Heilbad Heiligenstadt (Thüringen),
Bodenrode-Westhausen (Thüringen)

 18.05.1971 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Nach den Recherchen von Pierre Gremmler zog das Unwetter am 18.05.71 gegen Abend über Heiligenstadt auf und zog weiter über Westhausen / Bodenrode nach Nordosten über Bischofferode (Kreis Worbis) in Richtung Nordhausen ab. Nach einigen Augenzeugen, die er spechen konnte, haben diese so etwas noch nicht erlebt. Der Himmel hatte eine seltsame Färbung, Dächer sind geflogen, ein ganzer, neu gebauter Kuhstall in Westhausen sei eingestürzt. Andere wiederum berichteten über starken Hagelschlag der ungefähr 3 cm Durchmesser hatte, Telegraphenmasten seien reihenweise abgeknickt worden und in einem Wald bei Bodenrode soll eine etwa 30m breite und 120m lange Schneise gewesen sein, in der wo die Bäume regelrecht abgedreht gewesen seien und ein Jägersitz d.h. die Überreste davon hätten auf einem ganz anderen Feld gelegen, wo auch umgeworfene Getreideanhänger lagen. - Weiter aus Ralf Wendt, "Entfesselte Naturgewalten - Von den Anfängen bis zur Gegenwart". Berlin, 2000 zu Unwettern vom 22.-24. November 1984: "Im Zusammenhang mit einem Unwetter kommt eine Großtrombe zur Ausbildung. Besonders betroffen: Heiligenstadt, Worbis. Totalschäden treten in der Landwirtschaft auf. Viele Dächer von Gebäuden sind abgedeckt."