Euskirchen (Nordrhein-Westfalen)

 16.07.1881 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"Auch Gewitterschäden durch Blitz und Hagel trafen die Eifelbewohner besonders hart. Am 16. Juli 1881 wurde der Voreifelkreis Euskirchen von einem besonders schweren Gewitter mit Wirbelsturm und Hagelschlag heimgesucht. Der gesamte Kreis war von der Katastrophe betroffen. Ein Aufruf des sofort unter Führung des Bürgermeisters Bachern von Weilerswist zusammengetretenen Hilfskomitees schilderte die Größe des Unglücks wie folgt: "Die ausschließlich Ackerbau treibenden Gemeinden Weilerswist, Vernich, Friesheim und Metternich wurden ebenfalls am Samstag, dem 16. des Monats, von dem alles verheerenden Unwetter heimgesucht. Kaum ein Halm oder eine Staude, geschweige eine Parzelle, wurde von der Katastrophe verschont. Man konnte kaum noch erkennen, was auf den einzelnen Parzellen stand ... Durch diese Kalamität werden Hunderte von Familien an den Bettelstab gebracht, denn leider haben der hohen Prämien und der schon herrschenden Armut wegen außer wenigen Gutsbesitzern fast keine Landwirte ihr Getreide versichert. Wir greifen nicht zu hoch, wenn wir den Schaden für jede der betroffenen Gemeinden auf mindestens eine halbe Million Mark veranschlagen."" (Quellen: Hans-Dieter Arntz, Eifel-Jahrbuch 1986, Seite 123-127 und Euskirchener Volksblatt vom 19.07.1941)

Naturkatastrophen und Notstände in der Eifel ( Hans-Dieter Arntz)