Bad Camberg (Hessen),
Kirberg (Hessen)

 18.03.1897 / Stärke (F3) Bestätigt
Zeitpunkt: etwa 17 bis 17:30 Uhr MEZ. "Am 18. März 1897 herrschte ein schöner milder Frühlingstag im Hintertaunus und Limburger Becken, bis ein Gewitter von Westen aufzog und ein F3-Tornado in den Orten Kirberg und vor allem Camberg schwere Schäden hinterließ mit einem Todesopfer - ein Bahnarbeiter suchte fatalerweise im Camberger Bahnhof Schutz hinter einem Güterwaggon, welcher auf ihn stürzte." Auszug aus 1897 - eine kleine Reanalyse von Bernold Feuerstein. Der starke Tornado hinterließ eine ca. 40 Kilometer lange und bis zu 350 Meter breite Schneise. "Der Sturm nahm seinen Ausgang westlich von Kirberg und zog bis in die Bad Homburger Gegend, wo sich am Rand der Wetterau schließlich seine Gewalt verlor." (Quelle: Bernold Feuerstein, "Tornados im heimischen Raum"). Möglich ist auch, dass der Tornado bereits bei Koblenz entstand, auch ein weiterer Tornado ist hier möglich.

Fotos der Schäden (Stadtarchiv Bad Camberg)
Bericht von Bernold Feuerstein (ca. 1.4 MB)
(Veröffentlicht in: Jahrbuch 2007 für den Kreis Limburg-Weilburg, Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, 2006, S. 263)