Lampertheim (Hessen)

 10.07.1937 / Stärke (F1) Bestätigt
Zeitpunkt: gegen 09:25 Uhr MEZ. Recherche von Lars Lowinski in den Pressearchiven "Korrespondenzblatt des Kreises Eupen" und "Grenzecho". Dazu aus dem Schwarzwälder Boten (Oberndorf/N.) vom 13.07.1937: "Eine gefährliche Wasserhose? Lampertheim (Hessen), 13. Juli. Samstag vormittag zwischen 9 und 10 Uhr wurde unser südöstlicher Ortsteil von einer furchtbaren Wind- und Wasserhose betroffen. Riesige, in voller Blüte stehende Linden und andere Bäume der Römer- und angrenzenden Straße wurden zerschmettert und mit den Wurzeln aus dem Boden egrissen. Ein Erntewagen ohne Gespann wurde durch die Gewalt des Wetters um etwa 50 (?) Meter fortgefahren. Eine Scheune wurde auf der Nordseite in einer Länge von etwa 25 Meter abgedeckt und die Ziegel über viele Dächer in der ganzen Umgebung zerstreut. Ebenso erging es zahlreichen Dächern der angrenzenden Gebäude. Eine Anzahl Fensterscheiben wurden zertrümmert. Teilweise wurden sogar Fenster mitsamt den Rahmen fortgetragen. Sogar Schornsteine wurden abgebrochen, riesige Scheunentore ausgehoben und zerschmettert. Eine neue Mauer wurde glatt umgelegt. Wie durch ein Wunder kamen Menschen nicht zu Schaden. Dagegen ist der Materialschaden an Häusern und in den Gärten enorm groß" (Quelle: Dr. R. Keie, Preußisches Meteorologisches Institut, Berlin, Februar 1934. Korrespondenz an Prof. Letzmann. Nachlass von J. Letzmann, Archiv der Deutschbaltischen Kulturstiftung, Lüneburg)