Brandenburg an der Havel (Brandenburg)

 01.07.1989 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Märkischen Allgemeinen vom 27.08.2012: "1989: Ein Wirbelsturm zieht am 1. Juli aus Richtung Göttin über die Innenstadt und dreht hinter Klein Kreutz ein. Die Feuerwehr fährt 200 Sturmeinsätze: gen Klein Kreutz liegen etwa 20 Bäume auf der Straße, ein Baugerüst stürzt in der Geschwister-Scholl-Straße auf die Oberleitung der Straßenbahn, der Neustädtische Friedhof wird schwer verwüstet." - Dazu der Bericht eines Anwohners (August 2012): "Es begann nachmittags, am Horizont Richtung Elbe hielt sich eine schwarze Wand über 3 Stunden auf. Ich war damals im Schwimmbad Am Marienbad in Brandenburg. Ich ging um 18 Uhr zur Straßenbahn und fuhr nach Hause. Dort kam ich um 18.15 an. Ich ging ans Fenster meines Zimmers und beobachtete das Gewitter und wartete auf den vielen Regen: Es ging dann so um 19 Uhr los. Der Tornado wurde beim Hbf Brandenburg gesichtet, marschierte Richtung Nordosten durch die Friedensstraße (Heute Sankt-Annen-Straße), erreichte den Neustadt Markt und deckte dort einige Dächer ab, zog dann über die Dominsel und erreichte den Ort Klein Kreuz, wo er auf der Landstraße viele Linden (typische Brandenburger Allenstraße) entwurzelte. Dann bog er Richtung Osten bis Südosten ab zur Havel." - "Meine Mutter konnte den Tornado sehen und wie er ihr altes Haus, wo sie als Kind wohnte, einige Dachziegel abdeckte und auch bei Nachbarhäusern. Es gab sicher auch noch andere Augenzeugen. Auf der Straße nach Weseram - heute L91 - sind viele Alleebäume umgeknickt und er ist bei Saaringen und Weseram vorbeigezogen. Auch der Strom war kurz weg, das habe ich gut in Erinnerung, es flackerte das Licht mehrmals und dann war es für 1 Minute ganz weg."

Verdachtsfall Brandenburg an der Havel (Skywarn)