Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen)

 18.03.1897 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Emscherzeitung vom 19.03.1897: "Das erste diesjährige Gewitter begleitet von einer verheerenden Windhose zog gestern Nachmittag über unsere Stadt hinweg und richtete, wie uns von verschiedenen Stellen berichtet wird, großen Schaden an. Viele Dächer in der [...] (Anm.: Nicht lesbar), Bochumer- und Weidenstraße, sowie das Dach des Keilmannschen Saales wurde erheblich beschädigt und zum Teil gänzlich zerstört. Welch ungeheure Kraft die Windhose hatte, geht daraus hervor, daß zwei im Garten des Restaurant Beutner aufgestellte Veranden emporgehoben und das Dach der einen über mehrere Häuser hinweggetragen wurde, wobei es natürlich an Beschädigungen der betr. Dächer nicht fehlte. Auch aus den Nachbarorten Schwarzbach, Ueckendorf und Rotthausen werden arge Verwüstungen gemeldet. [...] Die Gasfabrik und das Gebäude des [...] Schulz an der Bahnhofstraße wurden ebenfalls schwer beschädigt. An der Bächerei des Herrn R. wurde der Schornstein umgeworfen und in die Backstube gestürzt, dort alles zertrümmernd. Mit diesen Unfallmeldungen dürfte bei weitem das Maß noch nicht erschöpft sein, vielmehr dürften die nächsten Tage noch weitere Meldungen bringen." (Quelle: Stadtarchiv Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte, Gelsenkirchen) - Der Tornado zog durch Schwarzbach, Rotthausen und Ueckendorf und betraf damit auch das Areal um das heutige Institut für Stadtgeschichte, dem Gelsenkirchener Stadtarchiv.

Tornados in Gelsenkirchen