Bisher 37 bestätigte und 35 Verdachtsfälle
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November
August

Köpenick (BE)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Tornadoverdacht im Osten Berlins. Dazu der Bericht des Anwohners Toni Pislariuk: "Das Gewitter, das mit Rotation am 03.08.2017 über das südliche Berlin gezogen ist, hat einige Sturmschäden verursacht. Meine Beobachtung vom Balkon in der Weinbergstraße war für mich zunächst eindeutig als Downburst zu erkennen. Der Wind kam stetig und kräftig aus Richtung West bis Südwest und verstärkte sich zusehends. Aus gewisser Entfernung war anschließend mehr und mehr ein Rauschen und Jaulen zu bemerken. Diese Geräusche verstärkten sich binnen kurzer Zeit und ließen auch einen rasanten Windrichtungswechsel von West auf Nordost bis Ost folgen. Woraufhin wahrnehmbar ein massives Windpfeifen vernommen werden konnte und nach einem erneuten Windrichtungswechsel von Ost auf West eine Weide das Nachsehen hatte. Ist es wahrscheinlich, dass solche Windrichrungswechsel bei einem Downburst auftreten oder ein schwacher Tornado auch möglicherweise ursächlich wäre. Eine Anwohnerin berichtet von Wirbeln am Boden. Durch den massiven Niederschlag konnte ich allerdings keine Struktur in der Wolke erkennen. Vielmehr kann ich sagen, dass das Windereigniss am Ende des Gewitters auftrat und zum Zeitpunkt dea Baumschadens bereita blauer Himmel direkt über dem Schadensort erkennbar war. Dies verwirrte mich ebenfalls, da ein Downburst oftmals vor einem Gewitter zu beobachten ist und nicht dahinter." - Ergänzend noch dies: "Die Verwirbelung war wohl an der Kreuzung Weinbergstraße/Parrisiusstraße in 12555 Berlin-Köpenick zu sehen. Ich möchte noch ergänzen, dass der Wind, nachdem es den Baum zerlegt hatte, stark nachgelassen hat und nur noch leichte bis mäßige Böen aufgetreten sind. Eine Wetterberuhigung trat binnen 1 bis 2 Minuten ein."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Altglienicke (BE),
Grünau (BE)

 03.08.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:50 und 18:00 Uhr MESZ. Dazu der Bericht des Anwohners: "Auch in Altglienicke, Ortolfstraße, Höhe Netto-Discount, mehrere Straßenbäume umgestürzt und Lichtreklame bei Netto eingedrückt in schmaler Schneise. Nach Angaben der Nachbarn Windhose ca 17.50 Uhr. Gegen 18.00 Uhr Blickrichtung Grünau Bildung eines weißen Rüssels (bin leider Laie), der kurz vor Bodenkontakt wieder in Auflösung war. Kurzes Unwetter mit extremen Windböen und Hagel."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli
Juni

Friedrichshain (BE)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Diese Trichterwolke fiel mir gerade vor 5 Minuten über Berlin Friedrichshain auf. Ca. 3 bis 5 Minuten harte sie aus und Rotation waren ebenfalls zu sehen. Über Bodenkontakt weiß ich leider nichts. Wenn dann müsste das Gebilde direkt auf der Spree in Treptow-Köpenick und somit ne Wasserhose gewesen sein."

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Karlshorst (BE)

 09.06.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 20:25 bis 20:30 Uhr MESZ. Kurzer Bericht eines Beobachters: "Dauer ca. 3 bis 5 Minuten, genauerer Ort: Volkspark Wuhlheide, kurz hinter der Kindelbühne, Zugrichtung südöstlich. Bodenkontakt war vorhanden. Stärke F0, geringe Schäden an Bäumen." Die vorgefunden Schäden waren allerdings komplett Altschäden.

Tornadoverdacht Karlshorst
Juli
Juni

Karow (BE)

bild
 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:22 bis 22:23 Uhr MESZ. Mögliche Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich Hönow, nordöstlich von Berlin von der Autobahn A10 (östlicher Berliner Ring) aus in Richtung Westen bis Südwesten.

Tornadoverdacht Hönau Nord 20.06.2013 (Stormchaser Brandenburg)
Mögliche Funnelcloud bei Hönow
T-Verdachtsfall Hönow Nord (YouTube)
T-Verdachtsfall Hönow Nord Teil 2 (YouTube)
Tornadoverdachtsfall Karow vom 20.06.2013 (YouTube)

Tegel (BE)

 29.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Berliner Kurier vom 30.06.2012: "Zerquetschte Autos, zertrümmerte Schornsteine, zerstörte Gasleitungen und Familien, die jetzt obdachlos sind. Der Gewittersturm über dem Norden Berlins hat in der Nacht ganze Straßenzüge verwüstet. Allein in Tegel wurden in einer 250-Meter-Schneise mehr als 100 Bäume entwurzelt. Es entstand ein Millionenschaden. Anwohner beschrieben den Sturm als Tornado, der durch die Straßen gefegt sei. Dem Deutschen Wetterdienst in Potsdam lagen aber keine Informationen über einen Wirbelsturm vor. Allerdings sei eine Windhose in der Nähe eines starken Gewitters möglich. ?Es grenzt an ein Wunder, dass niemand getötet wurde?, sagt Feuerwehrsprecher Jens-Peter Wilke. Von 22 bis 3 Uhr war Ausnahmezustand. Die Retter rückten 125 Mal aus. Die Windhose fegte drei Schornsteine vom Dach eines Hauses in der Veitstraße. Die Trümmer krachten in die Geschosse darunter. Mehrere Wohnungen wurden evakuiert. 22 Dachdecker und THW-Leute arbeiteten den ganzen Tag an der Reparatur. Riesenglück hatte ein Peugeot-Fahrer. Er war ebenfalls in der Veitstraße, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Nur eine Schramme an der Hand, mehr ist ihm nicht passiert. Einige Hundert Meter weiter in der Gorkistraße wurde das 600 Quadratmeter große Dach eines 1933 gebauten Wohn- und Geschäftshauses komplett abgedeckt. Für rund 30 Menschen mussten mitten in der Nacht Notunterkünfte gefunden werden. [...] Chaos auch in der Brunowstraße. Sie wurde durch umgestürzte Bäume dermaßen verwüstet, dass die Feuerwehr nicht mehr durchkam. Am Brunowplatz wurde ein Nissan von einem Baum platt gedrückt. Ein Werbeplakat an den Borsighallen in der Berliner Straße stürzte samt Stahlgerüst aus 20 Metern auf den Gehweg. Etwa 70 Autos wurden in der nahen Umgebung beschädigt." - Nach bisherigen Erkenntnissen ist hier ein Downburst deutlich wahrscheinlicher als ein Tornado. Darauf deuten auch Fotos von zwei Webcams hin, die sich etwa 500 Meter vom Schadensbereich am Tegeler See befinden.

