Dehrn (Hessen),
Steeden (Hessen)

 09.08.1890 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung des Cuxhavener Tageblattes vom 17.08.1890: "Bad Nassau, 12. August. Ein furchtbares Unwetter hat am Sonnabend Nachmittag, wie in verschiedenen anderen Theilen Westdeutschlands, so auch in der Lahngegend gewüthet; ein Wolkenbruch, wie wir ihn seit Jahren nicht haben, richtete in Diez, Limburg und Umgegend ungeheuren Schaden an. Ganz besonders haben die gemeinden Dehrn und Steeden gelitten. In Dehrn ist eine große Anzahl Obstbäume aus der Erde gerissen. Das dach einer Scheune und einer Phosphoritmühle ist abgedeckt, ein Kamin umgeworfen und eine Eisenhütte total zerstört, der ganze Ort stand unter Wasser, die Kornfelder sind arg verwüstet und haben namentlich Hafer und Gerste gelitten. In Steeden hat der Sturm leider ein Menschenopfer gefordert: ein circa 60 meter hoher starker Kalkringofen stürzte ein und begrub einen Arbeiter unter den Trümmern. In Diez wurde bei dem furchtbaren Unwetter der Kirchthurm der katholischen Kirche vom Sturm auf die Straße geweht, zum Glück ohne Menschenleben oder Eigenthum zu beschädigen." (Quelle: Stadtarchiv Cuxhaven)