Bisher 150 bestätigte, dazu 6 Plausible und 234 Verdachtsfälle
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Mai
Februar

Niederdorfelden (HE)

 27.02.2017 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MEZ. Schäden beim Durchzug eines kräftigen Schauers. Aus einer Meldung der Hessenschau vom 28.02.2017: "Anders im Main-Kinzig-Kreis: In Niederdorfelden bei Maintal deckte ein heftiger Windstoß ein Hallendach ab. Die Abdeckplatten wurden einige Meter durch die Luft geschleudert und landeten in umliegenden Gärten. Ursache war laut Polizei eine Windhose. Verletzt wurde niemand." - Aus einer Meldung der Frankfurter Neuen Presse vom 28.02.2017: "Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden - Weltuntergangs-Szenario am Dienstagabend in Niederdorfelden: Der Sturm pfeift durch den Ort und hinterlässt Verwüstungen an Häusern, Autos und der Kirche. Trotz eines fliegenden Daches wird zum Glück niemand verletzt. Aber die Feuerwehr ist im Großeinsatz. "Da muss ich 81 Jahre alt werden, um so etwas zu erleben ..." Frieda Wittich ist am Vormittag immer noch fassungslos. Die Seniorin blickt aus ihrem Fenster in der Gronauer Straße auf ein Trümmerfeld. Direkt gegenüber steht eine Lagerhalle – jetzt allerdings ohne Dach. Große Teile davon – Blech und Holz – liegen auf einem Berg davor. Ein anderer Teil ist sogar rund 80 Meter weit geflogen, als eine Windhose am Dienstag gegen 21 Uhr mit einer geschätzten Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern durch die kleine Main-Kinzig-Gemeinde pfiff. "Es gab einen lauten Knall und dann flog das Dach über unser Haus", erzählt Frieda Wittich. Das Gebäude kam glimpflich davon. Pech hat aber Reinhard Schott. Er wohnt quasi hinter Frau Wittich. Auf seinem Opel landen Blech und Holzbalken, zerstören die Heckscheibe des im Hof geparkten Autos. Und schneiden auch noch einen dicken Ast im nächsten Garten ab. Schott nimmt es mit Galgenhumor. Obwohl er sich gerade über die Versicherung ärgert, die ihm kein Ersatzfahrzeug zur Verfügung stellen will – und den Schaden erst in rund zwei Tagen begutachten kommen will. "Aber es hätte schlimmer kommen können – immerhin ist unsere Hausfassade heil geblieben", sagt Schott. "Und zum Glück ist niemand verletzt worden", freut sich auch Bürgermeister Klaus Büttner (SPD). Er macht gestern Morgen die Runde im Dorf, war am Sturmabend selbst nicht zuhause. Neben dem abgerissenen Dach und dem kaputten Auto hat es auch die evangelische Kirche getroffen: Der Sturm riss dort rund 30 Dachziegel runter. Betroffen ist auch ein anderes Wohnhaus in der Hainstraße. [...] Wie hoch die Schäden sind, ist noch unklar. Das ermitteln nun Sachverständige. Betroffen von der Windhose ist offenbar nur ein schmaler Streifen in Niederdorfelden. Nach rund einer Viertelstunde ist der Spuk vorbei. Kräftige Winde und Regen gibt es aber noch die ganze Nacht." - Aus einer Meldung von FFH vom 28.02.2017: "In Niederdorfelden im Main-Kinzig-Kreis wurden laut Polizei zwei Dächer abgedeckt. Das Dach einer Werkshalle wurde komplett abgedeckt, Teile krachten auf ein parkendes Auto. Und von einem Wohnhaus wurden ein paar Ziegel weg geweht. Schuld war nach den Angaben der Feuerwehr eine Windhose." - Aus einer Meldung der Feuerwehr Niederdorfelden vom 28.02.2017: "Zuerst wurde die Feuerwehr um 21:16 in die Hainstraße zu einem teils abgedeckten Dach alarmiert. [...] Fast gleichzeitig wurde in die Gronauer Straße gerufen. Hier war zunächst ein halb abgedecktes Garagendach gemeldet worden. Hier konnte man nicht mehr tun, wie lose Trümmerteile des Daches zu entfernen. Kurzdarauf meldeten sich Anwohner aus der Gronauer Straße zu drei weiteren Einsatzstellen: Die ca. 40 m² große Überdachung eines seitlichen Anbaus einer großen Gerätehalle wurde vom Wind etwa 70 Meter weiter in einen Garten und Hof eines Wohnhauses befördert und landete dort auch auf einem PKW. Einige Trümmerteile gerieten auch auf ein Nachbargrundstück und zerstörten dort ein weiteres Dach. An diesen Einsatzstellen konnte nicht mehr getan werden, wie das Sichern der Trümmerteile um weitere Gefahren zu vermeiden. Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen. Zu guter Letzt ging es noch in die Mühlgasse. Auch hier wurde ein Dach stark beschädigt. Dieses konnte mit Hilfe der Drehleiter aus Maintal wieder geschlossen werden."

Tornadoverdacht am Montagabend in Hessen bisher unbegründet (Wetterkanal)
Umgestürzte Bäume und abgedecktes Dach (Hessenschau, 28.02.17)
Orkanböe hinterlässt Spur der Verwüstung in Niederdorfelden (Frankfurter Neue Presse, 28.02.17)
Heftiges Unwetter entwurzelt Bäume bei Romrod – FFH.de (FFH, 28.02.17)
Dezember

Nieder-Erlenbach (HE)

 26.12.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
eitpunkt: gegen 13:10 Uhr MEZ.Meldung eines Tornados mit Schäden: "Am 26.12.2016 gegen 13 Uhr ist ein Tornado über unsere Gärtnerei in Frankfurt/Nieder-Erlenbach (Erlenbacher Stadtweg) hinweggefegt. Leider sind einige Gewächshausscheiben zu Bruch gegangen und die Versicherung zahlt nicht, da keine offizielle Warnung vorlag. Beschädigte Bäume oder ähnliches gibt es leider nicht, da nur eine Straßenhecke "im Weg" war. Der ist nichts passiert. Ich habe aber mindestenns 3 Augenzeugen, die den Minitornado beobachtet haben, aber leider nicht fotografiert oder gefilmt haben, da der Spuk nach ca 30 Sekunden schon wieder beendet war." - Zu dem betreffenden Zeitpunkt zog die Kaltfront eines Sturmtiefs über den Ort hinweg. Dazu die Bescheibung eines von mindestens drei Augenzeugen: "On 26 December about 1pm I heard a loud noise of the wind. I looked through the window. It was like a kind of small tornados. Wind carried a lot of dust, leaves and pieces of Grandies (?) Blast of the wind destroyed parts of glass roof (about 30 elements with metal fasteners). Wind was so strong that move a few 40 kg plastic boxes located under damage roof. Pieces of glass were thrown 50 meters from the roof. Strong wind blew for about 20 seconds."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September

Nieder-Erlenbach (HE)

 04.09.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung des Wochenendspiegel vom 04.09.2016: "Windhose deckt mehrere Häuserdächer ab - Zwickau. Eine Windhose fegte heute Abend durch Zwickau-Oberplanitz. Auf der Gerd-Fröbe-Straße Hausnummer 66 und weiteren deckte eine Windhose mehrere Häuserdächer ab. Anwohner berichteten von durch die Luft fliegenden Hollywood-Schaukeln und weiteren durch die Luft fliegenden Gegenständen. Einige Anwohner sowie Einsatzkräfte vor Ort äußerten, dass es sich um eine Windhose gehandelt haben könnte. Als Windhose wird ein Wetterphänomen bezeichnet, bei dem eine um sich selbst rotierende Luftsäule, die wenn sie den Boden berührt, starke Schäden am Boden anrichten kann. International ist der Begriff Tornado gebräuchlich, der das gleiche Phänomen bezeichnet. Windhose ist der im deutschen Sprachraum üblichere Terminus. Zudem kam es durch Starkregen zu überfluteten Straßen und voll gelaufenen Kellern in der gesamten Region." - Eine Vor-Ort-Untersuchtung ergab keine Hinweise auf einen Tornado, ein Downburst (Gewitterfallböe) ist hier wahrscheinlich.

Windhose deckt mehrere Häuserdächer ab (Wochenendspiegel, 05.09.16)
Weiterer Bericht zum Tornadoverdacht (Facebook)

Remsfeld (HE)

bild
 04.09.2016 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:54 Uhr MESZ. Das Video nahm Sabrina Michaela Malcher am Sonntag (04.09.2016) gegen 15:54 Uhr auf dem Autohof an der Autobahn A7 nahe Remsfeld in Hessen mit Blick Richtung Nordwesten auf. Kurz zuvor traten Starkregen und heftiger Wind auf. Die rotierende Wolke reichte zeitweise weit hinab. Augenzeugen beobachteten die Tornadoentstehung im Norden von Remsfeld. Es gab einige Schäden an Gebäuden und an der Vegetation. Viele Straßen standen nach dem Gewitter unter Wasser. Ab 16:00 Uhr hatte die Feuerwehr Remsfeld einige Einsätze.

Tornado in Remsfeld
Video mit deutlicher Rotation (Facebook)
Weiterer Bericht zum Tornadoverdacht(Facebook)
August

Hofgeismar (HE)

 01.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer schmalen, aber recht weit hinab reichenden Trichterwolke, zeitweise etwa bis zur Hälfte der Strecke Wolkenbasis - Boden. Fotos liegen vor. Der Bericht des Beobachters: "Am 01.08.2016 um 16:00 ungefähr in 34369 Hofgeismar nördliche Richtung kam es kurzzeitig zu einem langen, aber sehr schmalen Funnel, der bis zur Hälfte zum Boden runter kam und sich schnell wieder auflöste. Dauer ungefähr 30 sek. An der Wolkendecke am Trichter war deutlich Rotation zu erkennen."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juli

Inheiden (HE)

 02.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke: "Ort: Inheiden, Kreis Gießen, ca. 17:25 Uhr - war zu diesem Zeitpunkt auf der A45 auf dem Rückweg aus dem Urlaub. War leider Fahrer und hatte sehr oft Bäume davor." Das in einem Facebook-Beitrag gezeigte Foto wurde allerdings durch eine Autoscheibe aufgenommen, es zeigt eine Spiegelung an derselben, keine Funnelcloud.

Aufruf zur Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juni

Hofbieber (HE)

 13.06.2016 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:25 bis 18:30 Uhr MESZ. Tornado hinterlässt Spuren in Feldern. Aus einer Meldung von Osthessen News vom 14.06.2016: "Tornado gesichtet - Ungewöhnliches Wetterschauspiel in Osthessen. Am Montagabend erreichten OSTHESSEN|NEWS Leserbilder, die einen Tornado im Hünfelder Land zeigen. "Ich habe den Tornado gesehen, als ich auf der Ebersburg stand", schreibt Alec Pappert. Etwa 30 Sekunden habe das Naturschauspiel gegen 18:30 Uhr gedauert. Von der Ebersburg aus, war die Windhose gut zu sehen. Auch Julia und Tobias Hohmann berichteten OSTHESSEN|NEWS von dem Tornado. "In Mackenzell, von unserem Balkon aus, sieht man eine Windhose über Nüsttal." Die zwei hielten ihre Beobachtung in einem Foto fest."

Tornado gesichtet - Ungewöhnliches Wetterschauspiel in Osthessen (Osthessen News, 14.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Ostheim bei Butzbach (HE)

 05.06.2016 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:25 bis 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Wetterauer Zeitung vom 07.06.2016: "Tornado lässt Dächer fliegen - Butzbach (jw). Fünf Minuten eher und das Blechdach wäre vor den Füßen von Dagmar und Achim Heckenmüller gelandet. Die beiden 62-Jährigen waren vor dem Regen ins Haus geflüchtet, als in ihrem Garten ein seltsames "Fluggerät" landete. Ein Tornado hat am Sonntag zwei Wellblechdächer der Kelterei Müller in Ostheim abgedeckt. "Wir haben gerade im Garten Kaffee getrunken", sagt Dagmar Heckenmüller. Gegen 17.45 Uhr regnete und donnerte es. Sie und ihr Mann Achim zogen sich in ihr Haus unweit der Ostheimer Kirche zurück. Zum Glück. "Fünf Minuten später hörte ich ein Geräusch, als ob man mit einem Blech wackelt." Ihr Mann sah das Dach anfliegen. "Es wurde dunkel, dann tat es einen Schlag." Gestern bestätigte der Deutsche Wetterdienst: Ein Tornado zog über den Butzbacher Stadtteil. Er hatte einen Durchmesser von 100 Metern, bewegte sich mit 20 bis 30 Kilometern pro Stunde wenige Minuten auf dem Boden ? das Kriterium, das eine Windhose zum Tornado macht. Allerdings handelte es sich »nur« um einen Tornado der Stufe F 0 (bis 117 km/h) oder F 1; Meteorologen kennen sieben Tornadostufen. "Das war nicht so spektakulär", sagt Tina Müller-Diehl von der Kelterei Müller. Die Wellblechdächer der Kläranlage und des Bürotrakts wurden fortgerissen. Teile landeten wenige Meter weiter im Hof oder in einem Baum, das größte Teil flog über die Nachbarhäuser und landete bei Familie Heckenmüller im Garten. Auch in der Nachbarschaft wurden einige Dachziegeln abgedeckt. "Die schwarzen und grauen Leergutkisten sind umgefallen, die orangenen daneben nicht", zeigt Müller-Diehl auf eine Ecke des Betriebsgeländes. Es war nur ein schmaler Korridor, in dem sich der Tornado bewegte. In den angrenzenden Feldern wurde die Frucht an einigen Stellen plattgedrückt. Müller-Diehl hat ihre Versicherung benachrichtigt, der Dachdecker war schon da. Die Schadenshöhe weiß sie noch nicht. Heckenmüller schätzt ihren Schaden auf ein paar Tausend Euro. Gartenhaus und Freisitz wurden beschädigt. "Und meine Hortensien sehen jetzt nicht mehr wirklich gut aus." - "Wellblechdächer bieten eine gute Angriffsfläche", sagt Daniel Rüd aus Wölfersheim. Er betreibt eine eigene Wetter-Homepage, arbeitet als IT-Dienstleister für einen Schweizer Wetterdienst und sammelt Daten für die Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland. 30 bis 60 Tornados würden pro Jahr in Deutschland beobachtet. Dass sie zunehmen, kann Rüd nicht bestätigen. "Es hat halt jeder ein Smartphone und filmt die Tornados.""

Tornado in Ostheim (Skywarn)
Tornado bei Ostheim/Butzbach - Zeitraffer und Schäden (YouTube)
Foto der Trichterwolke (Facebook)
Foto der Trichterwolke (Twitter)
Video der Trichterwolke in der Wetterau (Facebook)
Video der Trichterwolke aus Hungen (Facebook)
Fotos der Trichterwolke und der Schäden (Facebook)
Foto der Trichterwolke (Facebook)
Foto der Trichterwolke aus Lich (Facebook)
Schäden im Feld bei Ostheim (Facebook)
Tornado lässt Dächer fliegen (Wetterauer Zeitung, 07.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai

Westuffeln (HE)

 28.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke bzw. eines Tornados von Schachten aus in Richtung Westen.
April
März
September

Beienheim (HE)

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 14.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 08:41 bis 08:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud von Wölfersheim aus.

Funnelcloud bei Melbach
August
Juli

Münster bei Dieburg (HE)

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 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Auffällige Wolke nahe Münster, Landkreis Darmstadt in Südhessen. Bei dem Gebilde handelte es sich um eine Rollcloud. Leichte Rotation des Gebildes wurde beobachtet. Die beiden Fotos wurdne kurz nacheinander aufgenommen, kurze Zeit später ist das Gebilde zusammengefallen.

Rollcloud bei Münster/Hessen

Frankfurt am Main (HE)

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 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Funnelcloud zu beobachten für ca. 3 Minuten in Frankfurt-Kalbach: "Ich würde sagen, dass er mit den Wolken, relativ langsam, aus Richtung Südwest nach Nordost gezogen ist. Er befand sich zwischen den Ortsteilen Kalbach und Riedberg. Ich konnte ihn für ca. 4 Minuten beobachten, bis er sich auflöste. Einen Bodenkontakt habe ich nicht feststellen können."

Funnelcoud in Frankfurt-Kalbach

Linsengericht (HE)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Gelnhäuser Tageblatts vom 08.07.2015: "Wie leer gefegt - UNWETTER Windhose saugt beim TC Rot-Weiß das Ziegelmehl von den Tennisplätzen. Linsengericht (oh/red). Das jüngste Unwetter bescherte dem TC Rot-Weiß Linsengericht nun eine böse Überraschung. Die Plätze der Tennisanlage waren am späten Abend sprichwörtlich "wie leer gefegt". "Der Wetterumschwung hat uns gegen 19 Uhr eine Windhose beschert, die das - leider zu trockene - Ziegelmehl in einer roten Windhose Richtung Eidengesäß geblasen hat. Das gab es noch nie", erklärt Vereinsvorsitzender Michael Bollmann gegenüber dem GTAugenzeugen hatten gesehen, wie die Windhose, den Platz "leer gesaugt" habe. Am Mittwochvormittag lud der Vorsitzende daher zu einem spontanen Arbeitseinsatz ein, um die geplanten Tennis-Spiele zu retten. "Wir hatten noch etwa einen Kubikmeter Reserve, das genügte", so Bollmann. Insgesamt vier "Ersthelfer" gingen Bollmann dann gestern bei der Platzrettung vier Stunden lang zur Hand. "Wir haben bis zum Nachmittag drei der sechs Plätze geschafft und Schippe für Schippe pro Platz sechs bis sieben Schubkarren neues Ziegelmehl eingeworfen, gewässert und die Plätze abgezogen". Die anderen drei Plätze sollten am Mittwochabend von einer anderen Helfertruppe wieder instand gesetzt werden. Die Windhose hat allerdings noch für mehr Ärger gesorgt, als nur den Tennenboden leer zu fegen: "Unsere Gerätehütte hat Dachteile verloren und verschiedene Windplanen wurden aus den Ösen gerissen", so Bollmann abschließend, der nun noch auf etwas Regen hofft, damit sich das neue Ziegelmehl noch mehr setzen kann."

Wie leer gefegt (Gelnhäuser Tageblatt, 08.07.15)

Ehringen (HE)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:51 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei möglichen Funnelcloud hinter einer Böenfront von Volkmarsen aus in Richtung Süden: "Die Bilder wurden von der Kugelsburg/ Volkmarsen mit Blickrichtung Süden (Richtung Dorf Ehringen) und zwischen 19.48 Uhr und 19.52 Uhr aufgenommen. Auf der ersten Aufnahme ist die grandiose Shelfcloud (19.48 Uhr) zu sehen die dem Sturmereignis vorausging. Das zweite Bild zeigt die erste Aufnahme der Funnel (19.50 Uhr), wie lange die Struktur zu diesem Zeitpunkt schon bestand kann ich nicht sagen. Die zweite Aufnahme (19.51 Uhr) zeigt die beiden Funnel mittig links direkt nebeneinander. Eine Minute später eine ähnliche Aufnahme mit Blickrichtung Südsüdost. Direkt unterhalb der Funnelposition befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen das Dorf Ehringen, welches zu diesem Zeitpunkt schon mit schweren Schadensereignissen einer zwei Stunden vorher durchgezogenen Unwetterfront zu kämpfen hatte. Die Position der Wirbel bei der Aufnahme im Verhältnis zum Mittelpunkt der HP-Superzelle muss nordöstlich des Cores zu lokalisieren sein." Ein Zusammenhang mit den aufgetretenen Schäden ist wahrscheinlich.

Mögliche Funnelclouds bei Ehringen
Video der Böenfront (Facebook)

Elleringhausen (HE)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Waldeckische Landeszeitung vom 08.07.2015: "Tornados wüten im Dominalwald - Ein Tornado hat enorme Schäden im Dominalwald zwischen Elleringhausen, Landau und der Buchholzschneise verursacht. Die Kreisstraße 9 zwischen Volkhardinghausen und dem Abzweig nach Elleringhausen wurde komplett gesperrt, der Wald darf in den nächsten beiden Wochen nicht betreten werden. Weiterhin können Äste auf Spaziergänger oder Radfahrer herabstürzen.
Bei den beiden schweren Gewitterstürmen am Sonntagabend haben Tornados Bäume abgedreht. Dabei sind weniger Bäume mit dem Wurzeltellern umgekippt, sondern im oberen oder mittleren Abschnitt abgebrochen.
Fichten, Kiefern und die als besonders zäh geltenden Lärchen sowie Buchen und Eichen aus allen Altersgruppen sind schwer geschädigt worden, wie der zuständige Hessen-Forst-Revierleiter Peter-Jürgen Scholl (Dehringhausen) auf Anfrage der WLZ berichtet.
200 Jahre alte Buchen hat es ebenso erwischt wie 180 bis 250 Jahre alte Eichen. Ein Glück, dass die Gaststätte "Waldschmiede" unmittelbar neben den Eichenbeständen verschont blieb.
"Der wirtschaftliche Schaden im Wald ist enorm", sagt Scholl. Beziffern lässt er sich noch nicht. Doch schon jetzt lässt sich absehen, dass viel Bruchholz anfällt. [...] Die Aufarbeitung des Bruchholzes wird sich voraussichtlich bis in den Spätherbst hinziehen. [...]"

Korbach (HE)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 06.07.2015: "Unwetter-Bilanz: Bäume stürzen auf Gräber, Blitz trifft Kilian - Waldeck-Frankenberg. Nach dem schweren Unwetter am Sonntag über Waldeck-Frankenberg sind erst am nächsten Morgen alle Schäden deutlich geworden. Vielerorts gab es sintflutartige Regenfälle und Hagel, Blitz und Donner und orkanartige Sturmböen. Vor allem der Nordkreis war betroffen. Mehrere Feuerwehren rückten aus, um zum Beispiel umgestürzte Bäume zu beseitigen, vollgelaufene Keller leerzupumpen oder verstopfte Gullyeinläufe zu reinigen. Es entstanden teils hohe Schäden. Über Korbach tobte das Unwetter gegen 19.30 Uhr. Starkregen ergoss sich über der Kreisstadt. Einige Straßen wurden überflutet, unter anderem die Arolser Landstraße unter der Eisenbahnbrücke. Dort stecken mehrere Autos fest. [...] Auf dem und rund um den Korbacher Friedhof riss der Sturm zahlreiche Äste ab, eine große Birke brach in einer Höhe von gut zwei Metern ab und kippte auf mehrere Gräber. Der Friedhof müsse vermutlich am Montag für Besucher vorerst gesperrt werden, sagte am Abend Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt, der als Grund für die in diesem Gebiet verstärkten Schäden eine Windhose sieht. ?An anderen Stellen ist überhaupt nichts passiert?, meine Schmidt. Die Stadt werde Fachfirmen hinzuziehen, um die vielen Unwetterschäden zu beseitigen. Auch müssten wohl viele Bäume daraufhin untersucht werden, ob weitere Äste gebrochen seien und entfernt werden müssten. Die Heerstraße in Korbach wurde halbseitig gesperrt, da dort am Fahrbahnrand der Stamm eines großen Baumes regelrecht gespalten wurde. [...]"

Unwetter-Bilanz: Bäume stürzen auf Gräber, Blitz trifft Kilian (HNA, 06.07.15)

Fritzlar (HE),
Dorla (HE)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren - Fritzlar. Das Unwetter, das am frühen Sonntagabend über Nordhessen zog, hat in Fritzlar und dem Stadtteil Wehren große Schäden verursacht. [...] In der Kernstadt musste die Stadt Fritzlar den neuen Friedhof für Besucher sperren. Hier hatte eine Windhose eine 200 Meter breite Schneise gezogen und zahlreiche Bäume entwurzelt und dicke Äste abgebrochen. Wie Hartmut Hucke, Stadtbrandinspektor und Leiter des städtischen Bauhofs, am Montag sagte, habe man nach Rücksprache mit Bürgermeister Hartmut Spogat nach dem Ortstermin darauf verzichtet, noch am Sonntagabend mit den Aufräumarbeiten zu beginnen, da keine unmittelbare Gefahr bestand."

Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren (HNA, 05.07.15)
Schwere Unwetter in Gudensbergs Stadtteil Dorla (HNA, 05.07.15)
Die Folgen des Unwetters in Fritzlar (HNA, 05.07.15)

Wehren (HE)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren - Fritzlar. Das Unwetter, das am frühen Sonntagabend über Nordhessen zog, hat in Fritzlar und dem Stadtteil Wehren große Schäden verursacht. In Wehren fand das Brunnenfest ein jähes Ende, der Sturm hatte das Zelt umgeblasen, dazu wurden im Ortskern zahlreiche Dächer teilweise abgedeckt. Übel zugerichtet wurde die Feldscheune zwischen Wehren und Kirchberg. Hier hatte eine Windhose das halbe Dach abgerissen und es samt Gebälk über 150 Meter weit auf ein Feld geworfen. Verletzt wurde niemand.[...]"

Große Schäden durch Windhosen in Fritzlar und Wehren (HNA, 05.07.15)
Die Folgen des Unwetters in Fritzlar (HNA, 05.07.15)
Mai

Runkel (HE),
Weilmünster (HE)

 12.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:20 bis 16:27 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Weilburger Tageblattes vom 12.05.2015: "Unwetter zieht über den Landkreis - Böen verursachen Schäden in Weilmünster, Arfurt, Schadeck und Staffel. Limburg-Weilburg (ve/flu/uls). Ein plötzlich aufkommender Sturm hat am Dienstagnachmittag als Ausläufer eines Gewitters im Bereich Weilmünster, Weinbach, Runkel, Villmar und Limburg-Staffel teils erhebliche Sachschäden verursacht. Verletzt wurde dabei niemand. Laut Feuerwehr beschädigten die Sturmböen mehrere Gebäude. Dabei wurden Dächer teilweise abgedeckt oder Bäume auf Häuser geschleudert. Die Leitstelle Limburg-Weilburg vermeldete in einer Zusammenfassung um 19 Uhr solche Sturmschäden an einem Haus in Weilmünster, einem weiteren in Staffel sowie an zwei Scheunen in Arfurt und in Schadeck. Besonders viele Bäume fielen zwischen Weilmünster und Aulenhausen um. Die dort verlaufende Kreisstraße 442 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden, bis die Feuerwehrleute die Fahrbahnen wieder freigeschnitten hatten. Bäume riss der Sturm auch im Bereich Runkel um. So mussten die Einsatzkräfte einen Baum auf der Straße zwischen Runkel und Villmar beseitigen. Die Leitstelle registrierte insgesamt 26 Bäume, die auf Straßen gefallen waren und von Feuerwehrleuten oder der Straßenmeisterei von der Fahrbahn entfernt werden mussten. In Dehrn sollen zwei Dächer beschädigt worden sein, im Bereich Kerkerbach riss der Sturm eine Oberleitung auf der Bahnlinie ab. In Staffel war der Bereich um den Bahnhof besonders betroffen. Dort wurden an zwei Gebäuden Teile des Daches abgedeckt und es stürzten mehrere Bäume um. Betroffen waren das Gasthaus in der Koblenzer Straße 3 neben dem Bahnübergang und das Dach einer ehemaligen Scheune. Im Hof des Grundstücks wurde ein größeres Zelt abgedeckt. Auf der gegenüberliegenden Seite fiel eine Tanne auf eine benachbarte Tanne, die auf das Dach eines Wohnhauses stürzte. Als die Feuerwehr den Einsatzort verlassen wollte, riss von einem Laubbaum ein dicker Ast ab. TAGEBLATT-Leser meldeten zudem, dass ein Tornado im Raum Villmar und Runkel gesichtet worden sei. [...]" - Aus einer Meldung der Nassauischen Neuen Presse vom 13.05.2015: "?Wie eine Windhose?, sagt Limburgs Stadtbrandinspektor Uwe Zimmermann. Eine Windhose mit mächtig Wirkung. Am Bahnübergang in Staffel entwurzelte der Sturm zwei mächtige Nadelbäume, die auf die dort stehende Villa stürzten. Die ehemalige Gaststätte Schwenk verlor einen Teil der Dacheindeckung, die auf dem gegenüberliegenden Parkplatz landete. Die dahinter stehende Scheune verlor etliche Dachziegel. Und hinter dem Kindergarten stürzten noch zwei Bäume um. [...] Der Sturm hinterließ eine deutlich sichbar Spur das Lahntal hinauf. Zwischen Eschhofen und Dehrn entwurzelte er eine ganze Reihe von Bäumen, in Schadeck ließ er einen mächtigen Baum auf das Wohnhaus des Aussiedlerhofes ?Lahnblick? stürzen. Aus Arfurt meldet die Feuerwehr das zum Teil abgedeckte das Dach Grundschule wurde teilweise abgeräumt. Am Bahnhof Kerkerbach hing ein Stromkabel über den Gleisen. Umgestürzte Bäume gab es außerdem im Stadtgebiet Runkel in der Schadecker Straße und in der August-Gerhart-Straße in Richtung Wehreley sowie auf der Landesstraße zwischen Runkel und Villmar. Im Einsatz waren die Feuerwehren Runkel und Schadeck mit rund 25 Leuten. Nach Angaben von Kreisbrandinspektor Georg Hauch hat der Sturm noch weitere Schäden im Landkreis verursacht. Im Ortsteil Möttau der Gemeinde Weilmünster wurde eine Scheune so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie nun einsturzgefährdet ist. Umgestürzte Bäume beseitigen die Einsatzkräfte den Feuerwehren zudem noch in den Gemeinden Villmar, Weinbach und Beselich." In der Sendung "Maintower" des Hessischen Rundfunks wurde eine Feuerwehrfrau interviewt: "Ich war draußen und man konnte überhaupt nicht die Augen offen halten, weil so viel Dreck rumgewirbelt ist. Mein Mann kam auch gerad von der Arbeit heimn, der hat halt gesagt, man hat wirklich in 300 Meter Höhe oben eine richtige Windhose über dem Dorf drehen sehen."

