Roßwein (Sachsen),
Nossen (Sachsen)

 19.12.1660 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Anno 1660. am 2. Advents-Sonntage, da man von den Zeichen des Himmels zu predigen pflegt, wütete ein grausamer Sturm-Wind durchs gantze Land, der viel Thürne und Dächer, Häuser, Scheunen und andere Gebäude ruinirte, in Gärten und Wäldern die Bäume aus der Erde risse, insonderheit zu Roßwein den vorderen Spitz-Thurn übern Kirch-Chore gar abstürtzte, und das Tach abdeckte, auch vom grossen Glocken-Thurne die Bleche abriß und in der Lufft rumführte, daß es schrecklich anzusehen gewesen. Dieser entsetzliche Sturm soll damahls fast durch gantz Deutschland unsäglichen Schaden gethan haben, wovon auch Professor Notnagel zu Wittenb. als ein berühmter Mathematicus selbiger Zeit, eine bsondere Disputat. publiciret, und selbigen als einen Vorboten neuer Land-Plagen gedeutet, [...]." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Johann Conrad Knauth, Alt Zellischer Chroniken Siebendter Theil, [...], S. 231. - Dresden; Leipzig, 1721)