Woldegk (Mecklenburg-Vorpommern)

 29.06.1764 / Stärke (F5) Bestätigt
Zwischen 13 und 14 Uhr richtete der Tornado auf einer 30 Kilometer langen Bahn teilweise unglaubliche Schäden an. Es ist einer von zwei bisher bekannten F5-Tornados und der stärkste bekannte Tornado überhaupt in Deutschland. Auf einem Feld wurden die Baumstümpfe von zuvor gefällten Bäumen aus der Erde gerissen und verfrachtet. Die Zugbahn verlief vom Startpunkt ca. 2 km südlich von Feldberg, dann sehr dicht westlich an Feldberg vorbei, über den Haussee, dann östlich an Schlicht vorbei, weiter über Lichtenberg, dicht östlich an Neugarten vorbei, östlich an Hinrichshagen vorbei, dann nach Canzow bis nach Helpt. Dazu liegen Hinweise vor, dass der Tornado bis nach Rattey weitergezogen ist. (Quelle: G. B. Genzmer, Beschreibung des Orcans, welcher den 29ten Jun. 1764 einen Strich von etlichen Meilen im Stargardischen Kreise des Herzogthums Mecklenburg gewaltig verüstet hat, Berlin und Stettin, 1765)

Tornado bei Woldegk am 29.06.1764
Bericht von Gottlob Burchard Genzmer (pdf-Datei bei TorDACH)
Bericht von Gottlob Burchard Genzmer - Original-Digitalisat (Bayerische StaatsBibliothek)
Bericht von Bernold Feuerstein im WZ-Forum
29. Juni 1764: Der Jahrtausendtornado von Woldegk (NDR, 28.06.2014)