Verdachtsfall Kreis Limburg-Weilburg (Skywarn)
Bericht zum Fall (Facebook)
Unwetter zieht über den Landkreis (Weilburger Tageblatt, 12.05.15)
Schneise der Zerstörung (Nassauische Neue Presse, 13.05.15)

Arfurt (HE),
Seelbach (HE)

 12.05.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:55 Uhr MESZ. Dazu der Bericht von Bernold Feuerstein: "Ich habe leider nur puntkuell einige Schäden betrachten können - sie bewegen sich im Bereich T2 bis max. T3. An einer Stelle übrigens eindeutige Tornadoschäden - die Bäume liegen wie Mikado mit tw. entgegengesetzter Fallrichtung. Auch gibt es eine Handvoll unabhängiger Augenzeugen eines rotierenden Staubfußes. Der Tornado selbst war wohl kaum auskondensiert (wie Pfungstadt 1998)." Wie dieser mit den weiteren Verdachtsfällen am selben Tag in Hessen zusammenhängt, ist noch offen.

Tornadoschäden Villmar-Seelbach (Facebook)

Niederquembach (HE)

 12.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung dee Wetzlarer Neuen Zeitung vom 13.05.2015: "Windhose bringt viele Bäume zu Fall - Schöffengrund (ho/lu). Eine Windhose in Kombination mit einem Regenguss hat am Dienstagnachmittag in Schöffengrund zahlreiche Bäume zu Fall gebracht. Die Aufräumarbeiten dauern an. Nicht nur Fichten fielen nach Angaben von Revierförster Frank Bremer um, sondern auch Buchen und Eichen. Die Straße zwischen Nieder- und Oberwetz musste wegen umgestürzter Bäume zeitweise gesperrt werden, die Feuerwehr räumte auf und machte die Durchfahrt wieder frei. Besonders schlimm wütete der starke Wind im Revier oberhalb der Kreisstraße zwischen Nieder- und Oberquembach, die voraussichtlich bis zum heutigen Freitag gesperrt bleibt. Hier knickten allein 80 Nadelbäume um. Einige fielen auf die Straße und zermalmten auf etwa 100 Meter Länge die Leitplanken. Am Mittwochvormittag telefonierte Bremer einen Harvester herbei. Diese Holzerntemaschine soll im Zusammenspiel mit dem ortsansässigen Forstbetrieb Zimmermann die Straße wieder sicher und befahrbar machen. Es werde noch dauern, bis alle Schäden erfasst sind, erläuterte Jürgen Hackerott, stellvertretender Forstamtsleiter. Er riet davon ab, in den nächsten drei bis vier Wochen vom Sturm betroffene Waldbereiche zu betreten. "Viele Bäume stehen momentan instabil." Während die gefallenen Fichten per Harvester verschwinden, sollen Buchen und Eichen mit Motorsägen bearbeitet und für die weitere Verwertung vorbereitet werden." Nach einer Vor-Ort-Untersuchung ist ein Downburst in diesem Fall sehr wahrscheinlich.

Fotos der Schäden bei Niederquembach
Windhose bringt viele Bäume zu Fall (Wetzlarer Neue Zeitung, 13.05.15)
Einsätze 2015 (Feuerwehr Brandoberndorf
März

Langhecke (HE)

 31.03.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum unsicher. Dazu der Bericht von Bernold Feuerstein: "Ich habe beim Wandern einen sehr verdächtigen Sturmschaden bei Langhecke (Ortsteil von Villmar) gefunden. Es handelt sich um eine recht schmale (gut 50 m) aber nicht sehr lange (wenige 100 m) Schneise in einem dichten, aber stabil wirkenden Fichtenbestand, der praktisch einen Totalschaden erlitten hat. Viele Bäume sind geworfen, einige gebrochen. Fallrichtung nicht einheitlich, z. T. liegen Bäume verschiedene Fallrichtungen übereinander. Bei geworfenen Exemplaren zusätzlich deutliche Druckschäden zu sehen. Ich schätze die Intensität auf T3/F1. In der weiteren Umgebung nur isolierte Schäden. Über den Zeitpunkt kann ich (außer dass der Schaden recht frisch ist) wenig sagen. Es könnte bis zu den Stürmen in der Karwoche zurückgehen, aber evtl. auch jünger (nächtliches Gewitter am 26.04.)."

Tornadoschäden Villmar-Seelbach (Facebook)

Bad Karlshafen (HE)

 31.03.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: zwischen 19 und 20 Uhr MESZ. Bericht eines Anwohners: "Als Stormchaser wohne ich direkt in Bad Karlshafen, wo sich heute zwischen 19 und 20 Uhr ein sehr schweres Gewitter entlud. Meine private Station hatte 134,7 km/h gemessen. Es gab quasi eine Schneise der Verwüstung in einem 2km2 Stück. Auf der B83 zwischen Bad Karlshafen (Bremer Straße) gibt es nur noch sehr wenige Bäume, die stehen. Diese sind auffällig entgegen der Windrichtung gefallen und zwar Richtung Westen, obwohl der Wind genau aus West kam. Weiter ging es so, dass nur wenige Bäume diese Sache überlebt haben. Besonders schlimm traf es den Campingplatz Bad Karlshafen, dort wurden Wohnwagen umgekippt bzw. einfach wie Würfel umgeworfen. Es gab auch Verletzte. An den angrenzenden Straßen sind einige Bäume umgefallen (ca. 250m Luftline), danach war es dann vorbei und keine Schäden mehr feststellbar. Die Bäume, die über den Gehweg gestürzt sind, sind alle komplett entgegen der Windrichtung gefallen, ebenso hinter dem Campingplatz, die Baumkronen lagen alle in Richtung Nordwesten/Westen." - Auf dem Campingplatz stürzten 6 Wohnwagen um, einer überschlug sich, mindestens 6 weitere wurden in unterschiedliche Richtungen verschoben. In einem 500 bis 600 Meter langen Bereich wurden Laternen umgebogen und Straßenschilder abgeknickt. Außerhalb dieser Schneise waren keine größeren Schäden feststellbar. Bei einem Haus in der Weserstraße wurden im 3. Obergeschoss Fenster herausgerissen. Das Glas lag samt halbem Fenster auf der Straße, ohne dass auch nur eine Scherbe die Wohnung gesehen hatte. Das Fenster liegt zudem völlig geschützt zum Hinterhof hin, wobei noch ein massives Wohnhaus daneben steht (windgeschützte Seite). Das Wohnhaus ist das vorletze Gebäude vor dem Campingplatz. Danach kommt der Campingplatz und dann die Weser.

Verdachtsfall Bad Karlshafen (Skywarn)
Bad Karlshafen: Orkan "Niklas" trifft auf Campingplatz in Bad Karlshafen (Polizeipresse, 01.04.15)
Orkan "Niklas" trifft auf Campingplatz (Hessennews, 01.04.15)
Unwetter: Orkan "Niklas" über Nordhessen 31.03.2015 (Hessennews / YouTube, 01.04.15)
Niklas trifft auf Campingplatz - Frau schwer verletzt (NH24, 01.04.15)
?Niklas? zieht ab und hinterlässt viele Schäden (FAZ, 01.04.15)
Mutter durch umstürzenden Wohnwagen schwer verletzt (HNA, 01.04.15)
Fotos: Wohnwagen stürzten in Bad Karlshafen um (HNA, 01.04.15)
Sturmtief Niklas hinterlässt Schneise der Verwüstung (Facebook)

Otterbach (HE)

 02.03.2015 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 03:30 und 03:40 Uhr MEZ. Schneisenlänge: 0,6 km, Breite max.: 120 m / Breite mittel: 100 m über Otterbach, Gemeinde Gemünden (Felda) im Vogelsbergkreis, von Westen nach Osten. Verfrachtungen von Material (u.a. Silagefolie) bis zu 600 Meter linksseitig zum Schneisenverlauf. Starke Konvergenz bei Bäumen. Heuballen mittlerer Größe (bis 500 kg) heruntergestürzt und einige Meter gerollt. Baumbrüche durch Fäule in einigen Fällen direkt auf Erdbodenhöhe, einzelne Kronenbrüche. Dächer beschädigt (Intensität maximal bis F1/T2). In kleinem Areal am Südwestende des Ortes äußerst markante Konvergenz im Fallmuster (Eichen mit Stammfäule und Birken) und bewegte Heuballen - Intensität kann hier mit F1/T3 festgesetzt werden. F2-Schäden liegen nachweislich nicht vor (Ausführliche Schadensdokumentation: Thilo Kühne - Ergebnis der Beratung der Tornado-Arbeitsgruppe Deutschland im April 2015, Mainz).

Tornado in Otterbach (Skywarn)
Fotos der Schäden in Otterbach
Tornadomeldung Gemünden/Osthessen 02.03. 2015 (WZ-Forum)
Grobe Karte mit den Schäden und Verfrachtungen (Google)
War es ein Tornado? Unwetter zerstört 16 Dächer (n-tv, 02.03.15)
Tornado-Verdacht (Die Welt, 02.03.15)
Gewittersturm tobt durch Osthessen: Tornado-Verdacht (Focus, 02.03.15)
Unwetter im Vogelsbergkreis (Gießener Allgemeine, 02.03.15)
Tornado schreckt 76 Einwohner auf - Massive Schäden an vielen Häusern (Osthessen News, 02.03.15)
Sechzehn Dächer durch Windhose beschädigt (NH24, 02.03.15)
Windhose fegt durch Ortschaft (Lauterbacher Anzeiger, 03.03.15)
Windhose fegt durch Osthessen (HR / YouTube)
Oktober

Niederaula (HE)

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 10.10.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 13:15 bis 13:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Kleine, aber recht stabile und deutlich rotierende Trichterwolke. Durchmesser vielleicht 15m. Sie hielt sich tatsächlich fast 10 Minuten und bewegte sich nur wenig Richtung Süd-Süd-Ost, bis sie sich auflöste. Bodenkontakt war von meiner Position aus nicht erkennbar. Das Areal, über dem sich der Trichter befand, besteht nur aus feuchter Wiese, daher wird ein Bodenkontakt sich kaum feststellen lassen. Der sichtbare Teil der Trombe war aber auch nicht viel länger als 50m."

Funnelcloud bei Niederaula
August

Ober-Wöllstadt (HE)

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 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 11:46 bis 11:51 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud südlich von Friedberg. Da sich im fraglichen Bereich zwischen Friedberg und Ober-Wöllstadt nur offenes Gelände mit freien Feldern ohne jegliche Bebauung oder nennenswerte Vegetation befindet, hat die Suche nach Schäden nichts ergeben.

Funnelcloud bei Ober-Wöllstadt
Weiteres Foto der Funnelcloud (Facebook)
Weiteres Foto, Aufnahmeort wischen FB-Dorheim und Friedberg (Facebook)

Rimbach (HE)

 11.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud: "Der genaue Beobachtungsort war das Dorf Mitlechtern, Ortsteil von Rimbach-Odenwald, die Sturmfront zog Richtung Südosten in den hinteren Odenwald weiter. Die Wolke hatte am unteren Ende eine faserige Struktur, war von heller Farbe und reichte am Schluß bis 500 m herunter. Es waren noch vereinzelte Wolkenfetzen zu sehen, die im Aufwindbereich zu liegen schienen, aber mit diesen bildete sich kein Kontakt heraus. Während der Beobachtung war ein leichtes Anwachsen der Trichterwolke bemerkbar. Nach etwa zwei Minuten kam die Regenfront und ich konnte die Trichterwolke nicht mehr klar erkennen. Die Sturmfront ist mit hoher Geschwindigkeit rasch weitergezogen, das Regenband war nur schmal."

Melbach (HE),
Gettenau (HE)

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 10.08.2014 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 20:25 und 20:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud im Bereich östlich von Wölfersheim: "Auf dem Weg nach Bad Nauheim an der Hohen Straße hat´s das Haus vor dem Bahnübergang erwischt, einige Dachziegel fehlen und ein paar Bäume sind umgestürzt, die Feuerwehr war noch vor Ort." Südwestlich von Echzell, am Nordrand des Pfaffensee wurden eindeutige Schäden gefunden. Augenzeugen berichteten zudem über aufgewirbelten Dreck oder andere Teile. Der Wirbel zog von Westsüdwest in Richtung Ostnordost.

Tornado bei Echzell
Tornado bei Echzell (Skywarn)
10.08.2014, Tornado in der Wetterau (YouTube)
Tornado´s über der Wetterau (YouTube)
Tornado Wölfersheim (YouTube)
Video aus Reichelsheim (Facebook)
Foto aus Wölfersheim (Facebook)
Weiteres Foto aus Wölfersheim (Facebook)
Weiteres Foto aus Wölfersheim-Södel (Facebook)
Weiteres Video aus Reichelsheim (Facebook)

Langenseifen (HE),
Bad Schwalbach (HE),
Born (HE)

 10.08.2014 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Rhein-Zeitung vom 10.08.2014: "Unwetter in Hessen und RLP: Windhose wütet in Bad Schwalbach - Bad Schwalbach/Rheinland-Pfalz - Der Unwettersommer geht weiter: In Bad Schwalbach im Taunaus deckte eine Windhose an mindestens 50 Gebäuden Dächer ganz oder teilweise ab. Eine vermisste Frau konnte dort in der Nacht gefunden werden. Heftige Gewitter wüteten aber auch in anderen Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz. Größere Schäden an Häusern und Autos sowie in Parks haben heftige Gewitter in Hessen und Rheinland-Pfalz am Sonntagabend angerichtet. Laut Polizei und Feuerwehr deckten Sturmböen Dutzende Dächer ab und brachten zahlreiche Bäume zum Umstürzen. Im Taunus und in der Pfalz rund um Ludwigshafen kam es daraufhin zu Verkehrsbehinderungen, weil viele Straßen nicht mehr passierbar waren. Auch der Zugverkehr zwischen Frankfurt am Main und Mannheim ist beeinträchtigt, teilte die Deutsche Bahn in der Nacht mit. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen der Einsatzkräfte nicht zu beklagen. Besonders schlimm erwischt hat es die kleine Kurstadt Bad Schwalbach im Taunus. ?Hier sieht es aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte?, berichtete ein Augenzeuge aus dem Kurpark. Dutzende Bäume lagen entwurzelt herum, laut Polizei waren zudem bei rund 50 Häusern die Dächer ganz oder teilweise abgedeckt worden. Parkende Autos wurden zerstört. Der Bad Schwalbacher Bastian Michel schilderte auf Facebook seine Eindrücke der Windhose: "Ich hab sowas noch nie erlebt... Tausende Teile im Trichter umherfliegend." Eine ihrem Profil zufolge auch beim THW tätige Schwalbacherin schilderte auf Twitter, sie sei wegen eines ungewohnten Geräuschs ans Fenster. "Ein lautes Rauschen, ehe es los ging." Und dann: "Äste, die wie Blätter durch die Luft fliegen, sehr lokal begrenzt, eien Schneise." Ein Funnel, der Trichter einer Windhose, wurde später mit Bodenkontakt auch aus dem Wetterauskreis gemeldet, richtete dort aber offenbar nicht so große Schäden an." - Aus einer Meldung des Wiesbadener Tagblatts vom 11.08.2014: "Windhose verwüstet Bad Schwalbach: Rund 1.000 Bäume gefällt, zahlreiche Dächer abgedeckt, Autos beschädigt. BAD SCHWALBACH - Hunderte abgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer, Schäden an Autos und Gebäuden ? die Schäden, die bei dem Unwetter entstanden sind, das am Sonntag Abend über Bad Schwalbach zog, gehen in die Millionen. Die Schneise der Verwüstung reicht über mehrere Kilometer vom Kurpark bis über die Bäderstraße nach Langenseifen und Ramschied. An etwa 30 Dächern entstanden leichte bis massive Schäden, außerdem demolierten umgestürzte Bäume etwa 50 Autos. Mit einem Hubschrauber überflogen Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr heute morgen das gesamte Gebiet, um sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden zu machen. Neben dem Kurpark liegt ein Schwerpunkt in einem Waldstück nahe der B 260. Dort wurden auf einer Fläche von einem Quadratkilometer sämtliche Bäume abgeknickt. [...]" - Der Tornado konnte durch das Schadensbild, einem Video des "Multivortex-Tornados" (mehrere Teilwirbel) und zahlreichen Augenzeugenberichten bestätigt werden. Der betroffene Bereich zieht sich über diverse Kilometer.

Tornado in Bad Schwalbach (Skywarn)
Tornado in Bad Schwalbach (WZ-Forum)
Windhose wütet in Bad Schwalbach (Rhein-Zeitung, 10.08.14)
Fotos: Windhose tobte in Bad Schwalbach (Rhein-Zeitung, 10.08.14)
Park in Bad Schwalbach verwüstet (n-tv, 11.08.14)
Schneise der Verwüstung in Bad Schwalbach: Tornado-Verdacht (FFH, 11.08.14)
Windhose verwüstet Bad Schwalbach (Wiesbadener Tagblatt, 11.08.14)
1,3 Millionen Euro Schaden bei Unwetter in Bad Schwalbach (Fuldaer Zeitung, 15.08.14)
tornado ? bad schwalbach (YouTube)
Tornado Bad Schwalbach (YouTube)
Windhose in Bad Schwalbach (YouTube)
Tornado in Bad Schwalbach (YouTube)
Tornado Bad Schwalbach 10.8.14 (YouTube)
Schäden: Tornado zieht Spur der Verwüstung durch Bad Schwalbach (YouTube)
HR: Bad Schwalbach nach dem Unwetter (mit Drohnenflug) (YouTube)
Bad Schwalbach Tornado/Verwüstung 2014 (YouTube)
Weiteres Video der Schäden (YouTube)
Eindrücke von Bastian Michel (Facebook)
Schadenfotos Windhose Bad Schwalbach (flickr.com)
Schneise der Verwüstung (Martin Hild)
Juli

Thalheim (HE)

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 21.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:15 Uhr MESZ. Im Bereich Thalheim - Hadamar, genauer Ort unsicher. Beobachtung einer Funnelcloud von Niederweyer aus in Richtung Nordwesten: "Die Sichtung war in Niederweyer (Landkreis Limburg/Weilburg). Die Funnelcloud war für 1 bis 2 Minuten sichtbar. Die Richtung war Nordwesten. Das Bild wurde am 21.07.2014 um 12:15 Uhr geschossen."

Funnelcloud bei Thalheim

Oberursel (HE)

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 13.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:00 und 18:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud im Bereich westlich der Autobahn A5 bei Oberursel / Bad Homburg vor der Höhe: "Kurze Zeit später fing es an stark zu regnen und etwas zu Gewittern. Man sah, dass die Wolke immer tiefer ging."

Mögliche Funnelcloud bei Oberursel

Oppelshausen (HE)

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 13.07.2014 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: mindestens 14:15 bis 14:18 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados im Bereich Stammheimer Kreuz - Golfplatz Altenstadt ("Oppelshausen") auf dem Gebiet der Gemeinde Florstadt. Videos sind vorhanden, der Tornado wurde von Florstadt und Stammheim aus beobachtet. Nach einer Meldung soll in der Nähe des Golfplatzes Altenstadt an diesem Tag von der Feuerwehr die Straße gesperrt gewesen sein, weil Bäume auf der Straße lagen. Tatsächlich gab es an der Landesstraße L3189 durch dieses Ereignis Schäden nahe der Abzweigung nach Oppelshausen bzw. zum Golfplatz innerhalb einer 10 bis 15 Meter breiten Schneise. Am Golfplatz selbst musste ein Blechdach erneuert werden.

Tornado bei Florstadt
Weiteres Foto des Tornados (Facebook)
Juni

Naumburg (HE)

 10.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer recht weit hinabreichenden Funnelcloud in der Nähe von Elbenberg in Richtung Norden im Bereich zwischen Naumburg und Ippinghausen.

Funnelcloud bei Naumburg
April

Streitberg bei Wächtersbach (HE)

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 29.04.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud von Brachttal-Streitberg aus in Richtung Nordwesten: "Die Rotation war mit dem Auge deutlich zu sehen. Es gibt auch mehrere Augenzeugen. Nach ca. 3 min hat sich das Teil wieder aufgelöst und die Wolken sind nach Nordost abgezogen."

Funnelcloud bei Streitberg

Ockstadt (HE)

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 29.04.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:10 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados von Friedberg-Oxstadt aus: "Es gab keine Beschädigungen, weil es sich im Feld abgespielt hat. Das Gebilde hielt sich ca. 6-8 min. Es waren erstmal zwei deutlich rotierende Wolken, die zu einer zusammengekommen sind." - Im Rahmen einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2014 wurde der Fall bestätigt.

Tornado in Deutschland am 29.04.2014 in Friedberg Hessen (YouTube)
Weitere Fotos
Januar

Remsfeld (HE)

 03.01.2014 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz nach 23:00 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von nh24.de vom 04.01.2014: "Remsfeld. Eine Windhose hat am späten Freitagabend in Remsfeld (Schwalm-Eder-Kreis) mindestens acht Dächer beschädigt. »In nicht mal zwei Minuten war alles vorbei«, sagte ein Betroffener gegenüber nh24. Zuvor zog ein Gewitter über Nordhessen und den Ort an der Autobahn 7. Starken Regen, heftige Windböen und Niederschlag brachte das Unwetter mit sich. Als die Windhose kam und die Dächer abdeckte, war das Gewitter schon fast vorbei. Häuser an der Hersfelder Straße, der Königsstraße und am Rodeweg traf die Windhose wahllos und fegte dort ungezählte Ziegeln von den Dächern. Das Teil eines Wellblechdaches wurde von einem Unterstand gerissen, über Dächer geschleudert und fand sich auf einem Nachbarhof wieder. Ob auch vor den Häusern geparkte Pkw beschädigt wurden, ist bislang nicht bekannt. Das ganze Ausmaß der Schäden wird vermutlich erst bei Tageslicht sichtbar werden. Die Feuerwehren Knüllwalds rückten mit mehreren Dutzend Freiwilligen an, um lose Ziegeln von den Dächern zu holen, andere wieder einzusetzen oder von den Straßen zu beseitigen. Unterstütz wurden sie dabei von Kameraden aus Homberg, die mit der Drehleiter angerückt waren." - Aus einer weiteren Meldung von nh24.de vom 04.01.2014: "Schäden nach Windhose viel höher als vermutet - Remsfeld. Der Schaden nach der Windhose vergangene Nacht in Remsfeld ist weitaus höher als bislang angenommen. Wie der Sprecher der Feuerwehr Remsfeld, Dr. Ullrich Laabs (stellv. GBI), am Samstag informiert, wurden rund 20 Dächer beschädigt, vier Gartenhäuser total zerstört, rund 40 Bäume entwurzelt und ein Pkw demoliert. Laabs geht von einem Gesamtschaden in Höhe von rund 100.000 Euro aus. Rund 60 Feuerwehrfrauen und Männer waren, nach einer kurzen Nachtruhe, bis Samstagnachmittag 15:15 Uhr im Einsatz, so Laabs. An den Aufräumungsarbeiten beteiligt waren die Feuerwehren aus Appenfeld, Lichtenhagen, Remsfeld, Schellbach und Völkershain. Die Kameraden der Kreisstadtwehr unterstützten mit einer Drehleiter die Knüllwälder Feuerwehrfrauen und Männer." - Von Schrecksbach aus wurde in Richtung Nordosten und damit in Richtung Remsfeld eine schlauchförmige Funnelcloud beobachtet, die für mindestens eine Minute bis zum Horizont hinabreichte. Mit den vorliegenden Berichten zu den aufgetretenen Schäden und der Beobachtung der Funnelcloud ist von einem Tornado auszugehen.

Verdachtsfall Remsfeld (Skywarn)
Orkanböen beim Gewitter gestern in Nordhessen - Windhose in Remsfeld? (WZ-Forum)
Windhose beschädigt Dächer in Remsfeld (nh24.de, 04.01.14)
Schäden nach Windhose viel höher als vermutet (nh24.de, 04.01.14)
Sturm deckt zwanzig Dächer ab (HR Online, 04.01.14)
Tornado in Knüllwald: Geschätzter Schaden beträgt 100.000 Euro (HNA, 05.01.14)
?Laut wie ein Güterzug?: Anwohner berichtet über Tornado im Knüllwald (HNA, 05.01.14)
Tornado knickt im Knüllwald 200 Bäume um (HNA, 06.01.14)
Oktober

Staufenberg (HE)

 27.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MEZ. Meldungen über eine "kleinräumige Windhose" in Staufenberg. Aus einer Meldung der Gießener Allgemeinen vom 27.10.2013: "Im Kreis Gießen hatten die Einsatzkräfte in Staufenberg besonders viel zu tun. Ein kurzer, aber heftiger Sturm hatte zwischen 14 und 15 Uhr die Stadt im Nordkreis heimgesucht. Abgesehen von kleineren Schäden, wie herabgefallenen Ästen oder gelösten Dachziegeln, hatte der Sturm auch ernsthafte Zerstörungen angerichtet. So riss er am Mohnstrauchweg einen Stromkasten aus der Verankerung. In der Treiser Straße hielt ein Baum den Böen nicht Stand und kippte auf eine Telefonleitung. Im höher gelegenen Neubaugebiet am Vogelsang deckte der Sturm an mehreren Häusern teilweise die Dächer ab, wobei durch umherfliegende Dachziegel zwei an der Straße geparkte Fahrzeuge beschädigt wurden. Menschen kamen beim Unwetter glücklicherweise nicht zu Schaden." Auch in Wetzlar gab es ab ca. 14:10 Uhr MEZ erhebliche Schäden durch ein Unwetter. Möglich ist ein großräumiges Ereignis, genaueres ist nicht bekannt.

Zahlreiche Einsätze nach Sturm in Mittelhessen (Gießener Allgemeine, 27.10.13)

Lardenbach (HE)

 04.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Lardenbach vom 04.10.2013: "Am Nachmittag des 4.Oktober durchzog vermutlich eine Windhose die Gemarkung am verlängerten Helgenstock im Stadtteil Lardenbach. Direkt an der Strasse wurden etwa 10 Bäume abgeknickt bzw. entwurzelt. Darunter neben mittleren Obstbäume auch stattliche Eichen. Auch die angrenzende Gemeindehalle wurde am Dach beschädigt. Im angrenzenden Feld wurden weitere Bäume entwurzelt und teilweise 20 Meter weiter aufgefunden. Nachdem die Einsatzkräfte aus Lardenbach und Kl.Eichen die Einsatzstelle abgesichert hatte begannen diese sofort mit Hilfe von 2 Motorsägen die Bäume zu zerkleinern. Aufgrund der hohen Anzahl an Bäumen wurden zeitnahe die beiden weiteren Teilraum-Feuerwehren aus Stockhausen und Weickartshain nachalarmiert. Nach ca. 2,5 Stunden war die Fahrbahn wieder frei."

Windhose am Helgenstock (Feuerwehr Lardenbach, 04.10.13)
Juli

Wettenberg (HE)

 29.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 16:54 bis 16:56 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Heuchelheim aus in Richtung Nordnordost. Dazu der Bericht von Friedel Steinmueller: "Funnel im Raum Biebertal/Wettenberg am 29. Juli 2013 - Am Montagnachmittag bildete sich nach Passage einer Schauer - und Gewitterlinie im Bereich Biebertal/Wettenberg (Mittelhessen) eine Funnelcloud. Eine Schauerstaffel näherte sich gegen 16:30 MESZ dem Giessener Becken, ohne dass zunächst Gewitteraktivität zu erkennen war. Über dem Lahntal riss die Front vorübergehend auseinander, was bei solchen Lagen häufig zu beobachten ist. Etwa 3 km östlich des Giessener Beckens verschmolzen die Cumulonimbus-Wolken wieder zu einer durchgehenden Front zusammen und es setzte eine ausgeprägte Blitzaktivität ein. Meist waren es Wolkenentladungen; aber auch einige Erdblitze, die hauptsächlich die südlichere Gewitterwolke betraf, konnten ca. 10 km nach ESE gesichtet werden. Um 16:54 MESZ bildete sich am NW-Rande der nördlicheren Zelle kurzzeitig eine Funnelcloud. Sie konnte gut zwei Minuten lang beobachtet werden. Rotations-Bewegung war zu erkennen. Ein Bodenkontakt wurde ausgeschlossen."

