbei nach Feldheim auf einer Länge von 6,7 Kilometern und einer Breite von ca. 150 Metern (Quelle: Vorortuntersuchung von Thilo Kühne, 24.-28.09.2002). In der Ortschaft Feldheim (Gem. Mühlenbecker Land) gab es durch den Tornado ein Todesofer. Ein 18jähriger Mann wurde von Trümmerteilen tödlich verletzt.

Bad Saarow (BB)
[Region: Scharmützelsee]

 10.07.2002 / Stärke (W) Bestätigt
Ein Augenzeuge, der mit einem Boot auf dem See südöstlich von Berlin unterwegs war, berichtet über den Tornado: "Was ich da sah war sehr beängstigend. In ca. 100 Meter von uns entfernt zog eine Windhose über den See. So etwas habe ich noch nicht gesehen, man sah das Wasser förmlich in der Luft stehen. Es war ein Geräusch in der Luft, als wenn ein Düsenjäger im Tiefflug über den See fliegt. Ich kam noch gerade zur anderen Seite, als auch uns dann der Wind erfasste."

Der große Orkan (Karl-Heinz Wewers)

Fresdorf (BB)
[Region: Grämnitzberg]

 10.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine Schneise zog sich zwischen Fresdorf und Tremsdorf durch das Waldgebiet Grämnitzberg. Näheres ist nicht bekannt.

Seddin bei Potsdam (BB)

 10.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In der Kornstraße in Seddin stürzten in einem engen Bereich mehrere starke Birken um.

Zühlsdorf (BB)

 10.07.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach dem Bericht der Märkischen Oderzeitung zog der mutmaßliche Tornado über den Ort Zühlsdorf, nördlich von Berlin, hinweg, bevor er den Rahmer See überquert und im Bereich Stolzenhagen - westliches Wandlitz erhebliche Schäden angerichtet haben soll: "(...) Er war an jenem Abend in der Laube in seinem Garten, als sich der Himmel urplötzlich verdunkelte. "Ich bin raus und wollte die rund sechs Meter bis zu meinem Haus laufen, aber das hab ich nicht mehr geschafft", berichtet er. Eine riesige Windhose kam über den Rahmersee gefegt. Als sie anrollt, hatte sie bereits in Zühlsdorf eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Hunderte entwurzelte Bäume hinterlassen ein schreckliches Bild." - Die Tornadoschneise mit Schäden mindestens im oberen F1-Bereich erstreckt sich von Zühlsdorf über den Lubowsee bis über den Rahmer See hinaus auf einer Länge von 4,8 Kilometern und einer Breite von bis zu 200 Metern (Quelle: Vorortuntersuchung von Thilo Kühne, 24.-28.09.2002).

Orkan gab Wandlitz ein neues Gesicht (MOZ, 09.07.03)

Wie viele mögliche Tornados in diesem Bereich nördlich Berlins Schäden anrichteten ist unklar.
Verdachtsfälle am 10.07. in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (Thilo Kühne, WZ)
Einsatzfotos 10. Juli - 16. Juli 2002 (Feuerwehr Mühlenbeck)
April

Möbiskruge (BB)

 29.04.2002 / Stärke (F1) Verdacht
Nach einem Bericht der Märkischen Oderzeitung vom 17. August 2002 soll eine Windhose in einem Waldgebiet zwischen Treppeln und Möbiskruge (Landkreis Oder-Spree) Schäden angerichtet haben: "Eine Windhose hatte im Frühjahr 2002 binnen zehn Minuten einen 100-jährigen Kiefernbestand auf etwa zwei Hektar knicken lassen wie Streichhölzer"; auch eine angrenzende Siedlung war betroffen.

Traubeneichen fassten nach Kahlschlag Fuß (MOZ, 17.08.04)
Januar

Schmerwitz (BB)

 31.01.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Laut einem Bericht (Augenzeugenbericht) der Märkischen Allgemeinen vom 07.02.2002 soll eine Windhose durch Schmerwitz (Landkreis Potsdam-Mittelmark) gezogen sein und Schäden angerichtet haben. Das genaue Datum ist unklar. Möglich wäre der Zeitraum zwischen 31.01.2002 und dem 04.02.2002. Die genannten Schäden lagen womöglich im T4/F2-Bereich. (Bericht von Thilo Kühne)

Verlorenwasser (BB)

 31.01.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Laut einem Artikel der Märkischen Allgemeinen vom 07.02.2002 soll im Fläming (Kreis Potsdam-Mittelmark) eine Windhose beobachtet worden sein, die erhebliche Vegetationsschäden anrichtete. Als Begrenzung wurden Wollin und Belzig angegeben, dies entspräche ca. 25 Kilometern. (Bericht von Thilo Kühne)

Schulzendorf bei Bad Freienwalde (BB)

 31.01.2002 / Stärke (F1) Verdacht
Nach einem Artikel der Märkischen Allgemeinen vom 06.02.2002 soll eine Windhose durch Schulzendorf (Landkreis Dahme-Spreewald) gezogen sein. (Bericht von Thilo Kühne)
August

Ragow (BB)

 16.08.2001 / Stärke (F0) Bestätigt
Am Abend trat dieser schwache Tornado in Ragow bei Beeskow auf (Quelle: Mark Vornhusen und Johannes Dahl)
Juli

Wiesenburg (BB)

 31.07.2001 / Stärke (F1) Bestätigt
Am 31.07.2001 zog Tornado der Stärke T3/F1 durch die Waldgebiete bei Wiesenburg im Fläming. Dieses Ereignis wurde in der Märkischen Allgemeinen beschrieben. (Bericht von Thilo Kühne)

Treuenbrietzen (BB)

 31.07.2001 / Stärke (F1) Verdacht
Im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Nach zwei Meldungen der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 02. und 16. August 2001 sollen teils erhebliche Schäden aufgetreten sein.

Königshorst bei Fehrbellin (BB)

 14.07.2001 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Von mehreren Augenzeugen soll ein Tornado am späten Abend von der Autobahn A 24 (Hamburg-Berlin, nahe Raststätte Linumer Bruch) aus beobachtet worden sein. Bei der Beobachtung soll es sich um eine sehr breite und rotierende Wolke gehandelt haben, welche bis zu Boden ging. Ob es sich dabei tatsächlich um einen Tornado handelte ist bislang offen. (Bericht von Thilo Kühne)
August

Seelow (BB)

 17.08.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 05:45 Uhr MESZ. "In den frühen Morgenstunden wurden aus der Region bei Seelow, Landkreis Märkisch-Oderland, zwei Tornados gemeldet, einer direkt nördlich von Seelow. Die Art der Schäden ist mir nicht bekannt - eine Einordnung bei TorDACH zeigt eine Intensitätseinstufung von T3/F1." (Bericht von Thilo Kühne)

Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen)
Tornados bei Seelow? (Wetterzentrale)
Zur Verifizierung des Seelow-Tornados (Wetterzentrale)
Mini-Tornado löste stadtweit Alarmanlagen aus (Berliner Zeitung)

Dolgelin (BB)

 17.08.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 05:45 Uhr MESZ. "In den frühen Morgenstunden wurden aus der Region bei Seelow, Landkreis Märkisch-Oderland, zwei Tornados gemeldet, dieser zweite war bei Dolgelin (ca. 6 km südlich von Seelow). Die Art der Schäden ist mir nicht bekannt - eine Einordnung bei TorDACH zeigt eine Intensitätseinstufung von T3/F1." (Bericht von Thilo Kühne)

Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen)
Tornados bei Seelow? (Wetterzentrale)
Zur Verifizierung des Seelow-Tornados (Wetterzentrale)

Ahrensfelde (BB)

 04.08.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
"Am frühen Vormittag an einem Tag Anfang August 2000 (mögliches Datum: 04.08.2000) entstand ein Tornado nordwestlich von Ahrensfelde. Die Windhose kreuzte die Landstraße nach Lindenberg auf Höhe des Heizkraftwerks und beschädigte zwei Alleebäume. Ein Einsatz der Feuerwehr war von Nöten. Nach Angaben einiger Anwohner soll die Windhose nur kurz Bodenkontakt gehabt haben. Eine ungefähre Zuglänge von 200 - 300 m wäre gegeben. Die Intensität könnte im T1/F0-Bereich liegen." (Bericht von Thilo Kühne, Einsatzbericht der Feuerwehr Ahrensfelde und nach Augenzeugenberichten)
Mai

Brandenburg an der Havel (BB)

 17.05.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
"Am 17.05.2000 hat es in der Stadt Brandenburg a.d. Havel einen schwachen Tornado der Stärke T1/F0 gegeben. Zu Einzelheiten der Schäden ist mir nichts bekannt." (Bericht von Thilo Kühne)
August

Lübben (Spreewald) (BB)

 09.08.1999 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 11.08.1999 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Drei Dörfer gleich zweimal ohne Saft/Windhose und Relaisfehler ließen Strom ausfallen: Lübben (dh). Unterspreewälder, die sich vorgestern von den /19.30-Uhr-Nachrichten auf ORB über das neueste [...]"
Juni

Straupitz (BB)

 01.06.1999 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 01.06.1999 hat es bei / in Straupitz im südlichen Landkreis Dahme-Spreewald einen Tornado gegeben (Lausitzer Rundschau / Elbe-Elster Rundschau, 02.06.1999). Der Tornado trat gg. 14.15 MESZ auf und richtete Schäden im Bereich T3/F1 an. Genaueres ist mir nicht bekannt." (Bericht von Thilo Kühne). Dazu aus der Meldung der Lausitzer Rundschau vom 02.06.99: "Windhose verwüstete ganze Straßenzüge in Straupitz: Straupitz. Entwurzelte Bäume, abgedeckte Dächer, demolierte Autos. Eine /Windhose ..." und aus einer weiteren Meldung: "Dächer wirbelten durch die Luft/Windhose zog durch Straupitz / 30 Feuerwehrleute, zahlreiche Nachbarn und Betriebe beseitigten bis in den Abend die Schäden: STRAUPITZ. Ein Tag nach dem Schönwalder ..."
Mai

Lübbenau / Spreewald (BB)

 31.05.1999 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Laut Lausitzer Rundschau und der Elbe-Elster Rundschau (02.06.1999) soll es am 31.05.1999 einen Tornado bei Lübbenau gegeben haben. Die Windhose soll auf einer Breite von 50 Metern Schäden angerichtet haben. Genaueres ist nicht bekannt." (Bericht von Thilo Kühne) - "Am 31. Mai 1999 verwüsteten zwei Wirbelstürme Häuser, Gärten und Waldflächen in Lübbenau und Straupitz (Lausitzer Rundschau vom 2.6.1999 / Ausgabe Lübben)" (Quelle: Hartmut Adler, "Der Sturm kam Himmelfahrt", Heimatkalender für den Altkreis Bad Liebenwerda, 2000/2001)
Juli

Braunsberg bei Neuruppin (BB)

 21.07.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 18 und 19 Uhr MESZ. "Nach Berichten eines Augenzeugen soll es Mitte Juli 1998 2 km westlich von Braunsberg bei Rheinsberg im Landkreis Ostprignitz-Ruppin einen Tornado gegeben haben. Dieser soll eine Allee gekreuzt haben und erhebliche Schäden an Bäumen angerichtet haben. Nach ersten Ermittlungen käme dafür der 21.07.1998 in Frage. Die geschilderten Schäden könnten im Bereich T3/F1 liegen." (Bericht von Thilo Kühne)

Trampe bei Eberswalde (BB)

 29.07.1997 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Augenzeugenberichten soll dieser mutmaßliche Tornado bei Eberswalde im Landkreis Barnim aufgetreten sein, über Schäden ist aber nichts Näheres bekannt. Ein Tornado nordöstlich von Berlin im Landkreis Barnim ist damit gesichert. Der genaue Ort ist nicht bekannt, dürfte aber im Bereich zwischen Lanke / Ladeburg / Taerfelde / Trampe liegen. (Bericht von Thilo Kühne, weitere Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998).

Königshorst bei Fehrbellin (BB)

 20.07.1997 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser Tornado wird im Witterungsbericht des DWD sowie in einer Pressemitteilung erwähnt, er soll bei Königshorst-Lobeofsund im äußersten Süden des Landkreises Ostprignitz-Ruppin aufgetreten sein: "Die großflächig intensivsten Regenfälle traten am 20.07. auf. Dieser Tag brachte jedoch nicht nur Dauerregen, sondern in Nordbrandenburg auch Gewitter. Dabei wurde in der kleinen Gemeinde Königshorst-Lobeofsund (Havelländische Luch, 25 km südlich Neuruppin) eine Windhose beobachtet. An sich schon sehr selten, ist die Entstehung der Windhose von Lobeofsund doch ziemlich ungewöhnlich, fehlte an diesem Tag doch eine Reihe von Grundvoraussetzungen wie intensive Einstrahlung und damit bodennahe Überhitzung und kräftiges Gewitter." (Quelle: Beilage zur Berliner Wetterkarte, 162/1997). In dem Bericht werden dann zwei Augenzeugenberichte aufgeführt, die die Windhose ausführlich beschreiben. Der Wirbel überquerte zunächst eine Gartenanlage ohne größere Schäden, dann entwurzelte er an der Straße nach Buschmühlen eine 100jährige Linde, umstehende Bäume wurden erheblich beschädigt.
Mai

Falkensee (BB)

 06.05.1997 / Stärke (F1) Bestätigt
Genaues Datum unsicher. Nach Berichten der Neuen Nauener Rundschau vom 07. und 13. Mai 1997 richtete dieser Tornado Schäden in Falkensee an.

Paaren im Glien (BB)

 05.05.1997 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado wurde in der Märkischen Allgemeine Zeitung und in der Neuen Nauener Rundschau vom 07. und 13. Mai 1997 beschrieben. Er trat aber nur über Wiesen und Ackerland auf.
März

Falkensee (BB)

 28.03.1997 / Stärke (F2) Bestätigt
Das Orkantief "Sonja" richtete in Berlin und Brandenburg Schäden in Millionenhöhe an. Nach einer Meldung der Berliner Zeitung wurde im märkischen Golzow eine 19jährige von einem umgewehten Bauwagen erschlagen. In Falkensee (westlich von Berlin) wurde das 300 Quadratmeter große Dach eines Hauses in der Wohnsiedlung der Herlitz AG durch eine Windhose abgedeckt: "Am heftigsten wütete der Orkan in der Herlitz-Siedlung Falkenhöhe: Ein 100 Meter langes Flachdach wurde abgedeckt. Die Holz- und Blechkonstruktion des Gebäudes war von einer Windhose erfaßt worden, wirbelte durch die Luft und stürzte auf etwa 20 parkende Autos und beschädigten zwei Nachbarwohnungen." (Quelle: Tagesspiegel. Die Feuerwehr bestätigt das Auftreten einer Windhose mit enormen Schäden und einem dreitägigen Einsatz von THW, Rotem Kreuz, Hundestaffel, Feuerwehr und Polizei. - Weiter aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "Bei Falkensee deckt der Orkan in einem Neubau-Wohngebiet (Falkenhöh, Havelland; Herlitzsiedlung) Dächer ab. 300 m² Dachfläche fliegen durch die Luft. Hier soll eine Trombe die Ursache für die hohen Schadwirkungen in Größenordnungen von mindestens 1,5 Mio. Mark sein."

Orkan hinterlässt Tote und Millionenschäden (Berliner Zeitung)
Geknickt, hinweggefegt und umgestürzt (Der Tagesspiegel, 30.03.1997)
September

Luckenwalde (BB)

 15.09.1994 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Dächer und zahlreiche Fahrzeuge beschädigt. Bäume und Strommasten geknickt. Straßen blockiert. Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998
Dezember

Gühlen Glienicke (BB)

 Jahr 1993 / Stärke (F1) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1993 - Westlich von Gühlen-Glienicke wurde eine 100 m breite Schneise mit abgeknickten und verdrehten Bäumen gesichtet, es sollen auch Augenzeugenberichte vorliegen. Das genaue Datum des Ereignisses ist aber nicht bekannt.

Neuglobsow (BB)

 Jahr 1993 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1992/93 - Ein Tornado bildete sich über dem Stechlinsee und zog am Rande von Neuglobsow an Land. Hier gab es erhebliche Schäden in einem Waldstück sowie meist leichte Schäden in Neuglobsow selbst an. Ein Augenzeuge berichtet in einem Bericht des Deutschlandradio: "Mensch, 'ne Windhose haben wir mal gesehen vor ein paar Jahren. Mein Vater war grade unten im großen Schuppen und da war es noch windstiller wie heute. Da sag ich zu meinem Vater: 'Vater hör doch mal, wir haben doch noch nie von Rheinsberg drüben den Zug gehört'. Und dann kam die schwarze Wand. Dann hat sich so eine Wassersäule hochgeschoben im See, grad auf dem Weg zum Badestrand. Dann auf halber Strecke, als wenn jemand ein Kommando gegeben hätte, ging die Säule rein in den Wald. Das war Wahnsinn, als wenn die Förster Holz gemacht haben. Wie ein Strich ist sie durch Neugblobsow gewandert. Bei mir auf' Grundstück ist oben bloß die Kiefer abgebrochen, ...war schon irre..." Das genaue Datum konnte auch in einem Gespräch mit dem Augenzeugen bisher nicht geklärt werden.

Der Stechlinsee (Deutschlandradio, 14.10.07)
Tornado in Neuglobsow (Skywarn)
Juli

Meyenburg (BB)

 15.07.1992 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach einem Chronikbericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 15. Juli 2001 zog dieser Tornado direkt durch Meyenburg (Landkreis Prignitz). Hierbei wurden etliche Bäume abgeknickt oder entwurzelt.
Dezember

Krampfer (BB)

 Jahr 1991 / Stärke (F1) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1991 - Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 25.07.2009: "Dabei hatte die Familie Glück im Unglück. Der Nussbaum, der seit Ines Squarrs Geburt im Garten stand, wurde entwurzelt, ging aber haarscharf neben dem Wohnhaus nieder, ohne es zu beschädigen. Das rief bei ihr traumatische Erinnerungen an das Jahr 1991 hervor, als Krampfer ein noch dramatischeres Unwetter erlebte. Damals wütete eine Windhose über dem Dorf. Sämtliche Fenster flogen aus ihren Verankerungen, das Dach des Wohnhauses wurde komplett abgedeckt. ?Wir hatten keinen Strom mehr. Mein Vater hat das Dach noch in der Nacht gesichert?, erzählte sie."

Zernikow bei Gransee (BB)

 Jahr 1991 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1991 - Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 22.11.2010: "Neben der Gutsanlage und den Veranstaltungen kümmert sich die Initiative auch um die Zernikower Alleen. [...] Mit rund 230 Jahren hätten die Bäume bereits ein stolzes Alter erreicht, sagte Ines Rönnefahrt. Eine Windhose habe der Allee vor einigen Jahren stark zugesetzt." - Aus einer weiteren Quelle: "Die Kastanienallee bildete vormals den räumlichen Abschluß des englischen Parks. Heute nur noch in Teilen erlebbar, bieten die mächtigen Roßkastanien vor allen Dingen während der Blütezeit ein herrliches Bild. Die Allee verläuft vom südlichen Teil des Kirchhofs zur Lindenallee. Durch eine Windhose im Jahr 1991 wurden zahlreiche Bäume stark geschädigt, einige wenige 1992 durch Neupflanzungen ersetzt." (Quelle: Initiative Zernikow e.V.)

Die Kastanienallee (Initiative Zernikow e.V.)
Juli

Brandenburg an der Havel (BB)

 01.07.1989 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 27.08.2012: "1989: Ein Wirbelsturm zieht am 1. Juli aus Richtung Göttin über die Innenstadt und dreht hinter Klein Kreutz ein. Die Feuerwehr fährt 200 Sturmeinsätze: gen Klein Kreutz liegen etwa 20 Bäume auf der Straße, ein Baugerüst stürzt in der Geschwister-Scholl-Straße auf die Oberleitung der Straßenbahn, der Neustädtische Friedhof wird schwer verwüstet." - Dazu der Bericht eines Anwohners (August 2012): "Es begann nachmittags, am Horizont Richtung Elbe hielt sich eine schwarze Wand über 3 Stunden auf. Ich war damals im Schwimmbad Am Marienbad in Brandenburg. Ich ging um 18 Uhr zur Straßenbahn und fuhr nach Hause. Dort kam ich um 18.15 an. Ich ging ans Fenster meines Zimmers und beobachtete das Gewitter und wartete auf den vielen Regen: Es ging dann so um 19 Uhr los. Der Tornado wurde beim Hbf Brandenburg gesichtet, marschierte Richtung Nordosten durch die Friedensstraße (Heute Sankt-Annen-Straße), erreichte den Neustadt Markt und deckte dort einige Dächer ab, zog dann über die Dominsel und erreichte den Ort Klein Kreuz, wo er auf der Landstraße viele Linden (typische Brandenburger Allenstraße) entwurzelte. Dann bog er Richtung Osten bis Südosten ab zur Havel." - "Meine Mutter konnte den Tornado sehen und wie er ihr altes Haus, wo sie als Kind wohnte, einige Dachziegel abdeckte und auch bei Nachbarhäusern. Es gab sicher auch noch andere Augenzeugen. Auf der Straße nach Weseram - heute L91 - sind viele Alleebäume umgeknickt und er ist bei Saaringen und Weseram vorbeigezogen. Auch der Strom war kurz weg, das habe ich gut in Erinnerung, es flackerte das Licht mehrmals und dann war es für 1 Minute ganz weg."

Verdachtsfall Brandenburg an der Havel (Skywarn)
August

Guben (BB)

 31.08.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, August 1988 - Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau (von Barbara Remus) zu einer Ausstellung des Gubener Hobbyfotografen Dieter Karpinski im Gubener Stadt- und Industriemuseum: "Veränderungen in ganz anderem Sinne hat Karpinski im Sommer des Jahres 1988 festgehalten. Da sei er am Tag durch die Stadt geradelt, um im Bild die Schäden festzuhalten, die der Orkan hinterlassen hatte."

