Kirrlach (Baden-Württemberg),
Heidelberg (Neckar) (Baden-Württemberg)

 15.09.1935 / Stärke (n. bek.) Bestätigt
Aus einer Meldung der Freiburger Zeitung vom 17.09.1935: "Bruchsal, 17. Sept. Das Unwetter, das am Sonntag abend nach einem außerordentlich schwülen Tag vom Süden des Landes heraufzog, ging in seiner vollen Wuchtüber dem Kraichgau und dem unteren Neckartal nieder. Die Gemarkungen Hambrücken, Kirrlach und Rheinhausen erlitten sehr großen Schaden an Bäumen, besonders an Obstbäumen, die vielfach wie Streichhölzer geknickt wurden. In Kirrlach wurden sehr viele Häuser mehr oder weniger beschädigt. Einer Windhose gleich fegte der Sturmwirbel mitten durch das Dorf. Eine strohgefüllte ältere Scheuer wurde eingedrückt. Die Schadenshöhe läß sich noch nicht übersehen, die der Sturm, der nur kurze Zeit dauerte, im Kraichgau angerichtet hat." - Weiter: "Heidelberg, 17. Sept. Hier und in der Umgebung richtete ein Sturmwirbel am Sonntag abend großen Schaden an. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt; dadurch gab es zahlreiche erhebliche Verkehrsstörungen nach den Vororten Rohrbach und Leimen. In Kirchheim stürzte ein Schornstein ein. Das Obst wurde so gut wie vollständig von den Bäumen geschüttelt und bedeckte am Montag früh Felder und Gärten. Im Stadtteil Handschuhsheim wurde die uralte Berglinde, unter der alljährlich der Handschuhsheimer Lindentanz abgehalten wird, ziemlich stark beschädigt. Auch hier ist der Gesamtschaden beträchtlich." (Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg)