Ladebow (Mecklenburg-Vorpommern)

 23.08.2010 / Stärke (W) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 16:15 Uhr MESZ. Ein Segelschiff mit 18 Mann Besatzung wurde von einer Wasserhose erfasst. Ob ein Zusammenhang zum Fall Thiessow besteht, ist noch offen. Dazu aus einer Meldung der Ostsee-Zeitung vom 26.08.2010: "Der Traditionssegler ?Petrine? wurde am Montag vor Ladebow von der Windhose erfasst. Nur der Schwere des Schiffes ist es zu verdanken, dass niemand an Bord zu Schaden kam. [...] befand sich der Kapitän des See-Ewers am Montagnachmittag auf der Dänischen Wiek vor Ladebow, etwa eine Seemeile von den Wiecker Molenköpfen entfernt. [...] Die Segel des 25 Meter langen und 100 Tonnen schweren Schiffes waren um 16.15 Uhr bereits geborgen ? bis auf das gereffte Großsegel. [...] ?Die Windhose sauste übers Meer, kam aus Richtung Ladebow und direkt auf uns zu?, berichtet Erik Großmann (26), der erst das zweite Mal in seinem Leben segelt. ?Die See um uns herum sah aus, als habe jemand einen Tauchsieder hineingehalten. In der Luft flog überall Wasser herum?, beschreibt Storbeck die Situation und fügt hinzu: ?Dazu ein unbeschreibliches Heulen und Grollen in der Takelage.? Um einen Mastbruch zu verhindern, wollte er das Großsegel sofort komplett bergen lassen. Doch seine Anweisungen verhallten im Sturm. ?Ich konnte meine gebrüllten Worte nicht einmal selbst hören?, zeigt sich der Kapitän fassungslos. Per Zeichen verständigten sich die Besatzungsmitglieder und fierten die Fallen (Leinen lösen), um die Gewalt des Windes vom 21 Meter hohen Mast wegzunehmen, der sich bereits wie ein junger Baum im Wind stark bog. Die Folge: Das Großsegel schlug wild um sich und riss in voller Länge ? wie auch das bereits geborgene Focksegel."

Windhose versetzte Segler in Todesangst (Ostsee-Zeitung, 26.08.10)