Bilder von Veränderungen (Lausitzer Rundschau)
Juli

Petzow (BB)

 05.07.1988 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach einem Bericht der Potsdamer Neusten Nachrichten vom 04. Juli 2002 soll dieser Tornado in Petzow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) aufgetreten sein. Er richtete Schäden im Ort und auf einem Campingplatz an. Hier wurden einige Wohnwagen zerstört und zahlreiche Zelte fortgetragen.
Mai

Zeuthen (BB)
[Region: Großer Zug (See)]

 23.05.1988 / Stärke (W) Verdacht
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 12. Juli 1988: "Seltenes meteorologisches Phänomen bei Berlin beobachtet - Auf ein meteorologisches Phänomen, auf dem Großen Zug (Anm.: See am südöstlichen Stadtrand von Berlin) bei Ziegenhals, das am Pfingstmontag aufgetreten war, machte unser Leser Arnim Beyer, Berlin 1143, aufmerksam. Dort war nämlich das seltene Schauspiel einer Wasserhose zu beobachten. In Ufernähe hatte sich auf dem Wasser ein Strudel von etwa sieben Meter Durchmesser gebildet, der sehr schnell in eine rasende Rotation versetzt wurde. Die in Uhrzeigerrichtung immer rasanter ablaufende Drehung war so heftig, daß das Wasser vom Rande des Strudels aufwärts gerissen wurde, wobei Tausende feiner Wassertröpfchen bis zwei Meter hoch in eine fast horizontale Kreisbewegung versetzt wurden. Unser Leser wollte wissen, wie es zu einer solchen Wasserhose kommen kann. Dr. Thilo Günther, Direktor des Forschungsinstituts für Hydrowettermeteorologie, schrieb uns dazu: Bei der am Pfingstmontag auf dem Großen Zug bei Berlin beobachteten Erscheinung handelt es sich um eine Kleintrombe. Solche Wirbel entstehen über stark erhitztem Boden durch Aufstrudeln der heißen Bodenluft. Die Drehrichtung hängt dabei von Zufälligkeiten ab, die Lebensdauer der Wirbel ist meist auf wenige Minuten beschränkt. Kleintromben wachsen vom Boden nach oben und erreichen nur eine Höhe von einigen Dekametern bei vertikaler Drehachse und Durchmessern zwischen einem bis hundert Metern. Je nach der Unterlage bestehen sie aus Sand, Staub oder Wasser. Größer als die Kleintromben sind die Wind- oder Wasserhosen. Sie entstehen nicht am Erdboden, sondern an der Untergrenze von meist mächtigen Gewitterwolken in einigen 100 bis 1 000 m Höhe und erreichen Duchmesser bis zu 100 m. Aus anfangs beutelförmig herabhängenden Wolkenteilen entwickelt sich ein Wolkenschlauch, der sich wie ein Elefantenrüssel bis zur Erde herabsenken kann. In ihm herrscht eine starke Drehbewegung und bei Bodenberührung wirbelt er alles in die Höhe. Windhosen, in Nordamerika Tornados genannt, richten oft starke Verwüstungen an, indem sie Bäume umbrechen und Häuser abdecken. Die Windgeschwindigkeit am Boden läßt sich kaum messen, da bisher kein Windmeßgerät einem Tornado standzuhalten vermochte. Aus der Zerstörungskraft von Tornados konnte aber auf Windgeschwindigkeiten zwischen 360 und 720 km/h geschlossen werden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Da nicht sicher ist, dass es keine Verbindung zu einer Wolke gab, besteht hier ein Verdachtsfall.
Dezember

Großbeuthen (BB)

 Jahr 1987 / Stärke (F1) Bestätigt
Kommentar eines Anwohners: "Ein weiterer schwerer Sturm war 1987. bei diesem Sturm bildete sich eine Windhose, in deren Bereich 70 dicke Bäume (Eichen bis zu einem Meter Durchmesser) entwurzelt wurden. Zum Glück ging diese Windhose seitlich am Dorf vorbei. Sie hinterlies eine kilometerlange Spur der Verwüstung." (Quelle: Tornado im Münsterland, WDR, 22.07.08)
Juli

Brieselang (BB)

 13.07.1984 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am Dach des zuvor beschriebenen ersten AWG-Block richtete eine Windhose einen beträchtlichen Schaden an. Nach einigen Hitzetagen im Juli 1984, genau gesagt am Freitag den 13., zog am Nachmittag eine kleine Gewitterwolke auf. In Sekundenschnelle zog eine Windhose eine Schneise der Verwüstung durch die Gemeinde. Sie erfasste zunächst das Dach des AWG-Blocks, zog weiter in Richtung Rotdornallee, bis hin zum Kirmesplatz. In einem zirka 80m breiten Streifen wurden Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt, Lichtleitungen beschädigt sowie Platten und Wäschestücke in die Luft geschleudert. Zum Glück wurden keine Personen verletzt, doch der Schaden war enorm. Trotz des akuten Mangels an Dachsteinen, konnte der Schaden in kurzer Zeit beseitigt werden." (Quelle: Brieselanger Chronik von Arno Heinrich
Mai

Tramnitz (BB)

 24.05.1979 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am Himmelfahrtstag, dem 24. Mai 1979, wurde Tramnitz von einem Wirbelsturm heimgesucht, dem sämtliche alten Bäume an der Dorfstraße zum Opfer fielen und der fast alle Gebäude mehr oder weniger beschädigte. Die Kirche kam glimpflich davon. Glücklicherweise gab es weder Tote noch Verletzte." (Quelle: Kirchenkreis Kyritz Wusterhausen)

Tramnitz (Kirchenkreis Kyritz Wusterhausen)

Bad Liebenwerda (BB),
Prestewitz (BB),
Schönborn (BB)

 24.05.1979 / Stärke (F4) Bestätigt
Ein sehr starker Tornado zog in einer teilweise 200 bis 400 Meter breiten Schneise von Bad Liebenwerda bis nach Lichtena und dann noch weiter nach Nordnordosten auf einer mehr als 55 Kilometer langsam Zugbahn, mindestens bis in den Bereich westlich von Lübben. Dabei wurden einige Häuser in mehreren Ortschaften schwer beschädigt oder zerstört, unter anderem richtete der Tornado auf der ehemaligen LPG Prestewitz und gegen 17:26 Uhr MEZ in Schönborn-Eichwald bei Doberlug-Kirchhain erhebliche Schäden an. In Werenzhain, das einige Kilometer nordöstlich liegt, brach der Tornado die Esse der Ziegelei mittig ab. Der Tornado wurde u.a. wegen verfrachteter Mähdrescher in der Fujita-Skala als F4 eingestuft. Diese neuen Erkenntnisse wurden im März 2010 auf dem Extremwetterkongress in Bremerhaven vorgestellt.

Tornado bei Bad Liebenwerda
Schwerster Tornado der letzten Jahre entdeckt (wetter.info, 09.03.2010)

Finsterwalde (BB)

 24.05.1979 / Stärke (F2) Bestätigt
Starker Tornado gegen 17:10 MEZ, Zugbahn von SSW nach NNE (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht der DDR)
November

Dargersdorf (BB)

 13.11.1972 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Auskunft des Stadtarchivs Zehdenick wurde in damaligen Zeitungen davon gesprochen, dass der Orkan eine kilometerlange Schneise in den Wald nahe Dargersdorf geschlagen hatte. Näheres ist derzeit nicht bekannt.
Juni

Göhlsdorf (BB)

 24.06.1967 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 27. Juni 1967: "Starke Gewitter verursachten Schäden - Berlin (ADN). Am Wochenende und in der Nacht zum Montag richteten starke Gewitter in verschiedenen Bezirken der DDR zahlreiche Schäden durch Blitzschlag, Hagel und Sturmböen an. Im Bezirk Leipzig setzten Blitzschläge zwei Scheunen in Brand. Sturmböen deckten in Bad Düben Dächer ab, entwurzelten Bäume and beschädigten Mauern und Zaune. In der Gemeinde Göhlsdorf, Kreis Jüterbog, zerstörte ein Wirbelsturm drei Scheunen und Schuppen. In einer LPG des Kreises Oschatz tötete ein Blitz 13 Jungbullen. Auch Im Bezirk Cottbus gerieten Scheunen und Stallgebäude durch Blitzschläge In Brand. Zu einem Stromausfall kam es in der Nacht zum Montag im ostthüringischen Kreis Rudolstadt, als ein Blitz in eine Hochspannungsleitung einschlug. Bereits am Sonnabend waren im Bezirk Gera zahlreiche Schäden durch schwere Gewitter angerichtet worden. In allen betroffenen Gebieten leiteten die Räte der Kreise Sofortmaßnahmen zur Beseitigung der Schäden ein." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, weitere Quelle: DWD, Regionalzentrale Potsdam).
Dezember
Juli

Ziezow (BB)

 18.07.1962 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"CHRONIK: Windhose richtete starke Verwüstung an. ZIEZOW. Am vergangenen Freitagabend richtete eine Windhose in Ziezow erhebliche Verwüstungen an. Gegen 19 Uhr wurde es schlagartig dunkel. Hagelkörner in der Größe eines 5-Mark-Stückes prasselten herunter, und ein Orkan fegte über das Dorf. Innerhalb von fünf Minuten stand hier alles kopf. Scheunentore wurden ausgehängt, Fensterscheiben eingedrückt und Bäume entwurzelt. Auch Dachziegel hob der Sturm ab, und die örtliche Stromversorgung war für Stunden unterbrochen. Einer der vielen freiwilligen Helfer stürzte von einer Leiter und mußte mit sechsfachem Beinbruch in ein Krankenhaus eingeliefert werden. MV vom 21.Juli 1962" (Quelle: MAZ, 30.04.2005)
Juni

Alt Buchhorst (BB)

 13.06.1961 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 15.06.1961 (Jahrgang 17, Nr. 163, Seite 6): "Der Campingplatz des ADMV bei Alt-Buchhorst wurde Dienstag durch eine Windhose teilweise zerstört. Ein Teil der Zelte und Ausrüstungen wurde in den Wald getrieben." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Alt Buchhorst befindet sich in der Landgemeinde Grünheide in der Mark, im Landkreis Oder-Spree, ca. 15 km östl. der Berliner Stadtgrenze. - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 21. Juni 1961: "In der vergangenen Woche, am 13. Juni, erlebten wir auf dem Campingplatz des ADMV Kiessee bei Alt-Buchhorst einen schönen Schreck. Eine Windhose überquerte den Platz. Baume wurden wie Streichhölzer urngeknickt, ein Zelt wurde aus seinen Befestigungen gerissen, zehn Meter hoch gehoben und ungefähr 50 Meter weiter auf dem See abgesetzt, wo es versank. Der kleine See hatte eine Springwelle von einem Meter. Andere Zelte und Ueberzelte landeten auf den Bäumen. Der Campingplatz ähnelte einem Schlachtfeld. Menschen kamen bei dem Unwetter nicht zu Schaden. Bei der Bergung der Zelte und des Zubehörs leisteten Angehörige der Nationalen Volksarmee vorbildliche Hilfe. Unter vielem anderen, wofür ihnen zu danken ist, holten sie sogar drei Kilometer vom Campingdorf entfernt eine Luftmatratze von einem Baum herunter." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Dezember

Paretz (BB)

 Jahr 1959 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Jahr nicht bekannt, Ereignis in den späten 1950er Jahren. Eine Windhose zog laut Augenzeugen durch den Park des Schlosses Paretz in Ketzin und richtete hier erhebliche Schäden vor allem an Bäumen an.
Juli

Eiche bei Bernau bei Berlin (BB),
Blumberg (BB),
Seefeld bei Werneuchen (BB)

