Frankenberg (Hessen)

 29.04.1858 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Kurhessen. Aus Kurhessen, 30. April, wird geschrieben: Gestern gegen 5 Uhr Mittags wurde unsere alle Stadt Frankenberg von einer Windhose heimgesucht, welche uns mehrere Minuten lang in töbtliche Angst versetzte. Das Wasser eines Flüßchens, welches bei Frankenderg in die Eder mündet, wurde hoch über die Häuser geschleudert, eine große Anzahl von Dächern ganz oder theilweise abgedeckt, die schweren Dachziegel weit fortgeschleudert, ganze Fenster ausgehoben und weggetragen. Die hochstehende Kirche ist so verwüstet, daß es für den Augenblick unmöglich ist, Gottesdienst darin zu halten. Auch in der Gemarkung ist durch Entwurzelung von Bäumen und auch dadurch, daß der Erdboden stellenweise ausgewühlt und fortgetragen wurde, eine bedeutende Verwüstung entstanden." (Quelle: Landshuter Zeitung, 07.05.1858, Zehnter Jahrgang 1858)