Trossingen (Baden-Württemberg)

 20.05.1908 / Stärke (F2) Bestätigt
Zitat aus der Schwäbischen Zeitung vom 18.01.2007: "Am 20. Mai 1908, vormittags zwischen 10 und 11 Uhr, ging ein Wirbelsturm in südöstlicher Richtung über den nördlichen Teil des Ortes hinweg. Beim Sägewerk Meßner riss er einen Schuppen ein, schleuderte dessen Dach weit in die Wiesen hinaus, warf aufgeschichtete Bretter wie Spielkarten durcheinander, hob eine auf der Straße zwischen "Schöner Aussicht" und Haus Nr. 44 der Bismarckstraße vom Felde heimkehrende Frau in die Lüfte und setzte sie in einem angrenzenden Kartoffelacker vollständig unversehrt nieder. Die Frau erholte sich ziemlich rasch von ihrem Schrecken und setzte ihren Heimweg fort. An den Häusern Bismarckstraße 40, 42, 43 und 45 und Litschlestraße 3 beschädigte der Wirbelsturm die Dächer sehr stark, riss Fensterläden ab und drückte Fenster ein. Auch von den Gebäuden Kaiserstraße 56 und 58 riss er viele Ziegel ab und beschädigte im Tal noch Haus Nr. 47 und 62." - weiter aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 23.05.1908: "Trossingen, 21. Mai. (Durch eine Windhose) wurden etwas 20 Häuser, darunter zwei Bauernhäuser stark beschädigt. Männer wurden zu Boden geworfen, ohne jedoch Schaden zu nehmen. Bei einem darauf einsetzenden Gewitter schlug der Blitze mehrere Male ein, ohne zu zünden." - Weiter aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 22.05.1908: "In Trossingen wurden durch eine Windhose etwa 20 Häuser, darunter zwei Bauernhäuser stark beschädigt. Männer wurden zu Boden geworfen, ohne jedoch Schaden zu nehmen. Bei einem darauf einsetzenden Gewitter schlug der Blitz mehrere Male ein, ohne zu zünden." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)

Grüne Winter gab es auch schon vor 120 Jahren (Schwäbische Zeitung)