 12.07.1959 / Stärke (F2) Bestätigt
Tornado mit erheblichen Schäden im ehemaligen Dorf Marzahn (Heute Berlin-Alt-Marzahn) und von dort aus weiter über Eiche, Blumberg und Löhme bis nach Weesow. Die Zugbahnlänge beträgt mindestens 16 Kilometer. Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 22. Juli 1959: "Schwerer Sturmschaden auf der LPG "Neue Ordnung" ? Berliner helfen beim Aufbau. -- Es war am Sonntag, dem 12. Juli. Am Morgen stöhnten die Berliner noch über die unsagbare Hitze, die seit Tagen über der Stadt brütete. Auch auf der LPG "Neue Ordnung" in Marzahn wird sehnlichst auf Regen und Abkühlung gewartet. Als sich der Himmel endlich gegen 11 Uhr bewölkt, hofft man, doch stattdessen ... Aus Südwest kommend jagt eine Böe heran. Sie führt Unmengen an Sand und Staub mit. Der Tag wird zur Nacht. Man kann die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Blitze zucken, der Donner grollt. In den Rinderoffenställen brüllt verängstigt das Vieh; die Hühner suchen vergeblich Schutz. Plötzlich läßt der Wind nach. Drohende Gewitterwolken werden am Himmel sichtbar. Für wenige Minuten herrscht völlige Stille. Aber schon naht das Inferno. Eine Windhose rast über das Land, alles mit sich reißend. Auf dem Feld wird ein Arbeiter von ihr erfaßt und durch die Luft geschleudert. Er landet auf dem Acker, fügt sich zum Glück keinen Schaden zu. Der Wirbelsturm erreicht die LPG. Wie Kartenhäuser fallen die Hühnerställe in sich zusammen. Von den Rinderoffenställen werden die Dächer abgehoben und segeln ? wie von unsichtbarer Hand gehalten ? durch die Luft. Sogar Steinmauern brechen zusammen. Und dann ist plötzlich alles vorüber. Zurück bleibt ein Chaos. Zehn Hühnerbaracken, zwei Rinderoffenställe, Gemüse im Werte von etwa 80 000 Mark und 75 Prozent der Haferernte sind zerstört. Das sind nur einige Angaben aus der Zusammenfassung der Sturmschäden. Ein derartiges Unwetter hatte Berlin noch nicht erlebt. So ist es den LPG-Mitgliedern auch unmöglich, die Verwüstungen allein in kurzer Zeit zu beheben. Aber ihr Hilferuf fand bei den Berlinern auch sofort offene Ohren. Aus den verschiedensten Betrieben kamen Arbeiter und Angestellte, um der LPG zu helfen. Am vergangenen Wochenende waren es etwa 350 Helfer. Erst am Sonnabend konnte mit dem Aufbau des ersten Hühnerstalles begonnen werden. Bis dahin waren Aufräumungsarbeiten zu leisten. Berge zerborstener Latten und zerknickter Bretter zeugen noch heute von der Katastrophe, und es wird auch noch einige Wochen dauern, bis alle Schäden beseitigt sind. Einen halben Kilometer von der LPG "Neue Ordnung" entfernt, liegt das VE-Gut Hellersdorf. Auch hier deckte der Wirbelsturm Dächer ab, verwüstete Gemüse und Getreide, aber die Schäden sind längst nicht so erheblich. Sie konnten zum größten Teil von den Arbeitern selbst wieder behoben werden. Während die LPG "Neue Ordnung" noch immer ein Bild der Verwüstung zeigt, stecken in Hellersdorf die Arbeiter mitten in der Ernte Der Feldbaubrigadier, Unionsfreund Otto Henschke, hat kaum zu einer Unterhaltung Zeit. Ständig überwacht er die Arbeit an der Dreschmaschine. "Solange ich zurückdenken kann, ein solches Unwetter habe ich noch nicht erlebt", sagt er. "Zum Glück war es bei uns nicht so schlimm wie auf der LPG. Trotzdem haben wir erhebliche Verluste an Getreide und Gemüse." Die Sachschäden sind fast alle wieder ausgebessert. Otto Henschke muß schon wieder weg. Eine neue Fuhre mit Gerste ist angekommen. Auf dem Rückweg zur Bus-Haltestelle in Marzahn komme ich noch einmal an der LPG "Neue Ordnung" vorbei. Gerade sind wieder neue Lastkraftwagen mit freiwilligen Helfern angekommen. Augenblicklich werden vor allem Maurer dringend benötigt, denn noch in dieser Woche soll die Hühnerfarm wieder aufgebaut werden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Am 29. Juli 1959 folgt in der Berliner Zeitung ein weiterer Bericht zu den Aufräumungsarbeiten.

Tornado in Marzahn (Skywarn)
August

Garrey (BB),
Zeuden (BB),
Lobbese (BB)

 13.08.1952 / Stärke (F2) Bestätigt
"RÜCKBLICK: Windhose und Hagelschlag. GARREY. Am Mittwoch, dem 13. August, hatten die Gemeinden Garrey, Zixdorf, Zeuden, Lobbese, Hohenwerbig und Dietersdorf unter einem besonders starken Unwetter zu leiden. Eine Windhose und ein Hagelschlag mit etwa taubeneiergroßen Hagelkörnern gingen über die genannten Gemeinden hinweg. Einige der Obstalleen sind fast vollständig umgeknickt oder entwurzelt worden. Einige Feldscheunen sind eingestürzt und Scheunen wie Hausdächer wurden abgedeckt. Auf den noch nicht geräumten Getreidefeldern wurden die Getreidegarben vollkommen durcheinandergewirbelt und zum Teil über 300 Meter mitgenommen. MV vom 16.August 1952" (Quelle: MAZ, 17.10.2005). Von Garrey bis Dietersdorf ergibt sich im Südteil des Landkreises Potsdam-Mittelmark eine ca. 10 bis 12 Kilometer lange Schadensspur.
Juni

Caputh (BB)

 26.06.1951 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am Nachmittag des 26.6.1951 wurden in Potsdam und Umgebung Trombenerscheinungen beobachtet, deren Weg sich aus ihren Spuren innerhalb des Stadtgebietes und aus Augenzeugenberichten verfolgen lässt. Die ersten Spuren einer Windhose fanden sich unweit des Bahndammes der Strecke Caputh-Wildpark in einem Laubengelände in der Brandenburger Vorstadt, wo in einzelnen Gärten Obstbäume abgedreht und Lauben beschädigt wurden. Ein Kleingärtner wurde auf den Wirbel aufmerksam gemacht und durch abgerissene und in einiger Höhe in zyklonalem Sinne rotierende Äste. Von einer wirbelnden Staubwolke ("Staubball") berichtete ein Gartenarbeiter, die heulend mit großer Geschwindigkei über ein [...]" (Quelle: König, Willi: Zeitschrift für Meteorologie; Meteorologischer und Hydrologischer Dienst der Deutschen Demokratischen Republik , 1952; Bd.6; Akademie-Verlag, 1952; S.151)

Tornado in Caputh (Skywarn)

Potsdam (BB)

 26.06.1951 / Stärke (F1) Bestätigt
"Eine Windhose rast mit einer Breite von 100 m durch den Park von Sanssouci, entwurzelt eine 25 m hohe Tanne, knickt andere Bäume wie Streichhölzer, reißt am Schloss Charlottenhof mehrere 40 cm starke Zementsäulen ein und zertrümmert zusammen mit Hagelschlag Fensterscheiben. Das Unwetter dauert nur drei Minuten." (Quelle: Wetter und Witterung von 1950 bis 1961) - Gegen 15 Uhr warf der Tornado auf einer Bahn von Südwest nach Nordost 30-40 Bäume mit einem Stammdurchmesser bis etwa 50 cm um und am Schloss Charlottenhof wurden 10 gemauerte Pfeiler umgestoßen. - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 28. Juni 1951: "Potsdam (ADN). Eine Windhose raste Dienstag nachmittag über den Park von Sanssouci. Viele alte Bäume, darunter eine 25 Meter hohe Tanne, wurden entwurzelt. Am Schloß Charlottenhof riß der Sturm Zementsäulen von 40 Zentimeter Dicke um." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 01. Juli 1951: "Eine Windhose richtete in Sanssouci erhebliche Schaden an. Die 26 vierkantigen Säulen der Pergola am Schloß Charlottenhof, die gerade frisch verputzt waren, brachen wie Streichhölzer zusammen. Viele alte Räume, darunter eine 25 Meter hohe Tanne, wurden entwurzelt." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Tornado im Park Sanssouci (Wetterchronik)
April
August

Lübbenau / Spreewald (BB)

 14.08.1948 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 01. September 1948: "14. August: Seit drei Tagen gießt es wie aus Kannen. Gewitter und Wirbelstürme am Donnerstag haben die Bäume wie Streichhölzer umgeknickt. Ackerwagen flogen durch die Luft, D&cher wurden abgedeckt, Licht- und Telefonleitungen sind stellenweise unterbrochen. 200jährige japanische Eichen liegen im Schloßpark von Lübbenau. Ihre Wurzeln hängen in der Luft. Ununterbrochen müssen die flachen Spreewaldkähne ausgeschöpft werden. Zehn Zentimeter Niederschlag pro Tag zeigt der Regenmesser an. Alle Wehre sind gezogen, aber das Wasser steigt. Der Spreewald, das natürliche Staubecken der Spree, droht zu überfluten. Selbst in den höher gelegenen Randgemeinden klettert der Grundwasserspiegel unaufhörlich." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Langewahl (BB),
Groß Rietz (BB)

 08.08.1943 / Stärke (F1) Bestätigt
Genaues Datum und Jahr unsicher (Quelle: Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Oktober

Bärenbrück (BB)

 18.10.1941 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: nicht bekannt. "Windhose" tog entlang der Dorfstraße durch Bärenbrück: "Das Ereignis wurde von den Einwohnern als Windhose bezeichnet. Es waren mindestens sieben Grundstücke betroffen, alle entlang der Dorfstraße, die etwas weiter von der Straße gelegenen Gehöfte waren nicht betroffen. Außerdem wurden vor dem Dorf mehrere Kiefern mit Wurzeln "umgelegt"."

Tornado in Bärenbrück
Juni
Juli

Prenzlau (BB)

 25.07.1937 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung "Der Bund" in Bern, Abendausgabe vom 28.07.1937: "Windhosee deckt ein ganzes Städtchen ab. - Berlin, 28.7. Ueber das bei Berlin gelegene Städtchen Prenzlau ging am Sonntag (Anm.: 25.07.) eine Windhose hinweg, die schweren Sachschaden anrichtete. Sämtliche Häuser wurden abgedeckt und zahlreiche Bäume entwurzelt. Auch im Kreise Liegnitz (Anm.: heute Polen) hat eine Windhose schwere Verheerungen angerichtet." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg).
Dezember

Bornim (BB)

 Jahr 1934 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ort: Potsdam-Bornim. Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 24.11.2008: "So stapfte die Gruppe der winterfesten Wanderer durch das verschneite Wegenetz und lauschte Geschichten wie jener über die gewaltige Windhose, die 1934 über Foersters Staudengärtnerei fegte."
Juli

Haaren (BB),
Plattenburg (BB),
Zernikow bei Gransee (BB)

 25.07.1933 / Stärke (F3) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 27.07.1933: "Windhose reißt Häuser ein. Wirbelsturmkatastrophe in der Prignitz. Wittenberge, 27. Juli. Ein schweres Unwetter, das von einem Wirbelsturm begleitet war, ging vorgestern abend über einen Teil der Prignitz nieder. Längs der Berlin-Hamburger Bahn zerstörte eine Windhose in einer Ausdehnung von 40 Kilometer zahlreiche Häuser und richtete in dem Plattenburger Forst sowie auf den Feldern ungeheuren Schaden an. In ganz kurzer Zeit wurden über 50 Millimeter Niederschlag gemessen. Das noch auf dem Felde stehende Getreide wurde völlig zu Boden gedrückt. Die Roggenstiegen wurden umgeworfen und fortgeweht. Auf dem Gut Haaren wurden zahlreiche Dächer abgedeckt und eine Scheunenwand eingerissen. Große Waldbestände wurden entwurzelt. Auf der Feldmark Zernikow wurde die Hochspannungsleitung durch umstürzende Bäume zerstört, so daß zahlreiche Dörfer ohne Licht waren. Auch der Fernsprechverkehr erlitt Unterbrechungen. Im Wilsnacker Sägewerk entstand durch Blitzschlag ein Brand, der glücklicherweise schnell gelöscht werden konnte."
August

Meyenburg (BB)

 21.08.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Königsberg (BB)

 01.06.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt, auch nicht welches Königsberg gemeint ist (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Klein Gottschow (BB)

 31.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht sicher. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 01.08.1928: "Schwere Unwetterschäden in der Priegnitz. Priegnitz, 1. Aug. Ein schweres Unwetter richtete in dem zwischen Perleberg und Pritzwalk gelegenen Gebiet großen Schaden an. Besonders hart getroffen wurde das Dorf Klein-Gottschow. Starke Bäume wurden durch einen Wirbelsturm entwurzelt und versperrten die Landstraßen. Die Obsterne ist durch Hagel und Sturm fast völlig vernichtet. Auch das Getreide hat sehr gelitten."

