Schlanstedt (Sachsen-Anhalt)

 02.07.1958 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
"2.Juli: In der Zeit von 13.15 Uhr bis 13.35 Uhr zieht eine Windhose über den Ort. In dieser kurzen Zeit richtet sie großen Schaden an. Es werden 50 bis 100 Jahre alte Bäume entwurzelt und mehrere Häuser mehr oder weniger stark beschädigt. Die Windhose bewegt sich aus Richtung Eilenstedt - Gärtnerei Wehrstedt bis Kothes Hof in Richtung Bruch. Außerdem ist ein Menschenleben zu beklagen! Robert Linzmaier, Lehrling bei der Firma Otto- Heinz Bögelsack, wird von einer heruntergerissenen Stromleitung getötet, als er an der Sirene bei der Gaststätte Steinmetz Katastrophenalarm auslösen will." (Quelle: Chronik von Schlanstedt). Schlanstedt liegt in der Gemeinde Huy im Landkreis Halberstadt. - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 05. Juli 1958: "In der DDR tobte über der Gemeinde Schlanstedt im Kreis Halberstadt eine Windhose, die die Dächer von 20 Häusern schwer und weiterer 42 Häuser leicht beschädigte. Entwurzelte Bäume und umstürzende Masten zerstörten Strom- und Telefonleitungen. Ein Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr wurde von einer herabfallenden Starkstromleitung getötet." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung der Berliner Zeitung vom 04. Juli 1958: "Berlin (ADN/EB) Am Mlttwochnachmittag tobte über der Gemeinde Schlanstedt (Kreis Halberstadt) von 14 bis 14.45 Uhr eine Windhose, die, wie die Pressestelle des Ministeriums des Innern mitteilt, erhebliche Schäden anrichtete. Durch den Sturm wurden die Dächer von 20 Häusern schwer und weitere 42 Häuser leicht beschädigt. Entwurzelte Bäume und umstürzende Lichtmasten zerstörten Strom- ünd Telefonleitungen. Ein Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr wurde von einer herabfallenden Starkstromleitung getötet. Drei Frauen erlitten leichtere Verletzungen. Unter Leitung der Kreiskatastrophenkommission wurde noch am Mittwochnachmittag mit den Aufraumungsarbeiten und der Beseitigung der Schäden begonnen." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)

Chronik von Schlanstedt