Kiel (Schleswig-Holstein)

 21.05.1983 / Stärke (F2) Verdacht
Eine Kaltfront überquerte Schleswig-Holstein von Südwest nach Nordost. In ihrem Bereich entstanden verbreitet teils kräftige Gewitter. In Kiel gab es innerhalb einer etwa 12 Kilometer langen und bis etwa 600 Meter breiten Schneise erhebliche Schäden. Betroffen davon waren vor allem die Stadtteile Russee, Kronshagen, Wik, Holtenau und Friedrichsort. Hier stürzten mehr als 120 größere Bäume um, bei einem Autohändler wurden 10 Wohnwagen und 6 PKW bis zu 100 Meter fortbewegt. An etwa 160 Gebäuden entstanden Schäden. Die Wetterstationen in Friedrichsort und in Holtenau meldeten Windspitzen von 133 bzw. 126 km/h. In einzelnen Medienmeldungen wurde berichtet, dass die Schneise nur etwa 100 Meter breit gewesen wäre. Die Ursache für die Millionenschäden ist offen. In einer ersten Untersuchung durch den Hamburger Meteorologen Wolfgang Klockow ergab sich kein eindeutiger Hinweis auf einen Tornado.

Windhose warf Autos in die Luft (Hamburger Abendblatt, 24.05.1983)