Gülpe (BB)

 19.07.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht sicher. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 21.07.1926: "Unwetter bei Rathenow. Ein Gewitter, das von einem schweren Wirbelsturm begleitet war, richtete in der Rathenower Gegend erheblichen Schaden an. Die elektrische Lichtleitung wurde teilweise zerstört, Bäume wurden umgeknickt und über 30 Telegraphenmasten umgelegt. Bei Gülpe wurde eine Scheune niedergerissen, unter deren Trümmern 8 Personen begraben wurden. Einige Personen wurden schwer, andere leicht verletzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Lindenberg (BB)

 04.06.1926 / Stärke (F0) Bestätigt
Gegen 18 Uhr MEZ schwacher Tornado etwa zwei Kilometer südlich von Lindenberg (Quelle: u.a. Mitteilungen des Aeronomischen Observatoriums Lindenberg, S. 58, August 1926)
Juli

Frankfurt (Oder) (BB)

 18.07.1918 / Stärke (F2) Bestätigt
"Die Windhose von Frankfurt a. d. Oder vom 18. Juli 1918 - Darüber berichtet H. Seilkopf (Met. Z. 40, 97 (1923)): Am 18. Juli wurde in Frankfurt a. d. Oder eine Windhose beobachtet. Gegen 1 1/2 p erschien im Nordwesten der Stadt ein Gewitter, das starke elektrische Entladungen brachte. Während es über die nördlichen Vorstädte und das Innere der Stadt zog, entwickelte [...]" (Quelle: Archives for meteorology, geophysics, and bioclimatology, 1971; weitere Quelle: Reinhard Joachim Süring, Leitfaden der Meteorologie, 1927)

Tornado in Frankfurt/Oder
Dezember

Lindow (Mark) (BB)

 Jahr 1916 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1916 - Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 11.12.2010: "Walter Streblow stöberte in seinem Fundus und stellte Interessantes zum Handwerk zusammen: Ein Bild der letzten Windmühle von Lindow (eine Windhose knickte sie 1916 ab), [...]"

Butzen bei Lübben (BB)

 Jahr 1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1913 - Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 03.02.2007 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Udo Mietk hält Butzener Geschichte(n) lebendig: «Im Jahre 1910 hat Friedrich Zöllner sein Haus in der jetzigen Laasower Straße aufgebaut. Nur drei Jahre später zerstörte eine Windhose das Anwesen», erzählt der Ortschronist.[...]"
März

Hammelspring (BB)

 27.03.1912 / Stärke (F3) Bestätigt
Teile eines Daches wurden bis ins 3 Kilometer entfernte Storkow verfrachtet (Quelle: u.a. T. Arendt, 1915: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen in den Jahren 1911 und 1912. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 282, Behrend, Berlin, 40 Seiten).
Februar

Butzen bei Lübben (BB)

 27.02.1912 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: T. Arendt, 1915: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen in den Jahren 1911 und 1912. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 282, Behrend, Berlin, 40 Seiten)
Juli

Pritzwalk (BB),
Eberswalde (BB)
[Region: Brandenburg, Polen (Landsberg a.W.)]

 24.07.1911 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Näheres über diesen möglichen nächtlichen Tornado von der Prignitz über Eberswalde bis Landsberg a.W. ist nicht bekannt. (Quelle: T. Arendt, 1915: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen in den Jahren 1911 und 1912. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 282, Behrend, Berlin, 40 Seiten)
Februar

Nauen (BB)

 17.02.1911 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 17. Februar 1911 riss ein Wirbelsturm den Uhrenturm herunter, welcher dann mit der Spitze im Dach stecken blieb, so dass glücklicherweise niemand zu Schaden kam." Quelle: Stadtgeschichte Nauen. Der Uhrenturm gehört zum Rathaus von Nauen im Havelland. Dazu eine Meldung der Coburger Zeitung vom 19.02.1911: "Eingestürzter Rathausturm. Nauen, 18. Febr. Gestern nachmittag hatten sich die Stadtväter zur Stadtverordnetensitzung versammelt, als ein Amtsdiener in den Saal stürzte, um von den bedenklichen Schwankungen des Turmaufsatzes des Rathauses Mitteilung zu machen. Der Diener hatte seinen Auftrag noch nicht erledigt, als ein ohrenbetäubendes, donnerähnliches Krachen und Poltern vernommen wurde. Durch den orkanartigen Sturm war der hölzerne Aufbau des Turmes, in dem die Uhr eingefügt war, und der Rundgang um den Turm auf die Straße gestürzt. Personen wurden nicht verletzt."
Juli

Trebbin (BB)

 07.07.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado in Trebbin ist nicht bekannt (Quelle: T. Arendt, 1913: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen im Jahre 1910. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 266, Behrend, Berlin, 68 Seiten)
August

Eberswalde (BB)

 10.08.1906 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 12.08.1906: "Ueber den Einsturz eines Zirkus während der Vorstellung werden aus Eberswalde folgende Einzelheiten gemeldet: Infolge eines starken Wirbelwindes wurde das Zelt des am Bahnhofe aufgeschlagenen Zirkus Island in die Höhe gehoben und entführt, während der ganze Bau mit furchtbarem Krach zusammenstürzte und die etwa 150 Zuschauer, meist Kinder, unter sich begrub. Der Sturm hatte sich in der Leinwand gefangen und mit gewaltiger Kraft den dreizehn Meter hohen und dreiundzwanzig Zentner schweren Mast, der das Zelt trug, mitten durchbrochen und die metertief eingegrabenen Holzstützen, an denen seitlich die Leinwand angebracht war, zum Teil aus dem Erdboden herausgerissen. Niemand wurde von den Zuschauern verletzt."
Dezember

Preschen (BB)

 Jahr 1901 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1901 - "Im Jahre 1901 wurde im Preschener Mühlbusch ein größerer Bestand von ihr durch einen Wirbelsturm niedergelegt. Da an dem Orte genügend Anflug vorhanden war, überließ man es der Natur, sich selbst wieder auf die Beine zu bringen." (Quelle: Verhandlungen des botanischen Vereins des Provinz Brandenburg, Botanischer Verein der Provinz Brandenburg, Bd. 77-78, 1937)
August

Falkenberg bei Fürstenwalde (BB)

 20.08.1901 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado in Falkenberg, etwa 10 Kilometer ostnordöstlich von Fürstenwalde/Spree im Landkreis Oder-Spree entfernt, ist nicht bekannt. (Quellen: "Fortschritte der Physik", Deutsche Physikalische Gesellschaft - Physics - 1902, Seite 216 sowie "Die Windhose am 20. August 1901 in Falkenberg O.-S.", Das Wetter 18, 264, 1901)
Juli

Zeuthen (BB)
[Region: Zeuthener See]

 21.07.1901 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 24.07.1901: "Sieben Personen bei einem Bootsunfall ertrunken. Eine furchbare Katastrophe hat am Sonntag Nachmittag unweit des beliebten Ausflugsortes Hankels Ablage (Anm.: heute Ortsteil von Zeuthen) bei Berlin sieben Menschenleben vernichtet. Infolge eines Wirbelsturmes kentere das mit drei Männern, drei Frauen und vier Kindern besetzte Segelboot "Albatroß" des Herrn Rich. Holzmann. Die Männer wurden durch eiligst vom Lande herbeieilende Rettungsmannschaften gerettet, während die Frauen und Kinder, die sich in der Kajüte befanden und diese nicht verlassen konnten, ertranken. [...]" Der Tornado trat vor einem kräftigen Gewitter auf, er drehte das Boot mehrfach im Kreise, bevor es auf die Seite schlug und dann kenterte.
Mai

Altglietzen (BB)

 26.05.1901 / Stärke (F2) Bestätigt
"Unwetter. Ein Teil der Ziegelei von Bailfier & Co. in Alt-Glietzen (Neumark) wurde durch eine Windhose am Pfingstfeste in einen Schutthaufen verwandelt." (Quelle: Tonindustrie-Zeitung und Keramische Rundschau: Zentralblatt für das Gesamtgebiete der Steinen und Erden, Band 25, Teil 1; S.1077)
August

Cottbus (BB)

 19.08.1898 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.08.1898: "Kottbus, 19. August. Ein gewaltiges Unwetter suchte Kottbus und die Umgegend heim; mehrere Personen wurden vom Blitz erschlagen, darunter in Kottbus Frau Buettner und in Hartmannsdorf Gemeindevorsteher Elsner. Zahlreiche Fabriken und Häuser wurden durch niedergehende Blitze und Wirbelwind verwüstet, in den Wäldern großer Holzschaden angerichtet." - Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 21.08.1898: "Unwetter - Berlin, 20. August. Ein gewaltiges Unwetter suchte die Niederlausitzer Fabrikstadt Cottbus und deren Umgebung heim. Mehrere Personen wurden vom Blitz erschlagen. An Gebäuden wurde viel Schaden angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Schönefeld bei Berlin (BB)

 19.07.1895 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 28. Juli 1895: "Zu dem Einsturz des Thurmhelms der St. Matthias-Kirche ging der "Baugewerks-Ztg." folgende Mittheilung zu: Der durch den Sturm vom 19. d. M. umgestürzte Helmbau hatte eine Höhe von etwa 37 Meter, das massive Mauerwerk darunter eine solche von 57 Meter. Zur Fertigstellung der obersten Thurmspitze und Aufbringung der Bekrönungszeichen war ein Gerüst um den Helm konstruiert, das seinen Halt nur in diesem fand. Das Gerüst bot dem Sturme nicht genügend Widerstand, kippte um und riß den Thurmhelm selbst mit in die Tiefe, weil das Holzwerk mit dem darunter befindlichen Thurmmauerwerk nicht verankert war. Nach Ansicht des Berichterstatters hätte der aufgesetzte Helmbau mindestens in jeder Ecke mit dem quadratischen massiven Unterbau durch starke tief nach unten greifende eiserne Anker verbunden sein müssen. Im übrigen macht das Mauerwerk bezüglich seiner Ausführung einen durchaus soliden Eindruck, so daß die Annahme, der Unfall finde nur in den elementaren Einwirkungen seine Ursache, ihre Begründung hat. - Demselben Blatt schreibt ein im Kirchenbau erfahrener Meister: "Die Konstruktion des Helmes war gut. Der Umsturz ist lediglich dem Umstande zuzuschreiben, daß das für Befestigung des Thurmkreuzes an die obere Spitze des Helmes angebrachte Gerüst den eigenartig mächtig, stoßweise aufgetretenen Sturm (Einige behaupten, es sei ein Wirbelsturm gewesen) zu viel Angriffsgelegenheit geboten hat. Höhere Gewalt hat gewaltet! Das ist alles, was man zu dem Fall sagen kann. Die Aeußerungen, "der Helm sei mit dem Mauerwerk nicht durch Anker verbunden gewesen," beruhen auf Unkenntnis derartiger Konstruktionen. Thurmhelme sollen nie in dem Mauerwerk der Thürme verankert werden. Das ist eine Grundregel für den Thurmhelmbau." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
März

Böhne bei Rathenow (BB)

 31.03.1895 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen 14 Uhr in Böhne in der Altmark (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Mai

Schönefeld bei Berlin (BB)

 14.05.1894 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 22. Mai 1894: "Ueber die Windhose, welche am zweiten Feiertage von Waßmannsdorf aus in der Richtung von Schönfeld beobachtet wurde, ging in den letzten Tagen ein mit allerlei Details ausgeschmückter Bericht durch die Presse, der nicht nur zu erzählen wußte, daß die Windhose auf dem Müggelsee eine Wasserhose angezogen habe, sondern auch, daß von ihr Dächer abgedeckt und eine Menge Bäume ausgerissen worden seien. Wenn auch nicht in Abrede gestellt werden kann, daß in früheren Beschreibungen von Wind- und Wasserhosen derartiges und noch Schlimmeres über die verwüstenden Wirkungen solcher engbegrenzter Wirbelstürme zu lesen ist, so versichern, wie auf Grund genauer Erkundigungen gesagt werden darf, die Augenzeugen des hier in Rede stehenden Phänomens dennoch, daß diese Schilderungen im vorliegenden Falle nur dann zutreffen, wenn man seiner Phantasie keine Schranken auferlegte. In Wirklichkeit habe die Pfingstwindhose trotz ihrer meilenweit sichtbaren Erscheinung sich nur in der Schönfelder Gegend dadurch unangenehm bemerkbar gemacht, daß sie einige Getreidefelder aufgewühlt habe. Im Uebrigen zeigt sich bei dieser Gelegenheit wieder einmal die ungemeine Schwierigkeit, selbst über die scheinbar unbestreitbarsten Dinge absolut zuverlässige Berichte zu erlangen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Potsdam (BB),
Wannsee (BE)
[Region: Griebnitzsee]

