Lieblos (Hessen)

 26.05.1951 / Stärke (F1) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 28. Mai 1951: "Das schlimmste Unwetter seit mehr als zwanzig Jahren tobte über das Wochenende in Hessen. Wolkenbrüche ließen in wenigen Stunden mehr Wasser vom Himmel stürzen als sonst innerhalb eines ganzen Monats. Überschwemmte Keller, niedergeschlagene Saaten und von den Hängen gespülter Wein waren in vielen Gegenden die Folge dieses Sturmregens. Durch knöcheltiefes Wasser mußten die Einwohner von Marburg und Bad Nauheim waten. Besonders lieblos wurde die Gemeinde Lieblos im Kreise Gelnhausen an der Straße nach Hanau vom Wettergott behandelt. Ein starker Wirbelsturm deckte mehr als 130 Häuser ab. Entwurzelte Bäume, wie Streichhölzer zerknickte Telephonmasten lagen an den Zufahrtsstraßen. Allein den Schaden an den bstbäumen schätzt die Gemeinde auf über 20 000 DM. Zum Glück wurden weder Mensch noch Tier verletzt. Noch am Sonntag ist der hessische Innenminister Zinnkann nach Lieblos gereist." (Weitere Quellen: D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10 sowie Gefährdung von Kernkraftwerken durch Tromben. Bericht des Deutschen Wetterdienstes von G. Jurksch und A. Cappel vom 03. September 1976) - Aus einer Meldung der Zeitung Neue Zeit vom 30. Mai 1951: "Wirbelshirm über Gelnhausen - Frankfurt/Main (ADN). Ein Wirbelsturm, der über den Kreis Gelnhausen hinwegging, richtete schwere Schäden an. In dem Dorf Lieblos wurden zahlreiche Dächer abgedeckt. Insgesamt wurden 130 Gebäude erheblich beschädigt. Der Sturm riß starke Bäume um, zerstörte Telefon- und Lichtleitungen. Der Schaden an Obstbäumen wird allein auf 20 000 Mark geschätzt." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)