Unwetter in Tegel am 29.06.2012 (Tegeler Segel-Club)
Die Nacht des großen Rumms (Berliner Kurier, 30.06.12)
Unwetter verwüstet Straßenzüge in Tegel (Tagesspiegel, 30.06.12)
Fotostrecke: Gewitter über Berlin (Tagesspiegel, 30.06.12)
Berlin: Gewittersturm verursacht Millionenschaden (Abendblatt, 30.06.12)
Verwüstungen nach Unwetter (rbb, 30.06.12)
Video der Berliner Feuerwehr (Facebook, 30.06.12)
Schwere Unwetter: Chaosnacht in Berlin (Tagesspiegel, 01.07.12)
August

Alt-Mariendorf (BE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:07 Uhr MESZ. Meldung eines möglichen Tornados. Bei Videoaufnahmen von einem nächtlichen Gewitter wurde an zwei Stellen ein schlauchförmiges Gebilde aufgenommen. Es könnte sich theoretisch um einen Tornado handeln, allerdings ist nichts über Schäden in dem betreffenden Bereich bekannt. Es könnte aber auch um einen zerlaufenden Regentropfen auf der Linse handeln. Bisher konnte nicht geklärt werden, um was es sich in diesem Fall handelt.

Standbild aus dem Video (Unwetterzentrale bei Facebook)
Ausschnitt des Videos (Unwetterzentrale bei Facebook)
Langes Video (Unwetterzentrale bei Facebook)
Juni

Berlin (BE)

bild
 30.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 22:00 und 22:15 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung im Norden Berlins, Dauer der Sichtung: mindestens zwei Minuten. Das Bild stammt aus einem Video.
Juli

Marzahn (BE)

 06.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 06. Juli diesen Jahres tobte eine Windhose durch unser Wohngebiet in der Märkischen Allee 250-260. Viele Bäume wurden abgeknickt und einer unser ältesten Bäume, mit einer Kronenhöhe von 30-35m, beugte sich der Naturgewalt. Es handelt sich um eine Schwarzpappel mit einem Stammumfang von 3,24 Metern und einem Kronendurchmesser von 15-20 Metern. Der Baum wird auf ein Alter von 50 bis 60 Jahren geschätzt. Erstaunlich, wie schnell ein Baum von 3,24 Metern Stammumfang geknickt werden kann. Glücklicherweise wurde niemand verletzt und kein Gebäude beim Umstürzen beschädigt." (Quelle: Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Marzahner Tor e.G.). Die Schäden traten in einem sehr engen Bereich von 250-300 Metern Länge und nur 10 bis 15 Metern Breite auf. Außerhalb dieses Bereichs gab es nur minimale Schäden. Die Bäume (Pappeln) fielen in Richtung Nordosten, einer in Richtung Norden. Von einer Pappel wurde die Krone abgerissen.

Fotos der Schäden
Mai

Mahlsdorf (BE)

 08.05.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:12 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Augenzeuge Thilo Kühne)
Juli
Juni

Alt-Hohenschönhausen (BE)

 23.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds im Bereich Hohenschönhausen. (Quelle: Thilo Kühne)

Alt-Hohenschönhausen (BE)

 23.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds im Bereich des Berliner Stadtteils Hohenschönhausen. (Quelle: Thilo Kühne)
August

Karow (BE)

 18.08.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
"Dieser sehr schwache Tornado wurde von mir und weiteren Augenzeugen aus Lindenberg (Landkreis Barnim), sowie von einem Augenzeugen aus Blankenburg (Pankow, Berlin) beobachtet. Der Tornado zog gg 19.00 UTC über die Wiesen zwischen dem Dorfkern Malchow (Berlin) und dem Ortsteil Karow (Pankow) und war für weniger als eine Minute mit Bodenkontakt sichtbar. Außer Verwirbelungen der Kleinvegetation wurden keine signifikante Schäden vor Ort angerichtet - demnach F0." (Bericht von Thilo Kühne)

Dahlem (BE)

 17.08.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Johannes Dahl)
Mai

Berlin (BE)

 01.05.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Gegen 18:15 Uhr MESZ Beobachtung einer Funnelcloud über dem Stadtgebiet (Quelle: onlinewetter.com am 02.05.2000)
April

Berlin (BE)

 11.04.1997 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000: "Orkantief "Waltraud" [...] Berlin: Auf dem Wannsee surfen ganz Verwegene bei kräftigem Wind und Wellen. Die Feuerwehr dagegen ruft den Notstand aus. Bäume (189) entwurzeln. Schornsteine stürzen ein. 4 Dächer sind abgedeckt. 243 mal stürzen Bauteile auf Plätze und Straßen. Um 11.00 Uhr unterstützen Blitz und Donner und Hagel das Unwetter. Auf mehreren Flughäfen der Stadt muss der Flugverkehr unterbrochen werden. Die Lufttemperaturen liegen 3K unter den Normalwerten. Am U - Bahnhof Warschauer Straße bildet sich eine Trombe in Form einer Windhose aus, die Fußgängern schwer zusetzt."
September

Siemensstadt (BE)

 15.09.1994 / Stärke (F1) Bestätigt
m Bereich Berlin-Siemensstadt gab es ein markantes, kleinräumiges Sturmereignis. Eine langgestreckte, schmale Schneise und Augenzeugenberichte sprechen für einen Tornado.

Tornado in Berlin
Mai

Wedding (BE)

 16.05.1983 / Stärke (F1) Bestätigt
Mehrere Dächer wurden abgedeckt, von einem vierstöckigen Haus wurden Teile des Dachstuhls abgerissen.

