Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen),
Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen)

 10.07.1964 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: später Nachmittag. Aus einer Meldung der WAZ vom 10.07.2014: "Windhose fegt über die Stadt hinweg - 10. Juli 1964: Von einer Windhose, die über die Stadt hinweggefegt sei, wird vor 50 Jahren in der WAZ berichtet. Am Spätnachmittag sei sie - begleitet von starken Böen, Hagel und heftigem Gewitterregen - von Mülheim kommend in West-Ost-Richtung durch Essen gerast und habe eine Spur von abgedeckten Hausdächern, gefällten Bäumen und beschädigten Autos hinterlassen. Besonders schlimm habe es Holsterhausen getroffen. Nur zehn Minuten dauert der Spuk, den man sich offenbar als Miniatur-Version von Sturmtief Ela (Anmerkung: Unwetter an Pfingstmontag 2014 - dies war eine Gewitterfront, kein Sturmtief) vorstellen muss. Pausenlos wird die Feuerwehr informiert, an dreizehn Stellen beseitigt diese akute Gefahren und Verkehrshindernisse. Autos werden von Bäumen begraben, ein Baum landet im Dach der Annenkapelle in Rellinghausen, eine 18-Jährige wird von einer herabstürzenden Dachpfanne leicht verletzt. Auf dem Baldeneysee kentern vier Segelboote, deren Besatzung aber glimpflich davon kommt. Die Feuerwehr zieht drei Boote in den Hafen Scheppen, der vierte Segler zieht seine Jolle selbst schwimmend in den Hafen."

Windhose fegt über die Stadt hinweg (WAZ, 10.07.2014)