 05.07.1892 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 09. Juli 1892: "Das Schauspiel einer Windhose bot sich vorgestern Nachmittag gegen 3/4 3 Uhr in der Gegend zwischen Neubabelsberg und Wansee. Um genannte Zeit zog eine dichte Wolke über Neubabelsberg, welche die ganze Gegend in totale Finsternis hüllte. Nur hin und wieder zuckte ein greller Blitzstrahl auf. Wenige Minuten darauf konnte man beobachtetn, wie sich die Wolke förmlich in einen Klumpen zusammenballte und sich trichterförmig fast bis zum Erdboden herabsenkte. Gleich darauf brauste ein Wirbelwind, dessen Stärke von Sekunde zu Sekunde zunahm, über die Fluren dahin, legte die Saat nieder, knickte starke kräftige Tannen im Nu um, schälte von Bäumen die Rinden ab und schleuderte starke Aeste fußhoch in buntem Wirbel in die Luft. Die Wogen des Griebnitzsees und anderer Gewässer gingen mehrere Meter hoch und überflutheten auf große Strecken hin die Ufer. Die Windhose hielt etwas 60-90 Sekunden an und nahm dann ihren Weg nach Wannsee zu, wo sich der Wirbel in Hälften theilte und dann plötzlich verschwand." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkungen: Den Ort Neubabelsberg gibt es heute nicht mehr. Die Bezeichnung ist Babelsberg-Nord, ein Ortsteil von Potsdam. Der östliche Teil von Neubabelsberg heißt heute Griebnitzsee (auf Höhe des Bahnhofs), benannt nach dem naheliegenden Rinnensee Griebnitzsee, welcher auch die Grenze zu Berlin darstellt. Die Wegstrecke von hier bis nach Wannsee beläuft sich auf ca. 5 km von Südwest nach Nordost. Die Schadensbeschreibungen der abgeschälten Baumrinden ist sehr interessant. Gebäudeschäden hat es anscheinend nicht gegeben (damals war das Gelände dort noch nicht so verbaut).

Beeskow (BB),
Müllrose (BB)

 01.07.1891 / Stärke (F0) Bestätigt
Innerhalb einer 12 km langen, von Südwest nach Nordost verlaufenden Schneise gab es erhebliche Ernteschäden. (Quelle: Meteorologische Zeitschrift, 1891)
Juni

Elsthal (BB)

 20.06.1891 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 25. Juni 1891: "Luckenwalde, 24. Juni - Eine Windhose, welche dem am Sonnabend über die Luckenwalder Gegend heraufgezogenen Gewitter voranging, hat in den umliegenden Wäldern großen Schaden angerichtet. Zu recht trauriger Weise hat der Orkan in dem schönen Elsthal gewüthet, eine auch von Berliner Ausflüglern gern besuchte Waldpartie. Dortselbst sind nicht weniger als nahezu ein halbes Hundert der prächtigen Bäume theils entwurzelt, theils umgebrochen worden. Bei dem darauf entretenden Gewitter hat der Blitz an verschiedenen Stellen gezündet." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkung: Der Ort Elsthal südlich von Luckenwalde entspricht dem Ort der Beschreibung, wenngleich es Elsthal als Siedlung erst seit den 1920er Jahren gibt.
Dezember

Frankfurt (Oder) (BB)

 Jahr 1890 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1890 - Trat 18:25 bis 18:30 Uhr MEZ auf (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juli

Nauen (BB),
Grünefeld (BB)

 24.07.1890 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:30 Uhr MEZ. Erhebliche Schäden in Grünefeld, die meisten Dächer abgedeckt, die Kirchturmspitze abgebrochen, eine Scheune und ein Schuppen komplett eingestürzt, eine Mühle zerstört. (Quellen: Verschiedene Tageszeitungen sowie Richard Henning: Das Wetter in Deutschland, Franck'sche Verlagshandlung Stuttgart, Juni 1947)

Bericht zum Tornado in Grünefeld

Heinersdorf bei Fürstenwalde (BB)

 12.07.1887 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 19. Juli 1887: "Müncheberg. Am 12. d.Mts., Vormittags bald nach 10 Uhr, zog über das nahegelegene Heinersdorf in der Richtung Westen nach Osten, eine Windhose, die arge Verwüstungen angerichtet hat. Viele abgedeckte Dächer und entwurzelte Bäume bezeichnen ihren Weg." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
August

Zehdenick (BB)

 01.08.1877 / Stärke (F3) Bestätigt
Zu diesem Ereignis in Zehdenick (an der Havel im Landkreis OHV, 55 km nördlich von Berlin) gibt es zahlreiche Berichte, die auf gewaltige Schäden schließen lassen. Wegen der Schwere und Art der Schäden innerhalb eines relativ eng begrenzten Gebietes ist von mindestens einem Tornado zumindest als Mitverursacher auszugehen. Allein in Zehdenick kamen 4 Menschen ums Leben, weitere 8 wurden zum Teil schwer verletzt. Eventuell wurde auch die Stufe F4 der Tornadoskala erreicht.

Sturmkatastrophe August 1877 in Zehdenick ( Skywarn)
Tornado Raum Zehdenick 1877
Geschichte ( Dorfverein Klein-Mutz e.V.)

Gorgast (BB)

 02.08.1867 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Jahr unsicher. "Tromben und Windhosen. Eine solche, die starke Verwüstungen anrichtete, wurde am 2. Aug. bei Schaumburg a/O. in der Nähe von Küstrin während des Zusammenstoßes zweier Gewitter beobachtet. Sie entwurzelte während ihres Laufes die Bäume, auf welche sie traf, deckte die Dächer von Häusern ab und hob leichtere Gergenstände, wie Baumzweige u.s.w. kreiselförmig in die Höhe. Auf ihrem Wege überschritt sie die Oder und bot während dessen den Anblick einer Wasserhose. Auf dem Flusse schien ein umgekehrter Wolkenkegel zu ruhen, der das Wasser bis zu 40 Fuß Höhe emporsaugte und Fische selbst mit bis ans Ufer nahm. Eine am Oderteiche weidende Viehherde wurde herumgedreht und theilweise zu Boden geworfen. Das Phänom verlor sich in der Richtung nach Gorgast im Oderbruch." (Quelle: Hermann Joseph Klein. Gaea, Natur und Leben, Band 4. Köln und Leipzig, 1868) - Anmerkung: Das Schaumburg an der Oder befindet sich in der Provinz Lebus und ist seit 1945 polnisch unter dem Namen Szumilowo. Von dort aus zog der Tornado über die Oder und in den Gemeindebereich von Bleyen und Genschmar bis nach Gorgast. Das ergäbe eine Zugrichtung von N nach S (tendenziell). Also haben wir hier einen Grenzgänger, ein Tornado aus Polen nach Deutschland, Wegstrecke wäre ca. 7 km. Laut des Artikels war Küstrin selbst nicht betroffen.
Mai

Schwedt / Oder (BB)

 30.05.1850 / Stärke (W) Bestätigt
Der Tornado trat auf der Oder bei Schwedt auf, Näheres ist nicht bekannt. (Quelle: Fleming, J.R. and R.E. Goodman, 1994: International Bibliography of Meteorology. Diane Publishing Company, Upland, Pennsylvania, 701 S.)
Dezember

Gröben bei Ludwigsfelde (BB)

 Jahr 1848 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Auch das Jahr 1848, das verdoppelt die Forderung einer Rückkehr in das staatliche Leben an ihn stellte, riß ihn nicht heraus; im Gegenteil, er schloß sich inniger an die Seinen an, [337] die seine Treue mit Treue lohnten, und während das ganze Preußen erschüttert hin und her schwankte, wurde Gröben von keinem anderen Sturm getroffen als von einem wirklichen Orkan, der denn auch die mehrhundertjährige, vor dem Herrenhause wachehaltende Linde niederwarf. Er sah sie den Morgen darauf entwurzelt am Boden liegen und ordnete an, daß sie zu Brettern geschnitten und ein Teil derselben für seinen Sarg beiseite gelegt werde." (Quelle: Theodor Fontane, Gröben und Siethen unter den neuen Schlabrendorfs)

Großbeuthen (BB)

 Jahr 1848 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1848 - Kommentar eines Anwohners: "Im Jahr 1848 gab es nachweislich hier einen ebensolchen Sturm. Es ist verbürgt, dass der Ort schwer beschädigt wurde. Dabei gab es zusätzlich noch einen Hagelschlag. Federvieh wurde auf den Wiesen vom Hagel erschlagen, die gesamte Ernte wurde vernichtet." (Quelle: WDR, 22.07.08)
Juni

Biesenthal bei Bernau bei Berlin (BB)

 06.06.1848 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Auskunft der evangelischen Gemeinde trat bei Biesenthal eine Windhose auf: "In hiesigen Chroniken ist von einer zerstörerischen Windhose die Rede, das war am 6. Juni 1848, 30.000 Bäume fielen damals im Biesenthaler Stadtforst." (Quelle: Bericht von Thilo Kühne). Weiterer Hinweis, aber mit falscher Jahresangabe: "Der eine Turm gehört zur evangelischen Pfarrkirche, die im 13. Jahrhundert erbaut, 1756 den Flammen zum Opfer gefallen war und in den Jahren 1764 - 1767 neu aufgebaut wurde. 1891 riss ein Sturm Kirchen- und Turmdach ab, das in der heutigen Form 1858/59 hergerichtet wurde." (Quelle: Chronik der Stadt Biesenthal).

Storkow (BB)

 26.06.1811 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 26. Juni erhob sich zu Reichenwalde, eine halbe Meile östlich von Storkow, in der Uckermark (Anm.: Fehler im Bericht, es muss Mark heißen), ein Wirbelwind. Zwei parallel laufende Gewitter klemmten eine lichte Hagelwolke ein, aus welcher dieser Sturm hervordrang, und rechts die Scheunen am Fürstenwalder, links am Beeskower Thor theils umwarf, theils abdeckte und verheerte. Vor dem ersten Thor wurde eine frei stehende Scheune ganz umgerissen. Ein Ackerbürger, der sich mit fünf Pferden vor dem Hagel dahinter geflüchtet, rettete sich vor dem Einsturz mit vier seiner Pferde; eine Ziegenhirtin mit zwei ihrer Kinder blieben darunter begraben; das dritte Kind entsprang nach der Stadt. Nachher wurden Mutter und Kinder fast ganz unverletzt aus den Trümmern hervorgezogen. Die übrigen Scheunen vor diesem Thor haben mehr oder weniger gelitten. Vor dem Beeskower Thor riß der Wirbelwind sechs Scheunen um, und ließ von sechsunddreißig nur zwei unverletzt; die mehrsten müssen abgerissen werden. In der Stadt sind viele Dächer abgedeckt, vom Kirchendach die eine Seite ganz; der Hagel hat die Fenster eingeschlagen; der Wirbelwind die ältesten stärksten Bäume entwurzelt, zersplittert; von einer Maulbeerpflanzung von tausend Bäumen stehen kaum hundert. Gewitter und Wirbelwind mögen zwei Viertelstunden gedauert haben. Die Einwohner hielten es für das Ende der Welt. Von der Art des Getöses läßt sich keine Beschreibung machen." (Quelle: Heinrich Zschokke, Miszellen für die neueste Weltkunde. 1811)

Guben (BB)

 05.06.1792 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Im Jahre 1792, den 8. Juni, war ein starker Sturm, welcher in Gehölzen, insbesondere in der Gubener Heide, viel Bäume umgeworfen und großen Schaden gemacht hat." (Quelle: Karl Gander: Geschichte der Stadt Guben unter Benutzung der Vorarbeiten des verstorbenen Professors Dr. H. Jentsch., 1925)
Dezember