Tornados in Deutschland
September

Frohnau (BE)

 06.09.1982 / Stärke (F0) Bestätigt
Keine näheren Einzelheiten bekannt (Quelle: Berliner Wetterkarte)
Mai

Lichtenrade (BE)

 23.05.1982 / Stärke (F1) Bestätigt
"[...] in der von Westen heranwehenden feuchten und mäßig-warmen Meeresluft traten insbesondere östlich von Elbe-Saale wiederholt Schauer und Gewitter auf, die auch Berlin überquerten. In den Abendstunden zog ein kräftiger Schauer ohne Gewittererscheinungen über das Stadtgebiet hinweg, doch bildete sich offenbar im Stadtteil Lichtenrade eine Trombe, die auf einem ca. 400 m langen Streifen erheblichen Schaden verursachte: Ein Flachdach wurde abgedeckt und 200 m weit fortgetragen, gleichzeitig wurden Bäume umgeknickt." (Quelle: Berliner Wetterkarte, 23.05.1982)
August

Dahlem (BE)

 08.08.1980 / Stärke (F0) Bestätigt
"Zuletzt wurde in Berlin vor fast zwei Jahren eine Windhose beobachtet: Sie war in der Nacht vom 8. zum 9. August 1980 direkt über das Meteorologische Institut in Dahlem hinweggezogen ( s. auch Beilage zur Berliner Wetterkarte vom 11.8.1980, SO 17/80)." (Quelle: Berliner Wetterkarte, 23.05.1982; weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Lichtenrade (BE)

 06.08.1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Keine näheren Einzelheiten bekannt (Quelle: Berliner Wetterkarte / Raymund Windolf)
Oktober

Berlin (BE)

 17.10.1968 / Stärke (F0) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quellen: Richard Scherhag, "Ein Mini-Tornado über dem Meteorologischen Institut", Beilage 145/68, SO 44/68 zur Berliner Wetterkarte und Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Mai

Tegel (BE)

 07.05.1961 / Stärke (F1) Bestätigt
"Eine Trombe (Windhose) zerstört an diesem Sonntag in Tegel Teile einer Kindertagesstätte." (Quelle: Wetter und Witterung von 1950 bis 1961) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 09. Mai 1961: "Windhose riß Dach herunter - Berlin (EB). Starke Stürme, die zum Teil Windstärke 9 erreichten, und außergewöhnlich umfangreiche Regenfälle gab es Sonntag in Berlin, als drei Gewitterfronten über die Stadt hinwegzogen. Der Sturm verursachte teilweise beträchtlichen Schaden. Viermal mußte die Feuerwehr im demokratischen Berlin ausrücken, um größerem Schaden vorzubeugen oder Verkehrshindernisse zu beseitigen. In der Oeserstraße (Tegel) riß eine Windhose, die mit orkanartiger Geschwindigkeit dahinraste, das Dach einer Kindertagesstätte herunter und wirbelte die 45 kg schweren Eternit- Platten im Umkreis bis zu 100 m durch die Lüfte. Der Schaden soll sich auf 15 000 Westmark belaufen. Am Hohenzollerndamm in Wilmersdorf mußte längere Zeit der Verkehr umgeleitet werden: Ein 50 breites dreistöckiges Baugerüst war eingestürzt und hatte die Straße blockiert." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 10. Mai 1961: "Sturm mit Windhose und Kälte - Frühiahrsstürme, Gewitterregen und Kälte, die am Sonntag Berlin heimgesucht haben, hielten auch am Dienstag weiter an. Mit dem Sturm bildete sich Sonntag über dem westberliner Ortsteil Tegel ? zum ersten Mal seit Menschengedenken ? eine Windhose." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 10. Mai 1961: "Sturm mit Windhose - Frühjahrsstürme, Gewitterregen und Kälte hielten auch gestern weiter an. Mit dem Sturm bildete sich am Sonntag über dem Westberliner Ortsteil Tegel ? zum erstenmal soweit Menschengedenken reicht ? eine Windhose. Mit gewaltigem Sog knickte sie Bäume, Aeste und Baugerüste, hob das Dach einer Kindertagesstätte gleich einem Goliath ab und schleuderte Dachbalken und Ziegel bis zu hundert Meter weit durch die Gegend." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Karlshorst (BE)

 12.07.1959 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 14.07.1959 (Jahrgang 15, Nr. 161, Seite 6): "Eine Windhose zertrümmerte etwa 1000 qm Dachfläche der 50 m langen Tribüne der Karlshorster Trabrennbahn und warf einen Kiosk um."

Lichtenrade (BE),
Britz (BE),
Rudow (BE)

 07.07.1957 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Ein Unwetter beendet eine Hitzewelle, bei der die Temperatur bis 34,5 °C ansteigt. Über 80 Straßenbäume werden in West-Berlin entwurzelt. Eine Bö drückt ein Dach des S- Bahnhofs Südende ein und begräbt eine Menschengruppe unter sich. Über Lichtenrade, Britz und Rudow rast eine Windhose mit nachfolgendem Hagelschlag. In Spandau schlägt ein Blitz in eine vollbesetzte Straßenbahn. In Ost-Berlin werden ebenfalls Dächer abgedeckt, Straßenbäume umgeknickt und Oberleitungen der Straßenbahn heruntergerissen. Eine Tote und 12 Verletzte sind die Opfer des Tages. Das zwei Tage vorher, am 5. Juli am Institut für Meteorologie der FU Berlin in Betrieb genommene, erste nichtmilitärische Radargerät leistete bei diesem Unwetter »gute Arbeit«; es war eine große Hilfe." (Quelle: Wetter und Witterung von 1950 bis 1961) - "Einer über die Ortsteile Lichtenrade, Britz und Rudow im Süden der Stadt hinwegziehenden Windhose folgt ein Hagelschlag mit taubeneigroßen Körnern, der etwa auf einem Kilometer Breite die gesamte Getreide- und Gemüseernte vernichtet und in einem Gartenbaubetrieb 1000 Glasscheiben eines Gewächshauses zerschlägt" (Quelle: Landesarchiv Berlin)

Rauchfangswerder (BE)

 31.07.1954 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 01. August 1954: "Ein Blitzschlag zerstörte zwei Schornsteine eines Wohnhauses in der Bärdorfer Zeile Adlershof. Im oberen Stockwerk des Gebäudes entstand erheblicher Sachschaden. Während denselben Gewitters stürzten In der Argoallee in Rauchfangswerder Teile einer etwa 100jährigen Pappel, die vom Wirbelsturm abgerissen wurden, auf eine Wohnlaube." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
August

Oberschöneweide (BE)

