Gera (Thüringen)

 27.03.1606 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"1606. Den 17. Martii um 4. Uhr auf den Abend hat sich ein gewaltiger / grosser / und in viel Jahren unerhörter Sturmwind erhoben / daß sich männiglich des jüngsten Tages versehen. Er hat die Häuser / Ställe / Scheunen / Schupffen / so wol andere Gebäude an vielen Orten abgedeckt und zerrissen / eines theils gar weggeführet / die Teichthämme abgebrochen / die Wälder sehr beschädiget / die Bäume mit Wurtzeln umgekehret / zum theil mitten von einander geschlagen / und hin und wieder im Lande also Hauß gehalten / daß der Schade mit viel Tonnen Goldes nicht zu ersehen gewesen. Er hat allein in unser Nachbarschafft über ettliche tausend Gülden Schaden gethan. Und solcher Wind hat aneinander / ohn einiges inne oder stillhalten / von besagter Stunde an die gantze Nacht durchaus gewehret / wie denn auch die folgenden zween Tage / wiewol etwas linder." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Joh. Caspar Zopf, Reußische Gerauische Stadt- und Land Chronica, [...], S. 66-67. - Leipzig, 1692)