Bad Arolsen (HE)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 02 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen vom 28.07.2013: "Schwere Unwetter: Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr - Vöhl/Waldeck/Bad Arolsen/Volksmarsen. Ein kurzes, aber heftiges Gewitter hat in der Nacht zu Sonntag zahlreiche Bäume entwurzelt. Nach Einschätzung des stellvertretenenden Bad Arolser Stadtbrandinspektors Michael Seebold könnte es eine Windhose gewesen sein, die über Teile des nördlichen Landkreises hinwegzog. Das Unwetter bewegte sich etwa von Basdorf am Edersee in nordwestlicher Richtung über Ober-Werbe/Alraft, Höringhausen, Volkhardinghausen/Landau/Bühle und weiter in Richtung Lütersheim. Auch im benachbarten Kreis Kassel warf die Windhose Bäume im Bereich Wolfhagen um. Nach ersten Informationen wurden keine Menschen verletzt und keine Autos getroffen. Eine Straßenlaterne am Ortsrand von Lütersheim wurde von einer hinabstürzenden Krone umgerissen. Heftiger Regen setzte am frühen Sonntagmorgen gegen 2 Uhr ein, wenig später alarmierte die Leitstelle im Minutentakt zahlreiche Feuerwehren, nachdem von Verkehrsteilnehmern reihenweise umgestürzte Bäume gemeldet worden waren. Betroffen waren die Landesstraße 3086 zwischen Basdorf und Vöhl in Höhe des Maislabyrinths, die K 21 zwischen Ober-Werbe und dem Abzweig zur L 3084 nach Alraft, die L 3118 zwischen Höringhausen und Sachsenhausen in Höhe von Hof Heide, die K 15 am Ortsausgang von Höringhausen in Richtung Strothe, die K 9 zwischen Volkhardinghausen und Elleringhausen, die K 10 beziehungsweise K 106 zwischen Bühle und Wolfhagen, die L 3198 zwischen Landau und Bühle, die Ortslage von Landau, die Bundesstraße 450 zwischen Landau und Gasterfeld sowie die K 6 zwischen Lütersheim und Volkmarsen. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren innerhalb kürzester Zeit an den verschiedenen Einsatzstellen damit beschäftigt, die Schäden des nächtlichen Gewittersturms zumindest grob zu beseitigen. Während es in den meisten Fällen kleinere Bäume oder Baumkronen waren, die auf Fahrbahnen gestürzt waren, hatten gleich mehrere dickere Bäume die Kreisstraße bei Ober-Werbe komplett blockiert. Einer der Bäume war von einem Hang umgestürzt und auf der anderen Straßenseite in den Ästen eines anderen Baumes hängen geblieben. Hier war neben dem Einsatz von Motorsägen auch eine Seilwinde nötig. Nach gut einer Stunde war die Kreisstraße wieder frei. Im gesamten von der Windhose betroffenen Gebiet lagen kleinere Zweige und abgerissenes Laub auf den Fahrbahnen. Am Maislabyrinth bei Basdorf waren neben einigen Bäumen auch mehrere Fahnenmasten abgeknickt. Ob das Labyrinth selbst einen Schaden genommen hat, war in der Nacht nicht zu erkennen. Die Verkaufsstände hatten das Unwetter jedoch unbeschadet überstanden. Bei Tagesanbruch war zu ereknnen, dass zahlreiche Getreidefelder von der nächtlichen Naturgewalt plattgewalzt worden waren. Nach Auskunft der Bad Arolser Polizei wurde ein größerer Baum am Ortsausgang von Lütersheim in Richtung Volkmarsen von einem Blitz getroffen. Ein Teil der Krone brach ab und riss beim Hinabstürzen eine Straßenlaterne um. Die Ordnungshüter verständigten die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) über den Schaden. Die Polizeistationen in Bad Wildungen und Frankenberg vermeldeten am Morgen zwar starke Niederschläge und zeitweise Gewitter, jedoch keinerlei Schäden. Im südlichen Kreisteil brauchten keine Feuerwehren auszurücken."

Schwere Unwetter: Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr (HNA, 28.07.13)
Windhose reißt Bäume um: Über 100 Wehrleute im Einsatz (112-magazin, 28.07.13)
Juni

Gernsheim (HE)

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 27.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17:35 bis 17:37 Uhr MESZ. Beobachtung einer deutlich sichtbaren Funnelcloud. Der Standort des Fotografen war östlich von Gernsheim. Die Blickrichtung war Südwest. Die Funnelcloud dürfte sich im Bereich des Rheins, südwestlich von Gernsheim befunden haben, also im Grenzbereich zu Rheinland-Pfalz.

27.06.2013 Funnelcloud, Regenbogen (Bastian Werner)
Verdachtsfall Gernsheim (Skywarn)
27.06.2013 / Gernsheim / Regenbogen und Funnel

Spielberg (HE)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Gelnhäuser Neuen Zeitung vom 23.06.2013: "Windhose tobt durch Spielberg - Brachttal-Spielberg (erd). Der Gewittersturm in der Nacht zum Freitag hat noch mehr Schäden angerichtet, als zunächst bekannt wurde. Besonders schlimm traf es Spielberg. Dort hat eine Windhose eine mitten im Dorf stehende Scheune komplett zerstört und mindestens zwei weitere Gebäude stark beschädigt. Nachbar Manfred Hau, der frühere Spielberger Ortsvorsteher, berichtet als Augenzeuge von dem verheerenden Unwetter, das gegen 23 Uhr über Spielberg fegte. Hau hatte vor einigen Jahren schon einmal eine Windhose über Spielberg miterlebt, die damals auf seinem Hof erhebliche Schäden anrichtete. Diesmal traf es die beiden Nachbargebäude mit aller Wucht."

Tornado bei Brachttal-Spielberg ? (WZ-Forum)
Windhose tobt durch Spielberg (Gelnhäuser Neue Zeitung, 23.06.13)
Mai

Viernheim (HE)

bild
 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer eindeutigen, schlauchförmigen Funnelcloud von der Autobahn A5 aus, zwischen Weinheim und Hirschberg (Baden-Württemberg) Richtung Westen blickend. Ziemlich gut war sie auch am Parkplatz Fliegwiese zu sehen.

Funnelcloud bei Viernheim
Oktober

Hofgeismar (HE)

 04.10.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 13:44 bis 13:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 04.10.2012: "Plötzliche Windhose verursacht erhebliche Schäden - Hofgeismar. Mitten auf der Kreuzung bildete sich wie aus dem Nichts eine Windhose und zog in Richtung Innenstadt. Was man sonst nur in Nachrichten aus den USA hört, wurde am Donnerstagnachmittag in Hofgeismar Wirklichkeit. Eine Familie aus Hofgeismar schrieb uns: Auch bei uns im Erlenweg / Hohler Weg hat die Windhose gewütet, zwei große Löcher wurden in das Scheunendach gerissen (glücklicherweise wurde niemand durch herunterfallende Dachziegel getroffen. Bei der Käthe-Kollwitz-Schule hat es einen Ahorn zerstört. Bei der Gewobag hat es das Dach beschädigt. Nach fünf Minuten drehte der Wirbel durch unseren Hof ab, der Spuk war vorbei, der Dachdecker hat das Wort. (rpp) ?Mein Auto hat gewackelt und um mich herum flogen Äste?, erinnert sich Heino Obser von der Polizei Hofgeismar, der mit seinem Wagen an der Kreuzung Vor dem Schöneberger Tor und Hinter den Eichen stand. ?Der Mini-Tornado ist dann etwa 30 Meter in Richtung des Hotels Hans im Glück gezogen?, berichtet Obser weiter. Auf seinem Weg knickte der Wirbelsturm mehrere Fichten auf einem Privatgrundstück um. Auch an anderen Orten in der Stadt kam es zu erheblichen Schäden. ?Am Viehmarktplatz am Turnhagen hat der Sturm große Äste einer Eiche abgebrochen?, meldet Richard Scholze vom Bauamt Hofgeismar. Dabei wurde auch das Toilettenhäuschen beschädigt. Der Baum sei ein Naturdenkmal und somit nicht unter der Pflege der Stadt. ?Hier ist die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises zuständig?, erklärt Scholze. [...] Wie hoch die Schäden durch die Windhose im gesamten Stadtgebiet sind, muss noch ermittelt werden. Verletzt wurde niemand." - Aus einem Kommentar zu dem Artikel: "Im Bünschheimer Weg wurden Pavilions zerstört und in die Luft gewirbelt. Dächer beschädigt und Rolladenkästen beschädigt. Äste abgeknickt und ein stehender Nussbaum wurde entnusst!"

Verdachtsfall Hofgeismar (Skywarn)
Plötzliche Windhose verursacht erhebliche Schäden (HNA, 04.10.12)
Fotostrecke: Plötzliche Windhose verursacht erhebliche Schäden (HNA, 04.10.12)
September

Neuses (HE)

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 12.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 11:05 und 11:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Freigericht aus in Richtung Süden. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Neuses
August

Bad Nauheim (HE)

bild
 31.08.2012 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. ab 18:30 bis 18:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud nahe Bad Nauheim, die sich zunächst mehrfach verstärkte und wieder abschwächte und nach kurzzeitiger fast kompletter Auflösung ab 18:46 Uhr nochmals aufbaute. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt. Gegen 19 Uhr hat es in Bad Nauheim sehr stark angefangen zu regnen, manchmal mit Hagel. Danach stand die Wiese des Soundgarden-Musikfestivals ca. 4cm und der VIP-Bereich ca. 20cm unter Wasser. Da die beobachtete Funnelcloud sehr weit hinab reichte und mindestens drei Augenzeugen am Boden vorhandende Rotation im Norden Bad Nauheims beobachtet haben, ist von einem Tornado auszugehen.

Funnelcloud bei Bad Nauheim
Tornado in Hessen/Wetteraurkreis (WZ-Forum)
Soundgarden 2012 Tornado (YouTube)
Windhose auf dem Soungarden Festival in Bad Nauheim (YouTube)
Tornado BadNauheim 31 08 2012 18 46h (YouTube)

Gießen (HE)

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 09.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 12:24 bis 12:28 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, Bodenkontakt des Wirbels ist unwahrscheinlich.

Funnelcloud bei Gießen
Juli

Usingen (HE)

 11.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:45 Uhr MESZ. Beschreibung eines Augenzeugen: "Gestern (11.07.2012) war ich mit meiner Familie am Flugfeld in Neu Anspach spazieren. Gegen 21:45 bildete sich eine Windhose, die Richtung Usingen zog. Um 22:00 Uhr war der Spuk vorbei. Leider hatte ich keine Kamera dabei. Die Windhose war relativ breit, ca. 200m, und hatte eine schwache Rotation. Sie berührte definitiv den Boden, wobei davon auszugehen ist, dass aufgrund der schwachen Rotation keine größeren Schäden zu erwarten sind. Die Windhose selbst entwickelte sich aus einer örtlich begrenzten Gewitterfront. Die Wolkenhöhe (Unterkante) lag bei max 300-400m."

Verdachtsfall Usingen (Skywarn)

Marburg (HE)

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 10.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 14:55 Uhr MESZ, Dauer: ca. 3 Minuten. Mögliche Sichtung einer Funnelcloud oder eines Tornados von Marburg aus in Richtung Norden bis Nordosten. Leichte Rotation wurde beobachtet. In einer Wiese soll hinter dem auf den Fotos sichtbaren Gebäude in einer Bahn von etwa 50 Metern Länge und etwa 2 Metern Breite die Grasnabe abgetragen worden sein. (Foto: Johannes Lemmer - NFN-Marburg Marburger Stadtteil-Nachrichten)

Funnelcloud oder Tornado bei Marburg
Tornado in Marburg? (Marburger Stadtteil-Nachrichten)

Gießen (HE)

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 07.07.2012 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: 11:20 bis 11:30 Uhr MESZ. Sichtung einer ausgeprägten und weit hinab reichenden FunnelcZeitpunkt: 11:20 bis 11:30 Uhr MESZ. Sichtung einer ausgeprägten und weit hinab reichenden Funnelcloud im gesamten Raum Wetzlar - Gießen. Mehrere Augenzeugen haben Fotos gemacht. Zwischen Heuchelheim und Gießen an der Lahn entlang findet sich eine ca. 2 km lange und 50-100 m breite Schneise mit leichten Schäden an der Vegetation. Die Schneise zieht sich bis kurz vor die Stadtwerke in Gießen. (Foto: Jörg Haus)

Tornado bei Gießen
Verdachtsfall bei Gießen (Skywarn)
[Verdacht] 7.7.2012 südwestlich von Gießen (Lahnaue) (Stormchaser-Europe-Forum)
Fotos: 7.7.2012 Tornado-Verdacht in Gießen (flickr.com)
07.07.2012 / Funnelcloud bei Pohlheim (Stormchaser-Europe-Forum)
Video: Tornado in Gießen am 7.7.2012 (YouTube)
Anwohner melden Tornado bei Gießen (HR Online, 07.07.12)
=771047]Kleiner Tornado über Gießen gesichtet (Mittelhessen.de, 07.07.12)
Kleiner Tornado über dem Kreisgebiet (Gießener Anzeiger, 08.07.12)
Anwohner sahen Tornado von vielen Orten im Landkreis aus (Gießener Allgemeine, 09.07.12)
Fotos: Tornado über dem Gießener Land (Gießener Allgemeine, 09.07.12)
loud im gesamten Raum Wetzlar - Gießen. Mehrere Augenzeugen haben Fotos gemacht. Zwischen Heuchelheim und Gießen an der Lahn entlang findet sich eine ca. 2 km lange und 50-100 m breite Schneise mit leichten Schäden an der Vegetation. Die Schneise zieht sich bis kurz vor die Stadtwerke in Gießen. (Foto: Jörg Haus)

Tornado bei Gießen
Verdachtsfall bei Gießen (Skywarn)
[Verdacht] 7.7.2012 südwestlich von Gießen (Lahnaue) (Stormchaser-Europe-Forum)
Fotos: 7.7.2012 Tornado-Verdacht in Gießen (flickr.com)
07.07.2012 / Funnelcloud bei Pohlheim (Stormchaser-Europe-Forum)
Video: Tornado in Gießen am 7.7.2012 (YouTube)
Anwohner melden Tornado bei Gießen (HR Online, 07.07.12)
Kleiner Tornado über Gießen gesichtet (Mittelhessen.de, 07.07.12)
Kleiner Tornado über dem Kreisgebiet (Gießener Anzeiger, 08.07.12)
Anwohner sahen Tornado von vielen Orten im Landkreis aus (Gießener Allgemeine, 09.07.12)
Fotos: Tornado über dem Gießener Land (Gießener Allgemeine, 09.07.12)
Juni
Mai

Laubach (HE)

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 15.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 bis 17:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinabreichenden und deutlich rotierenden Funnelcloud bei Laubach bzw. im Bereich nördlich bis östlich von Laubach. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

15.05. - Tornadoverdacht (Jonas Piontek)
August

Aßlar (HE)

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 27.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:11. Beobachtung einer Funnelcloud vom Sportplatzheim Wetzlar-Blasbach aus in Richtung Südwesten schauend, geschätzt in Höhe des BAB-Autobahnkreuzes "Wetzlarer Kreuz" und damit in der Nähe von Aßlar. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt, wegen einer aufziehenden Niederschlagswand konnte die deutlich rotierende Funnelcloud dann nicht mehr beobachtet werden.

Funnelcloud bei Aßlar
Possible funnel cloud near Wetzlar, Germany 2011-08-27 (YouTube)

Langen (HE),
Dreieich (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose mit erheblichen Schäden. Dazu aus einem Bericht der Feuerwehr Langen: "Gegen 17:15 Uhr kam es im Stadtgebiet Langen, laut mehreren Augenzugenberichten, zu einer Windhose mit Bodenkontakt. Hieraus resultierend wurden zahlreiche Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt, Straßen und Keller überflutet. [...] Besonders betroffen waren Linden, Oberlinden und das Nordend. [...] Der Schaden dürfte mehrere Millionen betragen. Es gab mehrere verletzte Personen, die in die umliegenden Krankenhäuser verbracht wurden." Das vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Langen (Skywarn)
Internetseite der Stadt Langen
Einsatzberichte (Feuerwehr Langen)
Fotos: Unwetter am 24. August 2011 (Facebook)
Weitere Fotos (flickr)
Helfer nach Unwettern im Dauereinsatz (Franfurter Neue Presse, 24.08.11)
Bilder: Tornado wütet in Langen (Franfurter Neue Presse, 24.08.11)
Windhose deckt Häuser ab (Offenbach Post, 25.08.11)
Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung im Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
Als der Tornado wütete (Offenbach Post, 26.08.11)
Enorme Belastung für Rettungskräfte (Offenbach Post, 02.02.12)
Unwetter in Langen (YouTube)
Langen im Unwetter (YouTube)
Das Unwetter am 24.08.2011 in Langen (YouTube)
Windhose fegt über 63225 Langen 24.08.2011 (YouTube)
Sturm über 63225 Langen 24.08.2011 (YouTube)
Unwetter in Dreieich-Sprendlingen 2011-08-24 17:25 (YouTube)

Holzheim (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Gießener Anzeigers vom 25.08.2011: "Ein schweres Unwetter ist gestern im südlichen Landkreis Gießen von West nach Ost gezogen und hat Schäden in Millionenhöhe verursacht. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt. Etwa 50 Dächer wurden teilweise oder vollständig abgedeckt, unzählige weitere Häuser erheblich beschädigt. Über 500 Feuerwehrleute hatten mehr als 200 Einsatzstellen abzuarbeiten. Gegen 16.30 Uhr zog die Gewitterfront von Südwesten her über den Landkreis. Als Erstes traf es die Langgönser Ortsteile Cleeberg und Oberkleen. Danach drehte der Orkan richtig auf und traf auf Pohlheimer Gebiet Holzheim, wobei einige Beobachter meinten, dass sich auch eine Art Windhose entwickelt hatte, die binnen weniger Minuten 15 Häuser fast vollständig abdeckte und unzählige andere mehr oder minder stark beschädigte. Der Zahl der umgestürzten Bäume war nicht mehr nachzugehen und überall standen durch heruntergerissene Ziegel oder Äste beschädigte Fahrzeuge. Wegen der entwurzelten Bäume musste die Bundestraße 3 zwischen Butzbach und Langgöns für einige Zeit gesperrt werden. [...] Neben dem besonders gebeutelten Holzheim, waren die Gemeinden Langgöns, Pohlheim, Lich, Grünberg und Reiskirchen am stärksten von dem Unwetter getroffen worden. Aber auch aus Biebertal, Hungen und Laubach wurden Schäden gemeldet. Insgesamt, so die erste Bilanz am späten Abend, wurden in Langgöns, Pohlheim und Ettingshausen zusammen etwa 50 Häuser abgedeckt oder stark beschädigt. In Birklar riss der Orkan das Dach der Maschinenhalle eines Aussiedlerhofes weg. Die ersten Aufräumungsarbeiten dauerten bis in die tiefe Nacht hinein an. Die Reparaturen aller Schäden werden noch Wochen dauern." - Das bisher vorliegende Material zu diesem Fall bei Gießen spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Holzheim (Skywarn)
Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung im Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
HP Supercell with extreme Hail Downburst - 24.08.2011 Grünberg (YouTube)

Dombach (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:25 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Franfurter Neuen Presse vom 27.08.2011: "Windhose richtet starke Schäden an - Bad Camberg. Das Unwetter vom Dienstagabend (Korrektur: Mittwochabend) hat im gesamten Bad Camberger Wald erhebliche Schäden angerichtet. Inzwischen ist von mehreren Tausend Festmetern Sturmholz die Rede. Das teilte gestern das zuständige Forstamt Weilmünster mit. Bisher konnten noch nicht alle Wege frei geräumt werden Aus diesem Grund sind genauere Schätzungen bislang nicht möglich. Da die Situation noch sehr unübersichtlich ist, rät das Forstamt dazu, die Waldflächen vorläufig auf gar keinen Fall zu betreten. Auch auf das Sammeln von Pilzen sollte ganz verzichtet werden. Die anhaltend wechselhafte Witterungslage verschärft die Situation zusätzlich. Viele Bäume sind einfach in oder an benachbarten Bäumen hängen geblieben und oft reicht ein kleiner Windstoß um diese "Hänger" zu lösen, so Revierförster Dirk Hannappel. Im belaubten Zustand ist die Gefährdungsbeurteilung selbst für die Fachleute oftmals schwierig und auch Hannappel rät von einem Wochenendspaziergang im Bad Camberger und Dombacher Stadtwald entschieden ab. Die Aufräumungsarbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen." - Das bisher vorliegende Material spricht recht deutlich für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Bad Camberg (Skywarn)
Windhose richtet starke Schäden an (Franfurter Neue Presse, 27.08.11)

Cleeberg (HE)

 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des Gießener Anzeigers vom 08.01.2012: "[...] Allein 22 Einsätze habe es während des Sturms am 24. August gegeben. »Innerhalb von nur 15 Minuten hatte eine Windhose eine Spur der Verwüstung in Cleeberg und den Nachbarorten hinterlassen. Bilder von abgedeckten Dächern, zahlreichen umgestürzten Bäumen und umher fliegenden Trümmerteilen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, hatten sich plötzlich und ohne Vorwarnung vor der eigenen Haustür abgespielt«, berichtete Jung. Gemeinsam mit den anderen Wehren aus allen Langgönser Ortsteilen seien insgesamt 60 Einsatzstellen abgearbeitet worden. [...]"

Schweres Unwetter über dem Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung im Landkreis Gießen (Gießener Anzeiger, 25.08.11)
Cleeberger Feuerwehr ehrte Mitglieder (Gießener Anzeiger, 08.01.12)
Juli

Weyer (HE)

 26.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:29 bis 18:31 Uhr MESZ. Genauer Ort im Bereich südöstlich von Limburg nicht bekannt. Mögliche Funnelcloud beobachtet. Standort des Beobachters: zwischen Linter und Mensfelden im Landkreis Limburg-Weilburg, Blickrichtung: etwa in Richtung Osten.

Verdachtsfall Kreis Limburg-Weilburg ( Skywarn )

Erfelden (HE)

 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, die sich über mehr als 80 Prozent der Strecke Wolkenbasis - Boden erstreckte. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Bischofsheim (HE)

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 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:06 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, die sich nahezu bis zum Boden erstreckte. Die Funnelcloud wurde von der Brücke der Ginsheimer Landstraße über die Autobahn A60 aus in Richtung Osten beobachtet. Der Wirbel dürfte sich damit südöstlich von Bischofsheim befunden haben. Beobachtungsdauer: mindestens 2-3 Minuten. Dabei wurde unterhalb der Funnelcloud am Boden aufgewirbelter Staub gemeldet.

Tornadoverdacht bei Bischofsheim

Rosengarten (HE)

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 21.07.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 12:14 bis 12:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen Funnelcloud, die sich über etwa ein Drittel der Strecke Wolkenbasis - Boden erstreckte. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Lampertheim
Juni

Altenlotheim (HE)

 22.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt

Pilgerzell (HE),
Dirlos (HE)

 22.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Nachmittag. Bericht zu einem mutmaßlichen Tornado. Unter anderem wurden vom Kindergartengebäude in Dirlos (Diorolfstraße 5) Dachgaubenteile abgerissen. Es handelte sich dabei um die Gaube am westlichen Dachteil und um die östliche Gaube am südlichen Dach. Teile landeten in der Wisselser Straße 8 und 10. Das sind mehr als 200 m, allerdings nicht abseits der angenommenen Zugrichtung, sondern genau in Linie. Weitere Verfrachtungen wurden von Bjoern Stumpf dokumentiert, siehe Link.

Verdachtsfall Pilgerzell (Skywarn)
Analyse zum mutmaßlichen Tornado ( Bjoern Stumpf)
22.06.2011 T2F1 Tornado Pilgerzell ( WZ-Forum)
UNWETTER - erst danach ist das Schadensausmaß deutlich ( Osthessen-News )

Bad Arolsen (HE)

 16.06.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Waldeckischen Landeszeitung vom 18.06.2011: "Tornado deckt Scheune ab - Bad Arolsen. Ein kleiner Tornado hat am Donnerstagabend gegen 21 Uhr das Dach einer Feldscheune am Mengeringhäuser Feld in der Nähe der Panzerstraße abgedeckt. Spuren des Wirbelsturms sind bereits auf einem benachbarten Roggenfeld zu sehen. Von dort muß der Mini-Tornado auf das Dach der Scheune übergesprungen sein. Dachbalken zerschlugen einen Zaun und sind nun auf der Weide verstreut. Die großflächigen Dachplatten landeten schließlich auf der anderen Seite der Panzerstraße im Aartal. Ohrenzeugin des Wirbelsturms war Nicole B. in ihrem Haus am Südhang: "Es klang erst wie ein Donner, der nicht aufhören wollte, dann hört es sich an, als würden Bäume knicken. Wir haben uns dann in den Keller unseres Hauses verkrochen und waren froh, als der Sturm vorüber war." (es)" - Dazu eine Augenzeugin: "Hallo, habe heut Abend bei uns hier in Bad Arolsen einen Tornado kurz gesichtet. Flogen riesige Teile rum. Gegen 21 Uhr ungefähr. Vom Feld über Wald. Hab mich und Kind in Sicherheit gebracht. Weiß nur von Nachbarn, dass sie es auch mitbekommen haben. Sonst noch nix gesehen und gehört. Bin noch sehr aufgeregt." Weitere Zeugenaussagen belegen eindeutig einen Tornado.

Tornado in Bad Arolsen
Tornado in Bad Arolsen ( Skywarn)

Wölfersheim (HE)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von der Landstraße zwischen Friedberg-Bauernheim und Dorn-Assenheim aus in Richtung Norden. Dazu der Beobachter: "Es war ein kleiner "Wurm", der seitlich aus der Wolke kam, nach links zeigte und in der Hälfte nach unten weggeknickt war. Es war sehr hoch in den Wolken und hat auch in der Luft geendet. Farbe dieses "Wurmes" war eher dunkel-grau. Von meinem Standpunkt aus etwa Bleistiftdick."

Bad Nauheim (HE)

bild
 06.06.2011 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 12:57 bis ca. 13:05 Uhr MESZ. Ausgeprägte und weit hinabreichende Funnelcloud westlich von Bad Nauheim. Aufgrund der aufgetretenen Schäden ist von Bodenkontakt und damit von einem Tornado auszugehen.

Tornado bei Bad Nauheim
Mai
April

Jossgrund (HE)

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 26.04.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa zwischen 19.15 und 19.30 Uhr Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud über dem Jossgrund bei Pfaffenhausen. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt, da sich das Ganze über Wiesen hinter einem Hügel ereignete.

Funnelcloud bei Pfaffenhausen
März

Bad Nauheim (HE)

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 23.03.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 18:44 Uhr MESZ. Sehr schmale und schnell rotierende, sich windende Funnelcloud vom Golfplatz Bad Nauheim aus in Richtung Norden bis Nordwesten beobachtet und fotografiert. Augenzeugen berichten über aufgewirbeltes Gras und einen Schwarm Mücken, der in den Wirbel gesogen wurde.

Funnel Cloud during first Thunderstorm 2011 ( YouTube)
November

Dieburg (HE)

 30.11.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Herbst 2010. Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung von DA im Netz vom 26.04.2011: "Der im Jahr 2004 anlässlich des 100-jährigen Jubiläum der Wendelinuskapelle vom OWK gestiftete Trompetenbaum hatte es von Anfang an schwer, sich an seinem Standort zu behaupten. Immer wieder war er mit seinen ausladenden Zweigen Zielscheibe von Vandalismus. [...] Im vergangenen Herbst setzte ihm zudem eine durch den Schlossgarten fegende Windhose so stark zu, dass er sich von seinen Verletzungen nicht mehr erholte."

Buche ersetzt Trompetenbaum ( DA im Netz, 26.04.11)
August

Schlüchtern (HE)

 23.08.2010 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 20 Uhr MESZ. Aus einem Bericht von Osthessen-News vom 24.08.2010: "Eine "Schneise der Verwüstung" hat am gestrigen Montagabend ein plötzliches aber schweres Unwetter im Süden der Stadt Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis) angerichtet. Nach ersten Informationen hat der Tornado jede Menge Dächer abgedeckt - auch das des Feuerwehrstützpunktes. Bäume wurden dutzendweise entwurzelt - auch der Funkmast der Feuerwehr wurde von den starken Windböen umgeknickt. Genau 26 geparkte Privat-Pkw von Feuerwehrleuten, die zuvor zu einem Einsatz gekommen und ihre Wagen neben dem Stützpunkt abgestellt hatten, sind durch herumfliegende Ziegel - teilweise erheblich - beschädigt. [...] " Nach den bisherigen Erkenntnissen ist ein Tornado eher unwahrscheinlich. Möglich ist ein Downburst (Gewitterböe) oder auch ein vom Regen umschlossener Tornado.

T3F1 Tornado Schlüchtern ( WZ-Forum)
Fotos aus Steinau
Tornado richtete Millionenschaden an ([url=http://www.osthessen-news.de/] Osthessen-News, 24.08.10)
Tornado verursacht Millionernschäden ([url=Fuldaer Zeitung, 24.08.10)
Tornado verursacht Millionernschäden ( Fuldaer Zeitung, 24.08.10)
Einige Schadenfotos ( Markus Römer)
Einsatzbericht ( Feuerwehr Schlüchtern)

Hellstein (HE)

 23.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Der mögliche Tornado richtete lokal eng begrenzt auf einer Länge von ca 1000 Metern Schäden an. Nahe der Gaststätte "Alte Schmiede" (Raiffeisenstraße) wurde nach Angaben der Feuerwehr Brachttal ein Baum entwurzelt, danach wurde ein Dach abgedeckt. In der Parkstraße wurden mehrere Bäume (1 Eiche, 1 Birke und 3 Tannen) umgeworfen.

