Duisburg (Nordrhein-Westfalen)

 12.05.1912 / Stärke (n. bek.) Verdacht
An diesem Tag könnten weitere Tornados aufgetreten sein, es liegen Meldungen über zahlreiche Unwetter in verschiedenen Teilen Deutschlands vor. Dazu aus einer Meldung der Coburger Zeitung vom 15.05.1912: "Der Gewittersturm, der gestern im ganzen rheinischen Industrierevier wütete, hat an Häusern, Bäumen und Gärten großen Schaden angerichtet. In Witten entstand eine Panik, als ein von 2000 Personen besuchter Zeltzirkus vom Sturme zerrissen wurde. In Duisburg wurde das Dach einer Bahnhofshalle abgerissen und auf die Gleise geworfen, wodurch Verkehrsstörungen eintraten. Bei mehreren Straßenbahnoberleitungen traten für kürzere Zeit Störungen ein. In Brüssel hat der Wirbelsturm an Telegraphen- und Telephonleitungen wie an Gebäuden schweren Schaden angerichtet. [...] Über die am Sonntag von dem Sturm angerichteten Verwüstungen treffen fortwährend neue Nachrichten ein. In Schlesien wurden zwischen Zawodzie und Rosdzin die Telegraphenstangen auf einer Strecke von 400 Metern abgebrochen. In Sachsen sind unzählige Obstbäume, darunter Stämme von 1/2 Meter Umfang, wie Strohhalme abgeknickt worden. Nach Sehlis, das durch eine Windhose zerstört wurde, sind zwei Pioniere von Riesa zur Hilfeleistung gekommen."