Regensburg (Bayern)

 11.06.1511 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Am 11. Tag des Junius war hierauf ein groß grausam Ungewitter von Regensteinen (Hagel) begleitet; den mehrern Theil hin ob der Stadt. Zu Prüfling hat es im Kloster merklichen Schaden gethan an Vieh und anderm; an einem Barn vier Roße ertränkt, die Mauern oben im Hof am Stall eingerissen; die Roße und den Barn, daran sie geheft seyn gewesen, Steine (darunter gehaute Stücke zu 6 Centner gewesen,) aufs Feld hinausgeführt, viel Vögel erschlagen und ertränkt, auch auf dem Freudhofe zu Niedermünster auf den Linden viele Krähen zu Tod geschlagen. Item in den Winzer-Bergen in einer Wiegen hat's einen guten Theil eines Weingarten (der Trainer genannt) Stöcke und Erde herabgetragen, und ein Wint oder Biethaus mit Grund und Boden, Bottich und allem Geschirr in die Donau gerissen und hinweggeführt. - Einige behaupten, der Bodeb hätte dabei gebebet, und die Stöße im Abgrunde der Erde seyen im ganze Lande bemerkt worden." (Quelle: Carl Theodor Gemeiner, Die Regensburgische Chronik. 1824)