Oberkirchberg (Baden-Württemberg)

 16.08.1844 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Windhose am 16. August, 4-5 Minuten dauernd, zu Oberkirchberg bei Wiblingen" (Quellen: Th. Plieninger: Württembergische Jahrbücher, 1816 bis 1865 und Professor Dr. Pilgrim (1914): "Über Wirbelstürme und die damit zusammenhängenden Vorgänge in der Atmosphäre im allgemeinen und über die vom 1. und 4. Juni 1913 in Plochingen und Mühlen-Eutingen im besonderen", Deutsches Meteorologisches Jahrbuch für 1913, Württemberg) - Dazu aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 23.08.1844: "Wiblingen, 19. Aug. Am vorigen Freitag Abend erhob sich in Oberkirchberg ein Sturmwind von N.O. her, welchem ein ähnlicher von Westen entgegenkam. An dem südlichen Ende des Orts gestaltete sich diese Erscheinung zu einer Windhose. Die Wirkung derselben äußerte sich auf eine Art, wie solche noch selten vorgekommen seyn mag. Ein schreckliches Brausen, begleitet von erdbebenartigen Stößen, welches beides aber kaum 4 bis 5 Minuten dauerte, wurde vernommen, über 50 der stärksten Bäume in Gärten und an der Straße wurden entwurzelt oder wie Strohhalme abgeknickt, die Dächer im Augenblick von den Platten entleert, und in einer Hopfen-Anlage waren wie im Nu ein paar Tausend Hopfenstangen umgerissen. Im unteren Theile des Dorfes und in der Umgegend verspürte man von allem dem nicht das Geringste." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg) - "1844. Am 16. Aug. Abends bildete sich zu Oberkirchberg bei Wiblingen eine Windhose, von NO herkommend, am südlichen Ende des Orts, dauerte 4-5 Minuten lang und richtete Verheerungen an Dächern, Bäumen und Hopfenanlagen an. Im untern Teil des Orts spürte man von allem diesem nicht das Geringste." (Quelle: Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg, Elfter Jahrgang, Stuttgart, 1855)