Bockholmwik (Schleswig-Holstein)

 11.05.2013 / Stärke (W) Verdacht
Zeitpunkt: zwischen 19:00 und 19:30 Uhr MESZ. "Wie angekündigt heut versucht. Kumpel hat grad sein Boot zu Wasser gelassen, wir also mit Boot nach Bockholmwik. Kaum biss der erste Hornhecht, erklär ich seinen beiden Kids, die mit waren "seht ihr, wie die Pose abzieht" sagt mein Kumpel auch schon" ich seh da ganz was anderes.." zog da nicht wie aus dem Nichts ne super heftige Gewitterfront auf! Tiefschwarz mit Windhose und Hagel! Wir also nix wie los. Kaum bei der Schwiegermutter (Fahrwassertonne bei Holnis) angekommen sehen wir ne kleine Jolle, die just in dem Moment kentert! Die beiden Dänen konnten sich auf den Rumpf retten, der jetzt noch 20 cm aus dem Wasser ragte. Ich also Notruf abgesetzt, während wir um die Jolle kreisten. Nach 20 min flaute der Seegang so weit ab, dass ich den beiden nen Tampen zuwerfen konnte und es beide zu uns an Bord schafften. Weitere 10 Min später kam der Retter von Langballigau, der die beiden übernahm und das Segelboot auch noch nach Egernsund schleppen konnte." (Quelle: Das Anglerboard) - Auf Nachfrage berichtet der Augenzeuge: "Ich bin kein Experte und es ging auch alles recht schnell, aber es war auf jeden Fall ein rotierender Wirbel von mehreren Metern Durchmesser, der kräftig genug war, Wasser hochzuziehen." Das Boot kenterte aber nicht durch den Wirbel, sondern erst danach durch die starken Böen. Gegen 19:30 Uhr richtete dann ein Tornado Schäden im dänischen Broager an, betroffen waren dort Häuser in der Stgraße Nejs Bjerg im Südwesten des Ortzes. Die Entfernung zur Wirbelbeobachtung vor der deutschen Küste beträgt nur gut 6 Kilometer, ein Zusammenhang ist wahrscheinlich. - Bei einer Nachbesprechung der Tornado-Arbeitsgruppe im November 2013 wurde beschlossen, den Fall weiterhin als Tornadoverdachtsfall zu führen.

Hornhechte in Flensburger Förde (Das Anglerboard)
Skypumpe rammer sønderjysk by (TV2, 13.05.13)