Rheinhausen (Baden-Württemberg)

 23.07.1988 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einem Bericht der Zeitschrift "Der Schwarzwald", der Zeitschrift des Schwarzwaldvereins, I/89: "Ein Wirbelsturm hinterließ seine Spuren - Im Rheinauewald bei Rheinhausen entstand eine riesige Kahlfläche [...] Noch Monate nach dem Unwetter sieht es in manchen Teilen des Auewaldes bei Rheinhausen so aus, als ob ein Flugzeug in den Bestand gerast sei. Stattliche Pappeln sind auf halber Höhe abgeknickt. Nur noch die zersplitterten Stammreste ragen aus dem winterlich kahlen Unterholz. Die Hauptschadensfläche von rund 34 Hektar ist jedoch inzwischen abgeräumt. Es entstand eine riesige Kahlfläche, eine Schneise, die den Weg des Sturmes erkennen läßt. Ursache für diesen Schaden war ein ungewöhnlicher Gewittersturm am 23. Juli 1988, der innerhalb weniger Minuten im Rheinauewald des Forstbezirks Kenzingen zu verheerenden Schäden führte. [...] Der Gewittersturm muß sich, so rekonstruiert Forstpräsident Erwin Lauterwasser bei einem Ortstermin des Schadensereignis, auf dem Rhein zu einer mächtigen Windhose konzentriert haben. Der Wirbelsturm fegte sodann in den rund 40 Jahre alten Auewaldbestand und brach auf einer ziemlich genau begrenzten Schneise mächtige Bäume oder entwurzelte sie. [...]" Betroffen waren nach dem Bericht vor allem Pappeln, Eichen und Eschen.