Sünninghausen (Nordrhein-Westfalen)

 15.10.1843 / Stärke (F2) Bestätigt
"1843 wird der Ort von einem Wirbelsturm am 15. Oktober heimgesucht. Das Pfarrhaus wird seines halben Daches sammt Sparren beraubt und das Kampann'sche Haus wird auf die Seite gelegt. Alle Häuser, welcher der Sturm streift wurden mehr oder weniger abgedeckt. Es handelte sich bei dem Sturm um eine Art Windhose. Pfarrer Ferdinand Tigges beschreibt in seiner Familienchronik das Naturschauspiel wie folgt: ?Unser Vater war um die Zeit, als der Sturm im Anzuge war, bereits auf dem Wege nach Beckum, und bis etwa eine viertel Stunde vom Dorfe entfernt, als er über dem HoIsen HeIze, Ksp. Beckum zwei gleichsam spielende Wolken gewahrt, welche sich bald heben, bald senken, bald sich nähern, bald entfernen - und hört dabei bei jedem Niederlassen ein Brausen und Brechen der Bäume und Aste. Als er die gefährlichen Gäste gerade auf sich zukommen sieht, legt er sich zur Vorsicht hinter der Wallhecke in den trockenen Graben. Die Wolken ziehen über ihn hin, drücken die Wallhecke herüber, dass er nachher nicht ohne Mühe sich herausarbeiten kann - schlagen den Weg nach dem Dorfe ein - überall durch den Westernkamp des Meier Südhaus, Spuren der Verwüstung zurücklassend.«" (Quelle: Schützenverein Sünninghausen 1909 e.V.)

Sünninghausen - Das Dorf ( Schützenverein Sünninghausen 1909 e.V.)