Schwarzenbach (Bayern),
Großkonreuth (Bayern)

 06.07.1846 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Innerhalb eines rund 70 Kilometer langen und recht schmalen Bereiches gab es erhebliche Hagelschäden, lokal aber auch Sturmschäden, deren Ursache aber derzeit unbekannt ist. "Erwähnenswert ist noch ein Ereignis aus dem vorigen Jahrhundert. Am 6. Juli 1846 verwüstete ein Unwetter die gesamte Ernte in der Gemeinde Schwarzenbach. "An diesem Tag entlud sich um dreivierteldrei Uhr nachmittags ein Gewitter mit einem so furchtbaren Hagelschlag, wie der älteste Mann in dieser Gegend eines solchen nicht entsinnen konnte. In wenigen Minuten waren alle Fenster, die nach Westen schauen, in Scherben, alle Bäume entblättert, alle Saaten dem Boden gleichgelegt, nicht wenige Häuser der Dächer beraubt." Eine sehr gute Ernte im darauffolgenden Jahr ließ das Unwetter vergessen. Aus Dankbarkeit für die gute Ernte im Jahr 1847 wurde ein gußeisernes Kruzifix gestiftet. Dieses Kreuz wurde zum Erntedankfest 1848 feierlich auf dem Friedhof aufgerichtet. Wie sehr das Dorf mit seiner Vergangenheit verbunden ist, geht daraus hervor, daß mit einem Festwagen beim Erntedankfestzug 1971 in der Kreisstadt Tirschenreuth der Mißernte von 1846 und der guten Ernte von 1847 gedacht wurde." (Quelle: Schwarzenbach) - Aus der Pfarrchronik Großkonreuth: "Nachdem bis zu diesem Jahre immer Mangel und Teuerung geherrscht hatte, war uns im Frühjahr 1846 die Hoffnung einer segensreichen Ernte gegeben. Alle Früchte standen prachtvoll, und es wurden schon die Sensen zum Getreidmähen zubereitet, als mit einem Male alle Hoffnung vernichtet war. Am 6. Juli brach um 1/2 8 früh bei großer Schwüle ein heftiges Gewitter aus, worauf sich der Himmel wieder aufklärte, die Schwüle dauerte fort. Um 4 Uhr nachmittags stieg ein düsteres Wolkenmeer im Westen auf, jedoch ahnte man nicht, was daraus folgte, weil man in der hiesigen Gegend noch niemals einen allgemeinen Hagelschlag erlitten hatte. Da stürzten die Schloßen in ungeheuerer Menge und in der Größe von Hühnereiern hernieder unter ununterbrochenem Donnerrollen und schrecklich dumpfen Brausen, wodurch die Feldfrüchte gänzlich zerstört wurden. Kein Grashalm, keine Pflanze, kein Blatt am Baum war mehr zu sehen. Die Dächer wurden teils beschädigt, teils abgehoben, alle Fenster gegen West und Süd zertrümmert. Wegen plötzlich erfolgten Sturmes konnte man die Fensterläden nicht schließen. [...] Das Hagelwetter fing bei Auerbach an und erstreckte sich über Pressath, Eschenbach, Beidl, Tirschenreut, längs der Straße über Griesbach, Mähring bis Marienbad, wo fast alle Fenster in Trümmer gingen. [...] Im Pfarrgarten dahier (Anm.: Poppenreut, zwischen Tirschenreut und Mähring) wurden mehrere Bäume abgebrochen."

[url=http://wuzergagl.wu.funpic.de/index.php?option=com_content&task=view&id=12&Itemid=28]Aus der Vergangenheit des Dorfes
und der Pfarrei Schwarzenbach[/url] ( Schwarzenbach)