Bisher 231 bestätigte, dazu 6 Plausible und 325 Verdachtsfälle
Ihre Suche im Bundesland Baden-Württemberg

Noch nicht alle Verdachtsfälle aus 2016 erfasst

November 2016: Es fehlen noch zahlreiche Fälle aus dem Sommer 2016 mit wochenlangen Unwetterlagen und unzähligen Meldungen zu Trichterwolken und verdächtigen Schäden. Es wird alles nach und nach abgearbeitet. Die Tornadoliste ist leider kein Projekt, das hauptberuflich betrieben wird. Im Gegenteil, sie verschlingt viel Geld und noch mehr Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es etwas länger dauert. Es geht nichts verloren.
März

Mannheim (BW)

bild
 09.03.2017 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 07:58 bis 07:59 Uhr MEZ. Beobachtung einer möglichen und sehr weit hinab reichenden Trichterwolke und damit eines möglichen Tornados: "Gesehen aus 67071 Ludwigshafen, Oggersheimer Straße. Von der Richtung her könnte es über dem Gebiet Ludwigshafen/Mannheim/Heidelberg gewesen sein. War um 8 Uhr, genauer gesagt 7.58 Uhr ca. Wie lange es zu sehen war, kann ich nicht sagen, wir waren im Auto und haben dann kurz darauf den Sichtkontakt verloren. Ne Drehung konnte ich in der kurzen Zeit nicht erkennen, da es dafür zu weit entfernt war." Eine Analyse ergab, dass sich das Gebilde wahrscheinlich dem Müllheizkraftwerk in Mannheim zuordnen lässt und damit eher kein Tornado war.

Tornadoverdacht bei Mannheim
Tornadoverdacht im Raum Mannheim (Wetterkanal)
Mannheim: Tornadoverdacht beschäftigt Wetterexperten / Hinweise gesucht (Feuerwehren Metropolregion RN, 09.03.17)
Foto des möglichen Tornados (Facebook)
Tornadoverdacht Raum Mannheim am Donnerstagmorgen (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Oktober
August

Beuren (BW)

bild
 29.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:57 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Rotierende Wolkenformation vom 29.08.2016, 18:57 Uhr, mit bodennaher Kondensation. Die Zelle entstand am Rande eines abziehenden Gewitters und zog von Westen nach Osten. Sie war für ca. 20 Minuten im Blickfeld. Der fotografierte Zeitraum beträgt 13 Min., Einzelbilder alle 5 sec. Die Zelle entstand am Rande eines abziehenden Gewitters und zog von Westen nach Osten. Das umliegende Gelände ist leider schwer einsehbar, hauptsächlich Obstplantagen und Maisfelder, habe schon nachgesehen ob Spuren zu sehen sind. Auch als der Schlauch nicht mehr zu sehen war, rotierte die Wolke stark weiter und Feuchtigkeit stieg vom Boden aus auf."

Trichterwolke bei Beuren
Rotierende Wolkenformation, Salem Beuren 29.08.2016 (YouTube)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Eriskirch (BW)

 10.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: morgens. Tornado auf dem Bodensee vor Eriskirch gemeldet. Dazu aus einer Meldung von schwaebische.de vom 11.08.2016: "Langenargen sz Mindestens zwei Windhosen sind am Mittwochmorgen und Abend offenbar vor Langenargen und Eriskirch über den Bodensee gezogen. Das berichten mehrere SZ-Leser. SZ-Wetterexperte Roland Roth kennt den Grund für das Phänomen ? das für Boote tatsächlich gefährlich werden kann. Die erste Windhose, die SZ-Leser beobachtet haben, ist offenbar am Mittwochmorgen vor Eriskirch aufgetreten: ?Sie hielt sich, mehr oder weniger ausgeprägt, rund 20 Minuten lang und bewegte sich in West/Ost-Richtung?, schreibt Augenzeugin Claudia Jungschmidt an die SZ. Möglicherweise ist der Wirbelsturm mit dem markanten Rüssel auf der Oberfläche des Bodensees sogar in den Morgenstunden mehrmals aufgetreten."

Wasserhosen fegen über den Bodensee (schwaebische.de, 11.08.16)

Gültstein (BW)

 06.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Ausgeprägte Funnelcloud in Herrenberg Gültstein. Der Funnel reichte mindestens 2/3 von der Wolkenbasis bis zum Boden. Ob möglicherweise Bodenkontakt stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Falls ja müssten die Schäden in Hasslach sein. Der Funnel hielt sich mindesten 25 Minuten, wobei er sich immer wieder neu aufgebaut hat."

Beuren (BW)

bild
 04.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "In diesem Fall war die Rotation sehr deutlich, ja es war eine Funnelcluod die zunehmend größer wurde. Sie verschwand dann leider aus meinem Sichtfeld. Es gab einen Haupttrichter um den sich die deutlich sichtbarere Funnelcloud gewickelt hat." Beuren liegt nordnordöstlich von Meersburg am Bodensee.

Trichterwolke bei Beuren
Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli

Giengen an der Brenz (BW)

bild
 13.07.2016 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Juni

Reute (BW)

 13.06.2016 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Tornado richtet in Reute, Ortsteil von Bad Waldsee, einige Schäden an. Dazu ein kurzer Bericht von Marco Kaschuba: "Die Schneise ist etwa 30-50 m breit, etwa 2 km lang, so meine Beobachtung vor Ort. Die Schäden begrenzen sich auf umgestürzte, teils abgeknickte bäume, abgewehte Dachziegeln, verfrachtete Dachplatten und Tore, Fussballhütten. Man kann nicht sagen, dass ein Dach wirklich mit dem Dachstuhl stark beschädigt wurde. Ich gehe von einem F0, max F1 aus."

Fotos des Tornados (Facebook)
Fotos der Schäden (Facebook)
Reute 13.06.16 Wirbelsturm Tornado (YouTube)
Reute 13.06.16 Wirbelsturm Tornado Ansicht 2 (YouTube)
Tornado tobt durch Bad Waldsee-Reute (schwaebische.de, 14.06.16)
Unwetter mit Windhose richtet im Südwesten Schäden an (Südwest Presse, 15.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Doppler-Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Herrenberg (BW)

 08.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:40 bis 18:42 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Herrenberg aus in Richtung Südwesten.

Schönbronn (BW)

bild
 08.06.2016 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:40 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados: "Bin mir nicht sicher ob das einer ist, aber es drehte sich schnell, und die ganzen Wolken oben drüber mit dem Gebilde, das was man am Boden sieht, war mal kleiner, dann wieder größer im Wechsel. Gegen 19 Uhr, von Oberkollwangen kurz vor 72218 Wildberg-Schönbronn, Blickrichtung Osten fotografiert, Video war nicht möglich während der Fahrt, aber ich sah ihn über 2 Minuten lang." Das Foto wurde von der L349, wenige Hundert Meter westlich von Schönbronn, gemacht. Blickrichtung war Nordost. Der Tornado befand sich demnach (zum Zeitpunkt des Fotos) etwa 0,5 bis 1 km nördlich bis nordöstlich von Schönbronn (48.641N 8.704E).

Tornado bei Wildberg-Schönbronn
Foto des Tornados (Facebook)
Weiteres Foto des Tornados aus Nagold (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Mannheim (BW)

 06.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ, nicht sicher. Beobachtung einer Trichterwolke: "Gesehen in Mannheim-Vogelstang. Hat sich für ein paar Sekunden rotiert bis es verschwunden ist "

Foto der Trichterwolke (Facebook)

Böhmenkirch (BW)

 05.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke bei 89558 Böhmenkirch, Meldung über das Meldeformular: "Konnte leider nicht viel sehen. Ich bin dort gerade von der Arbeit raus und hab diese seltsame Wolkenbildung gesehen. Ob dies wirklich ein Tornado/ Windhose war kann ich leider nicht bestätigen." Foto liegt vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Utzstetten (BW)

bild
 04.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Funnel cloud beobachtet nördlich von Tierhaupten (Gemeinde Täferrot, BW) in Blickrichtung nach Osten im Bereich Utzstetten, Leinzell. Der Trichter wuchs innerhalb von wenigen Minuten bis unterhalb der kleinen Hecke rechts neben dem Wohnhaus. Leider gibt es nur vom Anfangsstadium Bilder. Das ganze war für ca. 10 bis 15 min. zu beobachten."

Trichterwolke bei Utzstetten
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Walldorf (Baden) (BW)

 04.06.2016 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:40 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados von Nußloch aus in Richtung Südwesten im Bereich Sankt Leon-Rot - Walldorf. Dazu der Beobachter Jürgen Scheuermann: "Als ich am Standort ankam, war es schon am wirken. Ich sah es noch so ungefähr 1 Minute". Aufgefundene Schäden gehören zum Ereignis. Der Ort liegt von Nußloch aus hinter den Gebäuden der Heidelberger Druckmachinen in Wiesloch/Walldorf im Wald nördlich der Autobahn A6.

Schäden durch den mutmaßlichen Tornado (Facebook)
Schäden durch den mutmaßlichen Tornado (Facebook)
Fotos des mutmaßlichen Tornados (Facebook)
Weiteres Foto der Trichterwolke von Wiesloch aus (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Königsbach (BW)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Bei 75203 Königsbach-Stein, Meldung über das Meldeformular: "Bildete sich bei einer Gewitterwolke und kamm nach wenig Minuten am Boden auf! Löste sich schnell wieder auf." - Wahrscheinlich einer der beiden Fälle bei Pforzheim.

Pforzheim (BW)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:30 und 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Trichterwolken. Aus einer Meldung der Pforzheimer Zeitung vom 03.06.2016: "Wetterphänomen über der Region: Ein Trichter, aber kein Tornado - Elektrisiert waren einige PZ-Leser von dem, was sie am Donnerstagabend zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr am Himmel über Pforzheim und dem Enzkreis beobachteten: Wolkenwirbel, die wie kleine Rüssel aus den Regenwolken nach unten ragten. Solche Trichter aus Wolken sprechen für einen Wirbel aus Winden. Man sieht sie deshalb auch bei den zerstörerischen Tornados, Wirbelstürmen, bei denen unter Gewitterzellen eine Säule aus starkem, drehenden Aufwind entsteht, die vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze reicht. Sie ist bei starken Tornados für einen Sog verantwortlich, der alles nach oben reißt, wie die Menschen im Enzkreis und in Pforzheim es am 10. Juli 1968 erlebt haben. Doch damit hatte das Phänomen vom Donnerstag nichts zu tun. Klaus Riedl vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart (DWD) erklärt, dass solche Trichterwolken, in der Fachsprache der Meteorologen auch Funnel Clouds, auch losgelöst von Tornados oder Windhosen, wie sie noch genannt werden, entstehen können. "Sie können manchmal sogar bei niederschlagsfreien Quellwolken vorkommen", so Riedl. Öfter aber sieht man sie unter Regenwolken. Nämlich dann, wenn Luftmassen nicht stabil sind und große Feuchtigkeit in sich tragen, so Riedl. Im Aufwindbereich unter der Schauerzelle könnte eine Drehung um eine senkrechte Achse entstehen. Die Wolken formen einen Trichter. Was in der Region völlig fehlte, war die Gewitterenergie. Das zeigt der Wetterradar des DWD für den Zeitraum der Beobachtungen: Er bildet Bereiche mit schwachem bis mäßigem Regen ab. Von einer Gewitterzelle fehlt jede Spur. Der Leser, der zwei Trichterwolken am Donnerstag gegen 19 Uhr mit Blick in Richtung Pforzheimer Norden und Kieselbronn fotografiert hat, beschreibt, wie kurzlebig das Phänomen war: "Die zwei Rüssel lösten sich nach ein paar Minuten wieder auf", so der Leser." - Die Erklärung im Artikel ist allerdings falsch. Eine Trichterwolke (Funnelcloud) ist der sichtbare teil eines Wirbels, der unsichtbar weiter hinunter reicht. Hat der Wirbel Bodenkontakt, dann spricht man von einem Tornado, der also nicht durchgehend sichtbar sein muss. Damit besteht also auch in diesem fall Tornadoverdacht.

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
Wetterphänomen über der Region: Ein Trichter, aber kein Tornado (Pforzheimer Zeitung, 03.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Besigheim (BW)

 02.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 10:00 Uhr MESZ. Meldung über das Meldeformular der Tornadoliste: "Beeindruckende, dunkelblaue Trichterwolke über dem Stromberg von Besigheim-Ottmarsheim aus beobachtet. Sie ging von einer tief hängenden Regenwolke aus und schien aus der Ferne betrachtet (geschätzte 7 km) Bodenkontakt zu haben. Habe leider vor lauter entzücktem Schauen durchs Fernglas vergessen ein Foto zu machen. (Uhrzeit aus der Erinnerung geschätzt)"
Mai

Beuren (BW)

 31.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:59 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados: "Mutmaßlicher Tornado 88682 Salem Beuren 21:59 Uhr, 31.05.2016. Mutmaßlich deshalb, weil erst wenn der Bodenkontakt bestätigt oder Schäden ermittelt sind, er als Tornado gilt. Er kam mit einer abgesenkten Wolke von Westen her, vermutlich ging er über freiem Feld nieder. Es war fast dunkel, als meine Frau und ich diesen bemerkten, wir sind noch richtig geschockt. Die Wolke hielt auf unsere Richtung zu. Hab sie deshalb weiter fotografiert, um zu sehen, ob sie noch mal aktiv wird. Das ist zum Glück nicht passiert."

Mutmaßlicher Tornado 88682 Salem Beuren 21:59 Uhr, 31.05.2016 (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Nellingen (BW)

 29.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados: "Am 29.05. gegen 17:25 Uhr sah ich eine größere, dunkle, leicht rotierende Wolke über / hinter Aichen nahe Nellingen auf der Schwäbischen Alb. Daraus entstand nach einiger Zeit ein Trichter. Dieser war für ca. 2-3 Minuten zu sehen. Er rotierte langsam und bewegte sich auch eher langsam bis kaum von der Stelle. Bodenkontakt bestand vermutlich, kann aber nicht 100%tig nachgewiesen werden, da er aus meiner Perspektive hinter der Ortschaft versteckt war. Ich habe einen Tag später das Gebiet noch einmal aufgesucht, um nach möglichen Schäden zu schauen. Ich konnte keine feststellen. Der Trichter ging wohl auf einem Acker oder Wald nieder."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
April

Frickingen (BW)

bild
 16.04.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:56 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds von Beuren aus in Richtung Frickingen. Dazu der Beobachter: "Funnelbeobachtung 16.04.2016, 16:56 Uhr 88682 Salem-Beuren BW Bodenseeraum. Zum Zeitpunkt der Entdeckung, waren beide Funnels gut ausgebildtet, stark trichterförmig und fast senkrecht nach unten gerichtet. Nachdem ich realisiert habe, was ich sah und meine Kammera holte, befanden sich die Funnels schon wieder in der Auflösung. Die Zugrichtung war von Südwesten nach Nordosten. Es waren deutlich scherende Winde unterhalb der Wolkendecke zu beobachten. Die Blickrichtung der Aufnahme ist 88699 Frickingen. Der gesamte Beobachtungszeitraum betrug ca. 3 - 4 Min.

Zwei Funnelclouds bei Frickingen
Funnelbeobachtung Salem Beuren 16.04.2016 (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Asperg (BW)

 16.04.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 10:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Presseportals vom 16.04.2016: "Unwetter hat verletzte Passanten und Sachschäden zur Folge. 16.04.2016 ? 16:57 - Ludwigsburg (ots) - Am Samstag zog ein Unwetter geprägt von einer starken Windböe kurz vor 11.00 Uhr über Asperg hinweg. Der Integrierten Leitstelle Ludwigsburg wurde mitgeteilt, dass mehrere Personen, die sich gerade auf dem Marktplatz befanden, durch umgestürzte sowie umherfliegende Marktschirme des Wochenmarkts leicht verletzt wurden. Beim Eintreffen des Rettungsdienstes, der mit zwei Einsatzfahrzeugen vor Ort war, wurde festgestellt, dass sowohl ein 92jähriger Passant als auch eine 29jährige Passantin von umstürzenden Schirmen getroffen wurden und sich dabei Verletzungen zuzogen. Der 92Jährige kam zudem noch in der Folge zu Fall. Die Passanten wurden durch den Rettungsdienst versorgt und in ein umliegendes Krankenhaus transportiert. Derzeit wird von leichten Verletzungen ausgegangen. An den Marktständen sowie den Warenauslagen entstand Sachschaden in Höhe von 2.000 Euro. Einer der Schirme wurde dabei über mehrere hundert Meter weiter ostwärts getragen und dann in der Seestraße liegend aufgefunden. Im Bereich der Seestraße selbst, hatte sich ein Teil eines Wellblechdaches auf einem Firmengebäude abgelöst und musste durch die freiwillige Feuerwehr Asperg, die mit fünf Fahrzeugen, zwanzig Einsatzkräften sowie Mitarbeitern des örtlichen Bauhofs vor Ort war, abgesichert werden. Eine Schadenshöhe liegt derzeit nicht vor. Östlich der Bahnlinie lagen einige Mülleimer auf der Seite. In der Hohenzollernstraße lagen zwei Krafträder auf dem Boden. Auf der Bundesautobahn 81 zwischen den beiden Anschlussstellen Ludwigsburg Nord und Süd wurde durch Verkehrsteilnehmer mitgeteilt, dass loses Gehölz auf die Durchgangsfahrbahn geweht wurde und dort zum Liegen kam. Ein Pkw überfuhr dieses, wodurch 3.000 Euro Sachschaden entstand. Das Geäst stammte von einem Baum in der Hohenzollernstraße. Glücklicherweise waren bis zu den Nachmittagsstunden keine weiteren Verletzten bzw. Sachschäden zu beklagen." - Ein Tornado konnte bisher nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Verdachtsfall Asperg (Skywarn)
Unwetter hat verletzte Passanten und Sachschäden zur Folge (Presseportal, 16.04.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Bösingen (BW)

bild
 14.04.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:43 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud, dazu der Beobachter: "Beobachtung einer Funnelcloud in Zimmern ob Rottweil in nördlicher Richtung. Der Funnel hat sich erst aufgelöst und dann wieder gebildet. Deshalb auch die 2 verschiedenen Standorte und die unterschiedliche Formation des Trichters auf den Bildern. Rotationen waren am zweiten Standort gut wahrzunehmen. Das ganze spielte sich für ca. 4 Minuten ab, bevor er sich wieder auflöste."

Funnelcloud im Bereich Bösingen
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Februar

Langenrain (BW)

 09.02.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des Südkurier am 11.02.2016: "Sturm entwurzelt etliche Bäume in Wäldern auf dem Bodanrück - Die wirtschaftlichen Schäden bleiben überschaubar. Förster warnt vor Spaziergängen im Wald. Das Sturmtief hat ganze Arbeit geleistet: in Teilen der Wälder auf dem Bodanrück auf den Gemarkungen Konstanz, Reichenau und Allensbach. Die Förster der Region bezeichnen die Schäden zum Teil als erheblich, zum Teil als wirtschaftlich ohne größeren Belang. Relativ groß ist der Schaden in den Waldgebieten, die zur Reichenau und zu Allensbach gehören. An 42 Stellen seien Wege durch herabgefallene Kronen oder umgestürzte Bäume blockiert worden, wie Förster Martin Kreutz berichtet. Das Waldgebiet, das er betreut, erstreckt sich auf etwa 700 Hektar. Im Moment sei er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern damit beschäftigt, die Wege frei zu räumen, vermutlich werden diese Arbeiten noch bis Ende der Woche andauern. "Etwa 400 Festmeter Schadholz ist in den Sturmnächten angefallen?, sagt Martin Kreutz, davon etwa 250 Festmeter auf Allensbacher Gemarkung, 20 bis 30 beim Kloster Hegne. ?Das ist noch tragbar, aber wirtschaftlich schon spürbar." Das Sturmholz sei natürlich nach wie vor verwertbar, müsse aber zu geringeren Preisen vermarktet werden. Mit Unbehagen hat Martin Kreutz das Gebiet betrachtet, an dem die Rodung für die B 33 stattfand. "Hier sind etwa 50 Bäume umgeworfen worden, weil sie durch die Rodung keinen Schutz mehr hatten." Zu 95 Prozent habe es Fichten getroffen. Diese seien Flachwurzler, was eine ungünstige Hebelwirkung erzeuge: Daher seien sie stärker gefährdet, bei Sturm zu stürzen. Der Waldboden sei sehr nass, das verringere den Halt für die Wurzeln weiter. Die Buche hingegen sei stabiler, weil sie momentan kein grünes Blätterdach habe und dem Wind weniger Angriffsfläche biete. Michael Flöß betreut als Förster eine sehr große Fläche: den Konstanzer Stadtwald einschließlich des Lorettowalds und Teilen des Landesbesitzes, der bis an die Grenze zu Langenrain reicht. Insgesamt ist das eine Fläche von 1400 Hektar Wald. Im Verhältnis zur Fläche sei der Schaden sehr gering, berichtet Flöß, lediglich etwa 200 Festmeter Schadholz habe der Sturm produziert. Auch im Stadtwald seien vor allem Fichten Opfer des Sturms geworden, die Buchen seien stabiler. Viele Waldwege seien durch umgestürzte Bäume blockiert worden, diese seien aber inzwischen wieder freigeräumt. Mit den Wald- und Aufräumarbeiten ist eine Ausbildungsgruppe mit einem Meister und vier Auszubildenden beschäftigt, zwei Forstunternehmen unterstützen Förster Michael Flöß zudem im Stadtwald. Der wirtschaftliche Schaden sei nach derzeitigem Kenntnisstand ohne Belang, es koste allerdings Geld, die Schäden zu beseitigen, da das Holz weit verstreut liege. Abgesehen von den wirtschaftlichen Aspekten weist Flöß darauf hin, dass Spaziergänger und Sportler die Wälder in diesen Tagen eher meiden sollten. "Das gilt vor allem für den Lorettowald, ein Waldstück mit alten und hohen Bäumen." Diese seien durch den Wind besonders gefährdet. Im Wald, der dem gräflichen Haus Bodman gehört, ist der Schaden auf Konstanzer und Allensbacher Gemarkung nach Auskunft von Reinhard Bickel, Betriebsleiter im Forst des Grafen Bodman, überschaubar. "Einen Schwerpunkt gab es am Golfplatz Langenrain. Dort muss eine Windhose durchgegangen sein." An dieser Stelle seien überwiegend Douglasien gestürzt, die wegen tieferer Wurzeln normalerweise resistenter seien als Fichten. Auch viele Buchen seien dort entwurzelt worden. An anderen Stellen des Waldes seien wie zu erwarten vor allem Fichten dem Sturm zum Opfer gefallen. Insgesamt fielen etwa 200 Festmeter Sturmholz an. Zwei bis drei Waldwege seien im Moment noch versperrt, diese wolle man heute jedoch freiräumen. Im Mainauwald, der etwa 400 Hektar Fläche umfasst, sind die Schäden laut Auskunft von Julia Sutter, Mitarbeiterin im Pressereferat, gering. Es lägen Äste auf den Wegen und einzelne Bäume seien umgestürzt. "Kollegen haben die versperrten Wege bereits freigeräumt." Die Aufräumarbeiten dauerten aber noch an." - Nach Auskunft der Gräflichen von Bodmanschen Forstwirtschaft erstrecken sich die Hauptschäden in nordöstlicher Richtung auf einer Strecke von ca. 600 m, mit einer Breite von ca. 50 m. Die Bäume lagen alle etwa in der gleichen Richtung. Da der Golfplatz betroffen war, wurde mit der Aufarbeitung sofort begonnen, mit 200 Fm ist der Schaden für forstwirtschaftliche Verhältnisse eher gering zu bewerten, allerdings sind sehr viele Douglasien dabei, die meist deutlich über das Kronendach herausragen. Beschreibungen und Fotos der Schäden sprechen für eine Gewitterfallböe (Downburst).

Sturm entwurzelt etliche Bäume in Wäldern auf dem Bodanrück (Südkurier, 11.02.16)
September

Boxberg (BW)

bild
 14.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Dörzbach aus in Richtung Nordnordwesten.

Funnelcloud bei Boxberg
August

Rutesheim (BW)

 14.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in einem Waldstück, das vom Bereich nördlich des Freizeitparks Rutesheim bis nahe an die Bahnstrecke östlich von Wissach reicht. Der betroffene Bereich ist laut Auskunft des zuständigen Forstamtes etwa 3,5 km lang und meist etwa 30 bis 50 Meter breit. Hier gibt es keinen Totalschaden, aber zahlreiche gebrochene und entwurzelte Bäume. Dazu aus einer Meldung der Stuttgarter Zeitung vom 04.11.2015: "Der heiße Sommer brachte den dritten Sturm Mitte August mit sich. "Der hatte es ganz lokal im Rutesheimer Wald in sich", so Neumann. "Es hat sich eine Windhose gebildet, die auf einer 150 Meter breiten Schneise durch den Wald fast bis nach Weissach gefegt ist und erheblichen Schaden angerichtet hat." Die geernteten etwa 1100 Festmeter Holz aus Sturm-, Insekten- und Dürreschäden lassen sich auf die Stürme und den extremen Sommer zurückführen. Weil die Schadhölzer sehr verstreut im gesamten Wald verteilt waren, erwies sich die Aufarbeitung und das Beseitigen des Kronenmaterials als sehr zeitintensiv."

Windhose schlägt Schneise in den Wald (Stuttgarter Zeitung, 04.11.15)

Schrozberg (BW)

bild
 10.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:28 bis 18:38 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten und weit hinab reichenden Funnelcloud vom Flugplatz Niederstetten aus in Richtung Süden.

Funnelcoud bei Schrozberg

Weisbach (BW)

 09.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Ein Beobachter meldete am folgenden Tag: "Ich wollte gestern Abend noch die Gewitter fotografieren und bin deswegen an einen Beobachtungsplatz der Jugendsternwarte Weisbach (südlicher Odenwald) gefahren. Als ich die Kamera vorbereitete, tat ich noch einen Rundblick, auch nach oben. Dort erkannte ich deutlich ein schlauchförmiges Gebilde mit scharfen Abgrenzungen. Ich dachte sofort an einen Funnel. Ich sah ihn ca. 60-70° mit südwestlicher Blickrichtung. Das war so gegen 22 Uhr MESZ. Nach ca. 8 Minuten konnte ich es nicht mehr wahrnehmen. Ich vermute auch, dass, als ich es entdeckte, der Höhepunkt erreicht bzw. überschritten war und es sich bereits abbaute. Ich konnte noch kurz mit der Sony Alpha 7s drauf halten."

Mögliche Funnelcoud bei Weisbach
Juli

Neuostheim (BW)

 19.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 14:20 und 14:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von rth.info vom 19.07.2015: "Christoph 53 durch Windhose beschädigt - Mannheim (BWÜ): Am heutigen Sonntagnachmittag (19. Juli) ist der Rettungshubschrauber Christoph 53 durch eine Windhose von seiner Plattform am Flugplatz Neuostheim geschoben worden. Wie auf ersten Fotos zu erkennen ist wurde die Maschine dabei beschädigt. Die DRF Luftrettung teilte bereits mit, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt Techniker auf dem Weg zur Station seien um den Helikopter wieder aufzurichten und diesen auf Schäden hin zu untersuchen. Weiterhin ist eine Ersatzmaschine auf dem Weg nach Mannheim um die Einsatztauglichkeit von Christoph 53 zeitnah zu gewährleisten. Wie den Bildern zu entnehmen ist, handelt es sich bei der beschädigten Maschine um den Typ BK 117 mit der Kennung D-HAID (c/n 7018)" - Nach Rücksprache mit der Rettungsstaffel und dem Flugplatz ist von starken Gewitterböen auszugehen. Bis zu 48 Knoten (89 km/h, Windstärke 10) wurden in Böen gemessen.

Christoph 53 durch Windhose beschädigt (rth.info, 19.07.15)

Mönsheim (BW)

bild
 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:18 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von der BAB 8 aus, nahe Heimsheim beobachtet etwas im Bereich südöstlich bis östlich von Mönsheim. Dauer unter 1 min., 10 Minuten später erneuter Funnel.

Funnelcoud bei Mönsheim

Edingen (BW)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:28 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen vom 13.07.2015: "Ein heftiges Unwetter hat am Dienstagabend in Edingen schwere Sturmschäden verursacht. Augenzeugen schildern einen deutlich sichtbaren Sturm, der aus westlicher Richtung die Gemeinde getroffen hat. An 46 Einsatzstellen entstanden Sturmschäden, wurden Dächer abgedeckt und Bäume beschädigt oder entwurzelt. Die Höhe des Sachschadens beläuft sich wohl auf mehrere zehntausend Euro. Menschen wurden nicht verletzt. [...] Eine wissenschaftliche Bestätigung, ob es sich bei dem Wetterphänomen tatsächlich um einen Tornado gehandelt hat, gibt es derzeit noch nicht. Solch ein Ereignis ist für europäische Verhältnisse äußerst selten. Inzwischen hat ein Tornadoforscher Kontakt mit der Feuerwehr Edingen-Neckarhausen aufgenommen." Nach derzeitigem Stand ist eher vom einer Gewitterfallböe (Downburst) auszugehen.

Nach Angaben der Feuerwehr liegen praktisch alle Bäume und Äste in der selben Fallrichtung. Die Schneise ist viel zu breit für ein trombisches Event und Augenzeugen können keine Rotation der Wolkenbasis bestätigen.

Drei Verletzte bei Unwetter in der Region (Morgenweb, 07.07.15)
Schwere Sturmschäden in Edingen (>Feuerwehr Edingen-Neckarhausen, 13.07.15)
Juni

Sulz am Neckar (BW)

bild
 21.06.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 21:43 Uhr MESZ. Sichtung eines möglichen Tornados vor einem starken Niederschlagsbereich mit Gewitteraktivität "Der Trichter reichte weit zum Boden hinab. Nach ca. 2-3 Min. löste sich der Trichter auf. Der Beobachtungsort war Sulz a.N./Kastell in südwestlicher Richtung. Schäden sind keine bekannt."

Tornadoverdacht bei Sulz am Neckar

Meßkirch (BW)

bild
 14.06.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. Dazu liegen Zeitrafferaufnahmen vom Standort Billafingen (Luftlinie 10km nordöstlich von Sigmaringen) vor, die bei Sekunde 2 bis 4 deutlich den Schlauch zeigen.

Superzelle 14.06.2015 Sigmaringen Meßkirch (YouTube)

Beuren (BW)

bild
 01.06.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 18:49 bis 18:53 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Mein genauer Standort ist in 88682 Salem, Ortsteil Beuren. Die erste Aufnahme wurde um 18:51 Uhr gemacht. Die letzte um 18:53 Uhr. Der Funnel trat auf der Rückseite - von der Zugrichtung aus gesehen ? an einer kreisrunden Wolke auf. Die Zugbahn verlief von Süd/ Westen nach Nord/ Osten. Es war beinahe windstill, nach dem Durchzug der Zelle fing es zu regnen an."

Funnel Salem Beuren 01.06.2015 (Facebook)
Mai

Müllheim (BW)

 25.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Dirk Basile konnte am 25.05.15 gegen 14:20 diese ausgeprägte Funnelcloud beobachten. Aufnahmeort ist Bantzenheim/Rumersheim (Frankreich, an der deutschen Grenze) mit Blickrichtung Blauen (Osten). Nach 4-5 Minuten hat er sich wieder aufgelöst. Ein Bodenkontakt über deutschem Gebiet rund um Müllheim erscheint möglich."

Funnelsichtung (Facebook)

Bonndorf im Schwarzwald (BW),
Lembach (BW),
Fützen (BW)

bild
 13.05.2015 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 21:30 und 22 Uhr MESZ. Um 21:38 Uhr Beobachtung des Tornados zwischen Geisingen und Tengen, gegen 21:50 Uhr Meldung eines Tornados durch einen Skywarn-Beobachter bei Welschingen im Landkreis Konstanz. Die Schadensaufnahme lässt auf einen starken Tornado schließen, der in einer fast 30 Kilometer langen und 100 und bis zu 400 Metern breiten Schneise erhebliche Schäden anrichtete. Der Tornado erreichte mindestens die Stufe F2 auf der Fujita-Skala. Aus einer Meldung des Radiosenders baden.fm vom 14.05.2015: "Ein kurzes aber heftiges Gewitter hat am Mittwochabend in weiten Teilen Südbadens für Chaos gesorgt. Die Unwetterfront war innerhalb von rund 15 Minuten über Südbaden gezogen und hat dabei vor allem in den Großräumen Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen teils orkanartige Winde, starken Regen und Hagel mit sich gebracht. [...] In Bonndorf hat eine gewaltige Windhose zwei tonnenschweren Kastenwagen samt Anhänger auf einem Firmengelände umgeworfen. In Wutach im Schwarzwald war zwischenzeitlich der Strom ausgefallen. Dort hatte im Ortsteil Münchingen außerdem ein einschlagender Blitz das Dach einer Kirche in Brand gesetzt." - Aus einer Meldung des Südkurier vom 15.05.2015: "Große Schäden im Raum Bonndorf/Wutach nach Unwetter - Erheblichen Sachschaden richtete ein Unwetter an, das am Mittwochabend über die Region Bonndorf/Wutach hinwegzog. ?So etwas habe ich noch nie gesehen, die Windhose hat bei Glashütte eine richtige Schneise in den Wald geschlagen?, berichtet Olaf Thor, Pressewart der Feuerwehr Bonndorf. [...] Im Landkreis Waldshut stürzten durch das heftige Gewitter in der Zeit zwischen 21 und 22 Uhr eine Vielzahl von Bäumen um und blockierten etliche Landes- und Kreisstraßen. Auch die B 315 zwischen Wellendingen und Bonndorf war zeitweise betroffen. Hier kippten zwei Bäume um, die die Straße blockierten und den Zaun eines Tiergeheges beschädigten. Mehrere Hirsche flohen aus dem Gehege. In Lembach warf die Windhose ebenfalls viele Bäume wie Streichhölzer um, wie unser Mitarbeiter Bruno Morath berichtet. Auf einem Firmengelände in der Allmendstraße wurden durch den starken Wind zwei Kleintransporter und ein Anhänger umgeworfen, heißt es in der Meldung der Bonndorfer Wehr. In Glashütte wurde ein Dach abgedeckt, das die Feuerwehr mit der Abteilung Gündelwangen mit einer Plane überdeckte, um größeren Schaden zu verhindern. Im Bonndorfer Neubaugebiet Mittlishardt deckte die Windhose das Dach einen Hauses zu 80 Prozent ab, wie die Feuerwehr berichtet. Die Dachziegel bohrten sich wie Geschosse in die Wand des Nachbarhauses. Im Einsatz waren in dieser Nacht alle Fahrzeuge der Feuerwehr Bonndorf. Einsatzende war am Donnerstag gegen 3 Uhr morgens." - Aus einer weiteren Meldung des Südkurier vom 15.05.2015: "Tornado fegt über Lausheim - Ein schweres Unwetter fegte am Mittwoch, gegen 22 Uhr, auch über Lausheim und hinterließ schwere Schäden. Abgedeckte Dächer, weggerissene Photovoltaik-Anlagen, umgestürzte und entwurzelte Bäume, abgeknickte Strom- und Telefonmasten sowie Stromausfälle waren an diesem Abend zu verzeichnen. Beschädigte Hausdächer, abgeknickte Bäume und Strommasten sowie ein Unfall mit drei Leichtverletzten sind die Folgen des Unwetters, das am Mittwochabend im Raum Stühlingen niedergegangen ist. Der Gesamtschaden lässt sich noch nicht beziffern. Wie ein Tornado sei es gewesen, sagte Jürgen Büche, einer der Anwohner auf dem Lindenberg am Morgen nach dem Unwetter. Gegen 22 Uhr war die Gewitterfront über den Lausheimer Lindenberg und das Tal hinweg Richtung Grimmelshofen gezogen. Die Windhose riss Ziegel und Photovoltaik-Anlagen von den Dächern. In einer 150 Meter breiten Schneise wurden große Waldflächen zersplittert. In der Siedlung auf dem Lindenberg in Lausheim waren sechs Wohnhäuser und einige Ökonomiegebäude betroffen. Abgerissene Baumkronen schleuderte der Sturm auf die Dächer und riss große Löcher. Dabei wurden auch Strom- und Telefonmasten umgeknickt. Die Bewohner hatten bis vier Uhr morgens keinen Strom." - Aus einer Meldung des vom 14.05.2015: "Das starke Unwetter in der Nacht zum Donnerstag hat beim Blumberger Ortsteil Fützen eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Ein Tornado knickte hier unter anderem einen eisernen Strommasten um. Dieses Szenario spielte sich nahe der Schweizer Grenze, vorbei an den dortigen landwirtschaftlichen Anwesen, ab. Ganz besonders erwischte es den nicht mehr bewohnten Buchhof. Nach der Hitze des Mittwochs zog am Mittwochabend, wie von den Meteorlogen vorhergesagt, eine starke Gewitterfront über Süddeutschland auf. Besonders stark betroffen war der Landkreis Waldshut, wo das Unwetter viele Schäden anrichtete. Gewitter, Starkregen und Hagel fegten über die Region und streiften so auch den Bereich der Schweizer Grenze, wo sich der Sturm zu einem kleinen Tornado entwickelte. Die Wucht dieses hier eher seltenen Naturereignisses war so gewaltig, dass der Tornado eine etwa zehn bis 20 Meter breite Schneise in die Natur riss. In diesem Bereich wurden Bäume umgeknickt, aber auch ein Strommast aus Eisen wurde wie ein Streichholz abgebrochen. Stark beschädigt wurde der unbewohnte Buchhof. Wiesen und Fruchtfelder wurden hier regelrecht niedergewalzt. Von etwa 22.15 Uhr an war das Stromnetz für etwa eine Stunde unterbrochen. Die Freiwillige Feuerwehr Fützen war von etwa 1 Uhr bis am Morgen im Einsatz und beseitigte umgestürzte Bäume. In Fützen selbst gab es zum Glück keine Schäden." Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Münstertal und Lenzkirch/Glashütte. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen.

Tornado Südschwarzwald 13.05.2015 (Schweizer Sturmforum)
13.05.15 ? Tornado bei Tengen, Lembach, Blumegg, Grimmelshofen, Fützen (Benjamin Wolf)
Foto des Tornados um 21:38 Uhr (Facebook)
Skywarn-Meldung (Facebook)
Schadensbild westlich von Tengen (Facebook)
Radarbild zu dem Termin (Facebook)
Fotos der Schäden: Tornado bei Blumberg-Fützen (Facebook)

Bilder und Videos der Schäden:
Schäden Bonndorf bis Fützen
Feuerwehr Lenzkirch mit Schadensfotos

Meteorologische Daten:
Radaranimation des Abends (Skywarn)
Radarloop 20-23 Uhr MESZ (meteoradar.ch)

Meldungen:
Unwetter bei Fützen: Tornado knickt Strommast (Südkurier, 14.05.15)
Fotos der Schäden (nicht wie angegeben aus Wutach!) (Badische Zeitung, 14.05.15)
Unwetter bei Fützen: Tornado knickt Strommast (Südkurier, 14.05.15)
Heftiges Unwetter mit Hagel und Starkregen über Südbaden (baden.fm, 14.05.15)
Große Schäden im Raum Bonndorf/Wutach nach Unwetter (Südkurier, 15.05.15)
Sturm und Hagel wüten im Südwesten (Südkurier, 15.05.15)
Tornado fegt über Lausheim (Südkurier, 15.05.15)
Schock nach dem Tornado über Bonndorf (Südkurier, 15.05.15)
Die Sturmschäden sind immens (Badische Zeitung, 16.05.15)

Lenzkirch (BW),
Glashütte (BW)

bild
 13.05.2015 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud, Standort: Wittlekofen südlich von Bonndorf im Schwarzwald, Blickrichtung Nordwesten. Im Schwendetal südwestlich vom Ortskern von Lenzkirch gibt es erhebliche Schäden (Totalschaden) im Wald. Die Fallrichtung der Bäume ist überwiegend recht einheitlich, allerdings vor allem am linken Rand auch konvergent. Der mutmaßliche Tornado wurde von den Hausbewohnern in dem Tal beobachtet. Der Tornado löste sich hinter Glashütte zumindest vorübergehend auf. Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Münstertal und Bonndorf bis Tengen. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen. - Zu Schäden im Wald nahe des Feldberges, etwa 10 Kilometer westlich von Lenzkirch aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 13.06.2015: "Tornado ist eine Chance für den Bannwald bei Oberried - Mitte Mai hat ein Tornado binnen Sekunden hunderte Bäume umgeknickt oder entwurzelt. [...] Wie Streichhölzer sind Hunderte Baumriesen während des heftigen Hagelsturms an Christi Himmelfahrt im Bannwald Napf bei Oberried umgeknickt, als ein Tornado durch den Talkessel pflügte. Erst Tage später bemerkten die Förster, dass in dem abgelegenen Gebiet auf 1300 Metern Höhe die Stämme wie Mikado-Stäbe übereinander lagen ? und freuten sich. Denn was in einem Wirtschaftswald ein großer finanzieller Verlust wäre, ist in einem Bannwald eine Chance für die niedrigere Vegetation. Es ist schwer, an die Stelle zu kommen, in die der Tornado die Schneise der Verwüstung gefräst hat. Hans-Ulrich Hayn und Georg Mayer laufen vorsichtig den Alpinen Steig entlang, einen schmalen Pfad, der bis vor Kurzem noch den Stübenwasen, den sechsthöchsten Berg des Schwarzwalds, mit dem Hüttenwasensattel unterhalb des Feldbergs verband. Mittlerweile ist der Wanderweg, der bereits seit vielen Jahren nicht mehr offiziell beschildert ist und nur noch als Geheimtipp unter Wanderern galt, nicht mehr passierbar. Auf einer Fläche von mehr als zehn Hektar hat der Tornado Mitte Mai die Bäume komplett umgenietet. Kaum ein Baum konnte der Kraft des Wirbelsturms standhalten, und nun liegen die jahrzehntealten und tonnenschweren Giganten zersplittert im Talkessel und versperren auch den Durchgang über den Alpinen Steig. [...] Hayn klettert auf einen Baumstumpf und schaut in den Hang hinein. Dass dieser bis vor wenigen Wochen noch dicht bewaldet war, kann man sich kaum vorstellen. Der Forstwirt ist fasziniert von dem Naturschauspiel. "Diese Urgewalt, mit der der Tornado hier zugange war, ist unbeschreiblich.""

