Bisher 393 bestätigte, dazu 7 Plausible und 399 Verdachtsfälle
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Noch nicht alle Verdachtsfälle aus 2016 erfasst

November 2016: Es fehlen noch zahlreiche Fälle aus dem Sommer 2016 mit wochenlangen Unwetterlagen und unzähligen Meldungen zu Trichterwolken und verdächtigen Schäden. Es wird alles nach und nach abgearbeitet. Die Tornadoliste ist leider kein Projekt, das hauptberuflich betrieben wird. Im Gegenteil, sie verschlingt viel Geld und noch mehr Zeit. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es etwas länger dauert. Es geht nichts verloren.
November

Gifhorn (NI)

 18.11.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:50 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Wolfsburger Allgemeinen vom 18.11.2016: "Windhose hinterlässt eine Spur der Verwüstung - Abgedeckte Dächer, herumfliegende Trümmer, zerstörte Auto, zerborstene Scheiben: Es war gestern gegen 8 Uhr nur eine Sache von wenigen Minuten - dann hatte eine Windhose in der Gifhorner Bertha-von-Suttner-Straße eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Gifhorn. "So etwas habe ich noch nicht gesehen", sagte der sichtlich beeindruckte Carlos Kelm, nachdem viele der Ziegel seines Hausdachs weggeweht worden waren. "Als ich aus dem Fenster geguckt habe, waren die Bäume an der Wolfsburger Straße so stark gebogen, wie ich es noch nie erlebt habe." Die Schiebetür zu seiner Terrasse habe sich für einen Moment stark nach innen gebogen, habe aber gehalten. Die Pappe seines Flachdach-Vorbaus sei von der Urkraft des kurzen Sturms einfach nach oben gesogen worden. "Da habe ich noch Glück gehabt", befand Hauseigentümer Ewald Weiss nach einer ersten Bestandsaufnahme. Einige wenige Ziegel seien weg, die Dachpappe seiner Flachdachgarage wurde in die Hofeinfahrt gezogen. Schlimmer betroffen ist seine Nachbarin. In die Windschutzscheibe ihres Autos und auf die Motorhaube krachten Dachziegel. Die Scheibe zersplitterte. "Mein Auto stand genau daneben - und hat keinen Kratzer abbekommen", so Weiss. Ein Nachbar sei gerade auf der Suche nach seiner Mülltonne. "Die ist irgendwohin geflogen", so Weiss. Und bei einem anderen Nachbarn, der ein Dachfenster geöffnet hatte, sei das Badezimmer völlig verwüstet worden. Ein Gewächshaus in der Nähe sei ebenfalls völlig zerstört worden. Auch auf der Wolfsburger Straße war die Windhose zu spüren. "Plötzlich sind Äste und viele Blätter durch die Luft geflogen", so eine Autofahrerin, die mit ihrem Wagen in Richtung Braunschweiger Straße unterwegs war. Der unheimliche Spuk war nach zwei Minuten vorbei. Zwei Minuten, die die Anwohner der Bertha-von-Suttner-Straße wohl nicht so schnell vergessen werden. Gegen Mittag waren die schlimmsten Folgen behoben. "Die Dachdecker, die vor Ort waren, haben die Häuser so hergerichtet, dass es nicht mehr reinregnet", berichtete Peter Zilinski, der ebenfalls betroffen ist."

Windhose hinterlässt eine Spur der Verwüstung (Wolfsburger Allgemeine, 18.11.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Immensen bei Lehrte (NI)

 18.11.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Neue Presse vom 18.11.2016: " Sturm beschädigt zahlreiche Häuser in Immensen - Ein schwerer Sturm ist am Freitagmorgen über den Lehrter Ortsteil Immensen hinweggefegt. Zahlreiche Häuser wurden teils erheblich beschädigt. Verletzt wurde niemand. Wetterexperten halten sogar einen Tornado für möglich. Lehrte. Das ganze dauerte am Freitag gegen 7.30 Uhr nur wenige Minuten, doch die Auswirkungen waren enorm. An der Bauernstraße im Dorfkern von Immensen wurden nach ersten Schätzungen mehr als ein Dutzend Häuser erheblich beschädigt. "Die Ziegel wurden nur so durch die Luft gewirbelt", sagte eine Anwohnerin. Mehrere Dächer wurden teilweise abgedeckt, Fensterscheiben gingen zu Bruch, Bäume wurden entwurzelt. Sogar ein massives Scheunentor wurde aus den Angeln gerissen. [...]

Sturm beschädigt zahlreiche Häuser in Immensen (Neue Presse, 18.11.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Oktober

Ehmen (NI)

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 20.10.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 17:10 bis 17:22 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Meine (bei Braunschweig) aus, etwa im Bereich zwischen Ehmen und Essenrode: "Trichterwolke vom Standort aus gesehen in Richtung Osten. Durch Starkregen kaum Details zu erkennen. Beim Zurückbilden der Wolke schwache Rotation erkennbar."

Trichterwolke bei Ehmen
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
September

Dramfeld (NI)

 04.09.2016 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:25 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden etwa vom Autobahndreieck Drammetal (A 7 / A38) bis nach Dramfeld und weiter östlich. Aus einer Meldung von HNA vom 04.09.2016: "32 Dächer in Dramfeld abgedeckt: Windhose richtet großen Schaden an - Dramfeld. Bei den schweren Unwettern am Sonntagnachmittag hat es den Ort Dramfeld in der Gemeinde Rosdorf (Landkreis Göttingen) besonders schwer getroffen. Mindestens 32 Dächer, davon acht Scheunen, wurden gegen 15.30 Uhr durch eine Windhose abgedeckt. Dicke Baumstämme knickten wie Streichhölzer um. Im Einsatz waren die Feuerwehren Dramfeld, Sieboldshausen und Obernjesa mit knapp 40 Kräften. Sie unterstützten die Bewohner, reinigten die Straßen und die Gehwege. Augenzeugen berichten, dass durch die Stärke des Windes Gegenstände bis zu 100 Meter in die Höhe geschleudert wurden. Basketballkörbe, Stühle, Tische, Planschbecken und andere Dinge lagen wild herum. Ein Fußballspiel zwischen Holtensen und Drammetal auf dem Sportplatz in Dramfeld wurde unterbrochen. Verletzt wurde hier nach ersten Erkenntnissen niemand. "Die Schneise der Windhose ist etwa 500 Meter lang und geht durch den gesamten Ort", sagt Gemeindebrandmeister Martin Willing. "Die Schadenshöhe beträgt mindestens 500.000 Euro, rund 400 Quadratmeter Dachfläche sind beschädigt." Auch ein am Straßenrand geparktes Auto wurde demoliert. "Totalschaden", sagt der Einsatzleiter. Seit 18 Jahren ist er Feuerwehr-Chef in der Gemeinde Rosdorf, aber so etwas habe er in seiner Laufbahn noch nicht erlebt. Später wurde eine Ampel in der Hauptstraße im Ort aufgebaut, die den Verkehr halbseitig um beschädigte Häuser herumführte. Wie durch ein Wunder habe es keine Verletzten gegeben, so Willing. Ein Landwirt sagte jedoch, dass eine Kuh vermisst werde. Bewohner der nicht so stark beschädigten Häuser versuchten derweil, ihre Dächer selbstständig zu reparieren. Viele Dachdeckerunternehmen sind nun im Einsatz. Wilhelm Wolter wohnt am Thie in Dramfeld und hat das Unwetter vom Fenster aus beobachtet. "Anfangs war es ganz normaler Wind. Doch dann wurde es immer schlimmer", erzählt der Rentner. Von West nach Ost zog die Windhose durch den Ort, Äste und Dachziegel wurden in die Höhe gewirbelt und schlugen später wieder auf der Erde auf. Auch er habe so etwas noch nicht gesehen, obwohl er seit 1957 im Dorf wohnt. Ähnliche Eindrücke hatten auch Karl Bertram und Heinz Henze. Das Geräusch und die Kraft des Windes seien enorm gewesen. Der Bewohner eines am stärksten betroffenen Gebäudes erzählt, dass er zu Beginn des Unwetters noch ein paar Sachen ins Haus holen wollte. Doch da war der Wind bereits so schlimm, dass er sich fast nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Er sei sofort ins Haus gerannt und hat sich mit seiner Frau und seinem Sohn im einzigen Raum ohne Fenster verschanzt. Nach zwei Minuten sei alles vorbei gewesen. Dann erst haben sie die Schäden gesehen. Das gesamte Dach der Scheune war abgedeckt. Auch das Scheunentor ist hundert Meter weit geflogen." - Unter anderem abgebrochene und wenige Meter weit verfrachtete Obstbäume am westlichen Ortsrand von Dramfeld lassen eine Einstufung auf den unteren Bereich von F2 zu. F3 kann nahezu ausgeschlossen werden.

Windhose richtet großen Schaden an (HNA, 04.09.16)
Mutmaßlicher Tornado bei Göttingen (Dramfeld) vom stormtracking erfasst (kachelmannwetter.com)

Norderney (NI)

 03.09.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 10:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke im Bereich der Insel Norderney, fotografiert am Weststrand mit Blickrichtung Ost. Auf dem Radar war nichts zu sehen, erst kurze Zeit später entstanden die ersten Schauer.

Fotos der Trichterwolke (Facebook)
August

Stöcken (NI)

 28.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Kreiszeitung vom 29.08.2016: "Schäden durch Windhose - Rethem - Zu diversen Hilfeleistungseinsätzen wegen einer Windhose wurden die Feuerwehren der Samtgemeinde Rethem am Sonntagnachmittag gerufen. Das teilte Pressesprecherin Ute Oelkers mit. Betroffen waren die Orte Stöcken, Frankenfeld und Böhme. Gegen 16.20 Uhr fuhr die Rethemer Feuerwehr in den Ortsteil Stöcken. Eine mächtige Kastanie war in der Krone abgebrochen; ein Ast von etwa 30 Zentimeter Durchmesser war auf das Dach eines Wohnhauses gestürzt. Die zehn Einsatzkräfte befreiten das Dach von weiteren Ästen und deckten es mit Unterstützung des Dachdeckers mit Planen ab. Am schlimmsten hatte es die Ortschaft Frankenfeld getroffen. Entwurzelte Lindenbäume auf dem Weg ins Dorf ließen nichts Gutes ahnen, als die Helfer eintrafen. Es folgten mächtige Äste, die in den Baumkronen alter Eichen abgebrochen und zu Boden gestürzt waren. Zum Teil waren hierdurch Dächer von Wohnhäusern und Nebengebäuden in Mitleidenschaft gezogen worden. Die 15 Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, die Straßen von den schweren Ästen zu befreien. Auch zwischen Bierde und Böhme waren etliche Äste durch den Sturm abgeknickt und auf die Straße gestürzt. Hier kam neben 15 Einsatzkräften der Feuerwehr Bierde auch ein Steiger zum Einsatz, um die lose hängenden Äste abzusägen und weitere Gefahren durch unkontrolliert herabstürzende Äste zu minimieren. In Böhme waren sieben Helfer der Feuerwehr damit beschäftigt, die Ortsmitte von Hölzern einer abgebrochenen Eiche zu befreien."

Schäden durch Windhose (Kreiszeitung, 29.08.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Nortmoor (NI)

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 23.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 16:16 bis 16:19 Uhr MESZ. Nortmoorer Hammrich, Beobachtung einer Trichterwolke, Blickrichtung Westsüdwest.

Trichterwolke bei Nortmoor

Norddeich (NI)

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 06.08.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke zwischen Norddeich und Ostermarsch, Dauer 2 - 3 Minuten. ca. auf Höhe des Flugplatzes.

Trichterwolke bei Norddeich
Juli

Zetel (NI)

 14.07.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:47 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke von der Autobahn A29 Wilhelmshaven - Oldenburg, etwa zwei Kilometer nördlich der Ausfahrt Zetel in Richtung Südwesten. Auf den Radarbildern war nichts zu sehen.

Fotos der möglichen Trichterwolke (Facebook)

Duhnen (NI)

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 02.07.2016 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa 12:30 bis 12:35 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke vor Cuxhaven Duhnen/Döse, der Wirbel auf dem Wasser wurde ebenfalls beobachtet und fotografiert. Eine Beobachterin bei den UWA Wettermeldern: "Der löste sich ein Glück nach paar min auf, erst wurde der dicker und wieder schmaler und löste sich nach 5min komplett auf. Hab zu spät angefangen zu filmen."

Tornado vor Cuxhaven-Duhnen
Video der Trichterwolke (Facebook)
Weiteres Video der Trichterwolke (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Juni

Hohenvolkfien (NI)

 25.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Schäden: "Hallo. Gestern gab es bei uns in der Nähe schwere Gewitter. Wohne im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Bei Hohenvolkfien gab es Schäden. Sieht ganz nach Tornado aus. Links von diesem Wald befindet sich ein Maisfeld. Das war ganz platt. Zeit war ca 16.00 uhr. Es geht dort eine Schneise von ca 50 m breite und 300 Meter Länge in den Wald. Das Maisfeld davor platt. Die anderen Felder davor nicht."

Tornadoverdacht bei Hohenvolkfien
Einsatzinfos und Bilder (Feuerwehr Kiefen)
Einsatzinfos (Feuerwehr Kiefen)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Börger (NI)

 23.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der NOZ vom 24.06.2016 über Unwetter im Emsland: "Das Gebiet zwischen Werpeloh und Börger ist von einer ?schlimmen Windhose? heimgesucht worden. Die Verbindungsstraße musste wegen der umgeknickten Bäume dort über Nacht gesperrt werden. Bei zwei Bauernhöfen sind die Dächer wegen des Sturms abgedeckt worden."

Unwetter wütete von Börger bis Emsbüren (NOZ, 24.06.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Vörden (NI)

 16.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke in Vörden bei Osnabrück: "Rotation war zu sehen, Funnel wurde beobachtet, wie er sich "runterschraubte", kein Bodenkontakt, keine Schäden, auch kein gras plattgelegt."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Flachsmeer (NI)

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 16.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 17:37 Uhr bis 18:05 Uhr MESZ. Beobachtung von Trichterwolken: "Am 16.06.2016 wurde zwischen 17:41 Uhr und 17:49 Uhr eine Funnelcloud vom Flachsmeer in südwestliche Richtung beobachtet." - "Am 16.06.2016 wurden zwischen 17:37 Uhr und 18:05 mehrere Funnelclouds beobachtet." (Quelle: Sturmjäger Ostfriesland bei Facebook) - Wahrscheinlich handelte es sich um eine Trichterwolke, die sich zeitweise abschwächte und sich wieder neu bildete.

Trichterwolke bei Flachsmeer
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Hilkerode (NI)

 15.06.2016 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Trichterwolke, darunter deutliche Verwirbelungen in Bodennähe im Bereich westnordwestlich von Hilkerode. Aus dem Video geht hervor, dass die Aufnahme vom nordwestlichen Ortsrand Hilkerode gemacht wurde, Blickrichtung WNW. Der Hochspannungsmast steht nördlich des Gehöfts Neuenrode (ca. 1 km WNW von Hilkerode). Der Bodenkontakt muss also noch dahinter gewesen sein, im Tal bei etwa 51.571N 10.294E.

Foto der Trichterwolke (Facebook)
Video der Trichterwolke (Facebook)
Foto der Trichterwolke aus Duderstadt (Facebook)
Video der Trichterwolke aus Duderstadt (Facebook)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Itzendorf (NI)

 14.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke über dem Wattenmeer vor Itzendorf/Norddeich. Fotos liegen vor.

Norddeich (NI)

 14.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke südwestlich bis südlich von Norddeich über dem Land. Foto liegt vor.

Westermarsch I (NI)

 14.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:45 bis 18:13 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke südwestlich bis südlich von Norddeich über dem Land: "Das war am 14.06 um 18.05 Uhr. Beobachtet und aufgenommen habe ich ihn in Norddeich mit Blick Richtung Südwest. Einen Bodenkontakt konnte ich aufgrund meiner Position nicht sehen." - "Am 14.06.2016 wurde zwischen 17:45 Uhr und 18:13 Uhr eine Funnelcloud südwestlich von Norddeich in Richtung Westermarsch 2 beobachtet. Durch Augenzeugenberichte und mehrere unterschiedliche Bilder wird die Dauer auf ca. 25 bis 30 Minuten geschätzt." (Quelle: Sturmjäger Ostfriesland bei Facebook) - Fotos liegen vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Cuxhaven (NI)

 05.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Meldung einer Wasserhose: "In Cuxhaven (Döse) war heute eine Wasserhose kurzzeitig (gegen 18 Uhr) zu sehen. Leider konnte ich kein Bild machen, da mein Akku leer war."

Scheeßel (NI)

 03.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer Trichterwolke: "Das war am Freitag in Scheeßel und der Trichter war sehr tief und größer allerdings konnte ich durch so schnell nicht mein Handy bekommen zur Aufnahme, da es drin lag und da hat er sich schon aufgelöst, aber er hatte kein Bodenkontakt"

Foto der Trichterwolke (Facebook)

Scheeßel (NI)

 03.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer Trichterwolke: "Das war am Freitag in Scheeßel und der Trichter war sehr tief und größer allerdings konnte ich so schnell nicht mein Handy bekommen zur Aufnahme, da es drin lag und da hat er sich schon aufgelöst, aber er hatte kein Bodenkontakt"

Foto der Trichterwolke (Facebook)

Einbeck (NI)

 01.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Beobachtung einer Trichterwolke. Fotos liegen vor.

Rötgesbüttel (NI)

 01.06.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:40 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke oder eines Tornados: "Das ist leider das einzige Foto, da wir dies beim vorbeifahren entdeckt hatten. Es waren deutlich Rotationen zu erkennen. Das war in Rötgesbüttel, das war am 1.6.16 gegen 16 uhr 40." Foto liegt vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
Mai

Esbeck (NI)

 31.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:30 und 18:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke: "Am Abend des 31.05.2016 in der Zeit zwischen 18:30h - 18:45 sichtbare Ausbildung eines Trichters unterhalb einer sich schnell Aufbauenden Kumulonimbus Wolke über Esbeck kurz vor Eintreffen der Schauer/Gewitterlinie aus Nord-Ost. Nach der angegeben Zeit löste sich der Trichter wieder auf." Fotos liegen vor.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Spahnharrenstätte (NI)

 30.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der NOZ vom 31.05.2016: "Windhose entwurzelt Bäume in Spahnharrenstätte - Spahnharrenstätte. Die Feuerwehr Spaharrenstätte musste am Montagnachmittag gegen 17.15 Uhr zu einem Waldstück im Ortsteil Spahn ausrücken. Dort hatte eine Windhose mehrere große Bäume entwurzelt. An einer Straße mussten die 15 Einsatzkräfte rund 20 Bäume räumen, noch einmal doppelt so viele lagen kreuz und quer am Waldrand. Die Feuerwehr war mit mehreren Motorsägen, Treckern und einem Radlader bis etwa 20 Uhr im Einsatz." - Spahnharrenstätte liegt nordöstlich von Sögel im Landkreis Emsland.

Windhose entwurzelt Bäume in Spahnharrenstätte (NOZ, 30.05.16)
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Horburg (NI)

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 23.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 10:55 bis 11:02 Uhr MESZ. Beobachtung einer Trichterwolke von Oldershausen aus in Richtung Ost und von Tespe aus in Richtung Südsüdwest, damit vermutlich im Bereich Horburg: "Ca. 5 Minuten sichtbarer, schwach rotierender Schlauch zu erkennen. Zugbahn ungefähr von Lüneburg Richtung Geesthacht einige Kilometer östlich von Oldershausen. Bodenkontakt konnte vom Beobachtungsort nicht bestätigt werden wegen zu vieler Sichthindernisse. Zuerst gesehen von Michael Völtzer."

Funnelcloud bei Horburg
Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)

Husum (NI)

 22.05.2016 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Trichterwolke von Rohrsen aus in Richtung Süden: "Rohrsen LK Nienburg Weser NDS Ca 20:20 Uhr Beobachtung einer Trichterwolke. Rotation konnte nicht beobachten, nur die Entstehung beobachten denn waren die Häuser im Weg."

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt (kachelmannwetter.com)
April
November

Groden (NI)

 21.11.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 10:30 und 11:00 Uhr MEZ. Am Samstagvormittag wurde in Cuxhaven-Groden südlich der Papenstraße eine deutlich rotierende und weit hinab reichende Trichterwolke beobachtet. Der genaue Ort dürfte etwa südlich der Werkstatt A.T.U. sein. Dazu Augenzeugen: "War ca 10.30-11 Uhr hab in groden Blickrichtung Süd Süd Ost eine schnell rotierende Wolke gesehen kein bodenkontakt ca 150 Meter von mir entfernt. Reichte ca bis zum Dach der Werkstatt weiter konnte ich es nicht sehen War aber deutlich abgesenkt Ränder waren oben ausgefranzt unten keine Ränder wie ein Rüssels glatt. Zugrichtung war Nordost."
September

Jemgum (NI)

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 14.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:20 Uhr MESZ. Kleine Funnelcloud von St. Georgiwold aus in Richtung Norden und damit im Bereich westlich von Jemgum beobachtet.

Funnelcloud bei Jemgum

Haselünne (NI)

 14.09.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Nord-West-Media TV vom 14.09.2015: "14.09.2015 | 19:00 Uhr | ID: 7178 - Ort: NDS / Haselünne / LK Emsland. Windhose weht Eichen einfach um! Kurzes Unwetter über dem Emsland: Bäume fallen auf fahrenden LKW und begraben Zugmaschine, Baum fällt auf Bahngleise, Regen und ein wunderschöner Regenbogen."

Windhose weht Eichen einfach um (Nord-West-Media TV, 14.09.15)
August

Borgloh (NI)

 30.08.2015 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: nicht bekannt. Verdächtige Schäden, dazu der Bericht von Martin Hubrig: " Vom Ostrand von Kloster Oesede bis ca. 1 km nordwestl. von Borgloh (überwiegend auf Ortsgebiet von Borgloh), daher auf diese Ortsmarke. Hier finden sich innerhalb eines weniger als 500 m breiten, etwa 4 km langen Korridors etwas stärkere Schäden, die bis in den unteren T3 Bereich hineinreichen. Neben der Hauptfallrichtung WNW ? OSO gibt es hier auch viele Abweichungen von N nach S. Daher will ich hier einen Tornado nicht ausschließen, zumal es im Bereich Oesede (wenige kam weiter westl.) lt. eines Versicherungsmenschen die stärksten Niederschlagsschäden gegeben hat. Dort sollen innerhalb sehr kurzer Zeit (das meiste innerhalb von ca. 15 min.) ca. 40 -50 mm Niederschlag (Regen und kleiner Hagel) gefallen sein. Einen Tornadoverdacht halte ich hier auf jeden Fall erst einmal für gerechtfertigt." (Quelle: Skywarn)

Verdachtsfall Borgloh (Skywarn)

Bissendorf (NI)

 30.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 06:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des NDR vom 30.08.2015: "Windhose zieht durch Bissendorf - Auch in Bissendorf im Landkreis Osnabrück hat das Unwetter in der Nacht auf Sonntag gewütet. Eine Windhose, zahlreiche Blitze und starke Regenfälle haben deutliche Spuren hinterlassen." Im Video des NDR berichtet ein Augenzeuge: "Ja, wie gesagt, wir sind am Morgen dann wach geworden und dann hab ich halt Richtung Osnabrück geguckt, da wurds richtig schwarz und dann innerhalb von ner Viertelstunde kam eine Regenwolke, eine Regenfront, ein Blitzgewitter. Unser ganzer Hof, alles war blank, Windhose durchgezogen. Man konnte richtig sehen, dass sich das hier so gesammelt hat (Augenzeuge macht eine kreisende Handbewegung) und einmal so durch. Die Wolken kamen von da und von da und von da (zeigt in verschiedene Himmelsrichtungen). Son richtiger Kessel. Dann hats sich entladen hier, Wahnsinn. Blitz runter, Funkenflug und dann kam sofort Knall hinterher, Wahnsinn. Noch nicht erlebt sowas." Weitere Beobachtungen sprechen aber für eine Gewitterfallböe (Downburst).

Windhose zieht durch Bissendorf (NDR, 30.08.15)
Unwetter peitscht über Osnabrück hinweg (NDR, 30.08.15)
Heftiges Unwetter wütet im Landkreis Osnabrück (NonstopNews, 30.08.15)
Galerie: Heftiges Unwetter wütet im Landkreis Osnabrück (NonstopNews, 30.08.15)

Cuxhaven (NI)
[Region: Elbmündung]

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 28.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 16:10 bis 16:19 Uhr MESZ. Beobachtung von zwei Funnelclouds von Cuxhaven und Altenbruch aus vor der Elbmündung: "Wir standen am Strand von Altebruch. Aus westlicher Richtung näherte sich eine Schauerwolke. Unterhalb der Wolke sah ich die zwei Funnels. Der Schauer ging zu der Zeit über Cuxhaven nieder. Eine Rotation konnte ich leider nicht erkennen, war ja auch etwas weit weg. Das ganze dauerte gute 15 Minuten."

Funnelclouds vor Cuxhaven

Norderney (NI)

 28.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:35 Uhr MESZ. Meldung über das Meldeformular: "Heute auf dem Weg nach Nordseite meinen wir auf der Höhe der Insel Norderney einen Funnel gesichtet zu haben. Leider waren wir nicht schnell genug um sie fotografisch festzuhalten. Wir waren unterwegs auf der Bundesstraße 72 in Richtung Norddeich-Hafen, ca zwei Km vor dem Hafen. Der Funnel hatte ca die Hälfte der Strecke zwischen Wolkendecke und Boden erreicht. Der Himmel war sehr dunkel um den Funnel herum und man sah von weitem, dass sich diese Wolkendecke ebenfalls rotierend bewegte. Man sah den Funnel ca 30 sek. Er muss sich in der Nähe der Insel Norderney befunden haben."

Norderschweiburg (NI)
[Region: Jadebusen]

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 15.08.2015 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: 15:53 bis 16:05 Uhr MESZ. Tornado vom Wilhelmshavener Südstrand auf dem Jadebusen vor Norderschweiburg beobachtet: "Es schien mir so, als ob auf der Wasseroberfläche Wasser nach oben gesogen worden wäre. Als ob die "Wolke" das Wasser zu sich zieht wie durch einen "Strohhalm / Rüssel"."

Tornado auf dem Jadebusen

Mulmshorn (NI)

 15.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Meldung über das Meldeformular: "Trichterwolke, vermutlich mit Bodenkontakt. Aus dem Auto heraus gesehen auf der A1. Es war in Fahrtrichtung Bremen in Richtung Süden. Es war ziemlich genau 14 Uhr. Bin mir fast sicher, dass der Trichter den Boden erreicht hat. Ich wollte gerade ein Foto machen, als Bäume mir die Sicht verspärten. Es war ca. 2 km vor der Ausfahrt Bockel."

Schüttorf (NI)

 14.08.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Grafschafter Nachrichten vom 14.08.2015: "Unwetter trifft Schüttorf mit voller Wucht - In Schüttorf sind am Freitagabend zahlreiche Bäume umgekippt, als ein Unwetter in der Stadt wütete. Das schwere Unwetter am Freitagabend hat in Schüttorf Schäden angerichtet. Zahlreiche Straße und Keller standen dort unter Wasser. Mehrere Bäume stürzten um. Es gab offenbar keine Verletzten. Schüttorf. Ein schweres Unwetter ist am Freitagabend über die Grafschaft hinweggezogen und hat vor allem in Schüttorf gewütet. Besonders hart hat es offenbar die Siedlungen entlang der Drievordener Straße in der Nähe des Quendorfer Sees getroffen. Dort habe sich der Himmel gegen 21 Uhr auf einmal stark verdunkelt, berichteten Anwohner. Sie wollen sogar eine Windhose gesehen haben. Als das Unwetter nur zehn Minuten später vorbei war, standen die Straßen knöcheltief unter Wasser. Vor allem an der Ulmenstraße und der Lärchenstraße hat es zahlreiche Bäume umgerissen. Eine Anwohnerin berichtete mit Blick auf einen Niederschlagsmesser, dass in kürzester Zeit gut 35 Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Die Rettungsleitstelle des Landkreises berichtete auf GN-Anfrage, dass das Unwetter offenbar nur in der Samtgemeinde Schüttorf Schäden angerichtet hat. Zahlreiche Straße und Keller hätten unter Wasser gestanden, unter anderem traf es die Tiefgarage unter der Sparkasse im Zentrum von Schüttorf. Die Feuerwehren aus Schüttorf, Isterberg und Ohne seien zu etwa 20 Einsatzstellen ausgerückt, teilte die Rettungsleitstelle mit. Verletzte habe es glücklicherweise nicht gegeben. Auch die Polizeiwache in Nordhorn berichtete von einem sehr glimpflichen Ausgang des Gewitters. Dort seien keine Wetter-Notrufe eingegangen, hieß es auf GN-Anfrage."

Unwetter trifft Schüttorf mit voller Wucht (Grafschafter Nachrichten, 14.08.15)
Juli

Oppeln (NI)

 29.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Cuxhavener Nachrichten vom 30.07.2015: "Windhose fegt über Oppeln - Donnerstag, 30.07.2015. Eine Windhose legte die Kreisstraße 21 in Wingst-Oppeln lahm, die Feuerwehrleute mussten aus Sicherheitsgründen mehrere Baumriesen fällen. WINGST. Eine Windhose fegte Mittwoch gegen 19.20 Uhr über Wingst-Oppeln und hinterließ an der Kreisstraße 21 eine Schneise der Verwüstung. Zwei große Eichen stürzten sofort zu Boden Rund 60 Feuerwehrleute aus Wingst und Bülkau hatten alle Hände voll zu tun, um die Straße wieder freizubekommen. Im Laufe des Einsatzes mussten sie sogar weitere sechs große Straßenbäume fällen, da sie umzustürzen drohten. (red)"

Windhose fegt über Oppeln (Cuxhavener Nachrichten, 30.07.15)

Bad Sachsa (NI)

 07.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Aus einer Meldung des NDR vom 08.07.2015: "Windhose zieht durch Bad Sachsa - In Bad Sachsa im Südharz richtete eine Windhose ebenfalls schweren Schaden an. Mehrere Häuser und ein Schwimmbad waren laut Polizei von dem Wetterphänomen betroffen. Dächer seien teilweise abgedeckt und Schornsteine heruntergerissen worden. Menschen seien jedoch nicht verletzt worden. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 100.000 Euro." - Aus einer Meldung der Welt vom 08.07.2015: "Bad Sachsa (dpa/lni) - Ein heftiger Gewittersturm hat im Südharzer Ferienort Bad Sachsa erhebliche Verwüstungen angerichtet. Dabei wurden Dächer von Freizeit-Einrichtungen und Wohnhäusern abgedeckt. Andere Gebäude wurden durch herumfliegende Teile beschädigt, teilte die Polizei in Bad Lauterberg am Mittwoch mit. Menschen wurden aber nicht verletzt. Die Feuerwehr schätzt den Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Euro. Detlef Schulz (55) war am Dienstagabend mit seinem Hund spazieren, als er von der Unwetterfront im Ort überrascht wurde. Neben ihm stürzten Bäume um, Dachteile eines Indoor-Spielplatzes wirbelten durch die Luft. «Das war unglaublich, welche Kräfte da gewirkt haben. Es war eine unvorstellbar heftige Böenwalze», sagte Schulz am Mittwoch. Schäden gab es aber nicht im ganzen Ort, der Sturm wütete nur auf einer etwa 500 Meter breiten Schneise. Die Gewitterfront hatte am Dienstagabend etwa 15 Minuten über Bad Sachsa getobt, sagte Ortsbrandmeister Karl-Heinz Woyda. Extreme Sturmböen sorgten dafür, dass bei einer Tennishalle die Hälfte des Daches weggerissen wurde. Ziegel und Balken seien herumgewirbelt worden. «Sie schlugen in Nachbargebäude ein», sagte Woyda. Betroffen war auch eine Bowlingbahn. «Es ist ein Riesenglück, dass sich dort gerade keine Leute aufhielten», sagte der Ortsbrandmeister. Von einigen Gebäuden seien Schornsteine und Antennenteile abgestürzt. Der Sturm riss auch ein Gewächshaus weg. «Es ist zwei Grundstücke weitergeflogen», sagte der Ortsbrandmeister. Zudem wurden zahlreiche Bäume umgeworfen. Die Straße von Bad Sachsa in den Nachbarort war durch umgestürzte Stämme blockiert. Auch auf dem derzeit ungenutzten Parkplatz eines Hotels türmten sich umgeworfene Eichen. Es werde längere Zeit dauern, alle Schäden zu beseitigen, sagte Woyda." Der Bericht in der Zeitung "Die Welt" lässt auf einen Downburst als Ursache schließen.

Verdachtsfall Bad Sachsa (Skywarn)
Gewitter und Windhose richten schwere Schäden an (NDR, 08.07.15)
Schwere Schäden durch Gewittersturm in Bad Sachsa (Die Welt, 08.07.15)

Wesendorf (NI),
Knesebeck (NI)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:15 bis 22:30 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden nahe Wesendorf, im Bereich der Kreuzung B4/L284. Einige Kilometer weiter in Knesebeck gab es ebenfalls Schäden. Dazu aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 06.07.2015: "Feuerwehren im Dauerstress - Das Dach des Hauses in Knesebeck wurde von dem Sturm am Sonntagabend teilweise abgedeckt. Anwohner berichten, dass eine Windhose durch den Ort gerast sein soll. Landkreis Gifhorn. Das Unwetter sorgte am Sonntag im Landkreis für jede Menge Chaos. Die Feuerwehrleute waren zunächst damit beschäftigt, die Hauptstraßen von umgestürzten Bäumen zu befreien. "Vor allem, damit die Rettungswagen durchkommen", so Feuerwehrsprecher Michael Gose. Pausenlos waren die Retter bis tief in die Nacht im Einsatz. In Knesebeck beispielsweise stürzte ein Straßenbaum auf die Ortsdurchfahrt. Hausbesitzer berichten von Windböen, die ihre Gartenstühle und -tische wie Möbel einer Puppenstube durch die Gärten geweht hätten. Autobesitzer fanden ihre Karossen in einigen Fällen nur noch als geknautschtes Blech wieder vor, weil Bäume auf den Pkw lagen. [...]"

Schäden nahe Wesendorf
Feuerwehren im Dauerstress (Allgemeine Zeitung, 06.07.15)

Groß Ellershausen (NI)

 05.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der HNA vom 05.07.2015: "Unwetter: Windhose trifft auf Groß Ellershausen, Baum fällt auf Oberleitung - Göttingen. Ein Unwetter traf ab Sonntag gegen 18.15 Uhr auf die Region Göttingen. Umgeknickte Bäume, vollgelaufene Keller und abgedeckte Häuser waren die Folge. Die Feuerwehren waren in Stadt und Landkreis Göttingen im Großeinsatz. Am schlimmsten traf es Groß Ellershausen bei Göttingen. Dort beschädigte vermutlich eine Windhose mehrere Dächer. Eine Gartenlaube wurde komplett aus dem Garten gerissen und über mehrere Meter auf einen Feldweg geschleudert."

Unwetter: Windhose trifft auf Groß Ellershausen, Baum fällt auf Oberleitung (HNA, 05.07.15)

Cuxhaven (NI)

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 04.07.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 19:02 bis 19:04 Uhr MESZ. Beobachtung einer kleinen Funnelcloud von Ritzebüttel aus in Richtung Norden. Leichte Rotation des Gebildes wurde beobachtet.

Funnelcloud über Cuxhaven
Juni
Mai

Ganderkesee (NI)

 05.05.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Medienmeldung einer Windhose. Aus einer Meldung der Neuen OZ vom 05.05.2015: "Delmenhorst/Ganderkesee. Das kurze aber heftige Gewitter, das am Dienstagnachmittag kurz nach 16 Uhr über Delmenhorst und die Region gezogen ist, hat schwere Schäden hinterlassen. In Ganderkesee hat eine Windhose eine Schneise der Verwüstung gezogen. [...] Auch in Ganderkesee hat das Gewitter teils schwere Schäden hinterlassen. Laut Ortsbrandmeister Rolf Meyer zog eine Windhose vom Brüninger Weg über die Grüppenbührener Straße in Richtung Schlutter. Die Windhose habe eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, so Meyer. Die Arbeiten der Feuerwehr werden noch bis in die Nacht andauern, weil weiter Baumteile abzustürzen drohen. Die Schäden durch die Windhose sind schwerer als zunächst angenommen. Mehrere Dächer wurden teilweise abgedeckt. Auch von Häusern in Elmeloh sind bereits Dachschäden gemeldet worden. Zahlreiche Kräfte sind damit beschäftigt, die beschädigten Dächer abzusichern. Mehrere Straßen wurden abgesperrt."

Verdachtsfall Ganderkesee (Skywarn)
Windhose reißt auf 200 Metern etliche Eichen aus dem Boden (NonstopNews, 05.05.15)
Galerie: Windhose reißt auf 200 Metern etliche Eichen aus dem Boden (NonstopNews, 05.05.15)
Unwetter mit Tornado über Großraum Delmenhorst (YouTube)
Unwetter in der Region: Windhose über Ganderkesee (Neue OZ, 05.05.15)
Bäume knicken wie Streichhölzer (Nordwest Zeitung, 06.05.15)
März

Coppenbrügge (NI)

 31.03.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Hannover Reporter vom 31.03.2015: "Windhose zieht durch kleinen Ort: NordWestBahn mit Baum kollidiert / Dächer beschädigt / Bahnstrecke Hildesheim-Hameln gesperrt - Sturmtief nimmt bereits Kurs auf ganz Deutschland zu und richtet schon seit heute Morgen erste Schäden an. Der Höhepunkt wird in Niedersachsen am Nachmittag erwartet. Offenbar ist gegen 8 Uhr durch die Ortschaft Coppenbrügge eine Windhose gezogen. Dabei wurde eine große Fichte entwurzelt ist auf die Bahngleise gestürzt. Trotz Warnungen der Leitstelle ist die NordWestBahn 82056 mit dem Baum kollidiert. 17 Reisende mussten den Zug verlassen, der Triebwagen ist in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass derzeit der Bahnverkehr auf der Strecke Hildesheim-Hameln eingestellt wurde. Mehrere Dächer wurden ebenfalls beschädigt. Für die Feuerwehr und Dachdecker gibt es alle Hände voll zu tun."

Windhose zieht durch kleinen Ort (Hannover Reporter, 31.03.15)
Bildergalerie: Windhose zieht durch kleinen Ort (Hannover Reporter, 31.03.15)
Januar

Kamerun (NI),
Sarenseck (NI),
Seerau (NI)

 10.01.2015 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 11.01.2015: "[...] In Karwitz selbst entwurzelte eine Sturmböe eine Douglasie mit einem Stammdurchmesser von mehr als einem Meter. Der Baum stürzte über die Dorfstraße und landete in einer Hofmauer. Wenige Meter weiter zerstörte die Böe einen Schuppen und knickte einen alten Apfelbaum ab. Anwohner berichteten davon, dass sich der Himmel schlagartig verdunkelte, als die Böe niederging, andere vermuten, dass ein Tornado für die Verwüstungen verantwortlich sein könnte. Zwischen Hitzacker und Kähmen stürzten am Sonntagnachmittag gleich mehrere Bäume auf eine Hochspannungsleitung und rissen die Kabel herunter. In der Elbestadt und den umliegenden Ortschaften gingen für Stunden die Lichter aus, bis der Stromversorger den Schaden behoben hatte. Die gleiche Sturmböe, die die Bäume auf die Hochleitung kippen ließ, verwüstete auch einen an der Straße liegenden Wald, wo dutzende Bäume entwurzelt wurden oder schlicht abknickten. Noch am Sonntag begannen dort die Aufräumarbeiten, um die blockierten Wege wieder frei zu machen und das Holz aufzuarbeiten." - In Karwitz gibt es derzeit keine Hinweise auf einen Tornado, anders sieht es bei Seerau (zwischen Hitzacker und Kähmen) aus. Im Bereich von Metzingen über Kamerun und Sarenseck bis nach Seerau zieht sich ein meist etwa 200 Meter breiter und mherere Kilometer langer Bereich mit erhenlichen Schäden an Bäumen. - Bei einem Treffen der Tornado-Arbeitsgruppe im Februar 2015 wurde beschlossen, den Fall als bestätigten Tornado zu führen. Über nahezu den gesamten Verlauf der Schneise finden sich immer wieder deutlich konvergente Fallmuster der Bäume, die nicht durch eine Fallböe erklärbar sind. Dazu kommt der mindestens 5,6 Kilometer lange und höchstens 200 Meter breite betroffene Bereich.

Tornado bei Hitzacker (mehr als 200 Fotos)
Tornado Kamerun, Sarenseck, Seerau (Skywarn)
Video der Sturmschäden (YouTube, Schäden ab 3:25 min)
Tornado bei Seerau? 24.01.2015 genaue Schadensaufnahmen (YouTube)
Video der Schäden bei Kamerun (YouTube)
Riesenschäden durch Sturm (Elbe-Jeetzel-Zeitung, 11.01.15)
Tornado wütet in Lüchow-Dannenberg (Elbe Jeetzel Zeitung, 24.02.15)

Westerweyhe (NI)

 10.01.2015 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 03.03.2015: "Uelzen-Westerweyhe. Es stehen nur noch die Lärchen. Sie trotzten der Windhose, die ihre Schneise der Verwüstung durch ein privates Waldstück im Sieken zwischen Westerweyhe und Barum gezogen hat. Die Kiefern, die dort standen, boten mit ihren Nadelästen dem ?Tornado? eine Angriffsfläche und wurden umgerissen. Wenige hundert Meter weiter hat es noch nicht einmal mehr die Lärchen im Boden gehalten, als sich der Sturm seinen Weg suchte. Rund 1,8 Hektar Waldfläche, so schildert Jörg Becker, Bezirksförster für Molzen, seien in diesem Gebiet gefallen. Wenige Wochen sei das gerade einmal her, sagt er. Zu Beginn des neuen Jahres sind die Sturmschäden im Gebiet des Forstamtes Uelzen bereits enorm. Rund 20000 Festmeter an Waldhölzern fielen im Januar Windstürmen zum Opfer. ?Das ist knapp der Einschlag von zwei Revierförstereien während eines Jahres?, erklärt Becker. Auffällig sei, dass zunehmend Windhosen über den Landkreis hinwegziehen und in der Forst Schlachtfelder hinterlassen. ?Ich stelle seit fünf Jahren eine zunehmende Häufung solcher Windhosen fest?, so Becker. Dabei gebe es wie im Sieken auch Waldstücke, die immer wieder betroffen seien. Über sie werde eine Dokumentation geführt. [...]"

Windhosen wüten in Wäldern (Allgemeine Zeitung, 03.03.15)
Oktober

Norderney (NI)

 07.10.2014 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:32 Uhr MESZ. Schwacher Tornado zieht von der Nordsee über Teile der Insel hinweg und richtet meist leichte Schäden an.

Tornado auf Norderney
September

Cuxhaven (NI)

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 11.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 14:57 bis 15:03 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Ritzebüttel aus in Richtung Süden und damit über freiem Feld südlich der Stadt. Leichte Rotation des Gebildes wurde beobachtet.

Mögliche Funnelcloud bei Cuxhaven

Eschede (NI)

 10.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Celle Heute vom 10.09.2014: "Windböe aus dem Nichts: In Eschede musste heute gegen 20 Uhr die Feuerwehr ausrücken. Nach kurzem heftigem Regen landeten in zwei Straßenzügen einige Bäume und Dächer auf der Straße. So schnell das Unwetter kam, verschwand es auch wieder." - Stark betroffen waren Bahnhofstraße und Südstraße. Einige Augenzeugen sprachen von einer Windhose. - Aus einer Meldung der Celleschen Zeitung vom 11.09.2014: "Sturm richtet Schäden in Eschede an - Es war Minutensache: Am Mittwochabend rauschte ein Sturm durch Eschede und hinterließ teilweise abgedeckte Dächer und abgeknickte Bäume. Gestern hatten Dachdecker beiderseits der Aschau alle Hände voll zu tun. ESCHEDE. Die genaue Schäden waren erst gestern sichtbar: Teilweise abgedeckte Dächer, umgeworfene Bäume sowie jede Menge Fallobst hat eine heftige Sturmbö am Mittwochabend in Eschede hinterlassen. Betroffen waren vor allem der nördliche Ortsrand sowie der Bereich Südstraße und Eichenstraße. Zehn bis 15 Anrufe habe er gehabt, sagte gestern Vormittag Dachdeckermeister Alfred Droll, als er an der Robert-Koch-Straße einen Dachschaden in Augenschein nahm. Am Vorabend hatte er bis gegen 22 Uhr an der Südstraße auf einem Dach gestanden und die ersten Schäden beseitigt. "Das war eine super Zusammenarbeit", lobte er den Einsatz der Escheder Feuerwehr, die mit ihren Lichtmasten sein Arbeiten überhaupt erst ermöglicht hatte. Ein paar Häuser weiter an der Robert-Koch-Straße war die Dachdeckerei Demski gestern mit der Schadensbeseitigung beschäftigt. Hier hatte der Sturm am Vorabend das Dach eines Familienhauses teilweise abgedeckt. Eigentümer Michael Winkler und sein Nachbar Manfred Quader hatten das Loch noch am Abend mit einer Plane abgedeckt und die Dachziegel fixiert. Im Garten liegt auf dem Holzschuppen ein Nadelbaum, der Sturm hatte ihn auf dem Nachbargrundstück entwurzelt, ein Klettergerüst wird vom Stamm zertrümmert. Die Escheder Feuerwehr hatte am Mittwoch um 20 Uhr eine Kommandositzung angesetzt. Da goss es wie aus Kübeln, wenig später gab es Alarm: In der Bergener Straße war ein Baum auf die Fahrbahn gekippt. Auch an der Mühlenstraße gleich neben der Bahnstrecke muss ein Baum von der Fahrbahn geräumt werden. Auch jenseits der Aschau zeigte der Sturm Wirkung. Direkt an der Südstraße rutschten gegen 19.40 Uhr die ersten Dachziegel von Wilhelm Liljes Scheune und polterten auf die Fahrbahn. Auf dem Grundstück gegenüber wurde eine große Tanne entwurzelt, ein Baum fiel auf die Straße und musste von der Feuerwehr zersägt werden. Nebenan brach eine dicke Birke direkt über der Wurzel ab und krachte neben dem Haus runter. In der Nachbarschaft wurden Dachziegel von den Dächern gefegt. Hier half später die Feuerwehr mit Licht aus. [...]"

Eschede: Windböe aus dem Nichts (Celle Heute, 10.09.14)
Foto der Schäden (Feuerwehr Eschede, Facebook)
Sturm richtet Schäden in Eschede an (Cellesche Zeitung, 11.09.14)

Oldersum (NI)

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 01.09.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer stark rotierenden Funnelcloud zwischen Emden und Leer, im Bereich östlich von Oldersum.

Funnelcloud bei Oldersum
August

Juist (NI)

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 31.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab 13:16 bis mindestens 13:21 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud nördlich der Insel Juist.

