Neuburg am Inn (Bayern)
[Region: Neuburger Wald]

 20.09.1950 / Stärke (F2) Bestätigt
Tornado südlich von Passau. Dabei zunächst Schäden im Neuburger Wald, dann wahrscheinlich Grenzübertritt über den Inn nach Oberösterreich, wo in Fraunhof (etwa 1 km östlich der Grenze und ca. 4 km südlich von Passau) viele Häuser abgedeckt wurden. (Quelle: u.a. Anton Pühringer, Windhosen in Österreich - Katalog österreichischer Tromben, Wien, 1972) - Aus einer Meldung der Passauer Neuen Presse vom 21. September 1950: "Wirbelsturm im Neuburger Wald - Die Staatsforsten des Neuburger Waldes, unweit des Cafè Abrahamhof, wurden am Mittwochnachmittag von einem Wirbelsturm heimgesucht. Die Windtrombe brach in einer Breite von etwa 50 Metern in den Wald ein und knickte übermannsdicke, 30 Meter lange Fichten in halber Höhe, entwurzelte zahlreiche Laubbäume und richtete starke Verwüstungen an. Der Wald bot an den betroffenen Stellen einen Anblick wie nach einem Bombenangriff. Einzelne Holzsucher, die von dem Unwetter im Wald überrascht worden waren, konnten sich noch rechtzeitig aus dem Bereich der Windhose retten. Ein Augenzeuge berichtet, daß er sein letztes Stündlein gekommen glaubte, als plötzlich mit ohrenbetäubendem Krachen die Bäume abbrachen und der Himmel sich durch herumwirbelnde Zweige und Erd- und Laubmassen verfinsterte. Wie hoch der Schaden ist, den der Wirbelsturm an den Nutzholzbeständen angerichtet hat, konnte noch nicht festgestellt werden." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek) - Aus einer Meldung der Mittelbayerischen Zeitung vom 23. September 1950: "Wirbelsturm bei Passau - Passau. Ein kurzes Unwetter ging über Passau nieder, das von einem Gewitter und Hagelschlag begleitet war. Eine Windhose brach in einer Breite von etwa 50 Metern in den Neuburger Wald an der Innseite ein und knickte Hunderte von 30 Meter hohen Fichten in halber Höhe. Zahlreiche Laubbäume wurden entwurzelt. Der Staatswald bietet an den betroffenen Stellen einen Anblick wie nach einem Bombenangriff." (Quelle: Bayerische Staatsbibliothek