Kleve (Nordrhein-Westfalen)

 18.02.1526 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Schwerer Sturm in Westdeutschland; in Dortmund, Wesel und Kalkar werden Kirchtürme umgeworfen (Quelle: Dr. R. Hennig, Katalog bemerkenswerter Witterungsereignisse. Berlin 1904; Originalquelle: Dietrich Westhoff (gest. 1552): Dortmunder Chronik von 750 - 1550. In Chroniken deutscher Städte, Bd. XV. Leipzig 1878) - "Donderstaegs na Marien Lechtmissen [08.02.] (und was sumpers dag [Anm.: Ueber den Simperstag vgl. Schiller-Lübben, Mittelniederdeutsches Wörterbuch IV, 208; keiner der dort angeführten Tage paßt auf Westhoffs Angabe. Die Dominikanerchronik (A 18 a) hat das unrichtige Datum: "die Agathe, que erat dies jovis / in Wirklichkeit Montag / volgariter "Simpeldach".] als man in nompt) was binnen und buten Dortmunde und umher so geweldig und stark wint, dat es torne, huser, ja kerken up einander dael geworpen, nam ouch domals die vannen von Sanct Reinholts torn und beide stangen beneven dem klote, und brachte villen menschen groten schaden. / To Calcar heft er einen kerktorn dale geworpen und to Wesel ein deil des torns darneder slagen. To Till [Anm.: Till sö. von Cleve] ein groet isern cruez van dem torne geworpen, desgelijchen ouch binnen Dortmunde van dem Predigercloester torn dat cruez afgeworpen und vel in Johan Wernens unses huesvaders dak [Anm.: Den Sturm erwähnt auch die oben S. 418 Anm. 4 citirte kleine Kölnische Chronik S. 13. - Ueber den Sturz des Kreuzes vom Thurm der Dominikanerkirche berichtet das Chron. Dom. A 18 a: "que crux ceceidit in stramineum tectum Werneri Fabri op der Wort". Auf der Wort (Mönchewort) hieß der Platz, auf dem sich die Dominikanerkirche erhob.). Seint ouch etliche scheppe [Anm.: "Zu Rees" setzt die Dominikanerchronik hinzu.] ufeinander gedrungen durch die gewalt des Wints verdrunken mit villem volke."" (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Chronik des Dietrich Westhoff von 750-1550. - In: Die Chroniken der westfälischen und niederrheinischen Städte. Bd. 1. - Leipzig, 1887. - S. 420f)