Funnelcloud vor Juist

Eckwarderhörne (NI)

 30.08.2014 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:56 Uhr MESZ. Tornado in Eckwarderhörne am Jadebusen. Der Tornado zog von der Nordsee am Gasthaus "To'n Spieker" auf das Festland, dabei flog u.a. ein Strandkorb weg. Der Tornado überquerte dann einen Teil der Ferienhaussiedlung "Ferienpark Jade", bevor auf dem kleinen Binnensee gefilmt wurde. Ein weiterer Strandkorb soll zumindest teilweise im See gelandet sein.

Tornado in Eckwarderhörne (YouTube)
Windhose zwischen Eckwarderhörne und Altendeich (YouTube)
Tornado in Eckwarderhörne (Skywarn)
30.8.14: Tornado/Wasserhose Eckwarderhörne - Video aus 10 m! (WZ-Forum)

Cuxhaven (NI)

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 25.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 14:26 bis 14:33 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud im Bereich der Elbmündung vor dem Cuxhavener Hafen, Zugrichtung von West nach Ost.

Mögliche Funnelcloud vor Cuxhaven

Nikolausberg (NI)

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 24.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 16:24 bis 16:31 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud östlich von Göttingen durch einen Skywarn-Beobachter: "Ich konnte in Göttingen eine Funnelcloud beobachten. Ich konnte sie zwischen 16:25 Uhr und 16:30 Uhr beobachten, war aber zuerst nicht sicher ob es wirklich ein Funnel oder nur ein Fractus ist. Rotation konnte ich nicht erkennen, ich war aber auch zu weit weg, dafür finde ich die Struktur schon ziemlich eindeutig, vor allem für den Zeitraum von 5 Minuten. Ich war schon ziemlich überrascht eine Funnelcloud zu sehen, vor allem bei der schwachen Scherung. Mein Standort war bei 51°31'00.8''Nord und 9°55'11.5''West an der Westseite des Göttinger Kiessee im Stadtteil Südstadt. Die Blickrichtung war etwa Nordosten. Das erste Bild habe ich um 16:24 Uhr aufgenommen. Von meiner Blickrichtung her könnte sich der Funnel in dem Gebiet zwischen den Stadtteilen Nikolausberg und Roringen befunden haben. Über möglichen Bodenkontakt weiß ich leider nichts."

Verdachtsfall Göttingen (Skywarn)

Cuxhaven (NI)

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 24.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 13:33 bis 13:38 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud (Trichterwolke) von der "Alten Liebe" in Cuxhaven, Blickrichtung Nordwest. Die "Alte Liebe" ist eine Befestigungsanlage an der Hafeneinfahrt von Cuxhaven. Die Trichterwolke reichte nicht allzu weit hinab. Über den möglichen Kontakt des Wirbels zur Wasseroberfläche ist nichts bekannt.

Links:
Funnelcloud vor Cuxhaven

Obernfeld (NI)

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 20.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16 und 17 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Obernfeld (nördlich von Duderstadt) aus in Richtung Nordosten.

Funnelcloud bei Obernfeld

Cuxhaven (NI)

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 19.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens ab 18:34 bis 18:37 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Cuxhaven aus in Richtung Westen bis Nordwesten.

Funnelcloud vor Cuxhaven

Boekzetelerfehn (NI)

 18.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 14:50 und 14:55 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Ostfriesen-Zeitung vom 18.08.2014: "Unwetter in Moormerland: Eine Windhose hinterließ am Nachmittag in der Nähe der Pappelstraße ein Bild der Zerstörung. Viele Bäume wurden entwurzelt, ein Wartehäuschen aus Glas an einer Bushaltestelle ging zu Bruch und einige Solarkollektoren wurden von den Dächern gerissen. Ein großes Trampolin wurde durch die Wucht des Windes sogar über mehrere Hundert Meter durch die Luft gewirbelt und landete auf dem Friedhof einer Kirche. Nach Angaben der Feuerwehr wurde niemand verletzt." Die Schneise reicht von der Brisewieke zum Friedhof und hörte beim Baumarkt Prikker auf. Breite der Spur ca. 100m und Länge ca 1 Kilometer.

Moormerland: Windhose sorgt für Verwüstung (Ostfriesen-Zeitung, 18.08.14)
Video: Windhose wütete in Moormerland (Ostfriesen-Zeitung, 18.08.14)
Windhose über Boekzetelerfehn (Kreisfeuerwehr Leer, 18.08.14)
Windhose fegt über Moormerland (General-Anzeiger, 18.08.14)
Windhose fegt über Ort in Ostfriesland weg (Neue OZ, 18.08.14)

Juist (NI)

 15.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 10:10 bis 10:18 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud südöstlich der Insel Juist.

Juist (NI)

 15.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: 09:45 bis 09:48 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud nordwestlich der Insel Juist.

Juist (NI)

 14.08.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud nördlich der Insel Juist: "Ich befand mich genau zwischen der Mole Norddeich und Hafen Norderney. Von dort aus konnte ich sehen, wie die Funnelcloud sich in Richtung N/NW bildete. Zu sehen war das Schauspiel 10-15 Minuten. Sie löste sich kurz auf und bildete sich erneut. Bei der zweiten Bildung kam sie bis zur Hälfte (der Strecke Wolke-Boden). Ob dabei Wasser aufgewirbelt wurde, konnte ich nicht sehen."

Steinhude (NI)

 04.08.2014 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Ein Tornado bildete sich auf dem Steinhuder Meer und traf auf einen Steg in Steinhude. Dort wurde eine fest verschraubte Bank losgerissen: "Die zweite Wasserhose innerhalb von 8 Jahren wurde am 4. August diesen Jahres zwischen 16 und 17 Uhr auf dem Steinhuder Meer beobachtet. Bereits am 28.August 2006 konnte Heinz Schweer auf dem Wasser eine ausgeprägte Wasserhose ( zum Fotolink ) fotografieren. Herr Smalian von der Steinhuder Seglervereinigung berichtete, dass eine auf dem nachbarlichen Stegkopf verschraubte Bank losgerissen wurde. Daher lässt sich vermuten, dass es sich um einen F1 Tornado nach der Fujita-Skala gehandelt haben könnte. Bei einem F1 Tornado ist von Windgeschwindigkeiten von 117 bis 180 Km/h auszugehen. Nach einigen Minuten war die Wasserhose wieder verschwunden." (Quelle: Wetter auf dem Steinhuder Meer)

Zweite Wasserhose innerhalb von 8 Jahren auf dem Steinhuder Meer (Wetter auf dem Steinhuder Meer)
Juli

Wymeer (NI)

 27.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Ausgeprägte und sehr weit hinab reichende Funnelcloud zwischen Wymeer in Deutschland und Wedde in den Niederlanden. Bodenkontakt wurde von einem niederländischen Sturmjäger bestätigt. Genau an der betreffenden Stelle nahe des kleinen Ortes Bellingwolde (NL) wurden in einem Feld frische Schäden aufgefunden. Bodenkontakt auf deutscher Seite konnte bisher nicht nachgewiesen werden, daher wird der Fall hier nur als Verdachtsfall geführt.

Tornado bei Bellingwolde (NL) (Skywarn)
Tornadoverdacht am heutigen Sonntag, 27.07.2014 im südlichen Ostfriesland (WZ-Forum)
Tornado bij Wedde (RTVNoord.nl)
Foto der Funnelcloud (Facebook)
Weiteres Foto der Funnelcloud (Facebook)
Foto der Funnelcloud kontrastverstärkt (Facebook)
Beelden: Tornado bij Wedde - RTV Noord (YouTube)

Hooksiel (NI)

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 27.07.2014 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 12:08 bis 12:13 Uhr MESZ. Wasserhose vor Hooksiel, deutliche Trichterwolke u.a. auf einer Webcam sichtbar, kurzzeitig wurde Kontakt zum Wasser beobachtet.

Tornado vor Hooksiel

Burhave (NI)

 13.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Kreiszeitung Wesermarsch vom 19.07.2014: "Windhose wirbelt über dem Campingplatz - Lokal begrenztes Wetterphänomen richtet einige Schäden an Wohnwagen an - Boote in die Luft gewirbelt. Burhave. Sie kam aus dem Nichts und verschwand nach fünf Minuten im Nichts: In der Zeit dazwischen sorgte eine Windhose für einigen Wirbel auf dem Campingplatz in Burhave - im wahrsten Sinne des Wortes. Karin Kloppenburg aus Nordenham hielt sich am vergangenen Sonntag am Deich auf und beobachtete das Wetterphänomen, von dem im Ort kaum jemand Notiz genommen habe. Das Erste, was die Nordenhamerin sah, war eine große Plane, die gegen 14:30 Uhr über den Platz wehte. Vier bis fünf Minuten trieb der Wind sein Unwesen am Deich, die Windhose zog weiter Richtung Außenweser. Dabei wirbelte sie zwei Boote im Priel in die Luft. Eins blieb kieloben im Wasser liegen. "Das war ein ordentlicher Schrecken", sagt Karin Kloppenburg. Gut, dass wegen des Regens alle im Wohnwagen waren, sonst wäre vielleicht noch jemand verletzt worden. Die Windhose hat einen Wohnwagen regelrecht um einen Meter verschoben, Vorzelte abgerissen, Fahnenmaste umgeknickt und andere Schäden an den Campingbehausungen hinterlassen. [...]"

Bad Rothenfelde (NI)

 10.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19 Uhr MESZ. Meldung einer Windhose auf Campingplatz in Bad Rothenfelde. Aus einer Meldung der Neuen OZ vom 10.07.2014: "Ein heftiges Unwetter hat am Donnerstagabend vor allem das südliche Osnabrücker Land und Teile Osnabrücks getroffen. Nordwestmedia berichtet von vollgelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen und sogar einer Windhose, die zahlreichen Feuerwehren unzählige Einsätze verschafften. Im Bereich Bad Rothenfelde soll eine Windhose direkt an einem Campingplatz vorbei gewütet haben. Bäume am Rand hätten dem Wind nicht standhalten können." - Aus einer Meldung von NonstopNews vom 10.07.2014: "Auch am Donnerstag wüteten wieder Juliunwetter über dem Norden: In Bad Rothenfelde im Landkreis Osnabrück hatten Betreiber und Gäste eines Campingplatzes großes Glück, dass eine Windhose kanpp an dem Campingplatz vorbeizog. Am Abend wurde es nach einem sonnig-heißen Tag plötzlich äußerst ungemütlich. Dunkle Wolken zogen auf und innerhalb weniger Minuten war das Unwetter da: Der Sturm riss mehrere Bäume am Rande des Platzes um, so dass die Zufahrt versperrt wurde; die Zelte und Wohnwagen blieben aber unversehrt. Nach kurzer Zeit war der Spuk vorbei und die alarmierte Feuerwehr rückte für Säge- und Aufräumarbeiten an. [...]" - Bei einer Untersuchung vor Ort konnten keine Sturmschäden aufgefunden werden.

Tornado(verdacht) in Bad Rothenfelde im Landkreis Osnabrück (WZ-Forum)
Angebliche Windhose in Bad Rothenfelde (WZ-Forum)
Windhose zieht nur knapp an Campingplatz vorbei (NonstopNews, 10.07.14)
Galerie: Windhose zieht nur knapp an Campingplatz vorbei (NonstopNews, 10.07.14)
Unwetter wütet durch das Osnabrücker Land (Neue OZ, 10.07.14)

Rethem (Aller) (NI)

 09.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des NDR vom 09.07.2014: "Windhose entwurzelt Bäume im Heidekreis - Am Mittwoch haben Unwetter an vielen Orten in Niedersachsen zu Schäden geführt. In Rethem (Aller) entwurzelte eine Windhose reihenweise Bäume und deckte Dächer ab."

Windhose entwurzelt Bäume im Heidekreis (NDR, 09.07.14)

Krusendorf (NI)

 09.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:41 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Schweriner Volkszeitung vom 10.07.2014: "Windhose tobte durch Krusendorf - ?Nun müssen wir uns einen anderen Platz suchen, hier am Haus gibt es keinen Schatten mehr.? Christian Steinitz hat seinen Humor schon wieder gefunden. Er ist dabei, Äste und Blätter von der Hofstelle zu fegen. Am Mittwochabend gegen 18 Uhr aber sah es bei ihm ganz anders aus. Es stürmte und regnete und irgendwann gab es einen Riesenkrach: die große, alte Kastanie auf seinem Hof war auf das Hausdach gestürzt. ?Meine Frau hat am Fenster gestanden und gesehen, dass der Sturm sich so in Wirbeln drehte. Die Kastanie ist auch regelrecht verdreht worden, denn die Äste, die sonst vom Haus weg zeigten, lagen dann auf dem Dach. Es regnete in Strömen durch die beschädigte Stelle, das Zimmer darunter ist hin.? Steinitz ist aber dankbar und voll des Lobes für die schnelle Hilfe, die sofort anlief. Die beiden Feuerwehren aus Sumte und Neu Garge kamen zum Aufräumen. Umgeknickte Bäume wurden zersägt und beiseite geräumt. Aus Tripkau kam Günther Elbing mit seinem Kran und hob die Kastanienäste vom Dach, Peter Arndt verschloss die Lücke im Dach provisorisch. Christine Hennings ist noch ganz aufgelöst. ?Meine Großeltern sind beide über 70 Jahre alt. Auch die haben gesagt, so etwas hätten sie noch nicht erlebt. Bei uns ist das Dach vom Carport kaputt. Und bei Nachbarn ist das Auto beschädigt.? Der Sturm hat eine Schneise der Verwüstung durch Krusendorf geschlagen. Auf einer Wiese wurde eine große Eiche entwurzelt, überall liegen Äste und Blätter herum. An einem Waldrand sind die Pappeln alle umgeworfen. Gestern waren Mitarbeiter der WEMAG dabei, die Stomversorgung wieder herzustellen, denn Bäume waren auch auf die Stromleitung gefallen. Von der Pressestelle der WEMAG war zu erfahren, dass der Strom um 17.41 Uhr ausgefallen ist und kurzfristig insgesamt 22 Trafostationen betroffen waren (damit der Fehler eingegrenzt werden konnte). In 680 Haushalten blieb es daher dunkel. Um 19.30 Uhr waren bis auf zwei alle Trafostationen wieder alle versorgt. In Krusendorf selbst stellte die WEMAG ein Notstromaggregat auf, so dass alle gegen 21 Uhr wieder das Licht anmachen konnten. "

Windhose tobte durch Krusendorf (Schweriner Volkszeitung, 10.07.14)

Hollenbeck (NI),
Harsefeld (NI)

 09.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Kreiszeitung Wochenblatts vom 09.07.2014: "Besonders heftig wütete der Sturm rund um Hollenbeck. Eine Windhose fegte über die Gegend hinweg. Etliche Bäume knickten um wie Streichhölzer. Zwei besonders großen Exemplare krachten gegen 17.30 Uhr auf die Landesstraße 124 zwischen Harsefeld und Hollenbeck. Von einem der beiden Bäume wurde der am Straßenrand abgestellte Abschleppwagen eines Autohauses völlig demoliert. Die Feuerwehrleute benötigten zwei Stunden, um die stattlichen Stämme zu Kleinholz zu verarbeiten. In dieser Zeit war die L124 komplett gesperrt. Hinter Harsefeld staute sich dadurch der Feierabendverkehr. [...] Die heftigsten Schäden waren auf dem Wirtschaftsweg zwischen der Harsefelder Jahnstraße und dem Hollenbecker Stahmannskamp zu verzeichnen. Rund 20 von den Windböen gefällte Bäume lagen auf dem Weg. Dadurch war die Zufahrt zu den Erdgas-Speichern von Storengy blockiert. Um den Weg wieder frei zu bekommen, waren die Helfer pausenlos mit Kettensägen im Einsatz. Nach Auskunft der Feuerwehr bietet auch der angrenzende Wald ein Bild der Verwüstung, ebenso wie das Zeltgelände der Harsefelder Pfadfinder. Das bleibt wegen der umsturzgefährdeten und bereits umgestürzten Bäume vorerst gesperrt. "Da muss eine Windhose voll durchgeballert sein", meinte vor Ort ein Feuerwehrmann." - Eine Vor-Ort-Untersuchung lässt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf normale Gewitterböen ("Downburst") schließen.

Windhose zwischen Harsefeld und Hollenbeck nietete Bäume um (Kreiszeitung Wochenblatt, 09.07.14)
Starke Regenschauer und Windhose (Tageblatt, 09.07.14)
Windhose wütet auf Zeltgelände der Harsefelder Pfadfinder (Kreiszeitung Wochenblatt, 15.07.14)

Gusborn (NI),
Quickborn (NI)

 09.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Elbe Jeetzel Zeitung vom 11.07.2014: "Baum durchbohrt Zimmerdecke - Unwetter über Lüchow-Dannenberg richten erhebliche Schäden an - Windhosen-Verdacht in Quickborn. In der Badezimmerdecke von Ulrike und Henning Schönemann aus Quickborn klafft ein großes Loch. Die Tapete hängt triefend herunter, die Lampe ist aus der Verankerung gerissen, ein Holzbrett zerschlagen. Das Unwetter vom Mittwoch hat deutliche Spuren hinterlassen. "Wir waren im Wohnzimmer, dann ging alles ganz schnell, im Bruchteil von einer Sekunde", erzählt Henning Schönemann. Er und seine Frau hätten zur anderen Straßenseite aus dem Fenster geschaut. "Es hat gegossen, das kann man sich gar nicht vorstellen. Wir haben nur noch gesehen, wie alles in die Luft wirbelte", erinnert sich das Ehepaar. Währenddessen kracht auf dem Hinterhof eine riesige Weide um, hält den heftigen Sturmböen nicht mehr stand, und trifft das Dach des Hauses. Ein mächtiger Ast hat sich durch das Dach und die Decke bis ins Badezimmer gebohrt. Nun ist das Zimmer mit Trümmern übersät, Dachziegel liegen auf dem Fliesenboden, "ich habe nicht mal mehr meine Zahnbürste in dem Chaos gefunden", sagt Ulrike Schönemann. Sie und mehrere Augenzeugen aus dem Dorf haben den Verdacht, dass es eine Windhose gewesen sein könnte, die am Mittwoch gegen 15 Uhr das Dorf heimgesucht hat. Das Schadensbild im und rund um das Dorf könnte womöglich dazu passen: Bäume liegen hintereinander am Boden, Strohrundballenhaufen sind in sich zusammengesackt, Felder platt geweht. [...]" - Aus einem Bericht des Kreisfeuerwehrverbandes Lüchow-Dannenberg e.V. vom 11.07.2014: "Gusborn/Quickborn. Während des Gewitters am vergangenen Mittwoch (09.07.2014) kam es in der Gemeinde Gusborn zu Schäden durch umgestürzte Bäume. Augenzeugen berichteten, dass eine Windhose Ursache hierfür gewesen sei. Zwischen Klein Gusborn und Quickborn musste die Straße durch die freiwillige Feuerwehr von mehreren Bäumen befreit werden. In Quickborn war eine mehr als 30 Jahre alte Weide auf ein Wohnhaus gestürzt. Auch hier musste die Feuerwehr tätig werden. Mit Motorsägen wurde der Baum in mehrere Teile geschnitten. Anschließend konnte dieser mit Hilfe eines herbeigerufenen Autokrans über das Wohngebäude hinweg auf eine angrenzende Wiese bewegt werden. [...]"

Baum durchbohrt Zimmerdecke (Elbe Jeetzel Zeitung, 11.07.14)
Einsatz: Baum auf Wohnhaus (Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg e.V., 11.07.14)

Osterholz bei Syke (NI)

 09.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 09.07.2014: "In Bremen-Osterholz etwa stürzte ein massiver Baum auf das Dach eines Mehrfamilienhauses. Die Feuerwehr musste einen Kran einsetzen, um den Baum zu entfernen. Nur wenige Straßen weiter riss eine Windhose ein Loch das Dach einer Schule; auf dem angrenzenden Sportplatz wurden unzählige Bäume umgerissen und in der nächsten Querstraße verwüstete die Windhose auf über 300 Metern gleich einen ganzen Straßenzug. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz."

Windhose verwüstet in Bremen auf über 300 Metern ganzen Straßenzug (NonstopNews, 09.07.14)
Galerie: Windhose verwüstet in Bremen auf über 300 Metern ganzen Straßenzug (NonstopNews, 09.07.14)

Auen (NI)

 07.07.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Nacht zum 07. Juli. Aus einer Meldung der Neuen OZ vom 07.07.2014: "Windhose wütet in Lindern-Auen - Lindern. Eine Schneise der Verwüstung hat eine Windhose in Lindern hinterlassen. Wie die Nachrichtenagentur Nord-West-Media TV berichtete, ist in der Nacht zum Montag im Ortsteil Auen erheblicher Sachschaden entstanden. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und eine Eiche fiel auf eine Garage. Zudem knickte der heftige Wind viele Baumkronen ab. Auch ein Getreidefeld walzte der Wind nieder. Linderns Gemeindebrandmeister Heinrich Wübben sagte gegenüber Nord-West-Media: ?Der Minitornado hat auf 500 Meter diverse Grundstücke geschädigt.? Auch Häuser seien beschädigt worden. Die Feuerwehr sei mehrere Stunden im Einsatz gewesen, um mit Kettensägen Bäume zu zerteilen. Dies, um Straßen und Wege wieder passierbar zu machen oder um Bäume in gefährlicher Schräglage zu sichern. Laut Wübben ist Auen bekannt dafür, dass sich hier Windhosen bilden können. Im Jahr 1927 sei der Ort schon mal von einem Sturm schwer getroffen worden. Anwohner Bernd Schute war laut Nord-West-Media gerade am Fernsehen, als es plötzlich dunkel geworden sei. ?Dann wurde es stürmisch und das Haus wackelte.? Überall seien Bäume umgefallen. ?Wir haben unwahrscheinliches Glück gehabt?, ist Schute froh, dass Menschen nicht zu Schaden gekommen sind. Aber: Um sein Haus herum sei ?alles kurz und klein? gewesen."

Windhose wütet in Lindern-Auen (Neue OZ, 07.07.14)
Windhose zieht durch ein Wohngebiet (Nord-West-Media TV, 07.07.14)
Juni

Leeseringen (NI)

bild
 29.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:46 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von der Landstraße zwischen Nienburg und Landesbergen in Richtung Landesbergen, also in Richtung Südwesten.

Funnelcloud bei Leeseringen

Norderney (NI)

 26.06.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 08:45 bis 08:49 und 09:00 bis 09:02 Uhr MESZ. Beobachtung von mindestens zwei Tornados und zwei weiteren Funnelclouds von der Insel aus in Richtung Nordosten auf der Nordsee, geschätzte Entfernung: ca. 12-16 Kilometer. (Quelle: Wetterwarte Norderney) - Aus einer Meldung von Nomo Online vom 26.06.2014: "Gegen 8.20 Uhr zog nördlich vor Norderney eine große Gewitterzelle. ?Sie kam fast aus dem Nichts?, wunderte sich Frank Kahl von der Wetterwarte Norderney des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Wolken über dem Meer marschierten fast dunkelblau-schwarz auf. Rund um die Insel zog es sich bedrohlich zu. Mehrere Wasserhosen (Großtromben) bildeten sich dann gegen 8.30 Uhr nördlich vor Norderney. ?Wir hatten vorhin gleich vier Rüssel dort hinten am Horizont und einen großen direkt vor uns?, erklärte Kahl um 8.50 Uhr und zeigte in nordöstliche und nördliche Richtung. ?Sie war aber ganz weit weg, am Horizont? beruhigte er und meinte damit die Großtrombe über dem Meer direkt in Höhe der Wetterwarte. Immer wieder bildeten sich bis 9.30 Uhr Tromben aus den Wolken. Mehrere von ihnen hatten Kontakt mit dem Wasser. Der Wirbel erstreckt dann sich durchgehend vom Boden beziehungsweise Wasser bis zur Wolkenuntergrenze. Nach Alfred Wegener wird die Wettererscheinung erst dann Großtrombe genannt. Vor dieser spektakulären Kulisse schleppte das Tochterboot ?Johann Fidi? des Norderneyer Seenotrettungskreuzers ?Bernhard Gruben? eine Segeljacht in den Hafen. Eine außergewöhnlich gute Fernsicht erlaubte einen Blick von der Kaiserwiese aus auf den rund 40 Kilometer entfernten Windpark Borkum Riffgat."

Mehrere Wasserhosen vor Norderney (Nomo Online, 26.06.14)
Tornados ziehen an Norderney vorbei (Nordwest Zeitung, 27.06.14)

Norderney (NI)

 26.06.2014 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: 08:45 bis 08:49 und 09:00 bis 09:02 Uhr MESZ. Beobachtung von mindestens zwei Tornados und zwei weiteren Funnelclouds von der Insel aus in Richtung Nordosten auf der Nordsee, geschätzte Entfernung: ca. 12-16 Kilometer. (Quelle: Wetterwarte Norderney) - Aus einer Meldung von Nomo Online vom 26.06.2014: "Gegen 8.20 Uhr zog nördlich vor Norderney eine große Gewitterzelle. ?Sie kam fast aus dem Nichts?, wunderte sich Frank Kahl von der Wetterwarte Norderney des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Wolken über dem Meer marschierten fast dunkelblau-schwarz auf. Rund um die Insel zog es sich bedrohlich zu. Mehrere Wasserhosen (Großtromben) bildeten sich dann gegen 8.30 Uhr nördlich vor Norderney. ?Wir hatten vorhin gleich vier Rüssel dort hinten am Horizont und einen großen direkt vor uns?, erklärte Kahl um 8.50 Uhr und zeigte in nordöstliche und nördliche Richtung. ?Sie war aber ganz weit weg, am Horizont? beruhigte er und meinte damit die Großtrombe über dem Meer direkt in Höhe der Wetterwarte. Immer wieder bildeten sich bis 9.30 Uhr Tromben aus den Wolken. Mehrere von ihnen hatten Kontakt mit dem Wasser. Der Wirbel erstreckt dann sich durchgehend vom Boden beziehungsweise Wasser bis zur Wolkenuntergrenze. Nach Alfred Wegener wird die Wettererscheinung erst dann Großtrombe genannt. Vor dieser spektakulären Kulisse schleppte das Tochterboot ?Johann Fidi? des Norderneyer Seenotrettungskreuzers ?Bernhard Gruben? eine Segeljacht in den Hafen. Eine außergewöhnlich gute Fernsicht erlaubte einen Blick von der Kaiserwiese aus auf den rund 40 Kilometer entfernten Windpark Borkum Riffgat."

Mehrere Wasserhosen vor Norderney (Nomo Online, 26.06.14)
Tornados ziehen an Norderney vorbei (Nordwest Zeitung, 27.06.14)

Norderney (NI)

bild
 26.06.2014 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 07:51 Uhr, 07:56 bis 08:04 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud und eines Tornados von der Insel aus in Richtung Norden auf der Nordsee, geschätzte Entfernung: ca. 12 Kilometer. (Quelle: u.a. Wetterwarte Norderney)

Tornado und Funnelcloud vor Norderney

Norderney (NI)

bild
 26.06.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 07:51 Uhr, 07:56 bis 08:04 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud und eines Tornados von der Insel aus in Richtung Norden auf der Nordsee, geschätzte Entfernung: ca. 12 Kilometer. (Quelle: u.a. Wetterwarte Norderney)

Tornado und Funnelcloud vor Norderney
Mai

Deensen (NI)

bild
 26.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:49 Uhr MESZ, Dauer: mehrere Minuten. Beobachtung einer Funnelcloud von Deensen aus in Richtung Südwesten, Zugrichtung West-Nordwest.

Funnelcloud bei Deensen

Bruchhagen (NI)

bild
 24.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud, bei aufkommenden Gewitter aus Richtung West kommend, bereits in der Auflösung, aber doch noch deutlich zu erkennen. "Ich konnte die Funnelcloud leider erst relativ spät sehen, da sie vorher von einem Haus verdeckt war. Selber konnte ich sie so leider inkl. Fotos nur ca. 2 Minuten beobachten. Vor den Fotos war sie geschätzt noch ca. 1/3 länger und sehr scharfkantig. Rotation war zu erkennen."

Funnelcloud bei Bruchhagen
Verdachtsfall Bruchhagen (Skywarn)

Lindhorst bei Stadthagen (NI)

bild
 24.05.2014 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 11:58 und ca. 12:10 Uhr MESZ. Beobachtung eines ausgeprägten Tornados mit einer eindrucksvollen Funnelcloud im Bereich etwa südlich von Lindhorst und damit zwischen Stadthagen und Bad Nenndorf. Der sichtbare Teil des Wirbels reichte praktisch bis zum Boden, mehrere Augenzeugen beschreiben den Bodenkontakt des Wirbels. Ob Spuren in einem Getreidefeld zwischen Lindhorst und Kobbensen zum Fall gehören, ist noch nicht sicher. Gebäude waren von dem Tornado nicht betroffen.

Bedekaspel (NI)

 20.05.2014 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: gegen 21:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Ostfriesischen Nachrichten vom 21.05.2014: "Tornado verwüstet Garten in Bedekaspel - Ein Tornado hat am Dienstagabend in Bedekaspel gewütet. Sechs massive Bäume wurden samt Wurzelwerk aus dem Boden gerissen und wie Streichhölzer umgeknickt. Bedekaspel. Eine Windhose hat am Dienstagabend in einem Garten eines Wohnhauses in Bedekaspel eine Schneise der Zerstörung hinterlassen. Sechs massive Bäume wurden samt Wurzelwerk aus dem Boden gerissen und wie Streichhölzer umgeknickt. Außerdem machte sich ein Trampolin selbstständig und beschädigte das Gewächshaus der Familie Ubben. Ute Ubben war der Schreck auch noch am Tag danach anzusehen. ?So etwas habe ich noch nie erlebt. Ich habe gegen 21.15 Uhr aus dem Fenster geschaut. Da sah ich, wie das Trampolin einfach vorbeigeflogen ist?, berichtete Ute Ubben. Allem Anschein nach wurde nur der Garten der Familie Ubben in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachbargrundstücke wurden von dem Wetterphänomen verschont." Tatsächlich ist eine ausgeprägte und mit starken Turbulenzen verbundene Böenfront über die Region hinweggezogen. Das vorliegende Bildmaterial und Augenzeugenbeschreibungen sprechen deutlich gegen einen Tornado.

Tornado verwüstet Garten in Bedekaspel (Ostfriesische Nachrichten, 21.05.14)
Foto der Böenfront über dem benachbarten Wiegboldsbur (Ostfriesische Nachrichten)

Wangerooge (NI)

 11.05.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16 und 16:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Jeverschen Wochenblatts vom 12.05.2014: "Windhose zog über den Wangerooger Platz hinweg. [...] TuS Wangerooge - ESV Wilhelmshaven 2:5 (1:1): Von einem ?ziemlich verrückten Spiel? berichtete der Wangerooger Kapitän Philipp Grunemann. Nachdem die Gastgeber bei heftigem Wind und Regen das 1:1 zur Pause gut gehalten hatten, brach ihnen eine Spielunterbrechung im zweiten Durchgang das Genick. Eine Windhose über dem Platz musste abgewartet werden, anschließend fanden die Insulaner nicht mehr in die Partie und mussten den ESV Wilhelmshaven davonziehen lassen. Für die Wangerooger wird das Thema Abstieg nun immer dringlicher, allerdings wäre der Gang in die 2. Kreisklasse kein Weltuntergang für den TuS. Torfolge0:1 Seddig (15.); 1:1 Behrens (41./Eigentor); 1:2 Bänisch (73.); 1:3 Seddig (82.); 1:4 Behrens (86.); 2:4 van Koten (87.); 2:5 Behrens (88.)."

Wangerooger Spiel unterbrochen (Jeversches Wochenblatt, 12.05.14)
Spielbericht (Ergebnisdienst Fußball)
März
Januar

Leeste (NI)

 03.01.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung der Kreiszeitung vom 04.01.2014: "Windhose fegt durch Leeste - Ein schweres Gewitter mit Sturmböen hat am Freitagabend zahlreiche Schäden verursacht. Durch Leeste fegte gar eine Windhose und knickte mehrere Bäume um. Menschen wurden nicht verletzt." - Aus einer Meldung des Weser-Kuriers vom 06.01.2014: "Windhose lässt Bäume brechen - Das starke Gewitter mit Sturmböen in der Nacht von Freitag auf Sonnabend hat vor allem in Leeste zahlreiche Schäden hinterlassen. Es soll auch eine Windhose durch den Ort gezogen sein. Besonders schwer getroffen wurde davon der Bereich Bamberger Straße. Dort waren gleich mehrere, zum Teil auch sehr alte Bäume umgestürzt, wie Michael Buch, Sprecher der gegen 20.37 Uhr alarmierten Feuerwehr Leeste, mitteilte. Zudem waren Dachpfannen von Häusern geweht worden, allgemein wurden einige Gebäude und Autos bei dem Sturm in Mitleidenschaft gezogen. Die auf der Fahrbahn liegenden Bäume wurden mit Motorsägen zerkleinert und die Straße so wieder passierbar gemacht. Das war noch nicht ganz abgeschlossen, als die insgesamt 28 beteiligten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in die Nachbarschaft gerufen wurden. An der Kirchstraße etwa drohten mehrere Bäume auf ein Wohnhaus zu stürzen. Auch an der Leester Straße und Beim Rumpsmoore gab es laut Michael Buch sturmbedingt einiges zu tun. Sechs Einsätze waren in dieser Nacht zu verzeichnen, wieder abrücken konnten die Einsatzkräfte erst gegen 1.15 Uhr."

Tornadoverdacht in Leeste (Stormchasing Harz-Heide)
Windhose fegt durch Leeste (Kreiszeitung, 04.01.14)
Windhose lässt Bäume brechen (Weser-Kurier, 06.01.14)

Littel (NI),
Wardenburg (NI),
Sandkrug I (NI)

 03.01.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:15 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 04.01.2014: "Datum: Freitag, 3. Januar 2014, 20:00 Uhr. Ort: Wardenburg, LK Oldenburg / Lastrup, LK Cloppenburg, Niedersachsen - (gs) "Es war nur ganz kurz, der Sturm ist hier durchgesaust, das dauerte nur eine Minute, dann fiel alles zusammen", so erinnert sich Anwohner Werner Brandes an das überraschend heftige Gewitter, dass am Freitagabend über den Nordwesten zog. Werner Brandes wollte noch ein Fenster schließen, doch der Wind drückte derart heftig dagegen, dass er nicht dagegen ankam. Wenige Augenblicke später war der Spuk aber schon wieder vorbei - doch die Folgen waren heftig. Im Garten von Werner Brandes stürzten mehrere Bäume um, wurden abgeknickt oder sogar entwurzelt. "Das war ein Windhose, die hier durchgezogen ist", da ist sich Werner Brandes sicher. Und tatsächlich sieht es danach aus, denn die aufgetretenen Schäden sind örtlich aufgetreten. Auch Nachbar Jürgen Mewis ist betroffen: "Wir waren gar nicht da, kommen nach Hause, da lag hier alles", erzählt der Rentner, "wir hatten aber noch Glück, dass der Baum nicht direkt aufs Haus gefallen ist". Fast 25 Jahre hatte die Tanne - ein Geschenk der Nachbar zu Silberhochzeit - vor dem Haus gestanden, doch dieser unangekündigten Naturgewalt hielt sie nicht stand - kurz vor der Golden Hochzeit. Die Feuerwehr war bis in die Nacht vor Ort mit Kettensägen im Einsatz, um die Bäume zu zersägen, andere drohten weiter zu kippen und mussten gefällt werden. "Es gab wohl eine kleine Unwetterwarnung, aber das hier ist örtlich begrenzt," erklärt Klaus Schaffstätter von der Feuerwehr Wardenburg, "da konnte man sich nicht drauf vorbereiten". Weitere Kameraden waren zu dieser Zeit noch im Einsatz, um im Ort andere Bäume zu sichern, die über Straßen gestürzt waren. Am Ortsrand fegte die Windhose derart heftig durch einen kleinen Wald, das dutzende Bäume umknickten wie Streichhölzer.[...]" - Aus einer Meldung von Nord-West-Media vom 04.01.2014: "Tornado zieht eine kilometerlange Schneise der Verwüstung - Dachteile fliegen bis zu 400 Meter weit - Bäume versperren Bahngleise" - Aus einer Meldung der Nordwest Zeitung vom 04.01.2014: "Ein schweres Gewitter mit Sturmböen hat am späten Freitagabend im Nordwesten umgeknickte Bäume hinterlassen und die Einsatzkräfte der Feuerwehren beschäftigt. Im Kreis Oldenburg sind durch eine Windhose schwere Schäden entstanden, teilt die Feuerwehr mit. Mehrere umgeknickte Bäume mussten die Einsatzkräfte in Sandkrug und in Littel von den Straßen schaffen. Die Wardenburger Feuerwehr hatte insgesamt sechs Sturmeinsätze abzuarbeiten. Besonders stark betroffen war laut Mitteilung der Feuerwehr der Ort Höven: In der Straße ?Zum Reitplatz? fiel ein großer Baum auf ein Haus, in der Straße ?Zur Schäferei? sollen Dutzende Bäume von über 25 Metern Länge durch die Windhose umgeknickt worden sein. In Wildeshausen fiel ein Baum auf eine Straßenlaterne."

Dutzende abgeknickte Bäume nahe Wardenburg bei OL (WZ-Forum)
Gewitter mit heftigen Böen und einzelnen Windhosen sorgt für erhebliche Schäden im Nordwesten (NonstopNews, 04.01.14)
Galerie: Gewitter mit heftigen Böen und einzelnen Windhosen sorgt für erhebliche Schäden im Nordwesten (NonstopNews, 04.01.14)
Tornado zieht eine kilometerlange Schneise der Verwüstung (Nord-West-Media, 04.01.14)
Windhose knickt Dutzende von Bäumen um (Nordwest Zeitung, 04.01.14)
Windhose beschert den Feuerwehren reichlich Arbeit (Kreiszeitung, 04.01.14)
Windhose deckt Dächer ab (Nordwest Zeitung, 06.01.14)
Sturmschäden: Baum droht auf Haus zu fallen (Feuerwehr Wardenburg)
Sturmschäden: Bäume blockieren Straße (Feuerwehr Wardenburg)

Löningen (NI),
Lodbergen (NI),
Lastrup (NI)

 03.01.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 04.01.2014: "Datum: Freitag, 3. Januar 2014, 20:00 Uhr. Ort: Wardenburg, LK Oldenburg / Lastrup, LK Cloppenburg, Niedersachsen - (gs) [... ]Doch deutlich mehr Schaden richtete das überraschend heftige Unwetter kurz zuvor im Landkreis Cloppenburg an: Im Ort Lastrup fegte eine Windhose über einen großen Bauernhof und sorgte dafür, dass kein Gebäude unbeschädigt blieb. Besonders heftig traf es das neu gebaute Wohnhaus: Dort wurden große Teile des Dachstuhls regelrecht weggerissen und meterweit über das Dach in den Garten geschleudert. "Beim Wohnhaus sind sogar Mauern weggerissen worden, der gesamte Dachstuhl muss neu gesetzt werden", erklärt Walter Schumacher von der örtlichen Feuerwehr, "Das war eine richtig starke Windhose", so Schumacher weiter. Auch andere Gebäude auf dem Hof wurden beschädigt, Baumteile krachten durch Stalldächer, Dachpfannen von Scheunen flogen einfach weg. Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW waren vier Stunden im Einsatz, um eine Notsicherung herzustellen. Auch aus anderen Landkreisen wurden Sturmeinsätze gemeldet: Im Ammerland und im Landkreis Diepholz mussten auch Feuerwehren ausrücken, um Schäden des Gewitters zu beseitigen. Ein genaues Ausmaß der Schäden ist aber noch nicht zu überblicken." - Schäden gab es auch im Osten des Ortes Löningen innerhalb einer nur etwa 100 Meter breiten Schneise. Außerhalb davon wurden praktisch keine Schäden gemeldet.

Verdachtsfall Löningen (Skywarn)
Schadensbilder aus Lodbergen bei Löningen (WZ-Forum)
Löningen: Tornado schlägt Schneise der Verwüstung (NOZ, 04.01.14)
Gewitter mit heftigen Böen und einzelnen Windhosen sorgt für erhebliche Schäden im Nordwesten (NonstopNews, 04.01.14)
Galerie: Gewitter mit heftigen Böen und einzelnen Windhosen sorgt für erhebliche Schäden im Nordwesten (NonstopNews, 04.01.14)

Emlichheim (NI)

 03.01.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MEZ. Aus einer Meldung von rtv drenthe vom 04.01.2014: "SCHOONEBEEK - Inwoners van Schoonebeek zijn vrijdagavond opgeschrikt door een windhoos. Rond half zeven raasde de harde wind door het dorp. Volgens getuigen duurde de windhoos slechts twintig seconden. Van verschillende huizen en schuren waaiden dakpannen af. Daarnaast ontwortelden enkele bomen en is er glasschade. Vandaag slaan veel dorpsbewoners de handen ineen en ruimen gezamenlijk zoveel mogelijk de schade op." - Grobe Übersetzung: "Schoonebeek - Bewohner von Schoonebeek wurden am Freitag durch eine Windhose aufgeschreckt. Um halb acht fegte der starke Wind durch das Dorf. Zeugen zufolge dauerte die Windhose nur 20 Sekunden. Dachziegel wehten von mehreren Häusern und Scheunen. Zusätzlich wurden einige Bäume entwurzelt und es gibt Glasschäden. Heute haben sich viele Dorfbewohner zusammengefunden, um so viele Schäden wie möglich zu beseitigen." - Da Schoonebeek nur etwa einen Kilometer von der deutschen Grenze nahe Emlichheim, westlich von Lingen/Emsland entfernt liegt, besteht der Verdacht, dass der (bestätigte) Tornado auch deutsches Gebiet getroffen hat.

Schade na windhoos in Schoonebeek (rtv drenthe, 04.01.14)

Markhausen (NI)

 03.01.2014 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung der Nordwest Zeitung vom 06.01.2014: "Windhose hinterlässt Spuren - Sechs Bäume stürzten am Sienmoorsdamm in Markhausen um. Ein Gewitter mit Sturmböen ist am Freitagabend über den Nordwesten hinweggezogen. Während im Südkreis zum Teil Dächer abgedeckt wurden, richtete das Unwetter im Nordkreis deutlich weniger Schäden an. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Friesoythe musste auf der B 72 einen abgebrochenen Ast entfernen. In Markhausen rückte die Feuerwehr dreimal aus. Eine Windhose hatte dort ihre Spuren hinterlassen. In allen Fällen seien es umgestürzte Bäume gewesen, die die Einsatzkräfte beseitigten, sagte Markhausens Ortsbrandmeister Hermann Rosenbaum auf Anfrage. Keine Schäden vermeldeten die Feuerwehren aus Barßel und dem Saterland."

Windhose hinterlässt Spuren (Nordwest Zeitung, 06.01.14)
Dezember

Heitbrack (NI)

 05.12.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23 Uhr MEZ. Im Bereich des Orkantiefs "Xaver" wurde dieser Fall gemeldet. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 07.12.2013: "Uelzen/Landkreis. Orkantief "Xaver" hat sich gestern, am zweiten Tag seines Wirbelns über dem Landkreis Uelzen, nicht wirklich beruhigt: Zahlreiche Bäume kippten auf die Straßen und forderten schnelle Reaktion der Einsatzkräfte ? vor allem im Bereich Bad Bevensen und Velgen. Über Heitbrack zog nach Informationen der Bevenser Feuerwehr gar eine Windhose hinweg. [...]"

"Xaver" wütete weiter (Allgemeine Zeitung, 07.12.13)
Oktober

Juist (NI)

 27.10.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:10 und 16:45 Uhr MEZ. Beobachtung einer Funnelcloud nahe der Insel Juist: "[...] habe ich vom Deich (Seeseite) in Westermarsch (Stadt Norden) aus mit Blick Richtung Juist eine Wasserhose beobachtet. Zunächst blieb sie einige Zeit lang konstant ein kleiner Trichter, bevor sie dann mit der Zeit langsam zunehmend länger wurde und die Hälfte der Strecke Wolke-Boden erreicht hatte. So hielt sie sich ca. 10 Minuten, ehe sie sich sehr langsam wieder zurückzog. Einen Bodenwirbel konnte ich nicht sehen, da sie wohl hinter der Insel Juist war. Es war ein insgesamt ruhiges Wetter, hinter der Insel hingen ein paar düstere Wolken mit messerscharfer Unterkante. Weder Schauer noch Gewitter waren vorhanden."

Funnelcloud bei Geldern
September

Norderney (NI)

bild
 19.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen ca. 11:35 Uhr und 11:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud vom Deich in Norddeich aus: "Am 19.09., zwischen ca. 11.35 Uhr und 11.45 Uhr ist mir eine Wolke aufgefallen, die vor Norderney einen Funnel hervorgebracht hat. Dieser hat sich innerhalb von 10 Minuten gebildet, fast aufgelöst und ist dann noch mal ausgeprägter erschienen. Kontakt zur Wasseroberfläche gab es zumindest in den ersten Minuten nicht, danach konnte ich das darunterliegende Wasser nicht mehr sehen, weil erst das "Haus des Gastes", dann der Norddeicher Hafen im Weg waren."

Funnelcloud bei Norderney

Esterwegen (NI)

 06.09.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. In verschiedenen Medien wird über eine Windhose berichtet. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Verdachtsfall Esterwegen (Skywarn)
Unwetter über dem Emsland (Nord-West-Media TV, 06.09.13)
Windhose zieht durch Esterwegen/Emsland - 06.09.2013 (YouTube, 06.09.13)
Der Tag nach der Windhose - Ein Bild der Verwüstung (NonstopNews, 07.09.13)
Galerie: Der Tag nach der Windhose - Ein Bild der Verwüstung (NonstopNews, 07.09.13)
Sturm im Nordwesten: Feuerwehr im Dauereinsatz (Nordwest Zeitung, 07.09.13)
August
Juli

Holdenstedt (NI)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 04:30 Uhr MESZ. Windhose mit Schäden gemeldet: "letzte Nacht gab es bei uns einen Tornado! Selbst große Eichen wurden einfach umgeknickt. Man hat die rotierenden Luftmassen deutlich gesehen. Unser Haus wurde dabei am Dach beschädigt und unser Auto unter einem Baum begraben. Es ist heute Vormittag die reinste Verwüstung." und "In der letzten Nacht wurde der Landkreis Uelzen erneut heftig von Gewittern getroffen. Gegen 04:30 Uhr kam es dabei besonders in den Bereichen Uelzen-Holdenstedt zu verbreiteten Sturmschäden. Besonders oft wurden ganze Bäume einfach weggerissen. Zu dem haben mehrere Bewohner von einer rotierenden Luftmasse gesprochen. Das Schadensbild würde dazu auf jeden Fall passen." (Quelle jeweils: WZ-Forum)

Tornadomeldungen aus UWZ: Hambühren, Uelzen-Holdenstedt und Holdenstedt (WZ-Forum)
Tornadoverdachtsfall im Landkreis Uelzen (WZ-Forum)

Hambühren (NI)

 28.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 03:30 Uhr MESZ. Windhose mit Schäden gemeldet: "In der Gemeinde Hambühren kam es gegen 3.30 Uhr offensichtlich zu einem Windhosendurchgang. Schäden entstanden durch umgestürzte Bäume in den Bereichen Allerhop, Rixförde, Hambühren 2 und Hambühren 1. Die Schneise zog sich grobe Richtung Boye." (Quelle: WZ-Forum)

Verdachtsfall Hambühren (Skywarn)
Tornadomeldungen aus UWZ: Hambühren, Uelzen-Holdenstedt und Holdenstedt (WZ-Forum)

Lehrte (NI)

 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung einer Funnelcloud: "Wir waren gerade mit unseren Kindern unterwegs in Lehrte-Hunten bei Lidl. Die komische "Wolke", wie ich zuerst dachte, ist mir schon vorher aufgefallen, bevor alles anfing. Erst nur einige große Tropfen und plötzlich schepperte es. Ein Hagelkorn so gross wie ein Golfball schepperte neben uns auf den Boden. Wir hatten nur einen Baum neben uns, also schnell untergestellt und meine Handtasche auf den Kopf meines Sohnes. Und dann sahen wir ihn....groß und bedrohlich, ein grosser schwarzer rotierender Trichter, er war sehr schnell und dann ging auch schon der Starkregen los mit noch größeren Hagelkörnern. Wir hatten noch nie so eine Angst. Viele Dachschäden im großen kreis und umliegenden Ddörfern und Städten durch den Hagel und den starken Wind. Wo der Trichter schätzungsweise war, kann ich nicht genau sagen, aber er war da, was drei Augenpaare zu der Zeit bestätigen können."

