Bohlingen (Baden-Württemberg)

 06.07.1517 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Item im selben jar uff fritag nach sant Johanstag im sumer [26.06.] am aubend do kam ain solich graußam wetter mit ungestieme aines windes durch alle land im Hegow, zu Bolingen warf der wind fill hußer nider, desgelich in des von Wurtenberg land etlich schloß ab den bergen und zu Norlingen in der stat fill hußer darnider un tett in allen landen so unseglich großen schaden, darvon nit zu redend noch zu schriben ist. Item uff den selbigen fritag nach sant Johanstag im selben wetter warf der wind das tach hie ob der bruck for dem Bickenthor gantz und gar hinab in den bach gegen dem Niderthor und thet hie an den hußern, desgelichen an den techern fast grosen schaden. Item in des von Wurtenberg land nam das selbig wetter durch das gantz land win und korn und alle frucht, der grosst hunder im land, das ie gehortt ward." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Roder (Hg.), S. 67)