Salow (Mecklenburg-Vorpommern)

 03.07.2013 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Zeitpunkt: gegen 17:35 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Nordkurier vom 05.07.2013: "Tornado schlägt Schneise der Verwüstung - Die Bushaltestelle landete im Vorgarten. Das Sportlerheim des SV Viktoria Salows ist gesperrt, weil ein 2,5 Tonnen schwerer Baum aufs Dach stürzte und nun erst geprüft werden muss, ob Einsturzgefahr besteht. Der Salower Park ist nicht begehbar. Riesige Bäume liegen entwurzelt auf dem Weg, andere sind bei dem Wirbelwind wie Streichhölzer abgeknickt. Trampoline hat die Windhose mit sich gerissen und 50 Meter weiter transportiert. ?Wir hatten schon Hochwasser, aber noch keine Windhose?, sagt Einwohner Ralf Stegk. Er hat den Luftwirbel am Mittwochabend anbrausen gesehen. Der Himmel über Salow hatte sich schwarz verfärbt, eine dunkle Gewitterwand zog auf. ?Sturm und Unmengen von Regen und Hagel gingen nieder?, so der Salower. Innerhalb von zwei Minuten waren Straßen und Gräben ein knöcheltiefer See. ?Ich habe noch nie Wasser bergauf fließen sehen.? Die Windhose hat alles mitgenommen, was nicht fest war. Müll, Äste und Dachpappe wirbelten hoch über dem Erdboden. Lediglich 15 Minuten dauerte der Spuk. Was blieb, war ein Bild der Verwüstung. Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Salow und Sadelkow schrillten schnell die Alarmglocken. Seitdem sind die ehrenamtlich Aktiven im Dauereinsatz. Jens Schich ist Wehrleiter in Salow und hat das ganze Ausmaß der Zerstörung vor Augen. ?Die Straßen waren nach dem Sturm nicht passierbar?, berichtet er. ?Wir haben alles abgesperrt und so schnell wie möglich mit dem Aufräumen angefangen. Rund 20 große Bäume hat der Mini-Tornado entwurzelt. ?Die kleinen Bäume haben wir noch gar nicht gezählt.? Von einer großen Scheune löste sich die Dachpappe und hinterließ an einigen Fassaden Schäden. Bis in die Nacht hinein hat Jens Schich Einsatzberichte geschrieben. ?Wir haben noch die ganze nächste Woche zu tun, um die Schäden zu beheben?, ist sich der ehrenamtlich Aktive sicher. [...]" - Aus dem Bericht eines Augenzeugen: "[...] Man konnte nur schwach so eine Art eines Wirbelsturmes sehen, es war nicht so wie man es im Fernsehen sehen kann, sondern viel breiter, nicht wie ein Schlauch. [...]" - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall vorerst weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen. Die Beschreibungen zeigen nicht, ob es nur ein bodennaher Wirbel oder ein Tornado war. - Update Januar 2014:

Verdachtsfall Salow (Skywarn)
Tornado schlägt Schneise der Verwüstung (Nordkurier, 05.07.13)