Feuerwehr Brachttal (siehe Einsätze 2010)

Lumda (HE),
Reinhardshain (HE)

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 23.08.2010 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 18:15 bis 18:23 Uhr MESZ, um 18:21 Uhr erreichte der Tornado den Ort Lumda. Ein Augenzeuge beschreibt: "Ich hatte heute, am 23.8.10 um 18.20 Uhr auf der BAB 5 in der Höhe von Grünberg (km 424) eine Tornadosichtung. Der Tornado wühlte sich ca 50-100m östlich neben der Autobahn durch ein Maisfeld. Ich hatte ihn kurz vorher gesichtet, die Wolken hingen sehr tief und die Trombe war sehr kurz und breit ausgebildet." Dazu aus einer Meldung der Gießener Allgemeinen vom 24.08.1010: "Allein im Grünberger Stadtteil Lumda wurden rund 50 Dächer abgedeckt, Autos und Hausfassaden beschädigt und zahllose Bäume entwurzelt. Fast das halbe Dorf ist betroffen. In Reinhardshain zählten Rettungskräfte etwa zwölf beschädigte Dächer. Nach ersten Schätzungen dürfte der gesamte Sachschaden bei rund einer Million Euro liegen. [...] Es war gegen 18.30 Uhr, als der Tornado, von Nordwesten kommend, zunächst in Reinhardshain zuschlug, sich weiter aufbaute, über freies Feld zog, an Kraft gewann, im Wald links der Landstraße nach Londorf einige Hundert Bäume wie Streichhölzer abknickte, auf Lumda zuhielt und den Grünberger Stadtteil mit voller Wucht traf. Der orkanartige Sturm fegte zunächst über die Straße »Am Bahndamm«, dann weiter über das halbe Dorf in Richtung Atzenhain, entwurzelte auf seinem etwa einen Kilometer langen Weg zahllose Bäume, riss Ziegel und Eternitplatten von Dächern und Fassaden, schleuderte zumindest Teile davon gegen Nachbarhäuser. Den Passanten bot sich ein Bild der Verwüstung. Vermutlich an die 100 Lumdaer Anwesen haben Schäden zu beklagen."

Zugbahn Tornado Reinhardshain - Lumda (Bjoern Stumpf)
Einige Schadenfotos ( Markus Römer)
23.08.2010 Tornado (bestätigt) in Grünberg (LK Gießen) ( Stormchaser-Europe-Forum)
Video: Tornado in Lumda ( YouTube)
] Video: Tornado in Grünberg Lumda ( YouTube)
Tornado richtet Riesenschaden im Ostkreis an (Gießener Allgemeine, 24.08.10)
Fotos: Tornado traf Lumda mit voller Wucht ( Gießener Allgemeine, 24.08.10)
Tornado fegt über Grünberg ( HR Online, 24.08.10)
Millionenschaden durch Tornado ( HR Online, 24.08.10)
Fotos - Nach dem Tornado: Sturmschäden im osthessischen Lumda ( FNP, 24.08.10)
Nach dem Tornado in Lumda: erste Bilanz ( Gießener Allgemeine, 03.09.10)
Benefiz-Frühschoppen in Lumda voller Erfolg ( Gießener Allgemeine, 21.09.10)
Nach 100 Tagen kaum noch Spuren des Tornados (Gießener Allgemeine, 01.12.10)
Hilfe für Tornado-Geschädigte in Lumda: Prüfung des Landes dauert ( Gießener Allgemeine, 15.06.11)

Hünfeld (HE)

 22.08.2010 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 18:32 Uhr MESZ. "Das Ereigniss war am 22.08.2010 um 18:32, das Ganze dauerte nur ca 1-3 minuten, sehr gut zu erkennen war dabei ein Trichter der erst nicht den Anschein machte bis zum Boden zu kommen es aber dann doch schaffte. Ich bin heute mal in den Wald gefahren und musste feststellen das etwa 7 Bäume um lagen, 2 davon waren gesplittert die Fallrichtung war eigendlich unterschiedlich, 3 jedoch klar nach Osten." (Quelle: ESWD)

Bad Hersfeld (HE)

 12.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung, dazu eine Augenzeugin: "Konnte in der Nähe von Bad Hersfeld um ca. 14.30 Uhr einen Funnel über 3 min lang beobachten,...der schätzungsweise sehr dicht in bodennähe war,...hatte leider arbeitsbedingt keine Kamera dabei,..habe ihn mit dem Handy fotografiert,..werde die nächsten Tage versuchen das bild über den Rechner zu vergrößern und ins Internet einzustellen!!
Juli

Griesheim (HE)

 29.07.2010 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 17:10 Uhr MESZ. Im Norden Griesheims Richtung Weiterstadt, von der Entfernung her zwischen Stadtgrenze und Autobahn A67: "Zuerst Drehung der Wolken am Himmel mit Trichterbildung Richtung Boden, nach ein paar Minuten kam ein Trichter vom Boden und sie haben sich dann verbunden! Das ganze ging ca. 10 Minuten." (Quelle: ESWD)

Freigericht (HE)

 14.07.2010 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. "in Freigericht konnte ich gestern bei etwas unbeschreiblichem zu sehen. Ich erkannte so gegen 20:30 eine sehr große wolke! in der Wolke drehte sie sich nach etwa 30 sekunden erkannte ich ein Zipfel der aus der wolke rauskam. In dem Moment war es windstill!! dann wirbelte etwas den boden im Acker auf! Es formte sich zu einem Trichter der dann über den Acker zog. Ich war ungefähr 500 meter weg und es fühlte sich so an als will etwas mich da rein ziehen!! Der Trichter bewegte sich über das Feld und verschwand nach 40 sekunden etwa!! Ich sah dann wie ein Traktor umgekippt war! und unzählige Bäume entwurzelt sind!!" (Quelle: ESWD)
Juni

Windhausen (HE)

 11.06.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachts. Nach einem Bericht soll in der Nach zum 11. Juni ein "Wirbelsturm" knapp an Windhausen vorbeigezogen sein. Demnach sollen Anwohner eine Windhose beobachtet haben. Es gab erhebliche Schäden: "Im Wald östlich der Landstraße zwischen Kestrich und Köddingen lagen die Bäume wie Mikadostäbchen durcheinander gewirbelt. Die Spur der Verwüstung zog sich von dort durch den Buchenwald über den Senges. Zwischen Kestrich und Windhausen hob der Sturm einen Viehunterstand von den Fundamenten, drehte ihn in der Luft und platzierte ihn nahezu unbeschädigt 20 Meter weiter auf dem Dach. Über dem Göringer Bach, rund einen Kilometer weiter Richtung Norden, verlor er seine Kraft. Obwohl Windhausen nicht direkt berührt wurde, beschädigte der Sturm Dächer, ließ Dachziegel wie Laub durch die Luft fliegen und entwurzelte am Ortsrand Bäume." (Quelle: Geocaching)

Windhose (Geocaching)
Mai
März

Guxhagen (HE)

 26.03.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MEZ. Medienmeldung über eine Windhose in Guxhagen bei Kassel. Ein Anwohner beschreibt einen "drehenden Windkegel auf beschränktem Raunm".

Verdachtsfall Guxhagen ( Skywarn)
Unwettereinsätze am 26.03.2010 ( Feuerwehr Guxhagen)
Unwetter: Windhose deckte Dach ab ( HNA, 26.03.10)
Fotos: Windhose wütete im Kreisteil Melsungen ( HNA, 26.03.10)
Windhose richtet große Schäden an ( nh24, 26.03.10)
Bilder-Galerie zu den Schäden ( nh24, 26.03.10)


Video: Windhose verwüstet Siedlung ( MyVideo, 26.03.10)
Windhose fegte durch Wohnsiedlung ( VB-Kurier, 27.03.10)
Bild der Verwüstung ( [url=http://schwaelmer-bote
August

Okarben (HE)

 16.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Medienmeldungen über einen angeblichen Tornado im Karbener Stadtteil Okarben. Nach den bisher vorliegenden Berichten ist eher von einem Downburst (Gewitterböe) auszugehen. Für einen Tornado sprechen einige Berichte von Augenzeugen über eine trichter- oder schlauchförmige Wolke. Ob dieses Gebilde auch rotierte, konnte bisher niemand bestätigen. Eine Verwechslung mit einem sehr eng begrenzten Downburst oder mit Fallstreifen ist möglich.

Verdachtsfall Karben (Skywarn)
Verdachtsfall Karben (Stormchaser-Europe-Forum)
Schäden nach Unwetter (HR Online, 16.08.09)
Unwetter wütet im Rhein-Main-Gebiet (Taunus Zeitung, 17.08.09)
Orkan fällt Bäume und deckt Dächer ab (Wetterauer Zeitung, 17.08.09)

Hanau (HE)

 16.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 21 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Maintaler Anzeigers vom 18.08.2009: "Maintal/Hanau. Nach dem heißen Wochenende entlud sich am Sonntagabend um kurz vor 21 Uhr ein Gewitter über Maintal und Hanau. [...] Über die Kreisstraße 857 zwischen Hochstadt und Hanau-Hohe Tanne fegte sogar eine Windhose hinweg, wie ein Augenzeuge, der sich in Höhe des Hotel "Waldschlösschen" befand, dem stellvertretenden Maintaler Stadtbrandinspektor Wilfried Koller mitteilte. Acht bis zehn Bäume sind in diesem Bereich entwurzelt worden und stürzten auf die K 857, die noch bis zum gestrigen späten Vormittag zwischen Hochstadt und Hohe Tanne aufgrund der Aufräumarbeiten gesperrt war." Dazu ein Beobachter: "Im Hanauer Stadtteil "Hohe Tanne" hatte die Gewitterzelle am 16.08.2009 zwischen 20.45 Uhr und 21.15 Uhr besonders gewütet. Es sind mehrere große Bäume umgefallen und Gebäude und Dächer beschädigt. Die Landstraßen von Hanau OT Hohe Tanne nach Hochstadt und Wachenbuchen waren bis Montag Mittag wegen Aufräumarbeiten gesperrt. Ich wohne nur ca. 2 km Luftline südlich vom Stadtteil Hohe Tanne entfernt. Hier blies es zu dieser Zeit ein paar Minuten lang auch ziemlich heftig, aber ich habe keine Windhose gesehen und es gab auch keine Schäden bei uns. Nur "normale" Sturmböen und 5,5 Liter Regen innerhalb von 10 Minuten. Im 4 km weiter südlich entfernten Stadtteil Klein-Auheim hat es im gleichen Zeitraum nur 0,4 Liter Regen und so gut wie keinen Wind gegeben. Für einen Tornado könnte sprechen, dass die ganz großen Windbruch und Gebäudeschäden sehr kleinräumig entstanden sind." Ein Tornado ist eher unwahrscheinlich.
Juli

Erlensee (HE)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 20:30 und 20:45 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung im Bereich nördlich von Hanau bis nördlich von Langenselbold. Mehrere Augenzeugen beschreiben, dass der Funnel zeitweise weit herunterreichte. Ein Foto aus Richtung Hanau ist vorhanden.

Funnelbeobachtung bei Erlensee
Wetterkapriolen (Hanau Online, 24.07.09)

Butzbach (HE)

 06.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Beobachtung eines gut ausgeprägten Funnels, Beobachtungsort zwischen Dorheim und Schwalheim (Bad Nauheim), möglicher Bodenkontakt etwa im Bereich Butzbach.
Juni

Windecken (HE)

bild
 09.06.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung von Nidderau aus: "Uum 18 Uhr MEZ zog ein ziemlich kräftiges Gewitter von Westen nach Osten über Nidderau. Neben Starkregen, Starken Sturmböen und starker Blitzaktivität trat auch Hagel auf. Das Gewitter dauerte ungefähr 20 Minuten. Beim Abziehen der Gewitterzelle konnte ich eine Mesozyklone beobachten. Aus den rotierenden Wolken senkte sich ca. 1 Minute lang ein Funnel herab. Bodenkontakt konnte ich nicht ausmachen. Das Ereignis war so schnell vorbei wie es begonnen hatte. Über Schäden liegen mir keine Meldungen vor."

Funnelbeobachtung bei Nidderau
November

Eltville (HE)

 21.11.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des Wiesbadener Kurier vom 22.11.2008: "Während in der Wiesbadener Innenstadt am frühen Nachmittag Cafébetreiber eilends ihre Stühle und Tische einräumten, flog in der Goebenstraße bereits ein WC-Häuschen durch die Luft, Leuchtreklamen und manche Markise folgten. Eine Frau wurde durch einen umstürzenden Marktschirm verletzt und musste eine Kopfplatzwunde durch den Rettungsdienst versorgen lassen. Im Biebricher Schlosspark stürzte ein Baum um und verfehlte Spaziergänger nur knapp. In Schlangenbad wütete der Sturm so heftig rund um die Sauna, dass diese für den restlichen Tag aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde. Wegen einer angekündigten Windhose unterbrach die Bahn am Nachmittag vorsorglich den Schienenverkehr bei Eltville für einige Minuten. Es passierte nichts, doch Verspätungen von Zügen waren die Folge. Im Bereich Kelsterbach, so Bahnpressesprecher Bernd Honerkamp, sorgte außerdem eine vom Sturm verwehte Güterzugplane dafür, dass der S-Bahn-Verkehr umgeleitet werden musste."

Möglicher Tornadoverdacht bei Eltville (Skywarn)
Sturmböen toben durch Stadt und Land (Wiesbadener Kurier, 22.11.2008)
Oktober
August

Frankenau (HE)

 12.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Frankenberger Zeitung vom 13.08.08: "Grund für den Windbruch war eine Windhose, die gegen 20.30 Uhr auf einer Breite von etwa 1000 Metern aus südöstlicher Richtung kommend über das Waldgebiet und die Landesstraße 3085 hinwegfegte. Dabei stürzten nach Angaben der Polizei zahlreiche Bäume um. Weil die Aufarbeitung am Abend zu gefährlich war, wurde die Strecke für den Verkehr gesperrt. Mitarbeiter von Hessenforst sollten gestern die Hindernisse beseitigen und weitere vom Umfallen bedrohte Bäume in dem Waldstück fällen." Die angegebene Breite der Schadenspur war tatsächlich "nur" etwa 300 Meter breit. Die Ursache für die Schäden konnte nicht geklärt werden.

Tornadoverdacht Frankenau ( Skywarn)
Kleines Wunder: Baum fällt auf Auto, Fahrerin steigt unverletzt aus ( Frankenberger Zeitung, 13.08.08)
Windhose: Baum kracht auf fahrendes Auto ( 112-magazin, 13.08.08)

Gießen (HE)

bild
 12.08.2008 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. Der Tornado wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet und auch gefilmt. Er zog eine schmale Schneise durch Gießen, in der Dächer beschädigt wurden und zahlreiche Bäume umstürzten. Es entstand Millionenschaden. Verletzte gab es nicht.

Tornado in Gießen ( Skywarn)
Schadenanalyse Tornado in Gießen ( Sturmjagd)
[Tornado] 12.08.2008 Gießen ( Stormchaser-Europe-Forum)
Gießen (Hessen): Tornadoverdachtsfall ( WZ-Forum)
Einige Schadensbilder ( WZ-Forum)
Video, weitere Fotos und Schadensbilder
Bilder zweier Webcams
Fotos und Video aus Pohlheim
Fotos aus Großen Buseck
Schadenfotos von Florian Brock (ca. 16 MB)
Windhose richtet schwere Schäden an ( Stadt Gießen)
Tornado zieht durch Gießen ( YouTube)
Video mit rotierender Wolkenbasis ( YouTube)
Windhose Giessen, Teil 2 ( YouTube)
Windhose in Gießen - Zeitraffer/A> ( [url=http://www.youtube.de/]YouTube)
Windhose hinterlässt Schlachtfeld in Innenstadt ( Gießener Allgemeine, 12.08.08)
Windhose zieht durch Gießen ( HR Online, 12.08.08)
Gießen: Tornado richtet erhebliche Schäden an ( RTL, 13.08.08)

Tornados in Deutschland ( n-tv, 13.08.08)
Aufräumen nach dem Wirbelsturm ( HR Online, 13.08.08)
Video: Ein Tornado über Gießen ( HR Online, 13.08.08)
Windhose über Giessen - Hessenschau ( YouTube)
Aufräumarbeiten nach Tornado werden noch Tage dauern ( Gießener Allgemeine, 13.08.08)
Nach Tornado: Land lehnt Finanzhilfe ab ( Gießener Anzeiger, 14.08.08)
Philosophenwald »wie nach Flugzeugabsturz« ( Gießener Allgemeine, 18.08.08)
Aufräumarbeiten dauern noch immer an ( Gießener Anzeiger, 23.08.08)
Nach Tornado 160 Tonnen Baumholz aufgeräumt ( Gießener Allgemeine, 10.09.08)

Münchholzhausen (HE)

 12.08.2008 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa zwischen 17:30 und 17:35 Uhr MESZ. Schäden innerhalb einer Schneise, Augenzeugenberichte über eine "Windhose". Dazu einem Bericht der Berliner Wetterkarte, erstellt von Friedel Steinmüller, Heuchelheim bei Gießen, erschienen am 14.10.2008: "Bei Weilmünster, westlich von Wetzlar, beobachteten Einwohner verdächtige Wolkenstrudel, die eine Tornadobildung erahnen ließen. In Münchholzhausen, 2 km südöstlich der Stadt Wetzlar, hatte sich schließlich ein Tornado voll entwickelt und riss dort einige Bäume um. Ein Baucontainer wurde von der Trombe etliche Meter weit fort getragen und landete dann mit dem Dach auf dem Boden. Die Spur des Tornados ließ sich nun weiter bis zum östlichen Rand der Gemarkung Dutenhofen verfolgen. Dort wurden einige Obstbäume entwurzelt oder zersplittert. In der Nähe einer Mühle zerzauste der Wirbelsturm eine Pappelreihe."

Tornadoverdacht Münchholzhausen ( Skywarn)

Hornbach (HE)

 04.08.2008 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:50 Uhr MESZ. Innerhalb einer engen Schneise einige Schäden an zahlreichen Gebäuden in Birkenau-Hornbach im südhessischen Landkreis Bergstraße. Im Einsatz waren mehrere Feuerwehren und das THW aus Heppenheim, Lampertheim und Viernheim. Dazu aus einem Bericht der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung vom 05.08.08: ""Unser Nachbar hat den Sturm kommen sehen. Es hat zuerst stark geregnet. Da hat man sich noch nichts dabei gedacht. Dann tat es einen Schlag, alles ging ganz schnell, dann flogen die Ziegel", schildert eine weitere betroffene Hornbacher Bewohnerin ihre Eindrücke. Ihr Nachbar will einen Wirbel gesehen haben, wie er aus Südwesten über die benachbarte Hügelkuppe kam. Wie ein kleiner Hurrikan habe das ausgesehen, habe er behauptet." Weitere Augenzeugen berichten über einen Rüssel, der sich zu Boden senkte. Deutlich für einen Tornado als Ursache sprechen außerdem herausgerissene Dachfenster, weite Verfrachtungen von Ethernit- Plexiglasplatten u. Ziegeln Hang aufwärts linksseitig (Eternitplattenteile bis zu 330 Meter vom Ursprungsort). Zeugen berichten von einem kurzen Ereignis (2-5 Min.) und einem Baukran, der sich um 360° relativ schnell vor dem Niederschlagsband gedreht hat.

Verdachtsfall Birkenau-Hornbach
Sturmböe deckt Dächer ab ( HR Online, 04.08.08)
Birkenau: Windhose fegt über Ortsteil Hornbach hinweg ( Morgenweb, 04.08.08)
Windhose in Südhessen richtet erhebliche Schäden an ( derNewsticker.de, 04.08.08)
Schneller Sturm hinterlässt großen Schaden ( Presseportal, 04.08.08)
Fotos der Schäden ( Presseportal, 04.08.08)
Video: Tornado über Birkenau ( RNF, 04.08.08)
Juli
Juni

Arnshain (HE)

 23.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Niederweimar (HE)

 23.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:30 Uhr MESZ. Schäden innerhalb einer 50 bis 100 Meter breiten Schneise, dazu aus einer Pressemeldung der Oberhessischen Presse vom 26.06.08: "Erhebliche Schäden hat eine Windhose in der Nacht zum Montag in Niederweimar verursacht. Wie Uwe Hahn vom Ordnungsamt der Gemeinde berichtet, seien auf dem Friedhof durch umgeknickte Bäume mehrere Marmorplatten und Grabsteine zerstört worden. Auch das Außengelände des Kindergartens konnte am Montag nicht genutzt werden, [...] Gegen 1.30 habe es in der Nacht [...] heftig geblitzt und gedonnert, dann habe ein heftiges Getöse eingesetzt, schildert Uwe Hahn seine Erlebnisse. Nach drei bis fünf Minuten sei der Spuk vorbei gewesen. [...] Auf jeden Fall habe sich das Geschehen auf einer Schneise von 50 bis 100 Metern von Haddamshausen über den Sportplatz durch Niderweimar bewegt. In der Schützenstrasse sei ein Gartenhaus zerlegt und zahlreiche Dächer in Mitleidenschaft gezogen worden."

Dreieich (HE),
Dietzenbach (HE)

bild
 08.06.2008 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 14:35 bis 15:03 Uhr MESZ. Ausgeprägter und weit herabreichender, zwei Mal neu ausbildender Funnel in der gesamten Region beobachtet. Bodenkontakt wurde im Bereich des Wiesengrundes, östlich von Dreieich-Götzenhain, dort südlich der Landstraße K173 beobachtet. Laut Augenzeugen wurde Staub hier unter dem Funnel aufgewirbelt, Schäden gab es aber nicht.

Bericht zum Tornado - Fotos, Videos etc.
Mai

Reinhardshain (HE)

 30.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bei Reinhardshain im Waldgebiet soll sich in einer Talsohle eine Schneise befinden (Buchenbestand). Mehr ist nicht bekannt. Reinhardshain liegt nordwestlich von Grünberg im Landkreis Gießen.

Rückers (HE)

 30.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:40 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden u.a. auf einem Hof im Süden von Hünfeld (nördlicher Kreis Fulda). Insgesamt zieht sich eine etwa 18 Kilometer lange, teilweise unterbrochene Schadenspur durch den Kreis Fulda, ausgehend westlich von Hofbieber in nordnordwestlicher Richtung bis an die Kreisgrenze im Bereich Steinbach - Oberstoppel.

Schäden in Hünfeld-Rückers / Zugbahnkarte
Unwetter: "Emma" war harmlos dagegen ( Fuldaer Zeitung, 01.06.08)
Familie Kollmann zum dritten Mal Opfer eines Sturms ( Fuldaer Zeitung, 02.06.08)

Steinfurth bei Bad Nauheim (HE)

 30.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Über eine Windhose im nordöstlichen Bad Nauheimer Stadtteil Steinfurth berichtet die Wetterauer Zeitung, so z.B. in einem Bericht am 04. Juni 2008: "[...] Allein auf 1000 Festmeter kommt sie (Anm.: Försterin Hermine Link) bei ihren ersten "sehr vorsichtigen" Schätzungen in einem kleinen Waldbereich oberhalb von Steinfurth. Hier in der "Au" hat eine Windhose dermaßen gewütet, dass kein Baum mehr steht. Erst am Montag (02.06.) war das riesige "Mikado" entdeckt worden."

Windhose bei Gießen ( WZ-Forum)

Frankenhain (HE)

 30.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Mehrere Häuser in Schwalmstadt-Frankenhain teilweise abgedeckt: "Der Schwalmstädter Ortsteil Frankenhain war für mehr als eine Stunde von der Umwelt abgeschnitten, da eine Windhose zahlreiche Bäume auf die beiden Zufahrtsstraßen legte. Im Ort deckte die Windhose Teile der Dächer verschiedener Häuser ab. Zu größeren Schäden soll es aber nicht gekommen sein." und in einem weiteren Bericht: "Ein außergewöhnliches Wetterphänomen gab es gestern in Frankenhain. Hier drückte eine Windhose mehrere dutzend Bäume um, zog eine Schneise der Verwüstung durch den Wald. Hier werden die Aufräumarbeiten wohl bis zum heutigen Abend abgeschlossen sein." (Quellen jeweils: NH24)

Schweres Unwetter über Nordhessen ( NH24, 31.05.08)
Das große Aufräumen danach ( NH24, 31.05.08)
Fotos der Schäden ( NH24, 31.05.08)
Tornadoverdacht Frankenhain ( Skywarn)
Sturmschäden Florshainer Wald 31.05.2008 ( Oliver Deisenroth)

Oberstoppel (HE)

 30.05.2008 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: abends. "In Oberstoppel habe ich eine Augenzeugin, welche mir den herannahenden Tornado beschreibt, welcher bis unten auskondensiert war und trichterfoermig am oberen Ende sich breiter zeigte. Ich habe dort Unterdruckschäden sowie leichte Gegenstaende, die entgegengesetzt der Zugrichtung verfrachtet wurden. Hier auch eine schmale Schneise, Schäden im F1/T3 Bereich." (Quelle: Bericht von Bjoern Stumpf).

Neunhards (HE)

 30.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. "Bei Braforst / Neunhards eindeutiges Fallmuster im Fichtenbestand 100% Tornadisch sowie kleine lange Schneise. Auch hier berichtet ein Bauer von gespürtem Unterdruck und ein weiterer Nachbar von horizontal rotierenden Winden, des weiteren zeigt sich hier auch eine klare Schneise über mehrere Kilometer, besonders in Talmulden. (Quelle: Bericht von Bjoern Stumpf).

Bad Schwalbach (HE)

 29.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 18 Uhr MESZ. Nach Pressemeldungen soll eine "Windhose" Schäden in einem 8 Kilometer langen Bereich angerichtet haben: "Auf der Bundesstraße 54 bei Bad Schwalbach entwurzelte eine Windhose zahlreiche Bäume auf einer Strecke von acht Kilometern." (Quelle: RTL). Die B 54 ist wegen der Aufräumungsarbeiten für einige Tage zwischen Hohenstein und Reckenroth gesperrt.

Schwere Schäden durch Unwetter ( RTL, 30.05.08)
Hunderte Bäume umgeknickt ( HR Online, 30.05.08)
Kameraden blicken optimistisch nach vorne ( Wiesbadener Tagblatt, 24.03.09)
April
März

Langstadt (HE)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Pressemeldung: "Viele Bürger des Babenhäuser Stadtteils wurden am Samstag unsanft aus dem Schlaf gerissen, vor allem die der Hißlachestraße, der Kleestädter-, Goethe- und Schillerstraße. In diesen Straßen hinterließ eine Windhose eine etwa 80 Meter breite und 300 Meter lange Schneise der Verwüstung. Innerhalb kürzester Zeit wurden zum Teil großflächig Dächer abgedeckt, Antennen umgeknickt, Bäume entwurzelt, geparkte Autos durch herunter fallende Äste oder Steine beschädigt. Bei einem Haus in der Kleestädter Straße wurde sogar teilweise der Dachstuhl abgerissen." (Quelle: Main-Echo, 03.03.08). An 12 bis 15 Häusern entstand ein Gesamtschaden im sechsstelligen Bereich. Babenhausen-Langstadt liegt etwa 8 Kilometer nordöstlich von Dieburg, nahe der Grenze zu Bayern und etwa 15 Kilometer südwestlich von Aschaffenburg. Im Sickenhöfer Wald bei Babenhausen wurden in einer etwa 1,5 Kilometer langen Schneise etwa 3.000 Festmeter Wald zerstört. (Quelle: Echo Online)

Das war ein seltsamer Sturm ( Echo Online, 07.03.08)
Einsatz ?Bäume auf Dach? ( Feuerwehr Sickenhofen)

Offenbach am Main (HE)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In einer Pressemeldung wird eine "Windhose" erwähnt: "Über Offenbach bildete sich kurz eine Windhose. Von Westen kommend bahnte sie sich ihren Weg bis etwa zur Waldstraße. Dies führte zu erheblichem Baumbruch im Bereich der Strahlenberger Straße und der Waldstraße. Beide Verkehrsadern mussten für die Dauer der Räumarbeiten gesperrt werden. Unzählige Meldungen über ungestürzte Bäume, die teilweise auch auf Autos fielen oder an Oberleitungen hängen blieben, kamen aus dem gesamten Stadtgebiet. Zudem stürzten Ziegel vom Dach der Gustav-Adolf-Kirche, in der Reichertstraße erwischte es das Dach einer Firma, im Buchrainweg wurde ein Toilettenhäuschen umgeweht." (Quelle: Presseportal)

Tornadoverdacht Offenbach ( Skywarn)
Windhose über Offenbach ( ad-hoc-news, 01.03.08)
Orkantief "Emma" - Stadt und Kreis Offenbach ( Presseportal, 01.03.08)
Mindestens ein Toter durch Orkantief ( ad-hoc-news, 03.03.08)

Gersfeld (HE)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Von Glück mag man im Hochwildschutzpark Gersfeld nicht sprechen: ?Wir sind nicht mit einem blauen Auge davongekommen; das war schon etwas schlimmer?, sagt der Leiter des Wildparks Hermann Bleuel. Eine Windhose habe in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Schneise in den Höllwald, ein Waldstück in Richtung Rodenbach, geschlagen: ?Buchenwald und dicke Eichen ? der Sturm hat alles komplett umgelegt.? Bleuel schätzt, dass circa 1 000 Festmeter Holz durch den Sturm umgeknickt sind." (Quelle: Fuldaer Zeitung). Nach den Untersuchungen ist in diesem Fall von einem Downburst (Gewitterfallböe) auszugehen.

