Lübesse (Mecklenburg-Vorpommern)

 22.06.1965 / Stärke (F2) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 18 Uhr MEZ. "Am 22. Juni 1965 zog, von Südwesten kommend, eine Trombe mit zerstörender Wirkung über das Dorf Lübesse (17 km südlich der Stadt Schwerin) hinweg." Es gab erhebliche Gebäude- und Waldschäden, u.a. stürzte eine gemauerte Scheune komplett ein. (Quelle: G. Schubert, R. Schultz, W. Hänsch: Die Trombe von Lübesse am 22. Juni 1965, Zeitschrift für Meteorologie, Bd. 19, 1967, Seiten 305-311) - Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 24. Juni 1965: "Gewitter, Wolkenbruch und Windhose - Schwerin (ADN/ND). Im Bezirk Schwerin fielen am Dienstag, von Gewittern und stürmischen Winden begleitet, ergiebige Niederschläge. Das überaus schwüle Sommerwetter an diesem Tage führte besonders im nordwestlichen Teil des Agrarbezirkes in den Nachmittagsstunden sowie in der Nacht zum Mittwoch zu heftigen Gewittern mit wolkenbruchartigem Regen. Der starke Platzregen überschwemmte zeitweilig Straßen, da die Gullys die Wassermengen nicht fassen konnten. An einigen Stellen wurde das Getreide regelrecht niedergewalzt. Die Niederschläge betrugen 20 Liter pro m². Das ist sehr viel, denn der durchschnittliche Normalniederschlag des ganzen Monats Juni beträgt in diesem gebiet 55 Liter je m². In den Abendstunden richtete eine Windhose in der Gemeinde Lübesse im Kreis Schwerin-Land beträchtlichen Sachschaden an. Zwei Scheunen wurden zerstört, Dächer abgedeckt, Bäume entwurzelt. Menschen kamen nicht zu Schaden." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin)