Ladenburg (Baden-Württemberg)

 29.07.1880 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 04.08.1880: "Ladenburg, 30. Juli. Der gestrige Tag hat für unsere Gemeinde einen bösen Schluß gehabt. Abends gegen 8 Uhr brach ein Gewitter mit Hagel und Sturm los, wie seit Jahren hier keines erlebt wurde. Ueber den Neckar ziehend, wurde von der Stadt an bis gegen Ilvesheim und zurück über den Bahndamm gegen Leutershausen der Tabak fast ausschließlich zerschlagen, die Frucht ist gottlob mit Ausnahme des Habers eingeheimst, sonst wäre der Schaden kaum zu ersetzen. Mit welcher Wuth der Sturm wüthete, dafür dienen folgende Beispiele: ein Holzschuppen in der Nähe des Bahnhofes, welcher solid gebaut war, wurde gehoben und vollständig umgeworfen, die dicksten Bäume entwurzelt, andere arg verstümmelt, ein Hopfenacker u.A. hatte z.B. 675 Stangen; als der Besitzer heute früh die noch stehenden zählte, standen noch 73 Stück; ein Mühlwagen, schwer beladen, wurde umgeworfen, kurz, man könnte nicht fertig werden, um all das zu schreiben, was geschah. Im nahen Neckarhausen schlug der Blitz ein, ohne jedoch zu zünden; ebendaselbst fielen einige Dachgiebel ein. In Feudenheim, welches vor einigen jahren stark durch Hagel heimgesucht war, soll es ebenfalls vielen Schaden angerichtet haben." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)