Tornadoverdachtsfall Gersfeld/Rhoen ( WZ-Forum, 04.03.08)
Tornadoverdachtsfall Gersfeld/Rhoen, Teil 2 ( WZ-Forum, 04.03.08)
Nach dem Sturm: ?In nächster Zeit nicht in den Wald? ( Fuldaer Zeitung, 03.03.08)
Jede Menge Arbeit nach ?Emma? ( Fuldaer Zeitung, 18.03.08)

Sterbfritz (HE)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Großer Schaden entstand wohl in Sterbfritz an dem Gebäude der Firma Rohm und Werner in der Bahnhofsstraße. Hier riss der starke Wind ein Flachdach aus den Verankerungen und wurde von dem hohen Haus herunter über Ziegelgasse bis kurz vor ein Haus heruntergeworfen, an dem nahestehenden Haus entstand ebenfalls Sachschaden. Für die Wehr Sterbfritz galt es Sicherungsmaßnahmen durchzuführen in dem die restlichen Dachteile entfernt wurden sowie räumten die Kräfte zusammen mit den gemeindlichen Bauhofmitarbeitern die Dachtrümer weg. Weitere Dächer wurden am Güntershof in Schwarzenfels abgedeckt, hier waren die Kräfte aus Schwarzenfels gemeinsam mit den Mottgersern im Einsatz." (Quelle: Osthessen-News)

"EMMA"-Spuren auch im Kinzigtal ( Osthessen-News, 01.03.08)
September

Ebsdorf (HE)

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 27.09.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:23 Uhr MESZ. Ein deutlich ausgeprägter, schlauchförmiger Funnel wurde über dem Ebsdorfer Grund beobachtet und fotografiert. Er reichte mehr als die Hälfte der Strecke Wolke - Boden hinab, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelsichtung bei Ebsdorf
August
Juli

Kassel (HE)

 20.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Die HNA vom 21.07.07 berichtet über eine mögliche Windhose: "Der spektakulärste Einsatz ereignete sich nach Auskunft der Feuerwehr gegen 16.30 Uhr außerhalb Kassels auf der Fuldatalstraße im Bereich Hotel Roter Kater. Vermutlich durch eine Windhose kam es dort auf einer Länge von rund 500 Metern zu Windbruch. Überwiegend Buchen brachen in den heftigen Böen ab und blockieren in diesem Bereich die Straße und den Radweg. Aufgrund des Ausmaßes des Windbruchs konnten die eingesetzten Feuerwehrleute die Straße nicht freiräumen. Die Aufräumarbeiten werden wohl noch länger dauern, hieß es gestern Abend. Die Fuldatalstraße bleibt in diesem Bereich vorläufig in beiden Richtungen gesperrt." Nach den Untersuchungen ist von einem Downburst (Gewitterfallböe) auszugehen, auch wenn in den Medien vielfach von einem Tornado berichtet wurde. Diese Meldungen entbehren jeder Grundlage.

Tornadoverdacht Kassel (Skywarn)
Fotos vom Microburst Fall Kassel 20.07.2007 [7.5MB] (Wetterzentrale)
Tornado bei Kassel knickt Bäume um (Mainspitze, 24.07.07)
Tornado bei Kassel knickt Bäume um (Allgemeine Zeitung, 24.07.07)

Gießen (HE)

 04.07.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:10 Uhr MESZ. Tornado in verschiedenen Medienmeldungen genannt, größere Schäden. In einer Meldung der Gießener Allgemeinen vom 05.07.07 heißt es: "Anwohner sagten, sie hätten deutlich eine Windhose über den Neuenweg hinwegziehen sehen."

Tornado in Giessen (Mittelhessen) (Wetterzentrale)
Bericht und Foto aus Heuchelheim
Video der Schäden (YouTube)
Fotos der Schäden (Dennis Schmalz)
Campus Camp Giessen zerstört (Uebergebuehr, 07.07.07)
Campus Camp Giessen rebuilt (Uebergebuehr, 11.07.07)
Einsätze 2007 (pdf, Feuerwehr Kleinlinden, 05.07.07)
Juni

Büdingen (HE)

 23.06.2007 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:15 MESZ. Ein Tornado riss Partyzelte, Blätter, Äste und Gestrüpp am Rande von Büdingen-Wolf mit sich, entwurzelte Bäume, zog aber größtenteils über freies Feld, bevor er sich in einem angrenzenden Waldstück auflöste. Schäden an Gebäuden gab es nicht. Der Schlauch wurde von zahlreichen Augenzeugen beobachtet, er hielt sich insgesamt etwa 3 bis 4 Minuten.

Tornado in Büdingen-Wolf
Tornado bei Büdingen (Skywarn)
Zum Tornado in Hessen am 23.6 in Büdingen-Wolf (Wetterzentrale)

Witzenhausen (HE)

 20.06.2007 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17 und 17:30 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der HNA vom 21.06.07 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Eine Windhose hat am späten Mittwochnachmittag im Wald bei Witzenhausen 1000 Bäume gefällt. Das berichtete Matthias Dumm, Leiter des Forstamts Witzenhausen." Die Schadensanalyse zeigt aber, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Downburst (Gewitterfallböe) handelte.

"Windhose" bei Witzenhausen (Wetterzentrale)
Windhose fällt 1000 Bäume (HNA)

Gießen (HE)

 14.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers vom 15. Juni 2007 trat möglicherweise ein Tornado auf: "Viele Bewohner sprachen von einer Art kleinem Tornado." Mehrere Bäume waren umgestürzt und das halbe Dach einer Maschinenhalle wurde abgedeckt.

Schlitz (HE)

 12.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:45 Uhr MESZ. Eine 40 Jahre alte Fichte in Schlitz-Hutzdorf wurde mit den Wurzeln aus dem Boden gerissen, leicht verfrachtet und stürzte dann auf ein Grundstück, wo zwei Obstbäume (Birne/Zwetschge) und eine Hecke erheblich beschädigt wurden. Ein Augenzeuge beschreibt eine "Windhose" als Ursache, beobachtet wurde dazu ein rotierender und aufsteigender Luftstrom. Der Baum wurde nach dem Herausreißen verdreht, er fiel in Richtung Südwesten. Das Gewitter zog aus Osten auf, es brachte nach dem Sturmereignis extremen Starkregen, der Überschwemmungen auslöste.

Schlitzer Bote (Lokales, Suchwort "Windhose")
Vorsorglich 22 Meter hohe Birken in Schlitz gefällt (Osthessen-News, 19.01.08)
Mai
Januar

Dehrn (HE)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung des Lokalanzeigers der Lahn-Post vom 24.01.07 soll gegen 17:15 Uhr MEZ eine Windhose aufgetreten sein: "Gegen 17:15 Uhr am vergangenen Donnerstag riss eine Windhose auf 200 Quadratmeter die Dachabdeckung (Turn- und Sportverein Dehrn) weg. Selbst ein Teil des schweren Kamins hielt dem gewaltigen Druck nicht stand. (...) die Bitumenabdeckung erhob sich über die unbeleuchtete Lahnbrücke und schmetterte mit einer solchen Wucht über die Fahrbahn, dass sie auf der gegenüberliegenden Seite einen dicken Baum umriss."

Bad Hersfeld (HE)

 14.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach Medienmeldungen soll eine Windhose kurz vor 06:40 Uhr MEZ mehrere Fichten/Tannen umgestürzt haben. Ein PKW fuhr dabei auf einer Landstraße gegen einen der Bäume und wurde erheblich beschädigt. Zitat aus der Meldung von nh24.de: "Nach bisher unbestätigten Informationen soll eine kleine Windhose über die Region gezogen sein, die mehrere Tannen im Wald umgeworfen hat."

Umgekippte Fichte verursacht Unfall (nh24.de)
Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Dezember

Pfaffenwiesbach (HE)

 10.12.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 14:15 - 14:22 Uhr MESZ im Bereich eines schwachen Schauers. Nach Berichten von Augenzeugen reichte der glatte Schlauch bis mindestens zwei Drittel der Entfernung Wolke - Erde herunter, aber auch darunter war unscharf bis kurz über dem Boden etwas zu erkennen. Bodenkontakt ist aber nicht sicher und über Schäden ist nichts bekannt.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
August

Langen (HE)

 19.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: am Abend vor 20 Uhr auf dem Langener Waldsee im Landkreis Offenbach. Wenige Minuten vor dem geplanten Einlass auf das Gelände am Langener Waldsee soll hier ein Tornado aufgetreten und über den See sowie das Strandbad gezogen sein. Drei Catering-Zelte wurden zerstört, Bühneneinrichtung und Feuerwerk beschädigt, Absperrgitter flogen durch die Luft. Verletzte gab es unter den tausenden Besuchern glücklicherweise nicht. Die bisher vorliegenden Aussagen der Augenzeugen sprechen nicht für einen Tornado.

Starke Windhose sucht Feuerwerker heim (Offenbach-Post)
Turbulenzen zum Auftakt (FAZ, 21.08.06)
Windhose am Langener Waldsee!? (Wetterzentrale)

Tann (Rhön) (HE)

bild
 13.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 15 Uhr MESZ. Für sechs Minuten war ein deutlich ausgeprägter und tief herab reichender glatter Schlauch zu sehen. Bodenkontakt wurde zwar von den Augenzeugen nicht festgestellt, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Fotos und Bericht von Wilfried Kloth

Alsfeld (HE)

 02.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"2. August: Da staunt Wigbert Hill, der Geschäftsführer der Hessenhalle nicht schlecht, als er morgens an seinen Arbeitsplatz fährt: Das Hallendach hat ein großes Loch, überall liegen Ziegeltrümmer herum. Nachts hatte eine Windhose Teile des Daches abgehoben und auf das Dach eines Nachbarstalls geworfen. Der Schaden geht in die Hunderttausende." Quelle: Gießener Anzeiger
Juli

Mandern (HE)

 28.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nach einem Zeitungsbericht gegen 18:20 Uhr MESZ Alarmierung der Feuerwehr, Kreis Waldeck-Frankenberg. Eine große Weide wurde an der Ederbrücke entwurzelt und blockierte diese, erhebliche Schäden traten an weiteren Bäumen auf. Eine echte Schneise ist nicht vorhanden. Nach ersten Untersuchungen trat hier sehr wahrscheinlich ein Downburst (Gewitterfallböe) auf.

Schadensbegutachtung (Thomas Rabbich, Wetterzentrale)

Bad Soden (HE)

 28.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nach einem Zeitungsbericht am späten Nachmittag, Main-Kinzig-Kreis. Nach einem Zeitungsbericht soll eine Windhose zwei Bäume auf dem Gelände des Huttenschlosses in Bad Soden umgeworfen haben. Es entstanden Schäden an einem PKW und einem Zaun. Eine Augenzeugin beobachtete, wie plötzlich Blätter und Äste in einer großen kreisförmigen Bewegung hoch wirbelten. (Quelle: Kinzigtal-Nachrichten))

Maar (HE)

 27.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers soll eine Windhose aufgetreten sein: "Eine Windhose hatte am frühen Donnerstagabend auf dem Gottesacker am Ortsrand gewütet und große Zerstörungen angerichtet. Bäume und Äste waren wie Streichhölzer abgeknickt, drei zentnerschwere Steinplatten am Ehrenmal waren umgefallen. [...] Der Sturm war so heftig, dass er fast einen Bauern mit seinem Traktor umgerissen hätte. Die Strohballen flogen vom Wagen."

Bäume umgeknickt und Steinplatten umgeworfen (Gießener Anzeiger)
Chronologie (Gießener Anzeiger)

Obermelsungen (HE)

 27.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nach einem Zeitungsbericht gegen 17:30 Uhr MESZ, Schwalm-Eder-Kreis. In einem Fichtenbestand wurde eine Schneise geschlagen. Insgesamt waren 500 bis 600 Festmeter Holz betroffen. Der Schadensort befindet sich nur etwa 22 Kilometer nordöstlich vom Schadensort Welcherod.

Windhose legt Fichten flach (HNA)
Fotos der Schäden (Lutz Schenk, Wetterzentrale)

Spieskappel (HE),
Frielendorf (HE)

 27.07.2006 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:15 bis 16:45 Uhr MESZ, Schwalm-Eder-Kreis. Hier wurden zahlreiche Dächer beschädigt, es sind umfangreiche und erhebliche Schäden vorhanden. Eine etwa 250 Meter breite Waldschneise ist westlich von Stolzenbach erkennbar. Die Schadlinie beginnt vor Spiesskappel und reicht von hier aus in Richtung NNW bis Borken-West. Das sind etwa 12 Kilometer. Besonders betroffen ist Welcherod, von hier liegen auch Augenzeugenberichte vor. Die Schadensspur befindet sich nur 20 bis 25 Kilometer südwestlich vom Schadensort bei Obermelsungen.

Welcherod, Hessen wahrscheinlich Tornado (Wetterzentrale)
Fotos der Gewitterzelle (Eyk Neidert, Wetterzentrale)
In Sachen: Welcherod Tornado Verdachtsfall (Eyk Neidert, Wetterzentrale)
Ein Tornado ist über uns gefegt!

Hatterode (HE)

 20.07.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 18:05 und 18:15 Uhr MESZ, Kreis Hersfeld-Rotenburg an der Grenze zum südwestlich angrenzenden Vogelsbergkreis. Hier traten erhebliche Schäden auf. Ein Pferdeunterstand flog etwa 140 Meter entgegengesetzt zur Zugrichtung des Tornados. Der Tornado zog weiter über Oberjossa in Richtung Hattenbach.

Information von Bjoern Stumpf
Tornadoverdacht Breitenbach/Hessen (Wetterzentrale)
Tornado richtete große Schneise der Verwüstung an (osthessen-news)

Weitere Schäden traten zwischen Kleba und Niederaula sowie in Bad Hersfeld auf - hier vor allem in den südlichen und östlichen Stadtteilen Hohe Luft, Petersberg und Sorga. Ob ein Zusammenhang zum Fall Hatterode besteht, ist nicht klar.

Weinbach (HE)

 20.07.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 15:30-15:40 Uhr MESZ. "An der B 456 zwischen Bermbach und Kubach entwurzelte gegen 17 Uhr eine Windhose mehrere Bäume, von denen einige auf die Fahrbahn stürzten und den Verkehr blockierten. Die Feuerwehren waren bis zum Abend im Einsatz, um die Bäume zu beseitigen." Quelle: Nassauische Neue Presse. Die Untersuchungen ergaben eine Spur von etwa 5 km Länge und 20-80 m Breite mit teils deutlich konvergentem Fallmuster. Daher ist in diesem Fall von einem Tornado auszugehen.

Windhose und Blitze (Nassauische Neue Presse)
Umfangreiche Analyse (Bernold Feuerstein, Skywarn)
Radarbilder zum Tornadoverdacht (Jan Hoffmann, Wetterzentrale)
Verdächtige Meldung aus LK Limburg (Wetterzentrale)
Entwurzelte Bäume sind Zeichen für einen Tornado (FNP, 10.08.06)

Lorsch (HE)

 06.07.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ, Ort: Lorsch an der Bergstraße nahe der Kreisstadt Heppenheim, Schäden an zahlreichen Bäumen, auch Verfrachtung eines abgebrochenen oberen Baumteils mit Krone um 40 Meter, Dach einer Reithalle teilweise abgedeckt. Es liegen ein Foto des sich auflösenden Tornados sowie eindeutige Augenzeugenberichte vor.

Foto von Peter Robert Hofmann
Beobachtung in Lorsch
Eventueller Tornado bei Lorsch (Bergstraße) (Skywarn)
06.07.2006: eventueller Tornado bei Lorsch (Bergstraße) (Skywarn)
Chasingbericht 06.07.06 (Stormchaser Online)
Diskussion zu den Schäden (Stormchaser Online)
Weitere Berichte und Fotos bei der Feuerwehr Lorsch
Juni

Bickenbach (HE)

 19.06.2006 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. In Bickenbach (Darmstadt-Dieburg-Kreis) gab es Schäden an Bäumen und an Gebäuden. Die Schäden sollen sich innerhalb einer eng begrenzten Schneise befinden und deuten auf einen möglichen Tornado hin. Der mutmaßliche Tornado entstand südlich von Alsbach-Sandwiese und schlug dann auf dem Weg nach Nordosten eine ca. 20 Meter breite Schneise, drei Bäume wurden abgeknickt, Brennnesselbewuchs platt gedrückt. Größere Schäden gab es dann weiter nordöstlich in Bickenbach, wo zahlreiche Bäume umstürzten und auch Gebäudeschäden auftraten.
Mai

Zierenberg (HE)

 20.05.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Hier liegt ein Augenzeugenbericht von Wolfgang Ring vor: "Eine Windhose, ein Wirbel, der sich vom Himmel senkte, ist heute über Zierenberg hinweg gefegt und hat erheblichen Schaden hinterlassen. Trümmerteile flogen im Kreis umher, ein Dach eines Hauses wurde abgedeckt, im "Treibhaus" (Disko in Zierenberg) wurde vom Wirbelsturm ein faustdicker Ast durch ein Fenster geschleudert. Die Windhose fegte direkt über unser Anwesen hinweg. Alles flog im Kreis umher, der starke Wind hörte sich an, als spielte jemand auf einer Säge Geige, dabei wurde ein fast 40 Jahre alter Ahorn Baum entwurzelt, drei große Platten des Scheuendaches sind im Moment nicht mehr auffindbar, eine Dachrinne und Blitzableiter wurden beschädigt. Es kam niemand zu Schaden. Doch der Sturm war derartig stark, dass dieser nur eine bestimmte Schneise durch Zierenberg zog. Es begann unterhalb des Hundemark, dann die Dörnbergstraße herunter, über das "Treibhaus" an der Warme, über das Nordbruch, wieder über die Dörnbergstr., über die Dörnbergstr. 40 und über die Tilsiterstr. hinweg. Auf dem ganzen Weg der Verwüstung wurde noch ein Teil des Baugerüstes am Rathaus vom Sturm weg gerissen. Überall auf dem Weg des Sturmes wurden Bäume zum Teil stark beschädigt und Äste des Baumes über viele Meter über Hecken oder an nahe gelegene Häuser geschleudert. Morgen beginnen die Aufräumungsarbeiten. Das wird sicher eine Weile dauern."

Wiera (HE)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Dazu der Bericht eines Bahnreisenden: "Bahnlinie Treysa Richtung Neustadt (also linke Seite Richtung FFM), die Bäume liegen (oder sind abrasiert) am Bahndamm, darunter befindet sich ein Flüsschen und eine Brücke. Die Straße, die parallel läuft, ist ca. 50 Meter weg. Die Richtung ist von Neustadt aus nordöstlich kurz hinter Neustadt, die Schneise ist ca. 20-50m breit. Ich hab das Ganze nur aus dem Zug beobachtet. Die Bäume an der Straße wurden bis auf einen Baumstumpf abgesägt, der Rest ist noch so, wie es war."
Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt (Hessen)
April

Gießen (HE)

bild
 30.04.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Über Gießen wurde zwischen 13:00 und 13:15 Uhr MESZ im Bereich eines kräftigen Graupelschauers dieser Funnel von zahlreichen Augenzeugen beobachtet. Nach unterschiedlichen Aussagen erstreckte er sich zeitweise über die Hälfte bis zwei Drittel der Entfernung Wolke-Boden. Dazu ein Augenzeuge: "Wir konnten sie deutlich klarer sehen als auf den Fotos von Dennis S. eingefangen, da sie nicht durch Regen verdeckt und gänzlich zu sehen war - sie war nach allen Seiten hin sehr klar begrenzt. Im Bereich der Wolkenuntergrenze war sie verdickt; hatte also eine typische, insgesamt schlanke Trichterform (keine "Rope"-Form). Dieser obere, dickere Bereich, der schätzungsweise ein Viertel, eher wohl ein Drittel ihrer Gesamtlänge ausmachte, ist in den Fotos fast nicht zu erkennen. Nach unten hin lief der Trichter dann schlank und spitz aus, auch hier mit sehr klar definierter Grenze."

Funnel in Gießen
Weitere Fotos von Katherina Schmidt
Video des Funnels bei YouTube
Januar

Gießen (HE)

 01.01.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ein entstehender Wirbel wurde vor Gießen beobachtet und fotografiert. Die klassische Schlauchform fehlte, der Wirbel reichte aber bis zum Boden.

Foto des Wirbels (Stern Online)
Dezember

Melsungen (HE)

 11.12.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
In einer Zeitungsmeldung im September 2006 wird eine Windhose am dritten Advent 2005 in Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis) erwähnt.

Traubeneiche für Zukunft (HNA)
Oktober

Weilburg (HE)

bild
 02.10.2005 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Bei Weilburg im äußersten Westen Hessens (Landkreis Limburg-Weilburg) wurde um 15:00 Uhr MESZ diese trichterförmige Wolke beobachtet. Dazu liegen die Fotos von zwei Beobachtern vor, nach denen von Bodenkontakt und damit von einem Tornado auszugehen ist. Zur fraglichen Zeit gegen 15 Uhr MESZ zog ein kleiner Schauer von Nord nach Süd über die Region hinweg.

Fotos und Diskussion im WZ-Forum
Weitere Fotos von Steffan Keßler
Nassauische Neue Presse am 01.11.05
Diskussion um Zeitungsartikel zum Weilburger Tornadoverdacht
August

Gelnhausen (HE)

 07.08.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer hellen, breiten Funnelcloud. (Quelle: Fabian Pötter)
Juli

Guntershausen (HE)

 28.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zwischen Metze und Besse bei Kassel schlug der mutmaßliche Tornado eine Schneise in den Wald, dann gab es Schäden an der Autobahn A49 und weiter bei Guntershausen.

Kalbach (HE)

 27.07.2005 / Stärke (F2) Bestätigt

Heidenrod (HE)

 27.07.2005 / Stärke (F2) Verdacht
Im Untertaunus (Rheingau-Taunus-Kreis) trat dieses markante Sturmereignis auf. "Allein im Bereich Heidenrod wurden etwa 300 Hektar Wald vernichtet und die Dächer etlicher Landmaschinenhallen und Wohnhäuser zerstört." ... "Relativ langsam, aber mit enorm hohen Windgeschwindigkeiten und Kräften, zog der Wirbelsturm über Welterod, Hilgenroth/Nauroth, an Springen und Wisper vorbei weiter und flaute im Bereich Bad Schwalbach ab, wo er aber immerhin noch Einzelschäden verursachte, etwa im Bereich der Wiedbachhütte mächtige alte Pappeln umriss. Aber auch im Bereich Taunusstein gab es noch etliche Schäden." (Zitat aus Main-Rheiner)

Hertingshausen (HE)

 01.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:50 und gegen 19:00 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds. (Quelle: Augenzeugen C. Klüttermann, V. Stille)
Juni

Bad Orb (HE)

 03.06.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum unsicher. Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers vom 06.06.2005 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Gut 2000 Besucher hatten bis dahin bereits den Weg in den Park gefunden. Menschentrauben begehrten eigentlich noch Einlass. Doch als die Windhose durch den Park fegte, suchten viele Schutz in der Konzerthalle, andere eilten nach Hause oder zumindest in ihre schützenden Blechkarossen."

Italienische Nacht fiel dem Sturm zum Opfer (Gießener Anzeiger)
Mai

Pohlheim (HE)

 04.05.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:55 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich Pohlheim-Hausen. (Quelle: Jens Kröck)
April

Medenbach (HE)

 25.04.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ein Funnel wurde gegen 15:25 Uhr MESZ zwischen Wiesbaden-Medenbach und Wiesbaden-Nordenstadt beobachtet und fotografiert, über den möglichen Bodenkontakt ist aber nichts bekannt. Leider sind die Fotos nicht mehr aufrufbar.
Oktober
August

Langen (HE)

 29.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud nahe der Autobahn A67 zwischen Frankfurt und Darmstadt. (Quelle: Bernd Reymendt)

Rockshausen (HE)

 25.08.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Dieser Tornado richtete am 25. August 2004 gegen 20:30 Uhr in Wabern/Rockshausen im Schwalm-Eder-Kreis leichte Schäden an Gebäuden und Bäumen an. Während die Schäden nicht eindeutig auf einen Tornado schließen ließen, berichteten Augenzeugen von einem Trichter.

Bericht und Fotos der Schäden von Eyk Neidert
Juli

Villmar (HE)

 23.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Im vergangenen Sommer berichtete mir der Organist Rudolf Jung von einer "Windhose", die er bei einem morgendlichen Gewitter am 23.7.2004 von Köln-Michaelshoven aus beobachtet hatte. Hier der Auszug aus seiner Mail vom Dienstag, 27.7.2004: "Zum Unwetter am Freitagmorgen gegen 5.30 Uhr kann ich nicht viel sagen, außer daß ich meine, östlich von Köln eine Windhose beobachtet zu haben. Ca. 20 min. später begann ein Gewitter, wobei der Regen erst einige Zeit später einsetzte, dafür aber sehr heftig. Alle Angaben ohne Gewähr, da ich recht schnell wieder eingeschlafen bin."" Quelle: Bernold Feuerstein, Feedback bei TorDACH.

Wiesbaden (HE)

 10.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich Wiesbaden-Biebrich (Quelle: Familie Heller)
Juni

Groß-Rohrheim (HE)

 13.06.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:50 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Augenzeuge)
Mai

Alsbach (HE)

 31.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Durch eine Windhose sollen nach einer Meldung der Feuerwehr vier Hausdächer in Alsbach an der Bergstraße (Landkreis Darmstadt-Dieburg) beschädigt worden sein. (Quelle: FF-Alsbach)

Frischborn (HE)

 23.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
ach einem Bericht des Gießener Anzeigers vom 25.05.2004 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Fast hätten am Sonntagnachmittag Heidschnucken mit ihrem Unterstand auf einer Weide bei Frischborn Flugerfahrungen gesammelt. Ein paar der weidenden Tiere hielten sich in ihrem Unterstand aus Wellblech auf, als dieser von einer Windhose erfasst wurde. Beim Abheben des wackligen Baus retteten sich die Tiere mit einem Sprung ins Freie. Der Unterstand wurde etwa 200 Meter durch die Luft gewirbelt und landete im Bereich der Kreisstraße zwischen Frischborn und Dirlammen, "Am Hohen Rain". Kinder, die in der Nähe spielten, kamen mit dem Schrecken davon. "

Wellblech-Unterstand flog durch die Luft (Gießener Anzeiger)

Salzböden (HE)

 20.05.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers vom 22.05.2004 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Nachbarn und seine Ehefrau waren Zeugen, als sich gegen 15.20 Uhr im Garten seines Hauses in einem Neubaugebiet Salzbödens urplötzlich eine Windhose entwickelte. Sie versetzte den Wäscheständer derart in Rotation, dass er anschließend nur noch als Schrott zu bezeichnen war. Die zum Trocknen aufgehängte Wäsche riss der Wirbelwind mit in große Höhe. Zeugen berichteten, dass die Teile über die Burg Staufenberg geflogen seien." Allerdings ist nicht klar, ob es sich um einen starken Staubteufel oder um einen Tornado handelte.

Suchmeldung: Windhose holte Polizeihemden (Gießener Anzeiger)
November

Kirchhain (HE)

 03.11.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Am Montag, den 03. November, zog dieser Tornado gegen 15:30 Uhr vor allem über ein Industriegebiet in Kirchhain bei Marburg hinweg. Dabei entstand erheblicher Sachschaden auf einem Baumarktgelände sowie an zahlreichen Fahrzeugen auf dem Parkplatz. Auch mehrere Dächer wurden teilweise abgedeckt, darunter das Dach einer Dachdeckerfirma. Der Gesamtschaden betrug etwa 100.000 Euro.

Foto-Dokumentation von Michael Wenzel, Teil I
Foto-Dokumentation von Michael Wenzel, Teil II
Foto-Dokumentation von Michael Wenzel, Teil III
Artikel zum Kirchhainer Tornado (Marburger Neue Zeitung)
Synoptische Analyse des Tornados bei Kirchhain (M. Jaeneke)
Doppler-Radar-Analyse des Kirchhain-Tornados (Jan Hoffmann)
Windhose richtet in Mittelhessen Millionenschaden an (Kölner Stadtanzeiger, 03.11.03)
Windhose zerstörte 50 Neuwagen (Hamburger Abendblatt, 04.11.03)
Juli

Altenburg (HE)

 22.07.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
"Tornado in Altenburg bei Felsberg gegen 12:30 Uhr. Stärke T2-3/F1. Spurlänge 2 km. Spurbreite 20-40 m. Tornado zog über eine Burg hinweg sehr dicht an Wohnhäusern vorbei. Quelle: Skywarn Hessen." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Guttels (HE)

 16.07.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Eventuell am 17.07., Zeitpunkt: nachmittags. Erhebliche Schäden in Guttels, nördlich von Rotenburg a.d. Fulda. Betroffen war nur ein ca. 300 Meter langer und bis zu 50 Meter breiter Bereich. (Quelle: Skywarn) - "Tornado bei Rotenburg an der Fulda am Nachmittag. Stärke T1-2/F1 Zugrichtung: SW nach NO, Schaden 1 ha Fichtenbestand. Möglicherweise fand das Ereignis am 17.7. statt. Quelle: Skywarn" (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)
Juni

Kassel (HE)

 08.06.2003 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Tornado bei Kassel. Tornado trat bei Durchgang einer Kaltfront auf. Einige Augenzeugen beobachteten eine Trichterwolke. Schaden an einer Strassenbahnlinie und ein umgefallener Baum." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)
April

Altenstädt bei Kassel (HE)

 22.04.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Schwacher Tornado, von Ost nach West ziehend (Quelle: Skywarn Hessen)
September

Neckarsteinach (HE)

 15.09.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
"Am 15. September ereignete sich in Neckarsteinach (Hessen) ein schwacher Tornado." (Quelle: Sturmdokumentation Deutschland, Deutsche Rück)
Juli

Unshausen (HE)

 10.07.2002 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Tornado in Unshausen bei Wabern. Stärke laut Augenzeugenberichten T2-3 (es wurden einige Dächer partiell abgedeckt und kleinere Gegenstände flogen durch die Gegend). Die Trombe entstand an einer jungen Superzelle in einer starken Gewitterfont, welche wir selber gejagt hatten. Zeitpunkt gegen 17:00 Uhr MEZ." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2002)
April
August

Gedern (HE)

 04.08.2001 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers vom 06.08.2001 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Die zweite Alarmierung kam am Samstag, 4. August, gegen 21.15 Uhr. Auf der Straße zum Gederner See hatte eine kleinere Windhose zwei Bäume umgeworfen, die auf die Straßen gefallen waren. Glück hatte hierbei eine Gruppe Spaziergänger, die zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Meter von den umgestürzten Bäumen unterwegs war. Die Feuerwehr beseitigte die Bäume."

