Herzberg (Elster) (Brandenburg)

 18.01.2007 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Nach einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 20.01.2007 soll eine Windhose aufgetreten sein: "Herzberg: In der Nacht und gestern mussten die Herzberger Feuerwehren mit 66 Kameraden zu insgesamt 38 Einsätzen ausrücken. Eine Windhose war aus Richtung Biking über Herzberg hinweggefegt. Etwa 200 Quadratmeter Blechdach wurden am Feuerwehrtechnischen Zentrum An der Lanfter regelrecht entrollt und über ein anderes Gebäude hinweggetragen. Die Firma Lienau sicherte das Dach gestern mit Folie. Die Windhose hat auch einige Bäume abgeknickt, die auf Freileitungen gefallen sind. «So mussten wir für einige Bereiche gegen 3 Uhr nachts den Strom abschalten lassen», sagte Herzbergs Ordnungsamtsleiter Volker Enigk. Im Laufe des gestrigen Tages waren die Schäden aber behoben und der Strom wieder zugeschaltet.
Besonders viel abbekommen hat auch das ehemalige Hoch- und Tiefbau-Gebäude in der Uebigauer Straße. Darin befinden sich noch Büros und zwei Wohnungen. «Kurz nach 23 Uhr gab es einen Knall», erzählte Bewohner Karl-Heinz Ullrich. Der Wind hatte das Dach abgehoben. Es war auf eine Lagerhalle gestürzt.
Im Hasenweg in Herzberg und in Gräfendorf waren Bäume auf Wohnhäuser gefallen, allerdings ohne größeren Schaden anzurichten. «Wir mussten uns vor allem den Baumschäden widmen», so Enigk, und nennt einige Schadensorte. Drei Bäume waren am Parkplatz beim ehemaligen Kreiskulturhaus umgeknickt. In der Rotdornallee an der Lupine steht nur noch jeder zweite Baum. Im Garten der Familie Irrgang in der Uebigauer Straße waren gegen 23 Uhr zwei Tannen auf den Flüssiggasbehälter gefallen. Zum Glück konnte die Feuerwehr Entwarnung geben. Der Behälter war nur verrückt, aber nicht beschädigt worden. «Trotz der vielen Einsätze und Schäden hätte es noch schlimmer kommen können. Das Wichtigste ist, dass keine Menschen zu Schaden kamen», so der Ordnungsamtsleiter.


Sturm, Regen, Hagel, Blitz und Donnerwetter (Lausitzer Rundschau, 20.01.07)
Feuerwehr Herzberg (siehe Einsätze)