Reilingen (Baden-Württemberg)

 29.07.1845 / Stärke (F3) Bestätigt
"So beschrieb der in Schwetzingen lebende Wissenschaftler und Naturforscher Dr. Karl Friedrich Schimper die Katastrophe, bei dem besonders, unsere Gemeinde Reilingen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Am Dienstag, den 29. Juli 1845, fegte zwischen 11.00 und 12.00 Uhr mittags ein gewaltiger Wirbelsturm (Tornado) in nordöstlicher Richtung über die Rheinebene hinweg und streifte dabei unsere Gemeinde. [...] Begonnen hat dieser "Tornado" in der Nähe von Graben und zog in nordöstlicher Richtung über die Rheinebene bis Dossenheim. Seine letzten Auswirkungen wurden bei Flockenbach im Odenwald registriert. Er hat dabei eine ca. 40 km lange und bis zu 200 m breite Schneise der Verwüstung hinterlassen." (Quelle: Spargel-Gemeinde Reilingen; weitere Quelle: A. Wegener: Wind- und Wasserhosen in Europa, 1917) - Weiter aus einer Meldung des Intelligenzblattes für die Stadt Bern vom 11.08.1845: "Am 29. April hat eine sogenannte Windhose im St. Leoner Forstbezirk bis nach Eppenheim ungeheuern Schaden den Wäldern zugefügt. Die stärksten Buch- und Eichbäume liegen zerschmettert am Boden, mächtige Stämme wurden über eine Viertelstunde weit fortgeschleudert. Gegen 5000 Klafter wird der dadurch entstandene Schaden von Forstbeamten geschätzt." (Quelle: Universitätsbibliothek Bern)

Tornado im Raum Reilingen 1845
Die Windhose von Reilingen ( Spargel-Gemeinde Reilingen)
Die Windhose von Reilingen, Teil 2 ( Spargel-Gemeinde Reilingen)
Die Windhose von Reilingen, Teil 3 ( Spargel-Gemeinde Reilingen)
Die Windhose von Reilingen, Teil 4 ( Spargel-Gemeinde Reilingen)