Cloppenburg (NI)

 27.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung von Radio Bremen vom 28.07.2013: "Bei Cloppenburg zog eine Windhose an der Stadt vorbei. Mehrere Bäume wurden entwurzelt. Verletzte gab es aber nicht."

Verdachtsfall bei Cloppenburg (Skywarn)
Tornadowarnung für Landkreise Cloppenburg und Vechta ! (WZ-Forum)
27.07.2013 | MDR Info meldet Tornado Cloppenburg (WZ-Forum)
Unwetter über Nordwestniedersachsen - Windhose entwurzelt Bäume (Kreiszeitung, 27.07.13)
IC fast vier Stunden stecken geblieben (Radio Bremen, 28.07.13)
Unwetter: Bäume entwurzelt (Nordwest Zeitung, 28.07.13)
Juni

Westermarsch I (NI)

 23.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud: "Heute (23.06.2013) zog um 17:25 ein kleines Gewitter über den Landkreis Norden. Es gab über Westermarsch dann eine Funnelcloud, die sich ca 5 Minuten lang hielt. Aber ich konnte leider kein Bild mehr machen, weil sie zu schnell vom Starkregen umhüllt wurde."

Burlage (NI)

 20.06.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des General-Anzeigers vom 21.06.2013: "Windhose fegt Scheune auf die Straße - Ein Unwetter zog am Donnerstag über Ostfriesland und das nördliche Emsland. In Burlage war es besonders heftig. Verletzt wurde aber niemand. Rhauderfehn - Gestern Nachmittag hat eine Windhose eine Spur der Verwüstung im Oberledingerland hinterlassen. In Burlage wurde eine komplette Scheune auf die L 30 geweht, zudem stürzten drei Eichen um. Personen wurden nicht verletzt. Das Unwetter zog vom Emsland in Richtung Norden über Ostfriesland hinweg. Vielerorts waren Feuerwehren im Einsatz ? so auch am Hoher Weg in Rhaude und am Neuen Weg in Rhaudermoor sowie zwischen Amdorf und Backe moor. Dort waren Bäume und Leitungsmasten auf die Straßen gestürzt. Sie mussten zersägt und beseitigt werden." - Die Verfachtrungen sind ein Indiz für einen möglichen Tornado. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Abgesehen von den Verfrachtungen gibt es kein deutliches Tornadoindiz.

Windhose fegt Scheune auf die Straße (Westfälische Nachrichten, 21.06.13)

Reddingen (NI)

 19.06.2013 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 23 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehr Wietzendorf vom 20.06.2013: "Auf Grund einer Windhose kam es im Gemeindegebiet Wietzendorf zu erheblichen Sturmschäden. Am heftigsten wurde die Ortschaft Reddingen mit den dazugehörigen Kreisstrassen betroffen. Auf den Höfen der Ortschaft wurden Jahrhunderte alte Eichenbestände vernichtet. Auf einem Hof kam es zu kompletten Zerstörung von zwei Gebäuden. Die Kreisstrassen wurden komplett versperrt so dass eine Vollsperrung unumgänglich war, da die Räumung in der Nacht unmöglich war." - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall u.a. wegen des konvergenten Fallmusters der Bäume als bestätigten Tornado zu führen.

Unwetter im Heidekreis (Feuerwehr Wietzendorf, 20.06.13)
Mai

Glinstedt (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:45 Uhr MESZ, Dauer: ca. 10 Minuten. Beobachtung einer ausgeprägten, schlauchförmigen und weit hinab reichenden Funnelcloud von Gnarrenburg aus. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt. Gleichzeitig fiel in Gnarrenburg starker Regen.

Funnelcloud bei Glinstedt

Barkendamm (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 21:00 und 21:15 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen Funnelcloud von der Autobahn A28 bei Delmenhorst in Richtung Südösten auf Höhe der Abfahrt Delmenhorst-Adelheide. Der Schlauch reichte nach dem Foto noch etwas mehr hinab, 10 Minuten später löste sich die Funnelcloud wieder auf. Über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Delmenhorst

Waddewarden (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:48 Uhr MESZ. Beobachtung einer schlauchförmigen und weit hinab reichenden Funnelcloud im Bereich westlich von Hooksiel. Beobachtungsort: westlich von Sengwarden (nördlich von Wilhelmshaven) auf der Straße L807 in Blickrichtung Nordwest. Weitere Meldungen liegen vor und Augenzeugen konnten den Schlauch bis zum Boden hinab beobachten. Über Schäden in dem offenen Gelände ist nichts bekannt.

Tornado bei Waddewarden
Tornado/Funnel Sichtung im Landkreis Friesland (WZ-Forum)

Cuxhaven (NI)

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 29.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: mindestens 14:05 bis 14:09 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Cuxhaven aus auf der Elbe, nordöstlich von Cuxhaven.

Funnelcloud bei Cuxhaven

Apelnstedt (NI)

 28.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer ausgeprägten Funnelcloud: "Breiter Rüssel, ging bis ca. 50 Meter über den Boden. An der sichtbaren unteren Öffnung haben die Wolkenfetzen sehr schnell rotiert. Dauer war ca. zwei Minuten, danach war der Rüssel wieder weg. Begleitet wurde die sehr dunkle Wolke von einem extrem starken Regenschauer mit einen extrem kurzen Übergang von trocken zu Starkregen." Die Funnelcloud zog südlich bis östlich von Apelnstedt in Richtung Nordosten.

Schwicheldt (NI)

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 15.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud von Vöhrum bei Peine aus in Richtung Südwesten: "Gestern gegen 18:00 Uhr überquerte eine starke Gewitterzelle das Peiner Land. Gegen 18:30 Uhr beobachtete ich mehrere rotierende Wolkenformationen und schließlich eine stark rotierende Funnelcloud, die sich schnell nach unten schraubte. Die Trichterwolke löste sich jedoch nach 5 Minuten wieder auf. Gegen 18:45 Uhr begann ein starker Hagelschauer mit Hagelkörnern bis zu einer Größe von Kastanien. Der Schauer ging bis etwa 19:00 Uhr. Danach war es zeitweise still, danach hagelte es wieder ein wenig."

Funnelcloud bei Schwicheldt

Lebenstedt (NI)

 15.05.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 18:00 und 18:05 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Salzgitter-Lebenstedt aus in kurzer Entfernung in Richtung Westen.
September

Löningen (NI)

 24.09.2012 / Stärke (F2) Plausibel
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung von Nord-West-Media TV vom 24.09.2012: "Windhose (Tornado) hinterlässt 100 Meter breite Schneise der Verwüstung bei Löningen - uralte Eichen umgeknickt, Felder plattgelegt - Tornado bei Damme richtet große Schäden an - Dach von Scheune abgedeckt." Ein direkter Zusammenhang zum Tornado bei Damme ist unwahrscheinlich.

Verdachtsfall Löningen (Skywarn)
Windhose (Tornado) hinterlässt 100 Meter breite Schneise der Verwüstung (Nord-West-Media TV, 24.09.12)
Umgestürzte Bäume und Dächer in der Luft (Radio Bremen, 25.09.12)
Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt (Neue Osnabrücker Zeitung, 25.09.12)
Tornado Verdacht in Löningen (BremenReporter bei YouTube)

Hönisch (NI)

 24.09.2012 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 24.09.2012: "Der Sturm war so heftig, dass die Helfer der Feuerwehr den Einsatzort zunächst gar nicht erreichten. Mühsam mussten sie sich am Montagabend den Weg zu einem Gutshof in Hönisch-Hutbergen freischneiden, weil Baum- und Trümmerteile die Zufahrt zu ihrem Einsatzort am Weserdeich blockierten. Nur kurze Zeit zuvor hatte dort ein Sturm gewütet, der die Anwohner in Angst und Schrecken versetzte. Nachdem tornadoartige Wetterphänomene bereits in Cloppenburg und Vechta die Feuerwehren in Atem hielten, zog das heftige Unwetter am Abend über den Großraum Verden. Anwohner Manfed Blume gegenüber NonstopNews: ?Plötzlich zogen ganz schwarze Wolken auf, dann gab es einen Trichter vor dem Haus und es hat nur noch überall gekracht. Bäume wurden weggerissen und aufs Haus geschleudert?. Es müsse sich um einen Tornado oder einen sogenannten Downburst, also eine schwere Fallböe, gehandelt haben, sagte Michael Klöpper, Pressesprecher der Feuerwehr Verden. Auch am Nachbarhaus hinterließ der mutmaßliche Tornado schwere Schäden, beschädigte das Dach und Fenster. Christian Walther, Bewohner des Guthauses, hatte dort gesessen und gearbeitet. Dann habe es draußen so heftig geknallt, dass er sich im Inneren seines Hauses versteckt habe, um sich in Sicherheit zu bringen. Das gesamte Ausmaß der Unwetterschäden war am Montagabend noch nicht absehbar."

Verdachtsfall Hönisch-Hutbergen (Skywarn)
Heftige Sturmböen sorgen für Schäden (Feuerwehr Verden, 24.09.12)
Sturm fegt über Gutshof am Weserdeich (NonstopNews, 24.09.12)
Bildergalerie: Sturm fegt über Gutshof am Weserdeich (NonstopNews, 24.09.12)
Umgestürzte Bäume und Dächer in der Luft (Radio Bremen, 25.09.12)
Tornado oder Downburst? Sturmschaden in Hutbergen (BremenReporter bei YouTube)

Marienhagen bei Alfeld (NI)

 11.09.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Schäden an einer Landstraße: Auf der Strecke von Lübbrechtsen nach Marienhagen (K 429, Lübbrechtser Straße) wurden nahe Marienhagen in einem etwa 400 Meter langen Bereich innerhalb von wenigen Minuten ca. 18 Bäume beschädigt oder zerstört. Anwohner in Marienhagen sprechen von einem Tornado, konkrete Hinweise darauf gibt es derzeit aber nicht.

Verdachtsfall Marienhagen (Skywarn)
Windhose in Marienhagen am Dienstag, den 11.09.2012 (Alfeld-Forum)
Das Wetter in Lübbrechtsen
August

Wangerooge (NI)

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 31.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 06:45 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud östlich der Insel, über möglichen Bodenkontakt des Wirbels ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Wangerooge

Emden (NI)

 23.08.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab 12:57 Uhr MESZ, Dauer: ca. 6-7 Minuten. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Wirdum im Kreis Aurich aus in Richtung Süden und damit im Raum Emden, im Bereich von Fallstreifen.
Juli

Tündern (NI)

 28.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Abend. Meldung eines möglichen Tornados bzw. einer Funnelcloud südlich von Hameln.

Möllenbeck (NI)

 27.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Schaumburger Zeitung vom 01.08.2012: "Mechthild Mosler aus Möllenbeck hat gestaunt, wie eine Sturmböe (nach Einschätzung von Nachbarn eine Windhose) am Freitag am Möllenbecker Weg 9 eine wohl schon acht Jahrzehnte alte, mächtige Esche durchgebrochen hat. Der Stamm mit Krone liegt jetzt auf einer Wiese, wird von einem Anwohner mit der Motorsäge zerkleinert. Ein Zaun und ein Partyzeltdach seien beschädigt worden, so Mosler. Der Baumstumpf und der darniederliegende Stamm wären doch ein Zeitungsfoto wert."

Sturm fällt Baum am Möllenbecker Weg (Schaumburger Zeitung, 01.08.12)

Lüder (NI),
Abbendorf bei Bodenteich (NI),
Soltendieck (NI)

 27.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: spät abends. Windhosenmeldung in den Medien. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 31.07.2012: "Für viele kleine Schadensfälle hat in der Nacht auf den vergangenen Sonnabend offenbar eine Windhose gesorgt. Bei Starkregen und Gewitter formte sie sich und zog nach Berichten der Anwohner quer durch den Bereich der ehemaligen Samtgemeinde Bodenteich. Von Lüder über Abbendorf bis zu Dörfern der Gemeinde Soltendieck zieht sich eine Spur der Verwüstung durch das Gebiet. Viele Bäume wurden umgeknickt oder entwurzelt. Den Flecken Bodenteich selbst berührte die Windhose nur im Süden. Dort wurde ein Auto auf dem Parkplatz der Seeparkklinik von einem umstürzenden Baum beschädigt. Starke Schäden gab es im gesamten Bereich am Baumbestand. Werner Williges von der Bezirksförsterei Bodenteich schätzt, dass etwa 1000 Festmeter Holz (etwa 40 Lastwagen) niedergegangen sind, das jetzt noch je nach Resteignung verarbeitet werden muss. Verwüstungen gab es auch in Bockholt auf dem Friedhof, wo mehrere Zäune zerstört wurden, sowie besonders an zwei Straßen: An der L 266 zwischen Bad Bodenteich und Addendorf stürzte eine große Linde um, ihr Wurzelwerk riss ein Stück der Straße mit sich, der Stamm zerstörte einen Zaun. Allein in diesem Fall schätzt die Straßenmeisterei für Landes- und Bundesstraßen den Schaden auf 6000 Euro. Einen zwei Meter tiefen Krater hinterließ das herausgerissene Wurzelwerk eines Baumes zwischen den Dörfern Bockholt und Varbitz (Gemeinde Soltendieck). Dabei wurde eine Leitung beschädigt, Bewohner in Varbitz hatten anschließend Probleme mit dem Telefonieren und dem Internetzugang."

Tornadoverdacht im Landkreis Uelzen (WZ-Forum)
Windhose wütet im Südkreis (Allgemeine Zeitung, 31.07.12

Südkampen (NI),
Bretel (NI)

 27.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht

Imsum (NI)

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 16.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:20 und 16:40 Uhr MESZ. Beobachtung von 4 Funnelclouds vor Imsum, nördlich von Bremerhaven. Möglicher Bodenkontakt konnte nicht beobachtet werden.

4 Funnelclouds vor Insum

Imsum (NI)

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 16.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:20 und 16:40 Uhr MESZ. Beobachtung von 4 Funnelclouds vor Imsum, nördlich von Bremerhaven. Möglicher Bodenkontakt konnte nicht beobachtet werden.

4 Funnelclouds vor Insum

Imsum (NI)

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 16.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:20 und 16:40 Uhr MESZ. Beobachtung von 4 Funnelclouds vor Imsum, nördlich von Bremerhaven. Möglicher Bodenkontakt konnte nicht beobachtet werden.

4 Funnelclouds vor Insum

Imsum (NI)

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 16.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 16:20 und 16:40 Uhr MESZ. Beobachtung von 4 Funnelclouds vor Imsum, nördlich von Bremerhaven. Möglicher Bodenkontakt konnte nicht beobachtet werden.

4 Funnelclouds vor Insum

Osteel (NI)

 11.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Meldung einer Funnelcloud im Landkreis Aurich bei Osteel, Dauer ca. 4 Minuten.

Hörpel (NI)

 06.07.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:33 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud im Bereich der Autobahn A7 in der Lüneburger Heide durch einen zertifizierten Skywarn-Beobachter: "Ich habe einen kurzen Funnel beobachtet. Mein Standort ist in Egestorf-Döhle und es war ein paar Kilometer südlich von hier. Zugrichtung ist genau von Ost nach West. Weitere Beobachtung leider durch Bäume verwehrt".
Juni

Melzingen (NI)

 30.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum unsicher. Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Allgemeinen Zeitung vom 07.07.2012: "Windhose zerstört Forst in Gemarkung Melzingen: Waldarbeiter wollen Schädling zuvorkommen - Wettrennen mit dem Borkenkäfer. Melzingen. Entwurzelte Bäume, abgeknickte Kronen ? und das auf 3000 Kubikmetern. Wie Strohhalme hat eine Windhose vergangene Woche die Fichten in der Gemarkung Melzingen umgebogen ? zurück bleibt ein Bild der Zerstörung. ?Rund 80 Prozent des Bestands sind betroffen. Die Windhose hat Kronen wie Korkenzieher herausgedreht?, berichtet Armin Menge vom Forstamt Uelzen. [...] Einen ähnlich schweren lokalen Wetterschaden wie in Melzingen richtete eine Windhose vor zwei Jahren bei Brockhöfe an. Dort wurden 10 000 Kubikmeter Wald zerstört."

Wettrennen mit dem Borkenkäfer (Allgemeine Zeitung, 07.07.12)

Otze (NI)

 29.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 17:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von myheimat vom 29.06.2012: "Heute nachmittag so kurz nach 17 Uhr hinterließ er eine Spur der Verwüstung im östlichen Otze. [...] Vom Sportplatz beginnend war er über das Schulgelände gezogen und dann durch den Wald hinter dem Weferlingser Weg. Dort knickte er die Bäume ab wie Streichhölzer. verwüstete teilweise die Gärten, deckte mit voller Wucht ein Dach ab, brach dort sogar die Dachsparren..... Von vielen Dächern flogen einzelne Ziegel herab, Fahnenmasten lagen plötzlich flach. Der Weg duch den Wald gleicht einem großen Mikadospiel, die Strasse nach Hänigsen war nicht mehr passierbar und musste von der Feuerwehr freigeschnitten werden. Wenige Meter trennten Zerstörung von Unversehrtheit..... Bilder, die man in unseren Breiten eigentlich nicht gewohnt ist....... Die Hilfskräfte hatten alle Hände voll zu tun, auch mehrere Trups Dachdecker waren sofort im Einsatz um die Löcher zu schließen und die Dächer wenigsten provisorisch zu schließen."

Verdachtsfall Otze (Skywarn)
Tornado wütet in Otze (myheimat, 29.06.12)
Sturm über Otze lässt Bäume wie Streichhölzer hinter sich (myheimat, 03.07.12)

Bruchhausen-Vilsen (NI)

 24.06.2012 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:12 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Kreiszeitung vom 26.06.2012: "Entwurzelte Bäume, ein abgedecktes Scheunendach und eine blockierte Zufahrt zum Feuerwehrhaus: Ein Orkan hat zehn Ortswehren im Landkreis Diepholz zahlreiche Einsätze beschert. Betroffen waren nach Auskunft von Matthias Thom, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr, vor allem die Bereiche Twistringen-Natenstedt und Bruchhausen-Vilsen-Ochtmannien. [...] ?Die Windhose hat eine Schneise von Twistringen bis nach Bruchhausen-Vilsen geschlagen?, beschreibt Thom die Einsatzlage vom Sonntagabend gegen 20.30 Uhr bis gestern Morgen um 4 Uhr, ?ihre Ausläufer waren bis Diepholz, Wagenfeld und Brinkum zu spüren?. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Wegen der blockierten Zufahrt mussten die Feuerwehrkräfte in Ochtmannien zu Fuß zum Gerätehaus laufen und benachbarte Ortswehren um Unterstützung bitten. Bis zwei Uhr morgens waren die Feuerwehrkräfte allein in Ochtmannien im Einsatz, um die Straßen freizuräumen und Gefahren zu bannen. ?Geschädigt wurden auch einige Haus- und Hofeigentümer durch umgestürzte Bäume auf Gebäude sowie abgedeckte Dächer und eingedrückte Giebel?, berichtete Rica Schröder als Pressesprecherin der Ortsfeuerwehr Ochtmannien. Der Orkan habe eine etwa 100 Meter breite Schneise durch den Ort geschlagen." Eine Schadensanalyse zeigt, dass wegen der Schäden in einer engen Schneise und der Verfrachtungen sowie einer detaillierten Augenzeugenaussage von einem Tornado auszugehen ist.

Verdachtsfall Bruchhausen-Vilsen-Ochtmannien (Skywarn)
Tornado über Ochtmannien (Feuerwehr Bruchhausen-Vilsen)
Mehrere Sturmschäden im Stadtgebiet Twistringen (Feuerwehr Twistringen)
Zahlreiche umgestürzte Bäume durch stürmische Böen (BremenReporter)
Orkan fällt etliche Bäume (Kreiszeitung, 26.06.12)

Nordloh (NI)

 16.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Mein Apen vom 18.06.2012: "Am Sonnabend, 16.6.12 zogen gegen 22.00 Uhr dunkle Wolken auf. Das folgende Gewitter brachte auch eine Windhose mit sich. Diese hat sich besonders auf dem landwirtschaftlichen Grundstück von Heidrun und Gerno Frerichs in Nordloh ausgetobt. Der Wirbelsturm knickte mehrere Bäume im Garten um und wirbelte Äste wie Geschosse durch die Luft. Diese blieben dann fest in der Erde stecken. Auf dem Dach des Hauses wurden Ziegel verschoben bzw. heruntergetragen und Trümmerteile durch die Luft geschleudert. Auch am Rande eines hinter dem Grundstück liegenden Maisfeldes wurden zwei Eichenbäume Opfer des Wirbelsturmes. Die Eichenstämme wurden durch den Wirbel förmlich abgedreht." Die Verfrachtungen sprechen für einen Tornado als Schadenursache.

Windhose verwüstet Grundstück in Nordloh (Mein Apen, 18.06.12)

Wiesmoor (NI)

bild
 09.06.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: früher Nachmittag, vor 16 Uhr MESZ. Beobachtung einer weit hinabreichenden Funnelcloud. Über den möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelcloud bei Wiesmoor
Mai

Heidhausen (NI)

 31.05.2012 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:00 bis 19:02 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Kreiszeitung vom 01.06.2012: "Das Sturmtief habe einige Dächer laut Raake ?zu glücklicherweise nur geringen Teilen? abgedeckt. Außerdem drohten mehrere Bäume umzustürzen und viele Äste versperrten die Durchgangsstraßen. Auch die Abdeckfolie eines Spargelfeldes war durch die Windhose aufgewirbelt worden und hatte sich in den Leitungen der Hochspannungsmasten zwischen Landesbergen und Heidhausen verfangen." - Aus einer Meldung des Mindener Tageblatts vom 02.06.2012: "Tornado treibt Spargelabdeckung in 380-KV-Leitung - Eine fliegende Abdeckfolie von einem Spargelfeld bei Landesbergen hat am Donnerstag um 19.02 Uhr für den Ausfall einer 380-Kilovolt-Stromautobahn gesorgt. Ein fast gespenstisches Bild bot sich am Donnerstag im Landesberger Ortsteil Hahnenberg nahe dem Biomassekraftwerk. Lange schwarze Bänder wehten im heftigen Wind von einem Strommasten." Ein Tornado ist sehr wahrscheinlich. Die Planen von dem Spargelfeld endeten nicht nur in der Hochspannungsleitung, sondern hingen auch noch in einigen Bäumen entlang der Schneise. Die letzte wurde nach ca. 3 km Luftlinie an einem Feld gefunden. Danach waren auch keine Vegetationsschäden mehr zu entdecken.

Verdachtsfall Landesbergen (Skywarn)
Windhose wickelt Folie um Hochspannungsmast (Kreiszeitung, 01.06.12)
Tornado treibt Spargelabdeckung in 380-KV-Leitung (Mindener Tageblatt, 02.06.12)
Tornados in Deutschland (Spiegel Online, 17.06.12)

Mensinghausen (NI)

 31.05.2012 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 31.05.2012: "In Uchte (Kreis Nienburg) hat am Donnerstagabend offenbar ein Tornado gewütet. Die Windhose sei zickzack über die Felder und an ihrem Hof vorbeigezogen, sagten Augenzeugen. Der Tornado riss ganze Baumkronen ab, Äste flogen mehrere hundert Meter weit. Dass ihr Hof im Großen und Ganzen verschont geblieben ist, war wohl reine Glücksache - doch so können die Anwohner über das außergewöhnliche Ereignis bereits schmunzeln." Nach den Untersuchungen ist von einem Tornado auszugehen. An einer Windkraftanlage im Bereich der Zugbahn wurde kurzzeitig ein Windwert von 170 km/h gemessen.

[Plausibel] 31.05.2012 - Mensinghausen (Skywarn)
Offenbar Tornado in Niedersachsen (NonstopNews, 31.05.12)
Galerie: Offenbar Tornado in Niedersachsen (NonstopNews, 31.05.12)
FAN Das Magazin - Kurzmeldungen vom 01.06.2012 (You Tube, 01.06.12, ab 01:01 Min.)
Tornados in Deutschland (Spiegel Online, 17.06.12)

Marklohe (NI)

 22.05.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Aus einer Meldung von NonstopNews vom 22.05.2012: "Der Tag war warm und sonnig, doch am Abend krachte es örtlich heftig: Im Landkreis Nienburg wurde ein unwetterartiges Gewitter begleitet von starken Stürmen und sogar einem Tornado. Dieser zog durch eine Strecke von etwa zwei Kilometern in der Nähe von Marklohe und riss dort mehrere Bäume um. Eine etwa 100 Jahre alte Eiche kippte auf einen Stall. Verletzt wurde offenbar niemand." Untersuchungen vor Ort haben ergeben, dass es sich sehr wahrscheinlich nicht um einen Tornado, sondern um eine Gewitterfallböe ("Downburst") handelte.

Downburst 22.05.2012 - Marklohe (Skywarn)
Tornado reißt mehrere große Bäume auf Strecke von 2 km um (WZ-Forum)
Tornado reißt mehrere große Bäume auf Strecke von fast zwei Kilometern um (NonstopNews, 22.05.12)
Galerie: Fotos vom Feuerwehreinsatz (NonstopNews, 22.05.12)
Tornado bei Nienburg reißt Bäume um (Hannoversche Allgemeine, 23.05.12)
Tornado bei Nienburg reißt Bäume um (Kreiszeitung, 23.05.12)
April
Januar

Papenburg (NI)

 03.01.2012 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 17:00 Uhr MEZ. Meldung einer Windhose in der Presse. Dazu aus einer Meldung der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 03.01.2012: "Feuerwehr und EZ-Mitarbeiter retten 161 Jahre Zeitungsgeschichte - Papenburg. Die Arbeitstage rund um den Jahreswechsel gehören in der Redaktionsstube der Ems-Zeitung normalerweise zu den ruhigeren im Jahresverlauf. Das ist auch gestern so. Zumindest bis kurz vor 17 Uhr. Die Kollegen biegen auf die Zielgerade der Tagesproduktion für die Mittwochausgabe ein. Dann passiert es: Binnen Sekunden raut der Wind das Wasser des Stadtparksees auf. Unmittelbar darauf erhebt sich kurz, aber heftig ein lautes Getöse. Eine Windhose reißt ein tonnenschweres Teil des Daches des Verlagsgebäudes der Ems-Zeitung ab. Einfach so. Wie ein Stück Papier wirbelt die Konstruktion aus Aluminium und Holz über den Eingang zum Stadtpark bis auf die andere Straßenseite. Eine junge Baumkrone knickt ab. In unzähligen knallgelben Fetzen weht Dämmmaterial hinterdrein. In Nullkommanichts entsteht ein Bild der Verwüstung. Komplett abgedeckt wurde von der Windhose das Dach des Verlagsgebäudes der Ems-Zeitung über den Räumen, die das Archiv beherbergten. [...] Neben den Gebäudeteilen stürzte auch ein Baum auf die Straße "Am Stadtpark". Die herumfliegende Glaswolle aus dem Dach des Gebäudes flog quer über die Straße und stoppte den Verkehr. Eine Spezialfirma rückte an, um die Glaswolle von der Straße zu räumen. Mitarbeiter und Einsatzkräfte versuchten, das Archiv zu retten, das direkt unter dem Dach lag. [...] Die Mitarbeiter hörten ein Knacken und sahen dann das Dach herabstürzen. "Das war eine Sache von Minuten", berichtet Michael Fuchs, Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Von dem Dach steht nur noch die Stahlkonstruktion. Das Aluminiumdach wurde an der rechten Seite komplett heruntergeweht. Der Schaden geht in die Hunderttausende. Glaswolle und Teile der Dachkonstruktion aus Holz und Aluminium liegen auf der Straße. Die Räumungsarbeiten liefen am Dienstagabend auf Hochtouren." Eine konkrete Beschreibung der "Windhose" liegt nicht vor, ein Tornado ist eher unwahrscheinlich.

Sturm fegt Dach der Ems-Zeitung in Papenburg vom Gebäude (Neue Osnabrücker Zeitung, 03.01.12)
Feuerwehr und EZ-Mitarbeiter retten 161 Jahre Zeitungsgeschichte (Neue Osnabrücker Zeitung, 03.01.12)
Galerie: Sturm fegt Dach von Gebäude der Ems-Zeitung in Papenburg (Neue Osnabrücker Zeitung, 03.01.12)
September
August

Baltrum (NI)

bild
 27.08.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Beobachtung eines Tornados zwischen Baltrum und Langeoog. Auch von Norderne aus wurde die gut ausgeprägte Funnelcloud in Richtung Osten gesichtet, Beobachtungsdauer ca. 3 Minuten. Der Kontakt zum Watt bzw. zum Wasser wurde von Dorumersiel aus beobachtet und fotografiert.

Video der Funnelcloud (YouTube)

Dinklage (NI)

 26.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Nord-West-Media TV vom 26.08.2011: "Windhose legt hunderte Bäume in Waldgebiet flach, teils massive Bäume entwurzelt - Aufräumarbeiten über mehrere Stunden" - Das bisher vorliegende Material spricht eher für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Verdachtsfall Dinklage (Skywarn)
Windhose legt hunderte Bäume in Waldgebiet flach (Nord-West-Media TV, 22.08.11)
Video: Zum Teil schwere Unwetter ziehen über Niedersachsen (YouTube)
Bünne: Sturmschäden (roh ? Pressefotografie)

Uslar (NI)

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 24.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud von Verliehausen aus in Richtung Norden. Die Zelle zog von West nach Ost. Die mutmaßliche Absenkung war etwa 5 Minuten lang zu sehen. Die Täuschung durch die Perspektive bzw. die seitliche Ansicht einer Böenfront kann nicht ausgeschlossen werden. Laut Beobachter war vom Beobachtungsort aus Rotation zu erkennen, gefolgt von Starkregen, Hagel und Sturm. In der Region gab es zu dieser Zeit verbreitete Unwetter: 35 Einsätze nach Unwetter.

Mögliche Funnelcloud bei Uslar

Westendorf (NI)

 21.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von Nord-West-Media TV vom 22.08.2011: "Am Sonntagabend, gegen 22 Uhr, bildete sich im Verlauf des schweren Unwetters im Bereich B51/ Westendorf/Schützenplatz eine Windhose. Sechs Bäume wurden durch die Windhose umgerissen und stürzten auf die Fahrbahn. Die Feuerwehren Glandorf/ Schwege und Bad Rothenfelde waren mit 56 Einsatzkräften und mit schwerem Gerät im Einsatz. Die B 51 war bis 01.55 Uhr voll gesperrt, da noch weitere elf Bäume vorsichtshalber gefällt werden mußten. Personen kamen nicht zu Schaden." Erste Berichte und Augenzeugenaussagen sprechen eher gegen einen Tornado.

Verdachtsfall Westendorf (Skywarn)
Schweres Unwetter über dem Südkreis - Windhose in Glandorf (NOZ, 22.08.11)
Feuerwehr nach Windhose bis tief in die Nacht im Einsatz (Nord-West-Media TV, 22.08.11)
Sturm und Regen hinterlassen Schäden im Südkreis und in Melle (NOZ, 22.08.11)

Groden (NI)

 13.08.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 00:55 bis ca. 01:00 Uhr MESZ. Funnel- und mögliche Tornadobeobachtung von der Heerstraße am Rande von Cuxhaven-Altenbruch aus in Richtung Nordwesten: "Durch den rötlich beleuchteten Himmel über Cuxhaven sah ich rechts neben der Stadt einen dunklen Trichter, der sich aus einem abgesenkten Wolkenteil erstreckte. Ich traute meinen Augen kaum und musste erstmal anhalten. Etwa 3/4 des Trichters konnte ich klar erkennen. Den letzten Teil konnte ich nicht mehr erkennen, da es zu dunkel war. Ob er Bodenkontakt hatte, konnte ich leider nicht sehen, aber es könnte gut möglich sein. Der Trichter war oben breit und verlor Richtung Boden nur wenig an Durchmesser. Der Tornado erschien mir durchgehend dunkel und "kräftig". Ob der Trichter vor oder hinterm Deich (Anm.: Elbdeich) runterkam, konnte ich leider nicht erkennen. Ob er rotierte, konnte ich auch nicht erkennen. [...] fuhr ich um ca. 1.10 Uhr bis 1.15 Uhr wieder los. Der Trichter war dann wieder weg. Ich sah nur die immer noch leicht abgesenkte Wolke." - Der mögliche Tornado dürfte sich damit im Bereich nördlich bis nordöstlich von Cuxhaven-Groden befunden haben.
Juli

Kerksiek (NI)

 06.07.2011 / Stärke (F1) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Pressemeldung über eine Windhose. Aus einer Meldung von newsclick.de vom 06.07.2011: "Es kam fast wie aus heiterem Himmel. Am Mittwoch raste ein Wirbelsturm über den Kerksiek. Gegen 16.30 Uhr riss dabei eine kleine Windhose das Dach vom Gartenhaus der Familie Bittermann im Baumkamp und schleuderte es gegen die Terrasse ihres Hauses. Dabei entstand erheblicher Schaden, wie Schwiegermutter Sabine P. berichtete. Das alles geschah sehr schnell und sehr gezielt und nur an dieser Doppelhaushälfte, während die andere völlig unversehrt blieb. Auch die übrigen Häuser in der Nachbarschaft blieben offenbar verschont. "Plötzlich ist der Himmel ganz schwarz geworden", erzählte Sabine P.. Doch niemand konnte ahnen, was dann geschah: "Das Dach wurde abgehoben und gegen die Terrassentür geschleudert. Die Scheiben zersplitterten, der Putz fiel von den Wänden." Betonteile der Terrasseneinfassung seien herumgeflogen, Gartenmöbel wurden durch die Wucht in ihre Einzelteile zerschlagen. "Es war ein Schock für alle." Nach ersten Schätzungen könnte sich der Schaden auf mehr als 10 000 Euro belaufen, befürchtet die Familie. So schnell wie es gekommen war, war das Unwetter auch wieder vorüber. Glücklicherweise seien schnell Nachbarn und Verwandte zur Stelle gewesen, um beim Aufräumen zu helfen. Offenbar war das Haus der Familie im Kerksiek das einzige, wo die Windhose gestern Schaden anrichtete: Die Berufsfeuerwehr sagte auf Nachfrage, dass von ähnlichen Schäden nichts bekannt sei."

Verdachtsfall Kerksiek ( Skywarn)
Schock für Familie: Windhose wirbelt über Haus im Kerksiek (newsclick.de, 06.07.11)
Schock sitzt tief nach der unheimlichen Windhose im Kerksiek (newsclick.de, 07.07.11)
Juni

Rolfshagen (NI)

 29.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. "Windhose" in der Presse gemeldet. Aus einer Meldung der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung vom 29.06.2011: "[...] erzählte Kopczinsky. Über seinen Hof war die Windhose gezogen und hatte ein großes Gartentrampolin auf das Garagendach geschleudert und völlig zerstört." Es gab im Ort weitere Schäden, z.B. umgestürzte Bäume sowie Überschwemmungen durch heftige Regenfälle.

Verdachtsfall Rolfshagen ([url=http://www.skywarn.de/]Skywarn[url])
Wasser, Schlamm, umgestürzte Bäume und volle Keller (Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung, 29.06.11)
800 Freiwillige kämpfen gegen Wassermassen - Weserbergland (Deister- und Weserzeitung, 30.06.11)

Auetal (NI)

 28.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Schaumburger Zeitung vom 29.06.2011: "Auetal (la). ?So etwas habe ich noch nicht erlebt?, stellte Auetals Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold fest, als er sich gestern am späten Nachmittag mit seinem Stellvertreter Ralf Kopczinsky durch das wasser- und schlammüberflutete westliche Auetal kämpfte. Mehr als 100 Liter Wasser pro Quadratmeter sind in wenigen Minuten auf Rolfshagen, Borstel und Kathrinhagen niedergeprasselt. Dazu zog eine Windhose entlang der Aue. [...] Ebenfalls im Lindenweg war ein Baum umgestürzt und blockierte die Straße. [...] Das Feuerwehrhaus in Rolfshagen wurde ebenfalls überschwemmt. ?Als wir hier ankamen, war drinnen noch alles trocken, aber wir mussten ja die Tore öffnen, um die Fahrzeuge herauszufahren und dann lief das Wasser in Sturzbächen hinein?, erzählte Kopczinsky. Über seinen Hof war die Windhose gezogen und hatte ein großes Gartentrampolin auf das Garagendach geschleudert und völlig zerstört [...]"

Wasser, Schlamm, umgestürzte Bäume und volle Keller (Schaumburger Zeitung, 29.06.11)

Borkum (NI)

 23.06.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 11:30 bis 11:33 Uhr MESZ. Wasserhose westsüdwestlich von Borkum beobachtet. Etwa die Hälfte der Entfernung Wolke-Boden war durchkondensiert, Kontakt zur Wasseroberfläche wurde beobachtet. Möglicherweise trat zuvor ein weiterer Funnel/Tornado auf.

Fedderwarden (NI),
Voslapp (NI)

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 20.06.2011 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:22 bis 15:31 Uhr MESZ. Dazu ein Augenzeuge: "Ort: Wilhelmshaven, zwischen Fedderwarden und Fedderwardergroden, ca. 1km nördlich der Autobahn (Anm.: A29), Datum: 20.06.2011, Uhrzeit der Beobachtung ca. 1530, Zeitdauer der Beobachtung 5 min. Bewegung: Zugbahn Richtung NE, in der Beobachtungszeit zurückglegte Strecke ca. 2 km. Beschreibung: Ein ausgeprägter Trichter unterhalb einer Ns-Wolkendecke, etwa 40% der Strecke Wolkenuntergrenze bis Boden, aus dem Trichter ragte ein sichtbarer Schlauch, Bodenkontakt durch aufgewirbeltes Material deutlich erkennbar. Zum Zeitpunkt der Beobachtung war der Tornado bereits voll entwickelt, nach 3 min. zeigte er Auflösungstendenzen, der Schlauch verkürzte sich, nach vier Minuten war nur noch die ebenfalls verkürzte Trichterwolke zu sehen, die sich nach 5 min. aufgelöst hatte. [...] Der Tornado zog über Felder mit einzelnen Baumbeständen, das Material bestand vermutlich aus Heu, Blättern, Ästen und anderen Kleinteilen. Nähere Beschreibung aufgrund der Entfernung ist leider nicht möglich. Der Tornado zog etwa 1 km nördlich meines Beobachtungsstandortes zu Beginn der Beobachtung in nordöstliche Richtung (ca. 60 Grad). Er zog in Richtung des Ortsteils Fedderwardergroden und löste sich dort auf." Auch von Fedderwardergroden aus wurde der Tornado beobachtet und fotografiert. Ein weiterer Beobachter: "Ich stand damals im Marinestützpunkt an der Seeschleuse (zwischen Vor- und Nordhafen) in Wilhelmshaven. Der Funnel - so wie ich ihn nur erkennen konnte - zog von Land (Fedderwarden) vermutlich auf das offene Meer hinaus. Insgesamt konnte sich der ausgeprägte Funnel ganze neun Minuten halten (15:22 - 15:31 Uhr MESZ). Von der Seeschleuse aus war der Funnel in nordnordwestlicher Richtung gut zu erkennen und zog aus westsüdwestlicher Richtung hinter dem Kraftwerk vermutlich aufs Meer. Der Tornado muß über den Voslapper Groden zwischen dem Hooksieler Außenhafen und dem Jade-Weser-Port gezogen sein. Ich konnte zwei Beschäftigte dortiger Firmen befragen. Bodenkontakt konnte ich aus der Entfernung nicht feststellen, allerdings deuten die Bilder stark darauf hin. Zudem gab es beim Durchzug starken Regen."

Tornado bei Fedderwarden ( Skywarn)
Tornado in Wilhelmshaven ( YouTube)

Südbrookmerland (NI)

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 10.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Funnelcloud in Richtung Norden beobachtet und fotografiert. Die Funnelcloud hielt sich etwa 5 Minuten. Bodenkontakt des Wirbels ist unwahrscheinlich.

Funnelcloud bei Südbrookmerland

Restrup (NI),
Hekese (NI)

 06.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Windhose in mehreren Medienmeldungen in Zusammenhang mit Sturmschäden nordwestlich von Osnabrück genannt. Aus einer Meldung der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 07.06.2011: "In Restrup wurden durch Windhosen zwei große Eichen entwurzelt und auf den Giebel eines bewohnten Fachwerkhauses gedrückt. Die Feuerwehrleute sicherten die Straße an der Einsatzstelle ab. Eine Fachfirma wurde hinzugezogen, um die Bäume zu fällen. Der Garten wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Über die Höhe des Schadens gibt es noch keine Informationen."

Verdachtsfall Hekese ( Skywarn)
06.06.2011 Tornadoverdacht Berge Hekese (NDS) (WZ-Forum)
Tornadoverdacht Berge Hekese - Schadenfotos ( WZ-Forum)
Windhose in Berge ( Neue Osnabrücker Zeitung, 07.06.11)
Fotos: Unwetter zieht über den Altkreis Bersenbrück hinweg ( Neue Osnabrücker Zeitung, 07.06.11)
Hekese-Mehrere Bäume nach Windhose auf Haus und Straßen gestürzt ( Nord-West-Media TV, 07.06.11)
Hekese-Großes Aufräumen nach den 2 Windhosen ( Nord-West-Media TV, 07.06.11)
Unwetter richten im Emsland schwere Schäden an ( NWZonline, 07.06.11)
Starkregen und Windhose - Unwetter richtet Schäden an ( Radio Bremen, 07.06.11)
Unwettergebiet wütet in Hekese ( Feuerwehr Berge, 07.06.11)

Jemgum (NI)

 05.06.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Windhose in Medienmeldungen in Zusammenhang mit Sturmschäden im Landkreis Leer genannt. Aus einer Meldung der Ostfriesen Zeitung vom 07.06.2011: "Jemgum - Erst vor sechs Jahren hatte die Jemgumer Mühle neue Flügel bekommen. Am Sonntagabend wurde eines der vier Enden in seine Einzelteile zerlegt. Ein heftiger Sturm fegte über Jemgum hinweg. Die Jalousienklappen konnten sich offenbar nicht rechtzeitig aufstellen. Eine kleine Windhose riss sie ab. Teile der Mühle flogen in die umliegenden Gärten. Verletzt wurde niemand."

Verdachtsfall Jemgum ( Skywarn)
Der Sturm schleuderte Flügelteile in die Gärten (Ostfriesen Zeitung, 07.06.11)
Sturm lässt Giebel aufs Steinhaus krachen ( Rheiderland, 07.06.11)
Mai

Münstedt (NI)

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 22.05.2011 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ, Dauer: ca. 2 Minuten. Beobachtung einer möglichen Funnelcloud. Dazu aus einer Meldung der Peiner Allgemeinen Zeitung, 24.05.2011: "Gadenstedt. Es war Sonntagabend kurz vor Sonnenuntergang. Der Gadenstedter Dr. Peter Schmidt blickt zum Himmel und traut seinen Augen kaum: ?Eine bedrohlich wirkende Wolkenformation hatte sich binnen weniger Sekunden gebildet und drehte sich minutenlang wie eine Schraube?, beschreibt der Gadenstedter seine Beobachtung. Dieser ?Beinahe-Tornado? ? so bezeichnet Dr. Schmidt das Ereignis ? wirbelte dabei mal höher mal tiefer und verschwand dann plötzlich vom wolkenverdunkelten Abendhimmel. ?Glücklicherweise reifte die klumpig-zerfetzte Windhose nicht aus?, erklärt der Gadenstedter. ?Sie berührte nicht den Boden und hat wohl demzufolge auch keinen Schaden anrichten können.? " - Foto: Dr. Peter Schmidt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist eher nicht von einer Funnelcloud auszugehen.

Tornadoverdacht bei Münstedt
Verdachtsfall Münstedt ( Skywarn)
22.05.2011 - [Verdacht] Gadenstedt (LK Peine) ( Stormchaser-Europe-Forum)
Bedrohlicher ?Beinahe-Tornado? ( Peiner Allgemeine Zeitung, 24.05.11)
April

Kirchberg (NI)

 28.04.2011 / Stärke (F1) Bestätigt
September

Norden (NI)

 03.09.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:10 Uhr MESZ. Dauer: ca. 1,5 Minuten. Funnelsichtung von der Stadt Norden aus in Richtung Süden, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.
August

Großenmeer (NI)

 24.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Funnelbeobachtung von Großenmeer aus in nordwestlicher Richtung, Entfernung ca. 3-4 km. Funnelcloud erstreckte sich etwa bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden, Dauer mindestens 2 Minuten (vorher nicht beobachtet). Der Funnel war unten sehr schmal und wurde nach oben hin breiter, aber nicht sehr breit.

Wilhelmshaven (NI)

 23.08.2010 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. "Es war wie gesagt eher ein Funnel, einte kleine Windhose. Es wurden nur Äste abgeknickt und durch die Blätter sah man das es einen Sog noch oben gab. Es gab Gott sei Dank keine größeren Schäden." (Quelle: ESWD)

Norderney (NI)

 19.08.2010 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 08:20 Uhr MESZ. Wasserhose nordwestlich der Insel von mehreren Passanten beobachtet. Sie zog langsam nach Osten und löste sich nach etwa zehn Minuten wieder auf. Das aufgewirbelte Wasser war deutlich zu sehen.

Nordholz (NI),
Wanhöden (NI)

 17.08.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:10 Uhr MESZ. In dem überwiegend offenen Gelände wurden kaum Schäden gefunden. Lediglich an der Autobahnabfahrt Nordholz wurde ein Baum umgeknickt. Ob dies zum Fall gehört, ist aber nicht ganz sicher.

Windhose Cuxhaven 17.08.10 ( YouTube)
Juli

Norderney (NI)

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 29.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:25 Uhr MESZ. Funnelcloud über der Nordsee beobachtet und fotografiert, über möglichen Kontakt zum Wasser ist nichts bekannt.

Funnelbeobachtung auf Norderney

Cuxhaven (NI)

 26.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 12 und 13 Uhr MESZ. Funnelsichtung von Nordholz aus in Richtung Norden durch die Wetterbeobachter des Flugplatzes. Dabei ist nicht bekannt, ob der Schlauch noch über dem Festland oder über dem Wasser der Elbmündung stand

Wingst (NI)

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 23.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 11:50 bis 12:05 Uhr MESZ im Landkreis Cuxhaven. Lang gestreckte Funnelcloud, über mehr als zwei Drittel der Strecke Wolke - Boden. Genauer Ort des wahrscheinlichen Bodenkontaktes noch unsicher.

Funnelbeobachtung in Wingst

Holzminden (NI)

 14.07.2010 / Stärke (n. bek.) Plausibel
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MESZ. "2 funnel bildung + eine kurzzeitige bodenberührung auf einen berghöhe blitze zucken von allen seiten stark drehende wolken" (Quelle: ESWD)

Elisabethfehn (NI)

 12.07.2010 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: nicht bekannt. In Elisabethfehn Nahe Barßel wurde ein Haus durch einen Tornado stark beschädigt. Während alle Nachbarshäuser unversehrt blieben, hat es das etwas abgelegenere Haus voll erwischt, so dass eine Haushälfte vorübergehend unbewohnbar wurde. Zerstört wurden ca. 2000 Dachpfannen, 3 Dachsparren und 1 Dachbalken. Ene Anwohnerin hat den Tornado gesehen. Sie beschreibt eine schmale, sich drehende Säule, die ca. 10-20m über dem Boden endete und massig Staub aufwirbelte. Direkt nach der Beobachtung brachte sich die Augenzeugin in Sicherheit. Es gibt Hinweise, dass der Tornado zuvor bereits in Rhauderfehn aufgetreten war.

Elliehausen (NI)

 12.07.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:00 Uhr MESZ. Schäden an Dächern und Autos sowie umgestürzte Bäume im Neubaugebiet "Gesundbrunnen" im Göttinger Stadtteil Elliehausen. Anwohner berichten über die Beobachtung einer Windhose.

Verdachtsfall Elliehausen ( Skywarn)
Sturm wütet über Elliehausen ( Göttinger Tageblatt, 12.07.10)
Fotos: Ein Sturm wütet über Elliehausen ( Göttinger Tageblatt, 12.07.10)
Unwetter über Elliehausen ( Feuerwehr Elliehausen)
Unwetter verwüstet Elliehausen bei Göttingen (YouTube)

Jade (NI)
[Region: Jadebusen ]

 12.07.2010 / Stärke (W) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Dazu ein Augenzeuge: "beim gestrigen Spektakel (12.07.2010), eine Sichtung eines Wassertornado über den Jadebusen. Zog von Dangast Richtung Wilhelmshaven und löste sich dann ein ganzes Stück vorm Festland auf (ca. 2 Minuten). Sichtung war ca. 15 Uhr. Hatte leider meine Kamera nicht mit. Schöne aufrechte Wassersäule. Danach Gewitter mit sehr schwerem Sturm und hohen Sachschäden."

Jadebusen ( Skywarn)

Hage (NI),
Hilgenriedersiel (NI)

 12.07.2010 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Große Schäden im Bereich Hage und nördlich davon. Aus dem Bereich weiter nördlich, bei Hilgenriedersiel, liegt eine Beobachtung einer Windhose vor. Aus einem Bericht der Feuerwehr Hage : "Am Nachmittag des 12.07.2010 zog gegen 14 Uhr 30 ein heftiges Gewitter mit Starkregen über die Samtgemeinde Hage hinweg. Im Inneren des Sturm wütete wie sich jetzt herausstellte ein Tornado, der mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über Hage hinwegzog und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. Besonders getroffen hat es in Hage die Strassen "Am Bürgerpark", "Weidenweg" und "Hagermarscher Landstrasse". Dutzende Dächer wurden abgedeckt, hunderte Bäume stürzten um oder wurden in Sekunden entwurzelt. Im "Weidenweg" wurde ein Anwohner durch umherfliegendes Glas und Trümmerteile in seinem Haus schwer verletzt." - Im Rahmen einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2014 wurde der Fall bestätigt.

Tornadoverdacht Hage, Hilgenriedersiel
Verdachtsfall Hage (Skywarn )
Fotos: Tornadoeinsatz vom 12.07.2010 ( Henning Osterloh)
Tornado über Hage ( Feuerwehr Hage)
Mehrere Einsätze nach Unwetter ( Feuerwehr Norden)
Einsatz für das THW nach Sturmtief "Norina" ( THW Aurich)

Twist (NI),
Geeste (NI),
Haselünne (NI)

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 12.07.2010 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:31 bis 13:34 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen OZ vom 12.07.2010: "ma/fho/wl/tb/sol Meppen. Auch im Altkreis Meppen hat die Windhose gestern große Schäden angerichtet. Die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz. "Absoluter Ausnahmezustand!" Mit diesem Kommentar brachte Rolf Thelen, stellvertretender Stadtbrandmeister in Haselünne, die gestrigen Einsatzstunden nach dem Sturm für die Rettungskräfte im mittleren Emsland wohl am besten auf den Punkt. Dabei mussten die Hasestädter zu einem ganz speziellen Einsatz ausrücken. Auf der Hase waren 24 Kinder und fünf Betreuer einer niederländischen Pfadfindergruppe mit einem Floß der Marke Eigenbau unterwegs. Als der Tornado kam, setzte die Gruppe sofort einen Notruf ab. "Wir haben die völlig durchnässten und leicht unterkühlten Kinder dann am Ufer in Groß Dörgen sofort in Decken und unsere dicken Einsatzjacken gehüllt", so Thelen. Die Helfer hatten die Gruppe in Höhe des Hudener Wehrs gefunden. Anschließend wurden die Pfadfinder im Alter von neun bis 18 Jahren dann mit Bussen zurück zu ihrem Zeltlager in Haselünne gefahren. Auch der Abschnitt der Bundesstraße 402 von Meppen bis Haselünne-Schleper war komplett verstopft. Diverse umgestürzte Bäume sorgten auf der ganzen Strecke für ein Verkehrschaos. Eine dicke umgekippte Eiche versperrte die Kurve auf der B402 in Höhe der Firma Glunz. Lkw und Pkw stauten sich bis zur Schleperkurve. Die Bundesstraße 70 zwischen Meppen und Lingen war halbseitig gesperrt. "Es war der Horror", beschrieb Busfahrerin Marica Eling, wie die großen Akazienbäume während der Fahrt auf das Dach des Busses gestürzt sind und sie eingeklemmt haben. Ihr und den drei Passagieren ist aber Gott sei Dank nichts passiert. "Wir hatten Tausende Schutzengel", sagte die Mitarbeiterin der Firma Levelink. Mit dem Linienbus 919 war sie mit zwei Passagieren an Bord von Haren nach Meppen unterwegs. Der Unfall ist direkt hinter dem Ortseingang auf der Versener Straße in Höhe des Trimmpfades passierte. Sie berichtet: "Es war wie im Fernsehen. Es stürmte und regnete, und überall am Wegesrand und auf der Straße lagen grüne Äste. Auf einmal musste ich kräftig bremsen, weil direkt vor mir ein Baum auf der Straße lag. In diesem Moment krachte es gewaltig. Ein Akazienbaum stürzte vorne auf das Dach des Busses, der zweite versperrte den Weg zurück. Ich habe nur geschrien." Sofort habe sie sich nach den Passagieren erkundigt. Danach rief sie im Büro der Firma Levelink an und berichtete von dem Unfall. Man sagte ihr, dass die Polizei und die Feuerwehr kommen würden. Ihren Mann erreichte sie bei der Arbeit. Er konnte aber nicht kommen, weil er arbeiten musste. "Ich war unter Schock", erinnert sich die Busfahrerin. Da der Bus eingeklemmt war, konnte sie nur warten, bis Hilfe kam. "Ich habe mich im Bus hingelegt und eine Stunde geschlafen", berichtete sie. Danach kamen schon die ersten Anwohner mit Kaffee und Trost sowie die Polizei. Alle fragten, was passiert sei. Glück im Unglück hatten auch die Bewohner in Meppen-Esterfeld. Die Windhose deckte das komplette Dach eines Edeka-Supermarktes ab. Einer der ersten Einsatzkräfte vor Ort war Bezirksfeuerwehrarzt Dr. Frank Jehn: "Ich habe sofort unter den Dachplatten nachgeschaut. Zum Glück hat es niemanden auf dem Parkplatz erwischt." Die B 408 zwischen der Autobahn 31 und dem Abzweig in die Süd-Nord-Straße war am Nachmittag durch umgestürzte Bäume ebenfalls blockiert. In Haren-Wesuwe entwurzelte der Sturm an der Wierescher Straße gleich mehrere Bäume, die auf benachbarte Wohnhäuser stürzten. Leicht verletzt wurden nach Angaben der Meppener Feuerwehr zwei Bauarbeiter, die an der Schöninghsdorfer Straße im Meppener Ortsteil Groß Fullen auf dem Gerüst vor dem frisch hochgezogenen Giebel eines Neubaus standen. Der Sturm warf die Giebelwände einfach um und begrub die beiden Männer unter sich. Wie an vielen Stellen kamen auch in diesem Fall die Rettungskräfte zunächst nicht bis zur Unglücksstelle durch, weil eine riesige Eiche einige Hundert Meter davor über die Straße gestürzt war. Mit der Krone landete sie im Wohnhaus auf der gegenüberliegenden Seite. "Mindestens eine Fensterscheibe ist zerstört", berichtete die geschockte Besitzerin. Im Bau- und Industriegebiet Hüntel gab es bis zum Abend keinen Strom, weil eine Hochspannungsleitung gerissen war. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Meppen und 20 vom Technischen Hilfswerk waren seit dem Nachmittag aktiv, dazu Polizisten sowie Mitarbeiter des Ordnungsamts der Stadt Meppen und des Baubetriebshofs. Das Feuerwehrhaus verwandelte sich zum Krisenzentrum. Einige Bauarbeiter in Meppen-Versen ereilte ein warnender Anruf, genau zwei Minuten bevor das Unwetter über den Ort hereinbrach. Sie verließen ihr Baugerüst gerade noch rechtzeitig ? dann begann der Wind sein zerstörendes Werk und hätte sie wohl weggeweht. Kaum ein Haushalt, der danach nicht über Schäden klagte ? abgedeckte Dächer, beschädigte Autos, entwurzelte Bäume überall. Feuerwehr und Krankenwagen, die zu einem Einsatz in Fullen rasten und wegen blockierter Straßen den Umweg über Versen nahmen, mussten auch hier umdrehen: Die Pappelallee war blockiert, ebenso die B 402 und viele Wohnstraßen. Wer konnte, packte nach dem Sturm schnell mit an ? Nachbarschaftshilfe war gefragt." - Ein Tornado konnte zumindest am nordwestlichen Rand von Geeste nachgewiesen werdne. Welche Schäden zu diesem oder möglicherweise zu einem weiteren Tornado gehören, ist aber nicht geklärt.

Tornado in Geeste
"Es war der Horror" (Neue OZ, 12.07.10)
Windhose überrascht Jugendgruppe (Neue OZ, 12.07.10)
Bäume knicken um wie Streichhölzer (Neue OZ, 12.07.10)
Juni

Hohenbünstorf bei Bevensen (NI)

 09.06.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:45 Uhr MESZ. Aus einem Bericht der Feuerwehr Hohenbünstorf: "Am Mittwochabend den 09.06. gegen 18 Uhr verdunkelte eine Gewitterfront den Himmel im Westen des Landkreises. Gegen 18.45 Uhr ergoss sich der Himmel über Hohenbünstorf, wie es die Einwohner noch nicht erlebt haben. Über 25 Liter pro Quadratmeter in nur 10 Minuten setzte eine Lawine aus Wasser und Schlamm in Bewegung, die sich dann durch Gärten und über Höfe in den Ortskern bewegte, wobei auch Kellerräume voll liefen. Zeitgleich einsetzender Orkan mit einer Windhose ließ mächtige Bäume entwurzeln und drückte Fachwerk von Gebäuden ein. Teile von Dächern wurden abgedeckt, Markisen schlugen über und ein Zelt brach in sich zusammen."

Einsätze 2010 ( Feuerwehr Hohenbünstorf)
Mai

Esperde (NI)

 24.05.2010 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Augenzeugenbericht über einen Tornado mit kurzzeitigem Bodenkontakt im Landkreis Hameln-Pyrmont. Dazu aus einer Meldung im Skywarn-Meldezentrum: "Nahe Emmerthal hat eine rotierende Gewitterzelle eine ausgeprägte Funnelcloud im Abwindbereich gebildet. Das schwere Gewitter brachte außerdem starken Regen, Hagel und schwere Sturmböen im Aufwindbereich. Man konnte den Hagel gut in den Inflobändern erkennen."
März
Oktober

Sorsum (NI)

 07.10.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 23:15 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Hildesheimer Allgemeinen vom 08.10.2009: "Blitze zerrissen die Finsternis, der Donner krachte, dann hörten die Sorsumer ein Geräusch, das sie nicht kannten. Eine Windhose raste von Westen her auf den Südteil des Dorfes zu, riss fast gleichzeitig Tausende Dachziegel hoch und ließ sie wieder herunterkrachen - oder schleuderte sie zu Boden. Die Häuser Hinter dem Dorfe waren die ersten, auf die der Sturm prallte. Markus Bruns blickte im Haus seiner Mutter gerade aus dem Fenster, als es geschah. "Auf einmal flogen die ganzen Dachziegel hoch, dann hat's gescheppert", erzählt Bruns und klettert auf das Dach, um Löcher zu stopfen. Einige Schritte weiter an der Sorsumer Hauptstraße hat es Lutz Faulhaber getroffen. Ein Ziegel hat die Rückscheibe seines alten Passat zertrümmert, andere sind auf das gläserne Vordach gesegelt. [...] Der Wind drehte die Kronen mächtiger Obstbäume heraus, ließ Mülltonnen und Blumenkästen durch die Luft fliegen ? Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden."

Hildesheim
August

Langeoog (NI)

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 21.08.2009 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 13:53 bis 14:08 Uhr MESZ. Nördlich der Insel Langeoog Sichtung einer schlauchförmigen, sehr weit hinabreichenden Funnelcloud. Vom Langeooger Strand und von Spiekeroog aus konnte der Kontakt zur Wasseroberfläche beobachtet und fotografiert werden.

Tornado vor Langeoog

Melle (NI)

 20.08.2009 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Sturmschäden in Melle. Dazu aus einer Meldung des NDR vom 21.08.2009: "In Melle bei Osnabrück entwurzelte NDR 1 Niedersachsen zufolge eine Windhose mehrere Bäume und machte Straßen unpassierbar." Recherchen vor Ort ergaben, dass hier ein Downburst aufgetreten sein muss.

Beschreibung des Geschehens in Wellingholzhausen (Skywarn)
Downburst 20.08.2009 Melle (OS, NI) (Skywarn)
Nach der Hitze kamen die Gewitter (NDR, 21.08.09)
Trampolin flog über Gebäude hinweg (Neue OZ, 21.08.09)

Otterndorf (NI)

 14.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:40 Uhr MESZ. Meldung einer "Windhose" bei meist sonnigem Wetter: Schlauch aus Cumuluswolke, darunter durch aufgewirbeltes Stroh sichtbarer Schlauch. Keine größeren Schäden bekannt.

Mutmaßlicher Tornado bei Otterndorf

Borkum (NI)

 03.08.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 10:59 Uhr MESZ. Beobachtung eines weit hinabreichenden Funnels, über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Tornado auf Borkum (Borkumer Zeitung, 06.08.09)
Juli

Wangerooge (NI)

 28.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:10 Uhr MESZ. Dazu der Bericht eines Beobachters: "Um ca. 12.10 Uhr war die Wasserhose in nordöstlicher Richtung vom Hauptbadestrand in rund 5 km Entfernung zu sehen. Ob die Wasserhose Kontakt mit der Wasseroberfläche hatte (oder es nur ein Funnel war), konnte ich nicht erkennen. Deutlich war aber auf der Rückseite am unteren Rand einer großen Schauerwolke ein typischer Tornadotrichter zu erkennen, der sich nach kurzer Zeit aufzulösen schien, dann aber doch weiterhin als Trichter mit kleinerem Durchmesser noch etwa fünf Minuten zu erkennen war."

Cuxhaven (NI)

 24.07.2009 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: 13:05 bis 13:09 Uhr MESZ. Etwa 10 Kilometer nordnordwestlich der Wetterwarte Cuxhaven wurde vom Wetterbeobachter eine Wasserhose im Bereich der Elbmündung gesichtet, die in Richtung Norden zog. Der sichtbare Schlauch reichte etwa 1/3 der Strecke Wolke - Boden hinab, auf dem Wasser war darunter eine deutliche Verwirbelung auf dem wasser sichtbar.

Juist (NI)

bild
 24.07.2009 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 13 und 14 Uhr MESZ. Wasserhose vor Juist, Dauer: 10-15 min., Zugrichtung: von West nach Ost, Verlauf: Funnel mit Bodenberührung, dann annähernd aufgelöst, dann wieder stärker werdend und erneut mit Bodenberührung (vollständig sichtbar von der Wolke bis zum Wasser), Ort und Entfernung: Ostbad Juist, etwa 3-5 km nördlich.

Tornado vor Juist

Barwedel (NI)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: etwa 16:15 bis 16:30 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge beschreibt einen schwachen Tornado, der 2-3 Minuten lang zwischen Barwedel und Ehra in Richtung Osten zog. Nach seinen Angaben sah der beobachtete Tornado im oberen Bereich schlauchförmig glatt und im unteren Bereich (ca. 50 - 100 Meter vom Boden) zerfranst aus. Er war nicht direkt senkrecht in die Wolke führend, sondern schräg nach links - dann im Bogen nach oben gerichtet. Man sah deutlich die Rotation. Im oberen Bereich hell - aber deutlich zu sehen. Den Tornado beobachtete er vom Barwedeler Berg - direkt neben dem Barwedeler Turm, an der Hauptstraße stehend in Nord-Östlicher Richtung nahe Ehra. Den Bodenkontakt vermutet er, da der untere Bereich vom Schlauch sich mehrfach in seiner Farbe (grau-schwarz) änderte. Den Tornado sah er aus einer weiten Entfernung und über einer großen Waldfäche. Ein weiterer Beobachter meldete einen mutmaßlichen Funnel bei Brome, der Standort war ca. 1 km südlich von Brome.

Tornadoverdacht bei Brome
23.07.09 Funnelverdacht (Stormchaser-Europe-Forum)
Möglicher Tornado und Funnelsichtung (Die Wettercommunity)

Küstorf (NI)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 16 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der WAZ vom 23.07.2009: "?So etwas habe ich noch nicht gesehen?, staunte dann auch Jens Diekmann, Ortsbrandmeister in Knesebeck. Zwischen Küstorf und Hagen-Mahnburg hatte eine Windhose nicht nur etliche Bäume entwurzelt ? sie zerlegte auch ein großes Maisfeld. Das wurde ?total zerstört?, sagte Diekmann."

Sturm: Windhose wütet im Maisfeld (WAZ, 23.07.09)
Windschneise: Unwetter reißt Bäume um (Isenhagener Kreisblatt, 24.07.09)

Lutterloh (NI)

 23.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:20 Uhr MESZ. Deutlich Rotierendes Gebilde von Unterlüß aus in Richtung Westen beobachtet. Dabei ist unklar, ob sich ein Funnel oder Tornado ausgebildet hat.

Möglicher Funnel bei Unterlüß

Walchum (NI)

 08.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:40 Uhr MESZ. Funnelmeldung durch einen Skywarn-Beobachter.

Norddeich (NI)

bild
 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Norddeich (NI)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Norddeich (NI)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Norddeich (NI)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Norddeich (NI)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Norddeich (NI)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Norddeich (NI)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Norddeich (NI)

 07.07.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:35 und 17:42 Uhr MESZ. Bis zu 8 Funnel über dem Wattenmeer vor Norddeich gesichtet, davon mindestens 6 fotografiert. Einige Funnel reichten sehr weit herunter, mindestens einer davon hatte Kontakt zum Watt.

Funnels vor Norddeich

Oerie (NI)

 03.07.2009 / Stärke (n. bek.) Kein Tornado
Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des Nibelungen-Kuriers: "Feuerwehrleute sichern am Freitag (03.07.09) in Oerie, einem Ortsteil der Gemeinde Pattensen, das durch eine Windhose zerstoerte Hausdach einer Scheune aus dem 19. Jahrhundert. Nach Angaben der Besitzer war waehrend eines Regenunwetters eine Windhose ueber das Haus gefegt, hatte einen Grossteil der Ziegel abgedeckt und anschliessend ein grosses Loch in die Mitte des Daches gerissen. Es wurde niemand verletzt. Laut Feuerwehr sorgte das Unwetter in dem Ort zudem fuer ueberschwemmte Strassen und vollgelaufene Keller." - Nach den vorliegenden Erkenntnissen war kein Tornado aufgetreten.

Tornadoverdacht Pattensen-Oerie (Skywarn)
Unwetter im Süden und Westen (Nibelungen-Kurier, 04.07.09)
Scheunendach durch Unwetter abgedeckt (HAZ, 04.07.09)
Juni
Mai

Lengede (NI),
Bodenstedt (NI)

 26.05.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:20 Uhr MESZ. "Peine: Windhose sorgt für Chaos - Eine Windhose hat Dienstagabend für Chaos im Südosten des Landkreises Peine gesorgt: Laut Polizei kippten diverse Bäume um, ein Dach wurde abgedeckt und mehrere Straßen wurden aufgrund der starken Regenfälle überschwemmt. Die Windhose zog von Lengede Richtung Bodenstedt, dann über Groß Gleidingen weiter Richtung Braunschweig. Auch Köchingen und Vechelde - und damit auch die B 1 - waren zum Teil betroffen." (Quelle: newsclick.de) - Aus einer meldung des NDR vom 27.09.09: "In Braunschweig und im Kreis Peine sorgte eine Windhose am frühen Abend für Chaos. Innerhalb kürzester Zeit gingen bei der Polizei mehr als Hundert Notrufe ein. Zahlreiche entwurzelte Bäume fielen auf Straßen und Häuser. Die Bundesstraße 1 zwischen Köchingen und Vechelde wurde überschwemmt." - Nach dem bisherigen Kenntnisstand ist eher von einem Downburst auszugehen.

Windhose bei Lengede (Braunschweig) gestern abend (27.5.)? (WZ-Forum)
Windhose tobt in Lengede (PAZ, 26.05.09)
Peine: Windhose sorgt für Chaos (newsclick.de, 26.05.09)
Windhose wütet im Landkreis Peine (NonstopNews, 27.05.09)
Fotos: Windhose wütet im Landkreis Peine (NonstopNews, 27.05.09)
Ein Toter bei Unwettern über Deutschland (Wedel-Schulauer Tageblatt, 27.05.09)
Braunschweig: Aufräumen nach Unwetter - Schaden noch unklar (newsclick.de, 27.05.09)
Windhose beschädigt Bäume und schleudert Holzhütten durch die Luft (newsclick.de, 27.05.09)
Video: Windhose fegt über Peine und Braunschweig hinweg (newsclick.de, 27.05.09)
Jahresbilanz Feuerwehr Lengede (newsclick.de, 01.12.09)

Nausen (NI)

 08.05.2009 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 20:50 Uhr MESZ. "Tornado über Karwitz - Karwitz. Am Freitag Abend kam es nach dem letzten extremen Sturm names Kyrill erneut zu einer Windhose über Karwitz. Augenzeugen berichteten davon, gegen 20.50 Uhr am 08.05.09 eine dieser Windhosen gesehen zu haben, als es zu plötzlichen Sturmböen kam. Zahlreiche kleinere und mittlere Äste waren bereits kurz nach dem Sturm auf den Straßen zu finden. Das ganze Ausmaß kam aber erst in den Morgenstunden des Samstags zum Vorschein. In Nausen drehte die Windhose einen Ast von ca. 20 Meter Länge und einem Stammdurchmesser von ca. 80 cm einfach vom Stamm einer Kastanie ab. Der Ast landete neben der Kastanie und wurde fast senkrecht, lediglich von einer Buche gehalten. Dabei hatte er bereits eine bedrohliche Schräglage in Richtung eines Fachwerkhauses eingenommen." (Quelle: Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg)

Tornado in Karwitz-Nausen
Tornado über Karwitz (Kreisfeuerwehrverband Lüchow-Dannenberg, 11.05.09)
Februar
Oktober

Lunestedt (NI)

 01.10.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Schäden in Lunestedt bei Bremerhaven, die Nordsee-Zeitung berichtet über eine Windhose: "Großer Knall: Windhose reißt Bäume um - Sturmschäden in Lunestedt und Cuxhaven. Lunestedt (jfw/us). "Ich dachte, unser Dach fliegt weg." Christine Peters aus Lunestedt ist noch ganz perplex. Sie hatte gestern Morgen gerade im Wintergarten des Hauses gesessen, als plötzlich Windböen das Gebäude erfassten. "Dann gab es einen großen Knall." Und in Christine Peters Garten lag eine riesige Linde. Der erste Herbststurm zog gestern über das Cuxland hinweg. Sturmtief Quinta und die Kaltfront brachten auch schwere Sturmböen bis zur Stärke 10 mit sich. "In Lunestedt kann sich durchaus eine Windhose gebildet haben", sagt Dieter Hoffmann von der Wetterstation Bremerhaven. Solche Wetterphänome entstehen dann, wenn sich zwischen Boden und Höhenluft große Temperaturunterschiede entwickeln. Dann kann ein rotierender Wirbel entstehen, der - ähnlich wie in einem Badewannenabfluss - viel Tempo und Kraft entwickelt und alles mit sich reißt. In Lunestedt waren nach kurzer Zeit mehrere Bäume umgeweht und dicke Äste abgebrochen. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Lunestedt, Hollen und Heerstedt rückten zu den Einsatzorten aus, um Schäden zu beseitigen und Straßen wieder passierbar zu machen. Mit Motorsägen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen machten sich die Feuerwehrleute an die Arbeit."

Großer Knall: Windhose reißt Bäume um ( Nordsee-Zeitung, 01.10.08)

Altenbruch (NI)

 01.10.2008 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 11:00 Uhr MESZ. "Cuxhaven / "Windhose" verursacht Sachschäden Am Mittwoch, 01.10.2008, gab es vormittags im Bereich Cuxhaven einige heftige Regenschauer. Dabei muss gegen 11.00 Uhr im Bereich der Heerstraße, Höhe Hausnummer 24, eine "Windhose" entstanden sein. Eine 42Jährige aus Cuxhaven war mit ihrem PKW von Altenbruch in Richtung Innenstadt unterwegs, als sie sah, dass Äste und kleinere Bäume auf der Straße fielen. Sie konnte noch rechtzeitig anhalten. Ihr PKW wurde von einem kleineren Baum nur leicht getroffen. Größer war der Schaden auf dem angrenzenden Gelände eines Obst- und Gemüsebauern. Es wurden Teile des Hausdaches abgedeckt und mehrere Gewächshäuser beschädigt. Eine Angestellte wurde durch Glassplitter verletzt. Darüber hinaus wurden 10 parkende PKW beschädigt. Die Kreisstraße musste 2 Stunden gesperrt werden." (Quelle: Ad Hoc News) - Weiter stürzten mehrere Bäume um. Im Treibhaus des Gemüsebauern, das angehoben und um ca. 3 Meter versetzt wurde, zerbrachen sämtliche Scheiben, während das benachbarte Treibhaus praktisch unversehrt blieb. Eine dort arbeitende Frau wurde verletzt. Autos auf dem Hof wurden beschädigt. Zahlreiche Augenzeugen haben die "Windhose" direkt beobachtet. Die Schneise ist ca. 50 bis 60 m breit. Die Beschädigungen zogen sich über eine Länge von ca. 350 bis 400 m hin. Genau vor und hinter dem tangierten Bereich ist keinerlei Bebauung. Wellblechplatten, die offensichtlich einmal auf einem Dach montiert waren, sind bis zu 300 m hinter der Bebauung in Richtung Cuxhaven-Altenbruch in einem Acker stecken geblieben. Weitere leichte Schäden gibt es dann noch in Altenbruch selbst im Bereich Ernst-Gehben-Weg / Kanalstraße.

Einige Fotos der Schäden
Weitere Fotos der Schäden ( WZ-Forum)
Pressemeldung der Polizeiinspektion Cuxhaven-Wesermarsch ( Ad Hoc News, 01.10.08)
Tornado hinterlässt Spur der Verwüstung ( Cuxhavener Nachrichten, 02.10.08)
Einsätze 2008 ( Feuerwehr Altenbruch)
Leserfoto: Eine Windhose über der Elbe vor Altenbruch ( Cuxhavener Nachrichten, 08.10.08)
September

Cuxhaven (NI)

 29.09.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: noch nicht genau bekannt. Beobachtung von vier Funnel von Cuxhaven aus, davon mindestens ein Fall mit Bodenkontakt.

Cuxhaven (NI)

 29.09.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 12:40 und 12:55 Uhr MESZ. Beobachtung zweier Funnel von Cuxhaven aus in Richtung Nordwesten bis Norden über der Elbmündung. Zunächst war von Cuxhaven aus ein breiter Funnel zu sehen, der sich bis etwa 1/3 der Strecke Wolke-Boden erstreckte. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt. Dieser Funnel löste sich nach einigen Minuten auf, während die Schauerzelle weiter nach Nordosten in Richtung schleswig-holsteinische Küste zog. Dabei bildete sich ein neuer Funnel, der ebenfalls bis etwa 1/3 der Strecke Wolke-Boden hinabreichte und sich vor Erreichen des Festlandes auflöste.

Leserfoto: Eine Windhose über der Elbe ( Cuxhavener Nachrichten, 08.10.08)

Cuxhaven (NI)

 29.09.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 12:40 und 12:55 Uhr MESZ. Beobachtung zweier Funnel von Cuxhaven aus in Richtung Nordwesten bis Norden über der Elbmündung. Zunächst war von Cuxhaven aus ein breiter Funnel zu sehen, der sich bis etwa 1/3 der Strecke Wolke-Boden erstreckte. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt. Dieser Funnel löste sich nach einigen Minuten auf, während die Schauerzelle weiter nach Nordosten in Richtung schleswig-holsteinische Küste zog. Dabei bildete sich ein neuer Funnel, der ebenfalls bis etwa 1/3 der Strecke Wolke-Boden hinabreichte und sich vor Erreichen des Festlandes auflöste.

Leserfoto: Eine Windhose über der Elbe ( Cuxhavener Nachrichten, 08.10.08)

Borkum (NI)

 21.09.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:25 Uhr MESZ. Funnelsichtung vom niederländischen Ort Roodeschool aus in Richtung Nordosten. Da sich Roodeschool nur ca. 6 km von der deutschen Grenze entfernt befindet und sich der Funnel nach den vorliegenden Fotos über dem Wasser der "Oude Westereems" (Westerems) befand, ist davon auszugehen, dass sich der Funnel über deutschem Gebiet befand. Von Kontakt zur Wasseroberfläche ist bei dem weit herab reichenden Funnel auszugehen. Hoosje in Roodeschool(Gr) om 12:25 ( Weerwoord)

Borkum (NI)

 07.09.2008 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:00 Uhr MESZ. Von der Insel Borkum aus war in Richtung Südwesten nahe der niederländischen Grenze ein voll ausgebildeter Schlauch zu sehen. Der Schlauch hatte sichtbaren Kontakt zur Wasseroberfläche. Das Ereignis dauerte insgesamt 8 Minuten.

Tornado vor Borkum
August

Borkum (NI)

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 23.08.2008 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 14:20 bis 14:30 Uhr MESZ. Mindestens ein Tornado und ein weiterer Funnel mit wahrscheinlichem Bodenkontakt wurden gegen 14:20 Uhr von einer Webcam nordöstlich der Insel aufgenommen und danach im Bereich der Insel fotografiert. Das Foto der Webcam wurde seitens der Wirtschaftsbetriebe der Stadt NSHB Borkum GmbH zur Verfügung gestellt.

Tornado auf Borkum

Bötersen (NI),
Mulmshorn (NI)

 07.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Zwischen 18:00 und 18:10 Uhr MESZ. Medienmeldungen zu einem mutmaßlichen Tornado im Kreis Rotenburg. Dazu aus einer Meldung der Rotenburger Kreiszeitung: "Für eine Schneise der Verwüstung sorgte gestern Abend ein Wirbelsturm mit Tornadostärke, der wie am laufenden Band Bäume umstürzen ließ und dadurch für erhebliche Schäden an Häusern und Straßen, für leicht verletzte Personen und nicht zuletzt auch für stehende Züge auf der Strecke zwischen Rotenburg und Bremen sorgte." Schäden gab es in der gesamten Region, es gibt Meldungen über einen möglichen Tornado im Bereich Mulmshorn, dazu auch Berichte über Funnelsichtungen nordwestlich bis westlich von Rotenburg/Wümme, im Bereich Hassendorf. Aus einer Meldung der Freiwilligen Feuerwehr Rotenburg (Wümme): "Am Abend des 7. August zog ein Unwetter u.a. über das Rotenburger Stadtgebiet. Neben starken Sturmböhen und Regenfällen, bildete sich im Bereich Bötersen eine Windhose. Um 18:13 Uhr wurde die Ortswehr Rotenburg durch die Einsatzleitstelle in Zeven alarmiert. Einsatzort war die B71 zwischen Kaserne und Mulmshorn. Die Bundesstraße wurde durch 11, z.T. große Buchen, und andere Bäume blockiert. [...] Nächste Einsatzstelle für Rüstwagen und Drehleiter war Bötersen. Hier hatte die Windhose unzählige Bäume beschädigt und umgeworfen." In Bötersen wurden etwa 220 Bäume umgeworfen.

Tornado entwurzelt Bäume und sorgt für ein Chaos ( Rotenburger Kreiszeitung, 08.08.08)
Unwetter mit Tornado zieht über Norddeutschland ( NDR, 08.08.08)
Windhose in Rothenburg ( Topnews, 08.08.08)
Unwettervideo aus Bötersen (Kein Tornado!) ( YouTube)
Sturmschäden am 07.08.2008 ( Feuerwehr Zeven)
Aufräumarbeiten Tornado 07.-08. - 09.08.2008 ( FF Bötersen)
Unwetter rund um Rotenburg ( Freiwillige Feuerwehr Rotenburg (Wümme))
Eine Schneise der Zerstörung ( Rotenburger Rundschau, 13.08.08)
Erntefest Hellwege ( Rotenburger Rundschau, 11.09.08)
Windhose ( Wir sind im Garten)

Badenermoor bei Bremen (NI),
Ottersberg (NI)

 07.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Von einigen Medien wird eine "Windhose" gemeldet, z.B. in den Verdener Nachrichten vom 13.08.2008: "Rund 3000 Bäume wurden von dem Sturm in den Kreisen Rotenburg und Verden allein in den staatlichen Wäldern zerstört, schätzt Junge. In dieser Zahl sind nicht die Anzahl der Bäume enthalten, die der Sturm auf Privatgrundstücken oder Wäldern in Privatbesitz umgeknickt hat. Wie berichtet, hatte eine Windhose oder ein Tornado am Donnerstag der vorigen Woche eine Spur der Verwüstung zwischen Achim-Badenermoor, Ottersberg und Sottrum und anderen Gebieten im Landkreis Rotenburg gezogen. Neben den zahlreichen umgeknickten Bäumen waren auch mehrere Häuser stark beschädigt und Autos von umfallenden Bäumen zerstört worden. Menschen wurden leicht verletzt."

Tornado knickt auf 500 Metern bis zu 15 teilweise meterdicke Bäume um ( NonstopNews, 07.08.08)
20-Meter-Baum fällt auf Bauernhaus ( NonstopNews, 07.08.08)

Graue (NI),
Asendorf (NI)

 07.08.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 17 Uhr MESZ. Eine "Windhose" soll Schäden angerichtet haben. "Angefangen mit einer Windhose in der Gemarkung Graue, wo bei der Palettenfirma Schlesselmann etliche Paletten von der Windhose erfasst und in die Höhe geschleudert wurden." (Quelle: FF Asendorf). Dazu aus einer Meldung der Kreiszeitung vom 08.08.08: "ASENDORF (bns) Zu einem Großeinsatz der Ortsfeuerwehr Asendorf kam es gestern auf der Bundesstraße 6. Hier waren kurz nach 17 Uhr mehrere Bäume auf die Straße gestürzt. Der Verkehr konnte erst gegen 19.30 Uhr wieder fließen. Eine Windhose sowie Sturmböen über Graue und Asendorf waren für fliegende Dachpfannen und Holzpaletten verantwortlich. Alle Fahrzeuge und 30 Feuerwehrleute der Asendorfer Feuerwehr waren im Einsatz. Ein großer Lindenbaum fiel auf das Dach des Asendorfer Automuseums und begrub einen auf dem Hof parkenden Audi 100 unter sich. Die Oldtimer erlitten keinen Schaden."

Sturmböen und Windhose sorgten für Verwüstung ( Kreiszeitung, 08.08.08)

Ambergen (NI)

 03.08.2008 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 22:15 und 22:30 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden innerhalb einer rund 4 Kilometer langen Schneise in Goldenstedt-Ambergen im Landkreis Vechta. Dazu aus einer Meldung der Oldenburgischen Volkszeitung vom 06.08.08: "Eine schwere Windhose hat in der Nacht zum Montag in Goldenstedt-Ambergen schweren Schaden angerichtet. Mehrere Dächer wurden abgedeckt, zahlreiche Bäume abgeknickt. [...] Mit Hilfe der aus Vechta angeforderten Drehleiter habe man hier und bei einigen anderen Gebäuden die Dächer mit Folie abdecken können. Beim Hof Imholte allerdings sei das Loch im dach zu groß gewesen. Auch in ein Maisfeld habe die Windhose eine Schneise geweht, so Schröder. Dort habe man genau die Richtung erkennen können." Die Schäden sind plausibel auf einen Tornado zurückzuführen. Es gab erhebliche Verfrachtungen auch größerer Gegenstände.

Tornado in Goldenstedt ( Skywarn)
Windhose zog durch Ambergen ( Feuerwehr Goldenstedt, 06.08.08)

Norderney (NI)

bild
 03.08.2008 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 15:53 bis 16:00 Uhr MESZ. Dieser Tornado wurde am 03.08.2008 von Norderney, Weststrand, aus in Blickrichtung Norddeich (Festland) beobachtet.

Tornado bei Norderney

Braunschweig (NI)

 01.08.2008 / Stärke (W) Verdacht
Zeitpunkt: kurz vor 18:00 Uhr MESZ. "Zusätzliche Erläuterungen: Kurz vor 18:00 senkten sich mehre Wolken aus den sich mehrere Funnels bildeten. Bei einem bin ich mir fast zu 100% sicher das er sogar den Erdboden erreichte. Über Schäden kann ich leider nichts sagen." (Quelle: ESWD, DWD Online-Unwettermeldung)
Juli

Obenstrohe (NI)

 29.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: später Nachmittag. Aus einer Meldung der Feuerwehr Varel: "Windhose in Varel - Am späten Nachmittag wurde die Feuerwehr Varel zur Unterstützung der Ortswehr Obenstrohe in den Schulzeweg, Grünenkamp gerufen. Durch eine Windhose sind mehr als 15 Bäume umgestürzt, teils ineinander. Mit zwei Fahrzeugen und einer zusätzlichen Motorsäge machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg. Zusätzlich wurde noch die dritte Ortswehr Borgstede-Winkelsheide mit angefordert. In rund 5-stündiger Arbeit wurden die Bäume fachgerecht zerlegt, sodass sie mit Hilfe eines Treckers mit Gabel von der Straße geräumt werden konnten. Trotz der angrenzenden Häuser kam es zu keinen Sachschäden. Im Einsatz waren rund 50 Einsatzkräfte mit 9 Fahrzeugen der Feuerwehren der Stadt Varel."

Schulzeweg: Feuerwehr sägt den Weg frei ( Nordwest-Zeitung, 31.07.08)
Feuerwehr Varel

Carum (NI)

 27.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 15 Uhr MESZ. Im Landkreis Vechta sollen im Bereich Bakum-Carum durch einen Tornado zahlreiche Bäume umgestürzt sein, die Gebäudeschäden waren nur gering. Nach einer Meldung sollen mehrere Augenzeugen gesehen haben, wie ein Rüssel bis zum Boden hinabreichte, bestätigt ist dies aber nicht. Dazu aus einer Meldung der Oldenburgischen Volkszeitung vom 28.07.08: "Wie Streichhölzer im Wind: Die Bäume am Höner Ring hielten den Naturkräften nicht stand. Dinklage/Carum (ru) - Während es andernorts im Landkreis Vechta lediglich grummelte, entwickelten sich im Bereich Dinklage/Carum gestern Nachmittag urplötzlich relativ verheerende Naturgewalten: Eine starke Sturmbö knickte kurz nach 15 Uhr etliche Bäume um. Zunächst rückte die Dinklager Feuerwehr in Richtung Carum aus, wo mehrere Stämme umgekippt waren. Dort übernahm dann die Bakumer Feuerwehr - die Dinklager wurden nach Höne gerufen. "Am Höner Ring lagen 15 Bäume", berichtete stellvertretender Stadtbrandmeister Peter Nickel. Die Einsatzkräfte räumten den Weg provisorisch frei, heute soll eine Fachfirma die Restarbeiten übernehmen. "Das muss so etwas wie eine Windhose gewesen sein", vermutet Nickel."

Rebberlah (NI)

 26.07.2008 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. In Rebberlah bei Eschede im Landkreis Celle gab es erhebliche Schäden, auch eine Schneise im Wald ist vorhanden. Dazu dieser Bericht aus Eschede (ca. 5 km östlich von Rebberlah): "Zum Zeitpunkt des Tornados war in Eschede bestes Wetter um ca. 31° C. Nur eine kleinere dunkle Wolke, aus der es zuvor stellenweise leicht getröpfelt hatte, war über Eschede zu erkennen. Die Anwohner in Rebberlah erklärten, dass alles rasend schnell ging. Plötzlich flog alles durch die Luft, Bäume wurden entwurzelt und Kronen abgedreht. So schnell wie der Spuk angefangen hatte, war er wieder zu Ende. Insbesondere fielen dem Tornado in Rebberlah große Eichen und Buchen zum Opfer. Die Schäden begrenzen sich nicht nur auf Rebberlah, sondern sind auch im angrenzenden Waldgebiet als eine Schneise der Verwüstung zu erkennen. Ich selbst habe nur die Schäden gesehen, Passanten behaupteten jedoch von der Bahnbrücke Eschede (Rebberlaherstraße) einen typischen kleinen Tornadoschlauch gesehen zu haben, der sich dann aber schnell auflöste." Die Untersuchung vor Ort hat gezeigt, dass die Schäden nicht auf einen Tornado, sondern mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf einen Downburst zurückzuführen sind.

Downburst Rebberlah ( Skywarn)
Fotos der Schäden ( flickr)
Sturmschaden nach Tornado ( Feuerwehr Eschede)

Langern bei Stolzenau (NI),
Ilvese (NW)

bild
 21.07.2008 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 20:55 bis 21:00 Uhr MESZ. Beobachtung einer rotierenden Wolkenbasis, aus der zwischen Frestorf-Langern und Petershagen-Ilvese ein deutlich sichtbarer, 5 Minuten andauernder Funnel hervorging. Ein Augenzeuge: "... da zog dann aus nordwestlicher Richtung kommend eine kegelartige Regenwolke auf uns zu. Als die direkt über uns war, konnte man schon Rotationen in der Wolke über uns erkennen. Als wir dann weiterfahren wollten, haben wir am Ende der Wolke deutlich einen Funnel erkennen können, der ca. 5 min. bestand. Leider konnten wir nicht genau erkennen, ob er Bodenkontakt hatte, aber wir waren mächtig beeindruckt. Wir standen in der Straße Eikenkamp, ca. 150m vor der Querstr. Weserhöhe, und haben in Richtung Weser geguckt. Und schätzen, dass - wenn der Tornado Grund berührt hat - das bei den Kiesteichen bei Fresdorf-Langern in der Nähe der B215 gewesen ist." Weitere Augenzeugen der Feuerwehr Petershagen konnten den Bodenkontakt bestätigen.

Tornado bei Petershagen

Borkum (NI)

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 17.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:31 Uhr MESZ. Funnelsichtung im deutsch-niederländischen Grenzgebiet von Eemshaven aus.

Tornadoverdacht bei Borkum

Borkum (NI)

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 17.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 12:55 Uhr MESZ. Funnelsichtung im deutsch-niederländischen Grenzgebiet von Eemshaven aus.

Tornadoverdacht bei Borkum

Gartow (NI)

 10.07.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:20 Uhr MESZ. Augenzeugen beobachteten den Tornado, wie er Schäden an dem "Imbiß am See" anrichtete und dann in Richtung Norden weiterzog. Am Ortseingang Gartow (L 265) lagen zahlreiche kleine und größere Äste. Dazu ein Augenzeuge: "[...] also am 10.07.08 gegen 15.20 Uhr MESZ bei 29471 Gartow (Niedersachsen). Um diese Zeit sah ich zunächst abgebrochene kleine und große Äste am Ortseingang Gartow (L 265) liegen. Ca. 2 Minuten später sah ich die dunklen Wolken mit dem Funnel nördlich von Gartow, allerdings weiß ich nicht, wie weit sie weg waren. Entweder noch über dem Elbholz (Naturschutzgebiet Elbtalaue) oder nach Überquerung der Elbe über Brandenburg. Der Funnel reichte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bis zur Erde und verschwand sodann. Der Tornado muss jedenfalls mindestens die L 265 bei Gartow passiert haben (am Imbiss) und in nördlicher Richtung am Gartower See entlang oder über den Gartower See gewandert sein in Richtung Elbe."

Windhose bedrohte Gartow ( wendland-net, 11.07.08)
Video: Windhose bei Gartow ( wendland-net, 13.07.08)

Borkum (NI)

bild
 08.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:48 Uhr MESZ. Funnelsichtung südwestlich von Borkum im deutsch-niederländischen Grenzgebiet.

Tornadoverdacht bei Borkum

Borkum (NI)

bild
 08.07.2008 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 13:08 bis 13:20 Uhr MESZ. Tornado wurde fotografiert und von einer Webcam in Richtung Juist aufgenommen. Das Foto der Webcam wurde seitens der Wirtschaftsbetriebe der Stadt NSHB Borkum GmbH zur Verfügung gestellt.

Tornado bei Borkum

Kurzes Video des Tornados ( YouTube)

Bilm (NI)

bild
 07.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 16:38 Uhr MESZ. Funnelsichtung im Bereich südlich von Sehnde-Bilm, südöstlich von Hannover. Der Funnel trat als langer, dünner Schlauch auf.