Zwei Einsätze in 24 Stunden (Gießener Anzeiger)
Dezember

Königstädten (HE)

 30.12.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Monat Dezember 2000 - Aus dem Bericht zur Jahreshauptversammlung der Rüsselsheimer Feuerwehren: "Der Feuerwehr-Chef ging auf einige ?Highlights? des Jahres 2000 ein, zum Beispiel den Brand eine Schienenschleiffahrzeuges im Bahnhof im Mai, den Dachstuhlbrand in der Lucas-Cranach-Straße im Oktober oder die Windhose, die im Dezember in Königstädten ein Dach abdeckte." (Quelle: Feuerwehr Rüsselsheim) - Näheres ist nicht bekannt.
September

Schotten (HE)

 03.09.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
"... dass am Samstag, den 3. September 2000 um ca. 18.45 Uhr im Stadtteil Eichelsachsen eine Windhose, bzw. ein Wirbelsturm durch den Ort gezogen ist und große Schäden angerichtet hat. In einer Schneise von ca. 20 Metern Breite zog die Windhose von Westen noch Osten paralell zur Straße "Am Eckhardsbach" durch und deckte bei insgesamt 12 Häusern oder Scheunen die Dächer ab. Außerdem wurde ein Schneue vollständig umgeworfen und Bäume entwurzelt." (Quelle: Wetterzentrale)
"Eine Halle, in der landwirtschaftliche Maschinen untergebracht waren, wurde durch die wirbelnden Luftmassen umgedrückt und kam dann halbseitig auf der Forstgartenstraße zum Liegen. Weitere Dächer wurden abgedeckt und Pkw durch herum fliegende Dachziegeln und andere Teile beschädigt. Zudem waren mehrere umgestürzte Bäume und auch ausgefallene Stromversorgungen zu verzeichnen. Schaden bei etwa 500.000 Mark." (Quelle: Mark Vornhusen) - Aus einer Meldung des Kreis-Anzeigers vom 27.06.2009: "Ein einschneidendes Erlebnis und auch heute noch für viele in schlechter Erinnerung ist die Windhose, die am 2. September 2000 Eichelsachsen von Südwesten her traf und für starke Schäden an Gebäuden und Fahrzeigen sorgte." (Fehler im Datum)

Bericht zum "Schotten-Tornado" (Wetterzentrale)
Hier die DPA Meldung dazu (Wetterzentrale)
Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen)
Fester Bestandteil des dörflichen Lebens (Kreis-Anzeiger, 27.06.2009)
Juli

Wolfhagen (HE)

bild
 31.07.2000 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser schwache Tornado konnte gegen 14 Uhr MESZ über dem Wolfhagener Stadtwald gefilmt werden.

Fotos aus dem Video
August

Allendorf (HE)

 18.08.1999 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 20:00 Uhr MESZ. "Mühle wurde zerstört. Windhose brach auf ca. 150 m entlang eines Bachslaufes Bäume ab, bis sie dann fast in einem 90 Grad Winkel über eine Straße direkt auf die Mühle zusteuerte. Nach Augenzeugenberichten rollten die ca. 1,5 t schweren runden Strohballen über die Felder. Hinter der Mühle wurden noch in ca. 1 km Entfernung Bäume abgedreht. Das Gewitter zog von West nach NE. Sachschaden: ca. 1 Million DM". Quelle: Tromben 1999 von Mark Vornhusen

Tornado in Allendorf (Skywarn)

Maberzell (HE)

 31.08.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Sommer 1998 - Bericht eines Anwohners: "Ich habe 1998 in Maberzell (bei Fulda, Osthessen), eine Windhose beobachtet, die über die Felder zog. Meine Entfernung zur Windhose muss gut 3 km betragen haben, dennoch konnte ich sie sehr deutlich erkennen. Das Wetter war meiner Erinnerung nach zwar stark bewölkt, aber ich glaube, es gab kein Gewitter. Sie war zunächst nur halb (nicht komplett bis zum Boden), ging nach kurzer Zeit aber vollständig von der Wolkendecke bis zum Boden. Sie verschwand nach einigen (vermutlich weniger als 10) Minuten wieder. Da ich so etwas noch nie gesehen habe, war das Ereignis für mich sehr einprägsam. Es war im Sommer, Juli - August etwa. Gegen Nachmittag. über Schäden ist mir nichts bekannt. Ich war damals zu Hause und stand im zweiten Stock am Fenster mit Blick zur alten Bahnlinie, an dessen West- bis Südwestseite die Windhose entlang zog."
Mai
November

Königsberg (HE)

bild
 13.11.1997 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15 Uhr MEZ. Dazu ein Augenzeuge: "Am 13. November 1997 bildete sich im Raum Biebertal/Königsberg ein Wolkenschlauch. Die Erscheinung fiel mir während Gartenarbeiten gegen 15 Uhr in NW-licher Richtung auf. Die Blindtrombe reichte vor dem Zeitpunkt der Aufnahme noch weiter herab. Ein Bodenkontakt konnte jedoch nicht mehr nachvollzogen werden. Der Funnel war ca. 10 Minuten lang zu beobachten. Aufnahmeort war Heuchelheim im Giessener Becken (Mittelhessen)."

Funnelcloud im Raum Königsberg
Juni

Ginsheim-Gustavsburg (HE)

 30.06.1997 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach einem Bericht der Rhein-Main Presse vom 02. Juli 1997 trat dieser Tornado am Nachmittag auf.
September

Hahn bei Pfungstadt (HE)

 03.09.1995 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 17:30 Uhr MESZ trat dieser Tornado auf (Quelle: R. Windolf, 1997/1998)
Mai
August
Juni

Gladenbach (HE),
Herzhausen bei Gladenbach (HE)

 05.06.1992 / Stärke (F1) Bestätigt
Der Tornado richtete in Gladenbach erhebliche Schäden an einem Kurhaus an, hier wurde die eine Hälfte des Daches komplett abgerissen. Zudem stürzten innerhalb einer Schneise zahlreiche Bäume um. Der Tornado wurde von mehr als 60 Augenzeugen beobachtet. Wahrscheinlich zog derselbe Tornado mit dem auslösenden Gewitter in der Höhenströmung nach Norden bis Nordwesten und zerstörte bei Dautphetal-Herzhausen eine Feldscheune. Auch hier gab es erhebliche Schäden im Wald. (Quelle: Oberhessische Presse, Ausgabe Gladenbach, 06.06.1992)
August

Gethsemane (HE)

 07.08.1991 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum: 07./08.08.1991. Im Ortsteil Gethsemane der Gemeinde Philippsthal (Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Osthessen) trat dieser Tornado auf. Von einer Scheune wurde das Dach komplett abgerissen und teilweise verfrachtet. Von einem weiteren Anbau wurden Ziegel abgedeckt. Einzelne Trümmer schlugen gegen eine gemauerte Scheune und beschädigten die Außenwand bzw. zerstörten einzelne Fensterscheiben.

Verdachtsfall Gethsemane (Skywarn)

Wichmannshausen (HE)

 06.08.1989 / Stärke (F2) Bestätigt
"Eine Windhose hat am 6. August 1989 meinen Heimatort Datterode (PLZ 37296) um 500 Meter verfehlt, im Nachbarort Wichmannshausen Häuser recht schwer beschädigt, eine Schneise durch den Wald geschlagen (diese war noch jahrelang gut zu sehen) und ist dann nur etwa 1,5 km vor der Kreisstadt Eschwege verschwunden." Quelle: Martin Beck aus Datterode, Feedback bei TorDACH
September

Neuhof (HE)

 01.09.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000 zu Unwettern vom 22.-24. November 1984: "Besonders betroffen: Gebiet in Fulda. Es kommt zur Zerstörung einer Maschinenhalle in Neuhof. Auf 2km Weglänge entwurzeln Bäume, sind Dächer beschädigt." - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 03. September 1988: "Bonn (ADN). Eine Windhose hat am Donnerstag eine Maschinenhalle in Neuhof (BRD-Kreis Fulda) zerstört. Zahlreiche Maschinen wurden dabei beschädigt. Der Wirbelwind entwurzelte auf zwei Kilometer Länge Bäume und beschädigte Dächer." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
August

Londorf (HE)

 31.08.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1988 - Nach einem Bericht des Gießener Anzeigers vom 08.06.2005 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Im August 1998 hatte eine Windhose eine Schneise in den Wald geschlagen. Dabei brach und fiel auch eine etwa 300 Jahre alte Buche, sie wurde "Die Braut" genannt. An diesem Baum erläuterte Krautzberger den Prozess der Verrottung im Wald mit seinen vielen Helfern: Pilze, Bakterien und Insekten sind dabei am Werk. Auch die Lücke im Dach des Waldes schließt sich wieder, man erkennt so den Wald als sich stetig veränderndes Ökosystem."

Naturkundliche Wanderung (Gießener Anzeiger)
September
Juli

Villmar (HE)

 31.07.1987 / Stärke (F0) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Juli 1987 - "Trat in den Sommermonaten 1987 (Juni oder Juli, eher nicht August) um die Mittagszeit auf. Dauer wenige Minuten, einige km WSW von Villmar Richtung Limburg wohl über freiem Feld (Gemarkung Lindenholzhausen). Rückseitenlage mit 7/8 Cu con unc Cb cal - erste leichte Fallstreifen sichtbar. Aus einer dunkleren Wolkenbasis zunächst zapfenartige leicht konische Absenkung - dann darunter zunächst unterbrochene Kondensation, schlangenförmig, leicht gewunden, rasch verändernd, schließlich geschlossen und offenbar Bodenkontakt (genau wegen der großen Entfernung nicht erkennbar, zumal Baumreihen und Hecken die Sicht auf den Trombenfuß behinderten. Allmählich Rückbildung des Funnels, Wolkenzapfen noch einige Zeit sichtbar. Keine Schäden bekannt - schätze T0-T1/F0." Quelle: Bernold Feuerstein, Feedback bei TorDACH.
Juni
Mai

Göbelnrod (HE)

 10.05.1987 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Foto der Schneise mit folgender Bildunterschrift: "Durch Sturm (Micro-Burst, evtl. Trombe) im Wald entstandene Schadensgasse - Ereignis vom 10.05.1987, nahe Göbelnrod bei Grünberg" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Guxhagen (HE),
Albshausen bei Kassel (HE)

 10.05.1987 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Bericht eines Anwohners (Beicht aus dem Jahr 2012): "Am 10.05.1987 (Muttertag) gab es am Nachmittag einen großen Tornado nahe Guxhagen (Hessen). Die Windhose entwurzelte unter anderem sämtliche Bäume eines Waldstücks am Fuldaberg zwischen Guxhagen und Büchenwerra. Die Schneise im Wald hatte eine Breite von etwa 60-80 Meter und ist noch heute (2012) zu sehen. Der Tornade zog um Guxhagen herum, richtete aber im Ortsteil Albshausen Schäden an."
Juli

Offenbach am Main (HE)

 22.07.1986 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 16. traten in einem Freibad in Offenbach/Main und am 22. in Denzlingen bei Freiburg i.Br. Tromben auf." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Juli 1986). In diesem Fall handelte es sich sehr wahrscheinlich um einen Staubteufel.
November

Hintermeilingen (HE)

 24.11.1984 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000 zu Unwettern vom 22.-24. November 1984: "Es kommt zur Ausbildung einer Windhose im Westerwald" Als Datum ist hier der 23.11. erwähnt. - In einer anderen Quelle wird der 24.11. als Datum genannt: "Im November führte der Lasterbach Hochwasser. In den frühen Morgenstunden des 23.11.84 waren in Ellar die Keller der anliegenden Häuser überflutet, so dass unentwegt von unserer Wehr Keller ausgepumpt werden mussten. Am nächsten Tag fegte ein orkanartiger Sturm über den Westerwald und entwurzelte großflächige Waldbestände. Um die Straße zwischen Hintermeilingen und Steinbach wieder passierbar zu machen, mussten die Feuerwehrleute zahlreiche Stunden arbeiten, um die Fahrbahn von den umgefallenen Bäumen zu befreien. Mitten in diesem Einsatz erfolgte eine weitere Alarmierung in die Vorhonigstraße. Dort hatte der Sturm einen Teil des Daches an einem Wohnhaus herabgerissen. Die Wehr führte die ersten Sicherungsmaßnahmen durch." (Quelle: Geschichte der Feuerwehr Hintermeilingen 1984 bis 1994)

Geschichte der Feuerwehr Hintermeilingen 1984 bis 1994 (Hintermeilingen)

Grünberg / Hessen (HE)

 23.11.1984 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Zum Zwecke der Begutachtung näher untersucht werden das Trombenereignis von Grünberg/Oberhessen vom 22./23.11.1984 von Mohr und Terpitz (1986) und die Trombe vom 11.4.1983 in Hanau von Terpitz (1983)." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Juli

Wichmannshausen (HE)

 11.07.1984 / Stärke (F2) Bestätigt
Am Schlimmsten traf es Wichmannshausen, wo gegen 23 Uhr ein Tornado über den Ort fegte und kaum ein Haus unbeschädigt ließ. Feuerwehr, THW und Bundeswehr waren noch am folgenden Nachmittag damit beschäftigt, die Straßen freizuräumen. Einen Schutzengel muss ein junges Mädchen gehabt haben, das mit dem gesamten Dachstuhl des Elternhauses einige Meter weiter unverletzt im Garten landete. Mehrere Scheunen und andere landwirtschaftliche Gebäude brachen in sich zusammen oder wurden so stark zerstört, dass sie einzustürzen drohten. Der Tornado bahnte sich seinen Weg über eine Hügelkette, schlug eine regelrechte Schneise in den Wald und wütete auch auf dem Eschweger Friedhof wo zahlreiche Bäume umgeworfen wurden. (Quelle: Eschweger Wetterchronik von Torsten Rost / Werra-Rundschau).

Eschweger Wetterchronik (Torsten Rost)
Windhose im Werra-Meißner-Kreis (Wetterchronik)
Juni
April

Hanau (HE)

 11.04.1983 / Stärke (F0) Bestätigt
"Zum Zwecke der Begutachtung näher untersucht werden das Trombenereignis von Grünberg/Oberhessen vom 22./23.11.1984 von Mohr und Terpitz (1986) und die Trombe vom 11.4.1983 in Hanau von Terpitz (1983)." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
August

Mühltal (HE)

 31.08.1980 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Sommer 1980 - Nach Recherchen von Raymund Windolf trat dieser Tornado in Mühltal bei Darmstadt auf.
Juli

Naunheim (HE)

 26.07.1978 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"In den Beobachtungen der Niederschlagsstation Niederkleen vom 26.7.1978 heißt es: "Wetterschäden (alte Eiche 5km entf), Windhosen an der Lahn bei Naunheim. In meinem Bezirk keine Schäden!!"" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Dezember
Juni

Reinheim (HE)

 07.06.1967 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf (1997/1998) trat dieser Tornado in Reinheim im Odenwald auf.
August
Juli

Dirlammen (HE),
Rimlos (HE)

 04.07.1966 / Stärke (F2) Bestätigt
Genaues Datum nicht ganz sicher. "...Besonders arg betroffen ist das Gebiet zwischen Dirlammen und Rimlos, wo eine Windhose mit überaus starken Sogkräften zerstörerisch wirkte. In Dirlammen stürzte die neu errichtete Scheune des Landwirts Robert Seling um, in Allmenrod wurden die Dächer mehrerer Anwesen abgedeckt, wobei zum Teil die Dachstühle mit zerstört wurden. Am ärgsten betroffen wurde hier das Anwesen des Landwirts Karl Greb, dessen flach geneigter Dachteil vollständig weggerissen wurde. Auch die völlige Zerstörung des am Dorfrand gelegenen Geräteschuppens von Altbürgermeister Zinn bedeutet einen erheblichen Schaden. Auf dem Wege von Allmenrod über Sickendorf nach Heblos wütete der Sturm in den Baumbeständen. Alte, im Fels verwurzelte Alleebäume wurden entwurzelt, elastische Pappeln und Birken geknickt, Obstbäume gespalten. Den größten Schaden aber richtete der Sturm bei dem Anwesen des Landwirts Schmelz in Rimlos an. Hier wurde die an das Wohnhaus angebaute Scheune förmlich abgedreht, so daß das Dach mit einem Teil der Giebelwand neben das Haus zu liegen kam. Der Rest der Scheune stürzte in sich zusammen und begrub unter anderen Geräten einen Mähdrescher und einen Heustapelwagen. Bemerkenswert bei den Dachschäden war, daß die schwereren und stärker geneigten Ziegeldächer dem Sog eher widerstanden als die leichter konstruierten und flacher geneigten Eternitdächer. Wie hoch der durch den Sturm verursachte Gesamtschaden ist, läßt sich noch nicht ganz absehen. Der reine Gebäudeschaden dürfte um die 20000 bis 30000 DM liegen..." (Quellen: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 sowie Lauterbacher Anzeiger vom 06.07.1966)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Hanau (HE)

 15.07.1965 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 17. Juli 1965: "Zwei Dachdecker kamen beim Unwetter in Hanau ums Leben, als eine Windhose das Holzdach abriß, auf dem sie arbeiteten. Die Männer wurden unter den Trümmern des Daches und einstürzendem Mauerwerk begraben." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Helsa (HE)

 17.06.1965 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 10:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der HNA vom 18. Juni 1965: "Windhose in Helsa zerstört Dächer - Das Sturmtief, das gestern morgen über Nordhessen tobte, entwurzelte in der Stadt Kassel Bäume und erzeugte in der Gemeinde Helsa (Landkreis Kassel) eine Windhose, die Dächer zerstörte und bewirkte, daß die Bundesstraße 7 stundenlang für den Verkehr gesperrt bleiben mußte. [...] Das Sturmläuten der Kirchenglocken und Heulen der Feuersirenen schreckte die Helsaer Einwohner am Donnerstagmorgen gegen 10.30 Uhr aus ihrer Feiertagsruhe. Die Windböen, die seit Stunden den Regen an die Fensterschieben prasseln ließen, hatten sich zu einem orkanartigen Sturm entwickelt, der mit ungeheurer Kraft und Geschwindigkeit von den Bergen herunter auf die Gemeinde brauste. Eine Windhose jagte durch die Häuserschluchten von der Bahnhofstraße, die gesamte Leipziger Straße (Bundesstraße 7) entlang und weiter in Richtung Altersheim. Was ihr im Wege stand, wurde mitgerissen. Bäume knickten wie Streichhölzer um, große Linden wurden entwurzelt oder wie in der Nähe der katholischen Kirche einfach abgedreht. In der Leipziger Straße, durch die der gesamte Durchgangsverkehr rollt, blieb kein Haus verschont: Viele hundert Dachziegel wurden rüttelnd und polternd in die Tiefe gerissen. Von der Mühle Probst bis zu Brandt blieb keine elektrische Leitung heil. Der Sturm knickte die Masten ab, die Leitungen wurden heruntergerissen. In den Hauptstraßen der Fremdenverkehrsgemeinde bot sich nach wenigen Minuten ein Bild der Verwüstung. Die Bundesstraße 7 war teilweise so stark mit Dachziegeln und Holz bedeckt, daß der Verkehr einige Stunden lang einseitig umgeleitet werden mußte. So schnell wie er gekommen war, flaute der Sturm wieder ab. Kurze Zeit später glich die Gemeinde einer großen Baustelle. Polizei, Feuerwehr und viele freiwillige Helfer aus der Bevölkerung machten sich an die Aufräumungsarbeiten, die bis zu den späten Nachmittagsstunden noch anhielten. Viele Häuser wurden provisorisch mit Zeltplanen abgedeckt. Die Höhe des Schadens - zum Glück wurde kein Mensch verletzt - kann erst nach den endgültigen Aufräumungs- und Ausbesserungsarbeiten festgestellt werden."

Nostalgie am Nachmittag (Kassel live, 18.06.1965)
Dezember

Sindlingen (HE)

 Jahr 1962 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus der Geschichte der Ev. Kirchengemeinde in Frankfurt am Main - Sindlingen: "1962 ist durch eine Windhose der alte Wetterhahn auf dem Glockenturm zerstört worden. Seit dem darauf folgenden Jahr trägt er einen neuen, diesmal vergoldeten Hahn."

Ev. Kirchengemeinde Sindlingen
Juni

Bad Hersfeld (HE)

 13.06.1960 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14.06.1960: "Der Wirbelsturm löste kurze Zeit später auf der Autobahn bei Bad Hersfeld eine ganze Serie von Unfällen aus. 16 Personen erlitten schwere Verletzungen. Auf einer Gefällstrecke in der Nähe der Aulatalbrücke bei Kirchheim riß der Sturm ein Personenauto aus Berlin von der Fahrbahn. Der Wagen überschlug sich viermal und stürzte in einen Graben. Ein vollbesetzter Omnibus fuhr an der gleichen Stelle auf einen ebenfalls vom Sturm zur Seite gedrückten Lastzug auf. Elf Fahrgäste erlitten dabei Verletzungen."

Wirbelsturm und Hagelschlag richteten schwere Schäden an (Hamburger Abendblatt, 14.06.1960)
August

Schwarzenfels (HE)

 01.08.1958 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bericht eines Augenzeugen, Verfrachtungen über rund 100 Meter.
Mai

Lieblos (HE)

 26.05.1951 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 28. Mai 1951: "Das schlimmste Unwetter seit mehr als zwanzig Jahren tobte über das Wochenende in Hessen. Wolkenbrüche ließen in wenigen Stunden mehr Wasser vom Himmel stürzen als sonst innerhalb eines ganzen Monats. Überschwemmte Keller, niedergeschlagene Saaten und von den Hängen gespülter Wein waren in vielen Gegenden die Folge dieses Sturmregens. Durch knöcheltiefes Wasser mußten die Einwohner von Marburg und Bad Nauheim waten. Besonders lieblos wurde die Gemeinde Lieblos im Kreise Gelnhausen an der Straße nach Hanau vom Wettergott behandelt. Ein starker Wirbelsturm deckte mehr als 130 Häuser ab. Entwurzelte Bäume, wie Streichhölzer zerknickte Telephonmasten lagen an den Zufahrtsstraßen. Allein den Schaden an den bstbäumen schätzt die Gemeinde auf über 20 000 DM. Zum Glück wurden weder Mensch noch Tier verletzt. Noch am Sonntag ist der hessische Innenminister Zinnkann nach Lieblos gereist." (Weitere Quellen: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 sowie Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976) - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 30. Mai 1951: "Wirbelshirm über Gelnhausen - Frankfurt/Main (ADN). Ein Wirbelsturm, der über den Kreis Gelnhausen hinwegging, richtete schwere Schäden an. In dem Dorf Lieblos wurden zahlreiche Dächer abgedeckt. Insgesamt wurden 130 Gebäude erheblich beschädigt. Der Sturm riß starke Bäume um, zerstörte Telefon- und Lichtleitungen. Der Schaden an Obstbäumen wird allein auf 20 000 Mark geschätzt." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Juni

Gießen (HE)

 30.06.1950 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 04. Juli 1950: "Ein schweres Gewitter mit Wirbelsturm, das sich am Freitagabend über Gießen und Umgebung entlud, hat zwei Todesopfer gefordert. Eine Flüchtlingsfrau aus Großenbuseck wurde, als sie vor dem Gewittersturm in einem Wald Schutz suchte, von einer stürzenden Buche so schwer getroffen, daß sie wenig später ihren Verletzungen erlag. Ein Maschinenschlosser aus Reinhardshain wurde auf dem Nachhauseweg von der Arbeit vom Blitz erschlagen." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 02. Juli 1950: "Zwei Tote durch Unwetter - Gießen (DPA). Ein schweres Gewitter mit Wirbelsturm über Gießen und Umgebung hat zwei Todesopfer gefordert. Eine Frau wurde, als sie vor dem Gewittersturm in einem Wald Schutz suchte, von einer stürzenden Buche so schwer getroffen, daß sie wenig später ihien Verletzungen erlag. Ein Maschinenschlosser aus Reinharshain wurde auf dem Nachhauseweg von der Arbeit vom Blitz erschlagen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)
Januar

Ulfa (HE)

 08.01.1948 / Stärke (F1) Bestätigt
Der Tornado trat in der Nacht auf (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Geisenheim (HE)

 29.07.1947 / Stärke (F2) Bestätigt
"Literatur: Hommel, K. (1948): Der Wirbelsturm am 29. Juli 1947 im Raum von Geisenheim bis Darmstadt. In: Meteorologische Rundschau, I 15/16, 491-492" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Wirbelsturm von Geisenheim bis Darmstadt 1947
Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Poppenhausen (Wasserkuppe) (HE)
[Region: Rhön]

 25.07.1938 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Nach Mitteilungen, die ich erst nach Abschluß dieser Untersuchung erhalten habe, trat am 25. Juli 1938, an dem vier Segelflugzeuge in Gewitterwolken Höhen über 4000m erreichten, über der Rhön tatsächlich eine Trombe auf." (Quellen: W. Schwabel, Luftwelt 5, 300, 1938 und Harald Koschmieder: "Über Tromben". Wissenschaftliche Abhandlungen, Band VI, Berlin 1940)
Februar

Bad Orb (HE)
[Region: Spessart]

 16.02.1938 / Stärke (F1) Bestätigt
Trat bei einem Schneesturm auf (Quelle: Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Lampertheim (HE)

 10.07.1937 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:25 Uhr MEZ. Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho". Dazu aus dem Schwarzwälder Boten (Oberndorf/N.) vom 13.07.1937: "Eine gefährliche Wasserhose? Lampertheim (Hessen), 13. Juli. Samstag vormittag zwischen 9 und 10 Uhr wurde unser südöstlicher Ortsteil von einer furchtbaren Wind- und Wasserhose betroffen. Riesige, in voller Blüte stehende Linden und andere Bäume der Römer- und angrenzenden Straße wurden zerschmettert und mit den Wurzeln aus dem Boden egrissen. Ein Erntewagen ohne Gespann wurde durch die Gewalt des Wetters um etwa 50 (?) Meter fortgefahren. Eine Scheune wurde auf der Nordseite in einer Länge von etwa 25 Meter abgedeckt und die Ziegel über viele Dächer in der ganzen Umgebung zerstreut. Ebenso erging es zahlreichen Dächern der angrenzenden Gebäude. Eine Anzahl Fensterscheiben wurden zertrümmert. Teilweise wurden sogar Fenster mitsamt den Rahmen fortgetragen. Sogar Schornsteine wurden abgebrochen, riesige Scheunentore ausgehoben und zerschmettert. Eine neue Mauer wurde glatt umgelegt. Wie durch ein Wunder kamen Menschen nicht zu Schaden. Dagegen ist der Materialschaden an Häusern und in den Gärten enorm groß" (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni
September

Frankenhain (HE)

 26.09.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Treysa (HE)

 02.06.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Freysa 12-14 km v. Frielendorf", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Mai

Bad Homburg vor der Höhe (HE)

 29.05.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Frankfurt am Main (HE),
Seligenstadt (HE)
[Region: Maingau]

 20.05.1932 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Homburg 0800 meldet i/Maingau u.um Frkf/M.", "Wirbelsturm", sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
August

Wachenbuchen (HE)

 26.08.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Im Landkreis Hanau von West nach Ost ziehend, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juli

Rothenbergen (HE),
Gelnhausen (HE),
Biebergemünd (HE)

 19.07.1931 / Stärke (F2) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Juni

Hassenhausen (HE)

 17.06.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 19.06.1931 zum Tornado von Plettenberg: "Ein weiterer Wirbelsturm hat am Mittwoch im Waldgebiet der Lahnberge zwischen Hassenhausen (Kreis Lumda) und Staufenberg furchtbare Verheerungen angerichtet. Etwa 40 Morgen alte Riesenfichten mit meist 1-2 Festmetern wurden vernichtet. Der Sturm hob die Stämme entweder aus dem Boden oder knickte sie in Mannshöhe ab, sodaß der alte, herrliche Fichtenbestand jetzt ein Chaos von kreuz und quer durcheinanderliegenden Stämmen bildet. Es handelt sich um 5000 Festmeter Fichten."