 31.08.1947 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 16. Oktober 1955: "Im August 1947, während eines Sonntagsgottesdienstes, tobte ein heftiges Unwetter. Eine Windhose raste mit großer Geschwindigkeit über die Längsachse der Kirche hinweg und riß mit ungeheurer Wucht den Dachstuhl des Turmes und das mehrere Zentner schwere Turmkreuz aus der Verankerung. In der Mitte des Kirchdaches schlug das Kreuz auf einen eisernen Dachbinder, prallte dann gegen den am hinteren Giebel der Kirche stehenden Schornstein, zersplitterte dort und landete, in einzelne Teile aufgelöst, im Garten. Personen sind bei diesem seltsamen Unglück nicht verletzt worden. Der Schaden konnte später bald wieder behoben werden." (Quelle: [url=http://staatsbibliothek-berlin.de/]Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Spandau (BE)

 09.07.1947 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. "Windhose zerstört Zirkuszelt - Das Viermastenzelt des bekannten Zirkus Blumenfeld wurde von einer Windhose auf dem Spandauer Rathausplatz erfaßt und stark beschädigt. (ND)" (Quelle: Neues Deutschland, 10. Juli 1947 (Jahrgang 2, Ausgabe 158), Seite 4; recherchiert von der [url=http://staatsbibliothek-berlin.de/]Staatsbibliothek zu Berlin)

Tegel (BE)

 05.07.1931 / Stärke (W) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 07.07.1931 zu Unwetter in Berlin: "Vor der Insel Scharfenberg bei Tegelort entwickelte sich während des Gewitters plötzlich eine Wasserhose. Drei Paddelboote wurden von dem Wellenstrom erfaßt und kenterten. Während sich die meisten Insassen durch Schwimmen retten konnten, mußten einige vom Wasserschutz-Boot geborgen werden. Einer der Wassersportler wird zur Zeit noch vermißt; man befürchtet, daß er ertrunken ist." - Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.07.1931: "Während des Gewitters trat auf dem Tegeler See bei Scharfenberg eine Wasserhose auf. Drei Paddelboote wurden von dem Strudel ergriffen. Eines von ihnen kenterte. Die Nachforschungen nach den Insassen sind bisher ergebnislos verlaufen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Oktober

Staaken (BE)

 11.10.1929 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus dem Journal de Genève vom 12. Oktober 1929: "Une trombe sur Staaken - De Berlin, le 11 octobre: Une trombe s'est abattue vendredi après-midi sur Staaken, causant d'importants dégâts. Des toits ont été emportés ainsi que des pavillons de jardins." - Eine Trombe über Staaken - Berlin, 11. Oktober: Ein Tornado verursachte Freitagnachmittag in Staaken erhebliche Schäden an Dächern und Gartenpavillons. - Übersetzung aus dem vom 13. Oktober 1929: Die Katastrophe in Staaken: Berlin, 12. Oktober: Die Schäden durch den Wirbelsturm in Staaken sind enorm. Mehr als fünfzig Häuser hatten ihre Dächer verloren. Tausende von Wohnungen und Maisonetten, wo Menschen das Wochenende verbringen wollten, wurden zerstört und große Bäume entwurzelt. (recherchiert von François Paul)
Juli

Berlin (BE)

 04.07.1928 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 08.07.1928: "Ein schweres Unwetter wütete durch ganz Mitteldeutschland und richtete auch in der Reichshauptstadt großen Schaden an. Der Berlin-Tempelhofer Flughafen wurde besonders in Mitleidenschaft gezogen. Die Windhose zerstörte völlig die Ostflughalle, die in zwei Teile zerriß. Viele Flugzeuge erlitten Havarien. Unser Bild zeigt eine startbereite Verkehrsmaschine der Luft-Hansa, die durch die Gewalt des Windes auf den Rücken geworfen und stark beschädigt wurde." - Aus einer weiteren Bildunterschrift derselben Ausgabe: "Die riesigen Bäume des Tiergartens, die vom Orkan umgelegt und quer über die Charlottenburger Chaussee geworfen wurden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Aus dem Journal de Genève vom 05. Juli 1928: "Un cyclone sur Berlin et violents orages en Prusse et dans le Harz - Berlin, 4 juillet. Mercredi, entre 14 et 15 heures, un cyclone de courte durée, mais d'une rare violence, a sévi sur Berlin, causant des dégâts considérables. Des toits furent emportés et des arbres déracinés. Tous les corps de sapeurs-pompiers furent alertés. A l'aérodrome de Tempelhof, le toit d'un hangar fut enlevé et les débris qui tourbillonnaient endommagèrent un aéroplane. Dans toute la ville retentissaient les signaux d'appel des automobiles du service du feu, roulant à toute allure. L'ouragan a causé des dégâts dans toute la ville. Près de la gare de la Friedrichstrasse, quelques passants ont été blessés par un arbre déraciné. Dans le sud-est, une femme a été grièvement blessée par des pots de fleurs tombés d'une fenêtre. Un couvreur qui travaillait sur une toiture fut enlevé comme un fétu de paille et projeté sur la chaussée, où il resta étendu, les membres fracassés. Le trafic sur la chaussée de Charlottenbourg a été, par instants, entièrement paralysé par les volets qui pleuvaient sur l'asphalte. Pendant l'orage, la vitesse du vent a atteint 60 km. à l'heure. Les dégâts ont provoqué la suspension d'une partie du service des tramways. A la Braunburgerstrasse, une colonne de la ligne électrique des tramways s'est abattue sur l'autobus. Plusieurs personnes ont été plus ou moins grièvement blessées." (recherchiert von François Paul)
Juni

Berlin (BE)

 18.06.1927 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf (1997, 1998) trat dieser Tornado nachts auf. - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 19.06.1927: "Schweres Unwetter. Kurz nach 3 Uhr heute früh gingen in Berlin mehrere schwere Gewitter, verbunden mit wolkenbruchartigen Regenfällen nieder, die an verschiedenen Stellen der Stadt Überschwemmungen verursachten." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Berlin (BE)

 31.07.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Monat Juli 1926 - Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 07.06.1927 über die Gefahr durch Windhosen in Deutschland: "In Berlin wurde im Juli vorigen Jahres durch einen im Anschluß an ein schweres Gewitter aufgetretenen Wirbelsturm großer Schaden angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Berlin (BE)

 26.07.1909 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 11:25 Uhr vormittags (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Berlin (BE)

 25.07.1909 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In Berlin-Nonnendamm, nichts Näheres bekannt (Quelle: "Berichte über Tromben und ähnliche Erscheinungen", Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Tegel (BE)
[Region: Tegeler See]

 19.07.1908 / Stärke (W) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 22.07.1908 zu Unwettern im Berliner Raum: "Das Gewitter am Nachmittag hatte die eigenartige Erscheinung einer Wasserhose im Gefolge. Zwischen Tegelort und Saatwinkel rhob sich plötzlich auf dem Tegeler See eine Wassersäule, die an ihrem Fuß etwa sechs Meter im Durchmesser stark und etwa 15 Meter hoch war. Sie kam, von Saatwinkel durch den Sturm nach Tegelort getrieben, mit großer Schnelligkeit an, fegte kurze Zeit über den See und fiel dann zusammen."