Funnel bei Sehnde

Hannover (NI)

 07.07.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 15:15 Uhr MESZ. Funnelsichtung westlich der Medizinischen Hochschule im Bereich des Zoologischen Gartens. Der Funnel reichte nach Augenzeugenberichten etwas mehr als die Hälfte der Strecke Wolke-Boden herab. "Er war schlauchförmig und gebogen; so wie die Sichtung in Plattling/Bayern vom 30.06., nur nach rechts (Norden) gebogen und in dem Wolkenvolumen nicht so ausgeprägt."
Juni

Bad Münder (NI)

 22.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ, Einsätze der Feuerwehr ab 19:06 Uhr. Schäden im Süden von Bad Münder (Landkreis Hameln-Pyrmont), Zeitungsbericht über einen mutmaßlichen Tornado. Dazu aus einem Bericht der Neuen Deister Zeitung: "Viel zu tun gab es für die Einsatzkräfte auch am Melkerweg, dort hatte der Sturm - Anwohner gehen von einem kleinen Tornado aus - gleich mehrere Kiefern umstürzen lassen. Mit Kettensägen zerteilten die Feuerwehrleute die kräftigen Stämme."

Unwetter legt Verkehr auf der B 442 lahm ( Neue Deister Zeitung, 23.06.08)
Feuerwehr Bad Münder

Steinhude (NI)

bild
 22.06.2008 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17:15 Uhr MESZ. Mutmaßlicher Tornado von Jan Scheruhn beobachtet und fotografiert. Dabei bildete sich zunächst ein Böenfrontwirbel/Gustnado, der Kontakt zum Aufwindbereich der Wolke bekam und damit kurzzeitig einen durchgehenden Schlauch aufwies.

Windhose bei Wunstorf/Steinhude + Hühnereihagel ( WZ-Forum)
Tornado, Böenwalze und Hühnereihagel bei Wunstorf/Hannover ( WZ-Forum)
Tornado über Wunstorf: Beeindruckende Bilder vom Unwetter ( HAZ)

Ochtmannien (NI),
Bruchhausen-Vilsen (NI)

bild
 07.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:10 und 19:25 Uhr MESZ. Mindestens drei (!) Funnel im Bereich Ochtmannien (ca. 5 Kilometer westlich bis nordwestlich von Vilsen) bis in den Raum Vilsen wurden beobachtet und auch fotografiert. Über Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Funnelbeobachtung in Süstedt-Uenzen ( Skywarn)
Funnelbeobachtung in Bassum-Klenkenborstel
Funnelvideo in Hoya
Weitere Fotos aus Hoya
Luftrüssel über Verden ( Feuerwehr Verden)

Bassen (NI)

 02.06.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Pressemeldung vom 04.06.08: "WINDHOSE FÄLLT BÄUME. OYTEN-BASSEN (CHB). Ein schweres Gewitter hat am Montagnachmittag zwischen Lindheim und Schaphusen mehrere Bäume umgeknickt. Auf einer Strecke vonanderthalb Kilometern kippten infolge einer Windhose sechs Baumriesen auf Wege und Straßen und mussten von Feuerwehrleuten abgeräumt werden." (Quelle: Delmenhorster Kreisblatt) Bäume knickten um wie Streichhölzer ( Weserkurier, 04.06.08)
Mai

Cuxhaven (NI)

bild
 01.05.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ab ca. 19:20 Uhr MESZ. Schlauchartiges Gebilde für mehr als 5 Minuten über dem Osten Cuxhavens (Bereich Ritzebüttel - Groden) sichtbar und von einer Schauerwolke weit hinabreichend.

Tornadoverdacht Cuxhaven
Sowas sieht man ( CN-Forum)
April
März

Pötzen (NI)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Schäden innerhalb einer Schneise in Pötzen, nördlich von Hameln. Dazu aus einer Pressemeldung: "Tornado zieht eine Schneise der Verwüstung - Wirbelwind bei Pötzen / Orkan-Bilanz: In heimischen Wäldern liegen 7000 Festmeter Holz am Boden. Ein Wirbelwind schlug in Pötzen eine 30 Meter breite Schneise der Verwüstung. Während eines Gewitters knickte der Tornado 50 bis zu 25 Meter hohe Bäume ab. Jürgen Edler (65) aus Hameln räumt auf. Hameln-Pyrmont / Bodenwerder (ube). Bei Pötzen hat ein Tornado eine 30 Meter breite Schneise der Verwüstung gezogen ? auf zwei Grundstücken in der Feldmark wurden während eines heftigen Gewitters 50 bis zu 25 Meter hohe Pappeln und Fichten wie Streichhölzer umgeknickt oder abgedreht. Zwei große Bäume zertrümmerten das Wochenendhäuschen von Jürgen Edler. 20 Silberpappeln liegen in seinen Forellenteichen. Der 65-jährige Hamelner schätzt den Schaden auf rund 15000 Euro." (Quelle: Deister-Weser-Zeitung)

Tornado zieht eine Schneise der Verwüstung ( Deister-Weser-Zeitung, 03.03.08)
Tornado zieht eine Schneise der Verwüstung - Foto ( Deister-Weser-Zeitung, 03.03.08)

Schöningen (NI)

 01.03.2008 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 05:55 Uhr MEZ. Schäden innerhalb einer Schneise in Schöningen bei Helmstedt. Dazu aus einer Pressemeldung: "Eine regelrechte Schneise hat der Sturm vom Schäfertor über die Salzstraße und Schützenbahn bis zum Kurpark gezogen. "Der sah aus wie nach einem Bombenangriff", sagte Kammann (Anm.: Kreis-Feuerwehrsprecher Gerald Kammann). Weiter gab es Einsätze von der Bahnhofs- über die Gabelsbergerstraße bis zur Kläranlage. [...] Kammann sprach von einer Art Windhose - denn im Rest des Stadtgebiets war wenig passiert." (Quelle: Braunschweiger Zeitung, 04.03.08)

Bericht zum Tornadoverdacht Schöningen
Tornadoverdacht Schöningen ( Skywarn)
Einsätze ( Feuerwehr Schöningen)
Emma über Schönigen ( THW Schöningen)
November
September

Cuxhaven (NI)

 10.09.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08:30 Uhr MESZ. Der mutmaßliche Tornado richtete am Alten Fischereihafen im Bereich der Präsident-Herwig-Straße einige Schäden an.

Neuenwalde (NI)

 10.09.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 08:30 Uhr MESZ. Nach einem Bericht der Nordsee-Zeitung vom 11.09.07 soll eine "Windhose" aufgetreten sein: "Windhose zieht durch Neuenwalde: "Neuenwalde (us). Einen Schaden von mehreren Tausend Euro hat gestern eine Windhose angerichtet, die gegen 8:30 Uhr durch Neuenwalde zog. Betroffen war vor allem die Neubausiedlung am Holßeler Weg, wo mehrere Dächer beschädigt worden sind. [...]"
August

Borkum (NI)

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 31.08.2007 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 10:17 bis 10:22 Uhr MESZ. Der Tornado entstand im Bereich der Seehundbank und zog von dort in Richtung Promenade, löste sich aber über dem Watt kurz vor Erreichen der Promenade auf.

Tornado vor Borkum

Sahlenburg (NI)

 28.08.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:35 Uhr MESZ. Ein schwacher Schauer zog von der Nordsee in Richtung Südosten. Etwa 4 bis 6 Kilometer vor der Küste wurde von Cuxhaven-Sahlenburg aus ein weit herabreichender Schlauch beobachtet, allerdings behinderte ein Waldgebiet die Sicht auf den unteren Teil. Über Kontakt zum Wasser ist nichts bekannt.
Juli

Walle (NI)

 27.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 01:10 bis 01:15 Uhr MESZ. Die Verdener Aller-Zeitung vom 28.07.07 berichtete über einen Tornado im Verdener Teilort Walle (27283). Auf einer rund 4 Kilometer langen Strecke gab es Schäden an Bäumen, einige Bäume wurden komplett entwurzelt, auch viele Äste wurden abgebrochen.

Tornadoverdacht Verden-Walle

Otterndorf (NI)

bild
 24.07.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:31 bis 19:33 Uhr MESZ, als Funnel noch bis ca. 19:40 Uhr sichtbar, nordwestlich der Stadt Otterndorf im Landkreis Cuxhaven. Gemeldet vom Skywarn-Stormchaser Jan Scheruhn, sein Standort: ca. 1-2 km westlich von Otterndorf. Ein weit herabreichender Schlauch war zu sehen, der auf freiem Feld vorübergehend gemähtes Gras aufwirbelte. Weitere Augenzeugen bestätigten den Wirbel, der möglicherweise als Wasserhose über der Elbe entstand. Das auslösende Gewitter traf u.a. auch ein Jugendzeltlager, wo es erhebliche Schäden gab.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Tornadomeldung von Jan Scheruhn (Wetterzentrale)
Tornado über Otterndorf [Bilder] (Wetterzentrale)
Zeltlager und Theaterstück wegen Sturmböen abgebrochen (Yahoo News)

Norderney (NI)

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 22.07.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 19:00 und 19:10 Uhr MESZ, Dauer: 7-8 Minuten. Schmaler, dünner Schlauch im Watt südlich des Ostteils der Insel, zwischen Norderney und Neßmersiel bei ablaufendem Wasser (Hochwasser gegen 17:22 Uhr MESZ). Augenzeugen bestätigten den Kontakt zur Wasseroberfläche.

Tornado bei Norderney
Wasserhose bei Norderney (Wetterzentrale)

Döhle (NI)

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 22.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: kurz nach 16 Uhr MESZ. Möglicherweise weit entfernte Funnelsichtung, allerdings mit großen Unsicherheiten. Der in Frage kommende Bereich befindet sich im äußersten Osten des Kreises Soltau-Fallingbostel etwa zwischen Hörpel, Evendorf und Hützel, Steinbeck (Luhe).

Tornadoverdacht Döhle (Skywarn)
Gewitter am 22.07.07 (Album.de)

Sahlenburg (NI)

bild
 22.07.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 14:00 bis 14:10 Uhr MESZ. Tornadosichtung von Cuxhaven-Sahlenburg aus in Richtung Südwesten.

Tornado vor Cuxhaven

Horumersiel (NI)

bild
 18.07.2007 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Ein Tornado (Wasserhose) bildete sich im Außenbereich der Jade und zog in Richtung Südwesten auf das Festland in den Ort Horumersiel im Landkreis Friesland. Hier gab es aber nur leichte Schäden an Dächern bzw. Satellitenempfangsanlagen.

Tornado in Horumersiel
Tornado Horumersiel (Skywarn)

Neuhaus (Oste) (NI)

 10.07.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 13:47 bis 13:55 Uhr MESZ. Schmaler Schlauch in Höhe der Ostemündung von Niedersachsen (Neuhaus) und Schleswig-Holstein (Raum Brunsbüttel) aus gesichtet. Nach Augenzeugenberichten gab es zumindest vorübergehend Kontakt zur Wasseroberfläche.

Windhose und Boenwalze (Forum Schiff)

Norderney (NI)

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 10.07.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 12:50 und 13:15 Uhr MESZ. Mutmaßliche Wasserhose vor Norderney beobachtet und gefilmt, Wasserkontakt ist nicht sicher. Ein Augenzeuge: "Die Wasserhose konnten wir von der Entstehung bis zur Auflösung ca. 13 Uhr bis 13:15 Uhr vom Damm am Weststrand sehr gut verfolgen. Dabei wurde die Wasserhose sehr breit und zog nördlich der Insel von West nach Ost sehr langsam. Ob sie Wasserkontakt hatte, konnten wir leider nicht erkennen, weil uns insoweit die Sicht durch Norderneyer Häuser verdeckt war." Weitere Augenzeugen konnten die gesamte Wasserhose sehen und auch von der Wetterstation auf der Insel wurde der Wasserkontakt beobachtet.

Bilder des Tornados vor Norderney
Weitere Fotos
Fotos von Eilbertus Stürenburg (Wetterzentrale)
Unangenehmes Naturspektakel: Tornado türmt sich vor Norderney auf (Ostfriesenblog)

Norderney (NI)

bild
 10.07.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 12:00 Uhr MESZ. Wasserhose vor Norderney beobachtet und gefilmt. Ein Augenzeuge: "... sahen wir im Vorfeld eines Gewitters etwas weiter entfernt gegen 12 Uhr im Seegebiet nördlich zwischen Juist und Norderney. Obwohl die Wasserhose sehr dünn war, konnten wir klar erkennen, dass sie bis aufs Wasser reichte. Nach ca. 2 Minuten war der Spuk vorbei."

Tornado vor Norderney

Wittmund (NI)

 10.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 11:50 bis 11:55 Uhr MESZ. Augenzeugen beobachteten einen weit herabreichenden und gut ausgeprägten Schlauch westlich von Wittmund, im Bereich Dunum, der zweimal ansetzte. Der Blick auf den sehr wahrscheinlichen Bodenkontakt war allerdings durch Bäume versperrt. Über Schäden in dem weitläufigen und meist freien Gelände ist nichts bekannt.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)

Gifhorn (NI)

 03.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 21:00 Uhr MESZ. Eine alte Weide und eine Ampelanlage im Ortsteil Kästorf wurden beschädigt. Ein Augenzeuge konnte wenige Minuten darauf einen Funnel unter dem abziehenden Schauer beobachten.

Windhose im Norden von Gifhorn ... (Wetterzentrale)

Herrenhausen (NI)

 03.07.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Das Dach eines Sportzentrums, direkt südlich der Herrenhäuser Gärten wurde erheblich beschädigt. Augenzeugen vor Ort sprechen von einem tief herabhängenden, sich drehenden Schlauch. Auch Beobachter im weiteren Umkreis konnten zumindest einen Ansatz für einen Tornado sehen. Der schwache Schauer, in dessen Bereich der Tornado auftrat, zog von Herrenhausen weiter nach Ostnordost nach Vahrenwald.

Bericht über Tornado in Hannover (Wetterzentrale)
Analyse zum möglichen Tornado Hannover/Herrenhausen (Wetterzentrale)
Seite zum mutmaßlichen Tornado
Zeitungsbericht zu Tornado in Hannover (Wetterzentrale)
Lokale Windhose deckt Dach von Tennishalle ab (Nonstopnews, 03.07.07)
Fotos der Schäden (Nonstopnews, 03.07.07)

Norden (NI)

 02.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 17:45 und 18:45 Uhr MESZ, die genaue Zeit ist nicht gesichert. Ein Augenzeuge beschreibt die Beobachtung eines schwachen Tornados im Bereich Lintelermarsch bei Norden in Ostfriesland, weitere Augenzeugen berichten über eine "Windhose", die über Norden hinweg in Richtung Nordosten zog. An einem Baumarkt wurde ein Teil des Daches abgedeckt und zahlreiche Blumentöpfe waren umgestürzt.

Verdachtsfall Norden (Skywarn)

Harpstedt (NI)

 01.07.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18:00 Uhr MESZ. Ein Tornado soll die Autobahn A1 Osnabrück - Bremen zwischen Wildeshausen-Nord und Groß Ipener bei der Ortschaft Harpstedt im Landkreis Oldenburg überquert und eine Unfallserie mit einem Schwerverletzten ausgelöst haben. An den Unfällen waren insgesamt sieben PKW beteiligt.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Verdachtsfall Wildeshausen (Skywarn)
Unwetter löst Unfallserie auf A 1 aus (NWZ)
Windhose fegt über A 1: Vier Unfälle bei Harpstedt (NWZ)

Wanna (NI)

 01.07.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:15 Uhr MESZ. Zahlreiche Bäume innerhalb einer engen Schneise umgestürzt. Betroffen waren mehr als 40 Bäume, einige davon fielen in einer engen Kurve auf eine Landstraße und mussten von der Feuerwehr beseitigt werden. Nur wenige Tage später fand genau hier das örtliche Schützenfest statt.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Tornado in Wanna (Skywarn)
Juni

Brackstedt (NI),
Rühen (NI)

 26.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: abends. Nach einer Meldung der Wolfsburger Allgemeinen vom 27.06.07 soll eine Windhose im Norden der Stadt Wolfsburg aufgetreten sein: "Um 22.29 Uhr rückte die Feuerwehr nach Brackstedt aus. Dort waren vier Bäume am Radweg Richtung Kästorf umgekippt. Einsatzleiter Klaus-Dieter Otte: ?Ich vermute, das war eine Windhose.?" Weiter östlich gab es eien deutliche Schneise zwischen Rühen und Grafhorst, die aber erst im Juni 2009 entdeckt wurde. Sie ist aber sehr wahrscheinlich diesem Fall zuzuordnen.

[Verdacht] evtl. Juni 2007/Rühen (LK WOB, Niedersachen) (Stormchaser-Europe-Forum)

Juist (NI)

bild
 23.06.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ab 14:28 bis kurz vor 15 Uhr MESZ. Ein Tornado zog bei auflaufendem Wasser (Niedrigwasser gegen 11:45 Uhr) sehr langsam über längere Zeit über einen Priel hinweg und über das teils noch freie Watt hinweg. Dabei riss er manchmal Wasser, manchmal Schlick, Dreck und Sand nach oben.

Tornadofotos von Heino Behring
Tornadofotos von Sandra Bhend
Tornadofotos von Kerstin Grzebel
Wasserhose vor Juist (Skywarn)
Riesige Wasserhose im Juister Watt (Juist Net News)
Nachgereicht... (Juist Net News, 27.06.07)
Video des Tornados (MyVideo)
Weitere Fotos des Tornados (Stern Online)
Foto von Achim Conring (Fotocommunity)
Weitere Fotos von Achim Conring (Fotocommunity)

Borkum (NI)

 23.06.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:50 Uhr MESZ. Südwestlich der Insel Borkum wurde ein Funnel beobachtet, auch Wasserkontakt wurde von Augenzeugen bestätigt.

Zweiter Tornadoverdacht Borkum

Dünsche (NI),
Gedelitz (NI)

 20.06.2007 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in Dünsche und besonders in Gedelitz (etwa 12 km nordöstlich von Lüchow). Eingesetzt waren die Feuerwehren Bösel, Lüchow, Woltersdorf, Wustrow, Lübbow. Von Rebenstorf aus wurde ein weit herabreichender, breiter Funnel beobachtet. Dazu aus einer Meldung der Elbe Jeetzel Zeitung vom 21.06.2007: "Gedelitz. Eine Windhose hat gestern gegen 18 Uhr in Gedelitz eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Eine Vielzahl über 150 Jahre alter Eichen entlang der Ortsdurchfahrt sowie auf Grundstücken wurde entwurzelt. Auf einem landwirtschaftlichen Gehöft brachte der Sturm eines Teil des Giebels und des Daches zum Einsturz. Betroffen von dem Wirbelwind waren auch Königshorst, Saaße, Bösel, Woltersdorf und Dünsche."

Verdachtsfall Lüchow-Dannenberg (Skywarn)
Schadensfotos aus Gedelitz

Woltersdorf (NI)

 20.06.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. Erhebliche Schäden in mehreren Orten, betroffen waren u.a. Wustrow (ca. 5 km südwestlich von Lüchow), Königshorst, Saaße, Bösel und Woltersdorf. Die gesamte Strecke von Wustrow bis nach Woltersdorf beträgt etwa 8 Kilometer. Eingesetzt waren die Feuerwehren Gedelitz, Trebel, Dünsche, Vasenthien, Siemen, Laase, Gusborn, Langendorf. Dazu aus einer Meldung der Elbe Jeetzel Zeitung vom 21.06.2007: "Gedelitz. Eine Windhose hat gestern gegen 18 Uhr in Gedelitz eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Eine Vielzahl über 150 Jahre alter Eichen entlang der Ortsdurchfahrt sowie auf Grundstücken wurde entwurzelt. Auf einem landwirtschaftlichen Gehöft brachte der Sturm eines Teil des Giebels und des Daches zum Einsturz. Betroffen von dem Wirbelwind waren auch Königshorst, Saaße, Bösel, Woltersdorf und Dünsche."

Verdachtsfall Lüchow-Dannenberg (Skywarn)

Hunden (NI),
Geesthacht (SH)

 16.06.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 16:40 bis 16:50 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Feuerwehren der Samtgemeinde Elbmarsch: "Das Unwetter am Wochenende sorgte auch in der Elbmarsch für einen Einsatz der Feuerwehr Hunden. Eine Schneise der Verwüstung hinterließ dabei der Sturm in allen drei Ortsteilen Hunden, Mover und Fahrenholz." Aus Geesthacht an der Nordseite der Elbe (Schleswig-Holstein) liegen Fotos eines tornadoähnlichen Gebildes westlich der Stadt vor.

Verdachtsfall Hunden/Geesthacht (Skywarn)
Unwetter über Hunden (Feuerwehren der Samtgemeinde Elbmarsch)

Langendorf (NI)

 16.06.2007 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr. Am 19.06.07 berichtete die Elbe Jeetzel Zeitung in Lüchow über eine Windhose am Nachmittag des 16.06. in Langendorf. Es gab einige Schäden im Ort. An der Elbe konnten zahlreiche Augenzeugen den Tornado beobachten. - Aus einer Meldung der SVZ: ""Wir haben den Tornado hautnah erleben und konnten auch sehen, wie er entstand", reagierte Gisela Schulz aus Karstädt auf den Aufruf des "Prignitzers", Näheres über das Wirbelsturmereignis vom 16. Juni zu berichten. Sie war mit 18 Mitgliedern des "Alpenvereins" Mecklenburg auf dem Elberadweg unterwegs, als sie gegen 16 Uhr die Entstehung des Tornados erlebten, beobachteten, wie er Bäume wegriss, Wasser der Elbe hochschleuderte und sich dann auf der Ostseite des Flusses wieder auflöste. "Wir waren etwa 500 Meter dran, das war beängstigend, wir kamen uns vor wie in den USA", erinnert sich Gisela Schulz an diese Minuten. Der Vereinsvorsitzende Dr. Hanke hielt den Tornado im Bild fest."

Tornado in Langendorf (Skywarn)

Tarmstedt (NI),
Westertimke (NI)

 15.06.2007 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ (Alarmierung der Feuerwehr Tarmstedt um 16:09 Uhr). Der Tornado zog nordöstlich von Bremen im Landkreis Rotenburg von Tarmstedt nach Westertimke. In Westertimke traten erhebliche Schäden an mindestens 15 Gebäuden auf. Laut Bericht der Zevener Zeitung und nach Augenzeugenberichten trat eine Windhose auf: "Eine Windhose ist gestern gegen 16 Uhr mit großer zerstörerischer Kraft durch Westertimke gezogen. Nach Schätzungen der Feuerwehr wurden dabei 15 bis 20 Gebäude beschädigt. Ein wuchtiger Buchenast krachte in den Dachstuhl eines alten Bauernhauses. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt." Die Analyse der Schäden ergab ein eindeutiges Bild.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Tornado in Westertimke (Skywarn)
Schadensbilder von Carsten Thun
Windrose über Tarmstedt und Westertimke (Feuerwehr Tarmstedt, 15.06.07)
Bildergalerie (Feuerwehr Tarmstedt, 15.06.07)
Tornado zieht Schneise durch Ortschaft (Nonstopnews, 15.06.07)
Fotos der Schäden (Nonstopnews, 15.06.07)
Mai

Osterbruch (NI)

bild
 28.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 12:20 bis 12:30 Uhr MESZ. Ein Funnel wurde beobachtet und fotografiert. Über einen möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt, Schäden dürften aber in der ebenen und meist unbebauten Landschaft kaum aufgetreten sein.

Tornadoverdacht bei Osterbruch

Uslar (NI)

 22.05.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:35 Uhr MESZ. Ein starkes Gewitter zog aus Südwesten über den Landkreis Northeim hinweg. In Uslar selbst gab es Überschwemmungen durch den starken Regen. Am Südrand von Uslar wurden umgestürzte Bäume gemeldet, dazu aus einer Meldung der HNA: "Auf der Kreisstraße 449 zwischen Uslar und Bodenfelde stürzten mehrere Bäume um, dabei wurde ein Klein-Lkw leicht beschädigt, blieb aber fahrtüchtig." Ein Augenzeuge konnte von Delliehausen aus in Richtung Südwesten einen Funnel beobachten, der etwa bis zur Hälfte der Strecke Wolke-Boden reichte. Die Beobachtung würde zu dem weiter nach Osten gezogenen, mutmaßlichen Tornado passen. Weitere Augenzeugen konnten diesen Funnel beobachten.

Karte der Region
(Auszug aus Top200, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie)
Verdachtsfall Uslar (Skywarn)
Hochwassereinsatz Uslar/Bollensen (Feuerwehr Uslar)

Hameln (NI)

 07.05.2007 / Stärke (F1) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 19:50 bis 19:53 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Deister- und Weserzeitung soll eine Windhose aufgetreten sein: "Windhose richtet in Sekunden Schäden an: Hameln. Der ganze Spuk dauerte gestern Abend nur ein paar Sekunden ? danach sah es auf einigen Straßen der Stadt...". Dazu aus der Meldung der Feuerwehr Hameln: "Eine Windhose richtete in Sekunden in den Bereichen Schillerstraße, Ilphulweg, Lohmannstraße, Pestalozzistraße und Springer Landstraße Schäden an."

Spezial zum möglichen Tornado in Hameln
Februar

Vechta (NI)

 28.02.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:06 Uhr MEZ. Nach einer Meldung der Oldenburgischen Volkszeitung vom 01.03.07 und nach der Einsatzmeldung der Feuerwehr Vechta traten im Industriegebiet Vechta-Nord erhebliche Schäden an dem Dach einer größeren Verkaufshalle auf, auch sechs PKW wurden zum Teil stark beschädigt. Einzelne Dachteile wurden mehr ca. 1,2 Kilometer weiter gefunden. Zuvor und auch im weiteren Verlauf stürzten innerhalb einer mindestens drei Kilometer langen Schneise einige Bäume um. In den Meldungen wird von einer Windhose berichtet.

Spezial zum möglichen Tornado in Vechta

Norderney (NI)

 06.02.2007 / Stärke (W) Bestätigt
Von der Wetterwarte Norderney aus wurde nordwestlich der Insel von 08:17 bis 08:21 Uhr MEZ eine Wasserhose beobachtet.
Januar

Godshorn (NI)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung des Langenhagener Echo vom 20.01.2007 zog eine "Windhose" über den Stadtteil Godshorn im Norden Hannovers hinweg, vor allem im Bereich "Weißer Weg" entstand eine Schneise mit umgestürzten, meist abgebrochenen Laubbäumen. Die Windhose soll dann weiter nach Ostsüdost über das Industriegebiet Osterriede und das nördliche Wiesenau hinweggezogen sein. Auch hier gab es nicht näher bezeichnete Schäden. Damit ergibt sich eine Gesamtschneise von 2 bis 2,5 Kilometer.

Steinhude (NI)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Schaumburger Zeitung vom 02.08.2009: "Tornados gibt es auch im Weserbergland. So im Januar beim Durchzug des Orkantiefs Kyrill, wo am Steinhuder Meer gleich mehrere Wasserschläuche gesichtet worden sind und Juni 2007 über Hameln. Meteorologe Reinhard Zakrzewski rechnet auch das Schaumburger Land zur Tornado-Alley. Ursache für den Tornado-Hotspot in unserer Nähe, sind wahrscheinlich die Landschaftsformen am Mittelgebirgsnordrand. Dabei fällt auf, dass die meisten dieser teuflischen Himmelsboten entlang der Höhenzüge von Wiehen- und Wesergebirge und des Teutoburger Waldes entstehen. Für nordwestliche Winde bilden sie praktisch einen Korridor, in dem beim Durchgang von Gewitterfronten mit nordwestlicher Anströmung Luftturbulenzen verstärkt oder auch zu Tornados angestoßen werden."

Wenn ein Wasserschlauch aus dem See in den Himmel aufsteigt (Schaumburger Zeitung, 02.08.09)

Harderberg (NI)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: nicht bekannt. Am Harderberg, südlich von Osnabrück, sollte nach einem Zeitungsbericht ein Augenzeuge eine "Windhose" gesehen haben. Ein Fichtenwald wurde dort innerhalb einer Schneise komplett zerstört, die Bundesstraße B51 musste in diesem Bereich gesperrt werden. Auch bei Bissendorf soll eine Schneise vorhanden sein. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist noch nicht klar. Nach ersten Untersuchungen ist ein Tornado im Fall Harderberg unwahrscheinlich, die genannte Augenzeugin hat keine Windhose beobachtet.

Zeitungsartikel über T-Verdacht bei Osnabrück (Skywarn)
Tornadoverdacht OS-Harderberg nicht bestätigt (Wetterzentrale)

Barsinghausen (NI)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Hier wurde ein Haus teilweise zerstört, ein weiteres schwer beschädigt, nachdem das Dach eines Hochhauses in eine Wohnsiedlung geworfen wurde. Weitere Schäden traten innerhalb einer Schneise auf, ein Tornado ist möglich.

Möglicher Tornado in Barsinghausen
Oktober

Emsbüren (NI)

 31.10.2006 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 15:20 Uhr MEZ. Zitat von der Feuerwehr Emsbüren (Kreis Emsland): "Sturmschäden: Gegen 15:20 Uhr kam es zu einem kurzen aber heftigen Regenschauer mit einigen Sturmböen. In diesem Wettergeschehen kam es in Ortsteil Mehringen zu einer Windhose, die auf einer Länge von ca. 600-800 m ungefähr 30 Bäume entwurzelte, viele Kronen wurden regelrecht abgedreht und in alle Richtungen gestreut. Mehrere Straßen waren unpassierbar. Diese wurden nach und nach von den Bäumen befreit." Die Feuerwehr war mit 25 Kameraden von 15:26 bis 19:50 Uhr im Einsatz.

Tornado in Emsbüren am 31.10.06 (Skywarn)
Tornado bei Emsbüren bestätigt (Wetterzentrale)
Der Tornado von Emsbüren (erster Bericht) (Skywarn)

Heiligenfelde (NI)

 29.10.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zitat aus der Sulinger Kreiszeitung vom 30.10.: "Wind deckte Dächer ab - Herr M. aus Heiligenfelde steht vor seinem abgedeckten Hausgiebel. Im Nu hatte eine "Windhose" gestern gegen 13 h die Pfannen vom Dach gerissen ... es sind noch sieben weitere Häuser beschädigt." Heiligenfelde liegt bei Syke im Norden des Landkreises Diepholz.

Karte und Bericht zu den Schäden

Wangerooge (NI)

 05.10.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: ab ca. 14:23 bis 14:31 Uhr MESZ. Die Wasserhose wurde wenige hundert Meter nördlich der Insel beobachtet. Die Aufwirbelung des Wassers konnte eindeutig gesichtet werden.

Cuxhaven (NI)

 04.10.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 11:45 Uhr MESZ. Vor der Meldorfer Bucht bildete sich eine kleine Schauerzelle, die unter Verstärkung zur Elbmündung zog. Ein schmaler und glatter Schlauch reichte kurzzeitig weit herunter und berührte für sehr kurze Zeit die Wasseroberfläche, die durch das aufgewirbelte Wasser weiß aufleuchtete. Der Vorgang konnte von der leicht erhöht gelegenen Wetterstation des Fliegerhorstes Nordholz beobachtet werden.
August

Spiekeroog (NI)

bild
 29.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Tornado von der Aussichtsdüne auf Spiekeroog (zwischen Strand und Inselzentrum) aus 15 Minuten lang beobachtet und fotografiert. Die Wasserhose befand sich ca. 15 bis 20 Kilometer nördlich der Insel.

Wasserhose vor Spiekeroog

Bruchhausen-Vilsen (NI)

 27.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: am frühen Abend. Dazu die Meldung der Feuerwehr Bruchhausen-Vilsen, die von 18:15 bis 18:45 Uhr MESZ im Einsatz war: "Am Abend des 27.08. fegte ein Windhose über eine Fläche von ca. 20 m Umkreis des Koppelsees und riss einige größere Äste und einen Baum nieder. Die Ortsfeuerwehr Bruchhausen-Vilsen rückte mit dem Rüstwagen und Tanklöschfahrzeug kurzfristig von der Marktwache aus, und beseitigte die Hindernisse."

Borkum (NI)

 26.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 16:28 und 16:40 Uhr MESZ. Über dem Wattengebiet südöstlich der Insel.

Borkum (NI)

 20.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa 18:45 und bis exakt 19:13 Uhr MESZ. Zwei Wasserhosen waren von der Insel aus in Richtung Südwesten zwischen Rottumer Oog (NL) und dem niederländischen Festland sichtbar, nahe am alten Emsarm, also bei der deutsch-niederländischen Grenze.

Borkum (NI)

 20.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa 18:45 und bis exakt 19:13 Uhr MESZ. Zwei Wasserhosen waren von der Insel aus in Richtung Südwesten zwischen Rottumer Oog (NL) und dem niederländischen Festland sichtbar, nahe am alten Emsarm, also bei der deutsch-niederländischen Grenze.

Wunstorf (NI)

bild
 20.08.2006 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 13:15 Uhr. Etwa 20 Kilometer westlich der Innenstadt Hannovers wurde dieser deutlich sichtbare Schlauch beobachtet und im Auflösungsstadium fotografiert. Etwa 5 Minuten zuvor hatten Augenzeugen ungefähr 1 Kilometer vor Kolenfeld, nördlich des Mittellandkanals, einen "Schlauch" gesichtet, während einer Fahrradtour. Er wirbelte viel Staub von Äckern auf, war aber nur durch den Dreck erkennbar und in der Mitte durchsichtig.

Tornado Hannover (augenzeuge.de)
Funnel bei Hannover (Jan Scheruhn, WZ)
Einordnung der Standorte

Cuxhaven (NI)

 13.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 20:20 Uhr MESZ. Weitere Wasserhose in der Elbmündung zwischen Cuxhaven und Altenbruch beobachtet und fotografiert.

Cuxhaven (NI)

bild
 13.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:50 Uhr MESZ. Wasserhose in der Elbmündung zwischen Cuxhaven und Altenbruch beobachtet und fotografiert. Großtrombe (Tornado) während eines Gewitters von der Wetterstation in Cuxhaven gemeldet.

Fotos von Thomas Jensen

Clausthal-Zellerfeld (NI)

bild
 13.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 13:55 bis 14:08 Uhr MESZ. Am Südrand einer Gewitterzelle deutlicher rotierender aber sich kaum weiterbewegender Trichter beobachtet und fotografiert. Über möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Bunde (NI)
[Region: Dollart]

bild
 12.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Die Rheiderlandzeitung berichtete über eine "Windhose" über Bunde, Kreis Leer. Auf Grund weiterer Augenzeugenberichte und Fotos dürfte es sich um die Wasserhose handeln, die am frühen Abend ca. 18:15 bis 18:30 Uhr MESZ über dem Südosten des Dollarts und damit im niederländisch-deutschen Grenzgebiet auftrat. Erwähnt wird in der Rheiderlandzeitung auch eine weitere Windhose wenige Tage zuvor, dieser Fall konnte aber nicht geklärt werden.

Fotos von Harbert Poppens
Mögliche Tornados in Leezdorf und Bunde (Wetterzentrale)

Cuxhaven (NI)

 12.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 11:00 Uhr MESZ. Wasserhose in der Elbmündung vor Cuxhaven, vom Watt aus beobachtet und fotografiert.

Fotos der Wasserhose

Achim (NI)

 08.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ, Trichterwolke im Bereich eines schwachen Regenschauers im Kreis Wolfenbüttel von Augenzeugen beobachtet, über einen möglichen Bodenkontakt ist nichts bekannt.

Bericht von Annabelle Schlüter

Borkum (NI)

bild
 03.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:17 Uhr MESZ. Nordöstlich der Insel wurde ca. 3 Minuten lang ein deutlich sichtbarer Schlauch beobachtet, der nach Berichten von Augenzeugen bis zum Wasser reichte.

Fotos vom Südstrand von Rüdiger Terwey

Wangerooge (NI)

bild
 03.08.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: zwischen 12:08 Uhr und 12:16 Uhr MESZ, nordwestlich der Insel Wangerooge am Rande eines Gewitters. "Ausflugsgäste auf der Fahrt nach Helgoland berichteten, dass die Wasserhose den Weg eines Frachtschiffes kreuzte und dieses in einer Wasserfontäne verschwinden ließ. Kurz danach tauchte das Schiff offenbar unversehrt, wie ein Geisterschiff, aus der aufgewirbelten Gischt wieder auf." Mehr mit einem Foto auf der Seite der Insel Wangerooge.

Fotos des Tornados von Jan-Christian Mähr

Sandkrug I (NI)

 01.08.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: später Nachmittag/Abend. Zahlreiche Bäume beschädigt/umgeworfen, ein Baum stürzte auf einen Bungalow. Nach Auskunft der Feuerwehr Sandkrug war der Baum morsch und es handelte sich in diesem Fall nicht um eine Windhose. (Quelle: 112 magazin)
Juli

Juist (NI)

 31.07.2006 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Nur ca. 10 Minuten nach einer ersten Funnelsichtung wurde ein Tornado mit Bodenkontakt von mehreren Augenzeugen südlich der Insel Juist vor der ostfriesischen Küste gesichtet. Deutlich war hier das aufgewirbelte Wasser zu erkennen.

Tollendorf (NI)

 28.07.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:10 Uhr MESZ, nahe Hitzacker im Kreis Lüchow-Dannenberg. Es gab erhebliche Schäden an Bäumen, meist Kiefern, Eichen und Birken. Im Wald zwischen Metzingen und Hitzacker schlug der Tornado eine etwa 3 Kilometer lange Schneise. An zahlreichen Bäumen gab es Stammbruch. Auch eine Holzhütte wurde vollständig zerstört. Augenzeugen beobachteten den Tornado. - Aus einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 01. August 2006: "Windhose wütet im Wald - Alte Eichen bei Tollendorf entwurzelt - Dach abgedeckt - Unheimliches Brausen. jg Tollendorf. Als hätte der sagenhafte Riese Rübezahl voller Wut mit seiner Keule um sich geschlagen: So sieht es zurzeit in einem Feldgehölz bei Tollendorf aus. Doch nicht der Berggeist, sondern eine Windhose hat sich dort am Freitag ausgetobt, hat 80-jährige Eichen und andere Bäume umgeworfen oder [...]"

Windhose wütet im Wald (Elbe Jeetzel Zeitung, 01.08.06)

Venne (NI)

 26.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: am späten Abend, Landkreis Osnabrück. Während der Aufräumungsarbeiten in Belm-Vehrte beobachteten Feuerwehrleute einen Trichter im Bereich Engter (östlich von Bramsche), der nach Osten in Richtung Venne zog und von Blitzen erhellt wurde. Zwischen Venne und Schwagstorf soll es eine kleine Schneise geben.

Vehrte (NI)

 26.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 20:30 Uhr MESZ, Landkreis Osnabrück. In den örtlichen Medien wird von einer Windhose in Belm-Vehrte berichtet, einige Leute sollen einen Wolkenschlauch beobachtet haben, die Schäden sprechen dagegen eindeutig für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Sturmschaden Belm-Vehrte (bei Osnabrück) geklärt (Wetterzentrale)
26.07.06-Vehrte-Windhose (Nord-West-Media TV)
Downburst bei Vehrte-Icker (Landkreis Osnabrück) (Sven Lüke, Skywarn)

Großenwörden (NI)

 20.07.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 20:30 Uhr MESZ. Zahlreiche umgestürzte Bäume im Westen des Kreises Stade, an der Grenze zum Landkreis Cuxhaven. Nach einer Meldung über einen angeblichen Tornado wurden Untersuchungen eingeleitet. Erste Auswertungen der aufgetretenen Schäden sowie von Fotos und Videoaufnahmen der Gewitterzelle lassen mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen Downburst (Gewitterfallböe) als Ursache schließen.

[url=http://www.niederelbe.de/ostemarsch/gro-index.htm]Mini-Tornado
überm Osteland[/url] (www.niederelbe.de)
Juni

Sulingen (NI),
Asendorf (NI)

 25.06.2006 / Stärke (F2) Verdacht
Zeitpunkt: am Abend. Eine Schadensspur erstreckt sich von Sulingen bis nach Asendorf (Landkreis Diepholz). Viele Indizien und Zeugenaussagen sprechen für einen Tornado, die Untersuchungen laufen derzeit noch. Unter anderem befindet sich bei Asendorf eine ca. 3 Kilometer lange Schneise.

Schweres Unwetter in Sulingen (Skywarn)
Sehr schwere Unwetter im Nordwesten (Nonstopnews, 26.06.06)
Bildergalerie: Sehr schwere Unwetter im Nordwesten (Nonstopnews, 26.06.06)
Tornado bei Asendorf? (Skywarn)

Das in Scheeßel, Landkreis Rotenburg, stattfindende Hurricane-Musikfestival musste wegen des Unwetters abgebrochen werden:
Sehr schwere Unwetter im Nordwesten (Nonstopnews)
Bildergalerie: Sehr schwere Unwetter im Nordwesten (Nonstopnews, 26.06.06)

Rieste (NI)

 25.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 18:00 Uhr MESZ. Nach unterschiedlichen Meldungen soll eine Windhose in Rieste und möglicherweise im nordöstlich benachbarten Neuenkirchen (beides nördlich von Bramsche, Landkreis Osnabrück) erhebliche Schäden angerichtet haben. Nach den bisherigen Untersuchungen ist aber ein Tornado als Ursache für die Schäden unwahrscheinlich.

Unwetter im Landkreis (Kreisfeuerwehr Osnabrück)
Spuk mit verheerenden Schäden (Neue OZ)
Schadensbilder Rieste (Micha, Wetterzentrale)
Heftige Unwetter bei Osnabrück (Sven Lüke, Skywarn)
25.06.06-Neuenkirchen(Br.)-Hagelunwetter (NWM-TV)

Bippen (NI)

 25.06.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17:30 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Neuen Osnabrücker Zeitung soll ein Tornado Schäden in Bippen-Harneberg angerichtet haben: "In Bippen-Haneberg ging das Unwetter in Form einer Windhose gegen 17.30 Uhr los. Es dauerte nur gut drei Minuten an, hatte es aber in sich. ?Wie mit dem Sandstrahlgebläse hat der Hagel unseren [...]"

Spuk mit verheerenden Schäden (Neue OZ, 26.06.06)

Langeoog (NI)

 23.06.2006 / Stärke (W) Verdacht
Von der Insel Langeoog aus konnte Michael Wrana gegen 16 Uhr einen Trichter beobachten. Ob Kontakt zur Wasseroberfläche bestand, ist nicht bekannt. (Weitere Quelle: Langeoognews)

Bensersiel (NI)

 22.06.2006 / Stärke (W) Verdacht
Wasserhose vor Bensersiel gemeldet, es soll zahlreiche Augenzeugen gegeben haben.

Rebenstorf (NI)

 19.06.2006 / Stärke (F0) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 17:00 Uhr. Dieser Tornado wurde westliche von Rebenstorf (Kreis Lüchow Dannenberg) beobachtet, er hatte aber nur kurzzeitig (ca. 45 Sekunden) Bodenkontakt. Es gab nur leichte Schäden wie abgebrochene Äste. Dazu der Augenzeugenbericht von Thomas Lieske: "Es gab zwar Spuren, die aber nicht ganz so verheerend waren: einige Äste lagen am Boden. Ein totes Pferd lag auf der Koppel, die nahe der Bundesstraße ist. Wahrscheinlich von einem Ast erschlagen. Sonst war nichts weiter zu sehen. Die Form war eher ausgefranst, die Rotation war gut erkennbar, jedoch nicht sehr schnell. Der Tornado ging aus dem Vorfeld einer Unwetterfront hervor, die aus Richtung SW aus dem Landkreis Uelzen kam. Ich konnte leider die Kamera nicht mehr schnappen, da ich nur noch die schwarze Front aufziehen sah und bin dann nur noch schnell ins Auto und losgefahren. Der Tornado hat andauernd geschlenkert. Auch waren sehr viele Bodenblitze zu sehen. Im Nachbardorf ist eine Scheune abgebrannt. Auf jeden Fall war die Stimmung richtig gruselig. Obwohl es mitten am Nachmittag war, war es so dunkel, dass die Straßenlaternen angingen. Nachdem der Schlauch wieder in die Luft ging, rotierte eine Art Funnelcloud noch für ein paar weitere Minuten in der Luft. Vor knapp einem Monat gab es genau an derselben Stelle einen weiteren Tornado, der auch fast Bodenkontakt hatte."
Mai

Buxtehude (NI)

 24.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Kurz vor 18 Uhr MESZ. Laut Buxtehuder Tageblatt vom 26.05.06 gab es am Mittwochabend (24.05.) eine "kleine Windhose" in Buxtehude. Unter der Überschrift "Matte durch die Luft gewirbelt" wird berichtet, dass bei der Halepaghen-Schule eine circa 250kg schwere Stabhochsprungmatte rund 50m durch die Luft gewirbelt wurde. Sie landete schließlich auf dem Dach eines Umkleidegebäudes am Sportplatz. Dabei wurden 2 Sitzbänke und ein Fahrrad stark beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. In der angrenzenden Konopkastraße zog sich die Schneise der Windhose fort. Auf einer Breite von circa 20m waren mehrere Büsche angeknickt sowie Äste und Blätter auf die Fahrbahn geweht.

Einsatzbericht der Feuerwehr Buxtehude
250-Kilo-Matte flog 50 Meter weit (Hamburger Abendblatt, 26.05.06)

Roringen (NI)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Ein Augenzeuge: "Hier ist gerade ein Gewitter über Roringen niedergegangen wie ich es selten erlebt habe!!!Wie aus dem nichts fing es an zu Blitzen und zu Donnern. Im gleichen Augenblick fegte eine Windhose über unseren Ort. Unser Balkon ist total verwüstet selbst schwere bepflanzte Balkonkästen wurden einfach weg geweht. Es sind etliche große Bäume umgestürzt und die Sirenen heulen. Das Wetter macht wirklich keinen Spaß....."

