Frankfurt (Oder) (Brandenburg)

 26.11.1660 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Winde, welche in dem Lande selbst [Mark Brandenburg] hin und wieder gewütet und schaden angerichtet. [...] Eine gleichmäßige Beschaffenheit [wie der Winter 1647/48] hat es mit dem winter von A. 1660. bis 61 gehabt, dessen anfang gleichfalls den 16. Nov. welches damahls der Freitag in der Frankfurter Martinimesse war, abends gegen 8 Uhr mit einem sehr grossen Sturm sich eraüget, und hielt der wind mit den buden auf dem Markte übel haus, so daß man aus etlichen derselben den folgenden morgen die leinwand und spitzen hin und wieder zerstreuet liegen, auch zum theil auf andere buden hinauf geworfen sahe. Der Urheber der Beschreibung des Oderstrohms s. 181. meldet, er hätte auch unter andern das Herrenhaus, darin die vornemste hochzeiten gehalten würden, niedergeworfen, welches iedoch nur ein einzelner steinerner giebel nach der Oder zu gewesen, welcher an gedachtem hause noch übrig war, und damahls herunter geworfen ward, das haus aber sonsten schon lange vorher wüste, dach und fachlos und zu allem gebrauch untüchtig gestanden." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Bekmann, Bernhard Ludwig, Historische Beschreibung der Chur- und Mark Brandenburg. Bd. 1. - Berlin, 1751, S. 500)