Tornado bei Glashütte
Foto der Funnelcloud (Facebook)
Weiteres Foto der Funnelcloud (Facebook)
Tornado ist eine Chance für den Bannwald bei Oberried (Badische Zeitung, 13.06.15)

Münstertal / Schwarzwald (BW)

bild
 13.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 15.05.2015: "Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz - MÜNSTERTAL (mie). Eine Windhose ist am Mittwochabend durch den Wald bei Münstertal gezogen. Das berichtete Johannes Geiger, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Münstertal. Die Kameraden waren gegen 20.30 Uhr (Anmerkung: Zeit kann nicht stimmen) alarmiert worden, weil umgestürzte Bäume die Stohrenstraße im Bereich des Abzweigs Hörhalde blockierten. Mit 25 Mann sei die Feuerwehr Münstertal ausgerückt, um vor Ort festzustellen, dass in der Nacht nichts mehr auszurichten sein. "Es waren doch einige Festmeter Holz, die da rumlagen", sagte Geiger der BZ ? deutlich mehr als 100 Bäume seien der Windhose zum Opfer gefallen. Die Feuerwehrleute richteten eine Straßensperrung, die wohl noch über das Wochenende Bestand haben werde, so die Einschätzung des Kommandanten. Die Feuerwehr Bad Krozingen musste achtmal ausrücken, um im Bereich Biengen/Hausen umgestürzte Bäume zu entfernen." Es besteht ein direkter Zusammenhang zu den Fällen Lenzkirch/Glashütte und Bonndorf bis Tengen. Die Schneise weist auf der rund 70 Kilometer langen Strecke nur recht kurze Unterbrechungen auf und die Schäden wurden alle durch dieselbe Superzelle hervorgerufen.

Tornadoverdacht Münstertal
Bericht zu den Schäden im Münstertal (Schweizer Sturmforum)
Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz (Badische Zeitung, 15.05.15)
Windhose sorgt für jede Menge Kleinholz (Feuerwehr Münstertal, 15.05.15)

Anmerkung: Bereits in den Vogesen hatte dieselbe Superzelle mindestens einen Tornado der Stärke F2 hervorgerufen:
Tornade EF2 à Gerbépal (Vosges) le 13 mai 2015 (Keraunos)

Kenzingen (BW)

 13.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 14.05.2015: ""Rotierende Zelle" ringt alte Buchen nieder - Ein kleiner Tornado verursacht im Kenzinger Forlenwald auf zwei Hektar Fläche einen Schaden von rund 25 000 Euro. Mehrere Forst- und Wanderwege sind gesperrt. KENZINGEN. Einen starken Sturmschaden nach dem schweren Gewitter am Mittwochabend meldet die Stadt Kenzingen: Alte Buchenbestände im Forlenwald zwischen Hecklingen und Bombach wurden auf einer Fläche von rund zwei Hektar vermutlich von einer tornadoartigen Windhose umgeworfen. Der Schaden liegt bei mindestens 25000 Euro. Forstfachleute warnen davor, das Waldstück zu betreten. Das schwere Gewitter, das im Kreis Emmendingen sonst kaum Schäden anrichtete, entlud sich am Mittwoch gegen 21 Uhr über Kenzingen. Dabei gab es orkanartige Böen. Wetterexperte Jörg Kachelmann meldete kurz zuvor im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter für Kenzingen und Nordweil eine "rotierende Zelle" und schloss einen "Tornado" nicht aus. Der Spur der Verwüstung, die sich Johannes Kaesler, Revierförster der Stadt Kenzingen, am Donnerstag bot, zeigt, dass Kachelmann mit seiner Prognose nicht falsch lag. Getroffen hat es eine rund zwei Fußballfelder große Fläche im alten, ökologisch wertvollen Forlenwald zwischen Hecklingen und Bombach. Die Holzmenge, die am Boden liegt, wird von Johannes Kaesler auf rund 800 Kubikmeter geschätzt. Bei den umgestürzten Bäumen handelt es sich in der Mehrzahl um 150-jährige Buchen. "Diese Bestände sind standortgerecht. Sie haben sogar den Orkan Lothar überlebt und galten als sturmsicher", sagt Kaesler der BZ. Die Bäume wurden von Nord nach Süd geworfen, was für Sturmschäden in dieser Gegend eher ungewöhnlich sei. Die Hauptwind- und Sturmrichtung ist Südwesten. Darauf stellen sich die Wälder ein. "Die Bäume liegen alle in Richtung Freiburg", erläutert Kaesler. Die mächtigen Buchen hatten ihr Blattwerk mittlerweile voll entfaltet, was wie ein mächtiges Segel gewirkt habe. Fatal, wenn die Orkanböe oder gar ein Tornado aus der falschen Richtung auftrifft. [...] Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hecklingen und Bombach ist nach dem schweren Windwurf komplett gesperrt. Andere Forstwege in der Nähe sowie Wanderwege und Sportpfade seien ebenfalls durch umgestürzte Bäume blockiert, teilt Kaesler mit. Wanderer, Jogger und Mountainbiker werden deshalb dringend gebeten, die sturmgeschädigten Waldbestände nicht zu betreten und Absperrungen zu beachten. "Die Gefahr ist sehr groß", sagt Kaesler. Viele Bäume seien angeschoben und würden an anderen Bäumen festhängen, könnten aber jederzeit auch umstürzen. Die Aufräumarbeiten könnten mehrere Wochen andauern und seien "äußert gefährlich", weil durch das Laub alles "sehr unübersichtlich" sei." - Radarbilder zeigten zu dieser Zeit und an diesem Ort eine stark rotierende Superzelle mit einem so genannten Hook-Echo und einer mutmaßlichen Trümmerwolke.

Bilder + Karte zu den Schäden bei Kenzingen/Hecklingen (WZ-Forum)
Weitere Fotos der Schäden (WZ-Forum)
Chasingbericht vom 13.05.2015 (Sturmjäger NRW)
"Rotierende Zelle" ringt alte Buchen nieder (Badische Zeitung, 14.05.15)
Waren die Tornados am Mittwochabend (13.05.) vorhersehbar? (Facebook)
September

Angelbachtal (BW)

 22.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Rhein-Neckar-Zeitung vom 24.09.2014: "Windhose richtete im Angelbachtaler Schlosspark große Schäden an - Eine Windhose hat zu massiven Schäden am alten Baumbestand im Angelbachtaler Schlosspark geführt - auch Fenster gingen zu Bruch. Angelbachtal. (tk) Das hatte keiner auch nur im Geringsten erwartet, selbst dann nicht, als die dunklen Wolken aufzogen: Ein Unwetter hat am Montagnachmittag blitzartig zu Verwüstungen in Teilen des Orts geführt. Schwer erwischt hat es hierbei vor allem den Schlosspark mit seinem alten Baumbestand. Von einer Windhose wird berichtet, die Baumriesen entwurzelte und starke Äste mit Leichtigkeit abknickte. Die Freiflächen mit Laub und dürren Ästen übersät, die Waldinseln sturmgepeitscht, 40 Meter hohe Baumriesen am Boden oder karg dastehend wie ausgedünnt. "Eine Minute hat das gedauert, genau um 16.30 Uhr", schildert Hauptamtsleiter Diethelm Brecht. "Ein richtiger Wirbelsturm" berichteten ihm Kollegen auch anhand der Schadensbilder: "Drehbewegungen mit Urgewalt." Wie viele Bäume des überregional bekannten Bestands es erwischt hat, wie viele davon nur beschädigt wurden und zu retten sind oder künftig auch Sicherheitsgründen doch noch gefällt werden müsste - darüber konnte man im Rathaus gestern Nachmittag noch nichts Genaues sagen. Sicher ist jedoch, dass mindestens sechs Baumriesen zerstört oder stark durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Je, nachdem, was heute und morgen noch festgestellt wird, müssen Sachverständige zurate gezogen werden. "Das Paradoxe", so Diethelm Brecht, sei, "dass unsere regelmäßige Baumbegutachtung genau am Montagmittag zu Ende war." Als der Sturm losbrach, hätte das dafür zuständige Gremium Minuten vorher das Haus verlassen. Am stärksten getroffen hat es den Michelfeld zugewandten Teil des Schlossparks und Areale entlang der Mauer in der Schlossstraße. Dort kam noch am Nachmittag ein Hubsteiger zum Einsatz, um einen auf die Straße gestürzten Baum zu bergen und unsichere Äste zu entfernen. Die Arbeiten in luftiger Höhe gingen früh gestern Morgen weiter; Bauhoftrupps waren mit Häckslern und Motorsägen im Einsatz. Weite Teile des Parks waren bis zum frühen Abend für Besucher gesperrt. Bereits vor etwa einem Jahr - genau am Kerwesamstag, wie sich Diethelm Brecht erinnert - wurde ein den Schlosspark prägender Baum Opfer eines Herbstunwetters. Dramatische Szenen auch im Eichtersheimer Altort: Im Schreibwarenladen von Angelika Krotz in der Hauptstraße ging eine starke Doppelglasscheibe an der Hintertür zu Bruch, als eine Böe durchs Geschäft fegte. "Der Wind hat zuerst die Vordertür aufgedrückt", schildert sie das Geschehen, "und die Hintertür zugedonnert." Der Wucht des Sturms hielt das Glas trotz einer Dämpfung nicht stand. Panik sei unter den Kunden ausgebrochen, ein Kind habe eine Panikattacke durchstehen müssen. Alles legte sich so schnell, wie es gekommen war: "Höchstens drei Minuten", sagt auch Angelika Krotz, "dann war's vorbei." Offenbar führte der Sturm auch in anderen Teilen des Orts zu Schäden, wie etwa auf dem Michelfelder Friedhof. In einige Keller drang Wasser ein. Schlamm wurde im Bereich Wilhelm-, Holbein- und Industriestraße auf die Verkehrswege gespült.[...]" Windhose richtete im Angelbachtaler Schlosspark große Schäden an (Rhein-Neckar-Zeitung, 24.09.14) Angelbachtal: Aufräumarbeiten im Schlosspark nach dem Sturm (Rhein-Neckar-Zeitung, 01.10.14)
August

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 27.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:47 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch einen zertifizierten Beobachter über die Skywarn-Hotline: "Ich war mit [...] zusammen auf dem Schiff südwestlich von Immenstaad (Bodensee), ca. 2 km südwestlich von Immenstaad auf dem Wasser. Hier beobachteten wir die Funnelcloud in einer geschätzten Entfernung von ca. 1,5 km südwestlich unserer Position. Der Funnel zog meiner Meinung nach Richtung Ost-Nord-Ost. Die Funnelcloud reichte ca. 20% zum Boden herab, Rotation eindeutig! Die Funnelcloud war gut 5 Minuten, nachdem wir ihn entdeckt haben, zu sehen, bis sie sich auflöste." Funnelcloud über dem Bodensee

Sandhausen (Baden) (BW)

bild
 15.08.2014 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:15 Uhr MESZ. Beobachtung eines schwachen Tornados auf der Autobahnraststätte "Hardtwald Ost" an der A5 im Bereich Sandhausen. Eine Beobachtung liegt vor von der Autobahn, 800 bis 900 Meter südlich der Raststätte: "Ich fuhr heute um ca. 12:30 / 12:45 Uhr auf der Autobahn A 5 Richtung Norden und befand mich etwas nördlich von Walldorf auf der Höhe von Sandhausen. Dabei beobachtete ich ein Wetterphänomen, das ich noch nie in meinem Leben zuvor gesehen habe. Es war ca. 1-2 km in nördlicher Richtung von mir entfernt und bewegte sich nach Osten (also von mir aus gesehen nach rechts). Konkret sah ich eine Windhose (?) bzw. einen Tornado (wie man ihn normalerweise nur aus schlechten US-Katastrophenfilme kennt), der sich sichtbar drehte und bis auf den Boden reichte und umherschaukelte. Die meisten Autos vor mir haben gebremst und sind langsam weitergefahren. Als ich ca. eine Minute später auf der Höhe des Tornados angekommen war, hat man nichts mehr gesehen, das Phänomen hatte sich aufgelöst. Im Osten waren dann nur noch tiefschwarze Regenwolken zu sehen." - Zugleich gab es eine Beobachtung auf dem Gelände der Raststätte selbst: "Die Windhose fegte kurz hinter der Tankstelle über den Rastplatz und schleuderte eine (anscheinend leere) 120 l Mülltonne ca. 20 m weit über den Parkplatz." Tornado bei Sandhausen

Oberndorf am Neckar (BW)

 07.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:08 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Tornados von 78655 Dunningen-Seedorf aus in Richtung Nordosten. Es konnte allerdings nur noch die Auflösung etwa 25 Sekunden lang gefilmt werden. Der Beobachter: "Ich konnte heute in Seedorf (Baden-Württemberg) aus einer Schauerwolke einen Funnel filmen. Leider löste sich diese Funnelcloud nach kurzer Zeit wieder auf. Es war ein deutlicher Trichter zu erkennen mit Rotation und am Boden wirbelte Staub auf. Es war auf nem offenen Feld, so dass Schäden wohl eher nicht vorhanden sind" Funnelcloud (Facebook)
Juli

Tannheim (BW)

 25.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von das allgäu online vom 25.07.2014: "Flugschüler stirbt bei Flugzeugabsturz in Tannheim. Unglück - Ein 38-jähriger Flugschüler ist am Freitagnachmittag um 14 Uhr beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs auf dem Flughafen Tannheim (bei Memmingen) gestorben. Ein 33-jähriger Fluglehrer aus dem Kreis Lindau wurde schwer verletzt geborgen und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Das Flugzeug befand sich bereits im Landeanflug, als es in eine Windhose geriet, abstürzte und unmittelbar danach Feuer fing. Der Schüler besaß bereits eine Fluglizenz und übte unter Anleitung Starts und Landungen, um seine Lizenz zu erweitern."

Flugschüler stirbt bei Flugzeugabsturz in Tannheim (das allgäu online, 25.07.14)
Fotos: Flugzeugabsturz in Tannheim (das allgäu online, 25.07.14)
Tannheim - Ein Toter und ein Schwerverletzter bei Absturz von Ultraleichtflugzeug (Presseportal, 25.07.14)
Ultraleichtflugzeug stürzt bei Tannheim ab (Schwäbische Zeitung, 25.07.14)
Flugschüler ist kein Vorwurf zu machen (Schwäbische Zeitung, 28.07.14)

Donzdorf (BW)

 12.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum unsicher, eventuell auch 19.07.2014. Zeitpunkt: später Nachmittag. Beobachtung einer Funnelcloud vom Segelfluggelände Gruibingen-Nortel aus in Richtung Nordost (etwa 60 Grad) und damit etwa im Bereich Donzdorf/Lauterstein.

Stötten (BW)

 12.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum unsicher, eventuell auch 19.07.2014. Zeitpunkt: später Nachmittag. Beobachtung einer Funnelcloud vom Segelfluggelände Gruibingen-Nortel aus in Richtung Ostnordost (70 bis 80 Grad) und damit etwa im Bereich der Wetterwarte Stötten (48.6667N 9.8658E).

Rangendingen (BW)

 12.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Boten vom 13.07.2014: "Windhose wütet auf der Tennisanlage - Und wieder hat es den Tennisclub Rangendingen erwischt. Dieses Mal war es kein Hochwasser, dafür eine kräftige lokale Windhose, die beim Unwetter am Samstagnachmittag der Tennisanlage zusetzte. Mit brachialer Gewalt knickte der Wind den Zaun der Anlage an den Plätzen eins und zwei auf einer Länge von fast 20 Metern um und drückte ihn nach innen gegen das Spielfeld. Außerdem wurde der Kiosk in Mitleidenschaft gezogen, wie der Tennisclub mitteilte. Ein großer Ast einer Pappel hatte dem Winddruck nicht standgehalten und stürzte auf den Schuppen. Umso größer war am Samstag der Dank der Tennisspieler an die Freiwillige Feuerwehr Rangendingen, die in einem spontanen Einsatz den Zaun wieder aufrichtete und stabilisieren konnte. Damit war gesichert, dass das Verbandsspiel des Tennisclubs Herren 30 am Sonntag stattfinden konnte. Auch im Wohngebiet am Winterrain hatte das Unwetter zu Schäden an Dächern geführt, Äste abgeknickt sowie einige Kübelpflanzen und die Dixi-Klos auf den Baustellen im Neubaugebiet umgeschmissen." Windhose wütet auf der Tennisanlage (Schwarzwälder-Bote, 13.07.14)

Mönchweiler (BW)

 07.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Südkurier vom 08.07.2014: "Unwetter über Mönchweiler: Windhose knickt Bäume um und reißt Löcher in Dächer. Mönchweiler - Kurz aber sehr stark und mit einigen heftigen Schäden zog am Montagabend gegen halb neun ein Gewitter über Mönchweiler. Möglicherweise bildete sich sogar kurz eine Windhose. Aufgrund des starken Windes wurden entlang der Hindenburgstraße Löcher in etliche Hausdächer gerissen und Kaminabdeckungen durch die Luft gewirbelt. In einem Garten hielt das Dach eines Gartenhäuschens dem Wetter nicht stand, wurde in die Luft gewirbelt und landete einige Meter weiter im Garten des Nachbarn. Dort wurden außerdem mehrere Bäume entwurzelt. Auch Erwin Bührer hat das Unwetter zuhause miterlebt: ?Das war kurz und richtig heftig?, erinnert er sich. Seine Frau habe ein neben den Geräuschen des Windes, des Donners und des starken Regens ein komisches lautes Pfeifen gehört. Möglicherweise könne das eine Windhose gewesen sein. Diese Vermutung wird auch von anderen Bewohnern des Gebietes geäußert. Das Pfeifen wird von mehreren als sehr laut und irgendwie irreal beschrieben." Betroffen war ein etwa 400 Meter langer Bereich

Verdachtsfall Mönchweiler (Schweizer Sturmforum)
Windhose knickt Bäume um und reißt Löcher in Dächer (Südkurier, 08.07.14)
Bilder: Sturmschäden durch Windhose in Mönchweiler (Südkurier, 08.07.14)
Windhose sorgt für Zerstörungen (Südkurier, 09.07.14)

Lörrach (BW),
Hauingen (BW)

 06.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Meldung von Schäden (große Bäume entwurzelt) und einer Funnelcloud: "[...] war in Lörrach und Hauingen eine Schneise zu sehen, davor war die Gewitterzelle mit Funnels sichtbar. Das ganze dauerte 4 min und dann war es vorbei. Aus vielen Gärten und Carports, die rundum geschlossen waren und nur zu einer Seite geöffnet, hatte es alles rausgezogen und lagen viele Meter weiter." Verdachtsfall Lörrach (Skywarn) 06.07.2014 - Unwettereinsätze (Feuerwehr Glan-Münchweiler)
Juni
Mai

Vaihingen (BW)

bild
 22.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 19:24 bis 19:32 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud südlich bis südwestlich von Stuttgart. Standorte: an der Budesstraße B464 westlich von Maichingen, Blickrichtung Osten und Ostfildern-Ruit mit Blickrichtung Westen. Foto: Stormchasing Team Harz Heide

Funnelcloud bei Vaihingen

Weiler zum Stein (BW)

bild
 09.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Weiler zum Stein aus in Richtung Südwesten: "Ich war am Freitagabend, den 09.05.2014 gegen 20.50 Uhr von Affalterbach in Richtung Weiler zum Stein bzw. Waiblingen-Bittenfeld auf der L 1127 unterwegs, als sich die Wolkenbasis in Blickrichtung Bittenfeld bereichsweise absenkte und zu rotieren begann. Es bildete sich für 1-2 Minuten eine deutlich erkennbare Funnelcloud, die nach meiner Beobachtung den Boden allerdings nicht erreichte."

Funnelcloud bei Weiler zum Stein

Schwabbach (BW)

bild
 07.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:17 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud: "Es war in Schwabbach/Bretzfeld und es war in Richtung Südost zu sehen. Die Wolke rotierte auch und löste sich erst 4 Minuten später auf."

Mögliche Funnelcloud bei Schwabbach
Oktober
September

Badenweiler (BW)

 07.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen Mitternacht (Nacht zum 08.09.). Aus einer Meldung der Badische Zeitung vom 09.09.2013: "Windhose zerstört Festzelte in Badenweiler - BADENWEILER (umi). Von Winde verweht wurde das Weinfest auf dem Schlossplatz am Samstag gegen Mitternacht. Die Band "Bächlesörfer" war gerade fertig, als eine Windhose die Festzelte samt Dekoration wegfegte. Einige Zelte gingen kaputt, sagt Angelika Lesniak von der Badenweiler-Thermen-Touristik (BTT). Beim Neuaufbau für den Festsonntags habe auch BTT-Geschäftsführer Michael Schmitz tatkräftig geholfen, so Lesniak (wir berichten noch)."

Windhose zerstört Festzelte in Badenweiler (Badische Zeitung, 09.09.13)
August

Pommertsweiler (BW)

 19.08.2013 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Ein Tornado richtet auf dem Zeltplatz Hammerschmiedsee in Abtsmünd, Ortsteil Pommertsweiler (Landkreis Aalen) erhebliche Schäden an und mindestens 27 Menschen wurden verletzt. Auf einem benachbarten Campingplatz flogen Wohnwagen durch die Luft und landeten auf dem Dach. Zudem gab es Schäden an umliegenden Gebäuden und an Bäumen. Zahlreiche Augenzeugen konnten den Tornado beschrieben, mehr dazu auch im Skywarn-Forum.

Tornado in Pommertsweiler (Skywarn)
19.8.13 Möglicher Tornado im Bez. Aaalen, 27 Verletzte (WZ-Forum)
Windhose verwüstet Zeltlager - 27 Verletzte (Schwäbische Post, 19.08.13)
Eine Schneise der Zerstörung (Schwäbische Post, 19.08.13)
Fotoreportage: Windhose zerstört Zeltlager am Hammerschmiedesee (Schwäbische.de, 19.08.13)
Windhose verwüstet Campingplatz; mindestens 27 Verletzte (Rems-Zeitung, 19.08.13)
Windhose verwüstet Campingplatz am Hammerschmiedesee, 27 sind verletzt (Stuttgarter Zeitung, 19.08.13)
Tornado verwüstet Campingplatz und verletzt 27 Menschen (Focus, 19.08.13)
Heftiges Unwetter rast über Zeltlager (Südwest Presse, 20.08.13)
Keine Bestätigung für einen Tornado (Gmünder Tagespost, 20.08.13)
Der Tag nach dem Tornado in Abtsgmünd (Schwäbische.de, 21.08.13)
Tatsächlich ein Tornado (Schwäbische Post, 21.08.13)
Tatsächlich ein Tornado (Gmünder Tagespost, 21.08.13)

Weisbach (BW)

 06.08.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Nokzeit vom 06.08.2013: "Windhose deckt Wohnhaus in Weisbach ab - Weisbach. Ein heftiges Unwetter zog heute von 15:30 -17:00 Uhr über die Metropolregion. In zahlreichen Ortschaften waren die Rettungskräfte im Einsatz, um Straßen wieder befahrbar zu machen. Auch die S-Bahn Rhein-Neckar musste wegen Bäumen auf den Oberleitungen um 16:15 Uhr die Fahrten einstellen. Besonders heftig erwischte es den Waldbrunner Ortsteil Weisbach. Gegen 16:30 Uhr erfasste eine sogenannte Windhose das Dach eines Wohnhauses im Herdweg und schleuderte dieses komplett auf das Nachbargrundstück. Durch herumfliegende Teile wurden zwei weitere Gebäude beschädigt. Nachdem die FFW Weisbach zuvor einen brennenden Mähdrescher löschen musste, eilten die Floriansjünger den Hauseigentümern zu Hilfe, um das Dach mit einer Plane zu sichern. Darüber hinaus musste ein entwurzelter Baum beseitigt werden."

Windhose deckt Wohnhaus in Weisbach ab (Nokzeit, 06.08.13)
Die Feuerwehren des Neckar-Odenwald-Kreises haben das Unwetter "toll gemeistert" (Rhein-Neckar-Zeitung, 08.08.13)
Juli

Laudenbach (Bergstraße) (BW)

 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Beobachtung einer Funnelcloud und eines möglichen Tornados: "Am 29.07.13. zog nachmittags ein Unwetter mit Hagelschauern über die hessische und badische Bergstraße. Während der Autofahrt auf der B 3 vor Laudenbach (badische Bergstraße) konnte ich beobachten, wie sich eine Trichterwolke herabzusenken begann. Die Trichterwolke zog oberhalb des Ortes über die Berghänge nach Süden und konnte 2-3 Minuten beobachtet werden. Ein kurzzeitiger Bodenkontakt wäre möglich. Die Funnelcloud war vor allem zu Beginn sehr deutlich ausgeprägt und über den Hängen war kurrzeitig zu sehen, dass Staubwolken oder Blätter aufgewirbelt wurden."

Hailfingen (BW)

bild
 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:50 Uhr MESZ. Beobachtung von drei Funnelclouds: "Diese beiden gut sichtbaren (leider auf den fotos verschwommenen) Funnelclouds entdeckte ich gestern, 29.07.13 gg. 13 Uhr von der B28a zwischen der Anschlussstelle A81 und Rottenburg am Neckar an der Abfahrt Rottenburg-Seebronn. Blickrichtung ist von dort aus in Richtung Rottenburg-Seebronn (Anm.: Norden), Landkreis Tübingen, Ba-Wü. Kurz danach bildete sich kurzzeitig eine dritte. Ich wechselte meinen Standort um näher dran zu kommen, konnte sie aber bei Erreichen eines geeigneten neuen Standorts nicht mehr sehen. Nach Rückkehr zum alten waren sie leider nicht mehr zu sehen."

Funnelclouds bei Hailfingen

Hailfingen (BW)

bild
 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:50 Uhr MESZ. Beobachtung von drei Funnelclouds: "Diese beiden gut sichtbaren (leider auf den fotos verschwommenen) Funnelclouds entdeckte ich gestern, 29.07.13 gg. 13 Uhr von der B28a zwischen der Anschlussstelle A81 und Rottenburg am Neckar an der Abfahrt Rottenburg-Seebronn. Blickrichtung ist von dort aus in Richtung Rottenburg-Seebronn (Anm.: Norden), Landkreis Tübingen, Ba-Wü. Kurz danach bildete sich kurzzeitig eine dritte. Ich wechselte meinen Standort um näher dran zu kommen, konnte sie aber bei Erreichen eines geeigneten neuen Standorts nicht mehr sehen. Nach Rückkehr zum alten waren sie leider nicht mehr zu sehen."

Funnelclouds bei Hailfingen

Hailfingen (BW)

bild
 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 09:50 Uhr MESZ. Beobachtung von drei Funnelclouds: "Diese beiden gut sichtbaren (leider auf den fotos verschwommenen) Funnelclouds entdeckte ich gestern, 29.07.13 gg. 13 Uhr von der B28a zwischen der Anschlussstelle A81 und Rottenburg am Neckar an der Abfahrt Rottenburg-Seebronn. Blickrichtung ist von dort aus in Richtung Rottenburg-Seebronn (Anm.: Norden), Landkreis Tübingen, Ba-Wü. Kurz danach bildete sich kurzzeitig eine dritte. Ich wechselte meinen Standort um näher dran zu kommen, konnte sie aber bei Erreichen eines geeigneten neuen Standorts nicht mehr sehen. Nach Rückkehr zum alten waren sie leider nicht mehr zu sehen."

Funnelclouds bei Hailfingen
Juni

Iffezheim (BW)

bild
 25.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud vom Nordende der Rollbahn Baden-Airpark (Baden-Baden), Blickrichtung Nord-Nordwest. Die Funnelcloud könnte also über dem Rhein oder einem angrenzenden See gewesen sein. Zum Zeitpunkt des Fotos war sie schon in der Auflösung, Minuten vorher deutlich ausgeprägter und in Bewegung.

Funnelcloud bei Iffezheim

Kronau (Baden) (BW)

 25.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:28 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten und weit hinab reichenden Funnelcloud. Der Standort des Fotografen war in der Nähe der Autobahnanschlussstelle Wiesloch/Rauenberg an der Autobahn A6. Die Blickrichtung und Aufnahmerichtung war Südwest. Laut Einschätzung des Augenzeugen muss das Ereignis in der Nähe des Ortes Kronau stattgefunden haben.

Verdachtsfall Kronau (Skywarn)
130625 Tornado Kronau (Dropbox)

Muggensturm (BW)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:05 Uhr MESZ. Dazu ein Beobachter: "Am gestrigen Tag (20.06.2013) gab es in Muggensturm (Landkreis Rastatt) gegen 21:05 uhr ein heftigen Gewittersturm, bei dem nach kurzer Zeit ein seltsames Grollen sowie starker Sturm wahrzunehmen war. Die örtliche Feuerwehr hatte während des Gewitters sowie danach mehrere Einsätze am Ortsrand von Muggensturm. Wie heute zusehen ist, ist eine "Schneise" am Ortsrand entlang der Landesstraße 67 mit sehr starken Beschädigungen auf einer Länge von ca 600 Metern mit Schäden an Bäumen, Gebäuden und an einer Halle festzustellen. An dieser Halle wurde das Blechdach weggerissen und liegt nun ca 200 bis 250 Meter weiter im freien Feld. Das außergewöhnliche an diesem Gewitter gestern waren die extremen Geräusche, Winde sowie die Schäden."

Osterburken (BW)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Mögliche Beobachtung einer Funnelcloud, möglicherweise zwischen Osterburken-Adelsheim und Hemsbach vom östlichen Stadtrand aus in Richtung Westen, ebenso vom westlichen Stadtrand aus.
Mai

Leidringen (BW)

 28.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 14 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Boten vom 29.05.2013: "Rosenfeld-Leidringen - Schreck in der Dornenstraße 7 in Leidringen: Am Dienstag kurz nach 14 Uhr war Hausherr Bernd Faiß just im Garten hinter seinem Wohnhaus tätig, als urplötzlich wie aus dem Nichts eine von West kommende Windhose über sein Haus fegte. Sie riss ein ein Quadratmeter großes Loch in das Dach des vor sechs Jahren erbauten Hauses. Ziegel polterten auf die Straße und schlugen Beulen und Schrammen in ein parkendes Auto, neben dem kurz zuvor noch die Kinder gespielt hatten. "Ich sah noch, wie die Windhose die Straße hinabwehte und sich auflöste", beschreibt der Hausherr den "Spuk, der nach wenigen Sekunden vorbei war". Angesichts nahender dunkler Regenwolken machten sich Helfer gleich daran, das Dach wieder dicht zu machen. Dem Ehepaar Faiß blieb der Schreck und das Aufräumen, die zerborstenen Ziegel zusammen zu kehren." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Kontakt zum Beobachter konnte nicht aufgenommen werden.

Leidringen: Windhose reißt Loch ins Dach (Schwarzwälder Bote, 29.05.13)
April
September

Rosenfeld (BW)

 25.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 25.09.2012: "Nachdem bereits am Montag ein Unwetter in der Nähe von Verden in Niedersachsen für Verwüstungen gesorgt hatte (NonstopNews berichtete, News-Nummer 15844), zog am Dienstag ein kurzes, aber heftiges Unwetter über den Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. In dessen Verlauf bildete sich offenbar ebenfalls ein Tornado. Innerhalb weniger Minuten hatte sich der Himmel zwischen den Städten Geislingen und Rosenfeld verdunkelt, dort tobte das Unwetter besonders heftig. Auf einer Fläche von einigen hundert Metern habe ein Sturm gewütet, wie sie ihn noch nie gesehen habe, sagt Ruth Droll. Der 73-Jährigen sitzt der Schrecken noch in den Knochen, als sie unserem Reporter schildert, was am Dienstagnachmittag passiert ist. "Ich wohne schon mein ganzes Leben in diesem Haus und habe viele Unwetter erlebt, aber so etwas gab es noch nie", sagt die Rentnerin. Einzelne Dachziegel seien früher schon mal heruntergefallen, doch jetzt klaffen große Löcher im Dachstuhl, der Strom ist unterbrochen und auch Königspudel Tommy, der von Nachbarsmädchen Mary (6) getröstet wird, hat sich eine Stunde nach dem heftigen Wetterphänomen noch nicht erholt. Ruth Droll ist sich sicher: Das, was sie an diesem Nachmittag gesehen hat, muss eine Windhose gewesen sein. Zahlreiche Bäume wurden regelrecht zerrissen und durch die Luft geschleudert, manche landeten auf der benachbarten Landstraße. Zeugen zufolge sollen sie nur knapp fahrende Autos verfehlt haben. Ruth Droll: "Es war schlimm. Ich wusste nicht mehr, ob ich Weiblein oder Männlein bin!" Helfer der Feuerwehr waren im Großeinsatz, um die Bäume zu zersägen und das Dach auf dem Haus von Ruth Droll abzudecken. Andernorts hielten sich die Schäden laut Polizei in Grenzen. Auch Bruno Bühler, der als Einsatzleiter der Feuerwehr Geislingen einer der Ersten am Ort des Geschehens war, sagte: ?Alles hat sich auf einer Fläche von 300 bis 400 Metern abgespielt."

Verdachtsfall Rosenfeld (Skywarn)
Mutmaßlicher Tornado zerreißt Bäume und beschädigt Dächer (NonstopNews, 25.09.12)
Bildergalerie: Mutmaßlicher Tornado zerreißt Bäume und beschädigt Dächer (NonstopNews, 25.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 13.09.2012 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 13.09.2012 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 13.09.2012 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 13.09.2012 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 13.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

 13.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

 13.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

 13.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

 13.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

 13.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)

Immenstaad am Bodensee (BW)
[Region: Bodensee]

 13.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 06:45 und 10:05 Uhr MESZ. Mindestens 5 Wasserhosen und zahlreiche (mindestens sechs) weitere Funnelclouds auf dem Bodensee beobachtet und fotografiert. Bestätigt sind unter anderem mindestens eine Wasserhose zwischen 07:21 und 07:39 Uhr und drei Wasserhosen zwischen 09:30 Uhr und 09:55 Uhr. Bildquelle: Meteoradar

Wasserhosen und Funnelclouds 13.09.2012 (Schweizer Sturmforum)
Mehrere Windhosen über Schweizer Seen (20 Minuten Online, 13.09.12)
Twister auf zwei Schweizer Seen (Blick, 13.09.12)
August

Villingen (BW),
Rottweil (BW)

 23.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23:30 bis 23:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Boten vom 24.08.2012: "Rottweil/Zimmern o. R. Ein heftiges Unwetter wütet in der Nacht zu gestern in Rottweil. Für die Feuerwehr bedeutet das einen Dauereinsatz. Für einen Zirkus, der in Zimmern gastiert, die Katastrophe. [...] "Innerhalb von Sekunden war alles weg", sagt Juniorchef André Kaiser über die Nacht, die ihm den Boden unter den Füßen weggerissen hat. So richtig fassen kann er noch nicht, was bei dem Unwetter von Donnerstag auf Freitag geschehen ist. Kurz vor Mitternacht habe es angefangen zu blitzen, erzählt der 26-Jährige. Mit Helfern läuft er nach draußen, um bei den Tieren nach dem Rechten zu sehen. 85 Stück sind es insgesamt, darunter Strauße, Pferde, Kamele, Lamas, Elenantilopen, Bisons und Wasserbüffel. Vier Zelte dienen ihnen als Ställe. Im größten, 40 Meter lang und 15 Meter breit, kommen die Kamele und die Pferde in ihren Boxen unter. "Wir haben die Kamele noch rausgejagt", berichtet Kaiser. "Dann ist das Zelt über uns weggeflogen". Eine richtige Windhose sei es gewesen, die auf ihn zugekommen sei, beschreibt er, wie ein Tornado. Das Zelt habe es zehn Meter in die Luft gehoben, Eisenstangen mit einem Gewicht zwischen 40 und 250 Kilogramm "sind geflogen wie Zahnstocher". Die Pferdeboxen habe der Sturm um zwei Meter nach hinten verschoben ? was die Kaisers nur mit einem Traktor zustande bringen. Wie ein Wunder erscheint es André Kaiser, dass das Hauptzelt noch intakt ist ? die Windhose habe es nicht erwischt. Es wird von den gleichen Spanngurten gehalten wie die Tierunterkünfte. Deren Lastgewicht liege bei fünf Tonnen. Zerrissen sind sie dennoch, genau wie die Zeltplanen. Dabei hat die Familie Glück im Unglück gehabt: Außer Schürfwunden und einer Schulterverletzung, ist niemandem etwas passiert. Auch die Tiere sind unversehrt. [...]"

Sturm zerfetzt Existenz einer Familie (Schwarzwälder Bote, 24.08.12)
Unwetter: Vier Kinder im Zeltlager verletzt (Südkurier, 24.08.12)

Schwenningen (BW)

 23.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Südkurier vom 24.08.2012: "Der schöne Donnerstag war urplötzlich vorbei, als ein heftiges Unwetter über Bad Dürrheim und Schwenningen zog. Zahlreiche überflutete Straßen, ungeknickte Bäume und viel Unrat auf den Fahrbahnen waren das Endergebnis. Einige Anwohner berichteten, dass es wohl eine Windhose gegeben hatte, die von extrem heftigen Regenfällen gefolgt war. Für einige Minuten nahmen Hagel und Regen vielen Autofahrern die Sicht. Nachdem das Unwetter vorbei war und die Sonne wieder am Himmel auftauchte, ging es an die Aufräumaktionen. Zahlreiche Einsatzstellen musste die Feuerwehr abarbeiten. In der Lichtensteinstrasse knickten mehrere Bäume um und begruben ein Mercedes. Zwischen Mülhausen und Schwenningen blockierten mehrere umgestürzte Bäume die Fahrbahn, sodass diese für den Verkehr gesperrt werden musste. In der Talstraße waren auch Bäume und größere Äste umgeknickt und mussten von der Feuerwehr beseitigt werden. Eine Schadensbilanz des Unwetter ist derzeit noch nicht bekannt." - Wenig später wurde von Hechingen aus die rotierende Zelle beobachtet und gefilmt (siehe Links).

Unwetter löst Großeinsatz für Feuerwehr aus (Südkurier, 24.08.12)
23.08.12 - Meso schwäbische Alb / schöne shelf bei Tuttlingen (WZ-Forum)
23.08.2012, 16:35 Uhr: Rotierender Aufwind einer Superzelle bei Hechingen / Beuren (YouTube)
Timelapse of supercell on Swabian Jura; 23/08/2012, 16:33-16:56 (YouTube)
Juli

Lobenhausen (BW)

 01.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Nacht zum 01.07.2012. Aus einem Bericht der Südwest Presse vom 03.07.2012: "Starke Windböe hat am Samstag in Lobenhausen zwei Hütten weggeblasen - Lobenhausen. Abgeknickte Bäume, beschädigte Gartenhäuser und umgewehte Hütten - in Lobenhausen hat der Sturm am Samstag mit voller Gewalt gewütet. Seit gestern sind die Einwohner mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Noch gestern Nachmittag zeugten zahlreiche abgerissenen Äste auf den Straßen von der Gewalt des Sturmes, der in der Nacht auf Sonntag auch über dem Kirchberger Teilort im Jagsttal tobte. Die Gewitterstürme haben auch hier schwere Schäden angerichtet. Abgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer und zerstörte Holzhütten und Gewächshäuser prägen das Bild in der Kirchberger Straße. Wo an der Ortsausfahrt Richtung Kirchberg bis Samstag noch drei Holzhütten von Familie Schumm standen, ist jetzt nur noch eine zu finden: Zwei Hütten sind komplett zerstört - ihre Einzelteile liegen zwei Meter weiter in einem Acker. Die dritte Hütte steht zwar noch, hat den Sturm aber auch nicht unbeschadet überstanden. Auch auf dem Nachbargrundstück hat das Gewitter gewütet. Reinhard Spieler war mit seiner Familie für ein paar Tage in Hamburg. Dort erreichte ihn die Hiobsbotschaft. "Schnell habe ich meinen Bruder mobilisiert. Der hat dann noch in der Nacht unser Dach notdürftig abgedeckt", erzählt er. An Urlaub war da nicht mehr zu denken: "Wir konnten uns nicht mal richtig informieren, weil die Telefonleitungen ja tot waren", berichtet Spieler. Bei der Rückkehr sah die Familie dann das volle Ausmaß der Zerstörung: umgerissene Bäume, zerstörte Gartenhäuser und nasse Zimmer. "Aus dem Fernseher im Wohnzimmer lief das Wasser. Auch unsere Schrankwand ist kaputt und der Parkettboden ist aufgequollen", bilanziert er die Schäden. Den Hof von Nachbar Paul Wüstner hat es nicht weniger getroffen: Die große Linde vor dem Haus hat ein paar Äste verloren, viele Ziegel sind vom Dach gefallen. Ein großes Stück Holz ist direkt auf der Motorhaube des Autos gelandet. Mit welcher Gewalt der Sturm durch Lobenhausen gezogen ist, zeigt sich an Wüstners Maschinenhalle: Die Wände haben große Dellen bekommen, das Tor ist komplett verbogen. So einen Sturm haben die Lobenhausener noch nicht erlebt, da sind sie sich einig. Paul Wüstner betonte: "Es kommt schon immer wieder mal vor, dass der Wind Ziegel von den Dächern bläst. Aber so viele Löcher im Dach wie nach diesem Sturm hatten wir noch nie." Reinhard Spieler und Paul Wüstner sind sicher: Es muss sich um eine Windhose gehandelt haben. Gründe für diese Theorie gibt es genug: Die schwersten Zerstörungen konzentrieren sich auf wenige Hundert Meter entlang der Kirchberger Straße. [...]" Nach bisherigen Erkenntnissen ist mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Microburst (sehr kleinräumige Gewitterböe) auszugehen.

Schäden in Lobenhausen
Starke Windböe hat am Samstag in Lobenhausen zwei Hütten weggeblasen (Südwest Presse, 03.07.12)
Juni

Stuttgart (BW)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Stuttgarter Nachrichten vom 02.07.2012: "Stuttgart - Der Kurpark ist gesperrt, der Container-Terminal im Hafen zeitweise geschlossen. Am Montag mussten Mitarbeiter der Stadt und Wengerter die Schäden des Unwetters vom Samstag beseitigen. Als Sonja Beck am Sonntagmorgen nach dem Unwetter die Reben am Mönchberg bei Untertürkheim begutachtete, dachte sie ernsthaft über einen Berufswechsel nach. ?Hier muss eine Windhose durchgefegt sein. Die meisten Holzpfosten, an denen die Drähte für die Reben befestigt sind, waren umgeknickt?, sagt die Aufsichtsratsvorsitzende der Weinmanufaktur Untertürkheim. [...] Schwer schuften gerade auch rund 120 Mitarbeiter der Stadt. 250 Bäume fielen dem Sturm am Samstag zum Opfer, die meisten standen in den Grünanlagen der Stadt. In rund 3000 Fällen sind Baumkronen oder Äste abgebrochen. ?Am schlimmsten wütete das Unwetter in den Neckarvororten?, sagt Volker Schirner vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt. Der Kurpark in Bad Cannstatt bleibt die nächsten Tage aus Sicherheitsgründen gesperrt. [...] Vor allem den Container-Terminal im Hafen Stuttgart hat es schwer getroffen. Der Wind schob die Container wie Bauklötzchen durcheinander, 90 sind kaputt. Eine Containerbrücke wurde aus den Schienen gehoben und so stark beschädigt, dass sie erst in drei bis sechs Monaten wieder einsatzfähig ist. Mehrere hunderttausend Euro wird das kosten. [...]"