Charlottenburg (BE)

 02.07.1908 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 11.07.1908: "Das neue lenkbare Militärluftschiff des Berliner Luftschiffbataillons ist an demselben Mittwoch, da Zeppelin mit seinem starren System Lorbeeren davontrug, wie unsere Leser aus früheren Mitteilungen wissen, von einem schweren Unfall betroffen worden, bei dem glücklicherweise Menschen nicht verletzt worden sind, der aber zweifellos die Uebungen auf längere Zeit unmöglich machen dürfte. Das Luftschiff war auf einer Fahrt nach dem Grunewald begriffen und wurde von einem plötzlichen Wirbelwind erfaß, der das Fahrzeug 1500 Meter hoch in die Luft riß und manövrierunfähig machte. Gleich darauf preßte der Sturm das Schiff wieder zur Erde nieder, und es ist ein Beweis für die Güte der Konstruktion, wenn trotzdem die Insassen, zu denen in erster Linie der Erbauer, Ingenieur Basenbach, gehörte, die Herrschaft über das Luftschiff nicht verloren, sondern so landeten, daß sogar die glückliche Bergung des so empfindlichen Apparates ermöglicht wurde. Das Gerüst des Luftschiffes, das ganz mit Ballonstoff überzogen war, maß 66 Meter in der Länge. Die Gondel diente gleichzeitig zwei Motoren von je 75 Pferdestärken. Die Seitensteuer ähnelten dem Schiffruder, die Höhensteuerung Zellendrachen." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern) - ebenso aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 03.07.1908: "Berlin, 2. Juli. Das Militärluftschiff ist heute nachmittag in einer Höhe von 400 Metern auf Charlottenburg zugefahren. Dabei geriet es bei Gewitterbildung in einen aufsteigenden Luftstrom. Es wurde von einem Wirbel erfaßt und etwa 1600 Meter hochgerissen. Der Lufttrieb war so stark, daß sich das Luftschiff permanent im Kreise drehte. Nachdem es dann durch diese Wirbel erheblich aus seiner Gleichgewichtslage herausgehoben war, ist es stark gefallen und hat dabeis eine Form verloren, so daß es dem Steuer nicht mehr gehorchte. Beim Herablassen geriet es zum Teil zwischen die Bäume der Försterei Eichenkamp. Irgendwelche maschinellen Teile sind nicht beschädigt. Menschen sind nicht verletzt worden. Das Luftschiff wurde auseinandergenommen und nach dem Uebungsplatze Reinickendorf transportiert. Es wird binnen kurzem wieder fahrfähig sein.
September

Alt-Treptow (BE)

 04.09.1895 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 07. September 1895: "Durch eine Windhose ist am Mittwoch Abend gegen 9 Uhr auf dem Platze der Berliner Gewerbeausstellung im Treptower Park ein Gerüst umgeworfen worden. Es handelt sich um ein Stangengerüst, das zur Errichtung des Fischereigebäudes auf der nördlichen Seite der Treptower Schaussee, links wenn man von Berlin kommt, aufgestellt war. die Windhose kam von Westen, Spandau/Moabit, her und legte das Gerüst, das noch nicht fertig war, nieder. Verletzt ist Niemand, da alle Arbeiter den Platz längst verlassen hatten. Die Aufräumungsarbeiten waren gestern Mittag schon beendet." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Wilmersdorf (BE)

 14.07.1895 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Das Datum der Meldung in der Zeitung ist der 17.07.1895, die Ausgabe der Zeitung ist vom 18.07.1895. Abgeglichen mit den Niederschlagswerten der Station Dahlem (recht nahe) dürfte es der 14.07.1895 gewesen sein. Das Interessante ist auch, dass aus den umliegenden Dörfern des Teltows (ab 1920 zu Berlin gehörig, südliches Westberlin) keinerlei Schadensmeldungen vorliegen. D.h. das Ereignis war sehr lokal begrenzt. Aus der Meldung des Teltower Kreisblattes vom 18. Juli 1895: "Deutsch-Wilmersdorf, 17. Juli. Der jüngste orkanartige Sturm hat auch hier vielfach Schaden, namentlich an Dächern, sowie Straßen- und Obstbäumen angerichtet. In den Gärten ist das Obst zum größten Theil heruntergerissen. Der Schaden ist um so empfindlicher, als auf eine sonderlich reiche Obsternte in diesem Jahr überhaupt nicht zu rechnen war. Viele junge Straßenbäume sind von der tosenden Windsbraut sammt den stützenden Baumpfählen umgebrochen worden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Oktober

Britz (BE)

 05.10.1893 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 10. Oktober 1893: "Britz, 9.Oktober [...] - Eine Windhose von äußerst elementarer Gewalt hat am Donnerstag unseren Ort heimgesucht und recht bedeutenden Schaden angestiftet. Zwei zum Rittergute gehörige Arbeiterwohnhäuser wurden vollständig abgedeckt; von herabstürzenden Dachtrümmern wurde der 12-jährige Knabe Bierhub lebensgefährlich verletzt. Ein auch zum Rittergut gehöriger 2 Meter hohe Bohlenzaun wurde von der Gewalt des Sturmes mitsammt den Zaunstielen aus der Erde gerissen und nach dem er etwa 150 Fuß weit fortgeschleudert worden war, vollständig zertrümmert. Bäume wurden entwurzelt und die stärksten Aeste geknickt. Einen alten Mann führte der Wirbel in hohem Bogen von dem Felde, auf dem er arbeitete, hinweg und setzte ihn dann sanft auf die Erde, sodaß derselbe mit dem bloßen Schrecken davon kam."
Juni

Grünau (BE)

 05.06.1893 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 08. Juni 1893: "Grünau, 7.Juni - eine Windhose wurde am Montag Mittag von einem Fuhrwerksbesitzer auf der Chaussee unweit von hier beobachtet. etwas 30 bis 40 Meter wurde der Straßenstaub durch den Wirbelwind in die Luft geschleudert, so daß ein Verkehr auf der betreffenden Straßenecke zeitweise unmöglich war." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkung: Der Wirbel an sich ist zwar bestätigt, aber es könnte sich auch um einen großen Staubteufel gehandelt haben.

