Wyler (Nordrhein-Westfalen),
Keeken (Nordrhein-Westfalen)

 10.08.1925 / Stärke (n. bek.) Verdacht
Aus einer Meldung der Fehrbelliner Zeitung vom 26.08.1925: "Unwetter über dem Niederrhein. Ueber die Schäden, die Ausläufer des Orkans über Holland am Niederrhein verursachten, laufen immer wieder Unglücksnachrichten ein. Ein Boot mit drei Personen, das von Lobith nach Millingen auf dem Rhein unterwegs war, schlug in den meterhohen Wellen um. Alle drei Personen ertranken. In der Rheinwerft in Lobith riß der Sturm mehrere Schiffe los und schleuderte sie gegen das Ufer. Dabei sank ein Schiff in wenigen Minuten. In Bimmen wurde ein Doppelwohnhaus vollständig abgedeckt; die Familien mußten in Baracken untergebracht werden. In Keeken wurden mehrere Dächer abgedeckt und unzählige Bäume umgerissen. Im Gutshof Dankel wurden nicht weniger als 20 Pappeln umgelegt. In Lent wurde das Haus des Schmiedemeisters vollständig abgedeckt und das Dach 20 Meter weit geschleudert. In Wyler sind streckenweise die Bäume völlig niedergelegt. Ein schwerer Lindenbaum stürzte auf das Dach eines Hauses und zerstörte das Haus völlig. Die Hausbewohner entgingen nur wie durch ein Wunder dem Tode." Die genannten Orte befinden sich teilweise in den Niederlanden, Wyler und Keeken dagegen in Deutschland. - Aus einem Kommentar zu dem Fall: "In Leuth wurde das Dach eines Wohnhauses abgedeckt und 20 Meter weit fortgeschleudert." (Quelle: Lars Lowinski, Feedback bei TorDACH). Der Ort heißt korrekt Lent und liegt in den Niederlanden am Rhein.