Feldatal (HE)

 09.06.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Im Zusammenhang mit dem Grünberg-Ereignis erwähnt: "Weitere Sturmschäden werden isoliert nördlich davon zwischen Homberg/Ohm und Lauterbach angerichtet, wobei von dort von einer weiteren Trombenerscheinung berichtet wird." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Grünberg / Hessen (HE),
Altenhain bei Grünberg (HE)

 09.06.1931 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: Dienstagabend, kurz nach 6 Uhr. "Insgesamt liegen zwei, möglicherweise auch drei unabhängige Trombenereignisse vor. Am bedeutendsten von diesen Fällen ist eine Trombe, die sich südlich des Lumdatals formiert und der zwischen dem Salzbödetal und dem Lumdatal ein sehr heftiger Downburst vorangeht. Die Trombe (bzw. eine zweite parallel nördlich verlaufende) zieht WNW-ESE über Grünberg hinweg und von dort über das Ohmtal hinweg in Richtung Altenhain, um sich in den Höhen des Vogelberges aufzulösen." Auch Wohnfeld und Kölzenhain waren nach einer Beschreibung betroffen, zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, viele Bäume stürzten um. (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980; weitere Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Mai

Frankfurt am Main (HE),
Frankfurt am Main (HE)

 29.05.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Schmitten (HE)
[Region: Taunuskamm]

 29.05.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Frankfurt am Main (HE)

 29.05.1931 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 17:15 Uhr, Schäden in Frankfurt-Heiligenstock, Näheres nicht bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)

Großauheim (HE)

 29.05.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen 08:00 Uhr aus Großauheim gemeldet, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
April

Bieben (HE)

 30.04.1931 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Ort unsicher, Im Original "Biebel". Der Tornado kam aus Südwesten, zog im Süden und Südosten vorbei, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
August

Bad Soden (HE)

 02.08.1930 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 17 Uhr MEZ (Quelle: Martin Gudd, 2004)
Juli

Schotten (HE)

 28.07.1930 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Gegen 08:00 Uhr, sonst nichts Näheres bekannt (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)
Februar

Darmstadt (HE)

 11.02.1928 / Stärke (F2) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976). - In der Nacht vom 10. zum 11. Februar 1928 wurden im Rahmen eines großräumigen Wintersturmes in vielen Landesteilen Deutschlands Gewitter mit heftigen Böen beobachtet. Dabei können durchaus weitere Tornados aufgetreten sein.
August
Juni

Frankfurt am Main (HE)

 18.06.1920 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Funnelbeobachtung 14:17 bis 14:23 Uhr MEZ (Quelle: W. Heybrock, 1920: Wolkenschlauch. Das Wetter, 37, 159.)
Juli

Elters (HE)

 22.07.1914 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Elters, 22. Juli 1914. Heute, gegen 1/2 1 Uhr konnte man am östlichen Himmel eine merkwürdige Beobachtung machen. In beträchtlicher Höhe stand im Osten eine dunkle Wolke, aus dieser löste sich langsam nach unten ein walzenförmiges Gebilde, nach unten zugespitzt, mit der Wolke trichterförmig zusammenhängend und mit der Spitze die Erde berührend. So stand der dunkelgefärbte Kegel wohl 20 Minuten senkrecht zwischen Wolke und Erde. Dann bewegte er sich nach oben und verschwand in der dunklen Wolke. Die Erscheinung hatte das ganze Dorf auf die Beine gebracht. Es war für alle eine nie gesehene Erscheinung. War es eine Windhose? Um 1/2 12 Uhr bildete sich daselbst ein Gewitter." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 ( Uni Mainz)
Juni

Glashütten (HE),
Arnoldshain (HE),
Anspach (HE)

 01.06.1913 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"...Wirbelstürme des 1. Juni, von denen einer auch im Taunus hauste, ..." (Quelle: Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg). Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 04.06.1913: "Ein schweres Unwetter im Taunus. Im westlichen Taunus ging am Sonntag ein ungemein schweres Unwetter nieder, das ganz erheblichen Schaden anrichtete. Die in Touristenkreisen berühmte Lanzenmühle wurde vom Blitze getroffen und verbrannte. In Heftrich wurde gerade ein Sängerfest abgehalten. Der Sturm riß die Halle in sich zusammen. Der Blitz schlug mehrfach ein. Zwei Scheunen wurden eingeäschert. Auch Anspach hat unter dem Wirbelsturm schwer gelitten. Fast alle Häuser wurden beschädigt. Für die Gewalt des Sturmes ist bezeichnend, daß z.B. ein Gartentisch fünfzig Meter weit auf einen Acker geschleudert wurde und ein Schäfer, der sich auf dem Boden niedergelassen hatte, 25 Meter weit geschleudert wurde. Der Gesamtschaden wird die Höhe von 100 000 M erreichen. Ebenso schwer wurde das im Vorder-Taunus gelegene Arnoldshain getroffen. Sämtliche Dächer wurden abgedeckt, die Schornsteine zu Boden gerissen und mehrere Personen schwer verletzt. Sämtliche Obstbäume wurden ausgerissen und die Turnhallen vollständig abgedeckt. Von den Turngeräten ist keine Spur mehr vorhanden. Sechs Hektar Wald sind vollständig vernichtet. Die Baumstämme liegen in den Straßen des Ortes umher." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.06.1913: "Frankfurt a.M., 4. Juni. Das schwere Unwetter, das am Sonntag im Taunus tobte, hat auch Menschenleben gefordert. Heute morgen wurden zwischen ... (unleserlich) und Glashütte die Leichen von zwei jungen Männern gefunden, die von umgerissenen Bäumen erschlagen worden sind. Man befürchtet, daß bei den Aufräumungsarbeiten noch mehr Opfer gefunden werden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Mai

Bad Orb (HE)
[Region: Spessart]

 18.05.1912 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht genau bekannt. Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 19.05.1912: "In einem Teile des Spessart fügte ein Unwetter den Saatfeldern großen Schaden zu. Durch Wirbelstürme wurden viele Bäume entwurzelt."

Bischhausen (HE)

 12.05.1912 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.05.1912: "In Bischhausen wurde das Bahnhofsgebäude vollständig abgedeckt und das Dach vom Sturm mit fortgerissen." Bischhausen liegt im Werra-Meißner-Kreis, etwa 10 Kilometer südwestlich von Eschwege. Weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 16.05.1912: " Niederhone, 14. Mai. Der Orkan am Sonntag deckte hier eine so große Anzahl Häuser ab, daß die schleunige Beschaffung von Ziegeln aus Eschwege nötig wurde; von zahlreichen Häusern im benachbarten Wichmannshausen ist auch nicht ein Stein auf dem Dache geblieben!"
September

Beberbeck (HE)

 22.09.1911 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado bei Beberbeck ist nicht bekannt (Quelle: T. Arendt, 1915: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen in den Jahren 1911 und 1912. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 282, Behrend, Berlin, 40 Seiten)

Beberbeck (HE)

 22.09.1911 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen weiteren Tornado bei Beberbeck ist nicht bekannt (Quelle: T. Arendt, 1915: Ergebnisse der Gewitter-Beobachtungen in den Jahren 1911 und 1912. Veröffentlichung des Königlichen Preußischen Meteorologischen Instituts, 282, Behrend, Berlin, 40 Seiten)
Juli
Mai

Udenhausen (HE)

 16.05.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 20.05.1910: "Das Dorf Udenhausen im Kreise Hofgeismar wurde am zweiten Pfingsttage nachmittags zwischen 5 und 6 Uhr in großen Schrecken versetzt. Man hörte ein eigentümliches Zischen und Brausen und sah ein Ungetüm in der Luft kreisen und auf das Dorf zu ziehen, das man anfangs schon für den Halleyschen Komet hielt, das sich aber dann als starke Windhose entpuppte. Bäume wurden umgeknickt und Dächer abgedeckt. Der Schaden würde noch viel größer geworden sein, wenn die Windhose nicht bald wieder in die Höhe gestiegen wäre."

Nieder-Seemen (HE)

 11.05.1910 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.05.1910: "Hanau, 13. Sept. Wie nachträglich bekannt wird, haben die letzten Unwetter verheerend im Vogelsgebirge gewüttet. Wirbelstürme rissen bei Niederseeman große Flächen Fichtenbestand nieder, Dächer wurden abgedeckt. In Radmühl stürzte ein Gebäude ein; der Besitzer wurde schwer verletzt." Dazu aus dem Arbeitskreis Dorfchronik Nieder-Seemen: "Von der Windhose am 11.05.1910 wird folgendes berichtet: Ein schweres Unwetter mit orkanartigem Sturm zog über Mittel- und einen Teil von Nieder-Seemen. Der Weg, den das Unwetter genommen hatte, war an den Verwüstungen genau zu erkennen. Alte Obstbäume unterhalb und neben der Kirche wurden geknickt und entwurzelt. Der Holzschuppen neben dem Schulhaus und der des Hch. Kroth I. wurden umgerissen, die Dächer von verschiedenen Häusern wurden teilweise abgedeckt, das Kreuz auf dem Kirchturm schief gedrückt. Wilhelm Bach mußte sein erst vor wenigen Jahren unterhalb der Kirche neu erbautes Haus zum Teil wieder eindecken. Auch das Gemeindearmenhaus hatte viel gelitten." - Weiter aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 16.05.1910: "Hanau, 14. ds. Wie nachträglich bekannt wird, haben die letzten Unwetter verheerend im Vogelsgebirge gewütet. Wirbelstürme rissen bei Niederseeman große Flächen Fichtenbestand nieder, Dächer wurden abgedeckt." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)
Oktober

Schaafheim (HE)

 05.10.1909 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Wimmenauer (1910) berichtet über den Windfall vom 05.10.1909 im Schaafheimer Gemeindewald. Es ist dies einer der wenigen wissenschaftlichen Artikel zu dieser Zeit, der sich mit Sturmschäden (Microbursts) durch Polarluftgewitter befasst. In dem Bericht allerdings geht der Autor seinerzeit ebenfalls von einer (unbewiesenen) Trombeneinwirkung aus." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Juli

Langstadt (HE),
Aschaffenburg (BY),
Laufach (BY)

 05.07.1907 / Stärke (F2) Bestätigt
"Vogtherr (1908) berichtet über die Waldverwüstungen des Gewittersturmes vom 05.7.1907 in Südhessen zwischen Darmstadt und Aschaffenburg, wobei er der damals wie heute nicht seltenen, jedoch unbewiesenen Ansicht folgt, dass die Schäden durch eine Trombe verursacht werden." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980). Schäden wurden aus Langstadt, Aschaffenburg und Laufach gemeldet. - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 08.07.1907: "Aus Aschaffenburg wird berichtet: Es stellt sich heraus, daß das hier niedergegangene Unwetter doch weit größere Verheerungen angerichtet hat, als anfänglich angenommen wurde. Schwerer Schaden wurde an Fenstern und Dächern angerichtet. In den Gärten und Aeckern der Umgebung ist eine Anzahl Obstbäume dem Sturm zum Opfer gefallen. In den zu Park Schönbusch führenden Alleen sind viele Bäume entwurzelt. Am schlimmsten sieht es jedoch im Schönbusch selbst aus, wo etwa 100 Bäume gestürzt sind. Ebenso sind im Schöntal und in der Fasanerie große Schäden zu verzeichnen. Auch Telegraphenstangen wurden umgeworfen und die Drähte beschädigt." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 10.07.1907: "Aschaffenburg, 10. Juli. Ein Gewittersturm hat am Freitag großen Schaden angerichtet. Der Schaden in den Wäldern der Gegend wird auf 150 000 M. geschätzt. In einem einzigen Forst wurden etwa 2500 Bäume, darunter hundertjährige Riesen, abgebrochen oder umgeworfen." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Mai

Gelnhausen (HE)

 31.05.1906 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 03.06.1906: "Ein Gewitter mit orkanartigem Sturm hat in Gelnhausen strichweise schreckenerregend gewütet. Von der Gewalt des Sturmes zeugt die Tatsache, daß auf dem Bahnhofe Güterwagen umgeworfen und andere Eisenbahnwagen in Bewegung gesetzt wurden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Leihgestern (HE)

 31.05.1906 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:15 Uhr MEZ. Ein schweres Gewitter mit heftigen Sturmböen zog über den heutigen Lindener Ortsteil Leihgestern hinweg. Aus einer Meldung der Gießener Allgemeinen vom 17.08.2008: "Eine Windhose ließ 1906 das Dach des Kirchenschiffes einstürzen und machte einen Wiederaufbau erforderlich, der 1908 abgeschlossen war." Dazu aus einer Meldung des Gießener Anzeigers vom 09.08.2008: "Das heftige Unwetter, das zum Einsturz der Kirche führte, richtete auch in der Umgebung großen Schaden an. Überliefert ist ein Augenzeugenbericht von Ludwig Strack: "Das Dach der Kirche wurde von einem Windstoß zur Hälfte in den Nachbarhof geschleudert, die andere fiel auf das Holzgewölbe, das keinen Widerstand leistete. Gewölbe, Orgel, Empore und ein Teil des Gestühls wurden zertrümmert. Der Kirchturm blieb unversehrt."" - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 03.06.1906: "Gewitterstürme am letzten Mai. Aus Gießen wird gemeldet: In der nördlichen Wetterau richtete ein heftiges Gewitter mit orkanartigem Sturm viele Verwüstungen an. In Leihgestern bei Gießen stürzte die alte Pfarrkirche ein." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

»Oper« zur Einstimmung Zwei Konzerte und ein Gemeindefest (Gießener Allgemeine, 17.08.08)
Auch die "Drei Stimmen" gratulieren zum 100. Geburtstag (Gießener Anzeiger, 09.08.08)
Als der Blitz ins Haus des Herrn einschlug (Gießener Anzeiger, 11.07.08)
Oktober

Dreieichenhain (HE),
Rodgau (HE)

 05.10.1905 / Stärke (F1) Verdacht
Aus der Offenbacher Zeitung, Nr. 236 vom 07.10.1905: "Zus: Am 05.10.1905 zwischen 12 und 13 Uhr bei niedrigen Temperaturen Polarluftgewitter mit Starkregen, Starkwind und Blitzen. Dauer ca. 30 Min. Über dem südlichen Rodgau Sturmschäden an Bäumen und Häusern, Wassermassen in Gehöfte und Straßen. Dabei wurde auch die "Phillippseiche" im Dreieichenhainer Gemeindewald gefällt." (Recherchequelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
August

Schmalnau (HE),
Dalherda (HE)

 01.08.1905 / Stärke (F0) Bestätigt
gegen 15:50 Uhr MEZ zwischen Schmalnau und Dalherda bei Fulda (Quelle: A. Wegener, Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Mai

Wiesbaden (HE)

 03.05.1904 / Stärke (F1) Bestätigt
"1904. 3. Mai, nachmittags 1 1/2 Uhr, trat in der Gärtnerei von Judith, an der Borkholder Straße, eine Windhose auf, wodurch 20 große eiserne Mistbeet-Fenster, jedes ca. 1 Zentner wiegend, in die Höhe gerissen und 50 Meter weit fortgeschleudert wurden." (Quelle: Winkler, R.: Biebrich. Wiesbaden 1994, S. 50. - Recherchequelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
August

Wettges (HE)

 23.08.1903 / Stärke (F2) Bestätigt
"(...) Darüber hinaus entsteht im südöstlichen Vogelsberg im Bereich einer eigenständigen Zelle eine Trombe (s.a. Reiss 1904), deren Schadensspur sich über viele Kilometer hinweg nordostwärts verfolgen lässt. Aus den Berichten über diese Schäden geht hervor, dass vor allem in Wettges starke Sturmschäden angerichtet werden, entsprechend findet sich dort ein weiterer Schwerpunkt der Sturmschadenstätigkeit." (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)

Langendiebach (HE)

 23.08.1903 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 26.08.1903: "Hochwasser und Sturm. Ueber das Main- und Kinzigtal entlud sich am Sonntag lt. Frkf.Z. gegen Abend ein von wolkenbruchartigem Regen, Hagel und orkanartigem Sturm begleitetes Gewitter, das in der ganzen Gegend einen ungeheuren Schaden angerichtet hat. Das Obst wurde in Mengen von den Bäumen gerissen und Hunderte von mächtigen Bäumen wurden entwurzelt und niedergebrochen. Bei Langendiebach sind ganze Waldstrecken von dem aus Südwesten kommenden Sturme niedergemäht worden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - Es liegen Hinweise auf einen möglichen Tornado vor.
Juli
August

Herchenhain (HE)

 20.08.1902 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus dem Lauterbacher Anzeiger, Nr. 99 vom 23.08.1902: "Vom Vogelsberg, 20. August. Heute nachmittag gingen trotz der ziemlich kühlen Witterung mehrere Gewitter über unsere Gegend, verbunden mit starkem Sturm und heftigen Regenschauern. Kaum war das eine vorüber, so brach das andere nach kurzem Aufleuchten der Sonne los. Dabei war in Herchenhain eine interessante Lufterscheinung zu beobachten, die aber leider Schaden nach sich zog. Eine Art Windhose, als grauer Nebel sichtbar, kam aus westlicher Richtung und strich über das Dorf weg, dabei die Bedachung der Häuser, als Ziegel oder Stroh, mit sich nehmend. Sie begann ihre erste Verwüstung an der Reuning`schen Wirthschaft, von deren neugedecktem Dache sie zirka 50 Firstziegel zur Erde warf, und zog dann in östlicher Richtung übers Dorf, in dem sie den ganzen Strich mehr oder weniger beschädigte." (Recherchequelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Juli

Reddighausen (HE)

 28.07.1902 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 31.07.1902: "Unwetter. Montag abend wüthete in Reddighausen bei Kassel ein furchtbares Wetter, begleitet von einem orkanartigen Sturme, der Bäume entwurzelte. Ein Karussel wurde mit furchtbarer Gewalt gegen den daneben stehenden Wohnwagen geschleudert, und dieser zerschmettert. Aus den Trümmern wurde die Schwester des Karusselbesitzers [...] aus Frankenberg, Mutter von neun unmündigen Kindern, todt hervorgezogen; einer 17jährigen Tochter des [...] waren beide Beine gebrochen. benso waren die übrigen Insassen alle mehr oder weniger verletzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Altenhain (HE)

 25.06.1901 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus dem Lauterbacher Anzeiger, Nr. 53 vom 02.07.1901 / Aus der Darmstädter Zeitung: "Ein merkwürdiges Naturereigniß wurde am 25.d.M. hier beobachtet. Um 10 Uhr Vormittags zog ein starkes Gewitter aus nördlicher Richtung heran. Plötzlich sah man in dem einige Minuten nördlich gelegenen Walde eine starke Rauchwolke aufsteigen, die sich sehr rasch näherte, sodaß man einen durch Blitzschlag entstandenen Waldbrand vermuthete. Doch schon trat sie aus dem Waldrande hervor und entpuppte sich als eine etwa 1 Meter im Durchmesser haltende und 10 Meter hohe Dampfsäule, die sich unter fortwährend um sich selbst drehender Bewegung blitzschnell dem Dorfe näherte. Hierbei wurde ein Geräusch wie etwa das einer arbeitenden Dampfbreschmaschine vernehmbar, untermischt mit einem Geknatter, als würden Platzpatronen abgefeuert. Auch wollen einige Beobachter Feuererscheinungen bemerkt haben. Der Weg der Dampfsäule ging über Gerste- und Kartoffelfelder, Wiesen etc. und waren diese wie gewalzt. Am ersten Gebäude erhob sie sich und zog unter demselben Geräusch quer über das Dorf hin, um sich am andern Ende wieder zur Erde zu senken. Hier kam ein Huhn hinein und ging zu Grunde. Dann bewegte sie sich über bestellte Felder - überall ihre Spuren hinterlassend - weiter, riß einige Bohnenstangen aus und führte sie eine Strecke mit, entwurzelte eine Eiche und verschwand dann in dem etwa 10 Minuten südlich gelegenen Walde. Manchmal schien sie bis zum Himmel zu reichen. Die Dampfentwicklung war eine so kolossale, daß im Felde arbeitende Leute nach Hause stürzten in der Meinung, es sei ein Brand ausgebrochen. Die Strecke, die die Erscheinung in unserem Beobachtungskreise zurücklegte, betrug etwa 2 Kilometer. Das sie begleitende Geräusch war noch auf eine Entfernung von 10 Minuten hörbar. Es wäre interessant, zu erfahren, ob das Phänomen auch anderswo beobachtet worden ist." (Recherchequelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Mai

Gedern (HE)

 31.05.1901 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Mai 1901 - Aus dem Oberhessischen Anzeiger und der Friedberger Zeitung, No. 87 vom 05.06.1901: "Gedern, 31. Mai. Einen großen Schaden hat ein orkanartiger Sturm vor einigen Tagen im Gräfl. Revier angerichtet. In einer Länge von 40 und einer Breite von 20 Meter liegen mächtige Buchen entwurzelt am Boden" (Recherchequelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980) - Es handelt sich offensichtlich um ein lokales Windschadensereignis im Rahmen einer Wärmegewitterlage in der letzten Maiwoche 1901 ? entweder 25. oder 26. Mai (an beiden Tagen gab es im Umkreis von Gedern Gewitter), oder aber der 28. Mai, auch da gab es in der Umgebung Gewitter).

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 (Uni Mainz)
Juni
August

Herzhausen bei Korbach (HE)

 08.08.1898 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus der Wettergeschichte Hessen: "Am 8.August 1898 gegen Nachmittag richtete eine Windhose große Verwüstung an. Dieselbe begann oberhalb der Ederbrücke und zog das Ittertal entlang bis zur Wollspinnerei, überall die stärksten Bäume umwerfend oder die Kronen abbrechend. Die ganze Verwüstung nahm kaum die Zeit von fünf Minuten in Anspruch." (aus der Schulchronik Herzhausen)
Mai

Wahlen (HE)

 22.05.1898 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
gegen 10 Uhr vormittags in Waldau, heute Wahlen, Ortsteil von Grasellenbach im Landkreis Bergstraße (Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917)
Juli

Mörfelden (HE)

 16.07.1897 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 18.07.1897: "Marfelden (Hessen), 17. Juli. Gestern Nachmittag ging über die hiesige Feldmark eine heftige Windhose nieder und richtete an Feldern und Bäumen großen Schaden an. Personen wurden nicht verletzt."
März

Bad Camberg (HE),
Kirberg (HE)

 18.03.1897 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa 17 bis 17:30 Uhr MEZ. "Am 18. März 1897 herrschte ein schöner milder Frühlingstag im Hintertaunus und Limburger Becken, bis ein Gewitter von Westen aufzog und ein F3-Tornado in den Orten Kirberg und vor allem Camberg schwere Schäden hinterließ mit einem Todesopfer - ein Bahnarbeiter suchte fatalerweise im Camberger Bahnhof Schutz hinter einem Güterwaggon, welcher auf ihn stürzte." Auszug aus 1897 - eine kleine Reanalyse von Bernold Feuerstein. Der starke Tornado hinterließ eine ca. 40 Kilometer lange und bis zu 350 Meter breite Schneise. "Der Sturm nahm seinen Ausgang westlich von Kirberg und zog bis in die Bad Homburger Gegend, wo sich am Rand der Wetterau schließlich seine Gewalt verlor." (Quelle: Bernold Feuerstein, "Tornados im heimischen Raum"). Möglich ist auch, dass der Tornado bereits bei Koblenz entstand, auch ein weiterer Tornado ist hier möglich.

Fotos der Schäden (Stadtarchiv Bad Camberg)
Bericht von Bernold Feuerstein (ca. 1.4 MB)
(Veröffentlicht in: Jahrbuch 2007 für den Kreis Limburg-Weilburg, Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, 2006, S. 263)
August

Dehrn (HE),
Steeden (HE)

 09.08.1890 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Cuxhavener Tageblattes vom 17.08.1890: "Bad Nassau, 12. August. Ein furchtbares Unwetter hat am Sonnabend Nachmittag, wie in verschiedenen anderen Theilen Westdeutschlands, so auch in der Lahngegend gewüthet; ein Wolkenbruch, wie wir ihn seit Jahren nicht haben, richtete in Diez, Limburg und Umgegend ungeheuren Schaden an. Ganz besonders haben die gemeinden Dehrn und Steeden gelitten. In Dehrn ist eine große Anzahl Obstbäume aus der Erde gerissen. Das dach einer Scheune und einer Phosphoritmühle ist abgedeckt, ein Kamin umgeworfen und eine Eisenhütte total zerstört, der ganze Ort stand unter Wasser, die Kornfelder sind arg verwüstet und haben namentlich Hafer und Gerste gelitten. In Steeden hat der Sturm leider ein Menschenopfer gefordert: ein circa 60 meter hoher starker Kalkringofen stürzte ein und begrub einen Arbeiter unter den Trümmern. In Diez wurde bei dem furchtbaren Unwetter der Kirchthurm der katholischen Kirche vom Sturm auf die Straße geweht, zum Glück ohne Menschenleben oder Eigenthum zu beschädigen." (Quelle: Stadtarchiv Cuxhaven)
Mai

Alsfeld (HE)

 23.05.1886 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"(...) eine sehr gut ausgeprägte Trombenerscheinung vom 23.05.1886 aus SE (!). Dieser Fall war, ebenso wie jener vom 09.06.1931, Gegenstand mehrerer Untersuchungen (s. z.B. Assmann 1887)" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980)

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 ( Uni Mainz)
März

Hanau (HE)

 06.03.1885 / Stärke (F2) Verdacht
Aus einer Meldung des Teltower Kreisblattes vom 10. März 1885: "In Hanau hat am 6. d.M. eine Windhose großen Schaden verursacht. Die Festhalle ist umgeworfen, Dächer wurden abgehoben, Häuser, so namentlich auch der Bahnhof, der Felsenkeller und andere, arg beschädigt. Der Orkan war so stark, dass selbst Fensterrahmen durchgebrochen wurden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 10. März 1885: "Kassel, 7. März. Gestern hat in Hanau eine Windhose verheerende Zerstörungen angerichtet. Die Festhalle wurde umgeweht, mehrere Dächer abgehoben, einzelne Häuser stark beschädigt."
Juli

Wiesbaden (HE)

 26.07.1880 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 29.07.1880: "Am 26. Juli Nachmittags zog eine Windhose von Westnordwest nach Osten über Wiesbaden und richtete großen Schaden an Gebäuden, Bäumen u.s.w. an. Die Kursaal-Anlagen wurden förmlich verwüstet." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 29.07.1880: "Wiesbaden, 26. Juli. (Gewitter.) Um 3 Uhr 50 Min. hatten wir ein Gewitter mit wenig Blitz und Donner, aber wolkenbruchartigem Regen und orkanartigem Sturm. Große Verwüstungen im Park, große Bäume entwurzelt, armsdicke Aeste bedecken die Rasenflächen, die eisernen Gitter um die Cascaden durch fallende Aeste theilweise demolirt. Dächer abgedeckt, Gartenmauern gänzlich umgeworfen mitsammt den Quadern und eisernen Traillen. Auch im Feld viel Schaden. Die Cascaden speien ganz dunkelgelbes Wasser und der Weiher ist von einer grünen Schicht des herabgefallenen Laubes bedeckt. Soweit bekannt, ist jedoch bis auf viele kleinere Verletzungen an Menschen durch Herabfallen von Schiefersteinen und zu Bodenstürzen durch den Orkan Niemand verletzt worden. - Eine Windhose richtete colossalen Schaden an, besonders in den Curanlagen. Eine Unzahl von Bäumen ist zerschmettert, zahlreiche Arbeiter sind mit der Wegschaffung der Trümmer beschäftigt." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juni

Pfungstadt (HE)

 10.06.1874 / Stärke (F2) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf (1997/98) trat dieser starke Tornado auf, Näheres ist nicht bekannt.

Pfungstadt (HE)

 07.06.1874 / Stärke (F0) Bestätigt
Nach Recherchen von Raymund Windolf (1997/98) trat dieser Tornado gegen 15:30 Uhr MEZ auf, Näheres ist nicht bekannt.
Juli

Butzbach (HE)

 19.07.1867 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus der "Oberhessischen Zeitung" vom 23. Juli 1867: "Die Germarkung Butzbach durchzog am 19. Juli - von Westen nach Osten, von der Gießener Straße bis zur Griedler Grenze - bei einem Gewitter mit starkem Regen eine Windhose, die einen großen Theil der in ihrer Richtung stehenden, über 200, Nuß-, Aepfel-, Birn-, namentlich aber Zwetschenbäume zerstörte. Dieselben sind theils aus der Wurzel gerissen, theils an den Stämmen abgebrochen, zumeist einzelne Aeste abgerissen und oft längere Strecken fortgeschleudert. Da die Bäume mit Früchten versehen waren, ist der Schaden um so bedeutender, und kann auf einige tausend Gulden angenommen werden." (recherchiert von Johannes Hofmeister, auch Oberhessische Zeitung, 23.07.1867)
Juni

Erbenheim (HE),
Wiesbaden (HE)

 17.06.1863 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Mainz, 18. Juni. Ein gestern Nachmittag über die nassauische Taunusgegend hinziehendes schweres Gewitter soll argen Schaden an den Feldfrüchten angerichtet und eine Windhose bei Erbenheim, Wiesbaden etc. Bäume entwurzelt und sonst große Verheerungen angerichtet haben." (Quelle: Neues bayerisches Volksblatt, Nr. 168, 21. Juni 1863)
Juli

Frankfurt am Main (HE)

 06.07.1862 / Stärke (F3) Bestätigt
In Frankfurt gab es größere Schäden, hier gab es Tote und Verletzte. Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 08.07.1862: "Frankfurt a. M., 7. Juli. Ein unverhofftes Unglück hat sich noch vor dem großen Feste auf dem dafür bestimmten Platze ereignet. Es erhob sich gestern in den Nachmittagsstunden ein furchtbarer orkanartiger Sturm, welcher allenthalben Verheerungen anrichtete, Bäume entwurzelte und dgl. Um 4 Uhr Nachmittags wurde die Schützenfesthalle, welche bekanntlich zur Aufnahme von mehr als 4000 Personen erbaut ist, so heftig ergriffen, daß ein Theil des Gebäudes zusammenbrach, Obwohl gerade eine große Menschenmenge, gewissermaßen zu einem Probefestmahl, darin versammelt war, hofft man bis jetzt, daß kein Menschenleben zu beklagen sei, doch sind zahlreiche Verwundungen vorgekommen. Den Schaden am Gebäude glaubt man bis zu den Festtagen vollständig zu reparieren." Aus einer weiteren Quelle: "Im Sommer zog ein Tornado unter anderem über die Pfingstweide und richtete erhebliche Schäden an. Dächer, kleine Häuser und Menschen wurden weit durch die Luft gewirbelt." (Quelle: Bock-Apotheke)

Tornado in Frankfurt 1862

Düdelsheim (HE),
Büdingen (HE),
Nieder-Seemen (HE)

 06.07.1862 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"(...)die Gewalt des Sturmes war so groß, daß man an einigen Häusern Ziegelstücke tief in eichenen Pfosten eingedrungen fand, wo sie noch stecken.(...)" (Quelle: Gudd, Martin; Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980). Düdelsheim liegt bei Büdingen, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Frankfurt. Dazu aus dem Arbeitskreis Dorfchronik Nieder-Seemen: "Starkes Gewitter mit Kieseln dick wie Walnüsse. In Nieder-Seemen gab es mehr Schäden als in Mittel-Seemen. Es zog von Büdingen herauf, wo die kräftigsten Bäume entwurzelt wurden. Im Forst zwischen Büdingen und dem Christinenhof lagen die Bäume kreuz und quer, selbst starke Bäume brachen in der Mitte entzwei. In der Gemeinde Wolf bei Büdingen und auf dem Erbacher Hof bei Düdelsheim soll es den meisten Schaden angerichtet haben. Ganze Dörfer wurden (die Dächer) abgedeckt, selbst Häuser stürzten zusammen."

