Cloppenburg (Niedersachsen)

 06.11.1979 / Stärke (F2) Bestätigt
Gegen 13:10 Uhr MEZ richtete der Tornado bei Cloppenburg an etwa 130 Gebäuden Schäden in Millionenhöhe an. Es gab 15 Verletzte. Aus einer Meldung der Zeitung Neues Deutschland vom 07. November 1979: "Millionenschäden - Hannover. Eine Windhose deckte am Dienstag in Cloppenburg (BRD-Land Niedersachsen) über 70 Häuser ab. Es entstanden Schäden in Höhe von mehreren Millionen DM." (Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin) - Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 07.11.1979: "Cloppenburg/Hamburg, 7. 11. Millionen-Schaden und mindestens 15 Verletzte - das ist die Bilanz eines Unwetters von nur drei Minuten Dauer. So lange brauchte eine Windhose, um die Außenbezirke von Cloppenburg zu verwüsten. Nach Augenzeugenberichten sehen Cloppenburgs Stadtteile Landwehr, Hemelsbühren und benachbarte Gebiete aus wie nach einem Bombenangriff. Mindestens 130 Häuser wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt. Cloppenburgs Polizeichef Airich Kruse zum Hamburger Abendblatt: "Wir sind hautnah an einer Katastrophe vorbeigekommen. Nur ein paar hundert Meter weiter, und die Windhose wäre durch die Fußgängerzone der Innenstadt gefegt." Es war gegen 13 Uhr. Polizeichef Kruse saß beim Mittagessen. Vom Unwetter bemerkte er in der Innenstadt nur einen Hagelschauer. Über den Stadtrand aber walzte in einer Breite von 300 Metern die Windhose hinweg. Von der Gewalt des Wirbelwindes gepackt, wurden Garagen aus ihren Fundamenten gerissen, Dachstühle brachen krachend zusammen, Ställe stürzten ein. Von den Dächern prasselten Dachpfannen und Ziegel auf die Straßen. Eine Überlandleitung riß, der Zugverkehr zwischen Oldenburg und Osnabrück mußte eingestellt werden. Wie viele Personen- und Lastwagen umstürzten, Blech- oder Totalschaden haben, konnte die Polizei bis gestern abend noch nicht zählen. Kruse: "So etwas habeich noch nicht erlebt.""

Windhose fegte durch Cloppenburgs Vororte (Hamburger Abendblatt, 07.11.1979)
15 Verletzte durch Windhose in Cloppenburg (Wetterchronik)