Chaos-Gewitter in Göttingen/Roringen
Millionen-Schaden in Göttingen

Braunlage (NI)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:35 bis 17:40 Uhr MESZ. Die Schneise zieht sich in Südwest-Nordost-Richtung quer durch Braunlage, betroffen waren unter anderem die Straßen Birkenweg, Am Schultal, Harzburger Straße, Am Amtsweg, Wurmbergstr., Elbingeröder Straße, Dr.-Barner-Straße, Ramsenweg, Kleine Bergstraße, Obere Bergstraße. Vieles spricht in diesem Fall für einen Tornado, einige Augenzeugen im Südwesten Braunlages sollen den Tornado gesehen haben.
Verkehrsfunk meldet Windhose im Harz
NDR2 meldet Tornado im Harz
Tornado-Verdachtsfälle im Harz
Einsatzbericht der Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld
Bericht in der Goslarschen Zeitung vom 22.05.06
Sturmtief Gertrud über Braunlage (Feuerwehr Journal)

Bad Lauterberg (NI)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. In mehreren Meldungen ist von einer Windhose die Rede, z.B. in einer Meldung des Harzkurier:"Besonders hart trafen die Orkanböen am Samstagabend die Stadt Bad Lauterberg, wo gegen 17.30 Uhr eine Windhose eine uralte Kastanie zwischen dem Rathaus und ehemaligen Kino auf die Fahrbahn der Wissmannstraße warf und mehrere parkende Autos unter sich begrub."
Verdachtsfall Bad Lauterberg (Skywarn)
Wasserrohrbruch, Ölspur und zahlreiche umgestürzte Bäume (Harzkurier, 22.05.06)

Borsum (NI)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: ca. 17:30 Uhr MESZ. Eine etwa 100 Meter breite Schneise zieht sich durch den ganzen Ort. Die meisten Bäume sind in Nordrichtung gefallen, während von den Dächern meist die Ostseite betroffen war, die teilweise vollständig abgedeckt wurde. Betroffen waren auch neue Dächer. Die Tore auf dem Fußballplatz wurden herausgerissen und über den Platz fortgetragen. Einige Europaletten (Gewicht ca. 20kg) wurden über weitere Strecken verfrachtet. Während des Ereignisses fand gerade das Schützenfest statt, das Festzelt stand nur 200 Meter neben der Schneise. Die meisten Menschen waren gerade in der Kirche, wo sie großen Lärm hörten. Hier soll der Kronleuchter gewackelt haben, größere Schäden an der Kirche sind aber nicht bekannt. Ein Augenzeuge berichtet über Rotation, auch größere Gegenstände und Zweige sollen sich über der Straße im Kreis gedreht haben. Mindestens ein Bericht über eine sehr weit verfrachtete Baumkrone in einen Garten hinein liegt vor, der zugehörige Stamm konnte nicht mehr zugeordnet werden und dürfte sich außerhalb des Ortes befunden haben. Auch im Borsumer Wald, etwa 1 Kilometer südwestlich des Ortes, gab es Schäden. Ein Tornado ist wahrscheinlich.
Fotos der Schäden, Karte, Berichte

Osterwald bei Elze (NI)

 20.05.2006 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: später Nachmittag. Eine Windhose soll Schäden während der Aufführung auf einer Freilichtbühne im äußersten Osten des Kreises angerichtet haben. Dazu meldete die Deister-Weser-Zeitung am 22.05.06: "Stürmische Premiere in der Freilichtbühne. Osterwald (hen). "So etwas haben wir noch nicht erlebt." Das Wetter machte am Samstagnachmittag sowohl Darstellern als auch Zuschauern in der Freilichtbühne Osterwald zu schaffen: Hatte es schon im ersten Teil der Premiere von "Jim Knopf" immer mal..." Im weiteren Textverlauf wird über eine Windhose berichtet.
März

Ehestorf (NI)

 27.03.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Kurz vor 19 Uhr MESZ richtete dieser Tornado leichte Schäden an Bäumen und Gebäuden in Vahrendorf und Ehestorf an. Menschen wurden nicht verletzt. Offen ist der mögliche Zusammenhang zwischen dem Ereignis in Ehestorf unmittelbar an der Grenze zum Hamburger Stadtgebiet und dem bestätigten Tornado in Hamburg-Harburg. Die ersten bekannten Schadensorte dort befinden sich etwa 5,5 Kilometer nordöstlich von Ehestorf.

Bericht zum Tornado in Ehestorf

Dohren (NI)

bild
 27.03.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Zwischen 18:10 und 18:15 Uhr MESZ zog ein Tornado von Südwesten her über den Südrand des Ortes Dohren bei Tostedt, südwestlich von Hamburg, hinweg. Hier gab es an einzelnen Gebäuden und Gartenhäusern Schäden.

Bericht und Meldungen zum Tornado in Dohren

Rosengarten (NI)

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 27.03.2006 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Dieser Tornado wurde zwischen 17:55 und 18:08 Uhr (genauerer Zeitpunkt nicht ganz klar) von Rosengarten-Nenndorf aus von mehreren Augenzeugen beobachtet und auch fotografiert.

Bericht zum Tornado bei Rosengarten

Stenum (NI),
Schönemoor bei Delmenhorst (NI)

bild
 27.03.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Etwa 17:20 bis 17:25 Uhr MESZ. In Stenum und Schönemoor (beides Stadt Ganderkesee, Landkreis Oldenburg), nordwestlich von Delmenhorst, und in Bremen-Strom traten erhebliche Schäden auf. Der Tornado zog weiter nach Nordosten in Richtung Bremen, wo er über dem nördlichen Stadtgebiet keinen Bodenkontakt mehr hatte und zwischen 17:30 und 17:40 Uhr MESZ von zahlreichen Augenzeugen (darunter auch der Wetterbeobachter am Flughafen Bremen) als Funnel beobachtet wurde, bevor er sich auflöste.

Bericht und Meldungen zum Tornado bei Delmenhorst

Esenshamm (NI)

bild
 27.03.2006 / Stärke (F1) Bestätigt
Der Tornado wurde zwischen 17:16 und 17:29 Uhr MESZ von zahlreichen Augenzeugen aus Bremerhaven und Nordenham in südliche bis südwestliche Richtung beobachtet. Er richtete in Esenshamm an der Unterweser erhebliche Schäden an.

Bericht und Meldungen zum Tornado in Esenshamm
Dezember
Oktober

Bremervörde (NI)

 26.10.2005 / Stärke (F2) Bestätigt
In der Nacht zum 26. Oktober zog dieser Tornado über den Norden des Landkreises Rotenburg/Wümme in den Nachbarkreis Stade. Betroffen war auf einer Länge von mehr als 10 Kilometern ein meist etwa 100 Meter breiter Streifen durch Ebersdorf (Zeitpunkt: ca. 02:15 Uhr MESZ) und weitere Orte im Norden von Bremervörde. Hier gab es erhebliche Schäden an Vegetation und an Gebäuden.

Tornado bei Bremervörde
August
Juli

Voigtei (NI),
Deblinghausen (NI),
Pennigsehl (NI)

 29.07.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Eine mehrere Kilometer lange Schadensspur zog sich von der Ortschaft Vogtei über Deblinghausen, Mainsche, Pennigsehl bis nach Holte-Langeln nördlich der B214. Augenzeugen berichteten über eine stark rotierende Gewitterzelle. Im Schadensbereich stürzten zahlreiche Bäume um, mehrere Straßen waren blockiert.

Scharmbeckstotel (NI)

bild
 28.07.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Der Tornado richtete in Scharmbeckstotel am Südrand von Osterholz-Scharmbeck (nördlich von Bremen) erhebliche Schäden an. Eine Bundesstraße und eine Bahnlinie waren stundenlang blockiert. Anwohner beschrieben den Sturm als sich drehende Windhose.

Fotos des Gewitters von Volker Afflerbach
Supercelle gestern produzierte einen Tornado (Wetterzentrale)
OHZ bei Bremen , beachtliche Schäden (Wetterzentrale)
Schlimme Bilder aus Osterholz-Scharmbeck (Wetterzentrale)
Unwetter im Kreis Osterholz-Scharmbeck (Rotenburger Rundschau)
Fotos des Hagelsturms in Osterholz-Scharmbeck (Matthias Kwetschlich)
Juni

Rebenstorf (NI)

 21.06.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Meldung bei Unwetterzentrale)

Emsbüren (NI)

 03.06.2005 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Am frühen Abend des 03. Juni zog ein Gewitter über das südliche Emsland im äußersten Südwesten Niedersachsens hinweg. Dabei entstanden im Bereich Emsbüren erhebliche Vegetationsschäden, aber nur wenige Gebäudeschäden. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert und die Feuerwehren von Emsbüren, Salzbergen und Lingen wurden alarmiert. Mit einem 80-Tonnen-Kran mussten Bäume entfernt werden, die auf ein Haus zu stürzen drohten. Die freiwillige Feuerwehr Emsbüren war auch zwei Tage danach noch um Einsatz. Die Verteilung der Schäden und die Augenzeugenberichte sprechen für einen Downburst (Gewitterfallböe).

Schadenanalyse von Thomas Sävert
Chasingbericht von Leonard Parsek
Chasingbericht von Sven Lüke
Weitere imposante Schäden von Leonard Parsek
Weitere Sturmschäden durch Emsbüren-Zelle
Diagnose der Tornado-Verdachtsfälle von Matthias Jaeneke.
Mai
April

Sandelermöns (NI)

 04.04.2005 / Stärke (F1) Bestätigt
Eine Windhose drehte das komplette Zelt auf den Rücken und warf es auf die Straße. Nur gut das zu dieser Zeit keiner auf der vielbefahrenden Strecke unterwegs war. (...) Wieder einige Streben verbogen und die Plane eingerissen." (Quelle: KBV Min Jeverland). Sandelermöns liegt an der Grenze der Kreise Wittmund und Jever in Ostfriesland.
August

Assel (NI)

 24.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud. (Quelle: Peter von Söhnen)

Gifhorn (NI)

 13.08.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Mögliche Beobachtung einer Funnelcloud oder eines Tornados im Bereich Gifhorn - Wolfsburg. Aus einem Bericht im Forum der Wetterzentrale: "Umso überraschter rief' er mich aufgeregt an und berichtete, dass Wolken rotierend bis auf den Boden reichten. Eine Trichterförmige Wolke darüber schien den Eindruck zu machen, stärker als normal das ganze anzusaugen. Kurzzeitig wars bis zum Boden auskondensiert berichtete er mir. Das Ereignis ist sehr unsicher, die Beobachtung und seiner Erfahrung nach halte ich das ganze aber jedoch für möglich."

Tornado Gifhorn/Wolfsburg? (Wetterzentrale)
Juli

Cuxhaven (NI)

 27.07.2004 / Stärke (W) Bestätigt
Am Morgen des 27. Juli 2004 zogen von der Nordsee einige Schauer an die niedersächsische Küste. Dabei entstanden über dem Wasser nach den bisher vorliegenden Meldungen mindestens drei Wasserhosen, die aber nicht an Land zogen. Sie wurden auch von den Wetterstationen in Cuxhaven zwischen 08:00 und 08:08 Uhr und in Nordholz etwas später gemeldet. Fotos der einen Wasserhose vor Otterndorf bei Cuxhaven schoss Volker Raschke:

Bericht und Fotos der Wasserhose vor Otterndorf am 27. Juli

Zusätzlich liegt z.B. noch dieser Bericht von Michael Dieckhoff vor:
"Am 27.7.04 war ich mit einem Kollegen auf dem Fernsehturm in Cuxhaven, um eine Installation vorzunehmen. Ich schaute aus den Fenstern, rauf auf die Elbmündung und bemerkte, wie sich ein Wolkenschlauch bildete. Dieser wurde länger, war aber nicht durchgehend bis zur Wasseroberfläche zu sehen. Auf dem Wasser war eindeutig eine Rotation und peitschendes Wasser zu sehen. Der ganze Vorgang begann um ca. 7:40 Uhr und dauerte ca. 8 Minuten. Dies war meine erste Begegnung dieser Art!" Er verglich seine Beobachtung auch mit den Fotos von Herrn Raschke und schloss aus, dass es sich um dieselbe Wasserhose handelte. Beide sind sich bei den Zeitangaben sicher.

Cuxhaven (NI)

 27.07.2004 / Stärke (W) Bestätigt
Am Morgen des 27. Juli 2004 zogen von der Nordsee einige Schauer an die niedersächsische Küste. Dabei entstanden über dem Wasser nach den bisher vorliegenden Meldungen mindestens drei Wasserhosen, die aber nicht an Land zogen. Sie wurden auch von den Wetterstationen in Cuxhaven zwischen 08:00 und 08:08 Uhr und in Nordholz etwas später gemeldet. Fotos der einen Wasserhose vor Otterndorf bei Cuxhaven schoss Volker Raschke:

Bericht und Fotos der Wasserhose vor Otterndorf am 27. Juli

Zusätzlich liegt z.B. noch dieser Bericht von Michael Dieckhoff vor:
"Am 27.7.04 war ich mit einem Kollegen auf dem Fernsehturm in Cuxhaven, um eine Installation vorzunehmen. Ich schaute aus den Fenstern, rauf auf die Elbmündung und bemerkte, wie sich ein Wolkenschlauch bildete. Dieser wurde länger, war aber nicht durchgehend bis zur Wasseroberfläche zu sehen. Auf dem Wasser war eindeutig eine Rotation und peitschendes Wasser zu sehen. Der ganze Vorgang begann um ca. 7:40 Uhr und dauerte ca. 8 Minuten. Dies war meine erste Begegnung dieser Art!" Er verglich seine Beobachtung auch mit den Fotos von Herrn Raschke und schloss aus, dass es sich um dieselbe Wasserhose handelte. Beide sind sich bei den Zeitangaben sicher.

Otterndorf (NI)

bild
 27.07.2004 / Stärke (W) Bestätigt
Am Morgen des 27. Juli 2004 zogen von der Nordsee einige Schauer an die niedersächsische Küste. Dabei entstanden über dem Wasser nach den bisher vorliegenden Meldungen mindestens drei Wasserhosen, die aber nicht an Land zogen. Sie wurden auch von den Wetterstationen in Cuxhaven zwischen 08:00 und 08:08 Uhr und in Nordholz etwas später gemeldet. Fotos der einen Wasserhose vor Otterndorf bei Cuxhaven schoss Volker Raschke:

Bericht und Fotos der Wasserhose vor Otterndorf am 27. Juli

Zusätzlich liegt z.B. noch dieser Bericht von Michael Dieckhoff vor:
"Am 27.7.04 war ich mit einem Kollegen auf dem Fernsehturm in Cuxhaven, um eine Installation vorzunehmen. Ich schaute aus den Fenstern, rauf auf die Elbmündung und bemerkte, wie sich ein Wolkenschlauch bildete. Dieser wurde länger, war aber nicht durchgehend bis zur Wasseroberfläche zu sehen. Auf dem Wasser war eindeutig eine Rotation und peitschendes Wasser zu sehen. Der ganze Vorgang begann um ca. 7:40 Uhr und dauerte ca. 8 Minuten. Dies war meine erste Begegnung dieser Art!" Er verglich seine Beobachtung auch mit den Fotos von Herrn Raschke und schloss aus, dass es sich um dieselbe Wasserhose handelte. Beide sind sich bei den Zeitangaben sicher.

Gifhorn (NI)

 23.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Das Datum ist nicht genau bekannt. Von der Autobahn A39, Wolfsburg in Richtung Tappenbeck, wurde zur linken Seite für kurze Zeit eine "Säule" beobachtet, bevor die Beobachter am Ortseingang von Tappenbeck in starken Regen gerieten. Am selben Tag gab es im Osten Deutschlands einen Tornado, über den am nächsten Tag in der Presse berichtet wurde.

Northeim (NI)

 21.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Göttinger Tageblattes vom 23.07.2004: "Windhose legte drei Bäume um. Sudheim (ck). Eine Windhose hat am Mittwochabend gegen 20:40 Uhr zwischen Sudheim und Hillerse im Zuge der Kreisstraße 421 drei Bäume umgelegt. Das teilte die Polizei Northeim mit. Die Straßenmeisterei musste die Straße wieder frei machen. Bis gegen 22 Uhr blieb die Kreisstraße voll gesperrt." Wenig später soll auch ein Foto des mutmaßlichen Tornados in der Zeitung erschienen sein, dieses liegt leider nicht vor.

Tornado in Südniedersachsen (21.7.04) ??? (WZ-Forum)
Keine Tornadospuren in Südniedersachsen (WZ-Forum)
wg. mögl. Tornado vom 21.07. b. Northeim (WZ-Forum)

Borkum (NI)

 04.07.2004 / Stärke (W) Verdacht
Aus einer Meldung der Borkumer Zeitung vom 06.07.2004: "Am Sonntag Abend gegen 21.57 Uhr sichtete ein Kurgast aus Richtung Westen ein ungewöhnliches Gebilde und konnte doch tatsächlich eine sich nähernde Windhose fotografieren. Diese Windhose zog spiralenförmig Richtung Borkum, löste sich aber bald darauf wieder völlig auf. Es folgten Blitz und Donner, dann kam ein mächtiger Regenguß, der es in sich hatte."

Lehndorf (NI)

 02.07.2004 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:25 Uhr MESZ. Beobachtung einer Funnelcloud zwischen Weststadt und Lehndorf, südwestlich von Braunschweig.

Groß Hehlen (NI)

 01.07.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Diese beiden schwachen Tornados wurden am Nachmittag von einem Augenzeugen beobachtet und im Auflösungsstadium fotografiert. Mehr in einer Meldung der Celleschen Zeitung vom 03.07. (ca. 375 KB)

Altenhagen (NI)

 01.07.2004 / Stärke (F0) Bestätigt
Diese beiden schwachen Tornados wurden am Nachmittag von einem Augenzeugen beobachtet und im Auflösungsstadium fotografiert. Mehr in einer Meldung der Celleschen Zeitung vom 03.07. (ca. 375 KB)
Juni

Borkum (NI)

 23.06.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 15:45 Uhr MESZ zog dieser Tornado von der Nordsee kommend auf den Strand. Hier wurde eine Hütte der Strandaufsicht zerstört und zwei Menschen wurden verletzt.

Meldung im Forum der Wetterzentrale
Die Befragung von Augenzeugen ergab kein eindeutiges Bild. Einige Berichte gehen von einer Wasserhose aus, die an Land gegangen ist, andere Quellen berichten "nur" von einer heftigen Böe. Das gesamte Bild spricht aber für den Tornado.

Engelschoff (NI)

 09.06.2004 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitgleich zu den Ereignissen im Kreis Pinneberg gab es auch im Landkreis Stade erhebliche Schäden durch Sturm und Regen. Besonders auffällig ist dabei eine Schneise in Wasserkrug, südlich von Drochtersen. Selbst fast 2 Monate nach dem Ereignis waren die Schäden kaum zu übersehen. Die meisten Anwohner hatten sich wegen des heraufziehenden Unwetters in Sicherheit gebracht. Allerdings berichtete eine 90jährige Frau, die weniger als einen Kilometer abseits der Zugbahn wohnt, dass sie eine "Windhose" beobachtet hat. Ein weiterer Augenzeuge konnte die "Windhose" von Düdenbüttel aus - etwa 5 km südlich der Zugbahn - erkennen. Er spricht von eindeutiger Rotation. Auch in einer Polizeimeldung wird von einer Windhose berichtet. Weitere Schäden gab es in Basbeck, wo mehr als 100 Bäume umstürzten Die Ursache ist hier aber nicht geklärt.

Bilder der Schäden von Thomas Sävert (03.08.)
Meldung aus Großenwörden bei niederelbe.de
Januar

Assel (NI)

 13.01.2004 / Stärke (F2) Bestätigt
Die Dächer von 9 Häusern bei Drochtersen, westlich von Hamburg, wurden teilweise abgedeckt. Mehr zum Tornado und seinen Folgen in einem Bericht des Hamburger Abendblatt. Allerdings ist dort von einem "Mini-Tornado" die Rede, was irreführend ist, da auch in Deutschland - ebenso wie in den USA - starke Tornados auftreten.
Weitere Links:
Tornado wütet in Drochtersen (Hamburger Abendblatt, 14.01.04)
Uns hat die Windhose erwischt! (Hamburger Abendblatt, 15.01.04)
Nach dem Tornado: Assel räumt auf (Hamburger Abendblatt, 15.01.04)
Presse über Tornado Drochtersen/Assel (Wetterzentrale)
Windhose zieht Spur der Verwüstung nach sich (NonstopNews, 13.01.04)
Oktober

Loppersum bei Emden (NI)

 07.10.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 14 Uhr MESZ zog dieser Tornado über Loppersum hinweg: "Heranziehen sah Hegwer die Windhose gegen 14 Uhr über freiem Feld aus Richtung Uttum, dann zog sie eine Schneise durch das Loppersumer Wohngebiet zur Bundesstraße." Im Bereich Moorweg-Siedlung/Alter Sportplatz gab es Schäden an einem Gewächshaus und an mehreren Dächern. Bäume wurden geknickt, Mülltonnen und Gartenmöbel durch die Luft geschleudert, Ein Bauwagen wurde über einen Traktor hinweg gehoben. Quelle: Umfangreicher Bericht in der Emder Zeitung am 08. Oktober 2003.
September

Stuhr (NI)

 23.09.2003 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: nachts. Beim Durchzug einer markanten Kaltfront, die in der Nacht zum 23. September Deutschland von Nordwest nach Südost überquerte, bildete sich dieser Tornado, der in Stuhr bei Bremen erhebliche Schäden anrichtete.

Grobe Analyse zu möglichen Stuhr-Tornado (Sven Lüke)
Bericht des Spiegel
Windhose in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen - Millionenschaden (Kölner Stadtanzeiger, 23.09.03)
Windhose zieht Spur der Verwüstung nach sich (NonstopNews, 13.01.04)
Die Spur des Mini-Tornados (Hamburger Abendblatt, 24.09.03)
Juni

Eldagsen (NI),
Alferde (NI)

 23.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
Durch die Windhose, die zahlreiche Augenzeugen gesehen haben sollen, entstanden an Bäumen und Dächern erhebliche Schäden. (Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung und Deister-Anzeiger vom 25.06.2003)

Föhrste (NI)

 23.06.2003 / Stärke (F1) Bestätigt
"Tornado bei Föhrste bei Alfeld gegen 15:30 Uhr. Stärke T3/F1 Zugrichtung von West nach Ost. Schäden: Abgedeckte Dächer und weggeblasene Hütten. Quelle: Augenzeugen." (Quelle: Eyk Neidert, Übersichtskarte der Gewitter und Extremwetterereignisse in Deutschland 2003)

Alferde (NI)

 08.06.2003 / Stärke (F0) Bestätigt
In einer Meldung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und des Deister-Anzeigers nach dem Tornado vom 23. Juni 2003 wurde dieser schwächere Tornado erwähnt. Die Schäden sollen nur gering gewesen sein.

Messingen (NI)

 04.06.2003 / Stärke (F1) Verdacht
Bei Lingen im Emsland soll dieser mutmaßliche Tornado erhebliche Schäden an Häusern angerichtet und zahlreiche Bäume entwurzelt haben. Quelle: Neue OZ.

Mundersum (NI),
Messingen (NI)

 02.06.2003 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Dazu die Meldung der Neuen OZ: "Windhose schlug eine Schneise der Verwüstung - Messingen/Mundersum (lj)Eine Windhose hat am Montag gegen 17 Uhr in der Gemeinde Messingen und in Mundersum gewütet und eine schätzungsweise 400 Meter breite Schneise geschlagen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. In den Messinger Ortsteilen Brümsel, Schultenhöfe und Kötteringe wurden erhebliche Schäden an Gebäuden angerichtet. Während des Unwetters gingen tennisballgroße Hagelkörner nieder. Auch in Mundersum (Stadt Lingen) schlugen die Naturgewalten zu. In einem Waldstück knickten ebenso wie an Gemeindestraßen zahlreiche Bäume um. Außerdem zerriss der Sturm an zwei Stellen eine Telefonleitung. Schäden an Gebäuden in Mundersum wurden aber nicht bekannt. Der Messinger Ortsbrandmeister Franz Konermann schätzte, dass annähernd 100 Eichen an Gehöften entwurzelt wurden. Einige Bäume fielen auf Gebäude, darunter auch eine Maschinenhalle. Zeitweilig fiel der Strom aus. Zahlreiche Bäume blockierten die Fahrbahnen, darunter auch die vielbefahrene Lingener Straße (L 57). Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden. Beim Sportplatz wurde ein Zaun eingedrückt. Die Windhose zerstörte auch Fensterscheiben. Die Feuerwehr Messingen, die mit 15 Mann ausrückte, war mehrere Stunden im Einsatz, um die Schäden zu beheben. Lobende Worte fand Bürgermeister August Roosmann für die nach dem Unwetter geleistete Nachbarschaftshilfe. Die Fastabende hätten vorbildlich angepackt. Auch die Feuerwehr Bramsche war mit 19 Kräften bis zum Montagabend im Einsatz, um Straßen wieder befahrbar zu machen, die durch umgestürzte Bäume blockiert wurden. Die Behörden waren übrigens vorgewarnt. Die Rettungsleitstelle des Landkreises in Meppen hatte bereits am Montagmittag eine Unwetterwarnung an die zuständigen Stellen weitergeleitet."
April
August

Adendorf (NI)

 01.08.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Pressemeldungen zog dieser Tornado kurz vor 16 Uhr MESZ über Adendorf im Landkreis Lüneburg hinweg. Dabei entstanden erhebliche Schäden: Zwei Autos wurden umgeworfen, mehrere Hausdächer abgedeckt und Altpapiercontainer wurden fortgerissen. Ein Mann wurde durch einen umherfliegenden Container leicht verletzt.

Windhose richtet in Adendorf hohen Sachschaden an (Feuerwehr Journal)
Unwetter lösen Chaos in Norddeutschland aus (RP Online, 02.08.02)
Foto eines zerstörten Autos in Adendorf (RP Online, 02.08.02)
Windhose in Adendorf (Wetterzentrale)
Autos in Adendorf umgeworfen (Wetterzentrale)
Unwetter im Norden (n-tv, 02.08.02)
Windhose wütet in Dorf bei Lüneburg (FAZ, 02.08.02)
Juli

Zernien (NI)

 31.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Im äußersten Westen des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Nach einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 01. August 2002 soll diese Windhose aufgetreten sein: "Noch lassen sie sich in Euro nicht summieren - die schweren Schäden, die eine Windhose - wie berichtet - am Mittwoch in Zernien angerichtet hat. Besonders im Gebiet »Räuberberg» hat der Sturm schlimm gewütet - »kaum ein Grundstück, das nicht betroffen worden ist», hieß es gestern aus den Reihen der Feuerwehr Mützingen." Mehrere Häuser wurden von Bäumen getroffen, ein Wochenendhaus zerstört. - Aus einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 10. August 2002: "jw Braasche. Viel zu tun hatten unlängst die Verantwortlichen des Golf-Club an der Göhrde in Braasche, um ihre Anlage wieder spielbereit herzurichten. Aufgrund der Wetterkapriolen hatte eine Windhose auf zwei Spielbahnen jüngst eine »gigantische Schneise» in den Wald gerissen, berichtete Clubmanager [...]"

Windhose wütete (Elbe-Jeetzel-Zeitung, 01.08.02)
50 Bäume zersägt (Elbe-Jeetzel-Zeitung, 10.08.02)
Windhosen-Alarm (Elbe-Jeetzel-Zeitung, 13.02.03)

Prießeck (NI)

 11.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Im Südwesten des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Nach einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 12. Juli 2002 soll diese Windhose aufgetreten sein: "Wie im Horrorfilm: Sturm bläst über einen Campingplatz, eine Windhose bildet sich, reißt eine 22-jährige Urlauberin in die Höhe - die Emporgewirbelte stürzt wieder zu Boden, verletzt sich schwer: So geschehen am Donnerstagabend bei Prießeck, als ein verheerender Sturm über dem Kreis wütete. Rasch waren Retter nach Prießeck alarmiert worden, doch ein vom Sturm umgeworfener Baum versperrte ihnen den Weg." Es gab zahlreiche weitere Schäden im Kreisgebiet, deren Ursache aber nicht bekannt ist.

Windhose wirbelt Frau in die Luft (Elbe-Jeetzel-Zeitung)

Rathlosen (NI)

 09.07.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach Angaben des THW und der Feuerwehr Sulingen soll hier eine Windhose aufgetreten sein: "Nachdem eine Windhose im Sulinger Stadtteil Rathlosen schwere Schäden verursacht hatte, wurde das THW Sulingen von der Ortsfeuerwehr um Unterstützung gebeten." (THW Sulingen). In Rathlosen, nordwestlich von Sulingen stürzten etwa 60 Bäume um und blockierten Straßen und Wege.

Windhose entwurzelt 60 Bäume in Niedersachsen (Wetterzentrale / NDR)

Heiligenrode bei Bremen (NI)

 09.07.2002 / Stärke (F1) Verdacht
Nach einer Meldung des Delmenhorster Kreisblattes hat möglicherweise eine Windhose leichten Schäden angerichtet: "Die heftigen Gewitter mit Sturmböen haben am Dienstagabend im Landkreis teilweise erhebliche Sachschäden angerichtet. Bewohner aus Heiligenrode berichteten von einer Windhose, die Sonnenschirme und Blumentöpfe umkippte. Auf den Bundesstraßen 51 und 322 sorgten heruntergefallene Äste zeitweise für Behinderungen. Die Feuerwehren Groß Mackenstedt und Seckenhausen waren im Einsatz und sorgten wieder für freie Fahrt."
Juni

Dorum (NI)

 18.06.2002 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Der Tornado bildete sich nach Zeugenaussagen über der Nordsee und zog dann von Südwesten her auf das Festland. Hier richtete er vor allem auf einem Campingplatz in Dorum Neufeld erhebliche Schäden an. Wohnwagen wurden umgestürzt oder hoben ab und landeten dann auf dem Dach, einige wurden völlig zerstört. Mehrere Menschen wurden verletzt. Der Tornado wurde auch fotografiert.

Windhose auf unserem Campingplatz (Engelhexe)
Unwetter richtete in Cuxhaven wenig Schäden an (CN, 20.06.02)
Feuerwehr Dorum

Wunstorf (NI)

bild
 12.06.2002 / Stärke (F0) Bestätigt
Dieser schwache Tornado hatte nur kurzzeitig Bodenkontakt und richtete keine größeren Schäden an, mehr in einem Bericht von Jan Scheruhn.

Bevern (NI)

 06.06.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Kreiszeitung Wesermarsch vom 08. Juni 2002: "Rodenkirchen. Der Spuk war nach nur zehn Minuten vorbei. Doch die Freiwillige Feuerwehr Rodenkirchen hatte über zwei Stunden mit den Folgen zu tun: Eine Windhose zog am Donnerstagabend über Rodenkirchen und richtete beträchtlichen Schaden an. [...] Dabei hatten sie noch Glück, denn die Windhose streifte lediglich den nördlichen Teil des Ortes. Dort hinterließ sie allerdings deutliche Spuren. Am schlimmsten wütete das Unwetter in Hartwarden auf der Dedesdorfer Straße. Dort schleuderte es gleich drei große Baumkronen auf die Straße."

Gesamter Bericht auf der Homepage von Uwe Stratmann

Bevern (NI)

 06.06.2002 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 12. Juni 2002 zu einem Busunglück am 10. Juni 2002 auf der Bundesstraße 71 bei Bevern vor Bremervörde: "Vergangene Woche hatte eine Windhose an der Unfallstelle einige Bäume entwurzelt. Sie sind inzwischen beseitigt worden, der Bus kommt zwar von der Straße ab, fährt aber ins dichte Unterholz und bleibt aufrecht stehen." Nach dem Einsatzbericht der Feuerwehr Bevern traten die Schäden am 06. Juni auf, um 19:55 Uhr MESZ wurde die Wehr alarmiert, hinzugezogen werden mussten auch umliegende Feuerwehren, mehrere Dächer waren teilweise abgedeckt, zahlreiche Bäume umgestürzt.

Auto rammt Bus - ein Toter, 45 Verletzte (Hamburger Abendblatt, 12.06.02)
Schweres Busunglück im Landkreis Bremervörde (Bereitschaft Stade)
März

Burlage (NI)

 09.03.2002 / Stärke (F1) Verdacht
Am späten Abend zog der mutmaßliche Tornado (Auftreten des Tornados auch mit Schadensbildern nicht völlig gesichert) eine rund 75 Meter breite Schneise durch den Ort bei Diepholz. Dabei entstand erheblicher Schaden an Gebäuden und Bäumen. Fast genau zur gleichen Zeit wurde im niederländischen Doetinchem (ca. 15 km hinter der deutsch-niederländischen Grenze) ein Tornado beobachtet, der beträchtliche Schäden anrichtete.

Tornado wirbelt durch ein Dorf (Hamburger Abendblatt, 11.03.02)
Februar

Dissen (NI),
Wellingholzhausen (NI)

 23.02.2002 / Stärke (F1) Bestätigt
Dazu der Bericht von Martin Hubrig: "Diesen Fall habe ich selbst untersucht. Aufgrund des gesehenen Schadensbildes als Tornado eingestuft. Dieser trat nach dem Durchzug einer Kaltfront auf, bei dem es verbreitet Schäden im Teutoburger Wald gab. Allerdings hatte sich dieser Schaden von allen anderen deutlich abgehoben. Innerhalb einer ca. 1 km langen u. ca. 50 m breiten Schneise kamen stärkere Forstschäden vor (viele abgebrochene Fichten, oft auch reine Kronenbrüche). Auch die Fallrichtungen waren uneinheitlich, eher konvergent. Da das Gebiet unbesiedelt ist und die Schäden ausschließlich im Wald auftraten, ist davon auszugehen, dass es keine weiteren Aufzeichnungen zum Fall gibt."
Dezember

Leer (NI)

 28.12.2001 / Stärke (F1) Bestätigt
Gegen 10:45 Uhr entwurzelte dieser Tornado viele Bäume im Stadtgebiet und blockierte Straßen, ein Auto wurde zerstört. (Quelle: Ostfriesen-Zeitung, 29.12.2001)
November
Oktober

Lüneburg (NI)

 27.10.2001 / Stärke (F0) Bestätigt
Nach einer Meldung der Lüneburger Landeszeitung vom 29. Oktober 2001 zog gegen 17:20 Uhr MEZ ein schwacher Tornado über Lüneburg-Bockelsberg hinweg, es gab aber nur geringe Schäden.
August

Borkum (NI)

 09.08.2001 / Stärke (W) Bestätigt
Genaues Datum etwas unsicher. Dazu der Augenzeuge Erik Dirksen "...Außerdem habe ich im August 2001 ca. 4 km westlich der Insel Borkum eine Wasserhose gesichtet, die sich etwa 3 Minuten hielt. Den Durchmesser schätze ich etwa auf 10 bis 20 m. Es war vor allem deshalb ungewöhnlich, weil keine Gewitterfront in der Nähe war. Nur ein paar normale Schauerwolken." (Quelle: Feedback bei TorDACH)

Belm (NI)

bild
 06.08.2001 / Stärke (F1) Bestätigt
Juli

Auetal (NI)

 16.07.2001 / Stärke (F0) Bestätigt
Dazu der Augenzeugenbericht von Heiko Wilms: "Als ich am 16.7.01 gegen 11 Uhr morgens auf der BAB 2 von Hannover in Richtung Dortmund fuhr, habe ich bei Auetal (zwischen Lauenau und Bad Eilsen) eine große, wunderschöne Windhose gesehen. Sie stand bei mäßigem Regen edel im Tal und schien sich kaum zu bewegen, geschweige denn zu drehen. Dabei war sie samtweiss. Ich fuhr langsamer und konnte sie ca. 2 Minuten beobachten."

Windhose in Niedersachsen/Deutschland (Schweizer Sturmforum)

Hammah (NI)

 11.07.2001 / Stärke (F1) Bestätigt
Diese Windhose wurde am 11. Juli 2001 kurz nach 16 Uhr im Bereich Hammah im Landkreis Stade beobachtet. Hier wurden zahlreiche Bäume komplett entwurzelt und mehrere Eichenkronen zerfetzt. Vor allem einige große Eichen an der Alten Dorfstraße in Hammah waren betroffen. Weitere Bäume wurden an der Moorstraße und am Stader Moor entwurzelt. Damit ergibt sich eine Zugbahn, die den Tornado nach Osten bis Nordosten führte (Quelle: Stader Tageblatt).

Cuxhaven (NI)

 11.07.2001 / Stärke (W) Bestätigt
Genaues Datum nicht sicher, Zeitpunkt: nachmittags. Bericht eines Augenzeugen: "Ich hab vor Jahren mal eine Wasser-/Windhose vom Watt aus gesehen. Sie kam von der See und zog dann über die Scharhörnplate. Jedenfalls schließe ich das, denn erst war der Rüssel schwarz, später gelblich."
Juni
Mai

Norderney (NI)

 29.05.2001 / Stärke (F0) Bestätigt
Eilbertus Stürenburg beschreibt, was passierte, als die Wasserhose an Land zog: "Beobachtung von der Kaiserstraße auf Norderney aus in nördlicher Richtung, ca. 150 - 200 Meter vom Strand entfernt. Eine Wasserhose, die sehr langsam zog und ein wenig "eierte", so erschien es mir... mal etwas näher am Strand, mal wieder etwas weiter weg... Ich arbeitete zu der Zeit in Strandnähe und bin dann als ich etwas "rauschen" hörte, auf den Deich gelaufen. Das Wasser war so wie bei einer Landung eines gr. Hubschraubers "plattgedrückt" aber auch teilweise sehr aufgewühlt. Ein Schlauch mit ca. 2-3 Metern Durchmesser war gut zu erkennen. Die Wasserhose zog in ihrem "Sog" einige Kunststoff-Stühle von einer Terasse für Gäste und schleuderte sie auf die Straße. Leider war die Sicht relativ schlecht, da sehr viel Sand aufgewirbelt wurde. Dauer ca. 4-6 Minuten".
September

Bramsche (NI)

 18.09.2000 / Stärke (F1) Verdacht
Datum: 17./18.09.2000. Vermutlich ein nächtlicher Tornado beschädigte eine Scheune in Achmer bei Bramsche schwer. (Quelle: Archiv der Osnabrücker Zeitung)
August
Juli

Salzgitter (NI)

 17.07.2000 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Beobachtung einer Funnelcloud (Quelle: Uwe Bergholter, DWD Regionalzentrale Hamburg, 2002)
Juni
April

Sandelermöns (NI)

 11.04.2000 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: abends gegen 20:00 Uhr MESZ. Nach einer Meldung des Jeverschen Wochenblattes vom 12.04.2000 wurden Dachziegel heruntergeweht und Sträucher aus dem Boden gerissen. Die Windhose entstand bei ansonsten eher ruhigem Wetter, sie dauerte etwa eine Minute. Sandelermöns liegt an der Grenze der Kreise Wittmund und Jever in Ostfriesland.

Berichte über Großtromben in Deutschland 2000 (Mark Vornhusen)
Dezember
September
August

Norden (NI)

 28.08.1999 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"So wurde beispielsweise am 28. August 1999 gegen 17:45 Uhr von Varel aus ein Wolkentrichter über Oldenburg gemeldet." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000)

Juist (NI)

 22.08.1999 / Stärke (W) Bestätigt
Diese Wasserhose wurde gegen 14:00 Uhr südwestlich der Nordseeinsel Juist beobachtet und fotografiert.

Fotos von H. Mercker
Juli
Februar

Norderney (NI)

 16.02.1999 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 19:45 Uhr MEZ. Mitten im Februar richtete dieser Tornado auf der Nordseeinsel Norderney Millionenschäden an. Der Tornado entstand gegen 19:15 Uhr in der Halemstraße. "Sie zog bis zum Denkmal und endete schließlich am Sportplatz, wo sie das Dach der Sporthalle schwer beschädigte." (Quelle: Norderney Chronik. Dächer und Bäume wurden beschädigt, Trümmer wurden fortgetragen. Dazu der Bericht eines Feuerwehrangehörigen: "Ich war abends beim Abendbrotessen und sah, dass es draußen sehr stark hagelte. Körner teils 12 mm groß, die auch noch 1 Stunde später auf der Strasse lagen. Ich selber wurde gg. 19.20 Uhr per Funkmelder zu einer "Gasexplosion" gerufen, weil eine ältere Norderneyerin die Leitstelle der Feuerwehr angerufen und gesagt hatte, dass alles durch die Luft geflogen wäre und nun alles schwarz sei! OK, sie hatte bedingt recht, ihr Dach lag 2 Straßen weiter in Einzelteilen, und die Dämmung der Decken und Wände (schwarze Steinwolle) klebte durch Regen und Hagel überall. Auf der Anfahrt dahin mussten wir durch ein Trümmerfeld von Dachziegeln und Dachpappe. Beim Aussteigen vor Ort fragten mich einige Leute was denn passiert sei, und ich sagte, gehen Sie weit weg.... Gasexplosion! Hinter mir kam ein Bekannter von mir aus einer Ecke, in der er Schutz gesucht hatte, und sagte "Ne, das war ein Tornado, so wie in Amerika, nur nicht so groß" Ich lachte. Aber als wir dann sahen, was passiert war, wusste ich das er recht hatte. Die Spur der Verwüstung zog sich quer über die ganze Insel. Wir wussten nicht, was wir zuerst machen sollten. Mitten in der Nacht mussten wir jede Menge Baumaterialien und Folien / Planen beschaffen, um die betroffenen Dächer und Gebäude notdürftig zu verschließen. Viele Schäden wurden auch erst in den nächsten Tagen entdeckt, da einige Norderneyer nicht zu Hause waren (im Urlaub, da im Sommer keine Zeit). Ich war noch bis morgens um 3.00 Uhr im Einsatz. Am nächsten Tag gab es in der Badezeitung eine Sonderseite mit Schadensbildern." - "Einige Bewohner waren am Dienstagabend Augenzeugen, als sich aus einem gewittrigen, sich senfgelb verfärbenden Abendhimmel, die Windhose wie ein Trichter vom Westkopf auf das Stadtgebiet senkte. Nur einen Augenblick lang dauerte es, bis sie über die Insel in Richtung Hafen fortgezogen war. Ihr blitzartiger Durchzug war von einem lauten Grummeln begleitet. Die Schneise der Schäden war "nur" etwa 20 bis 30 Meter breit aber mit verheerenden Folgen." (Quelle: Norderneyer Badezeitung, 18.02.1999)

Trombe überquert Norderney, Graupelgewitter (Wetterchronik)
Dezember

Osnabrück (NI)

 Jahr 1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1998 - Näheres ist nicht bekannt (Quelle: Mark Vornhusen, AKM)
September

Bassum (NI),
Schwarme (NI)

 09.09.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: abends gegen 20:45 Uhr MESZ. Nach Berichten des Sonntags-Tipp (Aller-Weser-Verlag) vom 11.09.1998 und vom 07.09.2008 trat eine Windhose auf: "Windhose deckt Dächer ab - Eine Schneise der Verwüstung ließ ein Tornado im Landkreis Diepholz zurück. Damals machten solche örtlich begrenzt auftretenden Wetterphänomene allerdings noch als so genannte Windhosen auf sich aufmerksam. Dieses "luftige Bekleidungsstück" deckte Dächer ab, zerstörte eine Imbissbude, entwurzelte Bäume und beschädigte zahlreiche Autos. Verletzt wurde allerdings niemand. Besonders betroffen war der kleine Ort Schwarme. Dor sah es aus, wie nach einer Explosion. Die Hilfskräfte mussten diverse Straßen von Trümmern und umgestürzten Bäumen frei räumen, Telefonleitungen instand setzen sowie das Dach eines Pferdestalls vor dem Einsturz sichern. In Bassum wurde ein Imbiss Opfer der Naturgewalten." Möglicherweise handelte es sich um zwei Ereignisse.

Geeste (NI)
[Region: Speicherbecken Geeste]

 09.09.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Lingener Tagespost vom 11.09.1998 trat dieser Tornado auf.
Juli

Döse (NI)

bild
 30.07.1998 / Stärke (W) Bestätigt
Der Tornado entstand zwischen der Insel Neuwerk und der Küste Cuxhavens. Schäden richtete er nicht an. Ein Augenzeuge beobachtete den Tornado von Sahlenburg aus: "Er zog etwa in Richtung N-NO, wobei er seine Form dann im weiteren Verlauf in einen langen sehr skurrilen dünnen Schlau änderte. Über der Elbmündung löste sich dann auf. Das Wetter war an diesem Tag nicht sonderlich warm, aber auch nicht kalt."

Foto des Tornados von Thomas Jensen

Schnega (NI)

 21.07.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
Am Schnegaer Mühlenbach. Nach einer Meldung der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 13. November 2002 trat im Jahre 1998 eine Windhose auf: "Anschließend soll dieser Bereich, der durch eine Windhose im Jahre 1998 stark geschädigt worden war, aufgeforstet werden." In dem betroffenen Waldgebiet wurden innerhalb einer Schneise erhebliche Schäden angerichtet.

Clenze (NI)

 21.07.1998 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado im nordöstlichen Niedersachsen (Wendland) ist nicht bekannt (Quelle: Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998). Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 23. Juli 1998: "Ein kurzes nächtliches Unwetter hat im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg hohen Schaden angerichtet. Zwischen Bergen und Clenze knickten Sturmböen 100 Bäume um und zerrissen an der Bundesstraße 71 eine Hochspannungsleitung. Mehrere Straßen waren wegen sintflutartiger Regenfälle unpassierbar. Kirschgroße Hagelkörner verursachten Ernteausfälle und zerbeulten Autos. In einem verwüsteten Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr wurden zwei Jugendliche verletzt."
Juni

Oldenburg in Oldenburg (NI),
Salzendeich (NI)

 06.06.1998 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Beim THW Oldenburg findet sich im Einsatzarchiv dieser Eintrag: "06./07. Juni 1998: Windhose verwüstet Teile von Oldenburg". Auch von Raymund Windolf, Bild der Wissenschaft 11/1998, wird ein Tornado westlich von Bremen genannt. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08. Juni 1998: "In Oldenburg wurde das Hauptzelt des Zirkus Althoff beschädigt. Noch schwerer traf es das Elefantenzelt. Die Tiere kamen in der Weser-Ems-Halle unter." - Bericht einer Augenzeugin: "Der Tornado vom 06.06.1998 hat damals starke Schäden angerichtet. Wir hatten zu der Zeit noch einen eigenen Bauernhof mit einem Wäldchen dahinter. Allein in diesem Wäldchen war eine richtige Schneise von 20m Breite durchgezogen und über 25 große Bäume (und noch diverse kleine Bäume) wurden regelrecht abgedreht. Bei Bekannten wurde das komplette Dach incl. Obergeschoss abgetragen. Ich weiß jetzt nicht genau, wo der Tornado entstand und wo er ausgelaufen ist, aber ich weiß, dass er von Oldenburg OT Bornhorst durch das Ipweger Moor über Moorriem, dann über die B 211 bis nach Salzendeich / Oberströmische Seite gewandert ist."

Oppeln (NI)

 06.06.1998 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 22:30 Uhr MESZ. "6.6., gegen 22:30 Uhr wütete ein Orkan in unserer Gegend. Eingeleitet wurde er von Blitzen, die mehrfach über den ganzen Himmel zuckten und alle taghell erleuchteten. Der Orkan (Windhose), begleitet von Wolkenbrüchen, knickte und entwurzelte Bäume in großer Zahl. Auch waren Sachschäden und Überflutungen zu vermelden. In Oppeln stürzten viele Bäume um, vor allem am Süderende. Bei Stelling auf der Geest wurde der Wohnwagen an eine Baumreihe gedrückt und total zerstört. Stromleitungen wurden zerstört und zogen einen 16-stündigen Stromausfall nach sich." (Quelle: Ingelore Borchers, Oppeln, ein Marsch-, Moor- und Geestdorf im Elbe-Weser-Dreieck. 2001)

Düring (NI)

 06.06.1998 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MESZ. "In einer Breite von etwa 60 Metern war eine Windhose diagonal über einen Teil des Platzes gegangen. Alles in diesem Bereich war wie umgemäht und die Vorzelte mit Inventar zum Teil einige hundert Meter fortgetragen. Acht Wohnwagen wurden umgestürzt und teilweise schwer beschädigt. Drei Wohnwagen lagen sogar auf dem Dach, wobei ein Wagen von rund 1 Tonne Gewicht 15 m weit getragen wurde." (Quelle: Presseberichte, Campingclub Bremerhaven)

Ummern (NI)
[Region: Fahle Heide]

 29.06.1997 / Stärke (F2) Bestätigt
Erhebliche Waldschäden traten in einer Schneise auf, die sich westlich bis nordwestlich von Gifhorn erstreckt.