Schwedt / Oder (BB)

 Jahr 1774 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1774 - "Viel Zeit seines Wirkens beanspruchten repräsentative Bauten in Schwedt. So hatte er die Orangerie in ein Operettenhaus mit 400 Plätzen und modernster Theatertechnik umzubauen. Die Freude über das gelungene Werk war kurz. Die arme Stadtgemeinde konnte nach des Markgrafen Tod 1783 die Bühne nicht mehr unterhalten und zwang Berlischky, es baulich in einen Getreideschüttboden umzuwidmen. Als ein Wirbelsturm 1774 den Glockenturm des Rathauses zum Einsturz brachte, war das gesamte Gebäude "dem Einfall nahe". Es wurde abgerissen und unter Berlischkys Leitung in nur vier Jahren ein neues Rathaus errichtet." (Quelle: Die Spur der Steine des Landbaumeisters)

Die Spur der Steine des Landbaumeisters (city-map Region Uckermark)
Juli

Stechlin (BB)

 01.07.1755 / Stärke (W) Bestätigt
Mindestens 2 Tornados. "Als das Lissaboner Erbeben war, 1755, waren hier Strudel und Trichter, und stäubende Wasserhosen tanzten zwischen den Ufern hin[...]." (Quelle: "Märkischer Bilderbogen", S.40, G.Heller, Berlin, 1976 (1.Auflage DDR)). Der Stechlin (oder auch Großer Stechlin/Großer Stechlinsee)ist ein See (ca. 300 ha groß) in der Menzer Heide im äußersten Nordwesten des brandenburgischen Landkreises Oberhavel. Der naheste besiedelte Ort ist, neben dem Gehöft Stechlin, das Dorf Neuglobsow (ca. 15 km NO von Rheinsberg).

Neue Rechercheergebnisse Region Nordost, Jahre 1648 bis 1972 (Skywarn)

Stechlin (BB)

 01.07.1755 / Stärke (W) Bestätigt
Mindestens 2 Tornados. "Als das Lissaboner Erbeben war, 1755, waren hier Strudel und Trichter, und stäubende Wasserhosen tanzten zwischen den Ufern hin[...]." (Quelle: "Märkischer Bilderbogen", S.40, G.Heller, Berlin, 1976 (1.Auflage DDR)). Der Stechlin (oder auch Großer Stechlin/Großer Stechlinsee)ist ein See (ca. 300 ha groß) in der Menzer Heide im äußersten Nordwesten des brandenburgischen Landkreises Oberhavel. Der naheste besiedelte Ort ist, neben dem Gehöft Stechlin, das Dorf Neuglobsow (ca. 15 km NO von Rheinsberg).

Neue Rechercheergebnisse Region Nordost, Jahre 1648 bis 1972 (Skywarn)
August

Baumgarten bei Gransee (BB)

 11.08.1740 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] und am 11 Aug. nachm. gegen 2 uhr kam mit einem mahl, wie mans zu Baumgarten bemerket, von osten her ein schneller fürchterlicher windstoß an, welcher in einem schmahlen strich fortgegangen, und wo er hingekommen, in einer minute strohdächer zerissen, äste von baümen sonderlich linden abgerissen, zu gedachtem Baumgarten auch eine scheune heruntergeworfen, welche zwar auf 3 pferde, iedoch so gefallen, daß selbige unbeschädiget wieder hervorgezogen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751)
Juni

Postlin (BB),
Dallmin (BB)

 23.06.1740 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] A. 1740 am 23 Jun. nachm. zwischen 12 und 1 uhr hat solcher Sturm bei Dalmin, Postlin etc. Perlb. Insp. gewütet, der zugleich mit einem Hagel vergesellschafftet gewesen, [...]." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 505. - Berlin, 1751)
August

Liebenwalde (BB)

 07.08.1738 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum nicht genau bekannt. "Windhosen und Blitzschläge: Zwei Jahre zuvor, 1738, ging ein Sturm über die Stadt hinweg, der die Gebäude in ihren Grundfesten erschütterte, Dächer abhob, Scheiben zerstörte, Bäume ausriss, das Vieh über die Wiesen fegte und die Windmühle zerstörte. Durch Blitzschlag brannten 1717 kurz vor der Ernte 42 Scheunen nieder, nur sieben blieben stehen. Das gleiche Schicksal ereilte den Scheunenkomplex 1754, als am 12. September 77 Scheunen niederbrannten. Der Autor ist Bürgermeister in Liebenwalde." (Quelle: MAZ, 05.11.2004). Ein Zusammenhang zum Fall Pausin, Oranienburg vom 07.08.1738 ist wahrscheinlich.

Liebenberg (BB)

 07.08.1738 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. A. 1738. 7. Aug. ist nachmittags ein gewaltiger Orkansturm mit regen, an einigen orten mit gewitter eingebrochen, der bei Liebenberg ein ganzes Bruch von den stärkesten Eichen, Büchen und Eschen übern haufen geworfen, viel gebaüde eingestürzt, und an einigen orten 3 stunden, in der gegend oranienburg aber nur wenig minuten vor dem Donnerwetter gedauert, und dennoch unsäglichen schaden gethan. Bei Pausin, Spand. Insp. sein die wolken so tief gegangen, daß man sich eines wolkenbruchs befürchtet. Bei Straußberg, Müncheberg, Trebnitz, Johannisfelde und der gegend, da anfangs kein regen gefallen, ist die Luft von aufgetriebenen sand und staub ganz dunkelgelb und so finster worden, als wanns nacht wäre gewesen, daß man auch licht anzünden müssen, welches eine gute halbe stunde gedauert, und ist bald hernach wieder ein schönes wetter geworden. Zu Angermünde ist der Kirchturm abgeworfen, zu Schievelbein das Kirchdach auf der einen seite abgedekket, die Kirchthürme zu Dobberzin und Selchow umgeworfen, bei Prizerbe alle heuwagen umgestürzet, sonst auch hin und wieder ställe und gebaüde eingeschmissen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751)

Pausin (BB)

 07.08.1738 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. A. 1738. 7. Aug. ist nachmittags ein gewaltiger Orkansturm mit regen, an einigen orten mit gewitter eingebrochen, der bei Liebenberg ein ganzes Bruch von den stärkesten Eichen, Büchen und Eschen übern haufen geworfen, viel gebaüde eingestürzt, und an einigen orten 3 stunden, in der gegend oranienburg aber nur wenig minuten vor dem Donnerwetter gedauert, und dennoch unsäglichen schaden gethan. Bei Pausin, Spand. Insp. sein die wolken so tief gegangen, daß man sich eines wolkenbruchs befürchtet. Bei Straußberg, Müncheberg, Trebnitz, Johannisfelde und der gegend, da anfangs kein regen gefallen, ist die Luft von aufgetriebenen sand und staub ganz dunkelgelb und so finster worden, als wanns nacht wäre gewesen, daß man auch licht anzünden müssen, welches eine gute halbe stunde gedauert, und ist bald hernach wieder ein schönes wetter geworden. Zu Angermünde ist der Kirchturm abgeworfen, zu Schievelbein das Kirchdach auf der einen seite abgedekket, die Kirchthürme zu Dobberzin und Selchow umgeworfen, bei Prizerbe alle heuwagen umgestürzet, sonst auch hin und wieder ställe und gebaüde eingeschmissen worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751)
Juli

Barnewitz (BB)

 31.07.1738 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Juli 1738 - "Im Jul. ist auch ein strich vom Sturmwind über Parnewitz, Spand. Insp. gegangen, wodurch ein schafstall übern haufen geworfen worden, worin 300 schafe, 3 ochsen und 3 Menschen sich aufgehalten. Weil aber die sparren sich auf einen darneben stehenden gelehnet, ist alles darin bis auf 15 erschlagene schafe gerettet worden." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 504. - Berlin, 1751)

Strausberg (BB)

 18.07.1735 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] auch wohl mit Hagel begleitet worden, [...] Am 18. Jul. ist in der Gegend Strausberg das Getreide, so auf dem schwat gelegen, oder in mandeln gestanden, zerstreuet, ein wagen mit getreide umgeworfen, [...]." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 503. - Berlin, 1751)
Februar

Drehnow (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Woltersdorf bei Erkner (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Niederfinow (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Prädikow (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Kienitz (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Görne (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Ahrensdorf (BB),
Beeskow (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Falkenrehde (BB)

 28.02.1734 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] am 28 Februar hat ein heftiger Sturmwind zu Krüden Seehaus. Insp. morgens gegen 8 uhr sich mit einer finstern dikken wolke eingestellet, und eine viertelstunde mit beschädigung der Gebaüde und Baüme ganz entsetzlich gewütet, und seinen strich über Breitenfelde, Apenb. Insp. und Wallsleben Werb. Insp. genommen, auch bis gegen abend, wiewohl nicht mit so ausserordentlicher heftigkeit angehalten. Man hat ihn auch empfunden in der Mittelmark, da er sonderlich gegen 5 uhr bei Falkenrade einen Stall, in der Kirchenheide die helfte von Baümen, bei Görne Raten. Insp. über 1000. der schönsten Bäume, zu Gr. Kienitz ein Haus, bei Strausberg in der Statheide 900. nutzbare Baüme, und 30 schok dergleichen in der Heide bei Sauen aus- und niedergerissen; auch zu Predikow, Niederfino, Wolfersdorf, Arensdorf, Beeßk. Insp. ingl. zu Drehnow Kroß. Insp. und sonst hin und wieder grossen schaden gethan. Sonderlich hat die einstürzung eines neuen pferdestalls zu Lichtenberg, Frankfurt. Insp. eine ansehnliche koppel Rußischer pferde, die daselbst zur herberge lagen, getroffen, davon der schade für Rußland sich auf 32000 thlr. soll belaufen haben." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)
Dezember

Oderberg (BB),
Bad Freienwalde (Oder) (BB)

 25.12.1733 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"A. 1733. 25 Dec. hat zwischen 10 bis 12 uhr ein solches gewitter die gegend Zedenik, Oderberg, Freienwalde, Küstrin, Landsberg a. d. W. betroffen, da die feuerstrahlen bis auf die erde geschossen, und ausser dem donner ein schreckliches getöse vom sturmwind gehöret worden, dabei das vieh in den ställen gebrüllet, zu Königswalde auch durch einen schornstein in die stube, iedoch ohne entzündung eingeschlagen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 516. - Berlin, 1751)
Juli

Reitwein (BB)

 11.07.1733 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] am 11 Jul. aber haben die örter Christindorf Zoß. Insp. Reutwen Frf. Insp. und dieser Landstrich sonderlich gelitten, und ist die Luft mit staub und sand ganz angefüllet und finster gewesen." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 502)
August

Gorgast (BB)

 16.08.1732 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genannt werden mehrere, weit auseinander liegende Orte. Daher ist auch von mehr als einenm Tornado auszugehen. Genaueres ist nicht bekannt. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] und am 16 Aug. ein windstrich über Biegen, Gorgast, Neuenwedel gegangen mit einem getöse als wanns gedonnert hätte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)

Biegen (BB)

 16.08.1732 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genannt werden mehrere, weit auseinander liegende Orte. Daher ist auch von mehr als einenm Tornado auszugehen. Genaueres ist nicht bekannt. "[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] und am 16 Aug. ein windstrich über Biegen, Gorgast, Neuenwedel gegangen mit einem getöse als wanns gedonnert hätte." (Quelle: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 und Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1, S. 502. - Berlin, 1751)
Dezember

Frankfurt (Oder) (BB)

 06.12.1704 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen. Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501)

Freyenstein (BB)

 06.12.1704 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen. Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501)

Lenzen (Elbe) (BB)