Verdachtsfall Stuttgart (Skywarn)
Schuften nach dem Sturm (Stuttgarter Nachrichten, 02.07.12)

Brackenheim (BW)

bild
 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 21:35 bis 21:41 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds oder Tornados von Boennigheim aus in Richtung Norden im Bereich Brackenheim oder östlich bis nordöstlich davon. Die Fotos entstanden über einen Zeitraum von etwa 6 Minuten, das erste Foto um 21.35 Uhr, das letzte um 21.41 Uhr. Sturmschäden in dem betreffenden Bereich sind nicht bekannt, weil das Gebiet, in dem die Rotation entstand eventuell mitten auf dem Feld (Acker) liegt. Nach der letzten Fotoaufnahme fing es dann schon deutlich zu hageln an, so dass die Beobachterin das Dachfenster schliessen musste. Die Rotation war sehr sehr schnell.

Zwei Funnelclouds bei Brackenheim

Remseck am Neckar (BW)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ. Schäden in einem sehr kleinräumigen Bereich, wahrscheinlich aber durch einen Microburst, also einem sehr eng begrenzten Downburst.

Verdachtsfall Remseck (Skywarn)

Rosenberg (BW)

 28.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab 18:55 Uhr MESZ. Meldung einer weit hinabreichenden Funnelcloud durch Skywarn-Beobachter und weitere Augenzeugen, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Friedrichshafen (BW)

 21.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 21 und 22 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Bild vom 22.06.2012: "Zerstörte Marktbuden und umgestürzte Bäume: Das Unwetter am Donnerstagabend hat im Südwesten einige kleinere Schäden hinterlassen. An der Uferpromenade in Friedrichshafen (Bodenseekreis) verwüstete eine Windhose mehrere Verkaufshäuschen des Internationalen Stadtfests." Näheres ist bisher nicht bekannt, der Fall ist völlig offen.

Sturmschäden: Internationales Stadtfest fällt aus (Südkurier, 22.06.12)
Bildergalerie: Sturmfolgen am Seeufer (Südkurier, 22.06.12)
Sturmschäden: Internationales Stadtfest wird abgesagt (schwäbische.de, 22.06.12)
Fotoreportage: Sturm weht die Hütten vom Internationalen Stadtfest um (schwäbische.de, 22.06.12)
Unwetter verwüstet Marktstände am Bodensee (Bild, 22.06.12)

Ulm (BW)

bild
 11.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Beobachtung einer Funnelcloud in Ulm, Industriegebiet Donautal. Über den möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Ulm
Stormchasing (Facebook)

Börtlingen (BW)

 07.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Südwest Presse vom 09.06.2012: "Entwurzelte und gesplitterte Bäume, eine eingestürzte Scheune und zwei Bauernfamilien, die mit dem Schrecken davon kamen: Eine Windhose hat bei Börtlingen eine Schneise der Verwüstung verursacht. Die Aufräumarbeiten waren gestern Nachmittag in vollem Gange - und sie werden noch Wochen dauern. Auf dem Ödweilerhof von Hans Schmid ist Jürgen Knaut eingetroffen. Der Bautechniker ist Mitarbeiter der Sparkassen-Versicherung und macht sich ein Bild vom Ausmaß des Schadens. Ein Mini-Tornado hat am Donnerstagabend gegen 20 Uhr zwischen Börtlingen und Breech eine etwa 80 Meter breite Schneise der Verwüstung verursacht. Bäume wurden vom Sturm entwurzelt oder in Stücke gerissen, Hochsitze zerstört, dicke Äste durch die Luft geschleudert, Wiesen platt gedrückt. Ein Futtersilo kippte um. Verletzte gab es nicht. "Es ist plötzlich laut geworden und nach zwei, drei Minuten war alles vorbei." Der Landwirt Hans Schmid und seine Lebensgefährtin waren in ihrem Wohnhaus, als der Himmel schwarz wurde und die Windhose über ihren Hof und die Felder tobte. "Sogar Tannen lagen danach im Getreidefeld", erzählt der 80-Jährige. Der Sturm hat seinem Stall schwer zugesetzt. Im Dach klafft ein riesiges Loch. Und hinter dem Wohnhaus ist kaum ein Durchkommen. Stämme, Äste und Zweige versperren den Weg. "Das war heftiger als bei Lothar", erzählt Schmids Nachbar, Günther Zürn. Der 51-Jährige zeigt auf einen Trümmerhaufen aus Holz. Bis Donnerstagabend war das seine Scheune. Als sich der Mini-Tornado näherte, befand sich Zürn mit seinen Söhnen im Stall. Eine Kuh kalbte gerade. "Die Tiere waren alle ganz seltsam - auch die auf der Weide. Die haben gespürt, dass etwas nicht stimmt", erzählt der Bauer. Während die Windhose über die zwei Höfe raste und sich im Marbachtal verlor, feierte die Börtlinger Feuerwehr im Magazin gerade ein Fest. Im Ort selbst spürte man nichts von dem Tornado. Dort regnete es bloß, und es war windig. Als die Feuerwehrleute vom Unglück erfuhren, eilten sie los, um den Landwirten zu helfen."

Verdachtsfall Hornbach (Skywarn)
Eine Spur der Verwüstung (Südwest Presse, 09.06.12)

Ziegelhausen (BW)

 05.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Aus einer Meldung von Metropolregion Rhein-Neckar News vom 06.06.12: "Nicht schlecht staunten zwei Pkw-Besitzer im ?Neue Stücker? (HD-Ziegelhausen), als sie am Dienstagnacht kurz nach 04.00 Uhr aus dem Bett geklingelt wurden. Offensichtlich hatte eine Windhose einen Baum zu Fall gebracht, der auf die beiden am Fahrbahnrand geparkten Autos fiel. Vier Wehrmänner der Berufsfeuerwehr zersägten den Baum und legten so die beiden nur leicht beschädigten Pkw (Kratzer, Dellen) Stück für Stück wieder frei."

Verdachtsfall Heidelberg-Ziegelhausen (Skywarn)
Heidelberg - Windhose bringt Baum zu Fall - zwei Pkw`s beschädigt (Metropolregion Rhein-Neckar, 06.06.12)
Mai

Oberkirch (BW)

 15.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:00 und 16:20 Uhr MESZ. Wirbel reißt drei 100 Meter lange und 11 Meter breite Hagelnetze von einem Erdbeerfeld empor und trägt diese kilometerweit fort. Die Hagelnetze waren mit 10 Kg schweren Sandsäcken beschwert. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen muss von einem Staubteufel als Ursache ausgegangen werden.

Waldenbuch (BW)

bild
 06.05.2012 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: Beobachtung gegen 14:58 bis 14:59 Uhr MESZ. Sehr eindrucksvolle Funnelcloud im Raum südlich von Echterdingen beobachtet und gefilmt. Da die beobachtete Funnelcloud sehr weit hinab reichte, ist von Bodenkontakt auszugehen.

Tornado am Stuttgarter Flughafen (WZ-Forum)
Tornado bei Stuttgart (Wetter-Board)
Tornado bei Echterdingen am Stuttgarter Flughafen (YouTube)
Ein Tornado fegte über Echterdingen (Stuttgarter Nachrichten, 07.05.2012)
Mögliche Tornadosichtung im Schönbuch (Schwäbisches Tagblatt Tübingen, 07.05.2012)
Januar

Grenzach-Wyhlen (BW)

 05.01.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MEZ. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung derBadischen Zeitung vom 07.01.2012: "Sturm konzentriert sich auf Grenzach - Schäden an zahlreichen Dächern durch Orkan Andrea / Zwei Bäume umgestürzt. GRENZACH-WYHLEN (dor). Viel zu tun wegen des Sturms Andrea hatten am Donnerstagnachmittag Polizei, Feuerwehr und Bauhof in Grenzach-Wyhlen. Hauptsächlich Grenzach war betroffen, wo es vom Bäumleweg bis zu Ob dem Dorf mehrere Einsatzorte gab, wie Kommandant Claus Werner im Gespräch mit der Badischen Zeitung erläuterte. "Es war eine richtige Unwetterzelle, die durch Grenzach gezogen ist", sagte Werner, "vielleicht eine Windhose". Alle Schäden seien innerhalb von etwa fünf Minuten entstanden, als eine besonders heftige Böe durch den Ort gezogen sei. Gegen 16.30 Uhr stürzte in der Scheffelstraße, auf dem Parkplatz des Hauses der Begegnung eine etwa zehn Meter hohe Eiche um und begrub drei dort abgestellte Pkw unter sich. Alle drei Autos wurden beschädigt, an einem entstand sogar Totalschaden. Auch an der Basler Straße wurde ein Baum entwurzelt. Des weiteren gab es fast zeitgleich in der Basler Straße Schäden am Dach des Hotels Eckert. Teile des Dachs wurden bis zur Hebelstraße geweht und verursachten an mehreren Häusern Sachschaden von mehreren tausend Euro. Etwa 300 Kilogramm schwere Betonstelen wurden am Dach umgeweht. Die Feuerwehr, die gleichzeitig auch von anderen Stellen von den Dächern gefallene Ziegel gemeldet bekam, errichtete an der Markgrafenstraße zusammen mit dem Werkhof eine provisorische Absperrung, da dort mehrere Ziegel in der Dachrinne lagen. Die Absperrung wurde am Freitag wieder beseitigt. Im Bertlingen wurde das Dach eines Anbaus abgedeckt, in dem sich ein Archiv befand. Um dieses vor dem Regen zu schützen, arbeitete die Feuerwehr mit Kunststoffplanen. Die Feuerwehr Grenzach-Wyhlen war mit mehr als 25 Mann und mehreren Fahrzeugen bis etwa 23 Uhr im Einsatz, um an den verschiedenen Schadensorten zu helfen und die Bevölkerung vor Schaden zu schützen. Dabei sei der Einsatz der Drehleiter bei den herrschenden Wetterverhältnissen am Rande der Machbarkeit gewesen, wie Werner betonte. Allerdings seien glücklicherweise keine Personen zu Schaden gekommen. Auch am Freitag gab es noch einen Einsatz in der Uhlandstraße, wo mehrere Dachziegel in einer Dachrinne lagen und entfernt wurden. " Die Schäden befinden sich alle in einem etwa einen Kilometer langen und höchstens 100 Meter breiten Bereich.

Verdachtsfall Grenzach (Skywarn)
Sturm konzentriert sich auf Grenzach (Badische Zeitung, 07.01.12)
Dezember

Windischbuch (BW)

 05.12.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung des SWR vom 05.12.1111 zu einem Sturm/Orkan in Süddeutschland: "Betroffen war nach Polizeiangaben auch der Bereich Boxberg-Windischbuch im Main-Tauber-Kreis, auch dort kam es zu Häuserschäden. Eine Windhose deckte sechs Dächer ab, darunter das des erst vor zwei Jahren renovierten Feuerwehrhauses. Außerdem riss der Sturm die Strom-Oberleitung ab."

Verdachtsfall Windischbuch (Skywarn)
Album: Sturmschäden Windischbuch (FF Boxberg-Woelchingen)
Schäden durch Orkanböen in Baden-Württemberg (SWR, 05.12.11)
Oktober
September

Bad Saulgau (BW)

 19.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:45 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch zwei Skywarnbeobachter: "Wir waren eben beim Joggen, als gegen 18:45 Uhr über Bad Saulgau ein gut ausgeprägter Funnel aus einer tiefen Wolkenbasis heraus entstand. Nach ca. 2 Minuten löste er sich wieder auf. Kein Gewitter, es regnete nur leicht. Standort war der Waldparkplatz am Fitnesspfad an der L283 von Saulgau Richtung Fulgenstadt. Dort ca. 200 m nördlich am Waldrand Blickrichtung Ost. Natürlich hatten wir beim Joggen weder Foto noch Handy dabei."

Rohrbach (BW)

bild
 19.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:10 bis 16:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud von Eppingen aus in Richtung Westen, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Rohrbach

Mainhardt (BW)

 17.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Meldung einer Funnelcloud durch einen Skywarnbeobachter: "Westlich von Mainhardt befindet sich derzeit eine recht kräftige Gewitterzelle. Unterhalb der Aufwindbasis der Gewitterzelle befindet sich eine Funnelcloud, welche deutlich rotiert. Sie ist nicht wirklich richtig massiv ausgeprägt, dennoch als Funnelcloud eindeutig zu identifizieren. Das System zieht nordostwärts Richtung Hohenlohekreis"

17.07.2011 / Mainhardt / Superzelle (Skywarn)
17.09.2011 / Mainhardt Lkr. Schwäbisch Hall / Superzelle mit Wallcloud,Funnel,Downburst und Hagel (Stormchaser-Europe-Forum)

Helmstadt (BW)

 11.09.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Meldung eines Tornados in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Rhein-Neckar-Zeitung vom 12.09.2011: "Heidelberg/Rhein-Neckar. "Das waren Szenen, die man sonst nur aus Filmen oder von tornados aus den USA kennt." Sebastian Stadler, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr von Helmstadt-Bargen, muss erst einmal tief Luft holen. Zu frisch sind die Eindrücke von Sonntagabend, als eine Windhose [...] Helmstadt heimsuchte und eine Schneise der Verwüstung zurückließ. "Bäume knickten um wie Streichhölzer, Äste und vieles andere flog durch die Luft, als wenn es gar nichts wäre", beschreibt Stadler die gespenstige Szenerie. Der verwüstete Streifen sei 300 bis 350 Meter breit, sagte Stadler gestern gegenüber der RNZ. Die Schäden, die die Windhose angerichtet habe, könne man derzeit noch nicht näher beziffern. Sie dürften erheblich sein: Bäume stürzten auf Häuser, zahllose Dächer wurden in Mitleidenschaft gezogen. "Da waren klaffende Lücken zu sehen", schildert der Feuerwehr-Sprecher. Ein Baum landete in einer Stromleitung. [...] Auch die Verbindungsstraße in Richtung Neckarbischofsheim wurde in der Nacht zum Montag gesperrt. [...] Betroffen war außerdem die S-Bahn-Linie in Richtung Aglasterhausen. Dort waren gleich mehrere Bäume auf die Gleise gestürzt."

Die Bäume knickten um wie Streichhölzer (Rhein-Neckar-Zeitung, 12.09.11)
11.09.2011 - Rhein-Neckar-Kreis - Unwetter fordert Sachschäden (PR-Video bei YouTube)
August

Leimen (BW)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Bericht eines Augenzeugen: "ich habe eben, 26.8. gegen 19:50, in Heidelberg-Rohrbach eine mögliche Funnelsichtung gemacht. In der Umgebung geht grade ein Gewitter nieder, und von meinem Fenster aus konnte ich in einiger Entfernung - vielleicht 2-3 km über dem Industriegebiet Rohrbach Süd oder Eingang Leimen - einen langen, dünnen Schlauch beobachten, der sich im sichtbaren Teil etwa von der Wolkendecke bis zur Mitte der Strecke zum Boden zog. Ob Bodenkontakt vorhanden war, kann ich nicht sagen. Leider war auch über die Entfernung keine Rotation erkennbar. Ich habe versucht, ein Foto zu machen, war aber nicht schnell genug, weil er sich sehr schnell wieder auflöste."

Steinberg (BW)

bild
 15.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinabreichenden Funnelcloud von Illerzell aus in Richtung Steinberg (Alb-Donau-Kreis). Dauer der Beobachtung: ca. 5 Minuten. Über den wahrscheinlichen Bodenkontakt ist derzeit nichts bekannt.

Tornado/Funnel südlich von Ulm (WZ-Forum)

Bleichheim (BW)

 07.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:45 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose mit Schäden in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 07.08.2011: "Ein heftiges Unwetter zog in der Nacht zum Sonntag über ein Zeltlager der Katholischen Landjugend Klettgau bei Bleichheim hinweg. Orkanartige Böen entwurzelten Bäume, einer stürzte auf ein Zelt, drei Betreuer wurden leicht verletzt. Die übrigen Lagerteilnehmer kamen mit dem Schrecken davon. [...] Das Unwetter wütete offenbar vor allem in einer schmalen Schneise des Bleichtals derart heftig, schildert Martin Hämmerle, Kommandant der Herbolzheimer Feuerwehr am Morgen danach das Geschehen. Das Ganze habe laut Aussagen von Lagerteilnehmern kaum mehr als zwei Minuten gedauert. Der Sturm sei wie eine Art Windhose über das Gelände gefegt. Der Kommandant berichtet auch von einem schneisenartigen Sturmbruch an anderer Stelle im Bleichtal." - Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 17.01.2012: "Am 7. August wütete eine Windhose bei der Glöckle Mühle und zerstörte ein dort stattfindendes Jugendzeltlager. Baumteile stürzten auf eines der Zelte. 50 Personen mussten evakuiert werden und wurden in Notunterkünften in der Kirnburghalle untergebracht. Es gab drei Verletzte, die aber bald wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten."

Einsatzdetails (Feuerwehr Herbolzheim)
Unwetter: Bäume stürzen auf Zeltlager (Badische Zeitung, 07.08.11)
Bleichheimer Wehr hatte im vorigen Jahr acht Einsätze (Badische Zeitung, 17.01.12)
Juli

Schmittenau (BW)

bild
 13.07.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 16:40 bis 16:44 Uhr MESZ. Ein Tornado überquert den Rhein von der Schweiz nach Deutschland. Dabei gab es auf der Schweizer Rheinseite Baumschäden am Ufer, ebenso auf deutscher Seite. Danach hebt der Tornado in Schmittenau einen PKW leicht an, beschädigt ihn und versetzt ihn um mehrere Meter. Ein Baum mit einem Stammdurchmesser von etwa 50cm wird entwurzelt und ein Zaun zerstört. Der Tornadofuß wurde gefilmt.

Tornado in Schmittenau
F1 Tornado hebt PKW an ( YouTube )
Starkniederschläge / Gewitter am 13.07.2011 ( Schweizer Sturmforum)

Teningen (BW),
Emmendingen (BW)

 12.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 13.07.2011: "Kurz, aber heftig war das Unwetter am Dienstagabend. Bäume und Baumteile blockierten Straßen und die Rheintalbahn, die für zwei Stunden blockiert war. Die Schäden an Autos, Dächern und vor allem Bäumen sind noch nicht zu beziffern, Menschen wurden nicht verletzt. In vier Stunden absolvierten die Feuerwehr und ihre Abteilungen rund 40 Einsätze, so Stadtkommandant Karlo Rieth, die sie von 18.45 Uhr an gute vier Stunden in Atem hielten. "Es war eine richtige kleine Windhose", so schildert Rieth Regen und Sturmböen. Die Schneise habe sich ganz eigenartig vom Bad in Teningen entlang der Elz zum Bürkle/Bleiche, nach Kollmarsreute, Maleck und Windenreute bis hin zur Zaismatt gezogen." - Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 14.07.2011: "Es knickte Bäume und beschädigte Autos; die Stromversorgung war örtlich unterbrochen. In Emmendingen war laut Feuerwehr eine kleine Windhose unterwegs, die beträchtlichen Schaden anrichtete. Zudem war der Zugverkehr auf der Rheintalstrecke unterbrochen." - Die Verteilung der Schäden und die Auffächerung der Schadenorte nach Osten hin sprechen eher gegen einen Tornado als Ursache. Auch die Beschreibung als "Regenwand" lässt auf einen Downburst (Gewitterböe) schließen.

Schwere Schäden nach Gewittersturm ( Regio Trends, 12.07.11)
Windhose: Straßen, Strom und Bahn blockiert ( Badische Zeitung, 13.07.11)
Unwetter ohne schlimme Folgen ( Badische Zeitung, 14.07.11)
Von der Windhose gefällt (Badische Zeitung, 15.07.11)
Marktplatz 11: Erschrocken ( Badische Zeitung , 16.07.11)
Da waren wir stets in guten Händen ([url=http://www.badische-zeitung.de/] Badische Zeitung, 30.03.12)
Unwettereinsätze 12.07.2011 ( Feuerwehr Herbolzheim)

Giengen an der Brenz (BW)

 09.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Skywarn Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Schäden durch Sturmereignis, dabei umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer und Verfrachtungen von Gegenständen. Im zweiten Teil des bei YouTube hochgeladenen Videos werden einige Fotos der Schäden gezeigt.

Verdachtsfall Giengen ( Skywarn)
Nicht nur Bäume Giengen in die Knie ( Nascar-Stammtisch)
Hagelsturm in Giengen 9.7.2011 ( YouTube )
Bilderserie: Sturm reißt Dach von Steiff-Gebäude (Heidenheimer Zeitung, 09.07.11)
Unwetter: Altes Steiff-Dach fliegt 100 Meter durch die Luft ( Heidenheimer Zeitung , 11.07.11)
Unwetter: Zerknülltes Steiff-Dach wird Stück für Stück zerschnitten (Heidenheimer Zeitung, 11.07.11)
Sturmfolgen: Stadtverwaltung wirft kritischen Blick auf die Bäume ( Heidenheimer Zeitung, 15.07.11)
Juni

Steinheim (BW),
Heidenheim an der Brenz (BW)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Heidenheimer Zeitung vom 23.06.2011: "Binnen weniger Minuten war gegen 17.30 Uhr das schwere Unwetter vom Filstal herauf auf die Ostalb gezogen und hat für schwere Verwüstungen gesorgt. Aufgrund des Schadensbildes wird nicht ausgeschlossen, dass Teile dieses Orkans sich sogar zu einer Windhose weiter entwickelt haben. Dafür spricht, dass vermutlich Hunderte Meter weit ein Drittel des Daches der Firma Elektro Klingler im Industriegebiet Ried mitgerissen wurde. Gründliche Suchaktionen haben die Überreste nicht finden lassen. Sie liegen womöglich zwischen den Bäumen im Bereich Finkenbusch oder Schützenhaus. Die anderen zwei Drittel des Daches schienen wie der Deckel einer Sardinenbüchse aufgerollt." Allerdings spricht die Verteilung der Schäden in Heidenheim derzeit eher gegen einen Tornado. Ein Augenzeuge beobachtete in der Jahnstraße vom Waldbad aus Wolkenfetzen, die schnell nach oben gesogen wurden. Kurz darauf waren aus dem angrenzenden Waldgebiet krachende Geräusche zu hören. Forstdirektorin Dr. Mechthild Freist-Dorr hält dagegen mindestens einen Tornado für wahrscheinlich. Als Grund werden die zahlreichen Kronenbrüche sowie die enge Begrenzung einiger Schäden und die enormen Verfrachtungen genannt. Der Fall war damit lange Zeit völlig offen. Insgesamt zieht sich innerhalb des weitläufigen Schadensbereiches eine etwa 10 km lange und bis zu 100 Meter breite Spur mit auffälligen und markanteren Schäden. Dennoch ist in diesem Fall von einem Downburst als Ursachse auszugehen.

Verdachtsfall Steinheim (Skywarn)
Unterschiedliche Meinungen zu T-Verdachtsfall 22.6. LK Heidenheim (WZ-Forum)
Schäden nach dem Unwetter in Stadt und Lkr. Heidenheim 22.06. (WZ-Forum)
Nochmal ein Paar Bilder der Sturmschäden vom 22.6.11 in Heidenheim (WZ-Forum)
Übler Downburst in Heidenheim (WZ-Forum)
Zum T-Verdachtsfall am 22.6. Heidenheim, Bilder einer Schneise (WZ-Forum)
Schadenspur östl. von Heidenheim (WZ-Forum)
Orkansturm: Wolken-Walze fordert sechs Verletzte im Kreis Heidenheim (HZ Online, 23.06.11)
Bildergalerie: Sturmschäden in Heidenheim - 22.06.2011 (HZ Online, 23.06.11)
Orkansturm: Wolken-Walze fordert sechs Verletzte im Kreis Heidenheim (YouTube)
Sturm in Heidenheim (YouTube)

Hohenstadt (BW)

 18.06.2011 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: nachts. Windhose in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung von schwaebische.de am 20.06.2011: "Umgeknickte Bäume, gesplitterte Äste und Wurzeln, die in die Luft ragen. Im Wald - am rechten Ufer der Schmiech, kurz vor Gundershofen - sieht es chaotisch aus. Bruchstücke von Stämmen liegen kreuz und quer über den Boden verteilt, blockieren die Feldwege und machen ein Durchkommen fast unmöglich." - Aus einer Meldung der Südwest Presse vom 21.06.2011: "Gundershofen. Ein Wirbelsturm hat in Gundershofen zu erheblichen Waldschäden geführt. Strom- und Telefonleitungen waren auch am Montag noch beeinträchtigt. Erinnerungen an Sturm "Lothar" wurden geweckt. Ein ohrenbetäubendes Geräusch riss Walter Haberer am frühen Samstagmorgen aus dem Schlaf. "Es muss ein Tornado gewesen sein, eine Windhose", sagt der Gundershofener. Sein Haus steht etwas abseits der Ortsbebauung in Richtung Hütten auf der Nordseite des Tales, die vom Sturm weitgehend verschont blieb. Dagegen reihen sich am gegenüberliegenden Hang unzählige Bäume aneinander, die vom Wind abgeknickt oder samt Wurzelwerk aus dem Boden gerissen wurden." In diesem Fall ist wegen der Verteilung der Schäden von einem Downburst als Ursache auszugehen.

Windhose verwüstet bei Gundershofen drei Hektar Wald ( schwaebische.de, 20.06.11)
Sturm richtet Waldschäden an ( Südwest Presse, 21.06.11)

Hohenstadt (BW)

 18.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:00 Uhr MESZ. Windhose in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung von schwaebische.de am 20.06.2011: "Am Samstagmorgen gegen 1 Uhr ist eine Windhose über die Alb gefegt und hat vor allem in Hohenstadt schwere Schäden angerichtet. Menschen sind bei dem Sturm nicht zu Schaden gekommen. Die Windhose beschädigte in einer 20 Meter breiten Schneise rund ein Dutzend Gebäude, deckte etliche Dächer ab, zerstörte eine Garage und verschob sogar ein ganzes Silo. ?Die Windhose ist von Westen nach Osten über den Ort gefegt?, sagte gestern Hohenstadts Bürgermeister Günter Riebort im Gespräch mit der SZ, ?im Süden und Norden war gar nichts, nicht einmal ein kaputter Dachziegel?."

Verdachtsfall Hohenstadt (Skywarn)
Windhose fegt über die Alb (schwaebische.de, 20.06.11)
Windhose Hohenstadt - Video der Schäden (schwaebische.de, 20.06.11)

Schabenhausen (BW)

 18.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 00:30 Uhr MESZ. Windhose in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung des Schwarzwälder Boten vom 20.06.2011: "Niedereschach-Schabenhausen (alb). Eine Windhose hat in der Nacht zum Samstag gegen 0.30 Uhr an zwei älteren, landwirtschaftlichen Anwesen im Bereich "Kohlwald" größeren Sachschaden verursacht.Die Windhose leistete auf ihrem Weg durch die Gemeinde Schabenhausen ganze Arbeit. Von einem Dach eines neu erbauten Familienwohnhauses wurden einige Dachziegel heruntergerissen, obwohl der Wirbelsturm dieses Gebäude nur am Rande tangierte."

Windhose deckt Dach ab ( Schwarzwälder Bote, 20.06.11)
Windhose reißt Scheunentor ab und knickt Bäume um (Südkurier, 21.06.11)
Mai

Rosenberg (BW)

bild
 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge beschreibt: "Gegen 15:30Uhr wurde sah man eine dunkle Wolke die über unseren Ort hinweg zog. Kein Blitz und kein Donner. Plötzlich setzte Hagel ein und kurz darauf richtig dicke Wassertropfen, solche riesigen Tropfen hab ich noch nie gesehen. Starker Wind setzte dazu ein und man sah wirklich fast garnichts mehr. Ich konnte noch das Nachbarhaus gegenüber sehen, aber mehr nicht. Das ganze spektakel hielt vielleicht drei min an. Höchstens. Dann war alles vorbei und strahlender Sonnenschein. Konnte dann noch schnell ein Foto machen von einem Funnel. Ob das jetzt ein Tornado war oder nicht kann ich nicht sagen. Weiß nur es zog Richtung Main-Tauber und circa 10km entfernt berichtete mir heute ein Arbeitskollege dass ungefähr etwas später wie bei uns ungefähr das selbe Auftrat. In Schillingstadt, Main Tauber Kreis. Dort fehlt seit dem Vorfall der Maibaum. Und ist nicht gefunden worden bis jetzt."

Tornadoverdacht in Rosenberg
April

Metzingen (BW)

 29.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt, Datum unsicher. Beobachtung einer Funnelcloud vom Zentrum des Ortes am Südostrand von Metzingen.

kleiner Funnel ( YouTube)
Oktober

Altdorf (BW)

bild
 18.10.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 bis 18:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer erkennbar rotierenden Funnelcloud, über Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud über dem Schönbuch
August

Weiler (BW),
Reihen (BW)

 30.08.2010 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Heilbronner Stimme vom 30.08.2010: "Sinsheim - Eine urplötzlich auftretende Windhose hat am Montagabend binnen Sekunden in Sinsheim-Weiler mehrere Bäume entwurzelt und für blockierte Straßen gesorgt. Die örtliche Feuerwehrabteilung wurde gegen 18 Uhr alarmiert, weil ein Baum am Ortsausgang in Richtung Sinsheim auf die Straße gekracht war. Die Wehrleute eilten vor Ort, um den Baum zu beseitigen, als die zweite Meldung eintraf: Am gegenüberliegenden Ortsende hatte eine Windhose eine mehrere hundert Meter lange Schneise der Verwüstung geschlagen - allerdings auf freiem Feld. Verletzt wurde niemand. Augenzeuge wurde zufällig der Abteilungskommandant der Feuerwehr Weiler, Michael Maier. Er wohnt am Ortsrand und sah die Windhose wenige hundert Meter von seinem Haus über die Felder fegen. Der Wirbel habe einen Durchmesser von vier bis fünf Metern gehabt, berichtete er anschließend. Die Wolken darüber hätten sich in einem Radius von etwa 100 Metern heftig gedreht." Ein Video des Tornados liegt vor. - Aus einer weiteren Meldung der Heilbronner Stimme vom 30.08.2010 "Zuerst sorgte am Montag gegen 18 Uhr eine Windhose in Weiler binnen Sekunden für erheblichen Flurschaden, eine halbe Stunde später entwurzelte der Wirbelsturm zwischen Richen und Stebbach Bäume und wehte Äste auf die B 293. Während der Polizei aus Stebbach kein Schaden gemeldet wurden, musste in Weiler die Feuerwehr ran."

Tornado in Weiler, Reihen
Tornadoverdachtsfall Sinsheim 30.08.2010 (WZ-Forum)
30.08.2010 - Verdacht - Sinsheim / Kraichgau (Stormchaser-Europe-Forum)
Windhose reißt Bäume in Weiler aus (Heilbronner Stimme, 30.08.10)
Fotos: Windhose in Sinsheim-Weiler (Heilbronner Stimme, 30.08.10)
Tornadotag im Kraichgau (Heilbronner Stimme, 30.08.10)
Wirbelsturm wütet über Felder (SWR, 30.08.10)

Pflugfelden (BW)

 27.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Nacht zum 27.08., Uhrzeit nicht bekannt. Aus einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten vom 28.08.10: "Einen Morgen lang sah es so aus, als könnten die jugendlichen Kicker des TV Pflugfelden am morgigen Sonntag nicht zu ihren Spielen auflaufen. Ihr Fußballplatz hatte sich über Nacht zu einem Schauplatz der Verwüstung gewandelt. Der Rasen war mit abgeholzten Ästen übersät, ein besonders großer Ableger war auf das Häuschen des nahen Musikvereins gestürzt, die Tore lagen kreuz und quer über dem Platz verteilt. Die Kabine, in der sonst die Auswechselspieler auf ihren Einsatz warten, hatte sich aus der Verankerung gerissen und war hechtsprungmäßig hingeschlagen. [...] Nicht nur, weil er das Durcheinander erst bei Tageslicht bemerkt hat, sondern auch, weil es auf so engen Raum begrenzt war. Vom Regenüberlaufbecken hinter dem Sportplatz bis zum Vereinsheim reichte die wüste Schneise, das restliche Umfeld blieb verschont. Nicht ein Stuhl auf der Terrasse des Vereinsheim wurde hingegen vom Winde verweht."

Im Auge des unerkannten Windhöschens ( Stuttgarter Nachrichten, 28.08.10)

Vorbachzimmern (BW)

 27.08.2010 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:50 Uhr MESZ. Zwischen Niederstetten und Vorbachzimmern soll ein Tornado in Verbindung mit einem heftigen Gewitter durchgezogen sein, er richtete Schaden in einer 80m breiten und ca 1 - 1,5km langen Schneise an. Ein Wellblechdach war auch drei Tage nach dem Ereignis trotz Suche verschwunden und konnte nicht mehr gefunden wurden. In Niederstetten am Flugplatz wurden zum Zeitpunkt des möglichen Tornados 33 Knoten Mittelwind und 47 Knoten (= 87 km/h) in Spitzen gemessen, und zwar aus Südost. Erst 20 Minuten später hat der Wind auf West gedreht. Der Flugplatz liegt Luftlinie ca. 4km nach SE vom Ort des Geschehens.

Verdachtsfall Vorbachzimmern ( Skywarn)
Tornadoverdacht Niederstetten-Vorbachzimmern ( WZ-Forum)
Schäden des Tornados von Niederstetten ( flickr)
Die Nacht des Tornados ( Tauber-Zeitung, 28.08.10)
Von einem Tornado ist auszugehen ( Tauber-Zeitung, 28.08.10)
Wellblechdach bleibt verschollen ( Tauber-Zeitung, 30.08.10)
Juli

Holzbronn (BW)

 30.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:25 Uhr MESZ. Schmaler, schlauchförmiger Funnel bis etwa 50 Prozent der Strecke Wolke-Boden hinabreichend im Bereich Calw-Holzbronn. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Blansingen (BW)

 29.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Windhose in Feuerwehrberichten erwähnt. Dazu aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 06.08.2010 zu einem Jugendzeltlager, das vom 28.07. bis zum 02.08.2010 in Blansingen stattfand: "Das Wetter zeigte während des Lagers alles, was es zu dieser Jahreszeit aufbringen kann, von strahlender Sonne bis zu strömendem Regen. Auch ein Unwetter, welches zur Räumung des Lagerplatzes führte, suchte die Zeltenden heim. Dabei entstand eine Windhose, welche komplette Pavillons, Sonnenschirme und Schlafsäcke in den Himmel zog und ein Großraumzelt aus seiner Verankerung riss und zusammengefaltet ein Stück weiter wieder ablegte. Gleichzeitig wurden die Floßbauer am Rhein von einem Hagelschauer überrascht. Glücklicherweise wurde während des Unwetters niemand verletzt, so dass alle mit einem Schrecken und geringerem Sachschaden davonkamen."

Zeltlager der Jugendfeuerwehr ( Badische Zeitung, 06.08.10)

Sammletshofen (BW)

bild
 29.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Schlauchförmige Funnelcloud von Meckenbeuren aus in Richtung Südwesten und von Friedrichshafen aus in Richtung Nordosten beobachtet, über Bodenkontakt ist nichts bekannt.

[ Funnelbeobachtung von Meckenbeuren aus
2010-07-29 Funnel Cloud Kressbronn ( Picasa-Webalben)
Leserreporter filmen und fotografieren Windhose über Friedrichshafen ( Südkurier , 30.07.2010)
Leserreporterin fotografiert Tornado über Stockach ( Südkurier, 31.07.2010)

Baden-Baden (BW)

 29.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 15:25 bis 15:30 Uhr MESZ. Schäden innerhalb einer schmalen Schneise im Stadtteil Steinbach: "Durch eine Windhose wurden im Steinbacher Stadtgebiet im Bereich der Yburgstraße an mehrere Häusern das Dach abgedeckt. Insgesamt wurden 7 Einstatzstellen durch die Steinbacher Feuerwehr abgearbeitet und die Dächer wieder neu eingedeckt." (Quelle: [url=http://www.steinbacherfeuerwehr.de/]Feuerwehr Steinbach)

Verdachtsfall Steinbach (Skywarn)
Unwetter am 29.07.2010 (Feuerwehr Steinbach)

Oberhausen (BW)

 16.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: später Abend. Augenzeugen berichten über eine Windhose, die aus Richtung Duisburg über die Ruhr nach Alstaden (Höhe Fröbelplatz, Grenze zu Duisburg) zog. Abgerissene Äste und Bäume, Hagel und überschwemmte Straßen wurden gemeldet.
Juni

Villingen (BW)

 08.06.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge berichtet über die Beobachtung einer Funnelcloud, die etwa bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden hinabreichte. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Verdachtsfall Villingen-Schwenningen ( Skywarn)
Mai

Ladenburg (BW)

 30.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:30 Uhr MESZ. Mögliche Funnelbeobachtung bei Ladenburg, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Ladenburg

Breitenfürst (BW)

 26.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Weitere Windhose gemeldet, die Schäden werden auch in diesem Fall auf etwa 100.000 Euro oder mehr geschätzt. Da aus den Orten zwischen Leutenbach-Nellmersbach und Welzheim-Breitenfürst keine Schäöden bekannt sind, handelt es sich sehr wahrscheinlich um zwei Fälle.

Tornadoverdacht Rems Murr Kreis ( WZ-Forum)
Windhose fegt über Rems-Murr-Kreis ( Stuttgarter Nachrichten, 27.05.10)
Windhose wütet im Rems-Murr-Kreis ( SWR, 26.05.10)
Unwetter über Leutenbach-Nellmersbach und Welzheim-Breitenfürst ( Polizei Baden-Württemberg)
Windhose sorgt für Verwüstungen im Rems-Murr-Kreis ( Südwest Presse, 26.05.10)
Windhose verursacht 200000 Euro Schaden ( Stuttgarter Nachrichten, 28.05.10)
Noch nie solchen Hagel erlebt ( Südwest Presse, 28.05.10)
Tornado fegt durchs Ländle ( Bild, 28.05.10)
"Noch nie solchen Hagel erlebt" ( Südwest Presse, 28.05.10)

Nellmersbach (BW)

 26.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Dazu aus einer Meldung des SWR vom 26.05.2010: "Windhose wütet im Rems-Murr-Kreis - Ein Unwetter hat am Abend im Rems-Murr-Kreis schwere Schäden angerichtet. Eine Windhose riss nach Polizeiangaben ein Wartehäuschen einer Bushaltestelle und einen Wohnwagen um. Dächer wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt. Am Bahnhof Leutenbach hat ein umstürzender Baum eine Oberleitung beschädigt. Der Bahnverkehr wurde unterbrochen und mit Ersatzbussen überbrückt. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt." Die Schäden werden auf etwa 100.000 Euro oder mehr geschätzt. Da aus den Orten zwischen Leutenbach-Nellmersbach und Welzheim-Breitenfürst keine Schäöden bekannt sind, handelt es sich sehr wahrscheinlich um zwei Fälle.

Tornadoverdacht Rems Murr Kreis ( WZ-Forum)
Video: Tornadische Zelle Nellmersbach ( YouTube)
Windhose fegt über Rems-Murr-Kreis ( Stuttgarter Nachrichten, 27.05.10)
Windhose wütet im Rems-Murr-Kreis ( SWR, 26.05.10)
Schweres Unwetter über Nellmersbach ( Feuerwehr Leutenbach)
Unwetter über Leutenbach-Nellmersbach und Welzheim-Breitenfürst ( Polizei Baden-Württemberg)
Windhose sorgt für Verwüstungen im Rems-Murr-Kreis ( Südwest Presse, 26.05.10)
Windhose wirbelt durch Leutenbach - Schadenfotos ( SWR, 26.05.10)

Windhose fegt über Leutenbach ( Stuttgarter Zeitung, 27.05.10)
200 Meter breite Windhose ( Stuttgarter Nachrichten, 27.05.10)
Unwetter deckt Dächer ab ( Stuttgarter Zeitung, 27.05.10)
Windhose im Rems-Murr-Kreis ( SWR, 27.05.10)

Windhose verursacht 200000 Euro Schaden ( Stuttgarter Nachrichten, 28.05.10)

Noch nie solchen Hagel erlebt ( Südwest Presse, 28.05.10)
Tornado fegt durchs Ländle ( Bild, 28.05.10)
"Noch nie solchen Hagel erlebt" ( Südwest Presse, 28.05.10)

Bermaringen (BW)

 11.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Beobachtung eines möglichen Funnels/Tornados bei Bermaringen

Verdachtsfall Bermaringen ( [url=http://www.skywarn.de
Oktober

Graben-Neudorf (BW)

 10.10.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:35 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Rhein-Neckar-Ticker vom 10.10.2009: "Karlsruhe. Eine Windhose hat in Graben-Neudorf (Kreis Karlsruhe) am Nachmittag ein paar Mülleimer umgeworfen und einen Anhänger versetzt. Nach Angaben der Polizei in Karlsruhe kamen Menschen dabei nicht zu Schaden. Später zog das Wetterphänomen nach Bruchsal weiter. Dort wurden Freizeitzelte umgeweht. Auch hierbei wurde niemand verletzt."

Windhose richtet Schäden an (SWR, 10.10.09)
Windhose über Graben sorgt für mächtig Wirbel (ka-news.de, 11.10.09)
Bruchsal: Windhose richtet leichte Schäden an (Rhein-Neckar-Ticker, 10.10.09)
September

Cleebronn (BW)

 14.09.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MESZ. Dazu der Bericht eines Beobachters: "Ein starker Schauer zog in W/NW-Richtung über den Stromberg, ca. 25km südwestlich von Heilbronn in Baden-Württemberg hinweg. Aus seiner Böenfront reichte ein stark ausgeprägter Rüssel herab, der von einem Kragen aus fractusartigen Wolken umgeben war. Leider verdeckte mir ein Hallendach die Sicht zum Boden, sodass ich nicht erkennen konnte, ob der Rüssel Bodenkontakt hatte. Nach ca. 30 sec. wurde er dünner und löste sich bald auf. Ich hatte leider keinen Foto dabei, die Szenerie sah aber ähnlich aus wie die auf dem Bild vom 10.7. in Wustrow, wobei heute der schwarzblaue Rüssel vor graugrünem Hintergrund nicht so dick war. Wenn Schäden entstanden sind, müssten diese sich in einem Waldgebiet zwischen Cleebronn, Eibensbach, Ochsenbach und Spielberg befinden."