Peine (NI),
Celle (NI),
Wietzendorf (NI)

 29.06.1997 / Stärke (F2) Bestätigt
Erhebliche Waldschäden traten in einer langen Schneise auf, die westlich von Peine beginnt, dann nordwärts an Celle vorbeiläuft und bis nach Wietzendorf reicht. Dazu auch aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 01. Juli 1997: "In Schwüblingsen wütete ein Wirbelsturm, der 70 alte Eichen wie Streichhölzer umknickte. Gemeindedirektor Hans Steding: "Ein Schock. Die Bäume waren mehr als hundert Jahre alt."" - Aus der Chronik der Feuerwehr Groß Bülten: "Am Abend des 29. Juni 1997 durchzog eine Windhose Groß Bülten und richtete schwere Sturmschäden im gesamten Dorf an. Hierzu gehörten diverse abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume. Um die Straßen frei zu räumen war die Feuerwehr mehr als 5 Stunden im Einsatz."

Bericht mit Luftbild von Martin Hubrig (Wetterzentrale)
Ein Park nach barockem Vorbild - Schwicheldt bei Peine (Wetterzentrale)
Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Groß Bülten (Groß Bülten)

Bissendorf (NI)

 29.06.1997 / Stärke (F2) Bestätigt
Am 29. Juni 1997 wurde die Gegend bei Bissendorf im Landkreis Osnabrück von einem starken Tornado getroffen, der sich während eines starken Gewitters gebildet hatte. Glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden. Mehr dazu von Martin Hubrig. Gegen 17.30 Uhr fegte der Tornado durch die Gemeinde Bissendorf bei Osnabrück. Er richtete erhebliche Schäden an, Bäume wurden entwurzelt, Dächer abgedeckt, Verkehrsunfälle ereigneten sich aufgrund umgestürzter Bäume. Begleitet wurde der Tornado von ergiebigen Regenfällen, die Keller voll laufen ließen und Straßen überfluteten. Die Feuerwehr der Gemeinde war tagelang im Einsatz. Der Tornado ließ ein Dach eines Schweinestalls einstürzen, hier verendeten einige Tiere unter dem Druck des Daches. Ein Wohnhaus wurde komplett abgedeckt, es wurde dann durch die Feuerwehr mit einer Plane notdürftig abgedeckt. Es entstand enormer Schaden, ein Ortsteil war für einige Stunden ohne Strom (Quelle: Sascha Broedel, örtliche Feuerwehr).

Gewittersturm in Niedersachsen (Wetterchronik)
August

Schwalingen (NI),
Schneverdingen (NI)

 30.08.1996 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Böhme-Zeitung in Soltau vom 02.09.1996 gab es erhebliche Schäden auf dem Hof von Werner Böhling in Schwalingen. Die Familie beobachtete den aufziehenden Tornado, der das Dach zum Teil zerstörte sowie eine 90 Jahre alte Kastanie auf dem Hof schwer beschädigte. Schäden entstanden auch an einem neben dem Haus abgestellten PKW sowie am Schornstein eines Nachbarhauses. Von dort wurde eine 35 Kg schwere Platte am Schornstein abgerissen und ca. 500 Meter weit an das andere Ende des Ortes verfrachtet. Der Tornado zog aus Richtung Brochdorf kommend über Schwalingen bis nach Schneverdingen, wo noch einige Apfelbäume abgedreht wurden.

Neuenkirchen (NI),
Schwalingen (NI)

 10.08.1996 / Stärke (F1) Bestätigt
Genaues Datum nicht sicher. Nach Recherchen von Raymund Windolf (1997/1998) richtete dieser Tornado in Neuenkirchen, Schwalingen Schäden an.
Mai

Herrenhausen (NI)

 17.05.1995 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 19:20 Uhr MESZ. Ein Tornado hat am Abend gegen 19:20 Uhr MESZ in Hannover-Herrenhausen und Hainholz eine zwei Kilometer lange Spur der Verwüstung gezogen. Es entstand Millionenschaden, und auch in den berühmten Herrenhäuser Gärten wurden erhebliche Schäden angerichtet. Dazu aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 18. Mai 1995: "Windhose wütete. dpa Hannover - Bäume knickten um, Ziegel fielen von Dächern, und Oberleitungen wurden beschädigt: In Hannover fegte gestern eine Windhose durch mehrere Stadtteile. Es gab keine Verletzten, aber hohen Sachschaden." - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 19. Mai 1995: "Besonders hart traf es Mittwoch abend Hannover und das Münsterland: Windhosen deckten Dächer ab, zerschlugen Fenster, entwurzelten Bäume, beschädigten Autos. Das Dach der denkmalgeschützten Orangerie in Herrenhausen ging zu Bruch. Der Schaden: mehr als eine Million Mark. Menschen wurden bei dem "Mini Tornado" nicht verletzt."

Windhose über Hannover (Berliner Zeitung)
Windhosen in Deutschland (RZ-Online)
Windhose über Norddeutschland (Hamburger Abendblatt, 19.05.1995)
September

Norden (NI)

 12.09.1994 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einem Bericht über den Tornado von Riepe am selben Tag: "Auch in Norden sorgt an diesem Tag ein Wirbel für Aufregung. Auch hier fegt er Ziegel von den Dächern. Auch hier knickt er Äste. Und entwurzelt Bäume." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000)

Riepe (NI)

 12.09.1994 / Stärke (F1) Bestätigt
"Windhose verwüstet Dorf, Millionenschäden in Niedersachsen: AURICH, 13. September (dpa). Eine Windhose hat am Montagabend das Dorf Riepe bei Aurich (Niedersachsen) verwüstet und Schaden in Höhe von etwa ..." Quelle: Frankfurter Allgemeine Archiv. Einige Fenster und Satellitenanlagen wurden in Riepe bei Aurich beschädigt. (Quelle: Forum der Wetterzentrale). Gesamtschaden: 2 Mio. DM (Quelle: "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998) - Weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14. September 1994: "Windhose deckte 60 Häuser ab. HA Aurich - Ein Naturphänomen versetzte ein kleines Dorf in Ostfriesland in Angst. Eine Windhose fegte urplötzlich über Riepe bei Aurich hinweg und deckte 60 Häuser ab."

"12. September 1994: Im niedersächsischen Riepe richtet eine Windhose Schäden in Höhe von mindestens zwei Millionen Mark an. Dächer werden abgedeckt und durch die Luft gewirbelt, Fenster zerschlagen, Satellitenanlagen abgerissen." (Quelle: RZ-Online)

Windhosen in Deutschland (RZ-Online)
Tornado über Ostfriesland (Hamburger Abendblatt, 14.09.1994)
Juni
Juli

Wedelheine (NI)

 30.07.1993 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: Gegen 21:50 Uhr MESZ. Schwere Unwetter im Raum Braunschweig / Wolfsburg / Gifhorn: "Der Rundschau schilderte Ralf Röder seine Eindrücke: "Etwa zehn Minuten vor Zehn gab es plötzlich einen Knall, das Licht ging aus und wir spürten, wie sich der Bretterboden unter unseren Füßen erhob und wir regelrecht fortgetragen wurden. Es knackte und krachte im [Fest-]Zelt. In der Aufregung hörten wir noch die Rufe des Zeltverleihers, das Zelt sofort zu verlassen, da es einzustürzen drohe. Draußen wurden wir dann von einem kräftigen Hagelregen empfangen, der unsere Kleider im Nu durchnäßte." Inzwischen sei auch das Zelt wie ein Kartenhaus zusammengebrochen, berichtete Röder weiter. "Unsere Sorge galt jetzt möglichen Verletzten. Es stellte sich heraus, daß drei Personen Platzwunden und Prellungen davongetragen beziehungsweise einen Schock erlitten hatten. Ein Schütze mußte ins Krankenhaus gebracht werden." Als Ursache des Unglücks wird eine Windhose vermutet, die mit hoher Geschwindigkeit über Wedelheine inmitten der Gewitterfront hinwegfegte und Spuren durch abgeknickte Baumkronen hinterließ." (Quelle: Braunschweiger Zeitung, 2. August 1993 und Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine) - ""Alles geschah innerhalb von Minuten. Es blieb keine Zeit mehr", schilderte Festwirt Reinhard Sonntag die Geschehnisse vom Freitag Abend. Kurz nach 22 Uhr kündigte sich durch Wetterleuchten ein Gewitter an. Heftiger Regen- und Hagelschauer folgten, so daß fast alle Besucher des Festzeltes in das Zelt flüchteten. Eine Sturmböe, die laut Aussage von Diplom-Meteorologen Bernd-Lothar Richter vom Wetteramt Hannover mit mehr als 80 Stundenkilometern über Wedelheine hinwegfegte, erfaßte das Zelt. Zu diesen Zeitpunkt befanden sich mehr als 100 Menschen darin. Die Aluminiumträger-Konstuktion brach zusammen. Durch die herabstürzenden Pfosten wurden drei Personen leicht verletzt. Sie erlitten laut Angaben der Gifhorner Polizei Rippenbrüche, Schnittwunden und Prellungen. Die Verletzten wurden in das Gifhorner Kreiskrankenhaus gebracht. Ein Aluminiumträger zertrümmerte die nagelneue Musikanlage der Band "Trio Sound". [...] Im gesamten Dorf fiel bis kurz nach Mitternacht der Strom aus. Zahlreiche Bäume wurden umgeknickt und einige Dächer abgedeckt." (Quelle: Aller-Zeitung, 2. August 1993 und Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine) - Der Ablauf spricht eher für einen Downburst als Ursache.

Pressespiegel 1993 (Feuerwehr Wedesbüttel-Wedelheine)
August

Buchholz in der Nordheide (NI)

 09.08.1992 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: kurz nach 19 Uhr MESZ. Der Tornado hinterließ eine etwa hundert Meter breite und mehrere Kilometer lange Schneise der Verwüstung. Es entstand Schaden in Millionenhöhe. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 11.08.1992: "ha Hamburg - Das Ausmaß der Schäden, die ein Wirbelsturm am Sonntag abend in Buchholz in der Nordheide angerichtet hat, ist noch nicht abzusehen. Joachim Behnke von der Ortsfeuerwehr: "Menschen sind nicht verletzt worden. Der Sachschaden geht in die Millionen." Eine sogenannte Windhose hatte, wie berichtet, Hunderte Bäume - darunter mächtige Eichen und Buchen - entwurzelt oder geknickt. In einem kilometerlangen Korridor stürzten Bäume auf Hausdächer, begruben Autos unter sich, zerstörten Stromleitungen und blockierten alle wichtigen Zufahrtsstraßen."

Windhose: Schaden geht in die Millionen (Hamburger Abendblatt, 11.08.1992)
Bilanz des Schreckens (Hamburger Abendblatt, 11.08.1992)

Tewel (NI)

 09.08.1992 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18:30 Uhr MESZ. Nach einer Meldung der Böhme-Zeitung vom 11.08.1992 zog der Tornado über den südlichen Ortsrand von Tewel hinweg. Zahlreiche Bäume stürzten um und mehrere Dächer wurden beschädigt, es entstanden Schäden in Millionenhöhe. Verletzte wurden nicht gemeldet.
März

Lüneburg (NI)

 21.03.1992 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: nachmittags. Nach Recherchen von Uwe Bergholter trat dieser Tornado im Bereich der Schlieffen-Kaserne und der Bleckeder Landstraße auf.
Oktober

Barßel (NI)

 29.10.1990 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 29. verursachten Windhosen in Barßel und Lindern (Münsterland) große Schäden. Häuser wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und Fahrzeuge zerstört." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Oktober 1990).

Lindern (NI)

 29.10.1990 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 29. verursachten Windhosen in Barßel und Lindern (Münsterland) große Schäden. Häuser wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und Fahrzeuge zerstört." (Quelle: Monatlicher Witterungsbericht, Oktober 1990).
August
Juli

Bullenhausen (NI)

 05.07.1990 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 06.07.1990: "Über die Gemeinde Bullenhausen (Landkreis Harburg) südlich der Elbe ist gestern nachmittag eine Windhose hinweggefegt. Der Sturmwirbel deckte mehrere Hausdächer ab, knickte Bäume um und ließ vertäute Boote auf der Elbe kentern. Niemand wurde verletzt. Das seltene Naturereignis hatte sich nach einem Gewitter aufgebaut. In Sekundenschnelle schlug die Windhose von der Ortschaft Moor über Meckelfeld nach Bullenhausen eine Schneise der Verwüstung. Die Windhose fegte unter einer Hochspannungsleitung hindurch und löste sich über der Elbe in Höhe des Oortkatener Sees auf. Besonders betroffen von dem Unglück waren die Anwohner des Lührsweges in Bullenhausen, wo die Dächer mehrerer Reihenhäuser abgedeckt wurden. Ziegel flogen wie Geschosse bis zu 400 Meter weit. Flachdächer der am Ende der Straße liegenden Garagen wurden abgehoben. Feuerwehrleute der Ortswehren aus Moor, Meckelfeld, Over und Bullenhausen deckten beschädigte Häuser mit Planen zum Schutz gegen Regen ab und bargen auf der Straße liegende Trümmer. Hinter dem Eibdeich gelegene Wochenendhäuser wurden ebenfalls stark beschädigt. Auf Stromleitungen stürzende Bäume unterbrachen für einige Zeit die Stromverbindung."

Windhose schlug eine Schneise der Verwüstung (Hamburger Abendblatt, 06.07.1990)
März

Wülfel (NI),
Döhren (NI)

 09.03.1990 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Das Flachdach des Feuerwehrgerätehauses in Wülfel wurde zerstört: "Am 9. März 1990 ereignete sich für die Feuerwehr Wülfel ein wohl hoffentlich einmaliger Einsatz. Durch eine Windhose wurde das Flachdach des Gerätehauses angehoben und über die nähere Umgebung verteilt. Durch das undichte Dach drang dann noch Wasser in das Gebäudeinnere und sammelte sich im Bereich des Lehrsaals. Kräfte der Berufsfeuerwehr und der sehr spät alarmierten Ortsfeuerwehr beseitigten die Schäden dann gemeinsam." Quelle: Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wülfel.
Januar

Jesteburg (NI)

 26.01.1990 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Während eines Wintersturms trat dieser Fall auf: "In Jesteburg wütete eine Windhose am Ortsausgang Richtung Bendestorf, ließ dicke Äste und ganze Bäume niederkrachen - die Harburger Straße wurde für eine halbe Stunde total gesperrt. Blauröcke agierten mit Motorsäge und Seilwinde." (Quelle: Wochenblatt). Jesteburg liegt im Landkreis Harburg, 5 bis 6 Kilometer südöstlich von Buchholz i.d. Nordheide.
August

Venne (NI)

 31.08.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, August 1988 - Darüber berichtete gut 20 Jahre später ein Augenzeuge: "Bin übrigens 1988 selbst Zeuge eines etwas stärkeren Tornados (Nähe Venne / Osnabrück) geworden. Es war im August (nachmittags / ca. 16.00 Uhr) und dieses Teil zog nach einem heftigen Gewitter mit Hagel in ca. 300 m Entfernung an uns vorbei. Auf seinem Weg zog der Rüssel über einen Bauernhof und deckte diesen komplett ab. Auch meine Eltern in 2 km Entfernung konnten das Spektakel beobachten. Ich kann mich auch sehr gut an den "grünlichen Horizont" erinnern und an die heftigen Temperaturunterschiede ein paar Minuten vor dem Tornado." - Venne ist ein Ortsteil von Ostercappeln im Landkreis Osnabrück.

Herringhausen (NI)

 31.08.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht genau bekannt, Monat August 1988. Darüber berichtete im Jahre 2015 ein Augenzeuge: "Ich habe gestern mal ein wenig auf eurer Seite gestöbert und bin dort auf eine Meldung vom August 1988 gestoßen. Damals war ein Tornado in Venne. In dem Monat war auch ein spektakuläres Ereignis in Bohmte OT Herringhausen (nur ein paar Kilometer von Venne entfernt). Dieses geschah aber nachts bzw. spät abends. Ich war zwar erst 6 Jahre alt, aber erinnere mich noch haargenau daran. Ob es jetzt ein Tornado war, oder nicht, kann ich natürlich nicht 100%ig sagen, aber ich wollte es euch einmal schildern. Dieser (ich nenn ihn jetzt einfach mal) Sturm begann recht unvermittelt am späten Abend. Ich wurde von meiner Mutter geweckt, weil sie Angst hatte, dass das Dach "wegfliegt". Der Wind selbst kam aus nordwestlicher Richtung, zunächst mit großem Hagel, später dann mit starkem Regen. Es war, als käme der Hagel aus allen Richtungen. Sämtliche Jalousien unseres Hauses waren durchlöchert. Mehrere Bäume wurden entwurzelt. Einer direkt neben unserem Garten. Was mich im Nachhinein stutzig macht ist, dass der Baum in Richtung Westen gefallen ist - also gegen den Wind. Das weiß ich noch so genau, weil das riesige Loch vom Wurzelballen und die Wurzel in Richtung unseres Gartens zeigten. Wäre der Baum mit der Windrichtung gefallen, wäre er in unserem Garten gelandet. Außerdem lief der Regen in Sturzbächen durch unser Dachfenster. Der Wind muss das Wasser nach oben durch das Oberlicht gedrückt haben. Das Fenster war bis zu dem Zeitpunkt eigentlich geschlossen. Faszinierend hier dran ist, dass das Fenster nach Süden zeigt und zudem durch einen Anbau auf der rechten Seite eigentlich gut geschützt liegt. Sehr gut erinnere ich mich an den Anblick, als der Sturm vorüber war. Von einem Nachbarhaus waren viele Dachziegel weggeflogen und das Dach war so beschädigt, dass das Licht im Haus aus den Löchern im Dach schien. Etwa 200 m weiter war (bzw. ist immer noch) ein Einzelhandel mit Kleidung. Dort wurde zu der Zeit renoviert. Die Verkaufsräume waren ausgelagert in ein riesiges Zelt neben dem Gebäude. Es war so ein großes Bierzelt, wie man es auf Schützenfesten etc. findet. Es war zur Hälfte geschützt durch das Gebäude. Dieser Teil war relativ unbeschädigt. Die andere Hälfte war platt."

Bosenbüttel (NI)

 28.08.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Um 22:01 Uhr MESZ erfolgte die Alarmierung der umliegenden Feuerwehren im Bereich Nordholz-Midlum im Landkreis Cuxhaven nach einer Windhose. Genaues über das Ausmaß der Schäden ist nicht bekannt. Auch in der weiteren Umgebung fielen zahlreiche Bäume um, darunter einige bei Wremen auf eine Starkstromleitung.

Cuxhaven (NI)

 21.08.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Eine Trombe verursachte am 21. große Schäden in Bremerhaven und Cuxhaven." (Quelle: Monatl. Witterungsbericht des DWD). Das Ereignis in Bremerhaven ist gesichert, aus Cuxhaven liegt nichts vor. Wegen der Lage der beiden Orte und der herrschenden Wetterlage ist von zwei getrennten Ereignissen auszugehen, wahrscheinlich gab es nur einen Tornado in Bremerhaven.
Juli

Otterndorf (NI)

 17.07.1988 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht ganz sicher, eventuell 18.07.? Funnelbeobachtung von Bord der MS Pauwgracht zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel.

Salzgitter (NI)

 01.07.1988 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Der Tornado wurde von einem Reiterhof am NW-Rand von Sehlde aus beobachtet, wie er eine Bresche in eine Pappelreihe schlug. Von hier aus zog er in Richtung Nordost bis Nordnordost und erfasste dann Salzgitter-Lichtenberg, wo er auch von der ehrenamtlich betriebenen Klimamessstation aus gesichtet wurde. Im Ostteil der Lichtenberge fielen dem Tornado etwa 10.000 Festmeter Holz zum Opfer. Danach zog der Tornado weiter nach Salzgitter-Lebenstedt. Der damalige Leiter der Schwimmhalle in Lebenstedt beobachtete den Tornado, der das gesamte Hallendach während des Badebetriebes um ca. 3 Meter verschob. Danach zog der Tornado weiter nach Broistedt, wo am Bahnhof die Bahnlinie blockiert wurde. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Das Dach musste komplett neu errichtet werden. Verletzte oder Tote gab es durch diesen Tornado nicht.

Tornado in Salzgitter (Skywarn)

Goslar (NI)

 01.07.1988 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: 15:40 Uhr MESZ. Betroffen waren vor allem die Bundesstraße B 241 zwischen Goslar und Hahnenklee sowie die Innenstadt von Goslar. Quelle: Stadtforstamt Goslar, Martin Hubrig

Juist (NI)

 17.07.1987 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Es gab 4 Verletzte und erhebliche Sachschäden. (Quelle: Forum der Wetterzentrale) - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 20. Juli 1987: "Windhosen tobten über Niedersachsen. dpa Hitzacker - Drei Wirbelstürme haben am Sonnabend in Niedersachsen eine Spur der Vernichtung gezogen. [...] Zur gleichen Zeit tobte über der Nordseeinsel Juist eine Windhose. Vier Menschen wurden verletzt, als eine Kutsche umgeweht wurde." - Aus einer Meldung der WAZ vom 10.10.2008: "Unvergessener Moment der Geschichte: Die Windhose vom Sommer 1987. Diese riss das Flachdach von Haus Altena weg." - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 20. Juli 1987: "Bonn. Wirbelstürme haben am Freitagabend im BRD-Land Niedersachsen Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Rund 150 Häuser wurden abgedeckt, zehn Menschen erlitten Verletzungen. Betroffen waren nach Angaben der Behörden die Gemeinde Geeste im Kreis Emsland, die Nordseeinsel Juist und die Stadt Hitzacker im Kreis Lüchow-Dannenberg, wo eine Windhose Waldbestände auf einer Länge von 4,5 Kilometer verwüstete." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Aus Arbeiterpavillon wurde Haus Altena (DerWesten, 10.10.2008)

Hitzacker (NI)

 17.07.1987 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 21 Uhr MESZ. Die Windhose bildete sich bei Sarenseck und zog von hier aus in Richtung Nordosten ins rund 3 Kilometer entfernte Hitzacker. Hier wurden zahlreiche Dächer von Wohnhäusern abgedeckt, Dachziegel und Holztrümmer flogen durch die Straßen, die zum Teil zwei Tage lang gesperrt blieben. Insgesamt 70 Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt. Augenzeugen berichten davon, dass aus einem Feld Erde herausgerissen und gegen ein Haus geschleudert wurde. - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 20. Juli 1987: "Windhosen tobten über Niedersachsen. dpa Hitzacker - Drei Wirbelstürme haben am Sonnabend in Niedersachsen eine Spur der Vernichtung gezogen. [...] Der zweite Wirbelsturm raste um 21 Uhr für nur eine Minute über Hitzacker. Das Ausmaß der Schäden erreicht zehn Millionen Mark." - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 20. Juli 1987: "Bonn. Wirbelstürme haben am Freitagabend im BRD-Land Niedersachsen Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Rund 150 Häuser wurden abgedeckt, zehn Menschen erlitten Verletzungen. Betroffen waren nach Angaben der Behörden die Gemeinde Geeste im Kreis Emsland, die Nordseeinsel Juist und die Stadt Hitzacker im Kreis Lüchow-Dannenberg, wo eine Windhose Waldbestände auf einer Länge von 4,5 Kilometer verwüstete." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Tornado in Hitzacker 1987
50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Metzingen 1950 - 2000 (Feuerwehr Metzingen)

Geeste (NI)

 17.07.1987 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen OZ: "Windhose zog Schneise der Verwüstung - Meppener Tagespost, 17.07.2007: Windhose zog Schneise der Verwüstung (mf). Geeste-Dalum. In weniger als drei Minuten hat am 17. Juli 1987 eine Windhose die Dalumer Siedlung Großer Sand in ein Trümmerfeld verwandelt. Mehr als 70 Wohnhäuser wurden ganz oder teilw ... " Es gab 3 Verletzte. Die Siedlung Großer Sand liegt etwa 8 Kilometer nordwestlich von Lingen im Emsland. - Weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 20. Juli 1987: "Windhosen tobten über Niedersachsen. dpa Hitzacker - Drei Wirbelstürme haben am Sonnabend in Niedersachsen eine Spur der Vernichtung gezogen. Die erste Windhose deckte gegen 17 Uhr in Geeste (Kreis Emsland) 80 Wohnhäuser ab, zwei Menschen wurden schwer verletzt." Ein Gedenkstein in der Siedlung Großer Sand erinnert an den Tornado. - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 20. Juli 1987: "Bonn. Wirbelstürme haben am Freitagabend im BRD-Land Niedersachsen Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Rund 150 Häuser wurden abgedeckt, zehn Menschen erlitten Verletzungen. Betroffen waren nach Angaben der Behörden die Gemeinde Geeste im Kreis Emsland, die Nordseeinsel Juist und die Stadt Hitzacker im Kreis Lüchow-Dannenberg, wo eine Windhose Waldbestände auf einer Länge von 4,5 Kilometer verwüstete." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Denkmal in Geeste-Dalum
Dezember

Betzendorf (NI)

 Jahr 1985 / Stärke (F2) Bestätigt
Genaues Datum (Jahr, Tag) nicht bekannt. Nach genauen Angaben eines Waldbesitzers trat dieser Fall bei Betzendorf auf.
Juli

Moordorf (NI)

 31.07.1985 / Stärke (F1) Verdacht
Datum nicht bekannt, Juli 1985 - Bericht aus Upgant-Schott im Jahre 2014: "Es war sehr warm und auch drückend draußen. Meine Eltern, meine Schwester und ich (damals 14 Jahre alt) waren am Grillen. Ich sah dann Richtung Nordwesten, daß der Himmel dunkel und auch grünlich war.Es ging alles sehr schnell und das Unwetter war dann über uns. Es hat stark geregnet, gehagelt und es war stürmisch. Das Unwetter dauerte so etwa 15 bis 25 Minuten. Ort: 26529 Upgant-Schott, in Ostfriesland, etwa 15 Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Am Tag später erfuhren wir, daß durch die Ortschaft Moordorf eine Windhose gezogen sein soll. Dächer waren zum Teil abgedeckt und einige, dünnere Bäume entwurzelt. Moordorf ist etwa ca. 10 Kilometer von Upgant-Schott entfernt. Es stand damals auch etwas von einer Windhose in der regionalen Zeitung." - Moordorf liegt etwa vier Kilometer westlich von Aurich an der Bundesstraße B72.

Papenburg (NI)

 14.07.1985 / Stärke (F1) Bestätigt
Genaues Datum unsicher. Auf der Meyer-Werft wurde ein 20.000-Tonnen-Schiff beschädigt. Mehrere Wohnwagen stürzten um. (Quelle: Bericht von Joachim Spekker)
Juni

Blumenthal (NI)

 07.06.1985 / Stärke (F1) Bestätigt
In einigen Teilen Bremens richtete dieser Tornado erhebliche Schäden an Hausdächern an und brach viele Bäume ab. Mehr dazu von Volker Laborius bei www.blitzwetter.de.
August
Juni

Bramsche (NI),
Estringen (NI)

 03.06.1984 / Stärke (F2) Bestätigt
Nach Meldungen der Lingener Tagespost vom 04.06.1984 und vom 06.06.1984 trat dieser starke Tornado auf, die Forstschäden beliefen sich auf etwa 2000 Festmeter.
August
Dezember

Sehestedt (NI)

 Jahr 1982 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1982 - Der Tornado warf auf einem Campingplatz in Sehestedt (Butjadingen, am Jadebusen) mehrere Wohnwagen um.

Tornado in Sehestedt (Skywarn)
August

Cuxhaven (NI)

 20.08.1982 / Stärke (W) Bestätigt
Von der Wetterstation Cuxhaven aus wurde gegen 16:30 Uhr MESZ eine Wasserhose beobachtet.

Zerhusen (NI)

 13.08.1982 / Stärke (F1) Bestätigt
"Windhose verwüstete in Sekunden drei Gebäude - Niemand verletzt, Hof Meistermann in Zerhusen war Zentrum des Unwetters". Quelle: Chronik THW Lohne.
März

Wolfenbüttel (NI)

 01.03.1982 / Stärke (F1) Bestätigt
Nach Berichten der Berliner Wetterkarte, Nr. 60/1982 und der Frankfurter Abendpost vom 03.03.1982 trat am Abend ein Tornado auf.
Mai

Delmenhorst (NI)

 27.05.1981 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: 12 Uhr mittags (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Dezember

Dalum (NI)

 Jahr 1980 / Stärke (F1) Bestätigt
Datum nicht bekannt, Jahr 1980 - Das Datum ist nicht genau bekannt. Ein Augenzeuge erinnert sich an abgedeckte Dächer und abgebrochene Kiefernkronen.
September

Norderney (NI)

 25.09.1980 / Stärke (W) Bestätigt
"Eine Wasserhose am 25. September 1980 zwischen Norderney und Norddeich - und Reimer Siemon hat seine Kamera parat." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000)
Dezember

Basbeck (NI)

 Jahr 1979 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1979 - "In den Einsatzbüchern findet man unter ?Besonderes? in diesem Jahr zwölf aufeinanderfolgende Einsätze bei einem schweren Sturm, der mit einer Windhose über Basbeck fegte. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und mußten gesichert werden, ebenso waren etliche umgestürzte Bäume zu beseitigen. Unvergessen ist auch der tagelange Einsatz der Wehr bei der großen Schneekatastrophe." (Quelle: Chronik 1923 - 1998 der Feuerwehr Basbeck). Basbeck liegt bei Hemmoor im äußersten Osten des Landkreises Cuxhaven.
November

Cloppenburg (NI)

 06.11.1979 / Stärke (F2) Bestätigt
Gegen 13:10 Uhr MEZ richtete der Tornado bei Cloppenburg an etwa 130 Gebäuden Schäden in Millionenhöhe an. Es gab 15 Verletzte. Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 07. November 1979: "Millionenschäden - Hannover. Eine Windhose deckte am Dienstag in Cloppenburg (BRD-Land Niedersachsen) über 70 Häuser ab. Es entstanden Schäden in Höhe von mehreren Millionen DM." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 07.11.1979: "Cloppenburg/Hamburg, 7. 11. Millionen-Schaden und mindestens 15 Verletzte - das ist die Bilanz eines Unwetters von nur drei Minuten Dauer. So lange brauchte eine Windhose, um die Außenbezirke von Cloppenburg zu verwüsten. Nach Augenzeugenberichten sehen Cloppenburgs Stadtteile Landwehr, Hemelsbühren und benachbarte Gebiete aus wie nach einem Bombenangriff. Mindestens 130 Häuser wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt. Cloppenburgs Polizeichef Airich Kruse zum Hamburger Abendblatt: "Wir sind hautnah an einer Katastrophe vorbeigekommen. Nur ein paar hundert Meter weiter, und die Windhose wäre durch die Fußgängerzone der Innenstadt gefegt." Es war gegen 13 Uhr. Polizeichef Kruse saß beim Mittagessen. Vom Unwetter bemerkte er in der Innenstadt nur einen Hagelschauer. Über den Stadtrand aber walzte in einer Breite von 300 Metern die Windhose hinweg. Von der Gewalt des Wirbelwindes gepackt, wurden Garagen aus ihren Fundamenten gerissen, Dachstühle brachen krachend zusammen, Ställe stürzten ein. Von den Dächern prasselten Dachpfannen und Ziegel auf die Straßen. Eine Überlandleitung riß, der Zugverkehr zwischen Oldenburg und Osnabrück mußte eingestellt werden. Wie viele Personen- und Lastwagen umstürzten, Blech- oder Totalschaden haben, konnte die Polizei bis gestern abend noch nicht zählen. Kruse: "So etwas habeich noch nicht erlebt.""

Windhose fegte durch Cloppenburgs Vororte (Hamburger Abendblatt, 07.11.1979)
15 Verletzte durch Windhose in Cloppenburg (Wetterchronik)
Juni

Bad Lauterberg (NI)

 13.06.1979 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14.06.1979: "Bad Lauterberg, 14. Juni. Eine Windhose (schlauchartiger Wirbelwind) hat in der Innenstadt von Bad Lauterberg (Harz) auf einer Länge von 1200 Meter Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt und parkende Autos beschädigt Eine Passantin wurde von einem herabfallenden Dachziegel getroffen und brach sich einen Fuß. Der Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Mark. Der ganze "Spuk" - so ein Polizeibeamter - dauerte nur wenige Minuten." (Weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Windhose verwüstet Bad Lauterberg (Hamburger Abendblatt, 14.06.1979)
März

Schwarmstedt (NI)

 31.03.1979 / Stärke (F2) Bestätigt
Datum nicht bekannt, März 1979 - Das genaue Datum ist nicht bekannt, der Tornado muss Ende Februar oder (wahrscheinlicher) Anfang März aufgetreten sein. Im Bereich der Autobahn A7 Hannover-Hamburg wurde südöstlich von Schwarmstedt ein ganzes Waldstück komplett zerstört. Die Autobahn war durch abgebrochene Bäume in beide Richtungen blockiert. Ein LKW-Fahrer, der mit seinem LKW in Richtung Hamburg unterwegs war, beobachtete den Wirbel, während er die Bäume abbrach. Lange Zeit danach war der wieder aufgeforstete Bereich auch aus der Luft gut zu erkennen.
Juni

Cloppenburg (NI)

 29.06.1973 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).

Westerstede (NI)
[Region: Ammerland]

 29.06.1973 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
November

Delmenhorst (NI)

 13.11.1972 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bericht eines Anwohners: "[...] im sogenannten Hemmelskamper Holz (heute nördliches Stadtgebiet von Delmenhorst), wo eine Kiefernmonokultur quasi im Zick-Zack umgemäht wurde."

Schönemoor bei Delmenhorst (NI)

 13.11.1972 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bericht eines Anwohners: "[...] Schönemoor, wo in eine damals etwa 100 Jahre alte Kiefernmonokultur eine etwa 100 bis 150 m breite Schneise geschlagen und zudem eine massive Scheune vollkommen zerstört wurde, in den benachbarten Bereichen mit derselben Struktur (Kiefernwald bzw. Dorflage mit landwirtschaftlichen Gebäuden) nur vergleichsweise geringe Schäden entstanden." - Schönemoor ist ein Ortsteil der Gemeinde Ganderkesee im Landkreis Oldenburg. Ein Zusammenhang zum Fall Delmenhorst ist möglich.

Hude (NI)
[Region: Hasbruch]

 13.11.1972 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Bericht eines Anwohners aus dem Frühjahr 2014: "Im Hasbruch gibt es eine rund 200 m breite und 2 km lange Schneise, die man mit ein bisschen Ortskenntnis heute noch auf Google Earth erkennen kann. Sie verläuft von SW nach NE und wurde nach Quimburga mit einem Buchen-Eichen-Mischwald wiederaufgeforstet. Insofern sind die Schäden heute noch sichtbar." Der Hasbruch ist ein Waldgebiet zwischen Hude und Ganderkesee im Landkreis Oldenburg. Ein Zusammenhang zum Fall Schönemoor ist möglich.
Oktober

Wolfsburg (NI)

 06.10.1972 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach einer Mitteilung der Münchener Rückversicherung vom Dezember 1998 trat dieser Tornado auf, Näheres ist nicht bekannt.
Juli

Altenmarhorst (NI)

 15.07.1971 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"hier in meinem Ort, dem schönen Altenmarhorst, gab es auch mal einen Tornado. Ich glaube, es war am 15.07.1971." Quelle: Michael Brinkmann, Feedback bei TorDACH. Altenmarhorst ist ein Ortsteil von Twistringen, südlich von Delmenhorst.
Oktober

Wolfsburg (NI)

 06.10.1970 / Stärke (F1) Bestätigt
Eventuell schon am 04. oder 05.10.? Häuser und Autos wurden beschädigt. Quelle: u.a. "Naturkatastrophen in Deutschland", Münchener Rück, 1998

Bad Lauterberg (NI)

 02.10.1970 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
November

Oldersum (NI)

 12.11.1969 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 13.11.1969: "Oldersum, 13. November. Einen noch nicht übersehbaren Schaden hat am Mittwoch eine Windhose in der Gemeinde Oldersum (Kreis Leer) angerichtet. Der nur wenige Minuten dauernde Wirbelsturm deckte zahlreiche Dächer ab und wirbelte Ziegel und Teile von Dachgerüsten wie Spielzeug durch die Luft. Stromleitungsmasten knickten im Zentrum der Windhose wie Streichhölzer. Stromversorgung und Fernsprechverkehr wurden weitgehend lahmgelegt. Instandsetzungstrupps der Energieversorgung und der Post bemühten sich in den Abendstunden die Leitungen notdürftig zu reparieren. Menschen kamen nicht zu Schaden."

Windhose deckte Dächer ab (Hamburger Abendblatt, 13.11.1969)
September

Oldenburg in Oldenburg (NI)

 13.09.1968 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Juli

Roffhausen (NI),
Wilhelmshaven (NI)

 21.07.1968 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976 sowie Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 22.07.1968).

Oldenburg in Oldenburg (NI)

 06.07.1968 / Stärke (F0) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: Recherchen von Raymund Windolf sowie Meldung der Pforzheimer Nachrichten vom 08.07.1968)
Juni

Tangendorf (NI)

 11.06.1968 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado ist nicht bekannt (Quelle: Chronik der Feuerwehr Tangendorf bei Winsen)
August

Cramme (NI)

 26.08.1967 / Stärke (F1) Bestätigt
"Als pfeifender, trichterförmiger, braungelber Staubwirbel zieht eine Windhose über das Dorf Cramme (Kr. Wolfenbüttel), deckt Häuser ab und dreht Bäume sowie auch Telefonmaste ab." (Quellen: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Hameln (NI)
[Region: Harzvorland, Weserbergland]

 19.07.1966 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Schwerste Gewitter mit stundenlangen Wolkenbrüchen, Hagelschlägen und Windhosen suchen vor allem das Harzvorland und das Weserbergland heim." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
Mai

Cuxhaven (NI)

 22.05.1966 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung der Cuxhavener Zeitung vom 24.05.1966: "Verwüstungen durch Windhose - Die Trümmer einer Bauernscheune weit verstreut. nn. Altenbruch/Groden. Schwere Schäden richtete Sonntagabend, wie bereits kurz berichtet, eine Windhose im Altenbrucher Gemeindebezirk Westerende an und berührte auch das ländliche Stadtgebiet Cuxhaven-Groden. Noch in der Nacht wurden Einsatztrupps verschiedener Dienststellen zur Hilfeleistung angefordert, die bis zum Morgen fast ununterbrochen an der Beseitigung der gröbsten Schäden arbeiteten. In Altenbruch-Westerende wurden an der Kreisstraße 18 mehr als 30 starke Straßenbäume entwurzelt, während in der Grodener Abschnede eine Maschinenscheune des Landwirts Christian Kamps völlig vernichtet wurde. Personen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen und Verluste von Tieren, die bei solchen Unwettern Schutz unter Bäumen zu suchen pflegen, bisher nicht bekannt geworden. Dagegen haben manche Strohdächer und auch Hartbedachungen erheblich unter dem Sturm gelitten. Die Einwohner des sogenannten "Kleinen Westerendes" zwischen der Gastwirschaft von Emil Oldenburg und der Bahnkreuzung der Strecke Cuxhaven - Bremerhaven mußten schreckliche Minuten überstehen. Kurz nach 20 Uhr, so berichteten sie, verfinsterte sich nach der Schwüle des Nachmittags im Südwesten plötzlich der Himmel, und der Gewitterregen begann mit ohrenbetäubendem Lärm und Rauschen, in das sich das Krachen und Bersten der stürzenden Bäume mischte. In keinem Haus brannte mehr das elektrische Licht. Durch die an der Nordseite der Kreisstraße entwurzelten Bäume, besonders zwischen den Gehöften von Theodor Tamm, Walter Martens und Hinrich Kleentof, waren die Stromleitungen an vielen Stellen durchgeschlagen worden und Grundstückseinfriedungen teilweise erheblich beschädigt. In der Grodener Abschnede zog der Schwerpunkt der Windhose über das Gehöft des Landwirts Christian Kamps eine mehr als 100 Quadratmeter große Gerätescheune, die nördlich des Wohn- und Wirtschaftgebäudes stand, wurde von der Gewalt des Sturmes abgedeckt und das Mauer- und Balkenwerk wie ein Kartenhaus zusammengedrückt. "Es war ein Sausen und Brodeln, als wenn die Welt untergehen wollte." sagten mehrere Einwohner dazu. "Durch die grellen Blitze und den harten Donner wurden die Lage nur noch unheimlicher." Aber ebenso überraschend, wie der Gewittersturm hereingebrochen war, verschwand er auch wieder."
Juni

Adenbüttel (NI)

 22.06.1965 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
22./23.01.: "Der Süden des Kr. Gifhorn ("Papenteich") erleidet Millionenverluste infolge eines 20 Min. lang wütenden Unwetters. Hühnereigroße Hagelschloßen schaffen Häuserschäden und verletzen Weidevieh; viel Feldfrucht wird verwüstet, auch die Heuernte wird fast ganz vernichtet. Sturm fällt mächtige Bäume reihenweise und schleudert in Adenbüttel ein mehrere Zentner schweres Eisentor 50 m durch die Luft." (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976)

Bersenbrück (NI)

 17.06.1965 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Eine Windhose raste gegen Mitternacht über die Landkreise Tecklenburg und Bersenbrück hinweg. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und große Schaufensterscheiben zerstört." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik; weitere Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976).
Mai

Heber (NI)

 18.05.1965 / Stärke (F2) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 19.05.1965: "Bei einem Wirbelsturm, der am Dienstag um 17.45 Uhr für nur wenige Minuten die Gemeinde Heber in der Lüneburger Heide heimsuchte, wurden schwere Verheerungen angerichtet. "Eine Windhose brauste innerhalb von Sekunden durch unseren Ort", sagt heute morgen der Bürgermeister von Heber dem Hamburger Abendblatt. "Sie hinterließ auf einem etwa 100 Meter breiten Streifen nur noch Trümmer", sagte der Bürgermeister weiter. Zwei Scheunen brachen unter ihrem Anprall zusammen. Von drei Häusern wurden die Dächer abgedeckt und die Dachstühle zum Teil zertrümmert. Augenzeugen sahen, wie das Dach einer Scheune fast 150 Meter hoch geschleudert wurde. Zahlreiche umgestürzte Bäume sperrten die Ortsstraße längere Zeit für den Verkehr. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen."

Windhose in der Heide (Hamburger Abendblatt, 19.05.1965)
September

Mellendorf (NI)

 16.09.1964 / Stärke (F3) Bestätigt
Dieser Fall ergab sich bei Recherchen von Martin Hubrig zu den kleinräumigen Sturmschäden am 29.06.1997 mit umgestürzten Strommasten: Nach Angaben des Stromnetzbetreibers standen die damals zerstörten Stahlgittermasten in einer 200 m breiten Schneise, innerhalb der die Schäden viel schlimmer als 1997 (F2) gewesen seien

Schessinghausen (NI)

 16.09.1964 / Stärke (F3) Bestätigt
Am 16. September wurde Schessinghausen, südlich von Nienburg, durch eine starke Windhose schwer geschädigt. Es sei das "schlimmste Unwetter seit Menschengedenken im Kreis Nienburg" gewesen: "Ein Augenzeuge berichtete: "Ich sah, wie sich das Unwetter unmittelbar neben einer großen Gewitterwolke zusammenballte. Alles vernichtend raste der schwarze Wirbel mit einem dumpfen Heulen auf das Dorf zu. Es war schrecklich. So etwas habe ich noch nie gesehen." Innerhalb von zwei Minuten war alles vorbei. Was übrig blieb, war ein großes Trümmerfeld. Am schlimmsten wurden die Gehöfte im Südwest-Teil des Dorfen betroffen. Hier brachen drei massive Stall- und Scheunengebäude in sich zusammen und begruben Trecker, andere landwirtschaftliche Maschinen und sämtliches Inventar unter sich. In den Wohnhäusern barsten die Fensterscheiben, umherfliegende Dachziegel und Gesteinsbrocken richteten in den Wohnräumen erhebliche Schäden an. Die glatte Asphaltdecke auf einer Gemeindestraße wurde vom Sturm aufgerissen. Auf dem Friedhof stürzten die Grabsteine um. Das steinerne Kriegerdenkmal wurde durch die Gewalt des Wirbelsturms glatt abgebrochen. Türen und Scheunentore wurden aus den Angeln gerissen. Einige fand man mehrere hundert Meter weiter auf den Feldern wieder. Überall versperrten umgestürzte Bäume, abgerissene Baumkronen die Straßen und Wege. Auf seinem zerstörenden Weg riß der Sturm mit stählernem Finger große Löcher in die Dächer der Gebäude. Die Telefonverbindungen wurden unterbrochen, bei einem Drittel der Häuser in Schessinghausen fiel der Strom aus." (Quelle: "Die Harke" am 17.09.1964; weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefsflugs durch Tornados, 1981) - Aus einer Meldung der Zeitung Die Harke vom 20.09.2014: "Als ein Tornado in Schessinghausen tobte - Willi Blocks Vater hatte das Unheil kommen sehen. ?Als er aus dem Fenster sah, kam ein langer Rüssel auf sein Haus zu ? die Windhose?, erinnert sich der 84-Jährige. ?Schnell in den Keller?, habe sein Vater seiner Frau gerufen. Sekunden später war die alte Zimmerei der Familie Block gegenüber dem Friedhof nur noch ein Haufen Schutt. In den Nachmittagsstunden des 16. September 1964, einem Mittwoch, wurde Schessinghausen von einem Wirbelsturm heimgesucht, wie es bis dahin in der Region noch niemand erlebt hatte. Abgedeckte Dächer, entwurzelte Baumriesen, abgeknickte Telegrafenmasten, Schutt und Trümmer ? es sah aus wie nach einem Bombenangriff. Der Schessinghäuser Eckhard Schulz war erst sechs Jahre alt, als der Tornado mit ungeheurer Wucht eine Schneise der Verwüstung hinterließ. ?Der Asphalt auf der Ortsdurchfahrt ? die heutige Kreisstraße ? wurde vom Sog hochgerissen. Ich sah die Steinschicht darunter?, erinnert er sich. 17 Häuser wurden beschädigt ? wie ein Wunder wurde kein Mensch..."

Als ein Tornado in Schessinghausen tobte (Die Harke, 20.09.14)
Dorf bei Nienburg schwer verwüstet (Hamburger Abendblatt, 17.09.1964)

Bückeburg (NI),
Stadthagen (NI)

 15.09.1964 / Stärke (F3) Bestätigt
Der Tornado zog gegen 16:13 Uhr MEZ aus dem Raum Minden über Bückeburg bis nach Stadthagen. Allein am Bückeburger Militärflughaben (Heeresflieger) wurden 3,5 Mio. DM Schäden an Flugzeugen, Hubschraubern und Gebäuden verursacht. Bei einer Windgeschwindigkeit von 80 Knoten (148 km/h) brach der Mast des Windmessers. "Von der Gewalt des plötzlich auftretenden Sturmwindes zeugt die Tatsache, daß zwei Flugzeuge vom Typ Do-27, die wegen der angesagten Gewitterböen an Betonklötze vor den Flugzeughallen gekettet waren, mitsamt den Betonklötzen ca. 1500m weit über den Flugplatz Achum geschleift wurden. [...] Längs der Strecke Porta Westfalica-Bückeburg-Achum-Stadthagen wurden auf etwa 25 km Länge die üblichen Schadenswirkungen festgestellt, die im Wirkungsbereich eines Tornados erscheinen: Gebäudeschäden, abgedrehte Bäume, weggetragene Kraftfahrzeuge." (Quellen: Dietwalt Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigkeit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. April 1978 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 und Dietwald Fuchs, Über das Auftreten von Tornados in der BRD in Abhängigheit von synoptischen und aerologischen Bedingungen. Monatsarbeit zum Ausbildungsabschnitt IV/2 der Wetterdienst-Referendarausbildung. Cochem-Brauheck. April 1978).
August

Schillig (NI)

 31.08.1964 / Stärke (F1) Bestätigt
Genaues Datum nicht bekannt - Im Sommer 1964 fegte eine Windhose über den Campingplatz von Schillig/Ostfriesland, Fotos der Schäden gibt es bei Krefeld Wetter).
Juni

Langeoog (NI)

 23.06.1964 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: 08:50 bis 08:55 Uhr MEZ. "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000 und Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) In den Unterlagen von J. Letzmann sind die Sichtungen genau beschrieben, dazu gibt es zahlreiche Fotos. Mindestens zwei der sieben Tornados erreichten die Insel, über Schäden an Land ist aber nichts bekannt.

