Warnow bei Bützow (Mecklenburg-Vorpommern)

 20.07.1846 / Stärke (F2) Bestätigt
"Am 20. Juli entlud sich in und bei Warnow ein von Schlössen und wolkenbruchartigem Regen begleitetes Gewitter, dem ein gleich einem Orkan tobender Sturm- und Wirbelwind unmittelbar voranging. Derselbe hielt glücklicherweise nur einige Minuten an, hinterließ aber doch auf seinem schnellen, von Südwest nach Nordost gerichteten Zuge die Spuren der traurigsten Verwüstung an Feldern, Bäumen und Gebäuden. In manchen Dörfern und Gehöften wurden Scheunen und Häuser abgedeckt, einige ganz niedergeworfen, die stärksten Bäume entwurzelt oder abgebrochen, das auf den Wiesen in Haufen liegende Heu und eben gemähtes Getreide hoch in die Luft gewirbelt und spurlos verweht, der bereits in Mandeln stehende Roggen auseinandergeworfen und die einzelnen Garben weit weggeführt. Auf einer Feldmark wurden auf diese Weise allein 50 Fuder Heu gänzlich entführt und ein aufgeladenes Fuder gänzlich umgekehrt, so daß der Wagen oben auf dem Fader zu stehen kam. Bei Warnow wurde ein Bauer von einer durch den Sturm umgeworfenen Eiche niedergeschlagen und gab, furchtbar zerschmettert, nach wenigen Minuten seinen Geist auf. (A. Pr. Z.)" (Quelle: Münchener Politische Zeitung, 29.07.1846; recherchiert bei [url=]Google Books[/url])