 06.12.1704 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Der A. 1704. Sonnabends vor dem II. Advent am 6. Dec. gegen 4 uhr mit schreklichem brausen entstandene Sturm hat die dächer an hohen haüsern in den Stäten, sonderlich auch in der Stat Frankfurt gar sehr beschädiget, auch den Knopf von dem nordlichen Kirchthurm in der Oberkirche herunter geworfen. Nirgends aber hat dieser Wind grössern schaden gethan als in der Prignitz zu Lenzen und Freienstein, als in der erstern er den Sonnabend nicht nur fast alle privathaüser samt dem Kirchdach mehrentheils aufgedekket, sondern den folgenden Montag frühe eine so grosse Feuersbrunst verursachet, daß fast die ganze Stat in feuer aufgegangen, wie in den Lenzischen Geschichten _. X. wird zu sehen sein; zu Freienstein aber hat er die Thurmspitze mit solcher heftigkeit über die Kirche geworfen, daß nicht allein das Kirchdach, sondern auch die Helfte des Gewölbes zerschmettert worden. S. Freienst. Gesch. _ V." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 501)
August

Jüterbog (BB)

 27.08.1693 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Den 17 Aug. Nachmittages zwischen 4 und 5 Uhren / erhub sich jähling (nachdem zuvor den gantzen Tag schön hell und klar Wetter und Sonnenschein gewesen /) ein grausam starcker Sturmwind / nebenst einem schweren Gewitter / also daß von Abend her / die schwartzen Wolcken gantz nidrig / gleichsam gewaltzet / herkahmen / gleich als ob sie auff die Erde fallen / und eine Wolckenbrust verursachen wolten / darbey der ungeheure starcke Sturmwind / den Staub und alles von der Erden empir hub / und in der Lufft forttriebe / davon es fast stockfinster wurde: (t) [=Anm.: Ibidem /Höpffner/ pag. 36 & seq. Item Leipzigsche Relation, Continuat. 14. sub mense Augusto, c. 9. Num. 5.] Wie denn solcher Sturmwind nicht nur alles Grummet auff den Wiesen / so entweder nur gehauen war / oder in Schöbern stunde / deßgleichen auch alles Getreide / so auff dem Felde abgehauen lag / als Gerste / Hafer / Wicken / Erbsen / Heidekorn und dergleichen auffhobe / und in die Lufft berstöberte / ja die Garben von den Mandeln genommen / und sehr weit im Felde / über und über gestürtzet / also daß nur die blossen Sturtzeln / ohne Frucht / daran geblieben; sondern auch die Ziegel von den Dächern auffgehoben und herunter geworffen / daß man also auff der Gassen nirgends sicher darvor gehen können; deßgleichen die Obst- und andere Bäume in den Gärten und auff den Feldern theils zerbrochen / theils mit den Wurtzeln aus der Erde gerissen / und zu Boden geschmissen, sonderlich aber viel tausend Hoff-Stangen in den Hopff-Gärten mit sampt der Frucht darnider geleget / oder doch von denen stehend-bleibenden den Hopffen abgewehet / und abgerissen / viel Wagen auff den Feldern und Wiesen umbgekehret / wie denn solcher Sturm insonderheit einen Wagen mit Gerste beladen / (so dem Gastwirth zum schwarten Adler zuständig) / nicht weit von der Baderey auff der Brücken / als der Knecht darüber fahren wollen / plötzlich umbgeschmissen / und mit sampt dem Knechte und 4 Pferden / in die Mulda oder Mühlgraben hinunter gestürtzet / da denn durch Gottes wunderbahre Schickung der Knecht und das Sattelpferd (als welches er im Wasser noch loßgeschnitten) noch errettet worden und beym Leben geblieben / die übrigen 3 Pferde aber ersoffen: Ingleichen soll dieser Sturmwind zu Jüterbock 8 oder 10 Windmühlen umbgeworffen / auch ein Stück vom Kirchthurme herabgeschmissen / und alle Krahmer-Buden auff dem Marckte / (weil gleich Jahrmarckt daselbst gewesen / umgekehret haben / wie auch sonst an andern Orten viel Häuser und Scheunen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Simon, Jeremias, Eilenburgische Chronica [...], S. 822 f. - Leipzig, 1696) - Weiter: "Den andern Tag darauff / als den 17. dito [August], erhub sich nach Mittags halb fünff Uhr / ungeachtet es zuvor den gantzen Tag schön hell und klar Wetter gewesen / ein grausam starcker Sturm-Wind / nebenst einem Schweren Gewitter / also daß von Abend her die schwartzen Wolcken gantz niedrig / gleichsam gewaltzet / herkamen / gleich als ob sie auf die Erde fallen / und eine Wolckenbrust verursachen wolten / darbey der ungeheure starcke Sturm-Wind den Staub und alles von der Erde empor hub / und in der Lufft forttriebe / davon es fast stock finster wurde. In denen Gärten und Wälden hat dieser Wind viel Bäume theils zerbrochen / theils mit denen Wurtzeln aus der Erde gerissen und umgeworffen; Wer auff denen Wiesen Grummet stehen oder auff denen Feldern Hafer / Gerste /Erbsen /Wicken / Heidekorn und dergleichen liegen hatte / fand nichts darvon wieder / weil der Wind alles in die Höhe gehoben und zerstöbert hatte. Die Garben / welche in Mandeln gestanden / waren im Felde herum geworffen / über und über gestürtzet / und sahen nicht anders als ob sie abgeforschelt wären. Insonderheit hat der Wind vorm Peters-Thor ein Stück Schindel-Dach von einem Pferd-Stalle abgehoben / herunter geworffen / und einer vorbeygehenden Soldaten- (Andreä Walthers) Frau ihr auf denen Armen tragendes Kind von 19. Wochen erschlagen / dem Weibe aber war wenig Schaden geschehen. [...] Bald darauf brachten die Zeitungen / daß um gemeldete Zeit eine grosse Menge Heuschrecken aus Ungarn /Oesterreich und Böhmen ins Voigtland kommen / und bey Oelßnitz und Plauen gefallen wären / welche innerhalb wenig Stunden / das Getreide / Graß und Laub von den Bäumen abgefressen / und wo sie sich gelagert / alles verderbet hätten." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Johann Jacob Vogel, Leipzigisches Geschicht-Buch oder Annales. - Leipzig, 1714)
November

Frankfurt (Oder) (BB)

 26.11.1660 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] Eine gleichmäßige Beschaffenheit [wie der Winter 1647/48] hat es mit dem winter von A. 1660. bis 61 gehabt, dessen anfang gleichfalls den 16. Nov. welches damahls der Freitag in der Frankfurter Martinimesse war, abends gegen 8 Uhr mit einem sehr grossen Sturm sich eraüget, und hielt der wind mit den buden auf dem Markte übel haus, so daß man aus etlichen derselben den folgenden morgen die leinwand und spitzen hin und wieder zerstreuet liegen, auch zum theil auf andere buden hinauf geworfen sahe. Der Urheber der Beschreibung des Oderstrohms s. 181. meldet, er hätte auch unter andern das Herrenhaus, darin die vornemste hochzeiten gehalten würden, niedergeworfen, welches iedoch nur ein einzelner steinerner giebel nach der Oder zu gewesen, welcher an gedachtem hause noch übrig war, und damahls herunter geworfen ward, das haus aber sonsten schon lange vorher wüste, dach und fachlos und zu allem gebrauch untüchtig gestanden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 500)

Peitz (BB)

 16.11.1660 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Der Festungsgouverneur Generalmajor von TROTT teilt dem Kurfürsten mit, "daß der neulichste Sturmwindt, die Eine Windtmühle auf dem Cavallir undt die Ziegelscheune vor der Vestung umb undt herunter geworffen" hat." (Quelle: Festung Peitz)

Festungsgeschichte ( Festung Peitz)
Dezember

Belzig (BB)

 Jahr 1602 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1602 - "A. 1602 haben die Sturm-Winde viel Gebäude zu Boden geworffen, etliche 1000 Bäume zerbrochen, und aus der Erde gerissen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Eilers, Johann Christoph, Chronicon Beltizense. - Wittenberg, 1741, S. 225)
Juni

Werneuchen (BB)

 19.06.1591 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Jm neunden Junij / gegen Abend entstundt ein gros wetter von Westen her / vnd zog sich hinüber nach Cüstrin. Im selben wetter warff der wind die windmühle vor Bernewichen [Berneuchen?] herumb. Und zu Kuhnersdorff ward das getreyde von grossen vnd sehr eckichten hagelsteinen sehr zerschlagen. [...]" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Andreas Engel, Annales Marchiae Brandenburgicae. - Frankfurt/Oder, 1598) und "[1591] Den 9. Junij gegen abendt ward die Mülle für Bernewicken vmbgeworffen vnd zu Kunerstorff das getreide von großen vnd schreckliche Hagelsteinen sehre zerschlagen." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Microcronicon Marchium. - In: Riedel, Adolph Friedrich, Riedel?s Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. [...] Des Vierten Hauptteils oder der Urkunden-Sammlung für die Orts- und spezielle Landesgeschichte erster Band, S. 148. - Berlin, 1862, S. 304-320.)
November

Strausberg (BB)

 20.11.1582 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den zehenden Nouembris war allenthalben in der Mittel vnnd Newen Marck ein grosser vnd fast vbernatürlicher Wind / der sehr grossen vnd mercklichen schaden an vielen Häusern that / auch zu Straußberg das Dach vom Kirchthurme etlicher massen herunter warff. Br. Autor." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Engel, Andreas, Annales Marchiae Brandenburgicae. - Frankfurt/Oder, 1598, S. 392)
August

Prenzlau (BB)

 24.08.1582 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"[...] Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] welcher in der Nähe von Prenzlau einen Schäfer samt seinen Schafen aufgehoben, und auf das nähste feld gesetzet: welches um destoweniger unglaublich sein darf, da wir zu unsern zeiten 1738. von dergleichen Wind vernommen haben, daß er in Franken zu Tiefendorf gleichmäßige würckung gehabt, und unter andern ein Bauerhaus aufgehoben, und an eine andere stelle versetzet. Man nennet solchen Wind Typhon oder Vortex, der sonst in Teutschland und benachbarten Reichen nicht unbekannt, und 1679. 2 Sept. in Italien erstaunlich gewütet, wie es vom Ludolph Hist. Aethiop. L.I.c.V.S. 103. zu lesen: und 1703. 6. Dec. hat ein solcher Wirbelwind die größeste bäume aus der erde gedrehet, Menschen, Vieh, wagen u.s.w. und ebenfalls Häuser an andere stellen versetzet. S. Hrn Prof. Winklers in Leipzig Abhandl. de Vento Tiffendorfiano, und Varen. Geogr. General. L.I.C.XXI. Prop. 2, Diesen hat die Mark auch empfunden, indem er an häusern und bäumen gewaltigen schaden verursachet, unter andern auch den hölzern Thurm zu Radun in der Neumark aus seinem fundament gehoben, und einen fuß weit fortgerukket." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bernhard Ludwig Bekmann, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1., Seite 499 - Berlin, 1751)
März

Pritzwalk (BB)
[Region: Prignitz]

 27.03.1580 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"27. März: Getreideregen [im März?] in der Priegnitz" (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Engel)
Mai

Zossen bei Berlin (BB),
Mittenwalde (BB)

 04.05.1561 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Anno Christi 1561, Donnerstag nach Misercordias Domini [24.04.], ist in einem grausamen Wetter vnd regen ein grosser hagel gefallen, welche viel tage gelegen, dadurch zur Zossen, Gallin [Gallun] vnd Krummen See bey Mittenwalde viel Getreide verderbt vnd für den Thoren viel Keller vnd Scheunen eingerissen vnd mehr als 200 fl. werd bier vnd getrencke verseufft worden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Microcronicon Marchium, S. 121. - In: Riedel, Adolph Friedrich, Riedel?s Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. [...] Des Vierten Hauptteils oder der Urkunden-Sammlung für die Orts- und spezielle Landesgeschichte erster Band. - Berlin, 1862, S. 304-320.)