Tornadoverdacht bei Cleebronn (Skywarn)
August

Hausen am Bussen (BW)

bild
 10.08.2009 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 19:54 bis 19:58 Uhr MESZ. Beobachtung einer recht weit hinabreichenden Funnelcloud in Oberschwaben. Kurz vor der Auflösung hatte der Wirbel nach vorliegenden Aufnahmen augenscheinlich Bodenkontakt. Der Bericht des Beobachters: "Die genaue Position dürfte zwischen Hausen am Bussen und Dieterskirch gewesen sein (48°11'36''N; 9°37'31''E). Eine erste kurze Sichtung gab es um 19:48 Uhr für ein paar Sekunden. Das nächste Mal tauchte er wieder um 19:54 Uhr bis 19:58 Uhr auf. Zugrichtung war etwa ESE. An meiner Position fiel so gut wie kein Niederschlag bei Windstille und 20°C. Ich befand mich zum Zeitpunkt der Aufnahmen schätzungsweise 2 km von dem Geschehen entfernt mit Blick Richtung Süden."

Tornado bei Hausen am Bussen
Funnel um 1954 Uhr (WZ-Forum)
Juli

Meißenheim (BW)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ. "Telefonische Meldung: beobachtete rotierende Wallcloud, in Schwanau gleichzeitig beobachtete Schäden, hochgewirbelter Pavillon. In DWD NinJo-Scit zeitl. + räumlich passend 2 detektierte Mesozyklonen der zweithöchsten Severitystufe" Quelle: ESWD)

Hüfingen (BW)

 17.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. Meldung beim ]Skywarn-Meldezentrum: "Über der Baar im Bereich der Riedseen zwischen Hüfingen und Donaueschingen Funnelcloud mit immensem Schlauch, offensichtlich aber kein Bodenkontakt. Auflösung nach ca. 1 min, Fotodokumentation leider nicht möglich." Augenzeugen beobachteten, dass der ausgeprägte Schlauch zeitweise bis etwa 2/3 der Strecke Wolke-Boden hinabreichte. Über Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt.

Funnel bei Hüfingen
Tornadoverdacht bei Donaueschingen (Skywarn)

Friesenheim (BW)

bild
 06.07.2009 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: zwischen 13:20 und 13:40 Uhr MESZ. Ausgeprägter Funnel beobachtet, Bodenkontakt sehr wahrscheinlich. Aus einer Meldung der Badischen Zeitung vom 06.07.09: "Kurz nach 13 Uhr über Friesenheim: Ein Tornado kreuzt über den Himmel. Die Windhose hat sich von Heiligenzell über Oberweier in Richtung Oberschopfheim bewegt, kam herunter bis auf etwa zehn bis 15 Meter über den Erdboden ? bis ihr schließlich die Puste ausging." Nach den vorliegenden Beichten muss der Wirbel sich ca. 1 km nordnordöstlich von Schuttern - in der Verlängerung der Unterdorfstr. - befunden haben. Bei einer Spurensuche vor Ort konnten keine Schäden entdeckt werden.

Mutmaßicher Tornado bei Friesenheim
Tornado bei Lahr im Schwarzwald (WZ-Forum)
Schreck am Nachmittag: Tornado über Friesenheim (Badische Zeitung, 06.07.09)
Viel Wirbel (Badische Zeitung, 07.07.09)

Erpfingen (BW)

bild
 05.07.2009 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 10:50 Uhr MESZ. Ausgeprägter, bis zum Boden hinabreichende Funnelcloud (Trichterwolke) im Bereich recht dicht östlich von Erpfingen und nördlich von Trochtelfingen beobachtet, über das Ausmaß der Schäden ist nichts bekannt.

Tornado bei Erpfingen
Juni
Mai

Meersburg (BW),
Horgenzell (BW)

 26.05.2009 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: nachmittags. Erhebliche Schäden innerhalb von Schneisen u.a. in Waldgebieten.Nach den Untersuchungen vor Ort muss von einem Tornado als Schadensursache ausgegangen werden.

Tornadoverdacht Horgenzell (Skywarn)
26.05.09 / Horgenzell-Hasenweiler (Stormchaser-Europe-Forum)
Meersburg: Sturmfolgen und Hagelschäden Meersburg (Südkurier, 27.05.09)
Schäden nach Unwetter - eine erste Bilanz (Südkurier, 28.05.09)
Leserfotos: Unwetter über dem Süden (Südkurier)
Weitere Ftos: Unwetter über Süddeutschland (Südkurier)

Neuenbürg (BW),
Arnbach (BW)

 14.05.2009 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Anwohner melden einen "Wirbelsturm", einen sich drehenden Schlauch, der größere Gegenstände hoch emporhebt und herumwirbelt. Auch ein Video liegt vor, das die Tornadoentstehung beim Ort Schwann zeigt. Im Ortszentrum wurden mehrere Dächer abdeckt, die Ziegel wurden nach Augenzeugenberichten bis etwa 200 Meter hinter den Ort transportiert. Dazu aus einer Meldung des SWR vom 15.05.09: "Neuenbürg/Baden-Baden - Windhose deckt Dächer ab. Lokale Unwetter haben gestern Abend in der Region Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Personen wurden nicht verletzt. Nach Angaben der Polizei beschädigte gegen 20 Uhr 30 eine plötzlich auftretende Windhose in der Ortsmitte von Neuenbürg- Arnbach im Enzkreis zehn Wohnhäuser, drei Schuppen und ein Auto. Der Schaden wird auf rund 50 000 Euro geschätzt. Zuvor hatte ein Gewittersturm mit Starkregen in Baden-Baden rund 30 Bäume entwurzelt, Straßen überflutet und Dächer abgedeckt."

Tornado in Neuenbürg-Arnbach
Windhose in Arnbach richtet hohe Schäden an (Pforzheimer Zeitung, 15.05.09)
Tornado in Arnbach: Zerstörung in Windeseile (Pforzheimer Zeitung, 15.05.09)
Schwanner filmt Entstehung des Arnbacher Tornados (Pforzheimer Zeitung, 19.05.09)
Video: Entstehung des Arnbacher Tornados (Pforzheimer Zeitung)
Windhose wütet in Baden-Württemberg: Zehn Häuser beschädigt (NonstopNews, 15.05.09)
Fotos des Feuerwehreinsatzes (NonstopNews, 15.05.09)
Windhose deckt Dächer ab (SWR, 15.05.09)
Windhose deckt Dächer ab (SWR, 15.05.09)
Windhose verursacht Sachschäden in Baden-Württemberg (News Adhoc, 15.05.09)
Ein Windhose hat in Neuenbürg-Arnbach mehrere Wohnhäuser beschädigt. (T-Online, 15.05.09)


Schweres Gewitter rund um Baden-Baden (WZ-Forum)
Windhose rast durch Kleinstadt (MyVideo)

Sinzheim bei Baden-Baden (BW),
Baden-Baden (BW)

 14.05.2009 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Ein eng begrenzter Sturm zog von Sinzheim aus über Teile der Stadt Baden-Baden hinweg. Zahlreiche Augenzeugen berichten über einen Wirbel oder beschreiben das Geschehen als Tornado. Auch auf einem Video ist Rotation in dem Bereich zu erkennen, weitere Fotos zeigen den Tornado. Damit ist ein Tornado bestätigt, auch wenn er nicht die oft typische glatte Schlauchform hatte. Betroffen war in Sinzheim u.a die Verbindungsstraße zwischen Sinzheim-Ebenung und der Fremersbergstraße sowie in Baden-Baden u.a. der Bereich am Fremersberg (hier F2-Schäden), die Lichtentaler Allee vor dem Museum Burda, die Waldseestraße und Katzensteinstraße sowie Rettigstraße. Neben umgestürzten Bäumen gab es Schäden an einigen Dächern.

Fotos des Gewitters aus Sinzheim
Tornado in Baden-Baden (Skywarn)
Tornado: Kurz, heftig, kleinräumig (Badisches Tageblatt, 15.05.09)
Windhose in Baden-Baden (goodnews4 Baden-Baden, 15.05.09)
Kleiner Lothar (goodnews4 Baden-Baden, 15.05.09)
Verwüstungen durch Gewitter, Sturm und Hagel in Baden-Baden (ka-news.de, 15.05.09)
Schweres Gewitter rund um Baden-Baden (WZ-Forum)

Nusplingen (BW)

 14.05.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:30 Uhr MESZ. "Ich habe von unserem Haus aus zufällig zu dem herannahenden Gewitter geschaut, als ich in Süd-Süd-Östlicher Richtung einen Windtrichter gesehen habe (sah so aus, wie man es immer in TV sieht). Der Trichter ging aber soweit ich sehen konnte nicht bis ganz zum Boden. Er war aber mitten in der Gewitterzone. Zu Schäden kann ich nichts weiter sagen." (Quelle: ESWD)
März
Oktober
September

Ibach (BW),
Sankt Blasien (BW)

 03.09.2008 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des SWR vom 04.09.08: "Schäden durch Unwetter in St. Blasien -Das Unwetter hat gestern am frühen Abend schwere Schäden angerichtet. Nach Berichten von Augenzeugen bildete sich eine Windhose. Sie entwurzelte Bäume und beschädigte Dächer. Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden. Ein Baum fiel auf ein Auto; ein anderer auf ein Festzelt. Verletzt wurde niemand." Zuvor waren in Ibach etwa 4.000 Festmeter Holz gefallen. Auch ein Strommast stürzte um, die Folge war ein Stromausfall in Ibach.

Tornadoverdacht St. Blasien / Südschwarzwald ( WZ-Forum)
Fotos der Schäden ( Schweizer Sturmforum)
Starkniederschläge, Gewitter 03./04.09.2008 ( Schweizer Sturmforum)
Unwetter fegt über St. Blasien hinweg ( Badische Zeitung, 03.09.08)
Schäden durch Unwetter in St. Blasien ( SWR, 04.09.08)
Eine Schneise der Verwüstung ( Südkurier, 05.09.08)

Unwetter fegt über St. Blasien hinweg ( Feuerwehr St.Blasien)
Friedhofserweiterung steht demnächst in Ibach an ( Badische Zeitung)
St.Blasien: Friedhof wird neu gestaltet ( Badische Zeitung, 09.10.08)
Juli

Engen (BW)
[Region: Raum Hegau]

 13.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen etwa 14:10 und 14:45 Uhr MESZ. Funnelsichtung von Buchheim aus in Richtung Südwesten (Bereich Engen, Singen)

Triberg (BW)

 11.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des Südkurier vom 14.08.08: "Die Holzfällaktion nach der am 11.Juli wütenden Windhose am Triberger Wasserfall wirkt seither in der Bevölkerung nach. Aus Sicherheitsgründen wurden im Nachgang dieses Unglücks mitbeschädigte Bäume entfernt. [...] Die Windhose hatte ganze Arbeit geleistet und rund 40 Bäume waren teilweise entwurzelt oder so geschädigt, dass diese entfernt wurden."

Mutmaßlicher Tornado bei Triberg
Wird im Triberger Forst zu viel geholzt? ( Südkurier, 14.08.08)
Triberg - Naturschützer zeigen die Stadt an ( Südkurier, 26.09.08)

Rickenbach (BW)

bild
 11.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Funnelsichtung im Bereich einer Böenfront südlich von Rickenbach. Schäden im betreffenden Bereich, dazu aus einer Meldung des Südkurier vom 12.07.08: "Zahlreiche Einsätze hatte die Feuerwehr auch in Rickenbach. Zwischen Rippolingen und Schweikhof seien Autos unter Bäumen begraben worden, berichtete Gesamtkommandant Bernhard Portele: "Zum Glück konnten die Menschen rechtzeitig aus ihren Autos flüchten. Es ist niemand verletzt worden." Unter anderem waren auf dieser Strecke auch zwei Sattenschlepper von umgestürzten Bäumen eingeschlossen. Ein Feuerwehrmann berichtete, dass durch eine Windhose an einer Stelle 10 bis 12 "riesige Bäume" gefällt worden seien. Auch zwischen Willaringen und Egg, sowie am Eggberg lagen Bäume über die Straße."

Fotos des Funnels bei Rickenbach
Unwetter wütet am Hochrhein ( Südkurier, 12.07.08)

Tuttlingen (BW)

 11.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Dazu eine Meldung der Schwäbischen Zeitung: "Windhose beschädigt Autos, Bäume und Dächer - TUTTLINGEN (mö) Eine Windhose hat am Freitagnachmittag in Tuttlingen erheblichen Schaden angerichet: Etwa 100 Dächer wurden beschädigt. Mehr als 20 Bäume wurden entwurzelt. Eine unbekannte Anzahl von Autos wurde durch herunterfallende Äste beschädigt. Die Gesamtsumme des Schadens ist bisher unbekannt. Menschen wurden nicht verletzt." Nach den vorliegenden Berichten handelte es sich vermutlich eher um einen Downburst.

Tornado bei Tuttlingen (Schw. Alb) ? ( WZ-Forum)
Windhose beschädigt Autos, Bäume und Dächer ( Schwäbische Zeitung, 11.07.08)
Windhose beschädigt über 100 Häuser ( Schwäbische Zeitung, 12.07.08)
Juni

Langenrain (BW),
Uhldingen-Mühlhofen (BW),
Baitenhausen (BW)

 29.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:00 und 20:10 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden auf der Halbinsel Bodanrück nördlich von Konstanz, beginnend in Langenrain über Wallhausen bis nach Dingelsdorf. Die Schäden setzen sich dann auf der anderen Seite des Überlinger Sees fort mit Verfrachtungen. Die Schäden sind größtenteils flächig verstreut, konzentrieren sich aber im Bereich Uhldingen - Baitenhausen auf einen engeren Bereich. Einige Augenzeugen berichten über Rotation, ein konkreter Hinweis auf einen Tornado liegt aber derzeit nicht vor und zumindest im Bereich des Bodanrück wurden die Schäden sehr wahrscheinlich durch einen oder mehrere Microbursts ausgelöst. In Baitenhausen machte ein Anwohner beim SWR diese Aussage: "Ein Bekannter von uns hat gesagt, er hat vom Ort drüben gesehen, dass eine richtige Windhose über uns war, also so ein drehendes Luftgebilde." Zudem liegen einige Shadensmeldungen vor, die im Bereich Baitenhausen für einen Tornado als Ursache sprechen. Der Südkurier berichtet am 30.06.08: "Eigentlich steht zu diesem Zeitpunkt die Sonne am Himmel. ?Es war aber pechschwarz", beschreibt Anette Scholz. ?Die Gegenstände flogen durch die Luft. Wie Geschosse. Ich dachte, so etwas gibt es nur in Amerika bei einem Tornado." Und dann fällt der Strom aus."

Fotos der Schäden bei Baitenhausen
Wet Microbursts am Bodensee ( Schweizer Sturmforum)
Unwetter: Baitenhausen brutal getroffen ( Südkurier, 30.06.08)
Zelt des Musikvereins zerfetzt ( Südkurier, 30.06.08)
"So etwas gibt es nur in Amerika" ( Südkurier, 30.06.08)
Hagel und Regen richten große Schäden an ( SWR, 30.06.08)
Landesschau Baden-Württemberg ( SWR, 30.06.08)
Unwetter entwurzelt Bäume am Bodensee ( PR Inside, 30.06.08)
Unwetter entwurzelt Bäume am Bodensee ( PR Inside, 30.06.08)
Unwetter vernichtet 10.000 Tonnen Obst ( SWR, 01.07.08)
Video des Unwetters in Meersburg, Teil 1 ( YouTube)
Video des Unwetters in Meersburg, Teil 1 ( YouTube)
Schäden in Baitenhausen ( YouTube)

Bestenheid (BW)

 25.06.2008 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Funnelsichtung von der Autobahn A3 Frankfurt - Würzburg in Höhe Esselbach in Richtung Südwesten bis Süden. Windmessung mit 180 km/h in Wertheim-Bestenheid, dort erhebliche Schäden in einem etwa 2 Kilometer langen und bis zu 100 Meter breiten Bereich.

Weiss jemand mehr über die 180km/h Boe in Rheinland-Pfalz? ( WZ-Forum)
Heftige Sturmschäden nach Unwetter in Wertheim-Bestenheid ( WZ-Forum)
Schäden in Wertheim-Bestenheid
Nach fünf Minuten war alles anders ( Fränkische Nachrichten, 27.06.08, ca. 500 KB)

Stein (BW)

 23.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:30 Uhr MESZ in der Nacht zum 23.06.2008. Alamierung der Feuerwehr ab 01:37 Uhr. Schäden an zahlreichen Bäumen und an zwei Dächern (Dachziegel heruntergerissen) in Hechingen-Stein. Nach einem Bericht des Schwarzwälder Boten vom 02.07.08 trat ein Tornado auf.

Mönchweiler (BW)

bild
 14.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 11:08 bis 11:18 Uhr MESZ. Funnelsichtung von Villingen aus in Richtung Nord bis Nordnordwest und von Weilersbach in Richtung Westen. Über einen Bodenkontakt im Bereich östlich bis südöstlich von Mönchweiler ist derzeit nichts bekannt. Der Funnel war weithin sichtbar und konnte im gesamten Bereich von St. Georgen bis nach Sunthausen (südöstlich von Bad Dürrheim) beobachtet werden.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Genaue Einordnung der Beobachtungen
(Auszug aus Google Maps)
Funnelbeobachtung in Villingen
Funnelbeobachtung in Obereschach
Funnelbeobachtung in St. Georgen
14.06.2008 Funnel bei Bad Dürrheim ( WZ-Forum)
Tornado über Villingen gesichtet ( Südkurier, 15.06.08)
Windhose über Weilersbach ( Schwarzwälder Bote, 16.06.08)
St. Georgen: Tornado bewegt ( Südkurier, 17.06.08)
Doch nur ein Tornado ( Südkurier, 18.06.08)
Zahlreiche weitere Bilder ( Südkurier)

Malsch (BW)

bild
 08.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds im Bereich Malsch (Landkreis Karlsruhe) oder etwas westlich bis nordwestlich davon. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelbeobachtung im Raum Malsch

Irslingen (BW)

bild
 03.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 20:25 Uhr MESZ. Funnel von Dormettingen aus in Richtung Westen beobachtet und fotografiert.

Foto des Funnels

Gösslingen (BW)

bild
 03.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 20:15 Uhr MESZ. Funnel von Dormettingen aus in Richtung Westen beobachtet und fotografiert.

Foto des Funnels
Mai
April

Rosenfeld (BW)

bild
 23.04.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:45 bis 18:50 Uhr MESZ. Dieser Schlauch reichte so weit hinab, dass von Bodenkontakt und damit von einem Tornado auszugehen ist. Der genaue Ort ist nicht bekannt. In der Nähe des in Frage kommenden Bereiches um Rosenfeld - Schömberg wurde nach einem Bericht des Zollernalbkurier vom 24.04.08 die Bundesstraße B27 zwischen Dotternhausen und Schömberg durch Hagel und Starkregen unter Wasser gesetzt, sie musste für etwa zwei Stunden gesperrt werden. In Schömberg und Schörzingen gab es Überschwemmungen und voll gelaufene Keller. Besonders schlimm betroffen war der Ort Dautmergen: Eine dichte Hageldecke verstopfte die Abflüsse, Wasser und Hagel flossen direkt in den Bach Schlichem, der über die Ufer trat.

Bericht zum Tornado bei Rosenfeld
Tornado Rosenfeld ( Skywarn)
Tornado in Rosenfeld ( WZ-Forum)
Tornadovideo im RTl-Wetter ( RTL, 24.04.08)
Starkregen: Straßen überflutet - Keller liefen voll ( NRWZ, 23.04.08)
Einsätze ( Feuerwehr Deilingen)
März

Teningen (BW)

 21.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 18:00 Uhr MEZ. Schäden an zwei Dächern durch ein lokales Windereignis unbekannter Art. Dazu ein Anwohner: "Es gab ganz plötzlich - wie angeknipst - eine gewaltige Sturmbö. Ich sah durchs Fenster, wie ganze Äste von einem nahestehenden Baum abbrachen und herumgewirbelt wurden. Dieser Spuk war nach höchstens 30 Sekunden wieder vorbei und es war fast wieder windstill." (Quelle: Manfred Gleditsch). Weiter östlich wurde nach einem Bericht der Badischen Zeitung vom 25.03.08 in der Alemannenstraße ein größerer Anhänger durch die Luft gewirbelt und beschädigte drei Autos. Augenzeugen berichteten, dass dieser Wirbel nur wenige Sekunden anhielt. Dabei wurde der Anhänger angehoben und zuerst über die Straße hinweg gegen einen PKW geschleudert, bevor er wieder zurück über die Straße flog und dort gegen zwei andere PKW geworfen wurde.

Hardheim (BW)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Innerhalb einer 4 Kilometer langen Schneise gab es Schäden an zahlreichen Bäumen: "Orkan riss eine Schneise der Verwüstung: Hardheim. Wieder hat es Hardheim besonders hart getroffen. "Am schlimmsten von allen Gemeinden in der Region", so die traurige Schadensbilanz von Oberforstrat Henner Niemann gestern Mittag. Orkan "Emma" hinterließ eine Schneise der Verwüstung im Erftal: Auf rund vier Kilometer Länge, komprimiert zwischen der Tierkörperbeseitigungsanstalt (ZTN), der Lindenmühle und der Wohlfahrtsmühle, liegen die Baumriesen kreuz und quer übereinander. Teils metertief entwurzelt, teils einfach umgeknickt. Die Kapelle bei der Wohlfahrtsmühle liegt in Trümmern. "Wir gehen von rund 10 000 Festmeter Sturmholz aus, das entspricht einem Jahreshieb", so der Leiter des Forstbetriebes Walldürn. "Für Hardheim bedeutet dies einen dramatischen Schaden und gravierenden Substanzverlust, weil die Bestände noch nicht hiebsreif waren."" (Quelle: Fränkische Nachrichten)

Orkan riss eine Schneise der Verwüstung ( Fränkische Nachrichten, 04.03.08)
"Emma" schlug eine Schneise der Verwüstung (Fotos) ( Fränkische Nachrichten, 04.03.08)

Neuzeilsheim (BW)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Doch auf dem Aussiedlerhof Neuzeilsheim, der zwischen Ladenburg und Heddesheim liegt, tobte sich der Orkan um so mächtiger aus. Auf dem Kippenhan-Hof richtete er geschätzte 250 000 Euro Schaden an, so der Architekt des Hofbesitzers. Eine Unterstellhalle für Pferde, in der 28 Boxen untergebracht sind, wurde total zerstört. Die Bauteile der Halle, die kilometerweit durch die Luft flogen, beschädigten auch das angrenzende Wohnhaus erheblich. Trotz des hohen finanziellen Schadens, sprach der Hofbesitzer Fritz Kippenhan noch von "Glück im Unglück", denn weder Menschen noch Pferde trugen Verletzungen davon. Das komplette, mehrere Tonnen schwere Dach der Boxenhalle wurde weggerissen. In Neuzeilsheim knickte "Emma" auch einen Strommast um, was wiederum zur Folge hatte, dass im benachbarten Heddesheim für mehrere Stunden der Strom ausfiel. Die Feuerwehr in Weinheim musste am Samstagmorgen auf der A5 mehrere umgestürzte Bäume beseitigen." (Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung)

Plötzlich ragte ein Ast durchs Dach in die Küche ( Rhein-Neckar-Zeitung, 03.03.08)

Bad Mergentheim (BW)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08:30 Uhr MEZ. Eine "Windhose" soll den Norden der Stadt Bad Mergentheim getroffen haben, dazu aus einer Pressemeldung: "Schwerpunkte waren dabei Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim. In beiden Orten tobten Windhosen, die eine Schneise der Verwüstung hinterließen. Den größten Schadensfall in Bad Mergentheim vermeldete man am Eintrittsort der Windhose bei der Gärtnerei Hock. Hier stürzten mehrere Fichten um, eine davon direkt auf das nahe Wohnhaus." (Quelle: Tauber-Zeitung) Die Feuerwehr Bad Mergentheim verzeichnete ab 08:30 Uhr 30 Einsätze.

Emma wetterte gehörig ( Tauber-Zeitung)

Tauberbischofsheim (BW)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08:30 Uhr MEZ. Aus einer Pressemeldung: "Schwerpunkte waren dabei Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim. In beiden Orten tobten Windhosen, die eine Schneise der Verwüstung hinterließen. [...] In der Kreisstadt trat die Windhose aus südwestlicher Richtung kommend in den Ort ein. In den Morgenstunden riss sie das aufgestellte große Festzelt beim Raiffeisencenter etwa 30 Meter mit sich. Das krachte anschließend auf Lichtmasten und Verkehrsschilder am E-Center und knickte diese ab. Allein im Lindenweg in Tauberbischofsheim knickten fünf Bäume um oder wurden entwurzelt. Einer davon fiel auf ein Garagendach." (Quelle: Tauber-Zeitung)

Emma wetterte gehörig ( Tauber-Zeitung)

Unterschüpf (BW)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08:20 Uhr MEZ. Es gab erhebliche Schäden am und auf dem Flugplatz Unterschüpf. Ein direkter Zusammenhang zum etwa 8 Kilometer östlich gelgenenen Fall in Bad Mergentheim ist unwahrscheinlich.

Bericht zum Tornadoverdacht in Unterschüpf
September

Asperg (BW)

 17.09.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:25 bis 19:26 Uhr MESZ, Feuerwehralarmierung um 19:28 Uhr MESZ. Nach Medienmeldungen wurden zahlreiche Dächer und Autos durch eine Windhose beschädigt, dazu die Stuttgarter Zeitung vom 18.09.07: "Tornado in Asperg: Windhose deckt Dächer ab und beschädigt Autos - Hoher Schaden. Asperg - Eine Windhose hat in Asperg (Kreis Ludwigsburg) am Montagabend mehrere Dächer abgedeckt und Autos beschädigt. Nach Angaben der Polizei entstand vermutlich ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Umherfliegende Teile und umgestürzte Bäume beschädigten mindestens 15 Autos. Der Wirbelsturm löste Dachziegel an etwa 25 Häusern, einige der Dächer wurden vollständig abgedeckt. Die Feuerwehr war bis spät in die Nacht im Einsatz, um die Schäden an den Häusern provisorisch zu reparieren. Verletzte gab es nicht."

Windhose bei Stuttgart (Wetterzentrale)
Tornadoverdacht Asperg (Skywarn)
Tornado in Asperg (Stuttgarter Zeitung, 18.09.07)
Unwetter im Südwesten - Tornado deckt Dächer ab (Südkurier, 18.09.07)
Windhose bei Stuttgart (Live-PR, 18.09.07)

In Minutenschnelle vorbeigefegt (Bietigheimer Zeitung, 19.09.07)
August

Engen (BW)

bild
 21.08.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Während des Forschungsprojektes COPS wurden im Hegau zwei Funnel gleichzeitig beobachtet und gefilmt. Da das Gelände frei einsehbar und kein Bodenkontakt erkennbar war, ist ein möglicher Bodenkontakt unwahrscheinlich.

Funnelsichtung bei Engen

Bonndorf im Schwarzwald (BW)

bild
 03.08.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Mehrere Augenzeugen haben einen recht breiten Schlauch beobachtet, der sehr weit bis nahe zum Boden herunterreichte und daher wahrscheinlich Bodenkontakt hatte.

Tornadoverdacht bei Bonndorf

Neuried (Ortenaukreis) (BW)

 02.08.2007 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 14:10 Uhr MESZ. Im Rahmen des internationalen Messexperiments COPS (Convective and Orographically-induced Precipitation Study) werden erstmals in Deutschland zwei mobile Radar-Systeme aus den USA betrieben, die so genannten Doppler-on-Wheels, die die Entwicklung von Gewittern beobachten. Damit konnte auch zum ersten Mal ein Tornado in Deutschland vermessen werden. Eine Trümmerwolke am Fuß des Rüssels wurde von den Wissenschaftlern beobachtet, über Schäden ist aber nichts weiter bekannt.

Tornadojäger erstmals in Deutschland (www.uni-protokolle.de)
Juli
Juni

Westerstetten (BW)

 21.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Mittagszeit. Nach einer Meldung der Südwest Presse soll eine Windhose Schäden angerichtet haben: "Westerstetten: Eine Windhose hat heute zur Mittagszeit offenbar in Westerstetten gewütet. Das meldet die Wetterstation Stötten. Ein kleiner Tornado hat nach ersten Informationen in der Gemeinde im Alb-Donau-Kreis Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Erscheinungsdatum: Donnerstag 21.06.2007 14:33 Uhr"

Hubertshofen (BW)

bild
 10.06.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 13:25 bis 13:30 Uhr MESZ. Der Tornado trat im Bereich Hubertshofen - Waldhausen, westlich von Donaueschingen auf. In Hubertshofen wurden Dächer beschädigt, ein Baum stürzte um. Zahlreiche Augenzeugen konnten den schmalen Schlauch von Diitishausen, Bräunlingen, Hüfingen und Vöhrenbach aus beobachten und fotografieren.

Tornado in Hubertshofen
Februar

Oberlauchringen (BW)

 24.02.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MEZ. In Oberlauchringen bei Waldshut-Tiengen soll eine Windhose aufgetreten sein, Zitat aus dem Südkurier: "Vermutlich eine Windhose riss Dachziegel von rund 15 Gebäuden mit und entwurzelte mehrere Bäume. Menschen kamen nicht zu Schaden ... Von dem Unwetter, das am Samstagnachmittag nahe der Ortsmitte von Oberlauchringen tobte, waren die Alte Rathausstraße und die Kirchstraße betroffen. Bei der Feuerwehr Lauchringen ging der Alarm gegen 14.35 Uhr ein." Allerdings liegen keine Augenzeugenberichte eines Tornadoschlauches vor.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Windhose reißt Hausdächer auf (Südkurier, 26.02.07)
Windhose in Oberlauchringen? (Schweizer Sturmforum)
August

Eppingen (BW)

bild
 27.08.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 17:55 bis 18:07 Uhr MESZ im Westen des Kreises Heilbronn. Fotos und Videoaufnahmen des Tornados liegen vor. Es gab Schäden an mehr als einem dutzend Hausdächern sowie einem Tankstellendach. Der Tornado zog an diesem Sonntagabend unter anderem über den Parkplatz eines Supermarktes und riss hier ein Häuschen für Einkaufswagen mit. Von einem Recyclinghof wurden fast 500 kg schwere Wertstoffcontainer in die Nachbarschaft transportiert. Ob ein zweiter Trichter Bodenkontakt hatte, ist nicht sicher.

Fotos/Videos des Tornados von D.Gießmann
Foto des Tornados von Jörg Lindenau
Tornado über Eppingen (Wetterzentrale)
Windhose deckt mehrere Dächer ab (Feuerwehr Eppingen)
Wirbelsturm fegt quer durch Eppingen (stimme.de)

Plankstadt (BW)

bild
 13.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 15 und 16 Uhr MESZ. Gut ausgeprägter Schlauch beobachtet und fotografiert, über einen möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht bei Mannheim

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 04.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 09 bis 11 Uhr MESZ. Über dem Osten des Bodensees lag eine stationäre Gewitterzelle, in deren Bereich sich Tornados über dem See (Wasserhosen) ausbildeten. Zeitweise waren drei Tornados gleichzeitig zu sehen.

Fotos von Günther Salzmann (Salzmann)
Wasserhose (n) Bodensee 4. August 2006 (Schweizer Sturmforum)
Wasserhose über dem Bodensee (SF Meteo)
Fotos und Video von Irene und Wolfgang Schrunner (Wetterwarte Süd)
Der «Rüssel» des Bodensees (Blick Online)
Wassertornado über dem Bodensee (20minuten)

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 04.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 09 bis 11 Uhr MESZ. Über dem Osten des Bodensees lag eine stationäre Gewitterzelle, in deren Bereich sich Tornados über dem See (Wasserhosen) ausbildeten. Zeitweise waren drei Tornados gleichzeitig zu sehen.

Fotos von Günther Salzmann (Salzmann)
Wasserhose (n) Bodensee 4. August 2006 (Schweizer Sturmforum)
Wasserhose über dem Bodensee (SF Meteo)
Fotos und Video von Irene und Wolfgang Schrunner (Wetterwarte Süd)
Der «Rüssel» des Bodensees (Blick Online)
Wassertornado über dem Bodensee (20minuten)

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

bild
 04.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 09 bis 11 Uhr MESZ. Über dem Osten des Bodensees lag eine stationäre Gewitterzelle, in deren Bereich sich Tornados über dem See (Wasserhosen) ausbildeten. Zeitweise waren drei Tornados gleichzeitig zu sehen.

Fotos von Günther Salzmann (Salzmann)
Wasserhose (n) Bodensee 4. August 2006 (Schweizer Sturmforum)
Wasserhose über dem Bodensee (SF Meteo)
Fotos und Video von Irene und Wolfgang Schrunner (Wetterwarte Süd)
Der «Rüssel» des Bodensees (Blick Online)
Wassertornado über dem Bodensee (20minuten)

Kupferzell (BW)

 03.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:25 und 17:05 Uhr MESZ, im Südosten des Hohenlohekreises (Künzelsau). Zwei Funnel gemeldet, der zweite hatte etwa 2 Kilometer entfernt von Kupferzell auf Höhe der Autobahn A6 Heilbronn-Nürnberg wahrscheinlich Bodenkontakt, Augenzeugen konnten diesen beobachten.

Heimsheim (BW)

 03.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:25 Uhr MESZ, im Südosten des Landkreises Pforzheim, zwischen Friolzheim und Heimsheim. Funnel beobachtet und fotografiert, langer schmaler und glatter Schlauch reichte bis etwa 100-150 Meter über dem Boden herunter, Bodenkontakt nicht bekannt.

Tornado bei Pforzheim (Wetterzentrale)
Juli

Hambrücken (BW)

 22.07.2006 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: etwa zwischen 14:30 und 15:15 Uhr, Kreis Karlsruhe. Schäden an vielen Häusern und in Wäldern gemeldet. Ein Mann stürzte bei den Sicherungsarbeiten von einem Dach und wurde schwer verletzt. Dass es sich tatsächlich um einen Tornado handelte, ist sehr unwahrscheinlich. Die Untersuchungsergebnisse sprechen deutlich gegen einen Tornado. Das scheinbar komplexe Fallmuster der Bäume im Bereich des Grillplatzes (siehe Schadensanalyse von Steve Baka) erwies sich dann doch nicht als solches.

Analysen der Schäden:
Schadensanalyse Tornadoverdacht Hambrücken (Steve Baka, WZ)
Update: Tornado/Downburst Hambrücken (Steve Baka, Wetterzentrale)
Kleine Analyse zu Hambrücken (Christian Huber und Mathias Essig, WZ)

Medienberichte und weitere Meldungen:
Landkreis von Tornado heimgesucht (ka-news)
Tornado zieht Schneise der Verwüstung durch Ort (Nonstopnews)
Bildergalerie: Tornado zieht Schneise der Verwüstung durch Ort (Nonstopnews)
Tornado tobt über Hambrücken (n-tv, 23.07.06)
Bilder Tornadoverdacht Hambrücken (Wetterzentrale)
Tornado-/Tornadoverdachtsfall bei mir im Ort (Wetterzentrale)
Tornadoverdacht!? aus UWZ (Wetterzentrale)
SWR3: Hinweis Windhose im Raum KA (Wetterzentrale)
Tornado über Süddeutschland (Abendblatt, 24.07.06)

Stuttgart (BW)

bild
 08.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:54 Uhr MESZ. Ein schmaler, langer schlauchartiger Funnel wurde beobachtet. Über einen möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornadoverdacht Stuttgart
Juni
März

Wangen im Allgäu (BW)

bild
 10.03.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Kurz vor 14 Uhr zog von Westen her ein kräftiger Schauer zum Allgäu. Auf einem Webcambild entdeckte Bernd Madlener ein verdächtiges Gebilde. Ob hier tatsächlich ein Tornado aufgetreten ist, ist sehr unsicher. Es kann sich auch einfach um fallenden Niederschlag gehandelt haben, der auf der Webcam abgebildet wurde.

Tornado in Wangen?
Februar
Oktober
September

Bermaringen (BW)

bild
 01.09.2005 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Der Tornado bei Dornstadt, nordwestlich von Ulm, wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet und fotografiert. Er entstand gegen 13:19 Uhr und hielt sich mindestens 5 bis 6 Minuten. Dazu ein Augenzeuge: "Ich war dabei, als sich der Tornado bildete und sich absenkte. Der Tornado hatte damals am östlichen Ortsrand von Bermaringen in der Nähe der Bollinger Straße Bodenkontakt und zog Richtung Nordosten. Er durchpflügte ein Maisfeld. Die Schneise die der Tornado hinterlies war ziemlich breit und lang. Überall lagen damals Maispflanzen, Äste und sonstiges herum. Ich konnte damals den Tornado sehr gut beobachten, da ich am Ortsrand arbeitete und damit einen direkten Blick darauf hatte."

Fotos des Tornados von Albrecht Schmitt (ca. 600 KB)
Fotos des Tornados von Markus Fulde
Fotos des Tornados von Reinhard Monno (ca. 1.4 MB)
Diskussion im Forum der Wetterzentrale
Juli

Todtmoos (BW)

 29.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung des Südkuriers ist eine Windhose aufgetreten: "Spur der Verwüstung - Wehren unterstützt. Im Katastropheneinsatz waren auch der Todtmooser Bauhof und der Forst. Einen Schock gab es vor allem beim Dorffestkomitee. Eine Windhose fegte durch das bereits aufgebaute Budendorf und zerstörte die Hütten des Musikvereins Todtmoos-Weg, des SV Todtmoos, des Skiclubs und den Weinbrunnen."

Münstertal / Schwarzwald (BW)

 29.07.2005 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr. In Münstertal (Schwarzwald) selbst gab es am späten Nachmittag erhebliche Schäden an einigen Häusern, auch außerhalb zeichnete sich eine deutliche Schneise ab. Über weitere mögliche Tornados im Schwarzwald wurde in den Medien berichtet.
Sturmschäden im Münstertal eher nicht-tornadisch? von Martin Hubrig (WZ
Golfball-Hagel und evtl. Tornado in BW
Tornadoverdacht
Tornado nördl. Basel 29.07.2005? (Schweizer Sturmforum)
Bericht zum Tornado in Münstertal/ Schwarzwald
Fotos der Schäden bei Münstertal (Benjamin Mucks)
Auslöser war vermutlich die HP-Superzelle (Michael Graf)
Einsatzbilder des THW (THW Breisach)
Bildergalerie zu den Schäden (Südkurier, 01.08.05)

Gammertingen (BW)

bild
 08.07.2005 / Stärke (F0) Bestätigt
Der schwache Tornado trat zwischen Gammertingen und Neufra (Landkreis Sigmaringen) auf. Bodenkontakt bestand lediglich auf freier Fläche über eine Strecke von ca. 100m.

Tornado bei Gammertingen

Winnenden (BW)

 04.07.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Von Schwaikheim aus konnte Martin Schima ab 19:07 Uhr MESZ diesen Tornado filmen. Er trat bei Winnenden, nordöstlich von Stuttgart, auf. Die Analyse der Schäden läuft, mehr dazu folgt demnächst.
Video des mutmaßlichen Tornados (ca. 4 MB)
Zeitraffer-Video des mutmaßlichen Tornados (ca. 2.4 MB)
Diskussion zu den Tornadovideos im Forum der Wetterzentrale
Tornado über Winnenden/Backnang gefilmt
Video der Böenfront vor dem Tornado (ca. 1.1 MB)
Bilder der Böenfront am 04.07.05 bei Buoch
Tornadorüssel senkt sich über Schwaikheim (Stuttgarter Zeitung, 06.07.05, ca. 550 KB)
Juni

Tuningen (BW)

 29.06.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Eine frei stehende Scheune an der Küfergasse im Südosten von Tuningen wurde zerstört und die Trümmer teilweise verfrachtet. Ein Dachteil steckte in einem Baum. weitere Trümmerteile flogen teils mehrere hundert Meter bis zur Autobahn A81. Außerdem gab es einige Schäden an Bäumen. Ein Augenzeuge beobachtete den Tornado von der Autobahn aus.

Tuningen - Nachrichten und Bilder 2005 (Suchmaschine Tuningen)
Einsatz am 29.06.2005 (Feuerwehr Tuningen)

Neckartenzlingen (BW)

 29.06.2005 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Augenzeugen beobachteten einen Tornado nahe Neckartenzlingen. Über das Ausmaß der Schäden ist nichts bekannt.

Kornwestheim (BW)

bild
 25.06.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Ein Tornado hat sich nach mehreren Augenzeugenberichten gegen 14:45 Uhr gebildet. Ein Foto entstand während der Entstehung.

Weisweil (Breisgau) (BW)

 22.06.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht sicher. Nach einer Meldung des Südkuriers vom 23.06.05 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Weltuntergang im Klettgau: (...) lag. Bühl blieb weitgehend verschont. Das Unwetter unterbrach in Riedern a. S. die Straßenverbindungen zur Außenwelt. In Weisweil kam noch eine Windhose hinzu, die 50 Ar Wald zu Boden drückte. Außerdem stürzten Stallungen ein, gaben Häuserwände den Wassermassen nach. Überall entwickelten sich kleinere ..."
Mai

Reutlingen (BW)

bild
 05.05.2005 / Stärke (F0) Bestätigt
In eingeflossener polarer Kaltluft bilden sich an diesem Tag über dem Südwesten Deutschlands verbreitet Schauer, die nur vereinzelt gewittrig waren. Über dem Reutlinger Stadtteil Sondelfingen entstand dieser langlebige Wirbel, der über 10 bis 15 Minuten hinweg von zahlreichen Augenzeugen beobachtet werden konnte. Einige von ihnen berichteten auch über Bodenkontakt und schwankende Bäume. Über Schäden ist nichts bekannt.