Gewitter und Gewitterschäden im südlichen hessischen Berg- und Beckenland und im Rhein-Main-Tiefland 1881 bis 1980 ( Uni Mainz und Chronik der Gemeinde Düdelsheim)
April

Frankenberg (HE)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Kurhessen. Aus Kurhessen, 30. April, wird geschrieben: Gestern gegen 5 Uhr Mittags wurde unsere alle Stadt Frankenberg von einer Windhose heimgesucht, welche uns mehrere Minuten lang in töbtliche Angst versetzte. Das Wasser eines Flüßchens, welches bei Frankenderg in die Eder mündet, wurde hoch über die Häuser geschleudert, eine große Anzahl von Dächern ganz oder theilweise abgedeckt, die schweren Dachziegel weit fortgeschleudert, ganze Fenster ausgehoben und weggetragen. Die hochstehende Kirche ist so verwüstet, daß es für den Augenblick unmöglich ist, Gottesdienst darin zu halten. Auch in der Gemarkung ist durch Entwurzelung von Bäumen und auch dadurch, daß der Erdboden stellenweise ausgewühlt und fortgetragen wurde, eine bedeutende Verwüstung entstanden." (Quelle: Landshuter Zeitung, 07.05.1858, Zehnter Jahrgang 1858)
August

Schönau (HE)

 25.08.1855 / Stärke (F3) Bestätigt
Eine Windhose fegte über den Gilserberger Ortsteil Schönau hinweg und zerstörte 45 der insgesamt 47 Wohnhäuser. Dazu aus der Wettergeschichte Hessen: "Windhose in der Schwalm bei Moischeid richtete 11000 Taler Schaden an" (siehe auch Philipp Losch: Geschichte des Kurfürstentums Hessen 1803-1866, Marburg 1922, ND 1972, S. 328, Anm. 1)

Tornado in Schönau 1855
Luftige Spirale aus Stahl (HNA)
Mai

Wiesbaden (HE)

 31.05.1855 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 03.06.1855: "Wiesbaden, 31. Mai. Um 6 Uhr diesen Abend erhob sich plötzlich ein heftiger Orkan, der außer dem chinesischen Häuschen am Curhaus die im Naubau begriffene Trinkhalle zur Hälfte zertrümmerte. Leider sind vier Menschen dabei verunglückt. Merkwürdig, daß die Arbeiter neben der Halle und die Blechschmiede, welche auf dem niedergestürzten Dache saßen, unbeschädigt blieben. (Zu derselben Zeit hatten wir auch in Frankfurt einen plötzlich ausbrechenden, sehr heftigen Sturm, der starke Aeste knickte, Bäume entwurzelte etc.)" (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
August

Frankfurt am Main (HE)

 04.08.1854 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 10.08.1854: "Am 4. Nachmittags 2 Uhr 30 Minuten wurde bei Frankfurt in Südwesten eine Wasserhose bemerkt. Aus einer dunklen Gewitterwolke senkte sich ein schwarzer in zwei Winkeln gebogener Streifen zur Erde, dessen dickeres Ende mit der Wolke in Verbindung stand, während die Spitze sich nach dem Boden senkte; in den Winkeln fing der Streif an aufzuschwellen, man bemerkte eine kochende, rauchende Bewegung in derselben, gleichzeitig fielen dicke Regentropfen etwa eine Minute lang. Der Streifen theilte sich in den Winkeln, die obere Hälfte zog sich der dunklen Wolke zu, das spitze Ende hielt sich noch mehrere Minuten sichtbar. Im Westen wurde der Himmel hell." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)
Juli

Frankfurt am Main (HE)

 14.07.1853 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1862 zu schweren Unwettern in Frankfurt am 07.07.1862: "In diesem Jahrhundert hat Frankfurt keinen ähnlichen Orkan erlebt; am 14. Juli 1841 und am 14. Juli 1853 tobten ähnliche Orkane wie gestern, und merkwürdigerweise ebenfalls an Sonntagen und zu derselben Nachmittagsstunde, doch waren sie lange nicht so heftig."

Hermannstein (HE)

 25.07.1846 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach Recherchen (1998/1999) von Martin Gudd trat dieser Tornado in Hermannstein bei Wetzlar auf, Näheres ist nicht bekannt.
Januar

Hanau (HE)

 14.01.1843 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wandte man sich rückwärts und zog einen erneuerten "gotischen" Stil hervor. Die Katholische Kirche am Bangert in ihrer ursprünglichen Gestalt ist ein Bau dieser Zeit. Am Mittwoch, dem 11. August 1841, begann der Neubau. Am 2. Mai 1842 wurde der Grundstein unter dem rechten Portal gelegt. In ihm sind verschlossen die Urkunde der Grundsteinlegung auf Pergament, zwei Flaschen Wein von 1798 und 1841, eine Schaumünze von 1821 und mehrere Silbermünzen. Der Aufbau ging rasch seinem Ende entgegen; da stürzte das Gebäude am 14. Januar 1843 abends zwischen sechs und sieben Uhr zusammen. Ein Wirbelwind soll die Ursache gewesen sein. Ein kunstvoller Turm war geplant gewesen, wie auch die Höherführung des Mittelschiffes um einige Meter mit Oberfenstern, was später beim Neuaufbau unterbleiben mußte. (Das Holzmodell befand sich noch in einem Schrank der rechten Sakristei und ist leider ebenfalls verbrannt). Der so verdiente Pfarrer Schaum mußte die Trümmer seiner jahrzehntelangen opferreichen Tätigkeit mit eigenen Augen sehen. Fast das ganze Kapital war verbaut, und nun brach diese schwere Heimsuchung über Pfarrer und Gemeinde herein. Niemand brachte Hilfe. Weitere Zuschüsse unterblieben; ein neuer Plan wurde verworfen. Das neue Gotteshaus lag fünf Jahre als Trümmerhaufen da, von 1843 bis 1848. [...] am 28. August 1850 wurde die Kirche feierlich geweiht." (Quelle: Peter Heckert) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 21.07.1841: "Kassel, 18. Jan. Nach einem Bericht aus Hanau in unserer heutigen hiesigen Zeitung ist der Einsturz der dortigen, noch im Bau begriffen gewesenen katholischen Kirche in Folge des heftigen Sturmwindes, welcher am Abend des 14. d. wüthete, erfolgt. Es heißt in gedachtem Berichte: "Nach Südwest der Thurmseite war der Bau noch nicht ganz vollendet und das Dach an seiner ersten Giebelseite offen, so daß sich der Wind gefangen, das große, aber leichte Schieferdach gehoben, und hierdurch die Unterstützungsmauern so erschüttert hat, daß auf der Südseite ein theilweiser Einsturz des obern Aufbaues bis in seine Pfeiler und des ganzes Daches erfolgt ist. Ungeachtet noch an demselben Tage an der Kirche gearbeitet wurde, ist glücklicherweise Niemand beschädigt. Der ausführende Architekt ist um so mehr von aller Schuld frei zu sprechen, da er bisher mit der größten Umsicht und wahrer Aufopferung der Ausführung des Baues vorgestanden hat."" (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Aus der Geschichte der Stadt Hanau ( Peter Heckert)
Juli

Frankfurt am Main (HE)

 14.07.1841 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 09.07.1862 zu schweren Unwettern in Frankfurt am 07.07.1862: "In diesem Jahrhundert hat Frankfurt keinen ähnlichen Orkan erlebt; am 14. Juli 1841 und am 14. Juli 1853 tobten ähnliche Orkane wie gestern, und merkwürdigerweise ebenfalls an Sonntagen und zu derselben Nachmittagsstunde, doch waren sie lange nicht so heftig."

Friedberg (HE)

 06.07.1838 / Stärke (F0) Bestätigt
Nach Recherchen (1998/1999) von Martin Gudd trat dieser schwache Tornado in Friedberg auf, Näheres ist nicht bekannt.
September

Frankfurt am Main (HE)

 10.09.1829 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus der Prager Zeitung vom 20. September 1829: "Am 10. September, Vormittags zwischen 10 und 11 Uhr, zog über Frankfurt a. M. eine starke Windhose. Ihre Wirkungen wurden in der großen Eschenheimer- und Bockenheimergasse so heftig verspürt, daß die Einwohner Anfangs einen Erdstoß verspürt zu haben meinten." (Quelle: Kaiserlich-königliche privilegierte Prager Zeitung. 1829)
Juni

Nieder-Beerbach (HE)

 29.06.1825 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 29. Juni 1825, Abends um 5 Uhr, stießen unfern des Schlosses Frankenstein zwei Gewitter zusammen, und entluden sich theils in dem Malcher Tannenwald, theils in der Gemarkung von Niederbeerbach. Diese Gewitter wurden von einem Wirbelwind begleitet, der im erstern Wald gegen 5000 Bäume entweder zersplitterte oder entwurzelte, in Niederbeerbach die meisten Dächer und gegen 400 Obstbäume zerstörte und eine Scheuer zusammenriß. In dem Herrschaftl. Frankensteiner Wald wurden starke Buchbäume umgerissen, und deren Aeste über Niederbeerbach geschleudert. Zu Hassenroth, das in gerader Richtung 4½ Stunde östlich vom Frankensteiner Schlosse liegt, wurde um dieselbe Stunde, unmittelbar vor dem Ausbruch eines nicht bedeutenden Gewitters, gleichfalls ein außerordentlich heftiger Wirbelwind (Windsbraut) beobachtet. Dieser deckte in wenig Minuten die meisten Dächer ab, stürzte mehrere Wände und Giebel um, riß eine Scheuer gänzlich nieder, und entwurzelte fast alle Obstbäume, die einem Wald gleich den Ort umgaben, und nahm sie auf bedeutende Strecken mit sich fort. In einer Entfernung von einer halben Stunde, gegen Kinzig hin, also gegen Südosten, wurden Schindeln und andere Materialien, die der Wind mitgeschleudert hatte, gefunden. Alle diese Orte, nemlich Hassenroth, der Malcher und der Frankensteiner Wald, haben vor anderen Orten eine hohe Lage." (Quelle: Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus
dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 110f., recherchiert von Johannes Hofmeister)

Hassenroth (HE)

 29.06.1825 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 29. Juni 1825, Abends um 5 Uhr, stießen unfern des Schlosses Frankenstein zwei Gewitter zusammen, und entluden sich theils in dem Malcher Tannenwald, theils in der Gemarkung von Niederbeerbach. Diese Gewitter wurden von einem Wirbelwind begleitet, der im erstern Wald gegen 5000 Bäume entweder zersplitterte oder entwurzelte, in Niederbeerbach die meisten Dächer und gegen 400 Obstbäume zerstörte und eine Scheuer zusammenriß. In dem Herrschaftl. Frankensteiner Wald wurden starke Buchbäume umgerissen, und deren Aeste über Niederbeerbach geschleudert. Zu Hassenroth, das in gerader Richtung 4½ Stunde östlich vom Frankensteiner Schlosse liegt, wurde um dieselbe Stunde, unmittelbar vor dem Ausbruch eines nicht bedeutenden Gewitters, gleichfalls ein außerordentlich heftiger Wirbelwind (Windsbraut) beobachtet. Dieser deckte in wenig Minuten die meisten Dächer ab, stürzte mehrere Wände und Giebel um, riß eine Scheuer gänzlich nieder, und entwurzelte fast alle Obstbäume, die einem Wald gleich den Ort umgaben, und nahm sie auf bedeutende Strecken mit sich fort. In einer Entfernung von einer halben Stunde, gegen Kinzig hin, also gegen Südosten, wurden Schindeln und andere Materialien, die der Wind mitgeschleudert hatte, gefunden. Alle diese Orte, nemlich Hassenroth, der Malcher und der Frankensteiner Wald, haben vor anderen Orten eine hohe Lage." (Quelle: Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus
dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 110f., recherchiert von Johannes Hofmeister, ( geo-geschi.blog.de/)
Juli

Nieder-Ohmen (HE)

 30.07.1824 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Ueber Niederohmen, einem 2 Stunden von Grünberg gelegenen Dorfe, zogen am 30 Juli 1824 zwei Gewitter auf, und, nachdem Donner und Regen aufhörte, zogen zwei kleine Wolken im beständigen Umdrehen in entgegengesetzter Richtung auf einander los, und, nach ihrer Vereinigung, nach Osten weiter. Von diesem Augenblick an entstand in der Luft ein Getöse, das so stark war, daß viele Einwohner sich voll Angst eilig flüchteten. Zugleich bildete sich eine Rauchsäule in Form eines Trichters, der oben etwa 60 Fuß, und unten, wo er die Erde berührte, und wo seine Wirkung am heftigsten war, etwa 2 Fuß im Durchmesser hatte. Diese Windhose, in beständiger kreiselnder Bewegung, riß Kraut und andere Pflanzen aus, oder brach ihre Blätter ab, die sie in die Höhe zog, und jenseits des Dorfes wieder fallen ließ. Sie setzte über die Ohm, verursachte zuerst einen Strudel im Wasser, und hob es dann in starker Masse aus dem Bette. Der größte Theil des Wassers fiel aufs Ufer zurück, und das übrige stieg in schraubenförmiger Bewegung in die Höhe. An zwei Gebäuden von etwa 50 Schritte Entfernung, zwischen welchen die Windhose durchzog, wurden die Dächer beschädigt, ein starker Baum wurde etwas gedreht, und bekam drei Sprünge. In ihrer Bewegung wurde diese Windhose 1/4 Stunde weit gesehen, und wurde dann hinter dem Dorfe, durch eine Anhöhe, den Augen der Beobachter entzogen." (Quelle: Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus
dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 110f., recherchiert von Johannes Hofmeister)

Tornado in Niederohmen 1824
März

Biebesheim am Rhein (HE)

 04.03.1817 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Aus dem "Hessischen Volksbuch" von Georg Wilhelm Justin Wagner (1834): "Die Bewohner von Biebesheim, einem im Ried gelegenen Dorfe, wurden am 4. März 1817, Morgens 2 Uhr, in Angst und Schrecken gesetzt. Der heftige Wind der vorhergehenden Tage, begleitet von schwerem Regen, verwandelt sich in den heftigsten Sturm, es blitzt, donnert und hagelt, und der Sturmwind, aus Westen kommend, stürzt eine große gut gebaute Scheuer um, beschädigt viele Dächer und sprengt ein neues Thor aus Riegel und Angel, zugleich bemerken mehrere Einwohner in der Richtung des Sturms eine Bewegung der Erde und der Häuser, gleich einem Erdbeben. Die ältesten Leute des Dorfs erinnern sich nicht, einen solchen schrecklichen, furchtbaren Sturm erlebt zu haben."" (Quelle: Johannes Hofmeister, Hessische Wetterchronik
Juli

Berstadt (HE)

 12.07.1801 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Den 12. Juli 1801, Abends 8 Uhr, zog ein sehr hoch gehendes Gewitter über Berstadt, einem in der Wetterau gelegenen Dorfe, weg. Unmittelbar darauf erhob sich mit auffallender Schnelligkeit ein Wirbelwind, welcher in einer Zeit von etwa 18 Sekunden Fenster einschlug, Bäume aus der Wurzel riß, viele Dächer stark beschädigte und zwei Scheuern mehr als zur Hälfte umwarf. Auf der Spitze des ziemlich hohen Kirchthurms hingen Strohbüschel und in manchen Stuben fand man ganze Ziegelsteine." (Georg Wilhelm Justin Wagner: Hessisches Volksbuch oder Merkwürdigkeiten aus
dem Vaterlande. Darmstadt 1834, S. 109; recherchiert von Johannes Hofmeister)
Februar

Gießen (HE)

 22.02.1799 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Aus dem "Hessischen Volksbuch" von Georg Wilhelm Justin Wagner (1834): "Am 22. Febr. 1799, Morgens zwischen 3 und 4 Uhr, zog von Westen her über die Stadt Giessen ein Gewitter, dem ein gewaltiges Sausen vorausgegangen, und das bei dem äußerst niedern Zug der dunklen Wolken so fürchterlich war, dass die Magazinswärter aus dem Schießhause liefen, und sich auf den Trieb flüchteten. Auf einmal erhob sich ein Sturmwind; Schornsteine fielen ein, Ziegel flogen von den Dächern weit umher, dabei Regen, Blitz und Donner und dreimal wurde eine Erschütterung der Erde wahrgenommen. Vor der Stadt hatte der Blitz in einem Baum eingeschlagen, in einem Garten war ein Brunnen verschüttet worden, ein anderer in Wieseck; beim Albacher Hof hatte sich eine Erdneigung ereignet."" (Quelle: Johannes Hofmeister, Hessische Wetterchronik
Juni

Groß-Umstadt (HE)

 19.06.1774 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Nicht bloß in Götzenhain, sondern auch in Dietzenbach und Umstadt und in weiteren Kreisen richtete er gewaltige Zerstörungen an. [...] In Umstadt wurden (nach der dortigen Chronik) 17 Häuser von dem Ungewitter zerstört und ebenfalls einige Leute erschlagen." (Quelle: Kirchenbuch "Chronik der Gemeinde Götzenhain")

19.06.1774 Dreieich- Götzenhain, Dietzenbach (Skywarn)

Egelsbach (HE),
Götzenhain (HE),
Dietzenbach (HE)

 19.06.1774 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MEZ. Ein starker Tornado zog von Egelsbach über Götzenhain bis nach Dietzenbach. Dazu aus der Dietzenbacher Chronik: "19. Juni - eine Unwetterkatastrophe - wahrscheinlich eine "Windhose", begleitet von starkem Hagel und Erdstößen - richtet in Dietzenbach großen Schaden an: 35 Gebäude, meist Scheunen, vor allem in der Borngasse, stürzen zusammen, eine Frau wird getötet. Am härtesten aber traf die Dietzenbacher der Verlust von rund 2000 Obstbäumen, die der Sturm vernichtet hatte". In Götzenhain wurde das ganze Kirchendach abgerissen und viele Häuser und Scheunen abgedeckt. In Dietzenbach stürzten zahlreiche Scheunen ein. Hier wurden von den Obstbäume viele auch um einige Meter verfrachtet. Weiter stürzten in Patershausen in der Bieber Mark tausende Bäume um. Das entspräche einer Zugbahn von Südwest nach Nordost.

Tornado Egelsbach, Götzenhain, Dietzenbach am 19.06.1774
19.06.1774 Dreieich- Götzenhain, Dietzenbach (Skywarn)
Schwere Schäden offenbar durch Windhose in Dietzenbach (Wetterchronik)
Als ein Tornado über Götzenhain fegte (rhein-main.net, 11.07.2008)

Schlitz (HE)

 28.06.1772 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Schreiben aus Schlitz vom 30. Juni: "Der vorgestrige Tag war uns leider! Abermals ein schreckensvoller Tag: Gegen 7 Uhr Abends näherte sich uns ein außerordentlich heftiges Ungewitter, deßen entsetzliches Brauße uns schon von ferne den Untergang drohte. Zum Glück vor die hiesige Stadt brach sich [?] wetter an dem eine halbe Stunde von hiergelegenem Eisenberg, und ein Theil davon zoge nach dem oberen Feld Grund, der andere aber gegen Grebenau und Heßen.
Wir entgiengen zwar dieses mal einer Augen scheinlichen Gefahr, Allein die beyde Schlitz[ischen] Dorffschaften Hemmen und Hartershaußen haben das Unglück desto mehr [?] müssen." [?] "Die Hefftigkeit des Hagels wurde durch den damit [?] Sturm noch sehr vermehret, denn in einem kleinen Bezirk kann man eine Menge Bäume zehlen, welche theils mit denen wurtzeln aus der Erde gerissen theils in der mitte abgebrochen, und oft 10 und mehr Schritte von ihrem Stand orte getrieben wurden. Eine noch gantz neue Schäfer hütte lag in 3 Stücke zertrümmert auf einem Acker, und die Helfte davon nebst einem Rad war von dem flecke wo sie gestanden hatte, wohl 20 Schritte fort geschlagen. [?]"" (Quelle: Johannes Hofmeister, Hessische Wetterchronik

Hirzenhain (HE),
Merkenfritz (HE),
Gedern (HE)

 27.06.1767 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Am "Hagelfeiertag", dem 27. Juni, wird in einigen Teilen des Wetteraukreises und des Vogelsbergkreises teils noch heute an ein schlimmes Unwetter erinnert. In einem Bericht der Gemeinde Usenborn heißt es: "Gegen halb zwei war das Unwetter über Hirzenhain, Merkenfritz und Gedern. Auf dieser Linie muß es mit einer Wetterfront aus dem Vogelsberg zusammengetroffen sein. Es bildeten sich gewaltige Windhosen, die in kurzer Zeit ganze Wälder niederlegten. Dann ging ein furchtbarer Hagel nieder, der die gesamte Jahresarbeit der Landwirte mit einem Schlag vernichtete."

Der Hagelfeiertag (Usenborn)
Juli

Wellerode (HE)

 14.07.1755 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Aus der Chronik des Johann Caspar Jacob aus Wellerode (Söhrewald): "Am 14. Juli ist ein sehr starkes Gewitter gewesen mit Donner, Hagel und Wind, das - als es herkam - fast einem Erdbeben gleichkam und Bäume ab- und ausriß und selbst die stärksten Heister nicht verschonte. Es hat auf dem Felde die Früchte und im Garten das Gemüse so zerschlagen, dass nichts übrig blieb. Auf den Dächern zu Wattenbach, St. Ottilien und Eschenstruth wurden die Ziegeln zerschlagen."" (Quelle: Johannes Hofmeister, Hessische Wetterchronik
Februar

Frankfurt am Main (HE)

 15.02.1707 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Aus der Chronik des Johann Helwig May und Johann Helwig Haas aus Friedberg: "Den 15. dito [Feb.] war ein erschrecklicher Windsbraust, und sagte man, dass zu Frankfurt ein Erdbeben gespüret worden sei."" (Quelle: Johannes Hofmeister, Hessische Wetterchronik - Eine Sammlung von Originalzitaten zu Wetterereignissen vergangener Jahrhunderte, 2014) - Der Zusammenhang zwischen einem Sturmereignis und einem gespürten Erdbeben könnte auf ein sehr starkes, lokes Sturmereignis hindeuten.
Juni

Josbach (HE)

 13.06.1680 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Am 3 [Juni] war ein sonderlicher fatal- und Unglücks-Tag vor viele Tausend Seelen in Teutschland hin und wieder; In Westphalen war ein erschröcklicher Sturm mit ungemeinem Hagel vermischet / welcher alle Früchte auf dem Lande zernichtete / doch betraf er nur diejenigen Oerter / die von den Feinden in diesem letzten Krieg nit waren getroffen worden / welches sonderlich zu mercken / unnd Gottes Gerechtigkeit und Barmhertzigkeit darauß zu sehen. Umb Braunschweig erschlug derselbe gewaltige Sturm und Hagel auff 2 Meilen herum gleichfals alle Feld-Früchte / und in Hessen thäte er noch grösseres Wunder / von dem Korn auff dem Feld / (wo nemblich der Strich hinkam) blieb nichts / als das zermalmete Stroh übrig / die Fenster wurden gäntzlich zerbrochen / (wie man dann auch von Mecheln schreibet / daß dieser Sturm an den Kirchen-Fenstern über 200 Rthlr. Schaden gethan) gantze Stück Wälder wurden mit den Wurtzeln außgerissen / und zehlet man bey einem Dorff Josbach derselben über 4000 / die Erde hat sich daselbst auch beweget / und die Häuser erschüttert / der ankommende Postwage wurde in die höhe gehoben / die Pferde übern Hauffen geworffen / und die Schlossen waren an etlichen Orthen grösser als Gänse-Eyer." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Antonius Weck, Der Chur-Fürstlichen Sächsischen weitberuffenen Residentz- und Haupt-Vestung Dresden Beschreib- und Vorstellung, Seite 539. - Nürnberg, 1679)
März

Zwergen (HE)

 27.03.1606 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Auch weheten das gantze Jahr über unerhörete Sturmwinde / besonders den 17 Martij / welche nicht allein viel tausende bäume in den wälden und gärten / besonders aber bey Grunberg [Grünberg] fast einen gantzen waldt außgerissen und über einander geworffen / sondern auch die häuser und gebäu heftig beschedigt / theils die tache aufgehaben / theils auch darnieder gelegt / und etliche menschen erkältet und ersticket. In dem Dorf Zwern [Zwergen] bey Cassel [Kassel] warf dieser windt ein scheur / darin ein knabe um eyer zu suchen gegangen war / über hauffen und blib dannoch der knabe unbeschädigt." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Dilich, S. 355)

Grünberg / Hessen (HE)

 27.03.1606 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Auch weheten das gantze Jahr über unerhörete Sturmwinde / besonders den 17 Martij / welche nicht allein viel tausende bäume in den wälden und gärten / besonders aber bey Grunberg [Grünberg] fast einen gantzen waldt außgerissen und über einander geworffen / sondern auch die häuser und gebäu heftig beschedigt / theils die tache aufgehaben / theils auch darnieder gelegt / und etliche menschen erkältet und ersticket. In dem Dorf Zwern [Zwergen] bey Cassel [Kassel] warf dieser windt ein scheur / darin ein knabe um eyer zu suchen gegangen war / über hauffen und blib dannoch der knabe unbeschädigt." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Dilich, S. 355)
Januar

Relbehausen (HE),
Lützelwig (HE)

 22.01.1552 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"den 12 ist ein sturmwindt entstanden /darauff zwischen zwoelf und ein uhr ein schrecklich wetter und bixen mit einem untergemengten erdbidem geschehen / von welchem sich an etlichen staetten und graebern die mawren und leichstein tieff gesencket : zu Relbehausen im ampt Homburgk eine behausung in einander geworffen / und dennoch das weib / so mit einem kinde im bett gelegen / in dem sich ein grosser balck ueber das bette gestuertzet / mit sampt dem kinde nicht beschediget / doch ist die wiege vor dem bette zu kleinen truemmern geschlagen. Zu Lutzelwig in eben bemeltem ampt hat dieser sturm an eines junckernhauß die stube an ein ander ort verruckt / einem andern bawren das obertheil des hauses hinweg gerissen und den boden voll korns darmit / welches doch alles unbeschediget blieben." (Quellen: Wilhelm Dilich, Hessische Chronica, Cassel 1605, p. 319-320 sowie Wettergeschichte Hessen sowie Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004)
Juli

Langendorf (HE)

 25.07.1491 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Aus der "Hessischen Chronik" von August Friedrich Christian Vilmar (1855) über den 25. Juli 1491: "Heftiger Orkan, welcher in vielen Gegenden die größten Verwüstungen anrichtete und in Hessen unter andern in dem Dorfe Langendorf bei Gemünden die Kirche, so wie alle Häuser, Scheunen und sonstigen Gebäude gänzlich zertrümmert, mit Ausnahme eines einzigen geringen Häuschens, in welches man die Kinder des Dorfes in Sicherheit gebracht hatte."" (Quelle: Johannes Hofmeister, Hessische Wetterchronik - Eine Sammlung von Originalzitaten zu Wetterereignissen vergangener Jahrhunderte, 2014)
August

Kirberg (HE)

 29.08.1487 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bei einem Unwetter wurden neben dem Dach und dem Turmhelm der Kirche in Kirberg am Nordfuß des Hintertaunus (südliches Limburger Becken) "auch die Glocken vom Thurm über die Stadtmauer ins Feld hineingefegt" Das sind etwa 100 Meter.

1487: Glocken flogen über Stadtmauer
Oktober

Frankenberg (HE)

 07.10.1434 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Aus der Frankenberger Stadtchronik von Wigand Gerstenberg: "Do man schreib nach gots geburt 1434 jar, uff den 7. tag nach Remigii, du was der allergroiste wynt. Der warff vil hocher spittzen uff den tornen abe, unde vil guter gebuwe brach he nidder, unde in den welden grosße strameln der boyme umbewarff; wante wo die strameln hynne gingin, das muste alle umbefallen, adder mit macht uß der erden gerisßen adder entzwey gebrochin. Disßer wynt warff zum Franckenberge den hanen uf dem chortorne abe; der fyl in den Kirchpuel in der Mittelgassen. Auch warff er die steynen luchtin umbe vor dem beynhuße. Dartzu uff dem umbegange dess chorß die steynen piler adder tzeborigen zubrach er unde warff sie herabe."" (Quelle: Johannes Hofmeister, Hessische Wetterchronik - Eine Sammlung von Originalzitaten zu Wetterereignissen vergangener Jahrhunderte, 2014) - Ins Neuhochdeutsche übersetzt lautet der Text in etwa so: "Da man schrieb nach Gottes Geburt das Jahr 1434, den 7. Tag nach Remigii (Remigius von Reims, Namenstag meist am 1. Oktober), da war der allergrößte Wind. Der warf viele hohe Spitzen von den Türmen herab, viele gute Gebäude brachen hernieder, und in den Wäldern große Stämme der Bäume umwarf; dort wo die Stämme hinfielen, mußten alle umfallen oder wurden mit Macht aus der Erde gerissen oder entzwei gebrochen. Dieser Wind warf zum Frankenberg den Hahn vom Kirchturm, der fiel in die Kirchenhülbe(Feuerlöschteich) in der Mittelgasse. Auch warf er die Steine leichthin um vor dem Beinhaus. Dazu auf dem Umgang des Chroes (der Kirche) die Steine der Poller oder Torbogen zerbrachen und warf sie herab."