Niederkassel (Nordrhein-Westfalen)

 27.07.1821 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer übersetzten Meldung des "L'Echo du Nord" vom 22. August 1821: "Geschrieben von Reuss (in Rhein-Preußen): Am 27. Juli brach ein Gewitter über unsere Stadt, [...] es bildet sich eine Trombe bei Nieder-Kassel auf dem Rhein. In einer Straße nahm sie drei Kinder mit, die sie nur wenige Augenblicke später langsam wieder zu Boden legte, ohne dass sie einen Schaden erlitten. Dann traf die Trombe in Niederkassel ein, verwüstete dort mehrere Gebäude, entfernte einige Dächer und entwurzelte zahlreiche Bäume. Nach Überquerung des Rheins zog die Trombe glücklicherweise zu weit nördlich, dass Düsseldorf sich auf seinem Weg befand. [...] In einigen Orten ist die Spur durch die Zerstörung 140 bis 160 Fuß breit, in anderen nur zwanzig Fuß." (recherchiert von François Paul) - "Am 21. und 27. Juli waren weit umher in und außer Deutschland berüchtigte Hochgewittertage mit zündenden Blitzen; vor allem war am 27. die Atmosphäre sehr elektrisch, und in höchster Gährung, da eine Windhose in der Gegend von Düsseldorf in der Breite von 80 Schritten alle Gegenstände niederrieß, und mit sich fortführte, und z. B. Getreidegarben u. dgl. hoch in die Luft hob." (Quelle: Rudolf M. Rohrer, Mittheilungen der kais. königl. Mährisch-Schlesischen Gesellschaft für Ackerbau, Natur- und Landeskunde in Brünn, 1822; recherchiert bei Google Books)