TND oder Funnel über RT!!! (Marco Kaschuba)
Erste Bilder vom F0 aus Reutlingen
Weitere Bilder aus Reutlingen
Homepage von Marco Kaschuba
Foto und Bericht von Armin Fischer
Meteorologisches Umfeld des Reutlinger Tornados (Matthias Jaeneke, WZ)
Analyse Tornadolage 05.05.05 von Stefan Hörmann
Wirbel über Sondelfingen (Reutlinger General-Anzeiger)

Gutenzell-Hürbel (BW)

bild
 05.05.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ein Funnel in Form eines langgestreckten, dünnen Schlauches wurde beobachtet und fotografiert, Bodenkontakt ist dabei nicht ausgeschlossen.
November
September

Haltingen (BW)

 24.09.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud gemeldet. (Quelle: Paul King)
August

Lobenfeld (BW)

 31.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Das genaue Datum ist nicht bekannt. In Lobenfeld (ca. 15 km südöstlich von Heidelberg im Rhein-Neckar-Kreis) soll Ende August im Bereich Kloster ein schwacher Tornado durchgezogen sein. Hier gab es Sachschäden: Heruntergestürzte Dachziegel, umgestürzte bzw. gespaltene Äste; Blumenampeln und Gartenstühle, die kreuz und quer über das Areal verteilt waren.

Münsingen (BW)

 07.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Christoph Gatzen)
Juli

Münzdorf (BW)

 08.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Von der Schweiz aus zogen mehrere kräftige Gewitterzellen mit teilweise extremem Hagel über Teile Süddeutschlands hinweg. Ob dabei in Münzdorf im Kreis Reutlingen ein Tornado auftrat, ist nicht klar. Mehr auch im Schadensbericht Reutlinger Alb von Marco Kaschuba.
Juni

Hegne (BW)

 11.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Michael Graf)

Friedrichsdorf (BW)

 10.06.2004 / Stärke (F2) Bestätigt
Vor einer aus Westen heranrückenden Kaltfront bildeten sich über Nordfrankreich zwei Gewittercluster, die über Rheinland-Pfalz sowie das südliche Hessen und das nördlichste Baden-Württemberg nach Thüringen und Franken zogen. In dem Zusammenhang wurde im Odenwald eine Schneise ermittelt, die eindeutig auf einen Tornado zurückzuführen ist.

Nachbetrachtung der Schwergewitterlage von Marco Puckert
Mai

Mundingen (BW)

 31.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Schwacher Tornado gemeldet, keine signifikanten Auswirkungen am Boden bekannt. (Quelle: Steffen Stökler)

Pfraunstetten (BW)

 31.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer zweiten Funnelcloud. Bericht des Beobachters: "Gegen 12:15 Uhr entwickelte sich nordöstlich von Ehingen eine gut ausgebildete Schauerzelle, zunächst mit hoher und sehr strukturierter Basis. Ich fuhr von Ehingen Richtung Öpfingen, als sich die Basis plötzlich absenkte und rasch an Kontur verlor. Zwischen Öpfingen und Pfraunstetten sah ich während des Fahrens, wie sich aus der Basis heraus eine Warze bildete (12:20 Uhr), aus der nur wenig später ein gigantischer Funnel entstand. Sehr dünn geschlängelt, also gut auskondensiert, bis etwa zur Hälfte des Horizonts herab. Bodenkontakt konnte nicht festgestellt werden. Leider konnte ich die beste, nur wenige Sekunden andauernde Phase nicht festhalten. Während dieser Sekunden entstand in der Nähe des ersten Funnels eine kleinere Schwesterfunnel, welcher aber sehr schnell verwirbelte.
Ehingen, 25km von Ulm weg " (Quelle: Stefan Hörmann)

Funnel Cloud (Wetterzentrale)

Pfraunstetten (BW)

 31.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud. Bericht des Beobachters: "Gegen 12:15 Uhr entwickelte sich nordöstlich von Ehingen eine gut ausgebildete Schauerzelle, zunächst mit hoher und sehr strukturierter Basis. Ich fuhr von Ehingen Richtung Öpfingen, als sich die Basis plötzlich absenkte und rasch an Kontur verlor. Zwischen Öpfingen und Pfraunstetten sah ich während des Fahrens, wie sich aus der Basis heraus eine Warze bildete (12:20 Uhr), aus der nur wenig später ein gigantischer Funnel entstand. Sehr dünn geschlängelt, also gut auskondensiert, bis etwa zur Hälfte des Horizonts herab. Bodenkontakt konnte nicht festgestellt werden. Leider konnte ich die beste, nur wenige Sekunden andauernde Phase nicht festhalten. Während dieser Sekunden entstand in der Nähe des ersten Funnels eine kleinere Schwesterfunnel, welcher aber sehr schnell verwirbelte.
Ehingen, 25km von Ulm weg " (Quelle: Stefan Hörmann)

Funnel Cloud (Wetterzentrale)
April

Rottenacker (BW)
[Region: Rottenacker Ried]

 19.04.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Schwacher Tornado beobachtet, bereits bei Untermarchtal / Munderkingen Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Steffen Stökler)

Feuerbach (BW)

 17.04.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Schwacher Tornado von zwei Augenzeugen beobachtet.
September

Bad Säckingen (BW)

 13.09.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Trichterwolke bei Bad Säckingen gegen 19:05 Uhr, Zugrichtung von NO nach SW. Zellen entwickelten sich in einem Kaltlufttropfen. Trichterwolke hing aus einem wallcloud ähnlichen Gebilde heraus. Augenzeuge: Thies Stillahn" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)
August

Kressbronn (BW)

 29.08.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
In der Nacht vom 28. zum 29. August zog gegen 00:34 Uhr MESZ ein Sturm vom Bodensee bei Kressbronn auf das Land und richtete hier in einer schmalen und mehr als einen Kilometer langen Schneise erhebliche Schäden an: "In der Nacht zum 29. August verursachte ein Tornado in Kressbronn-Gohren (Bodensee) Schäden in Höhe von etwa 1 Mio. Euro." (Quelle: Sturmdokumentation Deutschland, Deutsche Rück)

Tornado in Kressbronn (Wetterzentrale)
Windhose verwüstet Yachthafen in Kressbronn-Gohren (Yacht Online)
Sturmwarnung am Bodensee (Yacht-Forum)
Juli

Moos (BW)
[Region: Halbinsel Höri]

 31.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Genaues Datum nicht bekannt. Dazu ein Augenzeugenbericht: "Im extrem heißen Sommer 2003, Juli, haben wir zu zweit an einem extrem heißen 40 Grad-Wochenende-Nachmittag von Ufer des Bodensees im Ort Allensbach einen wirklich ansehlich großen, mittelbraunen (schlammbraunen, schmutzigbraunen) Tornadorüssel über dem Berg Höri jenseits des Bodensees beobachtet. Leider haben wir - fasziniert und ungläubig - nicht fotografiert. Wir waren völig verblüfft, weil wir so etwas noch nie zuvor gesehen hatten. Beobachtungsdauer ca. 10 Minuten. Der Rüssel kam aus der darüberhängenden riesigen schwarzgrauen (Gewitter?)Wolke etwa oberhalb von Moos; wir haben gesehen, wie er sich nach unten verlängerte, aufkam und sich dann den ganzen Bergkamm entlang durch das einsame Waldgebiet auf dem Berg oben nach links (= Südwesten) bewegte. Er löste sich am Ende des Berges auf. Gespenstisch und keineswegs klein! Vielleicht haben Sie ja Hinweise, dass diesen eindrucksvollen Tornado in unseren Breiten damals noch jemand anderes als nur wir gesehen hat. Möglich ist das gut, weil er vom anderen Seeufer und wahrscheinlich auch von der Schweiz und der Insel Reichenau aus, eventuell auch von Radolfzell so gut zu sehen war. Ich war erstaunt, dass danach nichts in der Zeitung stand dazu."

Gottersdorf (BW)

 17.07.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Leichte Schäden in Gottersdorf und im nahe gelegenen Freilichtmuseum. (Quelle: u.a. Rhein-Neckar Zeitung, 18.07.2003)

Pforzheim (BW)

 08.07.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine Windhose soll gegen 16:00 Uhr MESZ im Bahnhof von Pforzheim Schäden angerichtet haben. Beim Aufzug eines Schauers/Gewitters entstand im Bahnhofsbereich plötzlich ein Wirbel, der zunächst Blätter und Papier emporriss und dann Teile des Bahnhofsdaches abhob und auf Gleise und Bahnsteige verteilte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Wirbel zog noch bis zum Busbahnhof, wo er sich wieder auflöste.
Juni

Villingen (BW)

 27.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Augenzeuge Harald Wössner)

Oberstadion (BW)

 24.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Augenzeuge Steffen Stökler)

Allensbach (BW)

 15.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud nördlich von Allensbach (Augenzeuge: Michael Graf)

Allensbach (BW)

 15.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud östlich von Allensbach (Augenzeuge: Michael Graf)

Munderkingen (BW)

 14.06.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
Im Bereich einer Wallcloud wurde ein Funnel beobachtet. In einem Feld an der betreffenden Stelle wurden entsprechende Verwüstungen vorgefunden. (Quelle: Steffen Stökler, Wetterwarte Süd)

Kiebingen (BW),
Bühl (BW)

 14.06.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Sehr schwacher Tornado? Beobachtung einer Funnelcloud, aber kein signifikanter Bodenkontakt bekannt. (Quelle: Augenzeuge Hr. Neugebauer, Wetterwarte Süd)

Lustnau (BW),
Waldhausen (BW),
Bebenhausen (BW)

 12.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MESZ. Dicht nordöstlich von Tübingen wurde im Bereich zwischen Lustnau und Bebenhausen eine bis zu 4 Kilometer lange und nur 10 bis 20 Meter breite Schneise im Wald festgestellt. Die Schäden lassen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Tornado schließen, der hier gegen 20:15 Uhr MESZ aufgetreten sein dürfte.

Schadensfotos von Daniel Schalberger
Schadensbegutachtung, kurze Wetteranalyse von Marco Kaschuba
Mai

Balingen (BW)

 31.05.2003 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Beobachtung einer Funnelcloud (Video), rotierende Wolkenfetzen bis zum Boden hinab reichend (Quelle: Skywarn)

Metzingen (BW)

 19.05.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud nördlich von Metzingen (Quelle: Zwei Skywarn-Beobachter)

Ehingen (BW)

 11.05.2003 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Steffen Stökler, Skywarn)

Reutlingen (BW)

bild
 09.05.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser Tornado wurde gegen 16:55 Uhr MESZ gleich von mindestens drei Menschen gefilmt und damit sehr gut dokumentiert. Mehr dazu auf der Seite zum Tornado Reutlingen. Dazu auch der Bericht im WZ-Forum. Nähere Untersuchungen ergaben, dass der Tornado nur kurzzeitig Bodenkontakt hatte, mehr dazu in einem Bericht von Martin Hubrig Weitere Berichte folgen, darunter auch eine Sonderseite zum Reutlinger Tornado.

Tornado ín Deutschland Reutlingen 9. Mai 2003 (YouTube)
Januar

Pfraunstetten (BW)

 02.01.2003 / Stärke (F2) Bestätigt
Der Tornado zog innerhalb von ca. 15 Minuten über eine Strecke von etwa 8 Kilometern. Dabei richtete er in einer Wohnsiedlung in Pfraunstetten Schäden an. Zitat aus einer AP-Meldung: "Im Alb-Donau-Kreis riss eine Windhose Glasscheiben von einem Gewächshaus, eine Überlandleitung wurde abgerissen."

Windhose und Folgen: Passende Dachziegel fehlen (schwaebische.de)

Schluchsee (BW)
[Region: Blasiwald]

 02.01.2003 / Stärke (F2) Bestätigt
Zwischen 17:30 und 17:45 Uhr MEZ zog dieser Tornado von West nach Ost durch das Waldgebiet (Quelle: Willi Schmid, Meteoradar)
Oktober

Ketsch (Rhein) (BW)

 06.10.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
An diesem Tag zog ein starker Schauer von Mannheim in Richtung Kraichgau. Dazu die Beobachtung von Herrn Dr. Jochen Kissel:" Heute haben meine Frau und ich kurz vor 12h vom Emmertsgrund (140m über der Rheinebene) westwärts schauend eine Wolke beobachtet, die am unteren Ende einen Rüssel, wie eine Tornadowolke, entwickelt hat, der bis auf die Erde reichte. Im Fernglas erschien dieser Rüssel allerdings durchsichtig und ohne die Spuren von aufgewirbeltem Material (Entfernung ca. 12 km, Fernglas 18*50 mit Bildstabilisator). Nach einigen 10 Sekunden bildete sich der Rüssel zurück, um sich dann erneut, aber wesentlich schlanker, zur praktisch gleichen Stelle am Erdboden zuzubewegen. Nach ein paar Momenten verschwand der Rüssel endgültig. Dort wo er die Wolke erreichte, war eine heftige wirbelartige Bewegung in der Wolke zu erkennen."
August

Rohr (BW)
[Region: Rohrer Höhe]

 04.08.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
"Tornado auf der Rohrer Höhe bei Stuttgart gegen 17.00, Stärke T1, Zugrichtung von West nach Ost." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2002)
Juni

Villingen-Schwenningen (BW)

 23.06.2002 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: Gegen 00:55 Uhr MESZ. In einer Rundfunkmeldung wurde über eine Windhose südlich von Villingen-Schwenningen berichtet

Hemsbach (BW)

 20.06.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
"Am 21. Juli kam es zu Schäden in Baden-Württemberg und Bayern, ebenso bei den schweren (Hagel-)Gewittern am 23./24. Juni. Im Zuge dieser Gewitterserien wurden bei Calw, Heppenheim und Anschau/Eifel Tornados beobachtet." (Quelle: Sturmdokumentation Deutschland, Deutsche Rück). Ein Augenzeuge (Pilot) bestätigte den kurzzeitigen Bodenkontakt gegen 15:30 Uhr MESZ bei Hemsbach, südlich von Heppenheim.

Windhose bei Heppenheim (Wetterzentrale)
Tornado gestern bei Hemsbach (Wetterzentrale)

Altheim (BW)

bild
 09.06.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
Der schwache Tornado trat im Bereich Bräunisheim, Altheim, Weidenstetten auf der Schwäbischen Alb auf. Es gab nur geringe Schäden, Bodenkontakt ist gesichert. Der Tornado war weithin sichtbar, ein Foto aus dem ca. 12 Kilometer nordwestlich gelegenen Stötten mit den wichtigsten Daten dazu von Markus Michl.
September

Friedrichshafen (BW)

 07.09.2001 / Stärke (W) Bestätigt
Gegen 16:45 Uhr tauchte eine Wasserhose direkt vor Ost-Friedrichshafen (Rotachmündung) auf. Sie zog 10 Minuten lang über den Bodensee und wurde von mehreren Leuten beobachtet. Der Zeppelin NT, der hier seine Rundflüge macht, war nur ca. 500 Meter entfernt.
August

Giengen (BW)

 17.08.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
Einige Bäume wurden durch diesen Tornado umgeworfen, Gebäude wurden nicht beschädigt. Mehr dazu im ausführlichen Bericht von Thomas Vöhse
Juli

Weil am Rhein (BW)

 28.07.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser schwache Tornado trat am Nachmittag auf. (Quelle: Mark Vornhusen)
Juni

Bad Säckingen (BW)

 13.06.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Willi Schmid, Meteoradar)
Mai

Bernried (BW)

 20.05.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser Tornado richtete keine bekannten Schäden an. Fotos des Tornadoschlauches wurden allerdings von Felix Geis aufgenommen, sie sind bei Walter Stieglmair zu sehen.

Bergöschingen (BW),
Geißlingen (BW)

 12.05.2000 / Stärke (F0) Verdacht
Gegen 01:10 Uhr Beobachtung einer Funnelcloud bei starker Blitzaktivität (Quelle: W. Schmid, Meteoradar)
Dezember

Villingen-Schwenningen (BW)

 Jahr 1999 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1999 - Nach einer Meldung des Südkuriers vom 15.04.05 soll sechs Jahre zuvor eine Windhose aufgetreten sein: "..."gute und lausige sechs Monate" mit dem Kioskgeschäft. Sechs Einbrüche trugen zur Schmälerung des Gewinns bei. Zudem verwüstete vor sechs Jahren eine Windhose das gesamte Inventar. "Ich habe im Schwimmbad eine Generation aufwachsen sehen", sagte Karin Schlenker. Unverhohlen gesteht sie ein, dass ihr der ..."
September

Türkheim (BW)

 30.09.1999 / Stärke (F1) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat September 1999 - Aus einer Meldung der Schwäbische Zeitung vom 24.06.08: "Im Raum Geislingen wurde zuletzt Ende September 1999 eine solche örtlich sehr eng begrenzte Windhose bekannt: Am Türkheimer Ortsrand in Richtung Wittingen waren dort sechs Obstbäume entwurzelt worden. Der "Spuk", so berichtete damals ein Augenzeuge, habe nicht mal eine Minute gedauert."

Nellmersbach (BW)

 26.09.1999 / Stärke (F1) Bestätigt
Mehrere Häuser wurden beschädigt und die Stormversorgung unterbrochen, als gegen 17 Uhr der Tornado über die Gemeinde bei Backnang hinwegfegte (Quelle: Feuerwehr Leutenbach).
August

Ludwigshafen (BW)

 31.08.1999 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Sommer 1999, wahrscheinlich im August - Nach einem Bericht von Karl Wisseroth, Ludwigshafen, 2000, richtete dieser Tornado am Nachmittag in einer etwa 20 Meter breiten Schneise von West nach Ost Schäden an.
Juli
Juni

Waldshut-Tiengen (BW)

 02.06.1999 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Gegen 16 Uhr MESZ Beobachtung einer Funnelcloud ostnordöstlich von Basel und nordnordöstlich von Waldshut (Quelle: W. Schmid, Meteoradar)
Juli

Künzelsau (BW)

 30.07.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
"Künzelsau. Bäume wurden entwurzelt, Gartenstühle flogen 20 Meter durch die Luft, Hausdächer abgedeckt, Autosbeschädigt. Innerhalb von sekunden richtete eine Windhose gestern in Künzelsau Schäden in Höhe von mehreren 100 Tsd Mark an. Innerhalb von weniger als einer Minute war der Spuk vorbei. Von Südwesten kommend war die metereologisch "Klein-Trombe" genannte Windhose quer durch die Künzelsauer Innenstadt und den halben Galgenberg hinaufgerast, wo sie sich genauso schnell, wie sie sich gebildet hatte, wieder auflöste. Sie hinterließ eine 30 Meter breite Schneise der Verwüstung. Das in unseren Breiten ungewöhnliche Naturereignis enstand aufgrund großer, aber kleinräumiger Temperaturunterschiede, so der Deutsche Wetterdienst in Stuttgart." (Quelle: News aus Hohenlohe)

Newsarchiv 1998 (News aus Hohenlohe)
Juni

Sigmaringen (BW)

 21.06.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado nördlich von Sigmaringen ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998)
April

Hundersingen (BW)

 11.04.1997 / Stärke (F1) Bestätigt
"Um 13.15 Uhr (MEZ) wird am Ortsrand von Hundersingen eine Windhose beobachtet. Die Windhose (Durchmesser: ca. ein Meter) wirft etwa 20 Dachplatten eines Wohnhauses im Bohlerweg" (Quelle: Wetterwarte Süd)

Wetterdaten für April 1997 (Wetterwarte Süd, pdf)
August
Juli
September

Nußbach (BW)

 09.09.1995 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 9.September 1995 verwüstete eine Trombe in der Ortenau (Baden-Württemberg) einen großen Obstgarten. Innerhalb einiger Minuten wurden in einem etwa 1000m langen und 50m breiten Bereich knapp 30jährige Pflaumenbäume mit 30cm Stammdurchmesser umgeworfen, abgebrochen oder einfach aus dem Boden herausgerissen. Einer dieser etwa 8m hohen Bäume wurde 20m weggeschleudert! Ein Beobachter wurde durch "gefährlich klingendes Brausen" gewarnt und konnte sich vor dem rotierenden Wolkenschlauch gerade noch rechtzeitig retten - unter ein abgestelltes Auto." (Quelle: Kosmos Wetterjahr 1999, weitere Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998)

Trombe in der Ortenau (Wetterchronik)

Hausach (Schwarzwaldbahn) (BW)

 22.09.1993 / Stärke (F1) Verdacht
Nach Angaben von Forstämtern soll dieser Tornado aufgetreten sein (Quelle: TorDACH)
Juli

Iffezheim (BW),
Rastatt (BW)

 21.07.1992 / Stärke (F1) Bestätigt
An diesem Tag überquerte eine ausgeprägte Gewitterlinie ("Squall line") Baden-Württemberg. Sie löste Gewitterböen, Hagel und heftige Regenfälle aus. Nach einer Meldung der Badischen Neuesten Nachrichten und nach der Beilage 138/1995 zur Wetterkarte des DWD trat in Iffezheim und Rastatt ein Tornado auf.
Dezember
August

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 22.08.1988 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:30 Uhr MESZ. Die Wasserhose vor Langenargen war nach Beschreibungen sehr lang, zylinderförmig, leicht schräg. Sie konnte wahrscheinlich von einem Schiff aus fotografiert werden (Quellen: meteoradar.ch und Meteorologischer Kalender, 11/1998)

Königsbronn (BW)

 12.08.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Der mutmaßliche Tornado zog um 12 Uhr durch Königsbronn, von den Höhen bei Zang kommend, ins Brenztal durch Königsbronn, verschwand nach den vorliegenden Berichten wieder in den Wolken, um dann abermals ein paar Kilometer weiter nordöstlich über das Härtsfeld mit Bodenkontakt zu ziehen. Die Schadensspur war mit 50 bis 100 m Breite sehr eng begrenzt (Bericht von Thomas Vöhse)
Juli

Rheinhausen (BW)

 23.07.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einem Bericht der Zeitschrift "Der Schwarzwald", der Zeitschrift des Schwarzwaldvereins, I/89: "Ein Wirbelsturm hinterließ seine Spuren - Im Rheinauewald bei Rheinhausen entstand eine riesige Kahlfläche [...] Noch Monate nach dem Unwetter sieht es in manchen Teilen des Auewaldes bei Rheinhausen so aus, als ob ein Flugzeug in den Bestand gerast sei. Stattliche Pappeln sind auf halber Höhe abgeknickt. Nur noch die zersplitterten Stammreste ragen aus dem winterlich kahlen Unterholz. Die Hauptschadensfläche von rund 34 Hektar ist jedoch inzwischen abgeräumt. Es entstand eine riesige Kahlfläche, eine Schneise, die den Weg des Sturmes erkennen läßt. Ursache für diesen Schaden war ein ungewöhnlicher Gewittersturm am 23. Juli 1988, der innerhalb weniger Minuten im Rheinauewald des Forstbezirks Kenzingen zu verheerenden Schäden führte. [...] Der Gewittersturm muß sich, so rekonstruiert Forstpräsident Erwin Lauterwasser bei einem Ortstermin des Schadensereignis, auf dem Rhein zu einer mächtigen Windhose konzentriert haben. Der Wirbelsturm fegte sodann in den rund 40 Jahre alten Auewaldbestand und brach auf einer ziemlich genau begrenzten Schneise mächtige Bäume oder entwurzelte sie. [...]" Betroffen waren nach dem Bericht vor allem Pappeln, Eichen und Eschen.
März

Maisach (BW)

 25.03.1988 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz nach 15 Uhr MEZ. Dächer von 60 Häusern, Ampelanlagen und Autos beschädigt, Stromausfall, 4 Verletzte. Gesamtschaden: ca. 1 Mio. DM. Quellen: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998 sowie Tageszeitungen am folgenden Tag.
Juli

Calmbach (BW)

 23.07.1986 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. "Am 23.07.1986 warf und brach ein Tornado im Raum Calmbach, Nordschwarzwald auf einer 200-500 m breiten und ca. 10 km langen Bahn ca. 70.000 Fm Sturmholz und verursachte eine Kahlfläche von ca. 150 ha." (G. Kenk et al.: Natürliche Wiederbewaldung von Sturmwurfflächen? 1991).

Tornado bei Calmbach am 23.07.1986

Denzlingen (BW)

 22.07.1986 / Stärke (F0) Bestätigt
"Am 16. traten in einem Freibad in Offenbach/Main und am 22. in Denzlingen bei Freiburg i.Br. Tromben auf." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Juli 1986).
Mai

Weisenbach (BW)

 13.05.1986 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 21:00 Uhr fegte ein Tornado durch den Ort: "13. Mai: Unwetter in Weisenbach: Durch eine Windhose werden gegen 21:00 Uhr auf der linken Murgseite einige Qadratmeter Dachziegel von mehreren Häusern gefegt. Fensterscheiben zerspringen und Bäume werden herausgerissen. Autos werden durch die herabstürzenden Dachziegeln und Bäumen zum Teil stark beschädigt. Die Feuerwehr aus Weisenbach und Au sowie das Rote Kreuz sind mehrere Stunden im Einsatz." (Quelle: Chronik von Weisenbach)

Die Geschichte Weisenbachs (Gemeinde Weisenbach)

Bühl (BW),
Baden-Baden (BW)

 08.05.1985 / Stärke (F0) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht des Deutschen Wetterdienstes, Offenbach)
August

Schechingen (BW)

 03.08.1978 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MEZ. Etwa 70 Häuser wurden durch den Tornado zum Teil schwer beschädigt. Von einem Fertighaus standen nur noch einzelne Wände, das Dach und die Möbel wurden weit verfrachtet. Ein landwirtschaftliches Gebäude wurde teilweise zerstört. Ein Scheunendach flog etwa 600 Meter, Gartenmöbel bis etwa einen Kilometer. Sieben PKW wurden hochgehoben, ein VW-Käfer landete 150 Meter weiter auf einer Hecke. Durch Schechingen zog sich eine etwa 50 Meter breite und 600 Meter lange Schneise mit schwersten Schäden. Es gab sechs Leichtverletzte, aber keine Toten.

Echterdingen (BW),
Bernhausen (BW),
Esslingen am Neckar (BW)

 03.08.1978 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Die Verfasserin beobachtete am 3. August 1978 um 12.15 Uhr von Hohenheim aus einen Wirbelsturm, der über den Wäldern des Uhlbergs entstand und etwas südlicher über Echterdingen - Bernhausen nach Esslingen zog. In Hohenheim betrug 12.20 Uhr die Windstärke: 27.1 m/s)." (Quelle: Waltraud Düwel-Hößelbarth, Chronik der Hohenheimer Meteorologischen Beobachtungen der Jahre 1878 - 1977. Stuttgart. Mai 1982)
September

Bad Waldsee (BW)

 03.09.1975 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juni

Weisweil (Breisgau) (BW)

 23.06.1975 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung zu schweren Unwettern im Klettgau: "In Weisweil kam noch eine Windhose hinzu, die 50 Ar Wald zu Boden drückte. Außerdem stürzten Stallungen ein, gaben Häuserwände den Wassermassen nach." (Quelle: FF Schalbruch-Havert)

FF Schalbruch-Havert
August

Daisbach (BW)

 09.08.1972 / Stärke (F2) Verdacht
Sturmereignis in 74915 Daisbach. Dazu ein Betroffener: "Die Windhose ging quer über das Neubaugebiet in einer Breite von ca. 100 Metern. Viele Dächer und komplette Dachstühle wurden vom Wind weggerissen. Der Rest des Ortes hat nichts abbekommen." - Ein weiterer Anwohner: "Das Schwergewitter war mit großer Wucht in der Nacht über den kleinen Ort hinweg gezogen. Ich wohnte zur der besagten Zeit im Ortskern und wurde von den ersten schweren Böen und den Donnerschlägen der extremen Blitzfolge überrascht. Der Sturm drückte den Regen durch die geschlossenen Fenster unseres Wohnhauses. Schon die ersten Blitzschläge trennte die (damals übliche oberirdische) Stromversorgung an mehreren Straßenzügen im Ort. Die Straßen waren nach dem Wetter von ca. 20cm Hagel bedeckt. Am stärksten betroffen war die Schulstraße, Bergstraße und Kirchstraße (sog. Neubaugebiet). Teils waren komplette Dachstühle auf die Straße geschleudert und in benachbarten Gebäuden das Garagentor (Metall) von Dachbalken durchschlagen. Der Zug des Gewitters begann im benachbarten Ort Hoffenheim und setzte sich über Daisbach, Waibstadt bis nach Neckarbischofsheim fort." - Ob die nächtlichen Sturmschäden tatsächlich auf einen Tornado zurückzuführen sind oder auf eine heftige Gewitterböe, ist nicht klar.

Fotos der Schäden bei Daisbach
Juli

Grafenberg (Württemberg) (BW)

 25.07.1970 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Südwest Presse vom 10. August 2010, entnommen aus dem Zeitungsarchiv von 1970: "Die Windhose - Einen bösen Schreck bekamen am Samstagabend die Anwohner in der Kirchstraße in Grafenberg. Eine Windhose, ein seltenes Naturereignis, deckte gegen 19.45 Uhr innerhalb einer knappen Minute die Dächer von sechs Häusern und Scheunen ab, entwurzelte auf dem schmalen Streifen Bäume und richtete Verwüstungen in den Gärten an. Vor Kirche und Pfarrhaus hatte die Windhose gerade noch abgedreht. Der Schaden wird auf rund 20 000 Mark geschätzt."

IM ARCHIV GEBLÄTTERT vom 10. August (Südwest Presse, 10.08.10)

Ittersbach (BW),
Pforzheim (BW)

 10.07.1968 / Stärke (F4) Bestätigt
Der Tornado von Pforzheim ist wohl der bekannteste Tornado, der in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland gewütet hat. Er zog am Abend des 10. Juli über den Süden Pforzheims hinweg, insgesamt war die Zugbahn 30 Kilometer lang. Dabei entstanden Schäden in Höhe von rund 130 Mio. DM, und allein in Pforzheim wurden mehr als 2.000 Häuser beschädigt. Zwei Menschen kamen in Ottenhausen (westlich von Pforzheim) ums Leben, und im Stadtgebiet wurden mehr als 200 Menschen zum Teil schwer verletzt. In den Wochen danach verunglückten noch einmal 130 bei den Aufräumarbeiten, ein Dachdecker starb dabei.

Bericht zum Tornado in Pforzheim
Mai

Crailsheim (BW)

 06.05.1968 / Stärke (F2) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Martin Hubrig, "Schwere lokale Stürme", 1999)
Februar

Hirrlingen (BW)

 23.02.1967 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Der Wirbelsturm am 23.02.1967 hat indirekt den beschleunigten Bau unseres Sportheimes verursacht. Aus dem Sturmholzanfall im Geisterwald durfte der Verein Bauholz für das geplante Haus aufbereiten. Dieses wurde am 15.07.1967 in der Säge Zug geschnitten." (Quelle: Chronik SV Hirrlingen 1930 e.V.). Hirrlingen liegt im Landkreis Tübingen.
Juni

Mühlacker (BW)

 05.06.1962 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 07. Juni 1962: "Umgepflügt. In wenigen Sekunden hat eine Windhose den Tennisplatz des Tennisklubs Mühlacker regelrecht umgepflügt. Der Sturm riß aus dem festgewalzten Boden metergroße Erdplatten und wirbelte sie durch die Luft." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Dezember

Göppingen (BW)

 Jahr 1961 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Südwest Presse vom 07.01.2012: "Windhose im Filstal - Göppingen. Mit "Blitz und Donner" ist nicht die Silvesterknallerei gemeint, sondern ein in dieser Form recht seltenes Wintergewitter, das am 31. Dezember 1961 gegen 17 Uhr durchs Filstal zog und Schäden hinterließ. 134 Kilometer pro Stunde war die Spitzengeschwindigkeit der Windbö, die in Stötten gemessen wurde. Das entspricht Windstärke 13. Die NWZ berichtete in der Ausgabe vom 2. Januar 1962 von diesem Wintersturm. In Göppingen, insbesondere in den nördlichen Stadtteilen, richtete der Wind einen Schaden von etwa 4000 D-Mark an, wie die NWZ berichtete. Es wurden Fenster eingedrückt und Dachziegel heruntergeschleudert, an der Nördlichen Ringstraße wurde ein Lichtmast abgeknickt und im Stadtgarten brach ein sechs Meter hoher Kamin zusammen. An der Hallenbad-Baustelle wurden dort gelagerte Korkplatten für eine Dachisolierung durch die Luft und auf die Straßenkreuzung gewirbelt. Kurz vor 17 Uhr begann aus Westsüdwest eine dunkle Wolkenwand das Filstal heraufzuziehen. Ihre Geschwindigkeit war nicht sonderlich hoch. Genau über dem Raum Göppingen und Uhingen entlud sich dann aber das Gewitter. Grelle Blitze zuckten durch die Dunkelheit und kurze Zeit später grollte auch schon der Donner. Im gleichen Augenblick fegte mit heftigen Regenschauern eine Windhose über das Filstal. Ursache des Gewitters und der Windhose war eine Kaltfront, die die über Württemberg lagernde warme Luft verdrängte. So kam es sowohl in der NWZ-Wetterwarte in Göppingen als auch in Stötten fast schlagartig zu einem Temperatursturz um knapp fünf Grad. Damit fiel auch der Luftdruck um 400 Pascal, woraus die Windhose entstand. Tatsächlich dauerte der heftige Regenguss nur etwa eine viertel Stunde, dann klarte der Himmel wieder auf und hinterließ dort, wo zuvor die schwarze Wand war, eine Färbung von eigenartiger Schönheit. [...]" Die Windhose wird nicht näher beschrieben, daher wird der Fall nur als Verdachtsfall aufgeführt.

Windhose im Filstal (Südwest Presse Online, 07.01.12
Juni

Stuttgart (BW)

 21.06.1957 / Stärke (F2) Bestätigt
Betroffen waren die südlichen Stadtteile Echterdingen und Hohenheim. "An 13 Tagen traten im Juni 26 Gewitter auf und in den Nachmittagsstunden des 21.6. zog ein über der nördlichen Filderebene entstandener Kleintornado mit stürmischen Winden, Blitz- und Hagelschlag über Hohenheim hinweg und richtete schwere Schäden an." (Quelle: Waltraud Düwel-Hößelbarth, Chronik der Hohenheimer Meteorologischen Beobachtungen der Jahre 1878 - 1977. Stuttgart. Mai 1982) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 22. Juni 1957: "Luftschiff zerstört - Stuttgart, 22. Juni. Das schwerste Unwetter, das seit hundert Jahren über Stuttgart tobte, hat gestern auf dem Flugplatz Echterdingen das Reklameluftschiff einer Schokoladenfabrik zerstört. Sturmböen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 120 km/st rissen die Hülle des Luftschiffes, das am Ankermast hing, wie einen Spielball auf. Die dreiköpfige Besatzung und das Maskottchen, eine Drossel, wurden aus der Kanzel gerettet. Wie durch ein Wunder hat das Unwetter in der württembergischen Hauptstadt keine Todesopfer gefordert."

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 07.06.1955 / Stärke (W) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08. Juni 1955: "Unwetter über dem Bodensee [...] - Ein schweres Unwetter hat gestern nachmittag das Bodenseegebiet heimgesucht. Mit subtropischer Gewalt raste ein Gewittersturm über den See und verwandelte ihn innerhalb weniger Minuten in einen Hexenkessel. Die zwei Meter hohen Wellen richteten am Ufer schwere Schäden an. Nach einem ungewöhnlich schwülen Tag, der Temperaturen bis 29 Grad gebracht hatte, schien das gestrige Unwetter am Bodensee fast eine Erlösung zu sein. Mehrere Windhosen fegten über die weite Wasserfläche und warfen am deutschen Ufer eiserne Gartenstühle und -tische um und deckten Dächer ab. Das ganze Unwetter dauerte nur knapp 30 Minuten. Es brachte für das gesamte Bodenseegebiet einen Temperatursturz von 14 bis 15 Grad. Der angerichtete Schaden ist noch nicht zu übersehen."

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 07.06.1955 / Stärke (W) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08. Juni 1955: "Unwetter über dem Bodensee [...] - Ein schweres Unwetter hat gestern nachmittag das Bodenseegebiet heimgesucht. Mit subtropischer Gewalt raste ein Gewittersturm über den See und verwandelte ihn innerhalb weniger Minuten in einen Hexenkessel. Die zwei Meter hohen Wellen richteten am Ufer schwere Schäden an. Nach einem ungewöhnlich schwülen Tag, der Temperaturen bis 29 Grad gebracht hatte, schien das gestrige Unwetter am Bodensee fast eine Erlösung zu sein. Mehrere Windhosen fegten über die weite Wasserfläche und warfen am deutschen Ufer eiserne Gartenstühle und -tische um und deckten Dächer ab. Das ganze Unwetter dauerte nur knapp 30 Minuten. Es brachte für das gesamte Bodenseegebiet einen Temperatursturz von 14 bis 15 Grad. Der angerichtete Schaden ist noch nicht zu übersehen."

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 07.06.1955 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08. Juni 1955: "Unwetter über dem Bodensee [...] - Ein schweres Unwetter hat gestern nachmittag das Bodenseegebiet heimgesucht. Mit subtropischer Gewalt raste ein Gewittersturm über den See und verwandelte ihn innerhalb weniger Minuten in einen Hexenkessel. Die zwei Meter hohen Wellen richteten am Ufer schwere Schäden an. Nach einem ungewöhnlich schwülen Tag, der Temperaturen bis 29 Grad gebracht hatte, schien das gestrige Unwetter am Bodensee fast eine Erlösung zu sein. Mehrere Windhosen fegten über die weite Wasserfläche und warfen am deutschen Ufer eiserne Gartenstühle und -tische um und deckten Dächer ab. Das ganze Unwetter dauerte nur knapp 30 Minuten. Es brachte für das gesamte Bodenseegebiet einen Temperatursturz von 14 bis 15 Grad. Der angerichtete Schaden ist noch nicht zu übersehen."
Dezember

Crailsheim (BW)

 Jahr 1954 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser Tornado auf (Recherche von 1997/98).
August

Weinheim (BW)

 22.08.1953 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado in Weinheim ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Pforzheim (BW)

 13.08.1952 / Stärke (F2) Bestätigt
Erhebliche Gebäudeschäden in einem Stadtteil in Pforzheim (Quelle: Christian Groh, "Der Tornado in Pforzheim 1968. Fakten und inzenierte Erinnerungen" - aus Informationen zur modernen Stadtgeschichte, Heft 1/2003) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 15. August 1952: "Schwere Gewitter gingen in Baden-Württemberg nieder und richteten an vielen Stellen erheblichen Schaden an. In Stuttgart wurden Keller unter Wasser gesetzt. In Pforzheim riß ein Wirbelsturm das Dach des wiederaufgebauten alten Rathauses ab und entwurzelte Bäume. Das etwa 200 Zentner schwere Dach der Tribüne auf einem Sportplatz wurde abgerissen und 50 Meter weit fortgetragen. Große Verwüstungen richtete ein orkanartiger Sturm mit Wolkenbruch und Hagelschlag in Obstanlagen, Tabakfelder und Weinbergen in Nordbaden an."
Juni

Karlsruhe (Baden) (BW)

 07.06.1952 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten zog dieser Tornado über den Nordwesten von Karlsruhe (KA-Knielingen) hinweg. (weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Bremen (BW)

 03.07.1951 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado in Bremen ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
August

Heitersheim (BW)

 28.08.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher - vor dem 29.08.1950. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 29. August 1950: "Unwetter in Südbaden - Freiburg/Breisgau, 29. August. Ein schweres Unwetter mit Wirbelsturm und Hagelschlägen hat im Markgräflerland und im südlichen Breisgau große Schäden angerichtet. In zahlreichen Gemarkungen sind innerhalb von zwölf Minuten die gesamte Obsternte und ein Großer Teil der Weinernte vernichtet worden. Auf der Bundesstraße zwischen Mühlheim und Bad Krozingen knickte der Wirbelsturm sämtliche Telegraphenmasten und schleuderte an der Straße liegende Teefässer 20 bis 30 Meter weit in die Felder. Eine Sturmböe warf einen Wagen des Straßenbauamtes um. Dabei wurde ein Mann erdrückt, der hinter dem Wagen vor dem Unwetter Schutz gesucht hatte."

Unwetter in Südbaden (Hamburger Abendblatt, 29.08.1950)

Östringen (BW)

 28.08.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum unsicher - vor dem 29.08.1950. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 29. August 1950: "Karlsruhe, 29. August - In Östringen (Landkreis Karlsruhe) sind zwei Menschen getötet und zwölf schwer verletzt worden, als in dem neuen Schwimmbad die Aufbauten einstürzten. Während eines schweren Hagelschlages, der mit einem orkanartigen Wirbelsturm verbunden war, brachen die Aufbauten des Schwimmbades zusammen, unter denen mehrere Badegäste Schutz gesucht hatten."

Schwimmbad stürzte ein (Hamburger Abendblatt, 29.08.1950)
Juni

Kniebis (BW)

 25.06.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 26. Juni 1950: "Über Südwestdeutschland gingen gestern sehr schwere Gewitter nieder. [...] Mächtige Tannen wurden am Kniebis im mittleren Schwarzwald abgeknickt und wie Strohhalme durch die Luft gewirbelt, als während eines Gewitters eine Windhose entstand. Die Schwarzwald-Hochstraße zwischen Freudenstadt und dem Kniebis war stundenlang auf eine Strecke von 8 km von zentnerschweren Felsbrocken und entwurzelten Bäumen blockiert."