Grunewald (BE)

 08.06.1892 / Stärke (W) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 16. Juni 1892: "Schildhorn, 15 Juni - Eine Windhose ist an einem Tage der vorigen Woche an der Havel bei Schildhorn beobachtet worden. Die Erscheinung kam plötzlich über die Höhe der Schildhornspitze her und faßte auf dem Wasser unmittelbar über einem an einer Kette befestigten Boot, das einem Berliner gehörte, Fuß. Sie wirbelte sodann eine dicke Wassersäule etwas 30 m hoch empor. Auch das Boot wurde, soweit es die eiserne Kette zuließ, hochgehoben und fiel dannn umgekehrt wieder herab. Die Erscheinung dauerte etwas 30 Sekunden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkungen: Schildhorn ist eine Ortslage am Ostufer der Havel, gegenüber von Gatow. Die Schildhornspitze ist eine Halbinsel, die eben die Ortslage Schildhorn und die Havel als Bucht begrenzt. Das Datum ist gemittelt auf den 8. Juni (Mittwoch der besagten Woche); das genaue Datum ist nicht bekannt.
April

Mitte (BE)

 13.04.1892 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 16. April 1892: "In der Nähe des Potsdamer Bahnhofes wurde am Mittwoch gegen Mittag eine Windhose von ganz riesigen Dimensionen beobachtet. Dieselbe bewegte sich in nordöstlicher Richtung und hatte eine Menge Sand und Staub in die Höhe gewirbelt. Die Windhose befand sich mit ihrer unmittelbaren Kraft in solcher Höhe, dass ein Schaden , der sonst unvermeindlich war, an Bäumen und Gebäuden und anderen Objekten nicht geschehen konnte." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkung: Das Gebiet des damaligen Potsdamer Bahnhofs (südlich vom heutigen Potsdamer Platz) befindet sich in der Ortslage Obere Friedrichsvorstadt im Bezirk Mitte. Beschrieben wird sehr wahrscheinlich eine Trichterwolke und darunter aufgewirbelter Staub, womit ein Tornado bestätigt ist.
Mai

Wannsee (BE)

 22.05.1891 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Berliner Gerichts-Zeitung vom 26.05.1891 zu Gewitterstürmen in und um Berlin: "Auch aus Wannsee schreibt man, daß die Gewitter in einem wahren Cyklon endigten, der den kleinen See in ein wütendes Meer verwandelte, so daß die Wellen sich hoch auftürmten." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preussischer Kulturbesitz)
Juni

Köpenick (BE)

 10.06.1889 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 13. Juni 1889: "Cöpenick, 12.Juni - [...] Am zweiten Feiertag erhob sich zwischen Grünau und Köpenick auf freiem Felde plötzlich eine Windhose, welche auf das Wasser übersprang und dasselbe in eine strudelförmige Bewegung setzte. Ein kleines Boot, welches in der Nähe war, ließ rasch das Segel flattern und kam so glücklich davon." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkung: Als Ort ist hier Köpenick eingetragen, da es bei Grünau damals kein Feld gab, sondern eher ca. 1 km südlich vor Köpenick, ca. im Bereich der heutigen Grünauer Straße. Das beschriebene Gewässer ist der Fluss Dahme.

Schöneberg (BE)

 29.06.1885 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus der Berliner entomologischen Zeitschrift von 1888: "Hier waren im vorigen Jahre auf einer breiten, sich quer durch den Wald ziehenden Strecke sämtliche Bäume, darunter Stämme von 2 Fuß Durchmesser, in einer Höhe von 8-10 Fuß über dem Boden durch eine Windhose abgeknickt." Der Tornado trat im damaligen Königlichen Botanischen Garten (heute: Heinrich-von-Kleist-Park) auf.
September

Dahlem (BE)

 29.09.1882 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Im Teltower Kreisblatt vom 07.10.1882 ist vermerkt, dass in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend der vorherigen Woche (29.09.1882) ein heftiges Gewitter mit Windsbraut ereignette und der Domäne in Dahlem bzw. deren Mühle Schaden zufügte. Das Ereignis an sich wird nicht deutlich beschrieben. Aus der Meldung des Teltower Kreisblattes vom 07. Oktober 1882: "Dahlem. Bekanntlich wüthete in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend in der vorigen Woche ein heftiger Sturm, dem sich Gewitter und regenschauer beigesellt hatten. Alles schien aus den Fugen gehen zu wollen und besonders hochstehende, exponierte Gebäude hatten selbstverständlich unter der Wuth des Sturmes am meisten zu leiden. So auch die Mühle, welche sich auf dem Mühlberg unserer Domäne befindet. Diese ist eine sogenannte Bockmühle; in dem Geläufe derselben war ein Theil schadhaft geworden und durch einen Holzkeil hatte der Mühlknappe die Funktion wieder herzustellen gesucht. durch das ununterbrochene Rütteln der Windsbraut war dieser Keil herausgetrieben worden und am Morgen, nach Beginn der arbeit, berührte der eine Flügel, bei plötzlicher Senkung der Mühle nach einer Seite, den erdboden, stampfte diesen auf, brach ab und flog mit großer Vehemenz über das Dach auf die Treppe. Das Dach wurd arg beschädigt und die Treppe vollständig heruntergerissen. Bei der Treppe hielt gerade in diesem Moment ein Gespann, dessen Führer und der Mühlenbesitzer im Gespräch begriffen, während der Mühlknappe in der Mühle beschäftigt war. Hätte der mit Geprassel von oben herabstürzende Flügel und die von ihm im Fall mit heruntergerissene Treppe irgend die geringste Ablenkung erfahren, so wäre das Unglück geschehen gewesen, indem zwei Menschen und Pferde sofort getötet () schwer verletzt worden. [...]" (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Dezember

Schöneberg (BE)

 Jahr 1880 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1880 - Tornado im Königlichen Botanischen Garten, Zugbahn von Südwest nach Nordost, erwähnt im Zusammenhang mit einem Tornado am 29.06.1885 (Quelle: R. Börnstein, Unwetter in Berlin. Meteorologische Zeitschrift, 2 (1885), Seiten 336-338)
Mai