Es folgt der Augenzeugenbericht von Gerhold Leiß: "Am 23.Juni 1964 beobachtete ich von Langeoog aus 7 Tromben. Die Erscheinungen traten zwischen 07.20 und 08.55 während eines leichten Gewitters auf. Die Bedeckung war während der meisten Zeit 10/10; tiefe Stratocumulus und Nimbostratus; das Gewitter schien sich über der Wolkendecke zu entladen; von 07:40 bis 08:50 leichter Regen. Wind WSW 3, abnehmend 2 und auf WNW drehend. Eine erste Gruppe von drei Tromben bewegte sich in der Zeit von 07:20 bis 07:45 nördlich der Insel über der See etwa von West nach Ost. Die Bewegung nach Osten erfolgte mit geringer Geschwindigkeit; der Abstand von der Insel betrug etwa 5 sm. Da ich mich am Wasserwerk befand, konnte ich nur den oberen Teil der Tromben sehen. Zwei waren nur noch schwach ausgebildet als ich sie sah, die Dritte entwickelte sich noch. Ein spitzer Trichter von starker graublauer Farbe schob sich von der Wolkenunterkante abwärts. Er wurde dann im oberen Teil zusehends breiter und bekam tiefer die Form eines langgezogenen S. Nach etwa 3 Minuten wurde die Farbe des Trichters heller und in seiner Mitte bildete sich ein schmaler heller Schlauch, wie eine Nabelschnur, der auf der ganzen Länge der Trombe sichtbar war. Kurze Zeit danach verschwand der untere Teil der Trombe, und der obere Teil nahm die Form eines langgezogenen Rechteckes von wieder dunklerer Farbe an. Nach 1-2 Minuten löste sich auch diese Form auf.

Um bessere Beobachtungsmöglichkeiten zu haben, bestieg ich den Wasserturm. (Fensterhöhe NN + 33,0 m). Um 07.50 sah ich eine zweite Gruppe von drei Tromben. Sie bewegten sich von WNW nach ENE und passierten den Wasserturm in etwa 400 m südlichen Abstand. Die Tromben bewegten sich mit einem Abstand von rund 2000 m voneinander auf fast der gleichen Bahn und hatten eine Marschgeschwindigkeit von etwa 12 sm/h. (nach Vergleich mit einem Fischkutter, der in der Nähe fuhr) Die Tromben waren in der Höhe als lange spitze Trichter zu erkennen. In geringerer Höhe vor einem Streifen helleren Himmels waren sie jedoch kaum zu sehen. Auf der Wasseroberfläche wurde ihre Wirkung jedoch wieder eindrucksvoll sichtbar. Die gesamte Meeresoberfläche war fast glatt. Unter den Tromben auf einer Fläche von etwa 80 m Durchmesser erschien das Wasser dunkler, wie unter einer Bö, und es bildeten such kleine spitze Wellen, die keine eigentliche Bewegungsrichtung hatten. In der Mitte dieses Feldes erhob sich ein weißer Gischtring von etwa 10 m Durchmesser und 2 m Höhe. Bis zu einer Höhe von 15 m setzte sich der Ring als dunkle Sprühwasserwand fort. Von da aus bis zu einer Höhe von etwa 100 m erschien das Sprühwasser wie dunkle, zerrissene Stratocumuluswolken. Sie bewegten sich langsam aufwärts und drehten sich dabei mit 20-30 Umdrehungen/min. gegen den Uhrzeigersinn.

Die erste Trombe erreichte den Strand um 08.01, die dritte um 08.20. Auswirkungen über Land waren vom Wasserturm aus nicht zu bemerken. Sie bewegten sich jedoch offenbar am Südrand des Dorfes vorbei. Als Auswirkung stellte ich später fest, dass
1. eine Dachseite eines Hauses am Süderdünenring fast völlig abgedeckt wurde,
2. ein leichter Kutschwagen umgeworfen wurde,
3. eine stabile Baubude (Holzbau) des Domänenrentamtes völlig zerlegt wurde.

Alle drei Tromben lösten sich gegen 08.30 über dem Wattenmeer auf. Die siebte Trombe entwickelte sich um 08.50 über dem Watt, sie bewegte sich von West nach Ost und war bis 08.55 sichtbar. Wegen des großen Abstandes vom Beobachtungsplatz konnten Einzelheiten nicht erkannt werden."

Langeoog (NI)

 23.06.1964 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 07:50 und 08:30 Uhr MEZ. "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000 und Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) In den Unterlagen von J. Letzmann sind die Sichtungen genau beschrieben, dazu gibt es zahlreiche Fotos. Mindestens zwei der sieben Tornados erreichten die Insel, über Schäden an Land ist aber nichts bekannt.

Es folgt der Augenzeugenbericht von Gerhold Leiß: "Am 23.Juni 1964 beobachtete ich von Langeoog aus 7 Tromben. Die Erscheinungen traten zwischen 07.20 und 08.55 während eines leichten Gewitters auf. Die Bedeckung war während der meisten Zeit 10/10; tiefe Stratocumulus und Nimbostratus; das Gewitter schien sich über der Wolkendecke zu entladen; von 07:40 bis 08:50 leichter Regen. Wind WSW 3, abnehmend 2 und auf WNW drehend. Eine erste Gruppe von drei Tromben bewegte sich in der Zeit von 07:20 bis 07:45 nördlich der Insel über der See etwa von West nach Ost. Die Bewegung nach Osten erfolgte mit geringer Geschwindigkeit; der Abstand von der Insel betrug etwa 5 sm. Da ich mich am Wasserwerk befand, konnte ich nur den oberen Teil der Tromben sehen. Zwei waren nur noch schwach ausgebildet als ich sie sah, die Dritte entwickelte sich noch. Ein spitzer Trichter von starker graublauer Farbe schob sich von der Wolkenunterkante abwärts. Er wurde dann im oberen Teil zusehends breiter und bekam tiefer die Form eines langgezogenen S. Nach etwa 3 Minuten wurde die Farbe des Trichters heller und in seiner Mitte bildete sich ein schmaler heller Schlauch, wie eine Nabelschnur, der auf der ganzen Länge der Trombe sichtbar war. Kurze Zeit danach verschwand der untere Teil der Trombe, und der obere Teil nahm die Form eines langgezogenen Rechteckes von wieder dunklerer Farbe an. Nach 1-2 Minuten löste sich auch diese Form auf.

Um bessere Beobachtungsmöglichkeiten zu haben, bestieg ich den Wasserturm. (Fensterhöhe NN + 33,0 m). Um 07.50 sah ich eine zweite Gruppe von drei Tromben. Sie bewegten sich von WNW nach ENE und passierten den Wasserturm in etwa 400 m südlichen Abstand. Die Tromben bewegten sich mit einem Abstand von rund 2000 m voneinander auf fast der gleichen Bahn und hatten eine Marschgeschwindigkeit von etwa 12 sm/h. (nach Vergleich mit einem Fischkutter, der in der Nähe fuhr) Die Tromben waren in der Höhe als lange spitze Trichter zu erkennen. In geringerer Höhe vor einem Streifen helleren Himmels waren sie jedoch kaum zu sehen. Auf der Wasseroberfläche wurde ihre Wirkung jedoch wieder eindrucksvoll sichtbar. Die gesamte Meeresoberfläche war fast glatt. Unter den Tromben auf einer Fläche von etwa 80 m Durchmesser erschien das Wasser dunkler, wie unter einer Bö, und es bildeten such kleine spitze Wellen, die keine eigentliche Bewegungsrichtung hatten. In der Mitte dieses Feldes erhob sich ein weißer Gischtring von etwa 10 m Durchmesser und 2 m Höhe. Bis zu einer Höhe von 15 m setzte sich der Ring als dunkle Sprühwasserwand fort. Von da aus bis zu einer Höhe von etwa 100 m erschien das Sprühwasser wie dunkle, zerrissene Stratocumuluswolken. Sie bewegten sich langsam aufwärts und drehten sich dabei mit 20-30 Umdrehungen/min. gegen den Uhrzeigersinn.

Die erste Trombe erreichte den Strand um 08.01, die dritte um 08.20. Auswirkungen über Land waren vom Wasserturm aus nicht zu bemerken. Sie bewegten sich jedoch offenbar am Südrand des Dorfes vorbei. Als Auswirkung stellte ich später fest, dass
1. eine Dachseite eines Hauses am Süderdünenring fast völlig abgedeckt wurde,
2. ein leichter Kutschwagen umgeworfen wurde,
3. eine stabile Baubude (Holzbau) des Domänenrentamtes völlig zerlegt wurde.

Alle drei Tromben lösten sich gegen 08.30 über dem Wattenmeer auf. Die siebte Trombe entwickelte sich um 08.50 über dem Watt, sie bewegte sich von West nach Ost und war bis 08.55 sichtbar. Wegen des großen Abstandes vom Beobachtungsplatz konnten Einzelheiten nicht erkannt werden."

Langeoog (NI)

 23.06.1964 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 07:50 und 08:30 Uhr MEZ. "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000 und Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) In den Unterlagen von J. Letzmann sind die Sichtungen genau beschrieben, dazu gibt es zahlreiche Fotos. Mindestens zwei der sieben Tornados erreichten die Insel, über Schäden an Land ist aber nichts bekannt.

Es folgt der Augenzeugenbericht von Gerhold Leiß: "Am 23.Juni 1964 beobachtete ich von Langeoog aus 7 Tromben. Die Erscheinungen traten zwischen 07.20 und 08.55 während eines leichten Gewitters auf. Die Bedeckung war während der meisten Zeit 10/10; tiefe Stratocumulus und Nimbostratus; das Gewitter schien sich über der Wolkendecke zu entladen; von 07:40 bis 08:50 leichter Regen. Wind WSW 3, abnehmend 2 und auf WNW drehend. Eine erste Gruppe von drei Tromben bewegte sich in der Zeit von 07:20 bis 07:45 nördlich der Insel über der See etwa von West nach Ost. Die Bewegung nach Osten erfolgte mit geringer Geschwindigkeit; der Abstand von der Insel betrug etwa 5 sm. Da ich mich am Wasserwerk befand, konnte ich nur den oberen Teil der Tromben sehen. Zwei waren nur noch schwach ausgebildet als ich sie sah, die Dritte entwickelte sich noch. Ein spitzer Trichter von starker graublauer Farbe schob sich von der Wolkenunterkante abwärts. Er wurde dann im oberen Teil zusehends breiter und bekam tiefer die Form eines langgezogenen S. Nach etwa 3 Minuten wurde die Farbe des Trichters heller und in seiner Mitte bildete sich ein schmaler heller Schlauch, wie eine Nabelschnur, der auf der ganzen Länge der Trombe sichtbar war. Kurze Zeit danach verschwand der untere Teil der Trombe, und der obere Teil nahm die Form eines langgezogenen Rechteckes von wieder dunklerer Farbe an. Nach 1-2 Minuten löste sich auch diese Form auf.

Um bessere Beobachtungsmöglichkeiten zu haben, bestieg ich den Wasserturm. (Fensterhöhe NN + 33,0 m). Um 07.50 sah ich eine zweite Gruppe von drei Tromben. Sie bewegten sich von WNW nach ENE und passierten den Wasserturm in etwa 400 m südlichen Abstand. Die Tromben bewegten sich mit einem Abstand von rund 2000 m voneinander auf fast der gleichen Bahn und hatten eine Marschgeschwindigkeit von etwa 12 sm/h. (nach Vergleich mit einem Fischkutter, der in der Nähe fuhr) Die Tromben waren in der Höhe als lange spitze Trichter zu erkennen. In geringerer Höhe vor einem Streifen helleren Himmels waren sie jedoch kaum zu sehen. Auf der Wasseroberfläche wurde ihre Wirkung jedoch wieder eindrucksvoll sichtbar. Die gesamte Meeresoberfläche war fast glatt. Unter den Tromben auf einer Fläche von etwa 80 m Durchmesser erschien das Wasser dunkler, wie unter einer Bö, und es bildeten such kleine spitze Wellen, die keine eigentliche Bewegungsrichtung hatten. In der Mitte dieses Feldes erhob sich ein weißer Gischtring von etwa 10 m Durchmesser und 2 m Höhe. Bis zu einer Höhe von 15 m setzte sich der Ring als dunkle Sprühwasserwand fort. Von da aus bis zu einer Höhe von etwa 100 m erschien das Sprühwasser wie dunkle, zerrissene Stratocumuluswolken. Sie bewegten sich langsam aufwärts und drehten sich dabei mit 20-30 Umdrehungen/min. gegen den Uhrzeigersinn.

Die erste Trombe erreichte den Strand um 08.01, die dritte um 08.20. Auswirkungen über Land waren vom Wasserturm aus nicht zu bemerken. Sie bewegten sich jedoch offenbar am Südrand des Dorfes vorbei. Als Auswirkung stellte ich später fest, dass
1. eine Dachseite eines Hauses am Süderdünenring fast völlig abgedeckt wurde,
2. ein leichter Kutschwagen umgeworfen wurde,
3. eine stabile Baubude (Holzbau) des Domänenrentamtes völlig zerlegt wurde.

Alle drei Tromben lösten sich gegen 08.30 über dem Wattenmeer auf. Die siebte Trombe entwickelte sich um 08.50 über dem Watt, sie bewegte sich von West nach Ost und war bis 08.55 sichtbar. Wegen des großen Abstandes vom Beobachtungsplatz konnten Einzelheiten nicht erkannt werden."

Langeoog (NI)

 23.06.1964 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 07:50 und 08:30 Uhr MEZ. "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000 und Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) In den Unterlagen von J. Letzmann sind die Sichtungen genau beschrieben, dazu gibt es zahlreiche Fotos. Mindestens zwei der sieben Tornados erreichten die Insel, über Schäden an Land ist aber nichts bekannt.

Es folgt der Augenzeugenbericht von Gerhold Leiß: "Am 23.Juni 1964 beobachtete ich von Langeoog aus 7 Tromben. Die Erscheinungen traten zwischen 07.20 und 08.55 während eines leichten Gewitters auf. Die Bedeckung war während der meisten Zeit 10/10; tiefe Stratocumulus und Nimbostratus; das Gewitter schien sich über der Wolkendecke zu entladen; von 07:40 bis 08:50 leichter Regen. Wind WSW 3, abnehmend 2 und auf WNW drehend. Eine erste Gruppe von drei Tromben bewegte sich in der Zeit von 07:20 bis 07:45 nördlich der Insel über der See etwa von West nach Ost. Die Bewegung nach Osten erfolgte mit geringer Geschwindigkeit; der Abstand von der Insel betrug etwa 5 sm. Da ich mich am Wasserwerk befand, konnte ich nur den oberen Teil der Tromben sehen. Zwei waren nur noch schwach ausgebildet als ich sie sah, die Dritte entwickelte sich noch. Ein spitzer Trichter von starker graublauer Farbe schob sich von der Wolkenunterkante abwärts. Er wurde dann im oberen Teil zusehends breiter und bekam tiefer die Form eines langgezogenen S. Nach etwa 3 Minuten wurde die Farbe des Trichters heller und in seiner Mitte bildete sich ein schmaler heller Schlauch, wie eine Nabelschnur, der auf der ganzen Länge der Trombe sichtbar war. Kurze Zeit danach verschwand der untere Teil der Trombe, und der obere Teil nahm die Form eines langgezogenen Rechteckes von wieder dunklerer Farbe an. Nach 1-2 Minuten löste sich auch diese Form auf.

Um bessere Beobachtungsmöglichkeiten zu haben, bestieg ich den Wasserturm. (Fensterhöhe NN + 33,0 m). Um 07.50 sah ich eine zweite Gruppe von drei Tromben. Sie bewegten sich von WNW nach ENE und passierten den Wasserturm in etwa 400 m südlichen Abstand. Die Tromben bewegten sich mit einem Abstand von rund 2000 m voneinander auf fast der gleichen Bahn und hatten eine Marschgeschwindigkeit von etwa 12 sm/h. (nach Vergleich mit einem Fischkutter, der in der Nähe fuhr) Die Tromben waren in der Höhe als lange spitze Trichter zu erkennen. In geringerer Höhe vor einem Streifen helleren Himmels waren sie jedoch kaum zu sehen. Auf der Wasseroberfläche wurde ihre Wirkung jedoch wieder eindrucksvoll sichtbar. Die gesamte Meeresoberfläche war fast glatt. Unter den Tromben auf einer Fläche von etwa 80 m Durchmesser erschien das Wasser dunkler, wie unter einer Bö, und es bildeten such kleine spitze Wellen, die keine eigentliche Bewegungsrichtung hatten. In der Mitte dieses Feldes erhob sich ein weißer Gischtring von etwa 10 m Durchmesser und 2 m Höhe. Bis zu einer Höhe von 15 m setzte sich der Ring als dunkle Sprühwasserwand fort. Von da aus bis zu einer Höhe von etwa 100 m erschien das Sprühwasser wie dunkle, zerrissene Stratocumuluswolken. Sie bewegten sich langsam aufwärts und drehten sich dabei mit 20-30 Umdrehungen/min. gegen den Uhrzeigersinn.

Die erste Trombe erreichte den Strand um 08.01, die dritte um 08.20. Auswirkungen über Land waren vom Wasserturm aus nicht zu bemerken. Sie bewegten sich jedoch offenbar am Südrand des Dorfes vorbei. Als Auswirkung stellte ich später fest, dass
1. eine Dachseite eines Hauses am Süderdünenring fast völlig abgedeckt wurde,
2. ein leichter Kutschwagen umgeworfen wurde,
3. eine stabile Baubude (Holzbau) des Domänenrentamtes völlig zerlegt wurde.

Alle drei Tromben lösten sich gegen 08.30 über dem Wattenmeer auf. Die siebte Trombe entwickelte sich um 08.50 über dem Watt, sie bewegte sich von West nach Ost und war bis 08.55 sichtbar. Wegen des großen Abstandes vom Beobachtungsplatz konnten Einzelheiten nicht erkannt werden."

Langeoog (NI)

 23.06.1964 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 07:20 und 07:45 Uhr MEZ. "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000 und Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) In den Unterlagen von J. Letzmann sind die Sichtungen genau beschrieben, dazu gibt es zahlreiche Fotos. Mindestens zwei der sieben Tornados erreichten die Insel, über Schäden an Land ist aber nichts bekannt.

Es folgt der Augenzeugenbericht von Gerhold Leiß: "Am 23.Juni 1964 beobachtete ich von Langeoog aus 7 Tromben. Die Erscheinungen traten zwischen 07.20 und 08.55 während eines leichten Gewitters auf. Die Bedeckung war während der meisten Zeit 10/10; tiefe Stratocumulus und Nimbostratus; das Gewitter schien sich über der Wolkendecke zu entladen; von 07:40 bis 08:50 leichter Regen. Wind WSW 3, abnehmend 2 und auf WNW drehend. Eine erste Gruppe von drei Tromben bewegte sich in der Zeit von 07:20 bis 07:45 nördlich der Insel über der See etwa von West nach Ost. Die Bewegung nach Osten erfolgte mit geringer Geschwindigkeit; der Abstand von der Insel betrug etwa 5 sm. Da ich mich am Wasserwerk befand, konnte ich nur den oberen Teil der Tromben sehen. Zwei waren nur noch schwach ausgebildet als ich sie sah, die Dritte entwickelte sich noch. Ein spitzer Trichter von starker graublauer Farbe schob sich von der Wolkenunterkante abwärts. Er wurde dann im oberen Teil zusehends breiter und bekam tiefer die Form eines langgezogenen S. Nach etwa 3 Minuten wurde die Farbe des Trichters heller und in seiner Mitte bildete sich ein schmaler heller Schlauch, wie eine Nabelschnur, der auf der ganzen Länge der Trombe sichtbar war. Kurze Zeit danach verschwand der untere Teil der Trombe, und der obere Teil nahm die Form eines langgezogenen Rechteckes von wieder dunklerer Farbe an. Nach 1-2 Minuten löste sich auch diese Form auf.

Um bessere Beobachtungsmöglichkeiten zu haben, bestieg ich den Wasserturm. (Fensterhöhe NN + 33,0 m). Um 07.50 sah ich eine zweite Gruppe von drei Tromben. Sie bewegten sich von WNW nach ENE und passierten den Wasserturm in etwa 400 m südlichen Abstand. Die Tromben bewegten sich mit einem Abstand von rund 2000 m voneinander auf fast der gleichen Bahn und hatten eine Marschgeschwindigkeit von etwa 12 sm/h. (nach Vergleich mit einem Fischkutter, der in der Nähe fuhr) Die Tromben waren in der Höhe als lange spitze Trichter zu erkennen. In geringerer Höhe vor einem Streifen helleren Himmels waren sie jedoch kaum zu sehen. Auf der Wasseroberfläche wurde ihre Wirkung jedoch wieder eindrucksvoll sichtbar. Die gesamte Meeresoberfläche war fast glatt. Unter den Tromben auf einer Fläche von etwa 80 m Durchmesser erschien das Wasser dunkler, wie unter einer Bö, und es bildeten such kleine spitze Wellen, die keine eigentliche Bewegungsrichtung hatten. In der Mitte dieses Feldes erhob sich ein weißer Gischtring von etwa 10 m Durchmesser und 2 m Höhe. Bis zu einer Höhe von 15 m setzte sich der Ring als dunkle Sprühwasserwand fort. Von da aus bis zu einer Höhe von etwa 100 m erschien das Sprühwasser wie dunkle, zerrissene Stratocumuluswolken. Sie bewegten sich langsam aufwärts und drehten sich dabei mit 20-30 Umdrehungen/min. gegen den Uhrzeigersinn.

Die erste Trombe erreichte den Strand um 08.01, die dritte um 08.20. Auswirkungen über Land waren vom Wasserturm aus nicht zu bemerken. Sie bewegten sich jedoch offenbar am Südrand des Dorfes vorbei. Als Auswirkung stellte ich später fest, dass
1. eine Dachseite eines Hauses am Süderdünenring fast völlig abgedeckt wurde,
2. ein leichter Kutschwagen umgeworfen wurde,
3. eine stabile Baubude (Holzbau) des Domänenrentamtes völlig zerlegt wurde.

Alle drei Tromben lösten sich gegen 08.30 über dem Wattenmeer auf. Die siebte Trombe entwickelte sich um 08.50 über dem Watt, sie bewegte sich von West nach Ost und war bis 08.55 sichtbar. Wegen des großen Abstandes vom Beobachtungsplatz konnten Einzelheiten nicht erkannt werden."

Langeoog (NI)

 23.06.1964 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 07:20 und 07:45 Uhr MEZ. "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000 und Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) In den Unterlagen von J. Letzmann sind die Sichtungen genau beschrieben, dazu gibt es zahlreiche Fotos. Mindestens zwei der sieben Tornados erreichten die Insel, über Schäden an Land ist aber nichts bekannt.

Es folgt der Augenzeugenbericht von Gerhold Leiß: "Am 23.Juni 1964 beobachtete ich von Langeoog aus 7 Tromben. Die Erscheinungen traten zwischen 07.20 und 08.55 während eines leichten Gewitters auf. Die Bedeckung war während der meisten Zeit 10/10; tiefe Stratocumulus und Nimbostratus; das Gewitter schien sich über der Wolkendecke zu entladen; von 07:40 bis 08:50 leichter Regen. Wind WSW 3, abnehmend 2 und auf WNW drehend. Eine erste Gruppe von drei Tromben bewegte sich in der Zeit von 07:20 bis 07:45 nördlich der Insel über der See etwa von West nach Ost. Die Bewegung nach Osten erfolgte mit geringer Geschwindigkeit; der Abstand von der Insel betrug etwa 5 sm. Da ich mich am Wasserwerk befand, konnte ich nur den oberen Teil der Tromben sehen. Zwei waren nur noch schwach ausgebildet als ich sie sah, die Dritte entwickelte sich noch. Ein spitzer Trichter von starker graublauer Farbe schob sich von der Wolkenunterkante abwärts. Er wurde dann im oberen Teil zusehends breiter und bekam tiefer die Form eines langgezogenen S. Nach etwa 3 Minuten wurde die Farbe des Trichters heller und in seiner Mitte bildete sich ein schmaler heller Schlauch, wie eine Nabelschnur, der auf der ganzen Länge der Trombe sichtbar war. Kurze Zeit danach verschwand der untere Teil der Trombe, und der obere Teil nahm die Form eines langgezogenen Rechteckes von wieder dunklerer Farbe an. Nach 1-2 Minuten löste sich auch diese Form auf.

Um bessere Beobachtungsmöglichkeiten zu haben, bestieg ich den Wasserturm. (Fensterhöhe NN + 33,0 m). Um 07.50 sah ich eine zweite Gruppe von drei Tromben. Sie bewegten sich von WNW nach ENE und passierten den Wasserturm in etwa 400 m südlichen Abstand. Die Tromben bewegten sich mit einem Abstand von rund 2000 m voneinander auf fast der gleichen Bahn und hatten eine Marschgeschwindigkeit von etwa 12 sm/h. (nach Vergleich mit einem Fischkutter, der in der Nähe fuhr) Die Tromben waren in der Höhe als lange spitze Trichter zu erkennen. In geringerer Höhe vor einem Streifen helleren Himmels waren sie jedoch kaum zu sehen. Auf der Wasseroberfläche wurde ihre Wirkung jedoch wieder eindrucksvoll sichtbar. Die gesamte Meeresoberfläche war fast glatt. Unter den Tromben auf einer Fläche von etwa 80 m Durchmesser erschien das Wasser dunkler, wie unter einer Bö, und es bildeten such kleine spitze Wellen, die keine eigentliche Bewegungsrichtung hatten. In der Mitte dieses Feldes erhob sich ein weißer Gischtring von etwa 10 m Durchmesser und 2 m Höhe. Bis zu einer Höhe von 15 m setzte sich der Ring als dunkle Sprühwasserwand fort. Von da aus bis zu einer Höhe von etwa 100 m erschien das Sprühwasser wie dunkle, zerrissene Stratocumuluswolken. Sie bewegten sich langsam aufwärts und drehten sich dabei mit 20-30 Umdrehungen/min. gegen den Uhrzeigersinn.

Die erste Trombe erreichte den Strand um 08.01, die dritte um 08.20. Auswirkungen über Land waren vom Wasserturm aus nicht zu bemerken. Sie bewegten sich jedoch offenbar am Südrand des Dorfes vorbei. Als Auswirkung stellte ich später fest, dass
1. eine Dachseite eines Hauses am Süderdünenring fast völlig abgedeckt wurde,
2. ein leichter Kutschwagen umgeworfen wurde,
3. eine stabile Baubude (Holzbau) des Domänenrentamtes völlig zerlegt wurde.

Alle drei Tromben lösten sich gegen 08.30 über dem Wattenmeer auf. Die siebte Trombe entwickelte sich um 08.50 über dem Watt, sie bewegte sich von West nach Ost und war bis 08.55 sichtbar. Wegen des großen Abstandes vom Beobachtungsplatz konnten Einzelheiten nicht erkannt werden."

Langeoog (NI)

 23.06.1964 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: Zwischen 07:20 und 07:45 Uhr MEZ. "[...] Außerdem gibt es einen Bericht von dem Langeooger Gerold Leiß und zwei Schulaufsätze über sieben Trombenbeobachtungen auf der Insel am 23. Juni 1964." (Quelle: Ostfriesland Magazin, Ausgabe 2/2000 und Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg) In den Unterlagen von J. Letzmann sind die Sichtungen genau beschrieben, dazu gibt es zahlreiche Fotos. Mindestens zwei der sieben Tornados erreichten die Insel, über Schäden an Land ist aber nichts bekannt.

Es folgt der Augenzeugenbericht von Gerhold Leiß: "Am 23.Juni 1964 beobachtete ich von Langeoog aus 7 Tromben. Die Erscheinungen traten zwischen 07.20 und 08.55 während eines leichten Gewitters auf. Die Bedeckung war während der meisten Zeit 10/10; tiefe Stratocumulus und Nimbostratus; das Gewitter schien sich über der Wolkendecke zu entladen; von 07:40 bis 08:50 leichter Regen. Wind WSW 3, abnehmend 2 und auf WNW drehend. Eine erste Gruppe von drei Tromben bewegte sich in der Zeit von 07:20 bis 07:45 nördlich der Insel über der See etwa von West nach Ost. Die Bewegung nach Osten erfolgte mit geringer Geschwindigkeit; der Abstand von der Insel betrug etwa 5 sm. Da ich mich am Wasserwerk befand, konnte ich nur den oberen Teil der Tromben sehen. Zwei waren nur noch schwach ausgebildet als ich sie sah, die Dritte entwickelte sich noch. Ein spitzer Trichter von starker graublauer Farbe schob sich von der Wolkenunterkante abwärts. Er wurde dann im oberen Teil zusehends breiter und bekam tiefer die Form eines langgezogenen S. Nach etwa 3 Minuten wurde die Farbe des Trichters heller und in seiner Mitte bildete sich ein schmaler heller Schlauch, wie eine Nabelschnur, der auf der ganzen Länge der Trombe sichtbar war. Kurze Zeit danach verschwand der untere Teil der Trombe, und der obere Teil nahm die Form eines langgezogenen Rechteckes von wieder dunklerer Farbe an. Nach 1-2 Minuten löste sich auch diese Form auf.

Um bessere Beobachtungsmöglichkeiten zu haben, bestieg ich den Wasserturm. (Fensterhöhe NN + 33,0 m). Um 07.50 sah ich eine zweite Gruppe von drei Tromben. Sie bewegten sich von WNW nach ENE und passierten den Wasserturm in etwa 400 m südlichen Abstand. Die Tromben bewegten sich mit einem Abstand von rund 2000 m voneinander auf fast der gleichen Bahn und hatten eine Marschgeschwindigkeit von etwa 12 sm/h. (nach Vergleich mit einem Fischkutter, der in der Nähe fuhr) Die Tromben waren in der Höhe als lange spitze Trichter zu erkennen. In geringerer Höhe vor einem Streifen helleren Himmels waren sie jedoch kaum zu sehen. Auf der Wasseroberfläche wurde ihre Wirkung jedoch wieder eindrucksvoll sichtbar. Die gesamte Meeresoberfläche war fast glatt. Unter den Tromben auf einer Fläche von etwa 80 m Durchmesser erschien das Wasser dunkler, wie unter einer Bö, und es bildeten such kleine spitze Wellen, die keine eigentliche Bewegungsrichtung hatten. In der Mitte dieses Feldes erhob sich ein weißer Gischtring von etwa 10 m Durchmesser und 2 m Höhe. Bis zu einer Höhe von 15 m setzte sich der Ring als dunkle Sprühwasserwand fort. Von da aus bis zu einer Höhe von etwa 100 m erschien das Sprühwasser wie dunkle, zerrissene Stratocumuluswolken. Sie bewegten sich langsam aufwärts und drehten sich dabei mit 20-30 Umdrehungen/min. gegen den Uhrzeigersinn.

Die erste Trombe erreichte den Strand um 08.01, die dritte um 08.20. Auswirkungen über Land waren vom Wasserturm aus nicht zu bemerken. Sie bewegten sich jedoch offenbar am Südrand des Dorfes vorbei. Als Auswirkung stellte ich später fest, dass
1. eine Dachseite eines Hauses am Süderdünenring fast völlig abgedeckt wurde,
2. ein leichter Kutschwagen umgeworfen wurde,
3. eine stabile Baubude (Holzbau) des Domänenrentamtes völlig zerlegt wurde.

Alle drei Tromben lösten sich gegen 08.30 über dem Wattenmeer auf. Die siebte Trombe entwickelte sich um 08.50 über dem Watt, sie bewegte sich von West nach Ost und war bis 08.55 sichtbar. Wegen des großen Abstandes vom Beobachtungsplatz konnten Einzelheiten nicht erkannt werden."
Januar

Stellichte (NI)

 22.01.1962 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
22./23.01.: "SW-Sturm mit Hagelgewitter bringt im Oberweser- u. Emsgebiet Überschwemmungsschäden; eine Windhose wütet in der Gemeinde Stellichte (Kr. Fallingbostel) an Dächern und Wald; Orkanstärke reißt in der Deutschen Bucht Seetonnen los und legt die Schiffahrt lahm; die Häfen Cuxhaven und Brunsbüttelkoog werden wegen Überfüllung gesperrt." (Quelle: F. Hamm, Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschland, 1976)
August

Klint (NI)

 08.08.1961 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 10. August 1961: "Wirbelsturm über Norddeutschland. Ein starker Wirbelsturm hat in der Nacht zum Mittwoch (Anm.: 09.08.) im norddeutschen Raum zwischen Elbe und Weser große Waldflächen verwüstet und in den weniger geschützten Landgemeinden ganze Häuser abgedeckt oder völlig eingedrückt. Die 19jährige Ellen Klinck aus Nordholz (bei Cuxhaven) wurde vor den Augen ihrer Mutter von einem Blitz erschlagen. Der Touristenverkehr zu den Nordseeinseln war bereits tagsüber durch starke böige Winde behindert. Das Zentrum des Wirbelsturmes lag im Gebiet zwischen Klint (Kreis Land Hadeln) und Drochtersen (Kreis Stade), wo er in unverminderter Stärke zwei Stunden lang über einen zehn Kilometer langen Landstreifen hinwegfegte, zahlreiche Bauernhäuser abdeckte und leichtgebaute Feldscheunen eindrückte." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Drochtersen (NI)

 08.08.1961 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 10. August 1961: "Wirbelsturm über Norddeutschland. Ein starker Wirbelsturm hat in der Nacht zum Mittwoch (Anm.: 09.08.) im norddeutschen Raum zwischen Elbe und Weser große Waldflächen verwüstet und in den weniger geschützten Landgemeinden ganze Häuser abgedeckt oder völlig eingedrückt. Die 19jährige Ellen Klinck aus Nordholz (bei Cuxhaven) wurde vor den Augen ihrer Mutter von einem Blitz erschlagen. Der Touristenverkehr zu den Nordseeinseln war bereits tagsüber durch starke böige Winde behindert. Das Zentrum des Wirbelsturmes lag im Gebiet zwischen Klint (Kreis Land Hadeln) und Drochtersen (Kreis Stade), wo er in unverminderter Stärke zwei Stunden lang über einen zehn Kilometer langen Landstreifen hinwegfegte, zahlreiche Bauernhäuser abdeckte und leichtgebaute Feldscheunen eindrückte." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek, weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Stade (NI)

 08.08.1961 / Stärke (F1) Bestätigt
"In einem Forst westnordwestlich der Stadt Stade entstand ein Gesamtschaden von insgesamt schätzungsweise 300 bis 400 Festmetern. An zwei 600 m voneinander entfernten, im Lee kleinerer Bodenerhebungen liegenden Stellen wurden zahlreiche Bäume entwurzelt oder abgebrochen. Die Fallrichtungen lassen auf zyklonalen Drehsinn schließen, wobei die Rotationsenergie zwischen der ersten und zweiten Schadenstelle offenbar zugenommen hatte." (Quelle: H. Markgraf, Eine Folge von fünf Windhosen an einer Kaltfront, Seewetteramt Hamburg, 1964; weitere Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Bersenbrück (NI)

 05.08.1961 / Stärke (F1) Bestätigt
Näheres über diesen Tornado in Bersenbrück ist nicht bekannt. (Quelle: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)

Wietmarschen (NI),
Bad Bentheim (NI)

 05.08.1961 / Stärke (F1) Bestätigt
"Ein die Grft. Bentheim querender Wirbelsturm schädigt besonders die Gemeinde Wietmarschen" (Quellen: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)
Juli

Westerstede (NI)
[Region: Ammerland]

 12.07.1961 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Zwei Windhosen ziehen über das Ammerland und richten schwere Schäden an." (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976

Westerstede (NI)
[Region: Ammerland]

 12.07.1961 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Zwei Windhosen ziehen über das Ammerland und richten schwere Schäden an." (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976)
September

Wiesmoor (NI)

 29.09.1960 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Im Bereich der Fehn entwickelte sich dieser Tornado, der Wasser weit nach oben riss, aber keine größeren Schäden anrichtete. Mehrere Augenzeugen erlebten den Tornado in unmittelbarer Nähe. (Quelle: Helmut Bohlen, Wunder Sturm - Interviews, 2003)
Juni

Leese (NI)

 13.06.1960 / Stärke (F2) Bestätigt
"Wirbelsturm zerstört den Ortskern des Dorfes Leese bei Lemgo; Hagelschlag setzt die Straßen unter Schlammfluten und vernichtet im Sturmzentrum die gesamte Ernte." (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14. Juni 1960: "Wirbelsturm und Hagelschlag richteten schwere Schäden an - Das Dorf Leese bei Lemgo wurde am schwersten getroffen. " - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14.06.1960: "Sechs Familien wurden innerhalb von acht Minuten obdachlos, als ein mit schweren Hagelschlägen verbundener Wirbelsturm am Montagmittag die 700-Einwohner-Gemeinde Leese bei Lemgo (Lippe) heimsuchte. [...] Der Sturm deckte fast sämtliche Gebäude des Dorfes ab und brach eine mitten im Ort stehende 200jährige Eiche. Der gewaltige Baum, ein unter Landschaftsschutz stehendes Naturdenkmal Llppes, zerschmetterte beim Sturz das Dach eines Landarbeiterhauses. Die Reste des Gebäudes sind nicht wieder aufzubauen und müssen abgebrochen werden. Wie Augenzeugen berichteten, ballte sich das Sturmzentrum über Leese zusammen. Der Himmel verdüsterte sich, und dann brach urplötzlich wie ein gewaltiges Inferno das Unwetter über dem Dorf aus. Die Dorfbewohner flüchteten in ihre Häuser. Doch auch hier fühlten sie sich keineswegs sicher, als Dächer abgedeckt wurden und die Ziegel durch die Luft flogen." - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 14. Juni 1960: "Wirbelsturm verwüstete lippisches Dorf. Ein Wirbelsturm verwüstete innerhalb weniger Minuten den Ortskern des lippischen Dorfes Leese bei Lemgo in Nordrhein-Westfalen. Gleichzeitig verwandelte ein heftiger Hagelschlag die Straßen in reißende Schlammfluten. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Nach dem Unwetter bot das Dorf den Anblick einer Kriegslandschaft. Giebelwände wurden eingedrückt, Dächer abgedeckt, Bäume mit den Wurzeln aus der Erde gerissen oder umgebrochen. Feste Mauerwände wurden durch die Naturgewalten bis zu 25 Zentimeter weit verschoben. Zahlreiche Familien müssen nach Mitteilung der Polizei vermutlich ihre einsturzgefährdeten Häuser räumen. Im Sturmzentrum ist außerdem die gesamte Ernte vernichtet worden." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 14. Juni 1960: "Dorf durch Wirbelsturm verwüstet - Lemgo/Lippe (ADN/EB). Innerhalb weniger Minuten verwüstete Montag ein Wirbelsturm den Ortskern des lippischen Dorfes Leese bei Lemgo. Die Straßen wurden durch heftigen Hagelschlag zu reißenden Schlammfluten." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Wirbelsturm und Hagelschlag richteten schwere Schäden an (Hamburger Abendblatt, 14.06.1960)
Dezember

Deckbergen (NI),
Ostendorf (NI)

 Jahr 1958 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Damals wurden in der Deckberger Badeanstalt Schwimmfeste ausgerichtet. Hieran nahmen u.a. Vereine aus Hannover, Hameln, Bückeburg und Rinteln teil. In 1958 war das Schwimmfest begleitet von einer sich bei Gut Echtringhausen aufbauenden Windhose, die in einer Breite von 300 m eine Schneise durch den Ort zog und sich erst oberhalb von Ostendorf langsam auflöste. Halsüberkopf verließen Hauseigentümer und Feuerwehrleute das Freibad." (Quelle: Chronik des SC - Deckbergen - Schaumburg)

Chronik des SC Deckbergen - Schaumburg
August

Timmern (NI)

 11.08.1958 / Stärke (F2) Bestätigt
"In Erpen-Timmern wurde ein schweres Gewitter von einem Wirbelsturm begleitet. Dächer wurden schwer beschädigt und Fensterscheiben eingedrückt. Bei einem Neubau in Timmern wurde eine 2,50 m hohe Wand zum Einsturz gebracht. Ein Motorradanhänger wurde 25 bis 30 m weit in einem Koppelzaun geschleudert." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik.)
Juli

Hannover (NI),
Burgdorf (NI)

 13.07.1958 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: abends. "Ein Gewitterorkan deckt in Hannover Häuser ab, überschwemmt viele Straßen und zieht als Bäume entwurzelnde Windhose weiter durch den Kr. Burgdorf." (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976 und D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10) - weiter aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 14. Juli 1958: "Schweren Schaden richtete am Sonntagnachmittag eine Gewitterböe mit anschließender Windhose an, die in einer Breite von drei und einer Tiefe von sechs Kilometern über die Südheide hinwegraste. Auf der Strecke von Burgdorf nach Gifhorn wurden dicke Straßenbäume wie Streichhölzer geknickt und zahlreiche Dächer abgedeckt. Dabei gab es zwei Schwerverletzte."

Dissen (NI),
Bad Rothenfelde (NI)

 03.07.1958 / Stärke (F1) Bestätigt
"In Dissen und Bad Rothenfelde kam es in den Nachmittagsstunden zu einem schweren Gewitter, das von wolkenbruchartigen Regenfällen und einer Windhose begleitet wurde. An Hausdächern sowie auf Feldern und in Gärten entstanden erhebliche Sachschäden. Bäume wurden entwurzelt." (Quelle: 1150 Jahre Wallenhorst - Menschen, Natur und Geschichte - Eine Chronik.)
September

Beesten (NI)

 22.09.1957 / Stärke (F2) Bestätigt
"In der Gemeinde Beesten (Kr. Lingen) deckt eine von SW nach NO ziehende Windhose 20 Gebäude ab und legt einige Giebel um." (Quelle: Dr. F. Hamm: Naturkundliche Chronik Nordwestdeutschlands. Landbuch-Verlag, Hannover, 1976)
März

Ostenholz (NI)

 20.03.1957 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: ca. 19:15 Uhr MEZ. Nach einem Bericht in der Chronik "Die Heidmark - Wandel einer Landschaft" von Hinrich Baumann und in einem Artikel der Celleschen Zeitung vom 22.03.1957 wird von einer "Windhose" bzw. einer "Orkanböe" auf dem Gutshof der Domäne Petersen berichtet, die insgesamt vier Wirtschaftsgebäude ("zum größten Teil Holzgebäude") zum Einsturz brachte (ein Dach um 50m verfrachtet) und das Wohngebäude beschädigte (Einsturz Schornstein, abgedecktes Dach): "Direkt über unseren Hof war eine starke Windhose hinweggefegt, hatte den halben Hof umgerissen und in einigen hunderte Meter Entfernung noch eine Schneise durch einen Kiefernwald geschlagen." Der Hof liegt im Ostenholzer Moor im Grenzgebiet der beiden Kreise Soltau-Fallingbostel und Celle.
September

Hannover (NI)

 06.09.1956 / Stärke (F2) Bestätigt
In einer Meldung des Langenhagener Echos vom 06.09.2006 wurde über den "Wirbelsturm" vor 50 Jahren berichtet. Betroffen waren vor allem Langenhagen (im Norden Hannovers) und die damals noch eigenständigen Gemeinden Godshorn, Schulenburg, Engelbostel, Kaltenweide und Krähenwinkel. Hier knickten Bäume und Strommasten um, die Stromversorgung war lahmgelegt. In Langenhagen wurde der Tower des Flughafens beschädigt. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und zwei Behelfsgebäude zerstört. Die schlimmsten Schäden entstanden in Kaltenweide. In Engelbostel gab es zwei Verletzte, glücklicherweise kam niemand ums Leben. Nach der Katastrophe folgte ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr (Quelle: Langenhagener Echo).
August

Hannover (NI)

 25.08.1956 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 26. August 1956: "Zwei Todesopfer in Paderborn- Im Ruhrgebiet viele Verletzte -- Hannover (NZ/ADN), Ein orkanartiger Sturm, der nach bisherigen Meldungen bis zu Windstärke 11 erreichte, tobt seit Sonnabendmorgen über weiten Gebieten Westdeutschlands. In Hannover setzte gegen 10 Uhr vormittags ein Wirbelsturm ein, der Bäume entwurzelte, Dächer abdeckte, Baracken umwarf und zahlreiche Fensterscheiben zerschlug. Auf einer Straße wurde eine Frau von der Gewalt des Sturmes zusammen mit ihrem Hund in die Luft gerissen. Auch in Braunschweig richtete das Unwetter schwere Schäden an. In Paderborn forderte der orkanartige Sturm zwei Todesopfer. Er brachte einen 40 Meter hohen Schornstein einer Ziegelei zum Einstürzen. Unter den Trümmern wurden vier Arbeiter begraben, von denen zwei sofort getötet wurden. Im Stadtgebiet von Paderborn wurden über 40 Bäume entwurzelt, und der Domplatz, auf dem der Wochenmarkt stattfand, mußte geräumt werden, weil das Kupferdach des fast 90 Meter hohen Domturmes sich unter dem ungeheuren Winddruck wölbte. Im Ruhrgebiet erreichten die Sturmböen teilweise Windstärke 12. Die Straßen sind weithin von Aesten. geknickten Telegrafenmasten und zersplitterten Fensterscheiben übersät. Eine große Anzahl Personen ist durch stürzende Bäume verletzt worden. Auf dem Kölner Messegelände verwüstete der Sturm ein Jugendzeltlager. Ein großer Teil der 450 Großzelte wurde in die Luft gewirbelt und weggeschleudert. Orkanartige Stürme brausten am Sonnabend auch über Nord- und Mitteldeutschland. Es wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 30 Metersekunden gemessen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung des Weser-Kurier vom 27. August 1956: "In dem Stadtwald von Hannover wurde eine zwei Kilometer lange und 200 Meter breite Schneise geschlagen. Allein hier entwurzelte der Sturm über tausend alte Bäume. Der Zugverkehr hatte bis zu vier Stunden Verspätung." - Der Stadtwald in Hannover wird auch Eilenriede genannt.

Tornado im Hannover am 25.08.1956
Einige Windböen am 25.08.1956 in Niedersachsen (kachelmannwetter.com)
März

Lüneburg (NI)

 24.03.1955 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nichts Näheres bekannt (Quelle: Gefährdung von Kernkraftwerken durch Trombe