Konstanz (BW)

 17.06.1948 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 22. Juni 1948: "Wirbelsturm über Konstanz - Baden-Baden (Dena). Ein schwerer mit Hagelschlag verbundener Wirbelsturm wurde am 17. Juni aus Konstanz gemeldet. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und mehrere Dächer abgedeckt. Unter anderem riß der Sturm sämtliche Ziegel der alten Jesuitenkirche ab. Menschenleben sind nicht zu beklagen." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek)
Juli

Todtmoos (BW),
Sankt Blasien (BW),
Bernau im Schwarzwald (BW)

 24.07.1939 / Stärke (F2) Bestätigt
Starke Schäden durch einen Tornado (Quellen: Recherche von Raymund Windolf (1997/1998), ), Pforzheimer Zeitung vom 03.08.1968 und H. Duhm, Meteorologische Zeitschrift, Nr. 57, Seiten 403-406, 1940)

Grenzach-Wyhlen (BW)

 23.07.1939 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"23. Juli 1939: Eine Windhose richtet auf dem Ruchfeld und beim Schänzli beträchtliche Verwüstungen an Häusern, Gärten und Feldern an." (Quelle: Basler Stadtbuch). Das Ruchfeld und das Schänzli befinden sich südöstlich der Baseler Innenstadt. Wegen der Nähe zur deutschen Grenze (Schänzli ca. 2,5 km entfernt) ist es möglich, dass auch auf deutscher Seite Schäden auftraten. Weiterer Bericht: "Um 14 Uhr entwurzelt ein 50 Meter breiter Zyklon auf einer 2 Kilometer langen Strecke zwischen dem Wasserturm auf dem Bruderholz und dem Naturschutzpark an der Birs zahlreiche Bäume und deckt Dächer ab." (Quelle: Kanton Basel-Landschaft)

Tornado in Basel 1939
Chronik für den Monat Juli 1939 (Kanton Basel-Landschaft)
Dezember

Bad Mergentheim (BW)

 Jahr 1938 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1938 - "Unwetterschäden (Hochwasser) in den Kreisen Balingen, Calw, Ehingen, Göppingen, Horb, Leonberg, Mergentheim (Windhose), Ravensburg (Hagel), Reutlingen (Hagel und Überschwemmung) [...]" (Quelle: Wolfgang Schmierer, Staatsarchiv Ludwigsburg, Karl Hofer, Regina Schneider)
Juni

Heiligkreuztal (BW)

 24.06.1938 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 26.06.1938: "Riedlingen (Württbg.), 24. Juni. Ueber die Gemarkung Heiligkreuztal brauste im Verlauf eines Gewitters ein orkanartiger Sturmwind, der in dem großen Staatsforst rings um das Dorf schweren Schaden anrichtete. 90 Jahre alte Fichten wurden durch die Gewalt des Sturmes umgerissen oder geknickt und zersplittert. Etwa 1000 Festmeter Wald wurden durch den Sturm gefällt. Der Schaden ist sehr beträchtlich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Vögisheim (BW)

 24.07.1937 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 27.07.1937: "Windhose verursacht schweren Schaden - Vögisheim (Amt Müllheim), 27. Juli. Das schwere Gewitter, das am Samstagabend über die hiesige Gegend hinwegzog, war von einer Windhose begleitet, die schweren Schaden anrichtete. Zahlreiche Obstbäume und einige Tannen wurden entwurzelt und auch die hundertjährige Linde konnte dem Sturmwirbel nicht standhalten. Zahlreiche Dächer wurden von der Windhose teilweise abgedeckt. Da auch die elektrische Leitung gestört war, blieb der Ort die ganze Nacht ohne Licht." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Biberach an der Riß (BW)

 15.07.1937 / Stärke (F0) Bestätigt
Aus der Eßlinger Zeitung vom 16.07.1937: "Eine Windhose - Biberach. Eine in den Abendstunden plötzlich aufgetretene Windhose verursachte in der Birkenharder Gegend Störungen in der elektrischen Hochspannungsleitung. Die Stromversorgung war für eine Stunde unterbrochen. In der Birkenharder Straße wurden 46 Beinzen umgeworfen, so daß sich das Heu im weiten Unkreis verstreute." (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Waldshut-Tiengen (BW)

 30.07.1936 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 31.07.1936: "Windhose schleudert 40 Treibhausfenster fort - Waldshut, 30. Juli. Am Donnerstag nachmittag ging über der Waldshuter Gegend ein schweres Gewitter nieder, das sich in starkem Regen und Hagelschlag entlud. Im Verlauf des Gewitters bildete sich im Zentrum der Stadt Waldshut eine Windhose, die in der Gärtnerei Krieg erheblichen Schaden anrichtete. Durch die Gewalt des Luftwirbels wurde das ganze Treibhaus abgedeckt und etwa 40 an der Wand aufgestellte Treibhausfenster etwa haushoch in die Höhe gehoben und etwa 100 Meter weit fortgeschleudert, so daß sie sämtlich in Trümmer gingen. Außer diesem Schaden von etlichen hundert Mark hat die Windhose an anderer Stelle kein Unheil angerichtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
September

Kirrlach (BW),
Heidelberg (Neckar) (BW)

 15.09.1935 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.09.1935: "Bruchsal, 17. Sept. Das Unwetter, das am Sonntag abend nach einem außerordentlich schwülen Tag vom Süden des Landes heraufzog, ging in seiner vollen Wuchtüber dem Kraichgau und dem unteren Neckartal nieder. Die Gemarkungen Hambrücken, Kirrlach und Rheinhausen erlitten sehr großen Schaden an Bäumen, besonders an Obstbäumen, die vielfach wie Streichhölzer geknickt wurden. In Kirrlach wurden sehr viele Häuser mehr oder weniger beschädigt. Einer Windhose gleich fegte der Sturmwirbel mitten durch das Dorf. Eine strohgefüllte ältere Scheuer wurde eingedrückt. Die Schadenshöhe läß sich noch nicht übersehen, die der Sturm, der nur kurze Zeit dauerte, im Kraichgau angerichtet hat." - Weiter: "Heidelberg, 17. Sept. Hier und in der Umgebung richtete ein Sturmwirbel am Sonntag abend großen Schaden an. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt; dadurch gab es zahlreiche erhebliche Verkehrsstörungen nach den Vororten Rohrbach und Leimen. In Kirchheim stürzte ein Schornstein ein. Das Obst wurde so gut wie vollständig von den Bäumen geschüttelt und bedeckte am Montag früh Felder und Gärten. Im Stadtteil Handschuhsheim wurde die uralte Berglinde, unter der alljährlich der Handschuhsheimer Lindentanz abgehalten wird, ziemlich stark beschädigt. Auch hier ist der Gesamtschaden beträchtlich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Friedrichshafen (BW)

 12.08.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.08.1933: "Schweres Unwetter am Bodensee - Friedrichshafen, 13. Aug. Am Samstag abend gegen 7 Uhr entlud sich über Friedrichshafen und den Bezirk Tettnang ein schweres Unwetter, das von einem Wolkenbruch begleitet war. Das Unwetter kam so plötzlich, daß viele kleine Fahrzeuge, die sich auf dem See befanden, in Not gerieten. Bei der Hafeneinfahrt schlug ein Boot um. Ein junger Mann aus Friedrichshafen ertrank. Das Unwetter, das zum Teil noch mit einem Wirbelsturm verbunden war, richtete großen Schaden an." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
März

Mühringen (BW)

 23.03.1933 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Schwarzwälder Volksblattes vom 27.03.1933: "Mühringen, 25. März. Am Donnerstag brauste ein mächtiger Ostwind durch das Enachtal, der sich gegen Mittag zum Sturm verstärkte. Doch das Schlimmste sollte eine Windhose mit sich bringen, die sich in der Nähe des Schwesternhauses und im Oberdorf gebildet hatte. Ein lautes Rasseln, Klirren und Poltern erscholl plötzlich und die Leute eilten erschreckt aus den Häusern. An der kleinen Hütte des Schneiders Wilhelm Schlatter hatte der heftige Luftwirbel die Kaminplatte, die darauf liegenden Ziegel- und Kalksteine emporgewirbelt und unter lautem Krachen stürzten die Steine, die Ziegel samt dem schweren Blechstück auf das Dach nieder. Auf beiden Seiten wurden eine größere Anzahl Dachplatten vollständig zertrümmert."
Oktober

Laudenbach (BW)

 13.10.1932 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.10.1932: "Wirbelsturm an der Bergstraße Weinheim, 14. Okt. Das Dorf Laudenbach an der Bergstraße wurde am Donnerstag abend gegen 3/4 9 Uhr während eines heftigen Regens von einem Wirbelsturm heimgesucht, der aus südwestlicher Richtung kam und einen Teil des Ortes streifte. In wenigen Sekunden wurden etwa 150 Hausdächer meist völlig abgedeckt und das Holzwerk teilweise abgerissen. Im Ort wurden zahlreiche Bäume entwurzelt, darunter die alte Dorflinde auf dem Lindenplatz sowie etwa 200 meist 30-40jährige Apfelbäume, von denen viele bis zu zehn Meter weit fortgeschleudert wurden. Die von dem Wirbelsturm abgerissenen Dachziegel wurden bis drei Kilometer in der Umgebung aufgefunden. Hauseinstürze haben sich glücklicherweise nicht ereignet, jedoch weist das Mauerwerk verschiedentlich Risse und Verschiebungen auf. Das Unwetter wütete kaum eine halbe Minute und hat einen Schaden von etwa 40 000 Mark angerichtet. Menschenleben sind glücklicherweise keine zu beklagen." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.10.1932: "Die Auswirkungen des Wirbelsturms über Laudenbach - Der Schaden auf über 80 000 RM. geschätzt. Laudenbach (Bergstraße), 15. Oktober. Die Gemeinde Laudenbach bei Weinheim, die am Donnerstag abend von einem Wirbelsturm heimgesucht worden ist, war schon einmal, und zwar vor zwei Jahren, von einer Windböe außerordentlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Damals waren etwa 5000 Ziegel notwendig, um den angerichteten Schaden wieder auszubessern, eine verschwindend kleine Summe, gemessen an dem Schaden, der jetzt in der Donnerstagnacht angerichtet wurde. Der ungedeckte Sachschaden wird nämlich auf 80 000 Reichsmark geschätzt; man glaubt aber, daß diese Summe sich noch bedeutend erhöhen wird. Es werden mehr als 100 000 Ziegel nötig sein, um die an mehr als 200 Häusern angerichteten Dachschäden wieder ausbessern zu können. Der an den Obstbäumen angerichtete Schaden wird allein auf etwa 30 000 RM. beziffert."(Quelle jeweils: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Buhler (BW)

 01.07.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.07.1932: "Ottoschwanden, 2. Juli. Der Ortsteil Buhler hiesiger Gemarkung wurde gestern mittag von einer Windhose heimgesucht. Ein beladener Heuwagen war im Nu seiner Ladung beraubt, ein auf die Hochspannungsleitung gewirbeltes Heubündel geriet in Brand. Ebenso rasch wie sie gekommen, war die Windhose auch wieder verschwunden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Kleinkems (BW)
[Region: Uffheim (Frankreich)]

 20.06.1932 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 21.06.1932: "Wirbelsturm im Elsaß. Straßburg, 21. Juni. Der Sundgau wurde gestern nachmittag von einem Wirbelsturm heimgesucht. Hunderte von Bäumen wurden entwurzelt und viele Häuser abgedeckt. In Uffheim wurden fünf Scheunen eingerissen. Der Schaden, den das nur wenige Minuten dauernde Unwetter angerichtet hat, wird auf mehrere Millionen geschätzt." Uffheim liegt ca. 1,5 km südwestlich von Sierentz und damit 5 bis 6 Kilometer von der Grenze zu Deutschland entfernt. Wegen der Nähe zur Grenze kann nicht ausgeschlossen werden, dass der starke Tornado auch deutsches Gebiet erreichte. Die Meldung erschien nahezu gleich lautend in der Freiburger Zeitung vom 22.06.1932.

Sinsheim (BW)

 16.06.1931 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 18.06.1931: "Eine Windhose bei Sinsheim Sinsheim, 17. Juni. Eine Windhose konnte gestern nachmittag zwischen Sinsheim und Hoffenheim bei völlig windstillem Wetter beobachtet werden. Heu und Staub wurde turmhoch emporgerissen und über die Häuser hinweggetragen. Das Naturschauspiel dauerte nur wenige Minuten. Schaden ist glücklicherweise nicht eingetreten." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Anm.: Sehr wahrscheinlich Staubteufel.

Scherzheim (BW)

 09.06.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 12.06.1931: "Windhose und Tornado über dem unteren Hanauerland. Kehl, 11. Juni. Nach Meldungen, die aus Helmlingen, Muckenschopf, Scherzheim und Lichtenau vorliegen, hat das zweite Unwetter, das am Dienstag abend über dem unteren Hanauerland zur Entladung gekommen ist, ungeheuren Schaden angerichtet. Hauptsächlich durch die Vernichtung eines großen Teils der Kirschen- und Obsternte. Das Unwettergebiet zeigt einen 300 bis 400 Meter breiten Landstrich, der sich südlich von Helmlingen und nördlich zwischen Muckenschopf, Scherzheim und Lichtenau hinzieht, auf dem alles dem tornadoähnlichen Sturm zum Opfer fiel. Eine plötzlich auftretende Windhose knickte 10 bis 15 Telegraphenstangen wie Streichhölzer. Auf der ganzen Strecke steht kein einziger Baum mehr. Die schöne Kirschbaumallee vor Helmlingen wurde gleichfalls zerstört. auf den Feldern wurde an der schön stehenden Frucht erheblicher Schaden angerichtet. Alle Telephon- und Lichtleitungen wurden zerstört. Arbeitskolonnen der Reichspost und des Elektrizitätswerks sind mit der Behebung der größten Schäden beschäftigt. In Helmlingen schlug der Blitz in die Waschküche des Grenzbeamtenhauses, ohne jedoch zu zünden. Auch im staatlichen Striethwald bei Muckenschopf hat der Sturm gewaltigen Schaden an den wertvollen Baumbeständen angerichtet. Bis jetzt ist es noch unmöglich, die Höhe des gewaltigen Flur- und Sachschadens zu übersehen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 31.08.1930 / Stärke (W) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1930 - Wasserhose auf dem Bodensee, nichts Näheres bekannt (Quelle: Letzmann-Archiv, Carl Schirren Gesellschaft, Lüneburg, 2001)

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 31.08.1930 / Stärke (W) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1930 - Weitere Wasserhose auf dem Bodensee, nichts Näheres bekannt (Quelle: Letzmann-Archiv, Carl Schirren Gesellschaft, Lüneburg, 2001)

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 31.08.1930 / Stärke (W) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1930 - Weitere Wasserhose auf dem Bodensee, nichts Näheres bekannt (Quelle: Letzmann-Archiv, Carl Schirren Gesellschaft, Lüneburg, 2001)

Gütenbach (BW)

 02.08.1930 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.08.1930: "Kreis Villingen - Gütenbach, 5. Aug. Bei dem Unwetter am Samstag abend erschlug der Hagel einem Bauer 21 Hühner, welche der Wirbelwind an die Hofmauerseite hinwarf, wo sie tot liegen blieben!" (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Freiburg im Breisgau (BW)

 02.08.1930 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.08.1930: "Wolkenbruch und Wirbelsturm - Samstag abend gegen 05:30 Uhr ging über Freiburg ein schwerer, mit heftigen Gewittern begleiteter Wolkenbruch nieder. Das mit großer Plötzlichkeit auftretende Unwetter war von einem heftigen Wirbelsturm begleitet und dauerte etwa eine halbe Stunde. Der Sturm knickte in allen Teilen der Stadt große Bäume um. So wurde in der Unterwiehre eine alte zwischen Lugostraße und Günterstalstraße stehende Weide von respektabler Höhe umgelegt, in Haßlach wurde ein Baum entwurzelt und über die Straßenbahn geworfen. Am Stadttheater, am Friedhof, in der Oberau und an anderen Orten wurden ebenfalls große Bäume vom Sturm gefällt. Im Wald ist der Windbruch besonders groß. Die Wassermassen haben im Freien außerordentliche Verwüstungen angerichtet. Heu und Getreide wurden weggeschwemmt, an den Behängen grub sich das Wasser kleine Gräben und brachte Geröll und Schutt zu Tal. In der Stadt selbst drang das Wasser in verschiedene Keller ein, so daß die Feuerwehr alarmiert werden mußte. Das Unwetter beendete die sehr kurze Schönwetterperiode und leitete zu Regen über." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) Schwere Schäden entstanden auch in Feldkirch, etwa 15 Kilometer südwestlich von Freiburg, ebenso in St. Georgen, zwischen Feldkirch und Freiburg. Aus anderen Regionen im Süden Baden-Württembergs wurden ebenfalls erhebliche Schäden gemeldet, ein konkreter Tornadoverdacht liegt aber nicht vor.
Juni

Kleinkems (BW)
[Region: Kembs (Frankreich)]

 24.06.1930 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 25.06.1930: "Schweres Unwetter im Elsaß - Paris, 25. Juni. Dem "Journal" wird aus Müllhausen gemeldet, daß gestern nachmittag ein gewaltiger Wirbelsturm über die Gegend von Kembs längs des Rheines niedergegangen ist. Regen, Sturm und Hagel hätten einen Teil der Ernte vernichtet. Während des Gewittersturmes hätten sich sechs Arbeiter, die eine Unterkunft suchten, in eine Holzhütte geflüchtet. Plötzlich sei der Blitz in die Hütte geschlagen und habe zwei Arbeiter getötet. Die anderen seien verletzt worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg). Kembs liegt am linken Rheinufer in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze. Ob auch deutsches Gebiet betroffen war, ist nicht bekannt.
Juli

Entringen (BW),
Hohenentringen (BW)

 04.07.1929 / Stärke (F2) Bestätigt
"In Entringen und Hohenentringen richtete ein Wirbelsturm großen Schaden an. Der Sturm setzte so plötzlich ein, daß die Landwirte auf dem Felde davon überrascht wurden. Tausende von Dachplatten wurden auf die Straße geschleudert. Menche Häuser sind völlig abgedeckt. Eine neue Scheune stürzte wie ein Kartenhaus zusammen. Über 100 Obst-, Nuss- und Kastanienbäume wurden völlig vernichtet. Ein Dienstmädchen wurde 20-30m durch die Luft getragen! Wie durch ein Wunder kamen Menschen und Tiere jedoch nicht zu Schaden." (Quelle: WZ-Forum und Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho") - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.07.1929: "Schwer mitgenommen wurde durch einen Wirbelsturm die Ortschaft Entringen im O.A. Herrenberg. Hunderte von Dachplatten bedecken die Straßen. Die Kirche wurde schwer beschädigt. Der Sturm riß ganze Reihen von Bäumen nieder. In den Hopfenanlagen wurden die Stangen umgelegt. Großer Schaden wurde auch in den Beständen von Nußbäumen angerichtet. Der Sturm hatte eine derartige Gewalt, daß ein Mädchen zwanzig bis dreißig Meter weit durch die Luft geschleudert wurde. Beladene Heuwagen wurden umgeworfen. Eine große Eiche hinter dem Schloß wurde wie ein Zündholz umgeknickt. Etwa 140 der schönsten Obstbäume wurden vernichtet. Der Schaden an Gebäuden ist sehr groß." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

4.07 1929: ein grosser severe weather outbreak (WZ-Forum, 01.02.2002)
August

Meersburg (BW)
[Region: Bodensee]

 15.08.1928 / Stärke (W) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 18.08.1928: "Schwerer Sturm auf dem Bodensee. Konstanz, 17. Aug. Am Mittwoch abend wütete auf dem Bodensee ein schwerer Sturm, bei dem verschiedene Schiffe in Seenot gerieten. Das Oberseeschiff, das um 7 Uhr abends in Konstanz fahrplanmäßig ankommt, wurde auf der Höhe zwischen Meersburg und Hagenau von einem Wirbelsturm erfaßt und mehrere Male im Kreise herumgedreht. Der Steuermann und die Maschinen konnten einige Minuten lang dem wütenden Elemente nicht Trotz bieten. Ein anderer Kursdampfer konnte in Staad erst nach dem dritten Versuch landen. Zweimal wurde er vom Landungssteg abgetrieben. Eine mit sechs Insassen besetzte Jolle kenterte vor dem Jachthafen von Ueberlingen und alle Insassen, darunter auch Damen, fielen ins Wasser. Sie konnten sich aber am Boot festhalten und wurden gerettet." - Aus einer weiteren Meldung: "Friedrichshafen, 16. Aug. Mittwoch abend 6 Uhr ging ein furchtbarer Gewittersturm über den See und die hiesige Stadt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg). Es folgen Berichte über die Notlandung eines Flugzeuges in Friedrichshafen sowie ein gekentertes Boot, dessen Insassen gerettet wurden.
Juli

Konstanz (BW)

 28.07.1928 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 02.08.1928: "Der Wirbelsturm am Bodensee - Konstanz, 2. Aug. Wie erst jetzt bekannt wird, hat der Wirbelsturm am Samstag abend auch in den schweizerischen Ortschaften des Bodensees erheblichen Schaden angerichtet. So wurden Dächer abgedeckt, Kamine umgestürzt und stärkste Bäume entwurzelt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) Wegen der Nähe zu Deutschland und der Formulierung der Meldung ("auch in den schweizerischen...") besteht dieser Tornadoverdacht.

Auggen (BW)

 27.07.1928 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 31.07.1928: "Auggen, 30. Juli. Dem am Freitag abend niedergegangenem Gewitter ging ein Sturm voraus, der sich fast zum Orkan steigerte. Auf dem Felde wurde die auf dem Boden liegende Frucht zum Teil weite Strecken fortgenommen und zu Wellen zusammengedreht. Mehrere hochbeladene Fruchtwagen wurden umgeworfen und das Getreide wirbelte vermischt mit den grauen Staubwolken wie eine Windsbraut in der Luft herum." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Harpolingen (BW)

 06.08.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 10.08.1926: "Waldshut, 9. Aug. Ueber die hiesige Gegend zog am Freitag ein schweres Gewitter, das an vielen Orten großen Schaden anrichtete. Aus Harpelingen wird von einer Windhose berichtet, von der u.a. die abgemähte Frucht erfaßt und in einer Säule bis 120 Meter Höhe emporgeschleudert wurde. Auch im Wutachtal hat das Gewitter arg gewütet. In Aselfingen schlug der Blitz in die Volksschule und auch in die Transformatorenstation, so daß die Lichtversorgung teilweise unterbrochen wurde." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Anmerkung: Druckfehler in der Zeitung, der Ort heißt korrekt Harpolingen.

Fürstenberg (BW)

 06.08.1926 / Stärke (F0) Bestätigt
Augenzeugen beobachteten einen zweiten Fall. (Quelle: J. Fischer, 1927: Eine Trombe im Donautal. Das Wetter, 44, 165).

Fürstenberg (BW),
Riedböhringen (BW)

 06.08.1926 / Stärke (F1) Bestätigt
Tornado richtet am frühen Nachmittag leichte Schäden an (Quellen: J. Fischer, 1927: Eine Trombe im Donautal. Das Wetter, 44, 165 und Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Juli

Riedlingen (BW)

 19.07.1926 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 22.07.1926: "Riedlingen (N. Lörrach), 21. Juli. Von dem Wirbelsturm, von dem auch die hiesige Gegend heimgesucht wurde, sind, wie die Markgräfler Nachrichten berichten, etwa 1000 Obstbäume entwurzelt worden. Die Fruchtäcker sehen auch hier wie gewalzt aus. Das Zerstörungswerk dauerte kaum zehn Minuten. Seit 50 Jahren soll hier ein ähnliches Unwetter nicht gehaust haben." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Menzingen (BW),
Richen (BW),
Berwangen (BW)

 19.07.1926 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 23.07.1926: "Karlsruhe, 22. Juli. Aus den ländlichen Bezirken laufen weitere Nachrichten über Verheerungen ein, die durch das Unwetter entstanden sind. In der Gegend von Eppingen wurden viele Bäume geknickt und Telegraphenstangen umgelegt. In Richen, Berwangen, Zusingen (?), Adelshofen wurde die Ernte bis teilweise 75 Proz. vernichtet. In Menzingen hauste das Unwetter besonders schwer. Auch die Dächer haben größtenteils schwer gelitten. - Der 44jährige Maurer Wilhelm Stoll, der mit dem Ausbessern eines Daches beschäftigt war, fiel so unglücklich heran, daß er, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, nach wenigen Minuten starb." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Die genannten Orte liegen bei Eppingen auf einer Linie, die Entfernung von Menzingen nach Berwangen beträgt etwa 16 Kilometer.

Münchingen (BW),
Mundelfingen (BW),
Pfohren (BW)

 19.07.1926 / Stärke (F2) Bestätigt
Betroffene Orte: Münchingen, Mundelfingen, Oberbaldingen, Behla, Pfohren, Oberbaldingen - Innerhalb einer mindestens 23 Kilometer langen und bis zu 500 Meter breiten Schneise gab es erhebliche Schäden mit eingestürzten Giebeln und Scheunen, abgedeckten Dächern und tausenden umgestürzten Bäumen.

Tornado in Pfohren 1926
September

Grafenhausen (BW),
Sulz (BW),
Fußbach (BW)

 09.09.1924 / Stärke (F3) Bestätigt
Bdetroffene Orte: Grafenhausen, Kippenheim, Sulz, Reichenbach, Fußbach, Zell - Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 10.09.1924: "Verheerendes Unwetter. Lahr, 9. Sept. Ein verheerendes Unwetter suchte heute Nachmittag unsere Gegend heim. Von Südwesten nach Nordosten zog in mäßiger Breite eine Art Windhose über das Land und zerstörte alles, was in ihren Bereich kam. In Grafenhausen wurden zahlreiche Dächer abgedeckt. Am Bahnhof Kippenheim wurde eine etwa 30 Meter lange und 15 Meter breite, massive Halle der Mehlgroßhandlung Wilhelm Wertheimer dem Erdboden gleich gemacht. Ein großer Teil der Vorräte ging zugrunde. Zwei Eisenbahnarbeiter wurden verletzt, einer von ihnen schwer. An der Straße von Kippenheim nach Lahr wurde eine große Anzahl Telegraphenstangen umgelegt, beladene Oehmdwagen (Anm.: Oehmd = Heu, zweiter oder späterer Schnitt) umgeworfen, ungefähr 600 Obstbäume auf der Gemarkung entwurzelt. In Sulz hat das Unwetter gleichfalls schlimm gehaust, ganz besonders aber in Reichenbach, das einem beschossenen Ort gleicht, in dem viele Gebäude schwer beschädigt oder völlig zerstört wurden. In den Waldungen hat der Orkan bös gehaust. Auf dem Langenhard wurde eine Scheuer zerstört. Der betagte Landwirt Moser fand dabei den Tod. Der Schaden ist sehr groß. Zahlreiche Lastwagen schaffen Ziegel in die beschädigten Ortschaften, um die Dächer einigermaßen wieder in Stand zu setzen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Weitere Schäden werden u.a. aus Fußbach und im Bereich des Nordachtals gemeldet, die gesamte Zugbahn erstreckt sich über mindestens 27 Kilometer. Weitere Unwetter mit Sturm und Hagel an diesem Tag wurden aus dem Regionen Lörrach, Esslingen und Gmünd sowie aus Norddeutschland gemeldet.

Tornado bei Lahr 1924
Dezember

Todtmoos (BW)

 Jahr 1923 / Stärke (F1) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1923 - Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser Tornado in Todtmoos auf.
August

Glashütten (BW)

 08.08.1922 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.08.1922: "Glashütten (Amt Pfullenberg), 12. Aug. Am 8. d.M. stürzte hier der Halbneubau des Weißenriederschen Anwesens ein. Der Oberbau war von einer Seite noch ganz offen, so daß bei dem aufsteigenden schweren Gewitter sich der wirbelartige Wind in dem Gebäude fangen und den Aufbau herabwerfen konnte. Ein Kind wurde am Kopfe verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Mai

Rottum (BW),
Mittelbuch (BW)

 16.05.1920 / Stärke (F3) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.05.1920: "Stuttgart, 19. Mai. In Rottum und Mittelbuch zerstörte am vergangenen Sonntag ein Wirbelsturm 13 Häuser und beschädigte 13 sehr schwer. Sieben Personen wurden schwer verletzt." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 20.05.1920: "Wirbelsturm in Württemberg. Aus Biberach wird berichtet, daß in Rottum und in Mittelbuch am letzten Sonntag ein Wirbelsturm 13 Häuser völlig vernichtet und 13 schwer beschädigt hat. Sieben Personen sind verletzt worden. Durch ein gleichzeitiges Hagelwetter ist sehr großer Schaden angerichtet worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Plochingen (BW)

 01.06.1919 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Windhose in Plochingen mit erheblichen Gebäudeschäden, u.a. an der "Krankenhaus-Baracke" (Quelle: Alte Ansichtskarte)
Juli

Trossingen (BW)

 31.07.1917 / Stärke (F1) Bestätigt
Zitat aus der Schwäbischen Zeitung vom 18.01.2007 (zur Windhose am 20. Mai 1908): "Eine ähnliche Verheerung richtete eine Windhose am 31. Juli 1917 im Neudorf an. Sie kam von SSW und zog nach NNO am Haus Breitestraße 19 westlich vorbei und deckte die Dächer Steppachstraße 14 und 12 ab...""

Grüne Winter gab es auch schon vor 120 Jahren ( Schwäbische Zeitung)

Oftersheim (BW)

 31.07.1917 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 01.08.1917: "Hockenheim b. Schwetzingen, 31. Juli. (Bad. Br.) Bei einem Gewitter wurde durch Blitzschlag das Wohnhaus des Bahnarbeiters Joh. Bader eingeäschert. Erheblichen Schaden verursachte das Gewitter in der Gegend von Oftersheim, wo durch eine Windhose zahlreiche Bäume entwurzelt wurden. In Eppelheim ist der durch Sturm hervorgerufene Schaden an den Obstbäumen groß und auf der Plankstadter Gemarkung erlitten die schön stehenden Tabalfelder durch Hagelschlag vielfach Beschädigung." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Heidelberg (Neckar) (BW)

 08.06.1917 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Funnelbeobachtung in Heidelberg (Quelle: F. Rossmann, 1951: Über Wolkentromben. Ann. Meteor., 3, 48-55.)
August

Kleinbottwar (BW)

 18.08.1914 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:45 Uhr MEZ. Ein schwacher Tornado sowie ein weiterer Funnel wurden beobachtet. Es gab leichte Schäden an einem Schuppen.

Tornado bei Kleinbottwar
Mai

Großbärenweiler (BW),
Wolfskreut (BW)

 05.05.1914 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 5. Mai um 5.30 Uhr traf ein Wirbelsturm Großbärenweiler - Wolfskreut - das Schadensfeld war ca. 70 m breit." (Quelle: Waltraud Düwel-Hößelbarth, Chronik der Hohenheimer Meteorologischen Beobachtungen der Jahre 1878 - 1977. Stuttgart. Mai 1982)
August

Böblingen (BW)

 31.08.1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Sommer 1913 - Näheres ist nicht bekannt. (Quelle: H. v. Rudloff, 1969: Meteorologische Rundschau, 22, 131.)

Eutingen (BW)

 19.08.1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 13 Uhr (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juni

Rottweil (BW)

 30.06.1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres ist nicht bekannt (Quelle: Pforzheimer Zeitung, 03.08.1968)

Baisingen (BW),
Bondorf (Kreis Böblingen) (BW)

 14.06.1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1913 zieht am 14. Juni ein Wirbelsturm von Baisingen heran. In Baisingen waren die meisten Häuser waren total abgedeckt. Dachschindeln wurden bis nach Bondorf geweht. Auch Mötzingen gab es großen Schaden. Der Wirbelsturm machte auf Bondorfs Markung ?Bernloch? halt, das Dorf selbst blieb deshalb verschont, der Wald ?Bernloch? wurde aber zum größten Teil vernichtet. Es hat etliche Jahre gedauert, bis der Wald wieder angepflanzt war." (Quelle: Ortsgeschichte Bondorf, Schützenverein Bondorf). Bondorf liegt im Landkreis Tübingen, etwa 9 Kilometer nordwestlich von Rottenburg am Neckar.

Karlsruhe (Baden) (BW)

 04.06.1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 05.06.1913: "Schwere Unwetter - Karlsruhe, 5. Juni. Nachdem sich gestern nachmittag schon mehrere leichte Gewitter über Karlsruhe entladen hatten, zog sich abends halb acht Uhr ein besonders schweres Unwetter zusammen. Dieses kam vom Südwesten her und entlud sich über der Mittelstadt um 8 Uhr. Plötzlich setzte unter und Donner- und Blitzschlägen ein orkanartiger Wirbelsturm ein, der in wenigen Augenblicken von zerstörender Wirkung war. Dutzende von Fensterscheiben fielen zum Opfer, von den Bäumen wurden massenhaft große Aeste abgeschlagen, viele Bäume wurden überhaupt entwurzelt oder umgebogen. Ein heftiger Regenguß folgte dem Sturme; das Unwetter hat ganz besonders in der Umgebung der Stadt übel gehaust; [...]" (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Mühlen (BW),
Eutingen (BW),
Baisingen (BW)

 04.06.1913 / Stärke (F3) Bestätigt
In Schwarzwaldnähe gab es erhebliche Schäden. (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg). Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 06.06.1913: "Gestern Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr hat ein schwerer Gewittersturm den Schwarzwald und sein Vorland heimgesucht. Auf dem hiesigen Bahnhof wurden alle Dächer abgedeckt. Vier umgestürzte leere Personenwagen fielen eine 24 Meter hohe Böschung hinab. Von einem Güterzuge auf der Strecke Eutingen - Ergenzingen wurden fünf Wagen vom Sturm aus dem Gleis gehoben und über den Bahndamm geschleudert. Die Bahnstrecke war abends noch gestört. Die Züge wurden von Stuttgart über Tübingen und Horb geleitet. Auch auf der Neckarbahn heulte der Sturm in übler Weise, am schlimmsten am Bahnhof Mühlen, wo gleichfalls alles dem Erdboden gleichgemacht wurde. Außerdem fiel überall ein schwerer Hagel, der namentlich Eutingen heimsuchte. Verletzungen von Personen werden von da und dort berichtet, bisher aber nur ein schwerer Fall."

Vor 100 Jahren wütete ein Orkan im Gäu ( Schwarzwälder Bote31.12.2013)

Nürtingen (BW),
Köngen (BW),
Plochingen (BW)

 01.06.1913 / Stärke (F1) Bestätigt
Um 17:30 Uhr richtete dieser Wirbelsturm Schäden in Plochingen an: "1913 Große Verwüstungen durch einen Wirbelsturm. Ein Wirbelsturm mit einer Stärke, wie er für unsere Gegend bisher ohne Beispiel war, fegte am Sonntag, dem 1. Juni 1913 über Plochingen hinweg. Augenzeugen schildern das Unglück mit folgenden Beschreibungen: "Um 17.30 Uhr zogen mit Eilzugsgeschwindigkeit zwei khakifarbene Wolkenballen auf fahlem Hintergrund, der sie begleitete, einander entgegen; die eine kam das Neckartal herauf, die andere scheinbar vom Neckartal (Köngen) herab. In dem dreigeteilten Talkessel von Plochingen, wo den Tag über eine unverrückbare Hitzewelle gelagert hatte, stießen die gewitterschweren Wolken aufeinander. Sie entluden sich unter Blitz und Donnerschlägen in gewaltigen Wassergüssen und gleichzeitig entfesselte sich ein Wirbelsturm von einer Wucht, wie sie sich der phantasievollste Naturschilderer nicht vorgestellt hätte. Von unserem Beobachtungsposten aus im Waldhornsaale sahen wir Ziegelplatten wie federleichte Papierschnipsel in der Luft umherfliegen; dazwischenhinein kam gelegentlich ein umfangreicherer Gegenstand dahergeschwirrt. Dazu erfüllte die Luft ein unbeschreibliches Getöse, wie es der mit klatschendem Regen vermischte Sturm, der durch Gassen, Hofräume und Baumgeäste heulend dahinbraust, hervorbringt. Fast so schauerlich als der Sturm selbst hörte sich das Sturmläuten und das Signalblasen der Feuerwehr an. Plötzlich ließ die Gewalt des Zyklons jählings nach und freundlich, wie wenn nichts Böses geschehen, schaute die Sonne das Trümmerfeld an" (Schwäb. Merkur)." (Quelle: Große Verwüstungen durch einen Wirbelsturm).

Windhose in Plochingen ( Wetterchronik)

Echterdingen (BW),
Wolfschlugen (BW),
Plochingen (BW)

 01.06.1913 / Stärke (F3) Bestätigt
Um 17:30 Uhr richtete dieser Wirbelsturm Schäden in Plochingen an: "1913 Große Verwüstungen durch einen Wirbelsturm. Ein Wirbelsturm mit einer Stärke, wie er für unsere Gegend bisher ohne Beispiel war, fegte am Sonntag, dem 1. Juni 1913 über Plochingen hinweg. Augenzeugen schildern das Unglück mit folgenden Beschreibungen: "Um 17.30 Uhr zogen mit Eilzugsgeschwindigkeit zwei khakifarbene Wolkenballen auf fahlem Hintergrund, der sie begleitete, einander entgegen; die eine kam das Neckartal herauf, die andere scheinbar vom Neckartal (Köngen) herab. In dem dreigeteilten Talkessel von Plochingen, wo den Tag über eine unverrückbare Hitzewelle gelagert hatte, stießen die gewitterschweren Wolken aufeinander. Sie entluden sich unter Blitz und Donnerschlägen in gewaltigen Wassergüssen und gleichzeitig entfesselte sich ein Wirbelsturm von einer Wucht, wie sie sich der phantasievollste Naturschilderer nicht vorgestellt hätte. Von unserem Beobachtungsposten aus im Waldhornsaale sahen wir Ziegelplatten wie federleichte Papierschnipsel in der Luft umherfliegen; dazwischenhinein kam gelegentlich ein umfangreicherer Gegenstand dahergeschwirrt. Dazu erfüllte die Luft ein unbeschreibliches Getöse, wie es der mit klatschendem Regen vermischte Sturm, der durch Gassen, Hofräume und Baumgeäste heulend dahinbraust, hervorbringt. Fast so schauerlich als der Sturm selbst hörte sich das Sturmläuten und das Signalblasen der Feuerwehr an. Plötzlich ließ die Gewalt des Zyklons jählings nach und freundlich, wie wenn nichts Böses geschehen, schaute die Sonne das Trümmerfeld an" (Schwäb. Merkur)." (Quelle: Große Verwüstungen durch einen Wirbelsturm). Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 04.06.1913: "Das Städtchen Plochingen bietet ein Bild grauenhafter Zerstörung. Der Orkan, der nur wenige Minuten dauerte, war derart heftig, daß der Bahnhof und das Städtchen wie nach einer Beschießung aussahen. Die Vorderseite des massiven Bahnhofgebäudes wurde zum Teil eingedrückt und eine große Giebelwand aus dem Empfangsgebäude herausgerissen. Mehrere Dutzend Eisenbahnwagen, beladene Güter- und Personenwagen, die zum Teil ein Eigengewicht von dreißig Tonnen hatten, wurden glatt umgelegt und über die Gleise verstreut. Ein auf einem Gleis stehender Leerzug wurde mit der Lokomotive umgeworfen. Das Postgebäude wurde beinahe gänzlich abgedeckt. Sämtliche Telegraphen- und Telephonleitungen sind zerstört. Einen Neubau warf der Sturm glatt um. Von etwa 150 Häusern und Fabriken wurden die Dächer abgedeckt. Mehrere Fabrikschornsteine stürzten ein und schlugen im Fallen kleinere Gebäude zusammen. In vielen Häusern wurden auch die Wände eingedrückt, so daß man sie jetzt mit Balken stützen muß Auch das Johanniterkrankenhaus wurde stark beschädigt. Die hinter dem Krankenhaus befindliche Baracke wurde mit samt den Kranken weggeweht. Zuerst hob sich das Dach. Dann flogen die Betten mit den Kranken hinaus. Zwei Kranke wurden zwanzig Meter weit fortgeschleudert. Die Bettstücke mußte man später in den Weinbergen oben auf dem Berge zusammensuchen. Es ist geradezu ein Wunder, daß die Kranken, abgesehen von einigen leichteren Verletzungen, ohne Schaden davongekommen sind. Auch andere Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen. 40 Personen erlitten leichte Verletzungen. Der Schaden in den Obstgärten und Waldungen ist außerordentlich groß. Viele Eichen und Buchen liegen zerknickt da. Die Straßen sind mit Trümmern und Dachziegeln dicht übersät. Das Schaden dürfte über eine halbe Million betragen. Insgesamt wurden mehr als 300 Gebäude beschädigt. Zahlreiche Häuser müssen abgetragen werden."