Kreuzberg (BE)

 23.05.1879 / Stärke (F0) Bestätigt
Aus einer Meldung des Cuxhavener Tageblattes vom 23.05.1879: "Eine Windhose. Aus Berlin berichtet man: Eine höchst seltene Naturerscheinung, welche auf den Zuschauern einen schauerlich romantischen Eindruck ausübte, spielte sich am Freitag Mittag 12 Uhr 5 Min. am Plan-Ufer des Halleschen Thores bei vollständiger Windstille ab. Um genannte zeit erhob sich plötzlich in der englischen Gasanstalt daselbst eine Windhose, die mit tosender Gewalt mächtige Sandsäulen in die Höhe schleuderte, welche bei weitem die dort befindlichen mehr als 60 Fuß hohen Gasometer überragten, so daß es aus der Entfernung gesehen, den Anschein hatte, als seien die dortigen Kohlenplätze in Brand gerathen. Als wären sie Strohhalme wurden große Steinkohlestücke in die Luft geschleudert, so dass die dort befindlichen Arbeiter sich nur durch schleunige Flucht vor einem Unglücksfalle bewahren konnten. Immer mächtiger tobte die, sich mit immenser Geschwindigkeit drehende Sandsäule, ergriff dann 24 Fuß lange Bretter, welche die Verbindung zwischen Kohlenkähnen und dem Ufer herstellten, schleuderte diese in kreisender Bewegung haushoch in die Höhe, zog dann langsam über den Canal, dessen Wasser im spiegelhellen Glanze ohne jeden Wellenschlag dalag. Von da aus nahm sie ihren Weg durch die Börwaldstraße, wo dieselbe ein ungefähr zehn Jahre altes Kind des Bildhauers Otto, das mit seinem Vater dort ging, ergriff und etwa 10 Fuß hoch in die Höhe hob, ohne dass es dem bestürzten Vater gelang, das Unglück von seinem Liebling abzuwenden. Mit wuchtigem Falle kam das liebliche Mädchen zu Boden, zerschlug sich dabei tüchtig die Ellbogen, ohne jedoch weiteren Schaden genommen zu haben. Wohl volle drei Minuten hatte dieses seltsame Naturereignis angehalten, dann löste sich die Windhose auf." (Quelle: Stadtarchiv Cuxhaven)
August

Berlin (BE)
[Region: Schlachtensee]

 08.08.1877 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Berliner Gerichts-Zeitung vom 11.08.1877: "Das Gewitter am Mittwoch Abend entlud sich mit besonderer Heftigkeit unter einem verheerenden Sturm und wolkenbruchartigen Regen über Zehlendorf und den Grunewald. Eine Windhose richtete in der Forst nicht unbedeutenden Schaden an. Alle Kiefern wurden aus der Wurzel förmlich herausgedreht und umgeworfen. In dem Etablissement am Schlachtensee "zum Khuast" hob der Sturm vier prachtvolle Bäume unmittelbar an dem Pariser Tanzplatz aus der Erde, ohne glücklicher Weise weiteren Schaden zu verursachen. In Folge des heftigen Regens ist das Wasser im Schlachtensee in der Nacht um 2 Fuß gestiegen. Mehrere Blitzstrahlen haben auch in Bäume eingeschlagen und diese zersplittert." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preussischer Kulturbesitz)
November

Schöneberg (BE)

 03.11.1876 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 07. September 1876: "Ein gestohlener Windmühlenflügel. Bei völliger Windstille erhob sich am Freitag Vormittag plötzlich ein sogenannter Drillwind (Windhose) der sich der Rosenkessel'schen Windmühle bei Schöneberg zuwendete. Hier wurde ein Windmühlenflügel, der von ganz gesundem Holz, 14 und 16 Zoll stark war, abgebrochen und etwa 10 Schritt weit fortgeschleudert, wo das schwere Stück Holz sich einige Fuß tief in die Erde grub. Als am andern Morgen das Mühlenpersonal herauskam, war der Windmühlenflügel verschwunden. Eine Wagenspur führte nach Wilmersdorf, und hatte auch der Nachtwächter ein unbekanntes Fuhrwerk in der Nacht verfolgt, aber nicht eingeholt. Die Spur wurde weiter verfolgt, und endlich im Grunswald am Halensee der abgebrochene Windmühlenflügel aufgefunden. Vermuthlich haben die Diebe denselben aus Furcht entdeckt zu werden, hier wieder abgeladen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Anmerkung: Die Rosenkesselsche Windmühle stand einige 100m nördlich des alten Dorfes Schöneberg, sie stand damals ungeführ auf Höhe der heutigen Monumentenstraße / Langscheidtbrücke, an der dortigen Anhöhe.
Juni

Lübars (BE),
Ahrensfelde (BB),
Altlandsberg (BB)

 22.06.1861 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In einer Meldung des Teltower Kreisblattes gibt es zum 22.06.1861 einen Eintrag, dass ein schrecklicher und zerstörender "Orkan" mit großem Hagel auf einem Strich von dem Dorf Lübars aus über Blankenfelde, Ahrensfelde, Altlandsberg bis nach Werder zog. Das entspräche ca. 34 km mindestens. Bäume wurden entwurzelt, herumgeführt oder gebrochen, Gebäude und Mühlen anscheinend vollständig zerstört. Ferner gab es auch viele leichte Beschädigungen. Ebenfalls gab es durch den Sturm 2 Todesopfer. Ein Müller zB. wurde in seiner Mühle erschlagen, als diese vom Sturm erfasst auf dem Erdboden zerschmettert wurde.

