Geyersdorf (Sachsen)

 05.06.1664 / Stärke (n. bek.) Verdacht
"Den 26. Mai, war der Donnerstag abends umb 7 Uhr, hat sich ein solcher Regen mit einem solchen starken Wind erhoben, daß man hat vermeinet, es wird alles zu Grunde werfen und alles zerbrechen. Es ist ja so stark erbebet, als ob ein Erdbeben darbei ist gewesen .So hat es in Städten solchen Schaden gethan, daß es bei David Lintzen seinen steinern Giebel hat eingeworfen samt der Feueressen und hat die Unterstubengewölbe eingeschlagen und das Stubengewölb und im Hausgewölb und hat seine Tochter, als Christina, erschlagen. [...] Bei der Gevatter Georg Schmitin der jüngeren ist die Feuereß auch eingefallen und hat die obern Fensterstöck auch mit runter geschlagen. Bei Hanß Zimmermann zwei Essen eingeworffen, die eine rauß auf den Markt, die andere in den Hof. Bei Christoff Meurer zwei Jubel runter geworfen, den einen in sein Haus, den andern in Bürgermeister Georg Schmiten Haus. Bei Gabriel Frentzel auch die Feueresse raus auf die Gassen, bei Wolf Groschob auch die Feueress auch eingeworfen. Und den andern Schaden, der in der Stadt geschehen ist." (Quellen: Stefan Militzer, Klima - Umwelt - Mensch (1500-1800), 2004 sowie Spreckel, Harms zum (Hrsg.), Des Kupferschmiedemeisters Ludwig Kleinhempel Hauschronik. Im Anhang: Die große Teuerung zu Annaberg im Jahre 1771. Nach den Originalen des Annaberger Ratsarchivs hrsg. von Dr. H. zum Spreckel, Medizinalrat. - Annaberg, 1927, S. 87)