Hain (Bayern),
Wiesthal (Bayern),
Frammersbach (Bayern)

 14.08.1972 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
In der Nacht vom 14. zum 15. August richteten mehrere Sturmereignisse im Sepessart erhebliche Schäden an. Dazu berichtet ein Wanderer: "Ich lag damals nachts etwa 1,3 km südlich des kleinen Örtchens Hain i. Spessart. Ich erwachte morgens unbeschadet, während der Tornado etwa 50 Meter an mir vorbei gezogen war und eine ca. 200 m breite Schneise in den Wald geschnitten hatte, in der nichts mehr stand. Tags zuvor war sonnig warmes Wetter, ein schöner klarer Abend. Der Tornado muss am frühen Morgen durchgezogen sein. Meine Wanderung führte mich nach Bergrothenfels am Main (Burg, Jugendherberge) und ich sah unterwegs immer wieder Schäden verschiedener Stärke. Was mich nahe Hain so frapiert hatte, war, daß alle Bäume um waren, aber die wenigsten entwurzelt, sondern in ca. 3 m Höhe abgeknickt oder abgedreht. Viel geregnet kann es nicht haben und morgens war das Wetter wieder sehr freundlich." - Weiter berichtete das Lohrer Echo am 14.08.08: "1972: Sturmnacht in Frammersbach und Wiesthal: Gegen 22 Uhr bringt ein Gewitter sintflutartigen Regen. Eine Windhose knickt 25 000 Festmeter Fichtenbestand des Gemeindewaldes um. Alle Straßen nach Frammersbach sind durch umgestürzte Bäume blockiert. Die Hauptstraße ..." (Weitere Quelle: u.a. D. Fuchs, Gefährdung des Tiefflugs durch Tornados, Traben-Trarbach in Promet, Heft 4/81, Seiten 8-10)