Bad Langensalza (Thüringen)

 Jahr 1560 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Datum nicht bekannt, Jahr 1560 - "Im Jahre 1560 hat ein fürchterlicher Orcan sich erhoben und zwar nach den älteren Chroniken, denen wir hier am meisten trauen, am 13ten September Dienstags nach Mariä Geburt, nach Stielers Berichte am 16ten Mai. In der Sache selbst treffen alle Nachrichten zusammen. Es war ein großes schweres Wetter, oder vielmehr ein Unwetter, welches mehr als 100 Gebäude besonders auf der Tränke in der Neustadt und in der Jüdengasse aus dem Grunde gerissen hat. Vor dem Augustiner Kloster stand damals eine große Linde, vielleicht von einem frommen Mönche oder gar von des Klosters Stifter in grauer Vorzeit gepflanzt; diese riß der Wind mit allen Wurzeln tief aus der Erde heraus. Von einem Pfeiler am Bonifaciusthurme schleuderte es einen Quaderstein mit solcher Gewalt herab, daß er in die Erde fuhr. Die meisten Baumgärten wurden umgerissen: Schaden entstand überall. Das Klauenthor, wahrscheinlich der Thorthurm, wurde abgedeckt." (Quelle: Carl Friedrich Göschel, Christian Friedrich Hentschel, Chronik der Stadt Langensalza in Thüringen. 1818) - Tornadoverdacht besteht hier vor allem wegen der Intensität der Schäden.