Windhose in Plochingen ( Wetterchronik)
September

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)

Immenstaad (BW)
[Region: Bodensee]

 16.09.1912 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ: "[...] Wenn z. B. bei Nr. 240 auf dem Bodensee "am 16. September 1912 sogar 8?10 gleichzeitig zu sehen gewesen sind" [...]" (Quellen: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917 und Thurgauer Zeitung, N. 221. Nach Hess, Über die Entstehung der Trombe von Schönenbaumgarten. Beilage zum Programm der Thurgauer Kantonschule für das Schuljahr 1912/13. Frauenfeld 1913.)
August

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 31.08.1910 / Stärke (W) Bestätigt
gegen 7 Uhr morgens MEZ Wasserhose auf dem Bodensee (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juli

Lörrach (BW)

 25.07.1909 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 30.07.1909: "Lörrach, 27. Juli. (Hagelschlag.) Vorgestern abend ging über der südlichen Markgrafschaft ein schweres Gewitter mit Hagelschlag und Wirbelsturm nieder. Hunderte von alten Bäumen wurden wie Streichhölzer geknickt. Der Schaden ist besonders in den Weinbergen sehr groß."
Mai

Trossingen (BW)

 20.05.1908 / Stärke (F2) Bestätigt
Zitat aus der Schwäbischen Zeitung vom 18.01.2007: "Am 20. Mai 1908, vormittags zwischen 10 und 11 Uhr, ging ein Wirbelsturm in südöstlicher Richtung über den nördlichen Teil des Ortes hinweg. Beim Sägewerk Meßner riss er einen Schuppen ein, schleuderte dessen Dach weit in die Wiesen hinaus, warf aufgeschichtete Bretter wie Spielkarten durcheinander, hob eine auf der Straße zwischen "Schöner Aussicht" und Haus Nr. 44 der Bismarckstraße vom Felde heimkehrende Frau in die Lüfte und setzte sie in einem angrenzenden Kartoffelacker vollständig unversehrt nieder. Die Frau erholte sich ziemlich rasch von ihrem Schrecken und setzte ihren Heimweg fort. An den Häusern Bismarckstraße 40, 42, 43 und 45 und Litschlestraße 3 beschädigte der Wirbelsturm die Dächer sehr stark, riss Fensterläden ab und drückte Fenster ein. Auch von den Gebäuden Kaiserstraße 56 und 58 riss er viele Ziegel ab und beschädigte im Tal noch Haus Nr. 47 und 62." - weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 23.05.1908: "Trossingen, 21. Mai. (Durch eine Windhose) wurden etwas 20 Häuser, darunter zwei Bauernhäuser stark beschädigt. Männer wurden zu Boden geworfen, ohne jedoch Schaden zu nehmen. Bei einem darauf einsetzenden Gewitter schlug der Blitze mehrere Male ein, ohne zu zünden." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 22.05.1908: "In Trossingen wurden durch eine Windhose etwa 20 Häuser, darunter zwei Bauernhäuser stark beschädigt. Männer wurden zu Boden geworfen, ohne jedoch Schaden zu nehmen. Bei einem darauf einsetzenden Gewitter schlug der Blitz mehrere Male ein, ohne zu zünden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Grüne Winter gab es auch schon vor 120 Jahren (Schwäbische Zeitung)
Dezember

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 Jahr 1907 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1907 - "1907 - Festzuhalten bleibt des weiteren ein in diesem Jahr vorgekommenes seltenes Naturschauspiel, welches in Form einer 50 Meter hohen Wasserhose südlich der Argenmündung beobachtet werden kann." (Quelle: Gemeinde Langenargen)
Juli

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 06.07.1906 / Stärke (W) Bestätigt
Zwischen 11 und 12 Uhr MEZ zwischen Langenargen und Kressbronn: "1906, den 6. Juli 11?12h a. bildete sich zwischen Langenargen und Kressbronn (besser Richtung Friedrichshafen-Walzenhausen) bei wolkigem Himmel eine Wasserhose aus. Der See war zuvor ruhig, die Luft still. "Dann kam ein Wind und aus einer schwarzen Wolke neigte sich ein gewaltiger Zapfen zum See nieder, jedoch ohne diesen zu berühren. Zapfen und Wolke bewegten sich in östlicher Richtung", Höhe 100 ? 150 Meter, Dauer 2 Minuten. Nach andern stieg die Säule aus dem See empor. (Schoblnger 1. c. Schwab. Merkur Nr. 317 und Schweiz. Bodenseezeitung vom 7. Juli 1906). Seit 1890 soll nie mehr eine Hose von dieser gewaltigen Grösse gesehen worden sein." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 - Weitere Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Hohenheim (BW)

 05.07.1906 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...], wobei derjenige vom 5. Juli wolkenbruchartigen Charakter hatte: es wurden insgesamt 71,1 l/m² gemessen, davon fiel in einer Stunde (von 20-21 Uhr) allein 45.0 l/m², dabei kam es in Hohenheim zu einem schweren Hagelunwetter. Professor Mack schrieb hierüber: "Das Hagelwetter vom 5. hat in Hohenheim und überhaupt auf den Fildern erheblichen Schaden angerichtet. Der Geldwert des Schadens beträgt für die Hohenheimer Domäne ca. 10 000 Mark. Beginn des Hagels um 14.33 Uhr - Ende 14.44 Uhr, bei Beginn wallnußgroße Körner, nachher dichtes Niedergehen von erbsen- bis haselnußgroßen Körnern. Vor Beginn des Hagels war aus der höchst drohend aussehenden Hagelwolke ein mehrere Minuten andauernd eigenartiges Geräusch in Gestalt eines starken Säuselns und Brausens zu hören, während am Boden noch vollständige Windstille herrschte."" (Quelle: Waltraud Düwel-Hößelbarth, Chronik der Hohenheimer Meteorologischen Beobachtungen der Jahre 1878 - 1977. Stuttgart. Mai 1982)
August

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 31.08.1905 / Stärke (W) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1905 - Gegen 6 Uhr morgens MEZ trat eine Wasserhose auf dem Bodensee zwischen Friedrichshafen und Arbon (Schweiz) auf: "1905, den ? August 6h a. in der Richtung Friedrichshafen-Arbon, nicht ganz Mitte des Sees. Der Himmel war sehr bewölkt und es blies etwas Westwind. Die von den Wolken gegen den See absteigende Hose war schwarz, mindestens 100?150 Meter hoch; vom See aus stieg ein weisser Zapfen empor, um sich mit dem schwarzen zu vereinigen. Das Ganze drehte sich um sich selbst. Die Säule bewegte sich in südöstlicher Richtung etwa mit der scheinbaren Geschwindigkeit eines Trajektkahnes. Dauer 7 Minuten, darauf starkes Aufschäumen des Sees, Wiederholung der Hose und endlich nach deren Zusammensturz heftiger Regen (briefl. Mitt. v. Hrn. Lehrer Schoblnger in Friedrichshafen, 12. Aug. 1906; Mitt. der Tagesblätter)." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 - Weitere Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917).

Karlsruhe (Baden) (BW)

 10.08.1905 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 13.08.1905: "Karlsruhe. Ein Wirbelwind richtete hier große Verwüstungen an. In den Straßen flogen die Schindeln zu Tausenden in der Luft herum, fortwährend fielen Dachziegel von den Dächern; Kamine wurden in großer Zahl umgeworfen. In der Eisenbahn- und Kriegsstraße sind 20-30 Bäume umgeweht; viele Gartenzäune sind umgeworfen. Im Stadtgartentheater verursachte der Orkan eine Panik. Als er hereinbrach und der ehrwürdige Musentempel in allen Fugen krachte, verletzte ein Herr eine Dame durch eine ungeschickte Bewegung am Kopf." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Stühlingen (BW)

 10.08.1905 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 13.08.1905: "Bei Stühlingen hauste ein Cyklon, der furchtbare Verwüstungen im Walde und an den Obstanlagen anrichtete. Hunderte der herrlichsten Bäume wurden niedergeworfen oder wie Reiser abgebrochen. Der Schaden an den Obstpflanzungen ist enorm." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Willstätt (BW),
Appenweier (BW)

 10.08.1905 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 15.08.1905: "In Willstädt gibt es keine Tabakernte mehr. Viele Obstbäume bedecken das Feld. Es gibt Straßen, z.B. den Weg nach Hesselhurst, wo auch nicht mehr ein Baum mehr steht. Hunderte von Pappeln sind geknickt wie Streichhölzer. Tabakschuppen sind weggeblasen wie Kartenhäuser; zwei Wohnhäuser sind über den Köpfen der Bewohner zusammengestürzt. Der Schaden dürfte für Willstädt eine Viertelmillion übersteigen. So ist man nun beschäftigt, notdürftig zu flicken und auszubessern." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 16.08.1905: "Karlsruhe, 13. Aug. Ueber die Verheerungen, die das Unwetter auf dem Bahnhofe zu Appenweiher anrichtete, liegen folgende Nachrichten vor. Gegen 3/4 9 Uhr begann ein fürchterliches Krachen. Ehe man sich besinnen konnte, war das Unheil schon geschehen. Der Bahnhof gleicht einem großen Trümmerhaufen und sieht aus, als wenn er zusammengeschossen wäre. Die große mittlere Halle, die vor zehn Jahren mit einem Kostenaufwand von 150 000 M. errichtet worden, ist in ihrer ganzen Länge umgerissen, desgleichen die bei der Abfahrtstelle der Züge nach dem Renchtal. Die dicken gußeisernen Säulen sind abgebrochen wie Streichhölzer oder aus dem Zementboden herausgerissen. Das in der Wirtschaft beschäftigte Fräulein erlitt durch die zerbrochenen Gläser so schwere Schnittwunden in Gesicht und Händen, daß sein Zustand bedenklich ist. Einen ebenso trostlosen Anblick bietet die Güterhalle, die vollständig zerstört ist. Auch die umliegenden Gebäulichkeiten, die Stellwerke und Eisenbahnwagen weisen schwere Beschädigungen auf." Es folgen noch Schilderungen über Hagelschäden durch das gleiche Unwetter in Haslach, etwa 7 km ostnordöstlich. Weitere Beschreibungen der Schäden in Appenweier finden sich in einem Artikel des Offenburger Tageblattes vom 10.08.2005.

Heute vor 100 Jahren verwüstete ein Unwetter den Appenweierer Bahnhof (Stadtarchiv - Offenburg)
Juli

Pforzheim (BW),
Vaihingen (BW)

 11.07.1903 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"1903: In der Nacht werden die Kreise Calw und Vaihingen sowie die Stadt Pforzheim von einem Wirbelsturm heimgesucht, der zwei Tote und 300 Verletzte fordert." (Quelle: Kalendarium des 11. Juli aus Börschig's Homepage)
August

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 31.08.1902 / Stärke (W) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Sommer 1902 - Wasserhose auf dem Bodensee zwischen Friedrichshafen und Arbon (Schweiz) beobachtet: "Sommer 1902 sehr schöne Wasserhose zwischen Friedrichshafen und Arbon (Dr. Graf Zeppelin 13. VII. 1905)." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902)
Juli

Biberach an der Riß (BW)

 02.07.1902 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Mittags, Tornado in Biberach an der Riß, nördlich des Bodensees (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
August

Bahlingen am Kaiserstuhl (BW)

 24.08.1898 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 27.08.1898: "Eichstetten, 25. August. Eine besonders merkwürdige und interessante Naturerscheinung wurde gestern in Bahlingen vor Ausbruch des Gewitters beobachtet. Oestlich und nordöstlich von Bahlingen war nämlich je eine dicht schwarze Säule vom Boden bis an die Wolken sichtbar, ähnlich eines großen Fabrikschornsteins; plötzlich erschien es, als ob aus dem obersten Theile dieser Säule weißgrauer Rauch entstiege und gleichzeitig löste sich die Säule vom Boden aus langsamer nach der Höhe zu auf, bis nichts mehr sichtbar war. Diese Erscheinung konnte länger wie eine Viertelstunde beobachtet werden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Bahlingen am Kaiserstuhl (BW)

 24.08.1898 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 27.08.1898: "Eichstetten, 25. August. Eine besonders merkwürdige und interessante Naturerscheinung wurde gestern in Bahlingen vor Ausbruch des Gewitters beobachtet. Oestlich und nordöstlich von Bahlingen war nämlich je eine dicht schwarze Säule vom Boden bis an die Wolken sichtbar, ähnlich eines großen Fabrikschornsteins; plötzlich erschien es, als ob aus dem obersten Theile dieser Säule weißgrauer Rauch entstiege und gleichzeitig löste sich die Säule vom Boden aus langsamer nach der Höhe zu auf, bis nichts mehr sichtbar war. Diese Erscheinung konnte länger wie eine Viertelstunde beobachtet werden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 29.07.1898 / Stärke (W) Bestätigt
Um 17:30 Uhr Wasserhose auf dem Bodensee vor Langenargen: "1898, den 29. Juli vor 5 1/2 p. ereignete sich eine solche vor Langenargen. Schon um lh p. entlud sich Gewitterregen über Bregenz. Um 4h 35m p. zogen dicke, graue, tiefe Wolken langsam aus WSW über den mittleren Teil des Sees. Vor 5 1/2 P stand das Gewitter über dem anhaltenden Dampfer vor Langenargen und man hatte eine etwa 15 Meter dicke Wasserhose vor sich, welche 5-6 Meter hoch Staub aus dem See aufwirbelte und eine Drehung mit dem Uhrzeiger erkennen liess. Um 5h 37 p. erlosch sie nach langsamer östlicher Bewegung am Strand bei Schloss Montfort ohne Begleiterscheinung. Bedauerlicherweise hatte Niemand das Entstehen wahrgenommen. "Ein entsprechender Wolkenzapfen, der aus den tiefgrauen Gewitterwolken nach unten ragte, konnte nicht beobachtet werden, dagegen fanden sich solche an andern Stellen, von Wolkenwülsten ringförmig umgeben, die deutlich die wirbeiförmige Bewegung um den Zapfen erkennen liessen, aber augenscheinlich von bedeutend grösserem Durchmesser waren, wie die Wasserhose. Einer derselben südlich vom Schiff wurde längere Zeit beobachtet, weil man glaubte, dass auch dort eine Wasserhose auftreten könnte, da die Wolken, wie bemerkt, nur in relativ geringer Höhe über dem See hingen; wir glaubten jedoch nur bemerken zu können, dass darunter die Oberfläche des Sees etwas mehr vom Wind gepeitscht wurde, so dass Wasserstaub aufflog" (Dr. Greim in Globus, Band 74, Nr. 8, 1898, S. 132)." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 - Weitere Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917).

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 29.07.1898 / Stärke (W) Bestätigt
Um 17:30 Uhr Wasserhose auf dem Bodensee vor Langenargen: "1898, den 29. Juli vor 5 1/2 p. ereignete sich eine solche vor Langenargen. Schon um lh p. entlud sich Gewitterregen über Bregenz. Um 4h 35m p. zogen dicke, graue, tiefe Wolken langsam aus WSW über den mittleren Teil des Sees. Vor 5 1/2 P stand das Gewitter über dem anhaltenden Dampfer vor Langenargen und man hatte eine etwa 15 Meter dicke Wasserhose vor sich, welche 5-6 Meter hoch Staub aus dem See aufwirbelte und eine Drehung mit dem Uhrzeiger erkennen liess. Um 5h 37 p. erlosch sie nach langsamer östlicher Bewegung am Strand bei Schloss Montfort ohne Begleiterscheinung. Bedauerlicherweise hatte Niemand das Entstehen wahrgenommen. "Ein entsprechender Wolkenzapfen, der aus den tiefgrauen Gewitterwolken nach unten ragte, konnte nicht beobachtet werden, dagegen fanden sich solche an andern Stellen, von Wolkenwülsten ringförmig umgeben, die deutlich die wirbeiförmige Bewegung um den Zapfen erkennen liessen, aber augenscheinlich von bedeutend grösserem Durchmesser waren, wie die Wasserhose. Einer derselben südlich vom Schiff wurde längere Zeit beobachtet, weil man glaubte, dass auch dort eine Wasserhose auftreten könnte, da die Wolken, wie bemerkt, nur in relativ geringer Höhe über dem See hingen; wir glaubten jedoch nur bemerken zu können, dass darunter die Oberfläche des Sees etwas mehr vom Wind gepeitscht wurde, so dass Wasserstaub aufflog" (Dr. Greim in Globus, Band 74, Nr. 8, 1898, S. 132)." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 - Weitere Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917).
Juni

Laibach (BW)

 26.06.1896 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 10:45 vormittags, 1 Verletzte: "In St. Peter wurde eine Frau von der Windhose erfaßt und in ein Gestrüpp geschleudert, wo sie unsanft gebettet und zerschunden liegen blieb." - "Wir hatten es offenbar mit einer Reihe von Windhosen zu tun, welche mitten in einer rahigen Luftschichte sich bildeten, 50 bis 100 m Durchmesser hatten und in Distanzen von 180 bis 200 m aufstiegen." (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
August

Baden-Baden (BW)

 15.08.1895 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 23. August 1895: "Fräulein Paulus, eine Luftschifferin aus Frankfurt a. M., und der Luftschiffer Schuhmann aus Krefeld sind vor einigen Tagen bei einem Aufstieg in Baden-Baden von einem Wirbelsturm erfaßt worden und bei der Landung an einem Baume im Walde hängengeblieben. Drei Stunden mußten die Luftschiffer in der Lage verharren; nur einem vorübergehenden Kurgast hatten dieselben es zu verdanken, daß sie aus ihrer mißlichen Lage befreit wurden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juli

Calw (BW)

 01.07.1895 / Stärke (F2) Bestätigt
"In der Inselgasse der Stadt Calw wütete am 1. Juli 1895 der Wirbelsturm, den Hesse in der Erzählung "Der Zyklon" beschreibt." - "Am 1. Juli 1895 nachm. zwischen 2 1/2 und 3 1/2 Uhr fanden verschiedene Gewitter im Nagoldgebiet statt, bei denen auch ein sich von Wildberg bis Calw hinziehender Sturm entstand, dessen Schadenfeld nirgends über 50 m breit war. Die Tannen waren alle parallel niedergelegt. Der Sturm hat sich nicht in die Täler herabgesenkt, die er überquerte, dort blieben die Bäume unversehrt. Hier handelt es sich wohl um einen Wirbel mit horizontaler Achse und geringer horizontaler Breite." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Weiter aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 03.07.1895: "Calw (Württemberg), 1. Juli. Gestern Abends richteten hier ein fünf Minuten dauernder Wirbelsturm und ein starker Hagelschlag, wobei hühnereigroße Schlossen fielen, außerordentlich schweren Schaden an. Der Sturm deckte die Dächer ab, drückte Giebelwände ein und zerschlug eine Unzahl von Scheiben. Ganze Waldstrecken sind zerstört. Der Feldschaden ist sehr beträchtlich. Personen wurden nicht verletzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern) - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.07.1895: "[...(siehe Intelligenzblattes für die Stadt Bern)] Unmittelbar vor dem Orkan hatten zahlreiche Schulkinder die Badeanstalt verlassen. Dieselbe wurde vom Wirbelsturm völlig zertrümmert. Zahlreiche Feldarbeiter kehrten wundenbedeckt heim." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Hermann Hesse beschreibt das Sturmereignis und die Folgen in seiner Erzählung "Der Zyklon". - Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 03. Juli 1895: "Calw (Württember), 2. Juli. Gestern Abend tobte hier ein etwa 5 Minuten anhaltender Wirbelsturm, der von stärkstem Hagelschlag mit hühnereigroßen Schlossen begleitet war. Der Sturm richtete außerordentlich großen Schaden an; er deckte Dächer ab, drückte Giebelwände von Gebäuden ein und zerschlug zahlreiche Scheiben. Ganze Waldstrecken wurden zerstört dadurch, daß die Bäume entweder entwurzelt oder abgeknickt wurden. Auch der entstandene Feldschaden ist sehr beträchtlich. Verluste an Menschenleben sind nicht beklagen. Unmittelbar vor Ausbruch des Orkans hatten zahlreiche Schulkinder die Badeanstalt verlassen. Dieselbe wurde durch den Wirbelsturm völlig zertrümmert. Zahlreiche Feldarbeiter kehrten mit Wunden bedeckt heim." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Windhose in Calw ( Wetterchronik)
September

Göttingen (BW),
Albeck (BW)

 02.09.1894 / Stärke (F2) Bestätigt
"1894 am 2. September nachmittags 4 Uhr ist in Göttingen, OA Ulm eine Windhose beobachtet worden, nachdem mittags sich mehrere Gewitter von verschiedenen Seiten im Donautal zusammengezogen hatten. Im NW erschien ein dunkler Gewitterwolkenstreifen, aus dem sich eine nebelgraue Säule zur Erde herabsenkte, die unter starkem Brausen die Dächer abdeckend einherzog. Leute aus Albeck wollen in dieser wirbelnden Säule einen schwarzen Fleck, so groß wie ein Bierfäßchen, entdeckt und erkannt haben, wie darin Vögel vom Wirbel eingeschlossen gewesen seien. Die Windhose traf ferner auf vier große Strohhäufen und wirbelte das Stroh in die Höhe, sie brach drei starke Bäume und schüttete über den nördlichen Teil von Göttingen einen wahren Regen von Stroh, Frucht, Öhmd und Baumzweigen. In einem Hause wurde das Fenster in die Stube auf den Tisch geworfen. Die Windhose wandte sich sodann nach Süden und zog durch das Sulzbachtal auf die Ebene, erschien aber nicht mehr gerade, sondern schlangenförmig gewunden, der obere Teil dem unteren voraus, auf dem Boden alles aufwirbelnd; dann wandte sich die Windhose wieder nach SO und zerriß endlich." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg; weitere Quelle: Waltraud Düwel-Hößelbarth, Chronik der Hohenheimer Meteorologischen Beobachtungen der Jahre 1878 - 1977. Stuttgart. Mai 1982)
Juli

Heidenheim an der Brenz (BW)

 21.07.1891 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 13 Uhr MEZ. (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Dezember

Friedrichshafen (BW)
[Region: Bodensee]

 Jahr 1890 / Stärke (W) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1890 - Wasserhose auf dem Bodensee beobachtet: "Im Jahre 1890 soll sich laut Notiz zu Nr. 6 "Bodensee" [Anm.: Fall am 06.07.1906] eine Wasserhose ereignet haben." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902)
November

Esslingen am Neckar (BW)

 24.11.1890 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"[...] ebenfalls am 24. waren Nachmittags Gewitter bei Ulm , Urach , Münsingen, Feldstetten, Reutlingen. Kirchheim u. T.. Heidenheim. Giengen a. B. ; über die Esslinger Gegend zog gleichzeitig ein Wirbelsturm und an vielen Orten im ganzen Land steigerte sich der herrschende Sturm zu verheerendem Orkan." (Quelle: Jahresheft des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, 1891/92 - Naturwissenschaftlicher Jahresbericht 1890)

Jahresheft des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, 1891/92 - Naturwissenschaftlicher Jahresbericht 1890 ( Internet Archive)
August

Legelshurst (BW)

 28.08.1890 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 30.08.1890: "Ein gewaltiger Gewittersturm brauste vorgestern durch das badische Land und richtete nach uns vorliegenden Berichten vieler Orts großen Schaden an. Das einem Drehsturm ähnliche Unwetter nahm seine Richtung nach Nordosten. Seinen Weg kennzeichneten große Verwüstungen. Dächer, Hopfenäcker, Obstbäume wurden schwer beschädigt. Zahlreiche Bäume wurden theilweise entwurzelt, theils abgeknickt. An einzelnen Häusern war der Anprall des Sturmes so stark, daß sich die Tafeln an den Wänden wie bei einem Erdbeben bewegten. Möge es der Abschluß der diesjährigen so verhängnißvollen Gewitterstürme gewesen sein. (Siehe unsern Bericht unter Legelshurst. D.Red.)" (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Möglicher Tornado in Legelshurst

Plittersdorf (BW)
[Region: Niederrödern, Seltz (Frankreich)]

 11.08.1889 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Tornado in Frankreich gemeldet, ca. 5 km westlich der Grenze zu Deutschland. Dazu aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 19.08.1889: "Deutschland. Ueber dem elsäßischen Dorfe Niederrödern brach am letzten Sonntag ein äußerst heftiger Wirbelsturm los, der etwa 700 m. südöstlich von der Ortschaft im Selzer Gemeindewald auf eine Fläche von etwa 200 m. Länge und 25 m. Breite mindestens 300 Bäume vollständig umknickte, so daß auf dieser ganzen Fläche nicht ein einziger stehen blieb. Der Wald bestand an dieser Stelle meist aus Kiefern von 20-25 cm. Durchmesser." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Mummelsee (BW)

 31.08.1888 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Sommer 1888 - Aus einem Beitrag der FAZ vom 18.11.2007 über den Mummelsee: "1888 entstand an einem schönen Sommertag aus dem Nichts eine Wasserhose über dem Mummelsee, raste als Mini-Tsunami auf das Ufer zu, flutete eine Schutzhütte, durchnässte und erschreckte eine Gesellschaft von Wanderern." Es gab natürlich keinen "Tsunami", die Meldung deutet aber auf einen Tornado hin.

Der Mummelsee im Schwarzwald ( FAZ)

Heidelsheim (BW)

 10.08.1886 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 14.08.1886: "Heidelsheim, 11. August (Ldpst.) Gestern, Nachts nach 10 Uhr, ging ein von Westen kommender Gewitterregen über unsere Stadt und Gemarkung hin, der zwar nur etliche Minuten anhielt, aber große Verheerungen an Dächern, Fenstern, Zäunen und Bäumen anrichtete. Er war von Hagel begleitet, der sich bald in heftigen Regen verwandelte, welcher zum Glück auch nicht lange anhielt, aber doch eine Menge Wasser in die Häuser warf. Am neuen Kirchthurm wurden große Steinblöcke eines Seitenthürmchens herabgeschleudert. Am Schulhausbau, an dem eben die Umfassungsmauern des zweiten Stockes erstellt werden, that der Wind ziemlich Schaden. Wagen, die an der Straße standen, wurden vom Winde weit fortgetrieben und Reisende auf der Landstraße mußten ihr Gefährt (sammt den Zugthieren) dem Sturme überlassen und sonstwo Schutz suchen. Die Straßen sind diesen Morgen mit Trümmern bedeckt. Der größte Schaden ist der Verlust so vieler Obstbäume." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Heidelsheim liegt etwa 23 Kilometer ostnordöstlich von Knielingen.

Knielingen (BW)

 10.08.1886 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 13.08.1886: "Knielingen, 11. Aug. (Ldpst.) Gestern Abend zwischen 9 und 10 Uhr wurde unsere Gemeinde von einem verheerenden Orkan heimgesucht, der großen Schaden verursachte. Sehr viele Bäume wurden entwurzelt oder abgeknickt, darunter auch sehr starke Nußbäume, oder einzelne Aeste abgerissen, Ziegel von den Dächern gejagt, Fensterläden, Hofthore etc. zerrissen, Spaliere umgeworfen, das Obst von den Bäumen geschüttelt etc. Aerger noch als hier sollen die Verheerungen am Rhein (bei Maxau) und jenseits des Rheins in den pfälzischen Gemarkungen Wörth, Pforz, Hagenbuch u.s.w. sein. Glücklicherweise dauerte der Orkan nur sehr kurze Zeit und brachte er auch einigen Regen, der den Staub wegnahm und die Luft reinigte." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Karlsruhe (Baden) (BW)

 04.07.1885 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 07.07.1885: "Karlsruhe, 5. Juli. Gestern Abend richtete eine Windhose im Schloßgarten und vornehmlich im Wildpark erheblichen Schaden an. Ueber dreihundert prächtige Eichen und Linden wurden entwurzelt. Die Stadt blieb unberührt. (So wird der Frkf. Ztg. unterm gestrigen telegraphirt. Bezüglich des letzten starken Gewitters, das über Karlsruhe niederging, war demselben Blatte ein Telegramm zugegangen, das die Folgen des Gewitters sehr übertrieben darstellte Red.)" - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 08.07.1885: "Karlsruhe, 6. Juli. In dichten Schaaren besuchte gestern das Publikum den Großherzoglichen Schloßgarten und den ausnahmsweise dem allgemeinen Zutritt geöffneten Wildpark, um die Verheerungen in Augenschein zu nehmen, die dort ein am Samstag Nachmittag wüthender Wirbelsturm angerichtet hatte. Die seltene Naturerscheinung war am Samstag zwischen 5 und 6 Uhr während eines an der Stadt vorüberziehenden Gewitters aufgetreten, und der durch sie verursachte Schaden erweist sich als ein recht beträchtlicher. Von dem Ende des Schloßgartens, in welchem auch mehrere Bäume dem Wirbelsturm zum Opfer fielen, bis in die Gegend von Hagsfeld erstrecken sich die Verheerungen. Gegen dreihundert, zum Theil sehr starke und kräftige Bäume, meist Eichen, Linden und Tannen wurden mit den Wurzeln aus der Erde gehoben oder umgebrochen, das Dach des Försterhauses leicht beschädigt." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1885: "Hagsfeld, 6. Juli. Am Samstag Abend zwischen 5-6 beobachtete man im großh. Hardtwald eine eigenthümliche Naturerscheinung. Vom Schloßgartenthor bis zur Gegend von Hagsfeld längs des sogen. Blankenlocher Weges wurden durch eine Windhose streckenweise die größten Bäume entwurzelt und niedergelegt. Die Hauptverheerung ist in dem Eichwald beim Schloßgartenthor bis gegen Rintheim mit ungefähr 120-130 entwurzelten Eichen und beim Hagsfelder Thor mit ungefähr 70-80 entwurzelten und abgegipfelten Forlen (Anm.: Kiefern). Die Hölzer sollen als Gabholz an die gabholzberechtigten Gemeinden abgegeben werden, weil das gefällte Holz im Saft nicht zu Bauholt zu verwenden sei." (Quelle jeweils: Universitätsbibliothek Freiburg, weitere Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juni

Weinheim (BW)

 30.06.1885 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.07.1885: "Weinheim, 1. Juli. Wir hatten Gelegenheit, gestern Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr eine sogen. Windhose zu beobachten, eine merkwürdige und seltene Erscheinung. Zwischen hier und Sulzbach zog sich eine Gewitterwolke zusammen; es senkte sich ein Dunstkegel zur Erde herab, der sich zu einer mächtigne Wettersäule entwickelte, die in südlicher Richtung fortschritt und unter dumpfen Brausen Staub, Erde und dergl. vom Boden aufwühlte und in einer Spirale in die Wolken hinaufführte. Es wurden Bäume entwurzelt und die auf dem Felde arbeitenden Menschen nicht wenig in Schrecken versetzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Norsingen (BW)

 31.08.1884 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Sommer 1884 - Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 06.08.1930: "Sturmgebraus vor 46 Jahren - Norsingen, 5. Aug. Noch unter dem Eindruck des fürchterlichen Sturmwetters vom 2. August wird die Erinnerung an das Toben eines Sturmes im Sommer 1884 wachgerufen, der den vom Samstag noch übertraf. Damals, vor 46 Jahren, wurden gebundene Garben von der Kraft des Windes durch die Lüfte fortgetragen. Einige von ihnen blieben in den Kronen von Nußbäumen hängen. Das ist nicht etwa eine Münchhausiade, sondern eine feststehende Tatsache, an die sich die älteren Leute hier noch gut zu erinnern vermögen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) Norsingen liegt etwa 10 Kilometer südwestlich von Freiburg.
Juli

Hartheim (BW)

 16.07.1884 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 18.07.1884: "Hartheim, 16. Juli. Heute Nachmittags halb 3 Uhr zog von Südwest nach Nordost ein orkanähnlicher Sturm, verbunden mit Gewitter über unsere Gemarkung. Die gemähten Früchte und Garben sind von den Feldern weggeweht; leere und mit Frucht beladene Wagen umgeworfen; Bäume entwurzelt, hier ein Haus eingestürzt, die meisten Dächer mehr oder weniger beschädigt. Vom Hagelschlag blieben wir verschont. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Der Schaden ist jedoch ein sehr großer." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Schäden wurden auch aus dem französischen Blodelsheim, etwa acht Kilometer südwestlich von Hartheim gemeldet.

Ihringen (BW),
Bickensohl (BW)

 16.07.1884 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 19.07.1884: "Ihringen, 17. Juli. Der Orkan, welcher gestern unsere Gegend durchtobte, war ein Naturereignis so schrecklicher Art, daß ich Ihnen dasselbe nicht zu schildern vermag, obglich ich dasselbe von Anfang bis zu Ende im Freien durchleben mußte. Viele hundert Bäume sind zerbrochen und aus der Erde herausgerissen; von sehr vielen Aeckern ist das abgeschnittene Getreide fortgeweht und nicht mehr zu finden; überaus groß ist der Schaden an den Reben, deren Pfähle in wirrer Unordnung durcheinander liegen. Der Obstsegen war ohnedies nicht reichlich und jetzt liegen die unreifen Aepfel werthlos auf der Erde." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 19.07.1884: "Bickensohl, 16. Juli. Nachdem seit einiger Zeit eine fast unerträgliche Hitze herrschte und der Thermometer heute Mittag 27° Reaumur zeigte, brach plötzlich gegen 2 Uhr ein Gewitter aus, begleitet von einem orkanartigen Sturme, der in wenigen Minuten großen Schaden verursachte. Die größten Bäume wurden entwurzelt, an andern die Aeste mit den Früchten abgerissen, die Dächer theilweise abgedeckt. Personen die auf dem Felde arbeiteten, wurden frei in die Höhe gehoben. Nur wenige Tropfen Regen fielen, und doch wäre solcher den schmachtenden Gewächsen von nöthen." (Quelle jeweils: Universitätsbibliothek Freiburg)

Heitersheim (BW),
Bad Krozingen (BW),
Mengen (BW)

 16.07.1884 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 19.07.1884: "Heitersheim, 17. Juli. Gestern mittags etwa um zwei Uhr entlud sich über unsere Gegend ein Gewitter, das von einem orkanähnlichen Sturme begleitet war und den Staub derart aufwirbelte, daß man völlig in ein Dunkel gehüllt war. Ziegel flogen von den Dächern, Bäume wurden geknickt und Aeste davon getragen. Auf dem Felde wurden geladene Garbenwagen umgeworfen. Gebundenes und ungebundenes Getreide flog davon und zwar so, daß beispielsweise ein Bauer von 200 Garben nachher nur noch 90 wieder finden konnte. Ein einzeln stehender mit Wein beladener Eisenbahnwagen wurde aus den Schienen gehoben und neben den Bahnkörper gestellt. Selbst einige nicht unerhebliche Körperverletzungen sind vorgekommen." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 18.07.1884: "Krozingen, 16. Juli. Um 1 3/4 Uhr Nachmittags erhob sich hier plötzlich ein orkanartiger Sturm. Das Tageslicht wurde gelblich, der Wind nahm an Stärke zu, ein unheimliches Heulen, Sausen, Brausen, Klirren tönte von allen Seiten an das Ohr. Die Natur schien im Aufruhr. Die Ziegel rasselten von den Dächern, Häuser wurden abgedeckt Tabakschuppen umgeworfen, Bäume geknickt, zerrissen und entwurzelt, heimeilende Arbeiter unfreiwillig zum Liegen gebracht, Garbenwägen überwältigt, geschnittenes Getreide weiß wohin zerstreut. Dieses die Wirkungen einer ganz kurzen Zeit. Darauf folgte ein kurzer Regen ohne Hagel. Aeltere Leute können sich eines solch starken Windes mit genannten Wirkungen nicht erinnern." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 18.07.1884: "Mengen, den 16. Juli. Heute Nachmittag 2 Uhr zog von Südwesten kommend, ein schweres Gewitter über unsere Gegend. Dasselbe war von einem Sturm oder viel- (?) Orkan begleitet, wie er in vielen jahren nicht vorgekommen ist und welcher bedeutenden Schaden anrichtete. Dächer wurden abgedeckt, Bäume von jeder Dicke in großer Zahl abgebrochen, Aeste weggerissen. Die von dem Orkan verursachten Zerstörungen sind um do beträchtlicher, als wir uns in voller Ernte befinden. Geschnittenes Getreide wurde mehr oder weniger fortgetrieben und zerstreut; es gibt Aecker, denen alles genommen und so weggeweht wurde, daß nichts mehr zusammen zu bringen ist. Selbst Garben findet man über mehrere Aecker weit fortgeweht. An noch stehendem reifen Getreide ist viel ausgeschlagen, hauptsächlich Welschkorn, Bohnen, Hafer, Hanf. Geladenen Getreidewagen wurden umgeworfen. Bedeutenden Regen, der so erwünscht wäre, brachte das Gewitter nicht und glücklicherweise auch keinen Hagel." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Weitere Berichte über ein extremes Sturmereignis liegen aus Freiburg und Mahlberg vor.
November

Wertheim (BW)

 19.11.1880 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 24.11.1880: "In Wertheim wurde am 19. Nov. der "Werth. Ztg." zufolge während eines kurzen, aber heftigen Orkans Morgens zwischen 10 und 11 Uhr ein Erdstoß von schwankender, 1-2 Sekunden langer Erschütterung verspürt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Ladenburg (BW)

 29.07.1880 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.08.1880: "Ladenburg, 30. Juli. Der gestrige Tag hat für unsere Gemeinde einen bösen Schluß gehabt. Abends gegen 8 Uhr brach ein Gewitter mit Hagel und Sturm los, wie seit Jahren hier keines erlebt wurde. Ueber den Neckar ziehend, wurde von der Stadt an bis gegen Ilvesheim und zurück über den Bahndamm gegen Leutershausen der Tabak fast ausschließlich zerschlagen, die Frucht ist gottlob mit Ausnahme des Habers eingeheimst, sonst wäre der Schaden kaum zu ersetzen. Mit welcher Wuth der Sturm wüthete, dafür dienen folgende Beispiele: ein Holzschuppen in der Nähe des Bahnhofes, welcher solid gebaut war, wurde gehoben und vollständig umgeworfen, die dicksten Bäume entwurzelt, andere arg verstümmelt, ein Hopfenacker u.A. hatte z.B. 675 Stangen; als der Besitzer heute früh die noch stehenden zählte, standen noch 73 Stück; ein Mühlwagen, schwer beladen, wurde umgeworfen, kurz, man könnte nicht fertig werden, um all das zu schreiben, was geschah. Im nahen Neckarhausen schlug der Blitz ein, ohne jedoch zu zünden; ebendaselbst fielen einige Dachgiebel ein. In Feudenheim, welches vor einigen jahren stark durch Hagel heimgesucht war, soll es ebenfalls vielen Schaden angerichtet haben." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Kenzingen (BW)

 26.07.1880 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 31.07.1880: "Am 26. d. (Monats) wurde Kenzingen und Umgebung von einem schweren Gewitter heimgesucht, das nach oberflächlicher Schätzung wenigstens 100 Bäume, meist Nußbäume, entwurzelte und auch sonst viel Schaden anrichtete. Viele Garbenwagen wurden umgeworfen und wurde in einem solchen Falle ein Knabe, der unter den Wagen kam, getödtet." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Eventuell handelt es sich um eine Fortsetzung der Schneise im Fall Burkheim, Bischoffingen, Leiselheim, allerdings sind aus den dazwischen liegenden Orten keine Schäden bekannt.

