Plattling (Bayern),
Osterhofen (Bayern),
Passau (Bayern)

 10.04.1830 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 28.04.1830: "Bei einem Sturm und Gewitter, die am 10. April Mittags um Passau sich plötzlich erhoben, sind mehrere Bäume entwurzelt, Dächer abgedeckt, und eine sogenannte Matzille von den Wellen des Inns umgestürzt, und die Schiffleute in den Fluthen begraben worden. Dieser Orkan verbreitete sich weithin aufwärts des Inn bis Simbach zu, war mit Wolkenbruch, Donner und Blitzen begleitet, und richtete in Ortschaften und Fluren Verheerungen an." - Aus einer weiteren Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.05.1830: "München den 27. April. Das Gewitter, welches am verflossenen Charsamstag in der Gegend von Passau, Pelsting und Landau so große Verheerungen anrichtete, war auch um Plattling und Osterhofen nicht weniger fürchterlich. In dem gräflich Preysingischen Schlosse zu Moos sah man einen der Schloßtürme von einer Seite zur anderen wanken, und die Glocken erthönten von selbst, was offenbar nicht die Folge des Orkans, sondern vielmehr eines Erdbebens seyn mußte, welches auch an andern Orten verspürt wurde. So wollte man bei dem vor einigen Tagen eingetretenen Sturmwinde auch hier in München ein Erdbeben verspürt haben, das 2 - 3 Sekunden gedauert haben soll." (Quelle jeweils: Universitätsbibliothek Freiburg)