Harburg (Hamburg)

 11.08.1963 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 12.08.1963: "Besonders Harburg wurde von dem gestrigen Unwetter heimgesucht. Eine Windhose entwurzelte dort Bäume, deckte Häuser ab und knickte einen Fabrikschornstein. Gewitterböen, die in fast allen Stadtteilen Wolkenbrüche verursachten, rissen auch das Hotelschiff "Orion" vom Ponton der Überseebrücke. Besonders heftig tobte das Unwetter in Harburg. Eine Windhose beschädigte insgesamt 83 Häuser, so an der Harburger Sehloßstraße, an der Straße Karnapp, an der Blohmetraße, am Autobahnzubringer, in der Woellmerstraße, Gazertstraße und in der Buxtehuder Straße. Mit einer Riesenfaust packten Böen vor allem in Heimfeld zu: Über 100 Straßenbäume wurden entwurzelt, geknickt oder verloren armstarke Äste. Bei einer Firma in der Blomstraße stürzte ein 20 Meter hoher Fabrikschornstein um. Wie nach einem Bombenangriff sah es in den Sehwarzenberg-Anlagen aus. Die Aufräumungsarbeiten dauerten Stunden. Polizei und Feuerwehr hatten Großalarm. Einer der Schwerpunkte ihres Einsatzes: die Eisenbahnbetriebswerkstätten der Schlachthofstraße, deren Dach auf die Fahrbahn geschleudert war. Es grenzt fast an ein Wunder, daß nur ein Mensch bei dem Unwetter zu Schaden kam. Die 12jährige Schülerin Marina L. aus Neugraben lief auf die Fahrbahn der Buxtehuder Straße, als um sie herum Dachpfannen auf den Bürgersteig prasselten. Dabei wurde das Mädchen von einem Personenwagen erfaßt und lebensgefährlich verletzt. (Bildunterschrift:) So wütete die Windhose: über 40 Baume wurden allein Im Schwarzenbergpark entwurzelt. Heute hatten die "Säge-Trupps" den ganzen Tag zu tun."

Windhose beschädigte Häuser in Harburg (Hamburger Abendblatt, 12.08.1963)