Warnhofen (Bayern)

 19.09.1934 / Stärke (F1) Bestätigt
"Am 19. September 1934 kommt ein furchtbares Gewitter. Es dauert eine ganze Stunde von 14:30 - 15:30 Uhr, bringt viel Regen und Hagel. Die Straßen werden tief ausgeschwemmt (sie waren noch nicht asphaltiert, sondern nur wassergebunden). Die daumennagelgroßen Hagelkörner vernichten die Gärten, schlagen das Obst von den Bäumen, zerfetzen die Blätter von Rüben, Kohl und Weißkraut. Zwischen Diemantstein und Warnhofen entwickelt sich eine Windhose, die über Warnhofen wandert und dort großen Schaden anrichtet. Beim Bürgermeister (Hs.Nr. 5) deckt sie das Dach ab, nimmt bei Gutöhrlein (Hs.Nr. 7) 50 Dachziegel mit, bei Rieder (Hs.Nr. 13) auch einige, beschädigt die Häuser Nr. 16, 17, 18, 19, reißt bei Rieder (Hs.Nr. 22 ½) das halbe Dach mit (300 Ziegel) und wirbelt gegen Osten weiter. Der wahnsinnige Wind drückt an vielen Häusern in Diemantstein und Warnhofen die Fenster ein." (Quelle: Geschichtliche Materialsammlung, Diemantstein) Warnhofen liegt im Landkreis Dillingen a.d. Donau.