Gelbach (BW)

 26.07.1880 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 31.07.1880: "In Gelbach (Oberwolfach) hat der Sturm einen Neubau umgelegt und in einem großen Holzhaufen verwandelt. Der Schaden ist beträchtlich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Burkheim (BW),
Bischoffingen (BW),
Leiselheim (BW)

 26.07.1880 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 30.07.1880: "G. Altbreisach, 28. Juli. Am 26. Juli Nachmittags zog ein schweres Gewitter von den Vogesen über das Rheinthal mit seiner oberen Grenze am Kaiserstuhl vorüber, und entwickelte sich dabei eine Windhose verbunden mit Hagelschlag über die Gemeinden Wiedensohlen, Kuhnheim und Balzenheim im Elsaß, Burkheim, Bischoffingen und Leiselheim am Kaiserstuhl und richtete großen Schaden an Gebäuden, Bäumen, Reben und Feldfrüchten an. Letztere sind ganz verwüstet. In Balzenheim ist ein Gebäude vollständig zerstört und in Burkheim hat die Kirche schwer gelitten." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Die Zubahn betrug damit mindestens 14 Kilometer, teils auf französischem, teils auf deutschen Gebiet.
Mai

Lichtenau (Baden) (BW)

 24.05.1878 / Stärke (W) Bestätigt
Ein Tornado zog über Bettenhoffen, Gambsheim (ca. 15 km nordöstlich von Straßbourg) und Offendorf in Frankreich hinweg. Nach den Beschreibungen mehrerer Augenzeugen zog der Tornado noch weiter bis auf den Rhein, erreichte das Badische Ufer aber nicht mehr. Auf dem Fluss konnte er aber noch als Wasserhose beobachtet werden. In Frankreich gab es Schäden bis in den F3-Bereich. (recherchiert von François Paul, Originalquellen: Bulletin de la Société d'Histoire Naturelle de Colmar. 18 et 19 e années. Colmar, Decker, 1878. p. 242 sowie L'Année scientifique et industrielle, par Louis Figuier. 22 ème année (1878). Paris, Hachette, 1879. pp. 58-61) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 30.05.1878: "Am letzten Freitag richtete, wie die "B.L." aus dem Elsaß gemeldet wird, ein füchterlicher Orkan in den Gemeinden Killstedt, Gambsheim und Offendorff a.Rh. großen Schaden an. Abgesehen von dem Verluste, welchen dieser wüthende Sturm auf dem Felde an Bäumen und Hopfenanlagen anrichtete, sind in Gambsheim allein 7 Scheunen völlig zusammengerissen. In Offendorff liegen mehrere Wohnhäuser armer Leute vollständig zerstört. Bei dem ganzen Unglück, welches viele Personen auf dem Felde überrascht hat, sind, soweit bekannt, keine Menschenleben zu beklagen, obwohl vielfache Verletzungen vorkamen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Pfahlheim (BW)

 08.07.1875 / Stärke (F2) Bestätigt
"1875 am 8. Juli nachm. 2 Uhr erschien eine Windhose bei Pfahlheim, OA Ellwangen; sie zog sich südlich bis in die Markung Zöbingen. In Pfahlheim wurden zwei Scheuern in die Höhe gehoben, Ziegel abgedeckt und ein kleiner Weiher von der Windhose aufgesogen. Im Walde Nonnenholz sah man in einem ungefähr 100 Fuß breiten Streifen die Bäume, darunter die stärksten Eichen, ausgerissen, abgedreht, abgebrochen und abgeästet. Die Wind- und Wassersäule wurde weithin gesehen." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)

Langenargen (BW)
[Region: Bodensee]

 04.07.1872 / Stärke (W) Bestätigt
Zwischen 07:00 und 08:30 Uhr entstehen auf dem oberen Teil des Bodensees mindestens fünf Wasserhosen und zwei weitere Ansätze dazu: "1872, den 4. Juli 7-8 1/2h a. beobachtete man auf dem oberen Bodensee fünf vollständige Wasserhosen und zwei Wolkentrichter nebeneinander." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 ? Weitere Quellen: Jahresbericht der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich, 1906?1907, Zürich, 105?127 und Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917). "1872 am 4. Juli erschienen Wasserhosen auf dem Bodensee. Morgens nach 7 Uhr sank ein spitzer, oben breiter Wolkensack pfeilschnell herab, während ihm von unten her aus dem Seespiegel ein ähnlicher Kegel entgegenschoß." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1872: "Vom Bodensee, 4. Juli. Gestern Abend schlug in Langenargen der Blitz in ein kleines Wohnhaus ein, welches sofort in Brand gerieth. Trotz des heftigen Windes konnte solcher bald gelöscht werden. - Heute Vormittag wurde auf dem See in der Richtung zwischen dem Rheineinfluß und Langenargen das seltene Phänomen einer Wasserhose wahrgenommen, welche von ziemlich starker Ausdehnung war. Segelschiffe kamen glücklicherweise nicht in ihren Bereich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornados auf dem Bodensee 1872

Langenargen (BW)

 04.07.1872 / Stärke (W) Bestätigt
Zwischen 07:00 und 08:30 Uhr entstehen auf dem oberen Teil des Bodensees mindestens fünf Wasserhosen und zwei weitere Ansätze dazu: "1872, den 4. Juli 7-8 1/2h a. beobachtete man auf dem oberen Bodensee fünf vollständige Wasserhosen und zwei Wolkentrichter nebeneinander." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 ? Weitere Quellen: Jahresbericht der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich, 1906?1907, Zürich, 105?127 und Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917). "1872 am 4. Juli erschienen Wasserhosen auf dem Bodensee. Morgens nach 7 Uhr sank ein spitzer, oben breiter Wolkensack pfeilschnell herab, während ihm von unten her aus dem Seespiegel ein ähnlicher Kegel entgegenschoß." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1872: "Vom Bodensee, 4. Juli. Gestern Abend schlug in Langenargen der Blitz in ein kleines Wohnhaus ein, welches sofort in Brand gerieth. Trotz des heftigen Windes konnte solcher bald gelöscht werden. - Heute Vormittag wurde auf dem See in der Richtung zwischen dem Rheineinfluß und Langenargen das seltene Phänomen einer Wasserhose wahrgenommen, welche von ziemlich starker Ausdehnung war. Segelschiffe kamen glücklicherweise nicht in ihren Bereich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornados auf dem Bodensee 1872

Langenargen (BW)

 04.07.1872 / Stärke (W) Bestätigt
Zwischen 07:00 und 08:30 Uhr entstehen auf dem oberen Teil des Bodensees mindestens fünf Wasserhosen und zwei weitere Ansätze dazu: "1872, den 4. Juli 7-8 1/2h a. beobachtete man auf dem oberen Bodensee fünf vollständige Wasserhosen und zwei Wolkentrichter nebeneinander." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 ? Weitere Quellen: Jahresbericht der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich, 1906?1907, Zürich, 105?127 und Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917). "1872 am 4. Juli erschienen Wasserhosen auf dem Bodensee. Morgens nach 7 Uhr sank ein spitzer, oben breiter Wolkensack pfeilschnell herab, während ihm von unten her aus dem Seespiegel ein ähnlicher Kegel entgegenschoß." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1872: "Vom Bodensee, 4. Juli. Gestern Abend schlug in Langenargen der Blitz in ein kleines Wohnhaus ein, welches sofort in Brand gerieth. Trotz des heftigen Windes konnte solcher bald gelöscht werden. - Heute Vormittag wurde auf dem See in der Richtung zwischen dem Rheineinfluß und Langenargen das seltene Phänomen einer Wasserhose wahrgenommen, welche von ziemlich starker Ausdehnung war. Segelschiffe kamen glücklicherweise nicht in ihren Bereich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornados auf dem Bodensee 1872

Langenargen (BW)

 04.07.1872 / Stärke (W) Bestätigt
Zwischen 07:00 und 08:30 Uhr entstehen auf dem oberen Teil des Bodensees mindestens fünf Wasserhosen und zwei weitere Ansätze dazu: "1872, den 4. Juli 7-8 1/2h a. beobachtete man auf dem oberen Bodensee fünf vollständige Wasserhosen und zwei Wolkentrichter nebeneinander." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 ? Weitere Quellen: Jahresbericht der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich, 1906?1907, Zürich, 105?127 und Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917). "1872 am 4. Juli erschienen Wasserhosen auf dem Bodensee. Morgens nach 7 Uhr sank ein spitzer, oben breiter Wolkensack pfeilschnell herab, während ihm von unten her aus dem Seespiegel ein ähnlicher Kegel entgegenschoß." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1872: "Vom Bodensee, 4. Juli. Gestern Abend schlug in Langenargen der Blitz in ein kleines Wohnhaus ein, welches sofort in Brand gerieth. Trotz des heftigen Windes konnte solcher bald gelöscht werden. - Heute Vormittag wurde auf dem See in der Richtung zwischen dem Rheineinfluß und Langenargen das seltene Phänomen einer Wasserhose wahrgenommen, welche von ziemlich starker Ausdehnung war. Segelschiffe kamen glücklicherweise nicht in ihren Bereich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornados auf dem Bodensee 1872

Langenargen (BW)

 04.07.1872 / Stärke (W) Bestätigt
Zwischen 07:00 und 08:30 Uhr entstehen auf dem oberen Teil des Bodensees mindestens fünf Wasserhosen und zwei weitere Ansätze dazu: "1872, den 4. Juli 7-8 1/2h a. beobachtete man auf dem oberen Bodensee fünf vollständige Wasserhosen und zwei Wolkentrichter nebeneinander." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 ? Weitere Quellen: Jahresbericht der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich, 1906?1907, Zürich, 105?127 und Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917). "1872 am 4. Juli erschienen Wasserhosen auf dem Bodensee. Morgens nach 7 Uhr sank ein spitzer, oben breiter Wolkensack pfeilschnell herab, während ihm von unten her aus dem Seespiegel ein ähnlicher Kegel entgegenschoß." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1872: "Vom Bodensee, 4. Juli. Gestern Abend schlug in Langenargen der Blitz in ein kleines Wohnhaus ein, welches sofort in Brand gerieth. Trotz des heftigen Windes konnte solcher bald gelöscht werden. - Heute Vormittag wurde auf dem See in der Richtung zwischen dem Rheineinfluß und Langenargen das seltene Phänomen einer Wasserhose wahrgenommen, welche von ziemlich starker Ausdehnung war. Segelschiffe kamen glücklicherweise nicht in ihren Bereich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornados auf dem Bodensee 1872

Langenargen (BW)

 04.07.1872 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zwischen 07:00 und 08:30 Uhr entstehen auf dem oberen Teil des Bodensees mindestens fünf Wasserhosen und zwei weitere Ansätze dazu: "1872, den 4. Juli 7-8 1/2h a. beobachtete man auf dem oberen Bodensee fünf vollständige Wasserhosen und zwei Wolkentrichter nebeneinander." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 ? Weitere Quellen: Jahresbericht der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich, 1906?1907, Zürich, 105?127 und Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917). "1872 am 4. Juli erschienen Wasserhosen auf dem Bodensee. Morgens nach 7 Uhr sank ein spitzer, oben breiter Wolkensack pfeilschnell herab, während ihm von unten her aus dem Seespiegel ein ähnlicher Kegel entgegenschoß." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1872: "Vom Bodensee, 4. Juli. Gestern Abend schlug in Langenargen der Blitz in ein kleines Wohnhaus ein, welches sofort in Brand gerieth. Trotz des heftigen Windes konnte solcher bald gelöscht werden. - Heute Vormittag wurde auf dem See in der Richtung zwischen dem Rheineinfluß und Langenargen das seltene Phänomen einer Wasserhose wahrgenommen, welche von ziemlich starker Ausdehnung war. Segelschiffe kamen glücklicherweise nicht in ihren Bereich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornados auf dem Bodensee 1872

Langenargen (BW)

 04.07.1872 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zwischen 07:00 und 08:30 Uhr entstehen auf dem oberen Teil des Bodensees mindestens fünf Wasserhosen und zwei weitere Ansätze dazu: "1872, den 4. Juli 7-8 1/2h a. beobachtete man auf dem oberen Bodensee fünf vollständige Wasserhosen und zwei Wolkentrichter nebeneinander." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902 ? Weitere Quellen: Jahresbericht der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich, 1906?1907, Zürich, 105?127 und Alfred Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917). "1872 am 4. Juli erschienen Wasserhosen auf dem Bodensee. Morgens nach 7 Uhr sank ein spitzer, oben breiter Wolkensack pfeilschnell herab, während ihm von unten her aus dem Seespiegel ein ähnlicher Kegel entgegenschoß." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 09.07.1872: "Vom Bodensee, 4. Juli. Gestern Abend schlug in Langenargen der Blitz in ein kleines Wohnhaus ein, welches sofort in Brand gerieth. Trotz des heftigen Windes konnte solcher bald gelöscht werden. - Heute Vormittag wurde auf dem See in der Richtung zwischen dem Rheineinfluß und Langenargen das seltene Phänomen einer Wasserhose wahrgenommen, welche von ziemlich starker Ausdehnung war. Segelschiffe kamen glücklicherweise nicht in ihren Bereich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Tornados auf dem Bodensee 1872

Schluttenbach (BW)

 23.07.1867 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Sturmereignis in Schluttenbach bei Ettlingen. Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 30.07.1867: "Ettlingen, 26. Juli. Das Gewitter, welches am 23. d.M. Abends zwischen 8 und 9 Uhr unsere Gegend von Süden nach Norden durchzog, hat einzelnen unserer Gebirgsgemeinden durch Entwurzeln von Obstbäumen große Verluste gebracht. Die dürstige Gemeinde Schluttenbach aber hat eine wahre Verheerung zu beklagen. Denn nicht nur wurden in den Gärten und Grasplätzen der nächsten Umgebung 650 Obstbäume, und im Felde eben so viele mit ihrem meist leichten Ertrag aus der Erde gerissen sondern durch Sturm und Gewitterschlag fast alle Häuser beschädigt. Dem größten Theil derselben wurden die Ziegel und Theile des Dachstuhles entrissen, so daß fast Stunden weit die Schindeln fortgetragen wurden. Einem Hause wurde der obere Giebel und die ganze Bedeckung einer Dachwohnung durch einen großen Ast der alten Dorflinde im Fluge weggeschlagen und das Scheuer- und Stallgebäude des Hirschwirths Günter stürzte auf den stärksten Gewitterschlag vollständig in Trümmer. Durch eine vom Bezirksamt angeordnete Aufnahme stellte sich der Verlust von etwa 72,000 Ziegel heraus, und berechnet sich der Schaden an Gebäuden ohne die erwähnte Scheuer auf wenigstens 16000 fl., derjenige am Obst auf 14000 fl. Da die Einwohner jährlich über 600 fl. gelöst haben und die meisten Familien in Folge der schlechten Ernte des vorigen Jahres schon längere Zeit ihr Brod zu kaufen genöthigt sind, so ist der Jammer erklärlich, mit welchem sie nicht nur in diesem, sondern auch in den folgenden Jahren ihr prachtvollen Obstbäume vermissen werden. Der Wohltätigkeitssinn hat hier reichliche Gelegenheit zur Entfaltung seiner Unterstützungsmittel. (Karlsr. Ztg.)" (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Wiesloch (BW)

 15.07.1867 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 19.07.1867: "Wiesloch , 16. Juli. Gestern Abend zwischen 9 und 10 Uhr zog ein heftiges Gewitter über unsere Gegend, begleitet von einem solchen Sturm, wie selten noch hier erlebt wurde. Viele hundert Bäume liegen entwurzelt auf Straßen und Feldern. Maurer und Glaser haben vollauf zu arbeiten, um die Schäden an den Wohnungen auszubessern. Riesige Bäume liegen vom Blitzstrahl zerschmettert. Einem hiesigen Photographen wurde sein am Hause angebrachter Schaukasten vom Sturme losgerissen und einige hundert Schritte mit fortgetragen. Der Schaden ist groß." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Rosenfeld (BW)

 26.07.1864 / Stärke (F1) Bestätigt
Genaues Datum unsicher, 25. oder 26.07.? "1864 am 25. Juli richtete eine von Westen herkommende Windhose bei Rosenfeld, OA Sulz große Verheerungen an Obstbäumen an. Erst erschien ein Staubwirbel und eine halbe Stunde später ausgiebiger Regen." (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - "Die Umgegend des Städtchens Rosenfeld in Würtemberg wurde am 26. Juli von einer Windhose heimgesucht, welche namentlich in einer mit Obstbäumen reich belegten Thalschlucht entsetzliche Verheerungen anrichtete; es sollen im Ganzen über 300 Bäume, die ganz und gar aus dem Boden gerissen wurden, vernichtet worden sein, von den übrigen Beschädigungen an Feldfrüchten gar nicht zu reden." (Quelle: Regensburger Tagblatt, 02.08.1864, recherchiert bei Google Books

Tornado bei Rosenfeld ( Skywarn)
Mai

Moosburg bei Bad Buchau (BW)

 10.05.1864 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Vom Federsee. (Württemberg.) Der Nachmittag des 10. Mai brachte uns ein seltenes Phänomen, eine Windhose. Aus einem starken Gewitter sich entwickelnd, hatte sie anfänglich die Form eines Baumes, bildete sich aber bald zu einer 400-500 Fuß hohen und ca. 10 Fuß breiten Wolkensäule aus, die nun auf dem Boden fest streifend unter beständiger Ausstoffung von dicken Rauchqualm wie aus einer Lokomotive ihren Marsch von den Betzenweiler Waldungen aus in der Richtung nach Moosburg fortsetzte, dort zwischen einigen Häusern ohne erheblichen Schaden durch und Brackenhofen zu eilte und sofort den Weg nach dem See einschlug. Anfangs ging sie ziemlich weit in den Seespiegel hinein, wandte sich jedoch wieder dem nördlichen Gestade zu und strich ihm entlang direct auf Tiefenbach zu, wie sie jedoch vor dem Orte sich verzehrt hatte und verschwand. Im Wasser zeigte sich der Qualm viel intensiver, dicker und schwärzer. Mehrere Personen in der Nähe sahen viele Feuerfunken aus ihm sprühen; auch soll sie große Wärme um sich verbreitet haben. Saaten und Gras auf ihrem Zuge hatte sie versengt oder ganz gelb und falb gemacht. Ihre Dauer 7 Minuten, die Weglänge 1 Stunde (D. B.)" (Quelle: Neues bayerisches Volksblatt, 20.05.1864)
Dezember

Kirchheim unter Teck (BW)

 03.12.1863 / Stärke (F2) Bestätigt
"1863 am 3. Dezember hat ein Wirbelsturm zu Kirchheim u.T. ein Dampfkamin eingeworfen." (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)
Juni

Rietenau (BW)

 02.06.1860 / Stärke (F2) Bestätigt
"1860 am 2. Juni um 6 bis 7 Uhr abends trat in den Oberämtern Hall, Backnang und Gaildorf ein Sturm auf. Bei Rietenau OA. Backnang wurde in einem 300´ breiten, vom Murrtal zum Mainhardter Wald sich 16 km hinziehenden Strich alles niedergeworfen, eine Scheuer abgetragen und alle Bäume in der Richtung nach der Strömung gelegt. Außerhalb des Strichs war fast keine Zerstörung wahrzunehmen. Das Ganze dauerte nur 8 Minuten. Hier scheint ein Wirbel mit horizontaler Achse (kondensierte Bö) vorzuliegen." (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)

Tornado in Rietenau 1860
Juli

Schwäbisch Gmünd (BW)

 28.07.1857 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"(Würtemberg.) Ulm, 29. Juli. Privatnachricbten aus Gmünd melden von einer gräulicben Zerstörung, welche gestern Nachmitttag eine Windhose, welche einem Gewitter voranging, anrichtete. Die Windhose erfaßte nämlich ein bereits aufgerichtetes Haus von drei Stockwerken und führte das Gebälke in die Luft. Unglücklicherweise befanden sich eben 8 Arbeiter auf dem Dachstuhl, welche beschäftigt waren, die Latten festzunageln, und zum Theil schwere Verletzungen davontrugen. Das Leben hat keiner eingebüßt. Der morgende Tag wird über den Vorfall Näheres bringen." (Quelle: Regensburger Tagblatt, 01.08.1857)

Deufringen (BW)

 16.07.1857 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"16. Juli 1h Mittags zu Deufringen, OA. Böblingen, ein Wirbelwind bei + 26°R., der Leinwand aufhob." (Quelle: Oberstudienrath Dr. Plieninger: Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1857 und 1858. Stuttgart, 1862)
Mai

Heilbronn (BW)

 15.05.1857 / Stärke (F1) Bestätigt
"am 15. Mai erhob sich zu Heilbronn ein 10 Minuten lang dauernder Wirbelsturm, der Bleichleinwand hoch in die Luft führte" (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg und Oberstudienrath Dr. Plieninger: Jahresbericht über die Witterungs-Verhältnisse in Württemberg, Jahrgang 1857 und 1858. Stuttgart, 1862)
Juli

Ulm (Donau) (BW)

 13.07.1854 / Stärke (F1) Bestätigt
"Ulm, den 14. Juli. Gestern Abend gegen 5 Uhr zog eine ziemlich starke Wetterwolke, von Nordwesten kommend, über unsere Stadt, die sich ohne Donner und Blitz durch einen heftigen Platzregen entladete. Unmittelbar vor dessen Ausbruch bildete sich in dem Garten des Herrn Gouverneurs, Grafen v. Sontheim an der Donau (am grünen Hof) ein Wirbelwind oder Windhose, die einen Springenbaum und anderes Gesträuch zusammendrehte, dann unter großem Getöse über die Donau fuhr, auf dem sogenannten Schwall das aus Brettern bestehende Dach des dort stehenden Waarenschuppens theilweise abhob und 12-16 Bretter desselben wohl 60 Fuß hoch senkrecht in die Luft hinauf wirbelte, gewiß so hoch als die dort stehenden Pappeln. Weiter angerichteter Schaden wurde nicht bemerkt, auch nicht in Erfahrung gebracht ob diese Windhose, der ein kaum eine Minute andauernder Sturmwind folgte, ihren Weg weiter fortgesetzt oder hier ihr Ende gefunden hat." (Quelle: Schwäbischer Merkur, 16.07.1854) - "Am 13. Juli 5h Abends entstand zu Ulm unmittelbar nach Ausbruch eines Gewitters mit Platzregen eine Windhose in einem Garten an der Donau, sauste mit grossem Geräusch über den Fluss, hob das Dach eines Wagenschoppen ab und riss die Bretter 60' hoch in die Luft; es folgte darauf ein 1 Minute dauernder Regen." (Quelle: Ebner u. Seubert, Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg, 1854, recherchiert in Google Books)

Eichstetten am Kaiserstuhl (BW)

 13.07.1853 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 16.07.1853: "Vom Kaiserstuhl, 14. Juli. Gestern Abend entlud sich ein fürchterliches Gewitter über unserer Gegend. Dasselbe war von einem wüthenden Orkan begleitet, der wieder Hunderte unserer herrlichen Obstbäume zusammengerissen, auch in den Weinbergen arge Verwüstungen angerichtet hat. Das Getreide, die Kartoffelstauden sind völlig zu Boden geworfen und der Hanf, der in guten Lagen bereits Mannshöhe erreicht hatte, liegt jämmerlich zerknickt und verheert da. Das Toben des Sturms und das Rollen des Donners machten die Häuser dermaßen erzittern und die Fenster klirren, daß man hätte glauben können, es habe sich noch ein Erdbeben in den wilden Kampf der Elemente eingereiht zur Vollendung dieser schauerlichen nächtlichen Scene." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Mai

Heubach (BW)

 22.05.1853 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt. "Am 5. Juni l 3/4h Blitzschlag auf eine Scheuer im Bezirk Heidenheim; vor 14 Tagen etwa sei, eine Windhose um den Scheuelberg gezogen und habe Verheerungen an Bäumen und Häusern angerichtet, sei über den Rosenstein nach dem Aalbuch gezogen." (Quelle: Ebner u. Seubert, Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg, 1854, recherchiert in Google Books)
Juli

Bad Niedernau (BW)

 27.07.1852 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 27. Juli nachm. 3 1/4 Uhr zog bei Niedernau nach einem heftigen Regen eine Windhose über den Wald hin" (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg und Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855) - "Am 27. Juli 3 1/4h Nachmittags zog zu Niedernau eine Trombe, wenige Minuten nach einem heftigen Regenguss, östlich über den Wald hin, sie bildete eine ober der Mitte dicke, trichterförmig gestaltete Säule von etwa 3 Mondsbreiten, anfangs dunkel, aus einer schwarzen Wolke herabgehend, plötzlich oben lichter werdend und verlor sich nach wenigen Minuten von unten her. Sie bewegte sich nicht. Nach 1/4 Stunde erschien aus der entgegengesetzten Richtung her ein Regen." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Stuttgart 1852; recherchiert bei Google Books)
Dezember

Seckenheim (BW)

 Jahr 1845 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1845 - Datum eventuell 29.07.1845. Der Tornado trat in Seckenheim auf, Näheres ist nicht bekannt. (Quelle: Fleming, J.R. and R.E. Goodman, 1994: International Bibliography of Meteorology. Diane Publishing Company, Upland, Pennsylvania, 701 S.)
Juli

Reilingen (BW)

 29.07.1845 / Stärke (F3) Bestätigt
"So beschrieb der in Schwetzingen lebende Wissenschaftler und Naturforscher Dr. Karl Friedrich Schimper die Katastrophe, bei dem besonders, unsere Gemeinde Reilingen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Am Dienstag, den 29. Juli 1845, fegte zwischen 11.00 und 12.00 Uhr mittags ein gewaltiger Wirbelsturm (Tornado) in nordöstlicher Richtung über die Rheinebene hinweg und streifte dabei unsere Gemeinde. [...] Begonnen hat dieser "Tornado" in der Nähe von Graben und zog in nordöstlicher Richtung über die Rheinebene bis Dossenheim. Seine letzten Auswirkungen wurden bei Flockenbach im Odenwald registriert. Er hat dabei eine ca. 40 km lange und bis zu 200 m breite Schneise der Verwüstung hinterlassen." (Quelle: Spargel-Gemeinde Reilingen; weitere Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917) - Weiter aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 11.08.1845: "Am 29. April hat eine sogenannte Windhose im St. Leoner Forstbezirk bis nach Eppenheim ungeheuern Schaden den Wäldern zugefügt. Die stärksten Buch- und Eichbäume liegen zerschmettert am Boden, mächtige Stämme wurden über eine Viertelstunde weit fortgeschleudert. Gegen 5000 Klafter wird der dadurch entstandene Schaden von Forstbeamten geschätzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Tornado im Raum Reilingen 1845
Die Windhose von Reilingen ( Spargel-Gemeinde Reilingen)
Die Windhose von Reilingen, Teil 2 ( Spargel-Gemeinde Reilingen)
Die Windhose von Reilingen, Teil 3 ( Spargel-Gemeinde Reilingen)
Die Windhose von Reilingen, Teil 4 ( Spargel-Gemeinde Reilingen)
Juni

Onstmettingen (BW)

 22.06.1845 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ein Orkan richtete in und um Onstmettingen erhebliche Schäden an. Der Ort Onstmettingen liegt etwa 15 Kilometer südwestlich von Erpfingen und ein Zusammenhang mit diesem Fall ist möglich.

Tornado in Onstmettingen 1845

Erpfingen (BW),
Engstingen (BW),
Kohlstetten (BW)

 22.06.1845 / Stärke (F3) Bestätigt
Dieser Tornado hinterließ erhebliche Schäden in den Wäldern bei Engstingen. - "Windhose am 22. Juni bei Schloß Lichtenstein, wo ein 1 3/4 Stunden langes und 300 Schritt breites Verwüstungsgebiet entstand" (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg und Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855)

Ein Wirbelsturm auf der Reutlinger Alb ( Marco Kaschuba, pdf-Datei)

Ulm (Donau) (BW)

 17.06.1845 / Stärke (W) Bestätigt
"1845. Am 17. Juni Nachm. erschien bei Ulm eine Wasserhose auf der Donau, die sich bald in Regen auflöste." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855)

Ulm (Donau) (BW)

 07.06.1845 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"am 7. Juni eine Wasserhose bei Ulm" (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)
August

Oberkirchberg (BW)

 16.08.1844 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Windhose am 16. August, 4-5 Minuten dauernd, zu Oberkirchberg bei Wiblingen" (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 23.08.1844: "Wiblingen, 19. Aug. Am vorigen Freitag Abend erhob sich in Oberkirchberg ein Sturmwind von N.O. her, welchem ein ähnlicher von Westen entgegenkam. An dem südlichen Ende des Orts gestaltete sich diese Erscheinung zu einer Windhose. Die Wirkung derselben äußerte sich auf eine Art, wie solche noch selten vorgekommen seyn mag. Ein schreckliches Brausen, begleitet von erdbebenartigen Stößen, welches beides aber kaum 4 bis 5 Minuten dauerte, wurde vernommen, über 50 der stärksten Bäume in Gärten und an der Straße wurden entwurzelt oder wie Strohhalme abgeknickt, die Dächer im Augenblick von den Platten entleert, und in einer Hopfen-Anlage waren wie im Nu ein paar Tausend Hopfenstangen umgerissen. Im unteren Theile des Dorfes und in der Umgegend verspürte man von allem dem nicht das Geringste." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - "1844. Am 16. Aug. Abends bildete sich zu Oberkirchberg bei Wiblingen eine Windhose, von NO herkommend, am südlichen Ende des Orts, dauerte 4-5 Minuten lang und richtete Verheerungen an Dächern, Bäumen und Hopfenanlagen an. Im untern Teil des Orts spürte man von allem diesem nicht das Geringste." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855)
Juli

Ulm (Donau) (BW)

 12.07.1842 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1842. Am 10. Juli Abends und 12. Nachm. wurden zu Ulm Windhosen am westlichen Horizont bemerkt." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855)

Ulm (Donau) (BW)

 10.07.1842 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1842. Am 10. Juli Abends und 12. Nachm. wurden zu Ulm Windhosen am westlichen Horizont bemerkt." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855)

Gundelfingen (Breisgau) (BW)

 18.07.1841 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 21.07.1841: "Gundelfingen, 19. Juli. Am Sonntag den 18. Juli Nachmittags gegen 2 Uhr wurden 3 bedeutende, von Süden nach Norden gehende Erdstöße wahrgenommen. Dabei wüthete ein heftiger Orkan, der viele Bäume entwurzelte, und die Hoffnung auf eine reiche Obsterndte vernichtete." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Auch aus Waldkirch werden Schäden durch einen Orkan gemeldet, wobei in diesem Fall kein Indiz auf einen Tornado hinweist und ein Zusammenhang zum Fall Gundelfingen nicht sicher ist.

Echterdingen (BW)

 31.07.1840 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum? "Von den Fildern, l. August. Am gestrigen Vormittage stellte sich zwischen 10 und l1 Uhr dem Auge des Beobachters in der Nahe von Echterdingen ein Meteor dar, welches unter dem Namen Windhose bekannt ist. Diese Windhose verband zwei entfernt siedende Wolken-Abtheilungen durch eine schlangenartige Linie miteinander uud berührte mit ihrem unteren Theile das Echterdinger Brachfeld, wo sie, fortwährend im Wirbel sich drehend, in ihrem Laufe Krautpflanzen, Flachs und andere Brachfrüchte in sich aufnahm und weit wegführte. Mehrere in der Nähe befindliche Personen wußten der Wirkung der Windhose durch die Flucht zu entgehen. Diese Erscheinung war mit einem rauschenden Getöse verbunden, dauerte etwa eine Viertelstunde und wurde in einem großen Umkreise gesehen." (Quelle: Neue Würzburger Zeitung, 07.08.1840; recherchiert bei Google Books)
Mai

Großglattbach (BW),
Riet (BW)
[Region: Oberamt Maulbronn]

 31.05.1838 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1838. Am 31. Mai zu Gross-Glattbach O.-A. Maulbronn und Rieth O.-A. Vaihingen eine Windhose von NW - SO, die viele Bäume zerstörte. Ebenso ein zerstörender Wirbelsturm zu Winnenden von 3-4h Mittags." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855; weitere Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)

Winnenden (BW)

 31.05.1838 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1838. Am 31. Mai zu Gross-Glattbach O.-A. Maulbronn und Rieth O.-A. Vaihingen eine Windhose von NW - SO, die viele Bäume zerstörte. Ebenso ein zerstörender Wirbelsturm zu Winnenden von 3-4h Mittags." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855; weitere Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)
Juli

Maulbronn (BW)

 12.07.1836 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"1836. Am 12. Juli Abends 7h Gewittersturm im Bezirk Maulbronn, der nur eine Minute gedauert habe, mit grossen Verheerungen an Bäumen und Häusern." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855)
Juni

Konstanz (BW)

 26.06.1833 / Stärke (W) Bestätigt
Gegen 18:45 Uhr zogen zwei Wasserhosen in der Nähe von Konstanz über den Bodensee: "1833, den 26. Juni 6h 45m p. wurden durch Lachmann bei Konstanz zwei Wasserhosen zwei Wasserhosen nebeneinander konstatiert. Die Luft war schwül, mit 29,4° C. Den ganzen Nachmittag lagerten Gewitterwolken über dem See und während der Erscheinung erfolgten auf der entgegengesetzten Seite (des Sees?) Blitz, Donner und Regen. Die kleine Hose dauerte ca. 3, die grössere 5 Minuten. Nach Aussagen der Bewohner von Konstanz "seien schon früher solche gesehen worden"." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902) ? Weitere Quellen: Muncke I. c. S. 1678 Nr. 21 und A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)

Konstanz (BW)

 26.06.1833 / Stärke (W) Bestätigt
Gegen 18:45 Uhr zogen zwei Wasserhosen in der Nähe von Konstanz über den Bodensee: "1833, den 26. Juni 6h 45m p. wurden durch Lachmann bei Konstanz zwei Wasserhosen zwei Wasserhosen nebeneinander konstatiert. Die Luft war schwül, mit 29,4° C. Den ganzen Nachmittag lagerten Gewitterwolken über dem See und während der Erscheinung erfolgten auf der entgegengesetzten Seite (des Sees?) Blitz, Donner und Regen. Die kleine Hose dauerte ca. 3, die grössere 5 Minuten. Nach Aussagen der Bewohner von Konstanz "seien schon früher solche gesehen worden"." (Quelle: Früh, J., 1907: Wasserhosen auf Schweizer Seen. Jahresberichte der Geographisch-Ethnographischen Gesellschaft in Zürich. Band: 7 (1906-1907), Seiten 105-127. Link: http://dx.doi.org/10.5169/seals-8902) ? Weitere Quellen: Muncke I. c. S. 1678 Nr. 21 und A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
April

Horb (BW)

 15.04.1831 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 15. April 1831 erschien eine verwüstende Windhose im Oberamt Horb; sie brach mit solcher Gewalt herein, daß sie fünf Gebäude ihrer Dächer, Fenster, Türen und aller nicht grundfesten Teile teils ganz, teils weniger beraubte. In der von dem Wirbelwind verursachten Staubsäule (Nebel?) wurde Feuer gesehen (Elektrizität?). Der Wirbelwind entwurzelte auf seinem weiteren Zuge viele Obstbäume, warf Menschen zu Boden und wirbelte zum Teil in außerordentliche Höhe eine große Anzahl Bäume, Latten, Schindeln, Kleidungsstücke, selbst Gänse und Enten mit sich fort." (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)

Tornado in Horb am Neckar
Juli

Mengen (BW)

 02.07.1828 / Stärke (F1) Bestätigt
"Im Jahre 1828 am 2. Juli nachmittags 3 Uhr senkte sich in Mengen aus einer Gewitterwolke gegen Westen unter kurzem Regen und etwas Hagel eine wirbelnde weiße Säule über die Stadt herab, welche Dächer abhob, Fenster eindrückte, Menschen niederwarf, Bäume zerriß und entwurzelte. Ringsherum herrschte keine merkliche Luftstörung." (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)
Juni

Schliengen (BW)

 18.06.1828 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.07.1828: "Am 18. war (sagt die Dorfzeitung) in Schliengen bei Basel der Himmel so schwarz bedeckt, daß man Abends um 7 Uhr Lichter anbrennen mußte. Plötzlich stand der ganze Himmel in einem ununterbrochenen Feuer und der Sturm kam so wüthend, daß kein Halm auf dem Felde blieb. Dicke Bäume wurden ausgerissen und fortgeschleudert, 100 Pfund schwere Felsstücke von den Bergen geworfen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Rittersbach (BW)

 30.07.1824 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 08.08.1824: "Mosbach, den 1. August. Ein furchtbares Gewitter, welches Schloßen, im Gewicht von 1 1/2 Pfund, mit sich führte, zog vorgestern Nachmittags, zwischen 4 und 5 Uhr, von Südwest nach Nordost, entladete sich zwischen Bienau und Rittersbach, und richtete in einer Viertelstunde die ganze noch ausstehende Erndte von 7 Gemeinden diesseitigen Amtes gänzlich zu Grunde; Fenster und Dächer wurden zusammengeschlagen, Gebäude und Bäume umgerissen, wobei ein Mann das Leben verlor, und viele schwer verwundet wurden. Die unglücklichen Bewohner dieser Gegend, welche nicht einmal die Saatfrucht zur Bestellung ihrer Felder zu erwarten haben, nehmen die Zuflucht zur Milde der hohen Regierung und fühlender Nebenmenschen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Ehingen (BW)

 15.07.1824 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 01.08.1824: "Ehingen. Am 15. d. Vormittags und am 18. Nachmittags wurden achtundzwanzig, zum Theil der größten, Markungen des Oberamts Ehingen von einem furchtbaren Hagelschlag getroffen. Das erstemal wüthete zugleich ein Sturm, der auf einigen Markungen starke Bäume wie Stäbe abbrach und fortschleuderte, überhaupt auch Fensterscheiben und Dachplatten zerstörte. Der Schaden ist noch nicht ganz eingeschätzt, es darf aber angenommen werden, daß er zum Theil als total, zum Theil zu 3/4, zur Hälfte, und nur bei wenigen zu 1/4 sich ergeben wird." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Aichstetten (BW)

 09.06.1819 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 9. Juni sah man bey Aichstetten (im Würtembergischen) eine Windhose, die einen Durchmesser von 50 Schritten hatte. Wie groß die Kraft dieser Wirbelwolke war, ist daraus abzunehmen daß sie ein erst vor wenigen Jahren neu und massiv erbautes Bauernhaus mit großem Krache schnell zusammen riß und eine mit Eisen gebundene große Kiste in der Höhe über 200 Schritte weit forttrug." (Quelle: Augsburgische Ordinari Postzeitung von Staats-, gelehrten, historisch- u. ökonomischen Neuigkeiten. Moy, 1819). Der Tornado dürfte mindestens die Stärke F2 erreicht haben, eventuell noch mehr.

[Tornado] 09.06.1819 - Aichstetten (RV|BW) ( Skywarn)
Juli

Wildenstein (BW)

 07.07.1813 / Stärke (F0) Bestätigt
Aus einer Meldung des "Le Moniteur Universel" vom 26. Juli 1813: "Am 7. Juli, zwischen zwei und drei Stunden am Nachmittag, es lag in der Nähe von Wildenstein (zwischen Dinkelsbuhl und Krailsheim), durch eine ruhige und in die Richtung von Süden nach Norden, ein Wirbel, aber bisher noch nicht sehr weit ausgedehnt, war begleitet von einem Geräusch ähnlich dem mehrere Wagen, die auf der Straße rollen, und wurde beendet durch Explosionen, wie eine Gewehrsalve. [...]" (recherchiert von François Paul)
Dezember

Crailsheim (BW)

 26.12.1810 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Aus Kreilsheim im Ansbachsen - Der gestrige sehr heitere erste Christtag (1810) endete, mit dem Eintritte der Abenddämmerung höchst unfreundlich unter heftigen und anhaltenden Gewitterstürmen. Morgens gegen 6 Uhr zeigte sich, während des immer noch fortgesetzten Regnens und Stürmens, 20 Sekunden lang, eine sich allgemein verbreitende Helligkeit am Himmel, aus welcher eine Feuersäule von unermeßlicher Höhe, und von wenigstens 100 Fuß Breite, sich entwickelte. Diese majestätische Lufterscheinung zerplatzte mit heftigem Knalle an der Westseite des Städtchens. Die Säule lösete sich in viele tausend Feuerklumpen von verschiedener Größe auf. Thurm und Kirche waren jetzt phosphorartig glänzend. Die Erscheinung sprühete, gleich einem Vulkane, raketenartiges Feuer nach allen Richtungen hin. Das auf und niederspielende Feuer bildete eine Art von Pyramide. Sie breitete sich unten sehr aus, blieb, nach dem Knalle, wol noch 20 Sekunden sichtbar und erlosch dann gänzlich. Das Brausen des Sturmes dauerte fort." (Quelle: Samuel Christoph Wagener: Das Leben des Erdballs und aller Welten - Neue Umsichten und Folgerungen aus Thatsachen: allen Erforschern und Sinnigen Freunden der Natur. Amelang, Berlin, 1828, 760 S.)
Juni

Stuttgart (BW)

 21.06.1787 / Stärke (F2) Bestätigt
"1787 erhob sich ein Wirbelwind am 21. Juni bei Heslach (Stuttgart) und verwüstete mit großem Geräusch und mit dichtem Nebel dahinziehend auf 100 Schritt Breite alles, was ihm in den Weg kam; er dauerte nur wenige Minuten." (Quellen: K. Pfaff: Württembergisches Jahrbuch 1850, "Nachrichten über Witterung, Fruchtbarkeit, merkwürdige Naturereignisse, Seuchen usw. in Süddeutschland, besonders in Württemberg", 807 bis 1815 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg)
Juli

Bad Cannstatt (BW)

 28.07.1627 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 18. [Juli] war so ein grausamer Wind (wie vor einem Jar) daß er vil Gebäw im Westerich / Breißgaw / Rheinstrom / vnd Schwaben / sonderlich zu Muckensturm eingerissen / im Westerich hat es 18. Fürst / zween KirchenThurn / auch sonsten vil Gebäw hin vnd wider eingerissen. Auch mit Hagel vnnd Gewässer / Menschen / Vieh vnd vil Schwein ersäufft / auch vil Tausendt wildter vnnd haimischer Bäum / verschlitzt vnd auß der Erden geworffen / daß Männiglich vermeint der Jüngste-tag sey vorhanden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Ginschopff, Johann, Chronica / Oder Eygendtliche Beschreibung vieler Denckhwürdigen Geschichten / die sich im Fürstenthumb Württemberg / sonderlichen vmb Stutgart her zugetragen [...]. - 2. Aufl. - Durlach, 1631, S. 132)
August

Waiblingen (BW),
Plochingen (BW)

 13.08.1562 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Und ging das wetter mit seinem gwallt auff Weiblingen, Stetenn, Strempffelbach, zu Plochengen sich geendett, auff die Filder auff etliche seiten. Den habern hat es in boden geschlagen, das man sagt, denen, so solcher schaden was begegnett, 6 morgen haben nit mer dan ein semere oder metzen geben, das stro ist zerflogen. [...] Es vermeinten auch etlich, die solche zu Stutgarten gesechenn, im gantzen zechenden solle nit ein fuder wein werden, auch dergleichen mancher weingart um zwo mas zu lesenn wer zu gelasen. [...]." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Diehl (Hg.), S. 237-239)

Heilbronn (BW)

 13.08.1562 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Disen vorgeschriben jamer kompt mir je lenger mer zu handen, wird bericht, doch selbs auch gesechenn, so weit es gereicht, auff die vir meil weg schaden gettan an fensterwerk auff die fünffzig tusent fl. Zu Heilbronn fast auff denn tächer alle ziegell zerschlagen und hingebracht, so man hette die gantzen ziegel zusamen gettan, wirde man nytt ein hus darmit bedekt haben. Nach wie zuvor in Stutgartter zechend nit ein fuder wein mocht gesamlet werden, das sit ein jamer. Ferner in disem wetter zu Tallen bey Heilbron gelegenn ein flekenn ist gleicher gstalt so hartt mit hagell verderbt, wein, kornn, die heiser tächer eingeschlagenn, das kein ziegel mer gantz beliben und der edelman, so iber den flekenn Tallen geherrschett, sich des jamers thet erbarmen, auch die jemerliche not, sich nemant des gnugsam ergrinden mocht, der edellman inen dem volck briter, stro kaufft, die heiser mit zu betteken, auch inen zugesagt, sie sollen gettrost sein, er welle inen tusent fl leichen, wan dieselben ein end haben, welle er noch tusent leichen, bis got in wider gebe, das was ein trost." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Diehl (Hg.), S. 237-239)

Stuttgart-Mitte (BW),
Esslingen am Neckar (BW)

 13.08.1562 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Auff montag denn 3 Augustus im 1562 jar zweischen 11 und zwelff ur kam ein solchs schwartz finster wolck und grusamer wi[n]d, das es so finster scheint, [...], dergleichen wein, alle fruchten, so auff dem feld gewesen, ales zu grund geschlagenn, das laub von den stekenn, die traubenn herunder, keinen gelasenn, das holtz gantz zerhackett, kraut, darauff grose hoffung stund dem armen man, was alles, das sich das gantz volck hartt bejamertt und auch sich verderbens und sterbens gantz verwegen.
Item auch zu Stutgartten, do es ist auffgangen, dem furstenn an dem lusthus vermeinen bey tusent gulden fenster zerschlagen, auch alhie zu Eslingen manchem um 8 und 9 fl 2 fl 3 fl fenster zuschmettertt, [...]. Es schwamen das obs mit groser meng in den waserflüsen, das es die leut mit wanenn bey ettlichen zu hundertt korb voll zusamen raspetten.
Und ging das wetter mit seinem gwallt auff Weiblingen, Stetenn, Strempffelbach, zu Plochengen sich geendett, auff die Filder auff etliche seiten. Den habern hat es in boden geschlagen, das man sagt, denen, so solcher schaden was begegnett, 6 morgen haben nit mer dan ein semere oder metzen geben, das stro ist zerflogen. [...] Es vermeinten auch etlich, die solche zu Stutgarten gesechenn, im gantzen zechenden solle nit ein fuder wein werden, auch dergleichen mancher weingart um zwo mas zu lesenn wer zu gelasen. [...].
Disen vorgeschriben jamer kompt mir je lenger mer zu handen, wird bericht, doch selbs auch gesechenn, so weit es gereicht, auff die vir meil weg schaden gettan an fensterwerk auff die fünffzig tusent fl. Zu Heilbronn fast auff denn tächer alle ziegell zerschlagen und hingebracht, so man hette die gantzen ziegel zusamen gettan, wirde man nytt ein hus darmit bedekt haben. Nach wie zuvor in Stutgartter zechend nit ein fuder wein mocht gesamlet werden, das sit ein jamer. Ferner in disem wetter zu Tallen bey Heilbron gelegenn ein flekenn ist gleicher gstalt so hartt mit hagell verderbt, wein, kornn, die heiser tächer eingeschlagenn, das kein ziegel mer gantz beliben und der edelman, so iber den flekenn Tallen geherrschett, sich des jamers thet erbarmen, auch die jemerliche not, sich nemant des gnugsam ergrinden mocht, der edellman inen dem volck briter, stro kaufft, die heiser mit zu betteken, auch inen zugesagt, sie sollen gettrost sein, er welle inen tusent fl leichen, wan dieselben ein end haben, welle er noch tusent leichen, bis got in wider gebe, das was ein trost." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Diehl (Hg.), S. 237-239)
Januar

Weigheim (BW)

 30.01.1530 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"In anno 1530 jar an S. Sebastianstag [20.01.] so weyet der windt zue Weyga den kirchenthurn umb und veil heüsser in derffern, auch baum in walden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Roder (Hg.), S. 191)
Juli

Bohlingen (BW)

 06.07.1517 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Item im selben jar uff fritag nach sant Johanstag im sumer [26.06.] am aubend do kam ain solich graußam wetter mit ungestieme aines windes durch alle land im Hegow, zu Bolingen warf der wind fill hußer nider, desgelich in des von Wurtenberg land etlich schloß ab den bergen und zu Norlingen in der stat fill hußer darnider un tett in allen landen so unseglich großen schaden, darvon nit zu redend noch zu schriben ist. Item uff den selbigen fritag nach sant Johanstag im selben wetter warf der wind das tach hie ob der bruck for dem Bickenthor gantz und gar hinab in den bach gegen dem Niderthor und thet hie an den hußern, desgelichen an den techern fast grosen schaden. Item in des von Wurtenberg land nam das selbig wetter durch das gantz land win und korn und alle frucht, der grosst hunder im land, das ie gehortt ward." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Roder (Hg.), S. 67)