Tornado Lübars bis Werder 1861
Juli

Berlin (BE)

 18.07.1841 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Preußen. Berliner Blätter melden aus Berlin vom 19. Juli: "Gestern Nachmittags nach einer drückenden Schwüle von + 26° im Schatten und + 36° in der Sonne, unmittelbar nach dem Ende einer partiellen Sonnenfinsterniß (3 Uhr 59 Min.) zogen sich gegen Westen und Südwesten drohende Gewitterwolken zusammen. Bald rückten die Wolken in schnellem Fluge auf unsere Hauptstadt vor, wobei sich eine Menge Electricität durch einige 20 senkrechte Blitzschläge, aber noch so fern entlud, daß man nur bei 2 oder 3 Blitzen Donner vernahm. Auf einmal brach ein, die Gewitterwolken, welche in zwei Abtheilungen hintereinander hertrieben, begleitender Orkan (eine Windhose) los, welcher zunächst, auf eine merkwürdige Weise den Straßenstaub aufwirbelte und über die Stadt hinausjagte. Die Richtung des Windes ging von Süd nach Nord, und auf der Nordseite der Stadt war denn auch diese Staubwolke der Art, daß man von dem Fenster aus auch die nächsten Gegenstände nicht zu erkennen vermochte. Alles war eine röthliche, braundunkle Masse, die ein beängstigendes Licht verbreitete und selbst noch in den höchsten Stockwerken und durch die Bodenlücken den Sand hineintrieb. Der sausende Orkan war dabei so heftig, daß er Menschen umwarf und die stärksten Bäume zerbrach. Dieses Unwetter hielt eine geraume Zeit an, und der starke Wind wohl eine Stunde, wobei viel Schaden angerichtet worden ist. Da es gerade Sonntag war, so waren sehr viele Einwohner vor die Thore gegangen und hatten die Fenster ihrer Wohnungen offen gelassen, und bei der Heimkehr luftige Zimmer zu finden. Die meisten fanden sie nur zu luftig wieder, den der Sturm zerschmetterte in einem Augenblicke eine Masse Fensterscheiben, so wie er bei einigen Gebäuden die ganzen Fenster eindrückte. In den Gärten wurde das Obst abgeweht, Aeste und Zweige abgerissen, Bäume umgebrochen, die Blumen, besonders Georginen abgeknickt, und auf dem Felde das gemähte Korn, mit Heu und Spreu vermischt, in gewaltigen Ballen über die Aecker hinweggetrieben und auseinander gestreut. Mehrere Mühlen erlitten bedeutende Beschädigungen. Von einem Gebäude des Bahnhofes der Anhaltschen Eisenbahn wurde die ganze Zinkbedachung abgerissen und über die Stadtmauer hinweg in die Communication geschleudert. Ein Wachtposten wurde von dem umstürzenden Schilderhaus stark beschädigt. Auf dem Wasser geriethen viele Menschen in Lebensgefahr, namentlich bei Stralau, wo mehrere Kähne mit Lustfahrenden umschlugen und auch zwei Menschen ertranken. Bei Glienicke wurde auf dieselbe Weise ein Kahn mit zwei Militärpersonen umgestürzt, indeß waren diese Letztern rüstige Schwimmer, welche sich über Wasser zu halten vermochten, bis sie durch die Dienerschaft des Prinzen Carl von dessen Schlosse aus in ein Fahrzeug aufgenommen werden konnten. Im Ganzen ist der Schaden, welchen dieses Wetter angerichtet hat, ziemlich bedeutend. Bemerkenswerth ist übrigens, daß die vorerwähnte Staubwolke wahrscheinlich eine vollständige Leitung für die Electricität aus den Wolken nach der Erde bildete. Denn sobald sich diese erhob, hörten Blitze und Donner auf. Merkwürdig ist es, daß während der Wind sich erhob, er plötzlich von Osten nach Westen umsprang. Auch zogen die Wolken ohne Regen vorüber. Das Thermometer sank auf + 19° und später noch mehr, doch war der Abend überaus schön, so daß z. B. ein, bei Sonnenuntergang von dem Wollankschen Weinberg aufsteigender Ballon in ruhigster Haltung langsam die Luft durchsegelte und in der abendlichen Beleuchtung einen sehr anmuthigen Anblick gewährte. In der Nacht erhob sich der Sturm aufs Neue, aber auch ohne Regen."" (Quelle: Oesterreichischer Beobachter, 25.07.1841)

Tornado Göttingen-Weende ( Skywarn)

Mahlsdorf (BE)

 22.07.1786 / Stärke (n. bek.) Verdacht
22.07.1786 in Mahlsdorf (seit 1920 zu Berlin gehörig, damals aber noch Dorf fern ab Berlins). Es ist davon die Rede, dass ein "furchtbarer Orcan" durch das Dorf und über ein umliegendes Vorwerk ging. Dieser "entstand" in der Nähe des Dorfes und dauerte 3-4 Minuten. Viele Häuser wurden beschädigt, einige stürzten auch ein.) - Mehr folgt noch.
Juni

Berlin (BE)

 25.06.1718 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"In Berlin tritt ein heftiger Wirbelsturm und starker Gussregen auf" (Quellen: Berlin am 25. Juni; Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Collectanea Vratislaviensia oder Bresslauer Sammlung. Herausgegeben von Dr. Johann Kanold. Breslau und Erfurt 1718-1730)

Berlin (BE)

 02.06.1605 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"1605 Ein »großer und schrecklicher Sturmwind« richtet an den »Heusern, Techern, Scheunen und Gerten« großen Schaden an. Unter anderem wurden »7 Scheunen vor Coln uber einen Hauffen geworffen«. " (Quelle: Berlin von A bis Z)

Berlin am 2. Juni ( Berlin von A bis Z)
Februar

Berlin (BE)

 12.02.1598 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 2. Februarij hat sich ein großer vngestümer windt erhoben, der im Schlosse zu Collen einen geladenen wagen mit langen bretern, so man zur Brücken, darauf man im Churfürstlichen begengnis bis ins Thumstifft gangen, gebraucht, vmbgeworfen, auch ein Fach bredter aus derselbigen brücken loß gerissen vnd vber sich geworfen hat." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Microcronicon Marchium. - In: Riedel, Adolph Friedrich, Riedel?s Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. [...] Des Vierten Hauptteils oder der Urkunden-Sammlung für die Orts- und spezielle Landesgeschichte erster Band. - Berlin, 1862, S. 161)
November

Berlin (BE)

 20.11.1582 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 10. Nouembris ist allenthalben in der Mittel- vnd New-Marcke ein vngehewrer vnd vbernatürlicher wind gewesen, der großen schaden an Kirchen, gebewen, welden, windtmüllen vnd sonsten gethan. Vnd ist damals das vnterdach an S. Marien Kirch Thurn zum Berlin zu beiden seiten gantz vnd gar herrunter gerissen worden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Microcronicon Marchium. - In: Riedel, Adolph Friedrich, Riedel?s Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. [...] Des Vierten Hauptteils oder der Urkunden-Sammlung für die Orts- und spezielle Landesgeschichte erster Band. - Berlin, 1862, S. 140)